Beiträge von Rio

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich bin leider kaum zum Lesen gekommen, habe gerade mal 30 Seiten geschafft. Andererseits muß ich manche Strophen von Heinrich Heines "Deutschland - Ein Wintermärchen" zwei oder dreimal lesen, weil sie mir so gut gefallen oder weil ich versuche den tieferen Sinn dahinter zu verstehen. Zum Glück hat mein Reclam-Heft einen kommentierten Anhang, in dem einige Zusammenhänge erklärt werden.
    Bereits das Vorwort, das Heine zu seinem Gedicht schreibt, hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie glücklich wir sind, daß wir Pressefreiheit haben. Heine mußte sein Gedicht mehrfach überarbeiten, weil die Kritik, die er darin übte, erst dem Verleger und dann den Behörden zu scharf war.


    Auf S. 16 fand ich ein Zitat, das zum heutigen Tag paßt und daß ich ziemlich gruselig fand, angesichts der Tatsache, daß auch Heines Bücher verbrannt wurden:


    "Die Flamme des Scheiterhaufens hat hier
    Bücher und Menschen verschlungen;
    Die Glocken wurden geläutet dabei
    Und Kyrie eleison gesungen."


    Auf S. 25 äußert sich Heine darüber, daß Franzosen und Russen das Land gehört, den Briten die See und den Deutschen der Luftraum, sprich das Reich der Träume und Gedanken. Ich meine mich zu erinnern, daß mein Geschichtslehrer mal davon sprach, daß Deutschland noch Anfang des 19. Jahrhunderts als Entwicklungsland galt, weil es dort kaum Industrie gab. Dennoch galten wir als Land der Dichter und Denker - heute haben wir sehr viel Industrie und Pisa-Kids, die kaum lesen und schreiben können, wenn sie von der Schule abgehen. Was da wohl besser ist :rollen:


    @Saltannah: Du machst mir richtig Lust, Stefan Zweigs Phantastische Nacht auszuprobieren.


    LG, Rio

    Sollen wir einfach mal den 15.05. für beide Bücher festmachen? Oder ist das zu kurzfristig, um die fehlenden Bände zu kriegen?


    Sorry, wenn ich etwas ungeduldig erscheine, aber anscheinend hat mich der Pern-Virus erwischt :zwinker: Ich will doch wissen, wie's mit den Harfnern weitergeht, damit wir endlich "The White Dragon" lesen können. Und dann stehen noch viel mehr Bände im Regal, die will ich auch alle lesen. :spinnen:


    *räusper* Ich geh mal besser wieder, sonst nerve ich Euch so lange, bis Ihr mich nicht mehr mitmachen laßt :zwinker:


    Lg, Rio

    Hallo und willkommen in unserer trauten Runde, :winken:


    war das nicht so, daß Sabriel Moggets Halsband entfernt hatte, bevor sie ins Totenreich aufgebrochen ist? Irgendwie ist mir so, als könnte ich mich da schwach dran erinnern. Leider habe ich mein Buch gerade nicht zur Hand, werde das aber noch mal nachschauen.


    LG, Rio

    Ach ja, mein Buch sollte ich auch noch kurz vorstellen :breitgrins:


    Deutschland - Ein Wintermärchen von Heinrich Heine


    Klappentext:
    Heinrich Heine fand die ersehnte politische Freiheit nur im Exil, in Frankreich. Er liebte seine zweite Heimat; aber das Heimweh nach Deutschland hat ihn nie verlassen.Um so tiefer haßte er die Verderber seines Vaterlandes: die blaublütigen Herrscher und die servilen Bürger.
    "Deutschland - Ein Wintermärchen" schrieb Heine 1844 in Paris. In jener Zeit stand die politische Lyrik in Blüte. Eine Anzahl meist junger Poeten schrieb flammende Gedichte über deutsche Einheit und Freiheit. Heines Gedicht muß jedoch als eine entschiedene Abgrenzung gegen die liberale Opposition aufgefaßt werden, als eine Darstellung der Situation und Perspektive Deutschlands vom Standpunkt einer sozialen Volksrevolution. Es handelt sich für ihn nicht um Pressefreiheit und Konstitution, sondern um "das materielle" Wohlsein des Volkes". Der Plauderton der Reisebeschreibung, der politische Wortwitz, die parodierte liberale Rhetorik, die Alltagssprache fügt sich unter Heines Meisterhand ebenso mühelos in die simple Strophe wie die balladeske Erzählung und die Hymne.


    LG; Rio

    Hallo Ihr Lieben,


    Saltannah war einen Tick schneller als ich mit der Eröffnung des Threads. Aber da ich den Text schon geschrieben hatte, füge ich ihn jetzt einfach mal an:


    Heute vor 73 Jahren haben die Nationalsozialisten Bücher von ihnen unliebsamen Autoren verbrannt. Wir wollen daran erinnern, in dem wir eine "Lesenacht mit offenem Ende" machen, in der wir Bücher lesen, die damals verbrannt wurden. Der heutige Tag ist übrigens auch der Tag der Pressefreiheit.


    Bitte stellt Euer Buch doch kurz vor. Vielleicht wißt Ihr auch etwas über den Autor oder darüber, warum ausgerechnet dieses Buch bzw. die Werke dieses Autors verbrannt wurden.


    Da ein Tag - noch dazu ein Wochentag, an dem die meisten von uns arbeiten müssen - viel zu kurz ist, um sich ausgiebig mit dem ausgewählten Buch zu beschäftigen, haben wir beschlossen, den Thread so lange weiterzuführen, bis auch der/die Letzte sein/ihr Buch ausgelesen und abschließend kommentiert hat.


    Ich wünsche uns aufschlußreiche Lektüre und anregende Diskussionen.


    Rio

    Och Mann, in unserer Stadtbücherei findet morgen abend eine Lesung aus mehreren der verbrannten Bücher statt. Und ich seh das natürlich erst heute und was ist? Ausverkauft! :sauer:


    Nagut, so werde ich wohl nicht umhin kommen, selber zu lesen :zwinker: Das gewählte Buch ist zwar ein Reclam-Heft, aber falls ich zu schnell fertig bin, findet sich sicher noch etwas anderes in den unendlichen Weiten meines SUBs. Ach so, ausgesucht habe ich mir:


    Deutschland - Ein Wintermärchen von Heinrich Heine


    Hinten auf dem Reclam-Heft steht, daß es sich hierbei um ein politisches Gedicht handelt, das "als eine entschiedene Abgrenzung gegen die liberale Opposition aufgefaßt werden muß, als eine Darstellung der Situation und Perspektive Deutschlands vom Standpunt einer sozialen Volksrevolution." Na, da bin ich ja mal gespannt.


    Bis später, Rio

    Bah, wir sind ja nicht so, wir können das Thema auch gerne ausweiten. Wie wäre es mit "Duft" und/oder "Kirche" (in Kirchen riecht's ja auch immer so besonders, vor allem in den alten), wenn's doch schon der Geburtstag derselben ist (habe ich auch bei Wikipedia nachgeguckt, bin schließlich seit 20 Jahren nicht mehr in dem Verein :zwinker: ).


    Ich hätte da noch ein paar historische Krimis mit einer Klosterfrau herumliegen, das würde doch passen:


    "Sei geweiht der Hölle" von Alys Clare


    Oder von Peter Tremayne "Tod im Skriptorium", nur ist das der zweite Band einer Serie und ich fang ungern mittendrin an.


    Ich denke, wenn wir das Thema erweitern, findet sich leichter ein passendes Buch, ohne daß wir unser Hirn auf der Suche nach einer passenden Assoziation verknoten müssen. Was denkt Ihr?


    LG, Rio

    Aus der neuen Reihe hatte ich ein Mini-Hörbuch (also eine CD), fand aber das Thema Krieg so furchtbar, daß ich mich noch nicht daran gewagt habe, auch die Bücher zu lesen.


    Kennt eigentlich jemand ihre Fantasy Bücher? Im Original heißen die beiden Bände "Tathea" und "Come Armageddon", auf dt. ist bisher wohl nur der erste Band, "Das goldene Buch" erschienen. Mir kam das beim Lesen des Klappentexts so überchristlich vor, daß ich keine Lust drauf hatte. Kann da jemand was zu sagen?


    LG, Rio

    Hallo liebe Pern-Freunde,


    da sich "Dragonsong / Drachengesang" so flott lesen ließ, kam der Wunsch auf, gleich im Anschluß die nächste Leserunde mit dem nächsten Pern-Buch zu machen.


    Ich würde vorschlagen, daß wir gleich die nächsten beiden Bücher der Reihe - also Dragonsinger und Dragon Drums (dt. Titel?) hintereinander weg lesen. Die Bändchen sind so kurz, da dürfte das zu schaffen sein (hoffe ich).


    Was haltet Ihr davon? Gleich weitermachen? Gleich alle beide?


    LG, Rio


    Teilnehmer:


    Rio
    Wendy
    Leen
    Horusina

    Zitat von "Weratundrina"

    Grad in der Post:


    Bernhard Hennen - Nebenan


    Das wollte aber primär mein Mann haben - ich bin unschuldig :elch:


    Och, dabei ist das so ein schönes Buch. Kann ich nur empfehlen. Also, wenn Dein Mann das gelesen hat, könntest Du ja auch mal ... oder so, ne. :breitgrins:


    Bei mir war heute doch noch der Briefträger da (ich hatte schon nicht mehr mit dem Mensch gerechnet, nachdem ich dreimal den Kasten kontrolliert hatte und der immer noch leer war :breitgrins: )


    Der Fluch der Höllentore von Jack L. Chalker
    Das blaue Portal von Peter Lancester


    LG, Rio

    @HoldenCauldfield: Du bist nicht zufällig MORT?


    Ich befinde mich gerade in Bela, einer Haupt- und Küstenstadt (ups, das Land habe ich schon wieder vergessen :redface: ), wo ich mit meinen Gefährten, einem Halbelf und einem etwas sonderbaren Hund, drei Vampire jage. Ich selber bin auch nur zur Hälfte menschlich.

    Ich gehöre auch zur Aston-Martin-Fraktion, sprich mein SUB geht auf die 3000er Marke zu. Und ich fühle mich sehr wohl damit. Den Ehrgeiz oder das Bedürfnis, ihn abzubauen habe ich nicht. Außer, wenn der Regalplatz mal wieder knapp wird, aber wozu habe ich einen handwerklich begabten Schatz im Haus, der mir an den unmöglichsten Stellen neue Regale hinzaubert.


    Es hat schon was für sich, das Zimmerchen mit der Bibliothek zu betreten und mit einem wohligen Seufzer auf den Lesestoff zu blicken, der noch der Entdeckung harrt. Egal welche Notzeiten auf mich zukommen (zwei Wochen krankgeschrieben, drei Monate Ausgangssperre, Papierknappheit, Niedergang des Verlagswesens), ich bin für die nächsten 28 Jahre gerüstet und sehe dem gelassen entgegegen. Eines allerdings bereitet mir hin und wieder Sorgen: wenn es morgen keine Bücher mehr zu kaufen gibt, habe ich meinen SUB abgebaut, BEVOR ich in Rente gehe. Und wie soll ich die letzten 60 Jahre meines Lebens ohne Lesestoff überstehen? :entsetzt:


    LG, Rio

    Înhalt:
    Bella Bathurst erzählt von der Entstehung der Leuchttürme an der schottischen Küste im 18. und 19. Jahrhundert, von den Gefahren der Seefahrt, den technischen Neuerungen, die den Leuchtturm-Bau erst möglich machten, vom Alltag an der Küste. Gleichzeitig erzählt sie die Geschichte jener Familie, die über vier Generationen hinweg den Leuchtturm-Bau entscheidend geprägt hat: Die Ingenieurs- und Unternehmerfamilie der Stevensons, deren schwarzes Schaf der Schriftstellter Robert Louis Stevenson war.


    Meine Meinung:
    Ein Buch über Leuchttürme? Man könnte meinen, das sei nur etwas für Experten und einige wenige interessiert Laien. Weit gefehlt. Eingebetet in die Geschichte der Familie Stevenson, deren bekanntester Sproß Robert Louis Stevens, der Autor von "Die Schatzinsel", ist, erzählt Bella Bathurst auf packende Weise von der Seefahrt im 18. Jahrhundert und den damit verbundenen Gefahren, vom Bau der ersten Leuchttürme an Schottlands Küsten und den Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt. Egal ob anspruchsvolles Gelände, wie etwa meerumtoste Felsenriffe etliche Meilen vor der Küste, oder Strandräuber und Presspatrouillen, die Stevensons meisterten jedes Hindernis und bauten individuell an die Gegebenheiten angepaßte Leuchttürme. Ihr Ruf reichte sogar bis nach Kanada, Indien oder Japan, wo ebenfalls Leuchttürme nach den Entwürfen dieser dem Ingenieurswesen verschriebenen Familie zu finden sind.
    Das Buch läßt sich sehr flüssig lesen, ohne jemals Längen aufzuweisen. Selbst die Streitereien der einzlenen Familienmitglieder mit dem National Lighthouse Board, der für den Leuchtturmbau zuständigen Behörde, waren interessant, zeigten sie doch, welche Probleme sich den Ingenieuren bis zur Erreichung ihres Ziels in den Weg stellten. Die technischen Details über Bauweise und Vorbereitungen werden leicht verständlich erklärt, ohne sich in Fachbegriffen oder auschweifenden Beschreibungen zu verlieren. Gleichzeitig erfährt man einiges über die Lebensweise der Menschen zur damaligen Zeit, über die Familie Stevenson und über die Arbeit der Leuchtturmwärter. Zitate aus der Familienkorrespondenz bzw. aus den Schriften von Robert Louis, der nach drei Jahren im Familienunternehmen lieber der Schriftstellerei frönte, runden das Bild ab.


    Für mich war es eine lohnende Lektüre, die mir Lust machte, die einzelnen Leuchttürme einmal zu besuchen.


    Bewertung: 5ratten

    Da ist frau zwei Wochen wegen Bronchitis ans Haus gefesselt und trotzdem kommen neue Bücher rein. :smile: Es lebe das Internet! Ein Hoch auf Buchticket! :trinken:


    Die zehnte Göttin des Gesangs von Carina Burman
    Sein anderes Gesicht von Brigitte Aubert
    Ausgejodelt von Eva Rossmann
    Der Opfergott von Kate Applegate


    Band 1 - 4 der Serie "Die letzten Tage der Erde" von Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins


    LG, Rio

    Ich nochmal. :breitgrins:


    Da ich allmählich Pern-Entzugserscheinungen bekomme, war ich auf Anne McCaffreys Homepage. Ich war ein wenig überrascht, wie alt die Dame bereits ist (80, wenn ich richtig gerechnet habe). Aber die Bilder sind schön und endlich, endlich habe ich eine Auflistung aller Pern-Bücher gefunden! :klatschen:


    Wer auch mal hin will: Anne McCaffreys Homepage


    LG, Rio

    Wendy: stimmt, ich empfand den Schreibstil auch als "einfacher". Vielleicht gelten die drei Bücher deshalb als Jugendbücher. Aber sie waren nichtsdestotrotz gut zu lesen, spannend und interessant.


    Können wir gleich mit dem nächsten Band weitermachen *bettel*? Die geh'n doch so schnell? *hundeblickaufsetz* Bitte! :zwinker:


    Lg, Rio