Beiträge von Valentine

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Lasst euch warnen von der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes - bleibt gesund!

Aber wer jetzt hier weiter Panik verbreitet, bekommt eine Zwangs-Forenpause verordnet!

    verschwitzter Hund

    Das klingt einerseits eklig und ist andererseits Blödsinn :freches grinsen:


    Wochentagsverwirrt bin ich grundsätzlich oft, mich werfen da schon Feiertage aus der Bahn. Momentan geht es tatsächlich ganz gut, ich wundere mich über mich selbst.


    Wenn die Home-Office-Phase länger andauert, muss ich mir aber vielleicht doch Wochentagssocken, -unterhosen oder -lätzchen kaufen :lachen:

    Ich habe es mir heute nach der Arbeit im Lesesessel gemütlich gemacht und klassische Musik dazu aufgelegt ... und irgendwann bin ich einfach weggedämmert, das hab ich wohl gebraucht ;)


    Am Buch lag's nicht, das gefällt mir immer noch, auch wenn ich fürchte, dass sich über der Familie des Protagonisten Unheil zusammenbraut.

    Kate Atkinson - A God in Ruins +

    Warum? Weil mir schon "Life After Life" sehr gut gefallen hat und hier die Geschichte des Bruders der Hauptfigur erzählt wird.


    Donna Andrews - We'll Always Have Parrots 0/+

    Warum? Weil ich die Krimireihe mit den vielen lustigen Einfällen und chaotischen Szenen gerne mag.


    Bruno Le Floc'h - Trois éclats blancs 0/+

    Warum? Leuchtturmgeschichten aus der Bretagne kann ich selten widerstehen.

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    1912 kommt ein junger Ingenieur auf eine kleine wellenumtoste Insel vor der bretonischen Küste. Sein Auftrag: auf einem nackten Felsen, den die Ebbe nur bei Springtiden freigibt, einen Leuchtturm zu errichten, um die Seeleute in diesem gefahrvollen Gebiet zu schützen.


    Sein Tatendrang ist schnell gebremst, als er bei den Einheimischen auf wenig Gegenliebe stößt und sein erster Versuch, Arbeiter zu rekrutieren, auf taube Ohren stößt. Auch, als er endlich Mitstreiter gefunden hat, macht es ihm die Natur nicht einfach, und nach einem heftigen Sturm muss er noch einmal ganz von vorne anfangen. Ganz zu schweigen davon, dass seine zaghafte Annäherung an die Inselbewohner stets am seidenen Faden hängt.


    Die Dramatik des nahezu unmöglichen Unterfangens, unter widrigen Umständen einen Leuchtturm mitten ins Meer zu bauen, fängt Le Floc'h sehr gut ein, oft braucht es wenig bis gar keine Worte und die Bilder sprechen für sich, wenn etwa der Ingenieur und seine Männer das erste Mal versuchen, überhaupt an dem Felsrücken anzulegen, der später den Leuchtturm tragen soll, und es fällt nicht schwer, sich mitzufreuen, wenn es kleine Erfolge zu verzeichnen gibt, auch wenn der Ingenieur nicht immer durchweg sympathisch rüberkommt.


    Die Zeichnungen gefielen mir allerdings nur so mittelprächtig. Die Landschaft und die typischen Charakteristika des Inseldörfchens sind schön getroffen, die Gesichter der Personen waren mir jedoch zu ausdruckslos und austauschbar. Man muss manchmal schon recht genau hinsehen, um die Figuren nicht zu verwechseln, da hätte ich mir ein bisschen mehr Individualität gewünscht.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Nachdem Michael als Co-Star einer trashigen Fantasyserie seinen Durchbruch im Fernsehen geschafft hat, darf ihn Meg zu einer Fan-Convention begleiten, wo sie einen Merchandise-Stand mit selbstgeschmiedeten Schwertern betreut, um nicht bloß als Michaels Anhängsel vor Ort zu sein. Man hat sich schwer ins Zeug gelegt, das ganze verwinkelte Hotel wurde in einen riesigen Dschungel verwandelt, lebendige Papageien und Affen eingeschlossen, massenweise kostümierte Fans sind da und es geht erwartungsgemäß hoch her.


    Nicht zu erwarten war, dass es nicht an ihrer üblichen Launenhaftigkeit liegt, als die Schauspielerin, die die Hauptrolle der Dschungelkönigin Porfiria spielt, nicht mehr aus ihrem Zimmer hervorkommen will. Tamerlaine Wynncliffe-Jones, auch gerne "Queen Bee" oder kurz "QB" genannt, ist tot, und ausgerechnet Meg findet ihre Leiche.


    Schon wieder unversehens in einen seltsamen Todesfall hineingestolpert, beginnt sie ihre Fühler auszustrecken, was gar nicht so einfach ist, denn wirklich gemocht zu haben scheint die selbstgefällige, herrische QB keiner - aber ist das Grund genug, sie einfach um die Ecke zu bringen?


    Mit ihrem üblichen Gespür für schräge Szenen, die gerade noch diesseits des albernen Klamauks angesiedelt sind, schillernde Figuren und ein paar nette Running Gags sorgt Donna Andrews auch im fünften Krimi mit Meg Langslow in der Hauptrolle für witzige Unterhaltung und herrliches Kopfkino, ohne dabei die Krimihandlung zu sehr ins Hintertreffen geraten zu lassen. Diesmal kamen mir allerdings Michael und Megs chaotische Familie etwas zu kurz, die Auftritte des Vaters waren ein bisschen flach manchmal. Das gibt leichte Abzüge in der B-Note.


    Aber trotzdem ein sehr unterhaltsamer Krimi, der hält, was der Titel verspricht: an Papageien herrscht kein Mangel und an anderen komischen Vögeln ebensowenig.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Schon als Kind ist Teddy so naturverbunden wie vernarrt in Sprache und Literatur und bleibt diesen Vorlieben auch als erwachsener Mann ebenso treu wie den Werten, an die er glaubt wie Integrität, Sparsamkeit und harte Arbeit. Doch was sein langes Leben am stärksten prägen wird, ist seine Zeit als Bomberpilot im Zweiten Weltkrieg, eine Tätigkeit, die so gar nicht zu dem stillen Mann zu passen scheint, der lieber Vögel beobachtet als auf die Jagd geht und sich nicht gerne in den Vordergrund spielt.


    Seine Ehe mit Nancy, der Nachbarstochter seiner Kindheit, endet leider mit deren frühem Tod, zu seiner zunächst nur unkonventionell-freigeistigen und später ganz schön verbissenen und arroganten Tochter Viola hat er nie ein enges Verhältnis aufzubauen vermocht, weder zu ihrer Zeit als Hippiebraut noch später, als sie Karriere als Schriftstellerin macht (was schon an Ironie grenzt, weil er es nie geschafft hat, ihr seine Leidenschaft für Poesie und Sprache zu vermitteln). Zu seiner Enkelin wiederum knüpft er eine tiefe Verbindung, fast ist sie ihm die Tochter, die er so nie hatte.


    Zusammengefasst wirkt die Handlung dieses Romans gar nicht sonderlich aufsehenerregend, aber Kate Atkinson macht Teddys Lebensgeschichte lesenswert, indem sie sie nicht chronologisch linear erzählt, sondern langsam ein Puzzleteil nach dem anderen aus verschiedenen Zeitebenen vor den Lesern auslegt, bis sich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt und man manches neu bewerten muss und anderes plötzlich zu verstehen beginnt. Sie erzählt dabei nicht nur aus Teddys Perspektive, sondern schlüpft auch mit großem Einfühlungsvermögen in die Rollen von Viola, Nancy und seiner Enkelin Bertie, so dass wir Teddy sowohl in der Innenschau als auch mit den Blicken der anderen kennenlernen.


    Gleichzeitig ist das Buch ein schönes Zeitdokument über den Wandel, den die Welt zwischen Teddys Geburt zu Beginn des 20. und seinem Tod Anfang des 21. Jahrhunderts durchlaufen hat, eine Veränderung, die Teddy nicht immer nachvollziehen konnte, blieb er doch ein stückweit immer dem 2. Weltkrieg verhaftet, nicht zuletzt, weil ihn das Dilemma, mit seinen Bomberflügen Tod und Zerstörung auch über viele Zivilisten gebracht zu haben, nie ganz losgelassen hat. Gut recherchierte und geradezu detailverliebte Szenen aus dem Einsatz stehen in starkem Kontrast zu Teddys Liebes- und Familienleben, fast ist es, als sei er auf dem Pilotensitz ein ganz anderer Mensch, in einer Welt, zu dem seine Angehörigen keinen Zugang haben.


    Leser*innen, die "Die Unvollendete"/"Life After Life" kennen, werden dieses Buch mit besonderem Augenmerk auf Teddys Schwester Ursula lesen und immer wieder kleine Anspielungen darauf erkennen - den Schluss dieses Romans eingeschlossen.


    Ein ebenso schönes Buch wie "Die Unvollendete", das ich sehr gerne weiterempfehle.


    4ratten

    Ich habe auch ein gespaltenes Verhältnis zur Statistik. Wenn ich "muss", finde ich es meistens ätzend, aber wenn ich einfach nur so für mich rumspiele, zu einem Thema, das mich interessiert, macht es mir Spaß, lustige kleine Diagrämmchen zu basteln :lachen:

    Ich habe gestern noch mein Bretagne-Buch beendet. Schön war's, mich literarisch an wundervolle Orte entführen zu lassen :herz:


    Danach habe ich "Überlebensgroß" von Mark Watson angefangen, gefällt mir bisher auch sehr gut und ich habe schon ein paarmal lachen müssen, weil er so schön (britisch-humorig) formuliert und scharf beobachtet, dass es sogar in der Übersetzung noch lustig ist. Und zur Monatsrunde passt es mit helltürkisblauem Umschlag auch noch.

    Die Sonne scheint so wunderschön, aber es ist den ganzen Tag über eiskalt und windig.

    Das finde ich auch doof gerade. Es sieht so toll aus und ist richtig eklig, wenn man rausgeht.


    Ich bin zwar keine Mutti, aber mein großer Neffe war so mit knapp drei komplett trocken, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

    Mit dem McEwan bin ich gestern abend fertig geworden, ein sehr gutes Buch, das nachdenklich macht.


    Jetzt habe ich noch was Meeresblaues vom SUB gefischt - das Titelbild zeigt einen Leuchtturm vor blauem Meer und auch der Rest des Umschlags ist in hellem Blau gehalten: "Lesereise Bretagne" von Stefanie Bisping.

    Ich komme auch nicht groß dazu, mir die aktuellen Angebote anzugucken. Ich muss ja ganz normal meinen vollen Tag arbeiten und diverses Drumherum erledigen. Gelesen hab ich an den Arbeitstagen bisher auch eher wenig.


    Um mir das Zuhausebleiben zu versüßen und wenigstens im Kopf zu reisen, habe ich gestern ein Bretagne-Reisebuch angefangen, "Lesereise Bretagne - Beim Leuchtturmwärter brennt noch Licht" von Stefanie Bisping. Viel Neues erfahre ich daraus zwar nicht, aber es ist einfach schön, in meine Herzensgegend entführt zu werden. Ich "war" schon auf Ouessant und der Belle-Île sowie in Nantes (kenne ich im real life noch nicht, scheint aber interessant zu sein) und bin jetzt gerade im Kapitel über das Künstlerörtchen Pont-Aven gelandet (was malerisch, aber auch ziemlich touri-überlaufen ist).