Beiträge von Valentine

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Und noch was, womit man mich auch immer kriegt: Meer und keltisches Zeugs, gerne in Kombination, Fischerdörfer, Inselchen, überhaupt Menschelndes aus Kleinstädten (aber ohne Zuckerguss).


    Medizinische und medizinhistorische Themen mag ich auch, aber bitte nicht Hebammenschnulzromane und ähnliches.

    Z.B. wenn es ums Mittelalter geht, da kann ich im Grunde nur noch Rebecca Gable lesen :lachen: und tue mich oft mit anderen Autor*innen schwer.

    Nicht mehr ganz Mittelalter, aber wenn Dir mal nach Heini 8 sein sollte, kann ich aus historischer Sicht auch Alison Weir sehr empfehlen. Sie ist ja nicht nur Romanautorin, sondern auch Historikerin.

    Aber, wenn du Comics & Co. magst, unbedingt Quiet Girl in a Noisy World von Debbie Tung (da geht es auch ganz viel um Bücher :zwinker: ).

    Ich glaube, das steht sogar schon auf meiner Wunschliste. Alleine schon der Titel gefällt mir!


    Die Hochsensibel-Tips schau ich mir auch mal näher an. Mit dem Thema habe ich mich bisher noch gar nicht so sehr befasst, aber zumindest in Teilen könnte das auch auf mich zutreffen, zumindest kann ich laute Umgebungen gar nicht ab und mir wird schnell schlecht bei sehr stark auf mich einprasselnden Sinneseindrücken. Dieses Disco-Blitzlicht beispielsweise geht gar nicht.

    - Hochsensibilität/Introversion

    Hast Du dazu Buchtips? Ich habe dazu bisher nur "Still" von Susan Cain gelesen (was ich sehr liebe, weil ich mich davon so unglaublich verstanden gefühlt und endlich kapiert habe, dass ich nicht bekloppt oder komisch, sondern nur introvertiert bin :breitgrins: ).

    Oh wie blöd. Das scheint ja bei eBay-Kleinanzeigen gar nicht so selten vorzukommen. Ich finde es total doof, erst zuzusagen und dann nicht zu kommen.

    Von den letzten Weihnachts-"Überbleibseln" konnten wir uns auch nur schwer trennen.

    Ich habe noch ein paar Sachen stehen lassen, die eher winterlich als weihnachtlich sind. Allerdings hat mein Mann beim Staubsaugen eine der dicken "Schneeflocken" erwischt, die im Wichtelpäckchen von JaneEyre drin waren und so hübsch zu meinem großen Rentier aussahen :lachen:

    Ich bin ja bekanntlich gar kein Schnee-Fan und war froh, dass es keinen Grund gab, vor die Tür zu gehen, wir haben uns schön zu Hause eingegraben und ich hatte endlich mal Zeit, an "The Woman in White" dranzubleiben. Ich habe jetzt gut 2/3 gelesen und bin sehr angetan davon, insbesondere von den verschiedenen Erzählperspektiven und einigen Überraschungen.


    Den Weihnachtsbaum haben wir am Wochenende rausgeworfen, weil er nicht mehr ansehnlich war, aber ich habe den Teller mit den 4 Adventskerzen, die noch nicht komplett runtergebrannt sind, auf dem Wohnzimmertisch stehenlassen. Es ist so schön gemütlich, zum Lesen oder Fernsehen am Abend ein paar Kerzen anzuzünden :herz:

    Ich habe seit Jahren ein paar Lieblingsthemen, über die ich immer wieder gerne lese:

    • Zeitreisen
    • Heinrich VIII und seine Frauen
    • die Weltkriege
    • Bücher, die an Lieblingsorten spielen (Bretagne, London, Paris ...)
    • moderne Adaptionen oder Spin-offs von Märchen, Klassikern, biblischen Geschichten oder ähnlichem (wobei es da leider auch einigen Schrott gibt und ich Persiflagen nicht ausstehen kann)
    • Coming-of-Age-Bücher
    • Bücher, in denen Musik eine große Rolle spielt (Playlists finde ich auch immer super)
    • Krimis in ungewöhnlichem Umfeld oder mit besonderen Protagonisten (wie etwa Falco im alten Rom oder die kleine Hobbychemikerin Flavia de Luce)
    • Bücher, die nur einen kleinen phantastischen Touch haben und ansonsten in der normalen Realität spielen - gerne, um interessante Was-wäre-wenn-Prämissen zu erforschen (z. B. "How to stop time" mit einem Protagonisten, der viel langsamer altert als andere)

    Mal sehen, ob mir in den nächsten Tagen noch mehr einfällt.

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    Tom Hazard hat gerade eine neue Stelle als Geschichtslehrer an einer Londoner Schule angetreten, sich einen Hund zugelegt und sich ein bisschen in die sympathische Französischlehrerin verguckt. Alles nicht ungewöhnlich für einen Mann um die 40 - nur dass Tom so einige Ereignisse, die er seinen weitestgehend desinteressierten Schülern zu vermitteln versucht, zu einem großen Teil selbst miterlebt hat. Denn der Schein trügt: Tom wurde bereits im 15. Jahrhundert geboren und hat eine sehr seltene Störung, die extrem verlangsamte Alterung bewirkt.


    Was wie die Erfüllung eines langgehegten Traums der Menschheit klingt, ist in Wahrheit gar nicht so wundervoll. Als einziger in seiner Umgebung so viel langsamer zu altern als die anderen bedeutet zum einen, dass Kummer vorprogrammiert ist, wenn man sein Herz zu sehr an andere Menschen hängt, und zum anderen, dass sich Tom immer wieder Tarnungen ausdenken und umziehen muss. Den falschen Leuten ins Auge zu stechen könnte fatal sein - das hat bereits Toms Mutter spüren müssen, die man wegen seiner verzögerten Entwicklung verdächtigte, das Kind verhext zu haben.


    Während Tom in der gegenwärtigen Welt auf der Suche nach einer wichtigen Person ist und dabei stets auf der Hut, nicht aufzufallen, erinnert er sich zurück an zahlreiche Stationen seines Lebens, das ihn schon an die unterschiedlichsten Orte geführt hat, von Shakespeares Globe Theatre über den Wilden Westen und das Paris der Roaring Twenties.


    Matt Haigs Büchern liegen immer sehr faszinierende Ideen zugrunde, Menschen, die auf mysteriöse Weise anders sind und in unserer Welt bestehen müssen. Meistens war ich anfangs begeistert, doch dann kam in den anderen Büchern immer ein Bruch. In diesem Buch hat er das erfolgreich vermieden und spinnt aus der Prämisse, es gäbe eine Erkrankung, die den Alterungsprozess sehr stark abbremst, ein spannendes, originelles, psychologisch glaubwürdiges und an vielen Stellen auch recht witziges Abenteuer.


    Als Fan von Zeitreisegeschichten mochte ich die verschiedenen Sprünge in die Vergangenheit sehr, die Haig schön ausgestaltet hat. Auch der starke Bezug, den Tom zur Musik hat und der sich als roter Faden durch das Buch zieht, hat mir gut gefallen.


    Einen kleinen Teil des Plots hätte ich zwar an sich verzichtbar gefunden, aber letztendlich bringt der auch die Handlung an manchen Stellen voran und nahm nicht so abstruse Ausmaße an wie manche Handlungsstränge in den anderen Büchern, so dass ich da gerne ein Auge zudrücke, nicht zuletzt, weil ich mich bestens unterhalten habe.


    4ratten