Beiträge von Doris

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen zwei Taschenbuchausgaben, die im August oder September erscheinen müssten, wenn ich es richtig im Kopf habe. Das eine Buch ist "Zeitreisen" von Angela Steidele, zweiter Teil einer Biografie über Anne Lister, wobei ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe. Allerdings mag ich Angela Steidele, von daher bin ich zuversichtlich, dass mir die Bücher gefallen.


    Das andere Buch ist "Die Manufaktur der Düfte" von Sabine Weigand, der einzigen Historienschreiberin, deren Bücher ich unbesehen kaufe, weil bis jetzt alles gut war, was ich von ihr gelesen habe.

    Ich mag die unterschiedlichen Sichtweisen, aber ich finde sie auch anstrengend.

    Jodi Picoult macht das ja regelmäßig, und mir gefällt es. Wobei ich dir zustimme - mitunter ist das wirklich anstrengend. Ich finde es gut, weil man so auch eine andere Sichtweise kennen lernt, selbst wenn sie eindeutig negativ ist. Manche Leute ticken gesellschaftlich betrachtet einfach anders bzw. falsch, aber aus ihrem eigenen Blickwinkel halten sie es für richtig. Ich möchte immer verstehen, warum jemand so denkt, und Picoult gibt zumindest einen Ansatz dafür.

    Ich bin regelmäßige Besucherin einer Bücherei, seit ich lesen kann. Die Auswahl ist riesig und beim Stöbern stoße ich öfter mal auf Themen, die ich nie gezielt gesucht hätte und die mich spontan neugierig machen. Unsere Bücherei ist in einem sehr alten Gebäude mit dicken Mauern, kleinen Fenstern und altem Gebälk untergebracht, was eine tolle Atmosphäre schafft und dazu einlädt, sich auch mal in einem der Sessel niederzulassen und zu lesen. Einen kleinen Lesebereich mit bequemem Sofa und kleinen Tischen gibt es auch, wo man gemütlich einen Kaffee trinken kann.


    Im Sommer liebe ich den kleinen Lesegarten, der mit einem Garten allerdings wenig zu tun hat. Es ist kleiner Bereich zwischen den hohen Rückseiten der Häuser am Fuß der außenliegenden Fluchttreppe des Büchereigebäudes, wo ein paar Kübelpflanzen und ein Tisch mit vier Stühlen aufgestellt ist. Aber er ist bei heißem Wetter eine ruhige und schattige Oase. Ich gehe dort auch öfter hin, wenn ich in Ruhe meinen Eiskaffee und mein Handtaschenbuch lesen möchte.


    Bis vor etwa einem Jahr haben auch meine Kinder häufig Hörspiele ausgeliehen, aber das ist jetzt seit Family-Spotify leider Vergangenheit.


    In München konnte ich früher auch Spiele ausleihen, was ich sehr gerne ausgenutzt habe. Leider gibt es das in meiner jetzigen Bücherei nicht.

    Für mich war es das erste Buch von Fredrik Backman und wird sicher nicht nicht das letzte sein. Allerdings bin ich nicht ganz uneingeschränkt zufrieden. Sehr gut gefiel mir die Darstellung der Charaktere, egal ob sie nun sympathisch waren oder nicht. Jede und jeder wurde so geschildert, dass man sich ohne Probleme in sie hineinversetzen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen konnte. Besonders gut getroffen war dabei dieses "Rudelverhalten" der Eishockeyspieler und -verantwortlichen, das aus rational denkenden Individuen ganz andere Menschen macht, die zugunsten der Mannschaft normale soziale Verhaltensweisen schlicht ausblenden und nicht nur auf geistiger Ebene auf äußerst grobmotorisches Agieren umschalten. Der Verein steht an erster Stelle - um jeden Preis. Auch die Menschen abseits des Platzes, die doch in irgendeiner Weise mit dem Sport zu tun haben, wurden toll dargestellt.


    Mit Backmans Stil hatte ich mitunter Probleme. Der häufige Wechsel zwischen den Schauplätzen und Personen machte es schwer für mich, richtig in die Handlung einzutauchen, ebenso die ausführliche Beschäftigung mit dem Sport an sich. Nervig fand ich auch die vielen Andeutungen auf spätere Ereignisse und die ständigen Erläuterungen, z. B. frühere Lebenserfahrungen, mit denen bestimmte Handlungsweisen Einzelner erklärt wurden. Das alles zusammen machte die Erzählung recht sperrig und ließ in der ersten Hälfte keinen richtigen "Flow" aufkommen (mir fehlt gerade das richtige Wort). Die zweite Hälfte hat das zwar wettgemacht, aber perfekt war es leider nicht.


    4ratten

    Mit der derzeit üblichen Verspätung meine monatliche Bilanz:


    Stand am 1. Jan. 2019: 381 Bücher

    Ziel: SUB-Schrumpfung verhindern

    Berücksichtigt werden nur eigene Bücher ohne E-Books

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    Nicolas Bogislav von Lettow-Vorbeck

    Stadtwild: Von Amsel bis Zauneidechse

    99 Tiere, die man in der Stadt entdecken kann


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    Der Titel sagt schon alles: In einer Stadt gibt es nicht nur Haustiere, sondern auch jede Menge wilde Tiere zu entdecken. Manche bleiben im Verborgenen, manche sind kaum zu übersehen. Sie alle haben sich dem Leben in der Stadt angepasst und ihre Nischen gefunden. Die Bandbreite geht von Insekten über Vögel bis zu den Säugetieren.


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    "Stadtwild" ist unterhaltsam und informativ geschrieben und in handlichem Format, wodurch man es auch gut in die Tasche packen und mitnehmen kann, um die tierischen Nachbarn direkt vor Ort zu identifizieren. Die alphabetische Einteilung macht es etwas umständlich, ein Tier zu finden, dessen Namen man nicht kennt, aber das Buch soll nicht als Nachschlagewerk verstanden werden, sondern einfach zeigen, wie viel Leben man in einer Stadt entdecken kann, wenn man die Augen offen hält. Nicht nur für naturbegeisterte Stadtmenschen eine Empfehlung.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus: