Beiträge von Doris

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Danke für die neue Statistik, Llyren! Ich habe gerade die ersten Bücher eingetragen und erfreue mich nun an den Diagrammen. Das wird interessant, wenn es mal mehr als zwei Bücher sind. :)

    Ich habe ein paar Gesammelte Werke von diversen Autoren, zählt das auch? :gruebel:


    In Einzelbänden kaufe ich alles von Sabine Weigand, bei der ich sogar schon auf einer Lesung war und mir auch ein Buch signieren ließ. Ich mag ihren Stil und ihre Themen. Und mir gefällt, dass sie keine mehrbändigen Reihen schreibt.

    illy

    Etwas spät, aber trotzdem Danke für deine Arbeit mit der monatlichen Auswertung der SLW-Statistik!


    Der Dezember-Ansturm mit Rezis war wie üblich spannend zu beobachten. Kann es sein, dass wir in diesem Jahr prozentual so viele Bücher wie noch nie gelesen haben? Wenn ich es richtig im Kopf habe, waren die 50%-Marke sonst immer eine richtige Hürde.

    Jaqui

    Deinem Wunsch schließe ich mich an. Leider trägt schon mein erstes Buch in diesem Jahr so gar nicht zu diesem Ziel bei. Bei Lektüre, die sich derartig in die Länge zieht, wundert es mich nicht, dass ich scheitere. :breitgrins:

    Peter Jamin - Ohne jede Spur

    Wahre Geschichten von vermissten Menschen


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    Peter Jamin ist Journalist für Zeitschriften und Fernsehen und beschäftigt sich nach eigener Aussage seit 25 Jahren mit Menschen, die spurlos verschwunden sind. Eigentlich fast logisch, dass er darüber auch Bücher veröffentlicht (dieses ist sein zweites über das Thema). Gegliedert in vier Bereiche schildert er insgesamt 18 Vermisstenfälle. Die Hintergründe sind ganz unterschiedlich: Verbrechen, Krankheiten, Unfälle oder bewusstes Verschwinden. Manche Fälle wurden gelöst, andere blieben bis heute rätselhaft.


    Die Schilderung der einzelnen Schicksale in seinem Buch erstreckt sich meist über nur wenige Seiten. Jamin erklärt an einer Stelle selbst, dass er sich am Rand der Wahrheit entlanghangelt und nur das in den Fokus stellt, was seiner Ansicht nach für die Leserschaft spannend sein könnte. Das findet teilweise auf ziemlich niedrigem Niveau statt. Vor lauter Entsetzen, Mitleid oder Rührung nimmt fast nicht wahr, dass sich die Fälle wie Fast-Food-Crime aneinanderreihen und man sich kaum noch Gedanken über die einzelnen Schicksale macht. Leider beschränkt sich der Autor auf reine Nacherzählung. Gelegentlich weist er auf seine Hilfe in Form von Beratungen für Angehörige von Vermissten hin, wobei er aber selten so konkret wird, dass Betroffene einen Nutzen daraus ziehen könnten.


    Peter Jamin erwähnt in seinem Buch den Anwalt Ferdinand von Schirach, der ebenfalls Fälle aus seinem beruflichen Umfeld literarisch verarbeitet hat. Tatsächlich ähneln sich die beiden Bücher sehr. Wer Schirach gelesen und für gut befunden hat, dürfte sich auch für Jamins Fälle begeistern. Natürlich interessieren mich solche Fälle, aber anstatt einer Auflistung von Fällen in bloßem Unterhaltungsformat wünschte ich mir mehr Sachlichkeit und hilfreiche Information. Echte Hilfe dürfte das Buch niemandem bieten. Es hat den üblichen faden Nachgeschmack, den Sensationsjournalismus mit sich bringt. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, ich mochte schon Herrn Schirachs Buch nicht.


    1ratten

    Ist das die deutsche Ausgabe von Personal History? Das liegt bei mir noch auf dem SUB und ist ein ziemlich dickes Ding.

    Ich bin nicht sicher, aber das müsste es sein. ick und eng bedruckte Seiten. Eigentlich ist es interessant und auch ganz gut geschrieben, aber es war zu ausufernd. Ich hatte einfach nicht die Geduld, die Sache mit der Watergate-Affäre abzuwarten. Bei deinem Lesetempo dürftest du bedeutend schneller als ich durch sein.

    Ich war auch sparsam mit guten Bewertungen. 4,5 Ratten gab es öfter, so z. B. für John Boyne, Celeste Ng, Elizabeth Winthorp, Erich Kästner, Michelle Obama, aber so richtig begeistert und beeindruckt hat mich nur Rita Kohlmeier mit "Ich habe etwas zu sagen". Das sind kurze Porträts von Frauen unterschiedlichster Herkunft und Alters, die öffentlich für die Rechte von Frauen eintreten.

    Zu einer Rezi habe ich es leider nicht geschafft, daher hier nur der Link


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    Boah, wart ihr fleißig :biene:

    Das sieht bei mir ganz anders aus. Ich habe sozusagen auf breiter Front versagt:


    * SLW 20/20

    * 10 englischsprachige Bücher 8/10

    * den nächsten TAMKATZ 0/0

    * ein Pepys-Tagebuch 0/1

    * ein paar Klassiker 2

    * Mist vom SUB 0

    * möglichst viel zur SUB-Challenge 13/31


    Ob man die zwei Klassiker überhaupt als solche bezeichnen kann, weiß ich nicht (gut - den Kästner vielleicht schon). Den eigentlichen "Mist" habe ich gar nicht erst in die Hand genommen, dafür hat sich ein anderes Buch als Mist erwiesen. Und in die SUB-Challenge habe ich seit April nicht mehr reingeschaut, obwohl mir die Idee wirklich gefällt.


    Es kann also nur besser werden. :err:

    Für mich war 2019 ein ungewöhnliches Lesejahr, weil ich ziemlich kritisch gelesen habe und wenig Geduld für Bücher aufbrachte, die mich aus unterschiedlichen Gründen nervten. Ich habe versucht, diese Ungeduldigkeit nicht in die Bewertung einfließen zu lassen, wodurch dann kein Buch schlechter als mit 2 Ratten davonkam. So wurden es insgesamt acht Flops, von denen ich etwa drei irgendwann nur noch querlesend durchgeblättert (das sind dann Flip-Flops :breitgrins:) und fünf wirklich abgebrochen habe. Und das waren


    Paul Auster - New-York-Trilogie


    Claudie Galley - Die Brandungswelle


    Michela Murgia - Chirú

    Eine 38-Jährige verliebt sich in einen 20 Jahren jüngeren Mann. Die Geschichte kam mir zu belanglos und oberflächlich vor, die Charaktere erschienen zu unecht.


    Elisabeth Kostova - Der Historiker

    Ein Dracula-Ableger, der zu breit ausgewälzt wurde, folglich zu lange brauchte, bis er auf Touren kam, und für mich in der falschen Zeit spielte.


    Katharine Graham - Die Verlegerin

    Die Biographie der Eigentümerin der Washington Post. Zwei Journalisten der Zeitung deckten die Watergate-Affäre auf, was mich interessierte; bis es aber chronologisch zu dem Ereignis kam, hatte ich Interesse und Durchblick verloren, weil mir vor lauter Namen der Kopf brummte.

    Was für ein Zufall, das Buch habe ich auf meine neue SLW-Liste gesetzt. Kennst du zufällig die musikalische Umsetzung der Handlung von Chris de Burgh? Da wechseln sich ein Erzähler und Musikstücke ab. Teilweise wirklich grandiose Musik und eine gut passende Stimme des Erzählers. Ich kannte erst die CD und habe mir dann das Buch zugelegt. Falls es dich interessiert, die CD heißt "Moonfleet & Other Stories".

    Ich sehe deine Buchbesprechungen nicht nur als Geschenktipp, sondern auch als Anregung für mich selbst, auch wenn ich vieles davon nie lesen werde. In manchen Fällen waren deine Kommentare (auch im Klassikerforum) wertvolle Erläuterungen für mich. In letzter Zeit bin ich leider nur selten zum Vergnügen im Internet unterwegs, aber das ändert sich hoffentlich wieder. Deshalb habe ich mir die Termine bei dir schon vorgemerkt.


    Was den Geschenktipp für 2020 anbelangt, weiß ich nicht, ob der betreffende Herr das nächste Weihnachtsfest noch erleben wird. Aber für alle Fälle habe ich mir für ihn die Kalenderbeiträge von Hebel schon vorgemerkt.

    Ich frage mich ja immer, wie Ihr schon Mitte Dezember wisst, welches Eure Jahreshighlights sind. Da fehlt doch praktisch noch ein Monat, also 1/12 Bücher?

    In solchen Fällen gibts einen Nachtrag. So eng sehen wir das nicht :zwinker:


    Wobei ich deine Highlights lieber früher wüsste, dann könnte ich gewissen Leuten auch mal ein Buch unter den Baum legen. So regelmäßig lese ich auf deiner Webseite dann doch nicht mit. Vielleicht sollte ich das ändern.

    Die SLW-Listen für 2020:


    In fremden Sprachen lesen

    Bill Clegg - Did you ever have a family

    William Longyard - A Speck on the Sea

    Winfried Heiringhoff - Adrift for 93 Days on the Pacific Ocean

    J. Meade Faulkner - Moonfleet

    Gayle O'Brien - Underground


    DIY - Noch Meer

    Silke und Thorsten Hartmann - Pacific High

    David W. Shaw - Die Eroberung des Horizonts

    Guy de Maupassant - Auf See

    Tony Bullimore - Saved

    Christian Irrgang - Ostseemenschen


    Mehr & Mehr

    Hansjörg Schertenleib - Cowboysommer

    Lothar Engel - Friesische Freiheit

    Anna Quindlen - Kein Blick zurück

    Sabine Weigand - Die Manufaktur der Düfte

    John Vermeulen - Die Elster auf dem Galgen


    Feminismus & Diversity

    Louise Chapman - She's a boy

    Jodi Picoult - Sing you home

    Vera Buck - Runa

    Mary Renault - The Charioteer

    Sue Monk Kidd - The Invention of Wings