Beiträge von Doris

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    Jim Ottaviani & Leland Myrick - Hawking. Sein Leben als Graphic Novel


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    Stephen Hawking dürfte vielen Menschen, die sich für Astrophysik interessieren, ein Begriff sein. Der Wissenschaftler, der einen Großteil seines Lebens wegen einer Erkrankung des motorischen Nervensystems im Rollstuhl verbrachte, wurde besonders bekannt, weil er seine Theorien auf dem Gebiet der Astrophysik auch für Laien verständlich publizierte. Trotz seiner körperlichen Einschränkung forschte er quasi bis zu seinem Tod und erklärte dabei unter anderem die Entstehung unseres Sonnensystems.


    In aller Kürze: Das Buch machte mir Stephen Hawking sympathischer als er mir bisher in diversem Filmmaterial oder auch dem Buch seiner geschiedenen Frau Jane Hawking erschien. Ich sah ihn da immer als den Wissenschaftler, dem nichts wichtiger war, als seine Behauptungen zu beweisen und seine Erkenntnisse für alle Menschen verständlich zu formulieren. Trotzdem kommt der Mensch Hawking in der Graphic Novel zu kurz. Die Entwicklung von bestimmten Erkenntnissen oder physikalischen Gesetzen werden seitenlang erläutert, aber was ihn als Familienvater oder Ehemann betrifft, fügt sich alles quasi innerhalb weniger Einzelbilder. Mitunter erfordert das einiges an Geduld, je nach persönlichem Interesse an Astrophysik - das bei mir leider nicht derartig ausgeprägt ist, vor allem, weil ich das "Universum in der Nussschale" bereits gelesen habe.


    Somit nur eine eingeschränkte Empfehlung.


    3ratten

    Silke und Torsten Hartmann - Pacific High. Australien - Alaska und zurück


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    Silke und Torsten Hartmann stammen ursprünglich aus Norddeutschland und lebten bereits zehn Jahre in Australien, bevor sie 1998 zusammen mit ihrer 11-jährigen Tochter und dem 17-jährigen Sohn zu einer zu einer Umrundung des Pazifiks auf einer 12-Meter-Segeljacht aufbrachen. Von Australien aus ging es durch Mikronesien zunächst in nördliche Richtung nach Japan und von dort aus im Uhrzeigersinn einmal rund um den ganzen Pazifik. Über die Inselgruppe der Aleuten gelangten sie nach Alaska, weiter über die kanadische und US-amerikanische Westküste bis zu den Galapagos-Inseln, und von dort über eine ganze Reihe von anderen Inseln wie Tahiti, Tonga oder die Fidschis zurück nach Australien.


    Die Reise dauerte über zwei Jahre, denn auf dem Weg um den Ozean wurden viele Gelegenheiten genutzt, an den unterschiedlichsten Küsten anzulanden, um Land und Leute kennen zu lernen. Natürlich trifft man auf diesen Routen auch immer wieder andere Segler, häufig sogar die immer wieder dieselben. Die angesteuerten Häfen lagen oft in touristisch wenig erschlossenen Gebieten, wo sich die Einheimischen über Gäste freuten und es viel zu entdecken gab. Man bekommt wirklich den Eindruck, dass Gastfreundschaft weltweit eigentlich selbstverständlich ist, so lange die Gäste nicht in Scharen anreisen oder erwarten, dass ihnen ein dicker Geldbeutel grundsätzlich Tür und Tor öffnet.


    Erzählt werden die Reiseerlebnisse abwechselnd von Silke und Torsten Hartmann, wobei letzterer sich gerne eines leichten Telegrammstils bediente, der mir nicht so gut gefiel. Zahlreiche unerklärte Fachbegriffe sorgen mitunter auch für Verständnisprobleme. Die vielen Fotos verschaffen einen guten Überblick vom Leben auf dem Boot, aber auch von den unterschiedlichen Kulturen, die die Familie entdeckte. Bei den vielen Landaufenthalten überwiegen natürlich diese Berichte, was bei mir leider zunehmend Langeweile auslöste. Da waren die Schilderungen des Lebens auf dem Boot und die Passagen auf See immer eine willkommene Abwechslung. Ein nettes Gimmick sind einige Rezepte, die die Familie während der Reise ausprobiert und für interessierte LeserInnen zum Nachkochen an die Kapitelenden angehängt hat.


    Insgesamt als Land-Reiseliteratur sicherlich gut, aber für eingefleischte Törn-Liebhaber weniger spannend.


    3ratten

    Für mich war das Buch ein mehrfaches Auf und Ab. Teilweise wirklich gut erzählt und mit ganz individuellen Charakteren ausgestattet, die alle auf ihre Weise sind. Inhaltlich eine spannende Geschichte vor einer sehr atmosphärischen historischen Kulisse. Somit wären wichtige Bestandteile eines guten Krimis vorhanden.


    Wirklich anstrengend war es für mich allerdings in sprachlicher Hinsicht. Lyndsay Faye bedient sich eines etwas altertümlichen Stils, der oft zu bemüht und über die Maßen ausgefeilt erscheint und in einen modernen Thriller nicht so richtig passt. Generell mag ich diese alte Sprache, aber dann in entsprechend alten Büchern. Hier gefiel mir die Kombination in dieser Häufung nicht besonders. Den nächsten Band werde ich nicht mehr lesen.


    3ratten

    Ich mag Dunja Hayali, und da wir seit einigen Wochen einen Hund haben, bot es sich an, dieses Buch zu lesen. Als Ratgeber ist es nicht zu verstehen. Dunja Hayali geht vielmehr auf die Eigenheiten bzw. Besonderheiten ihrer Hündin Emma ein und auch auf die Eigenheiten so mancher Hunde, die sie fast täglich treffen. Natürlich sind auch die jeweiligen HundebesitzerInnen mitunter etwas eigen und diese Feststellung macht Hayali zuallererst bei sich selbst. Viele Hundbesitzer werden in der einen oder anderen Situation Gemeinsamkeiten mit ihrem Tier und vor allem auch sich ohne Probleme wiedererkennen - möglicherweise mit einem Hauch von Erleichterung, nicht die Einzigen zu sein, denen nichts zu dumm ist, wenn es um ihren Vierbeiner geht. Wenn man die Fotos im Buch betrachtet, fällt es nicht schwer, das zu verstehen. Mensch und Hund, das ist einfach eine besondere Beziehung.


    All das ist sehr humorvoll geschildert und macht das Buch zu einem angenehmen Leseerlebnis.


    4ratten

    Es gibt ein paar Neuzugänge:


    Shaun Bythell - Tagebuch eines Buchhändlers

    Lyndsay Faye - Der Teufel von New York

    Lyndsay Faye - Die Entführung der Delia Wright

    Nancy Krahlisch - Seemannsbraut

    Dunja Hayali - Is' was, Dog?

    Jon Bauer - Steine im Bauch

    Astrid Lindgren - Niemals Gewalt


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    Fabien Grolleau und Jérémie Royer - Charles Darwin und die Reise der HMS Beagle


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    Als Begründer der Evolutionstheorie dürfte Charles Darwin den meisten Menschen ein Begriff sein. Dieses Buch läuft unter "Comic-Biografie", aber ganz so umfangreich ist sie nicht. Erzählt wird im Wesentlichen, wie Darwin dazu kam, an einer Expedition auf die südliche Erdhälfte teilzunehmen, und wie er während seiner Studien allmählich Rückschlüsse zog über die Entstehung und Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten. Die dabei aufgestellte Theorie war geradezu revolutionär. Dazu gehörte nicht nur Weitsicht, sondern auch Mut, weil sie das von der Kirche entworfene Entstehungsbild als grundverkehrt darstellte. So weit, so bekannt.


    Was diese Graphic Novel zu einem ganz besonderen Highlight macht, sind die wunderschönen, sehr atmosphärischen Zeichnungen. Schon das Cover gibt davon einen guten Eindruck. Alles ist sehr realistisch, der Zeichner bleibt nah an den Originalen und hat es bei seinem Stil auch gar nicht nötig, durch raffinierte Mittel Eindruck zu schinden. Egal, ob Details oder große Panoramen, die warmen Blau-, Grün- und Blautöne passen hervorragend zu einem Naturbuch. Selbst wenn man Darwins Geschichte schon kennt, laden die Bilder ein, immer wieder neu darin zu versinken. Leider weiß ich nicht, welcher der beiden Autoren dafür verantwortlich ist - durchaus möglich, dass es beide sind.


    Ein kleines Manko ist, dass einige wichtige Einzelheiten aus dem Privatleben des Forschers und die Reaktionen seiner geistlichen und weltlichen Zeitgenossen auf die neue Theorie fehlen. Das wiederzugeben würde aber den Rahmen des Buches sprengen und ist eigentlich auch nicht der Schwerpunkt einer Graphic Novel. Die Glanzlichter liegen eindeutig auf einem anderen Gebiet. Etwas mühsam war das Entziffern der Schrift, die lediglich 1 - 2 mm groß ist. Die Sprechblasen werden dadurch nicht ganz so groß, aber auf die Dauer war es für meine kurzsichtigen Augen doch etwas anstrengend. Noch ein Grund, sich voll und ganz auf die Zeichnungen zu konzentrieren.


    5ratten

    Na, dann hast du immerhin ein Drittel schon gelesen. Ich bin gespannt auf deine Einschätzung und würde mich freuen, wenn du auch etwas über Pynchons Stil schreiben würdest. Mein Buch von ihm ist ein anderes als deins, aber stilistisch wird er sich wohl treu bleiben.

    Wie weit bist du? Ich habe gerade gesehen, dass das Buch 1200 Seiten hat - eigentlich eine undankbare bis unlösbare Aufgabe, wenn es nicht gefällt. Du liest ja gewöhnlich sehr schnell, aber 1200 Seiten sind es ja trotzdem.