Beiträge von Tammy1982

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Hallo Ihr Lieben,


    etwas spät jetzt hier auch endlich meine Meinung:


    Der 40jährige Simon kriegt sein Leben nicht richtig in den Griff. Obwohl geschieden, tanzt seine Ex-Frau ihm immer noch auf der Nase herum und hält ihn in einer ungesunden Abhängigkeit, in dem sie ihm die Kinder mal vorenthält, dann doch wieder spontan vorbei schickt und so alle seine Planungen oder auch den Versuch sich eine neue Beziehung aufzubauen geschickt torpediert. Simon schafft es nicht aus dieser unguten Verbindung auszubrechen und strandet so zu Weihnachten alleine in dem Ferienhaus in Frankreich, da seine Ex-Frau den geplanten Besuch der Kinder in letzter Minute doch noch abbläst und seine neue Freundin nach dem ewigen Hin und Her auch keine Lust mehr hat. Genau in dieser absolut düsteren Phase seines Lebens begegnet er der total verängstigten und sich auf der Flucht befindenden Natalie und beschließt ihr zu helfen. Er weiß nicht, dass sie gnadenlos verfolgt wird und er so jetzt auch in den Fokus der Verfolger gerückt ist.


    Parallel zu der Handlung um Simon und Natalie lernt der Leser ein Ehepaar in Bulgarien kennen, dass verzweifelt nach seiner verschwundenen Tochter sucht.


    Das neue Buch von Charlotte Link habe ich diesmal ohne große Erwartungen zu lesen begonnen, da ich von einigen ihrer letzten Bücher sehr enttäuscht worden bin. Auch diesmal baute die Autorin schön die Spannung auf und durch die vielen parallelen Erzählstränge und Rückblicke gewann das Buch ordentlich an Fahrt. Bei diesem Buch schaffte es Frau Link aber den Bogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und ein gelungenes und in sich stimmiges Ende zu präsentieren bei dem wirklich alle Handlungsstränge zusammengeführt wurden.


    Die Charaktere sind, wie aus den Büchern von Charlotte Link bekannt, mit einigen Problemen und Komplexen beladen und diesmal auch für einige Überraschungen gut. Es gab diesmal einige Figuren, die ich zuerst ganz anders eingeschätzt hatte und die dann plötzlich ganz andere Seiten von sich zeigten. Schön war auch gerade bei Simon eine Entwicklung zu erkennen, wie er sich von einem, der sich immer hin und her schubsen lässt, zu jemandem entwickelt, der für sich selber einstehen kann und sich nicht mehr unterbuttern lässt.


    Für die Handlung selber hat Charlotte Link ein sehr aktuelles Thema - Menschenhandel - aufgegriffen und das sehr gut und spannend umgesetzt. Schrecklich dabei ist, dass diese Geschichte zum Teil wohl Tatsachen entspricht und es leider im Moment viel zu viele Mädchen gibt, die aus den Osteuropäischen Ländern in den Westen verschleppt und dort zur Prostitution gezwungen werden. Ein sehr dunkles europäisches Kapitel und die Autorin hat es geschafft, es spannend zu erzählen, dabei gleichzeitig auch noch sehr realistisch zu bleiben.


    Obwohl mir das Thema schon nach der Lektüre des Klappentextes klar war, nimmt das Buch doch sehr überraschende Wendungen und auf viele Dinge war ich gar nicht vorbereitet und wurde positiv überrascht. Daher verrät man auch nicht viel von der Handlung, wenn man das Thema Menschenhandel hier in der Rezension schon klar erwähnt.


    Alles in allem für mich endlich wieder ein sehr gelungener Roman von Charlotte Link, der mir immer noch gut im Gedächtnis ist und bei dem ich denke, dass ich die Handlung und gerade auch das Thema so schnell nicht vergessen werde.


    Alles in allem vergebe ich dafür 4ratten


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben


    ich bin auch noch dabei, auch wenn ich nicht so oft zum lesen komme, wie ich gerne würde. Bin mittlerweile bis einschließlich Kapitel 23 und habe mich herrlich über diese Theateraufführung amüsiert. Das ist ja mal eine lustige Idee, dass das Stück immer von Zuschauern gespielt wird, die extra verkleidet schon kommen. Das ist mal echt cool! Warum hat diese Idee noch niemand in die Tat umgesetzt?!? :breitgrins:



    Die Beziehung zwischen Thursday und Landen ist ganz schön kompliziert. Jetzt weiß ich aber wenigstens, warum sie ihn damals verlassen hat. Und der schöne Abend, den die beiden verbringen, endet leider unharmonisch (die Theateraufführung war aber genial, sehr lebendig :breitgrins:). Nachdem ihr Bruder Joff (Irreverend :breitgrins:) ihr allerdings gut zuredet, hatte ich doch wieder Hoffnung für die beiden - und dann erfährt Thursday, dass Landen verlobt ist. Warum hat er denn davon nichts erzählt? Will er sich seine Verlobte warmhalten, falls es mit Thursday wirklich nichts mehr werden sollte? Wenn ja, dann hat er mit dieser Szene einige Sympathiepunkte bei mir eingebüßt.


    Hm, ich denke fast, dass Landen noch nicht so richtig über Thursday hinweg ist und deswegen auch nichts von seiner Verlobten gesagt hat. So wie die dann am Telefon reagiert, hatte ich auch das Gefühl, dass sie Thursday schon noch als Bedrohung wahrnimmt. Erstmal abwarten, ob Landen sie wirklich heiratet...


    Auf jeden Fall glaube ich auch nicht, dass Bowden irgendwelche Chancen bei Thursday hat... :elch:



    Hades ist eine Marke mit seinem Streben nach Verderbtheit und dem Ruf, der größte Fiesling auf Erden zu sein. Und dazu ist er größenwahnsinnig, aber dennoch muss ich ab und an über ihn grinsen, weil er so herrlich überzeichnet ist. Aber auch gefährlich - aber Thursday ist ebenfalls alles andere als feige, wie sie trotz aller Warnungen Spike zu Hilfe eilt. Außerdem hat sie mit Hades noch ein Hühnchen zu rupfen, was den Einsatz vor Styx Wohnung angeht.


    Hihi, ja mit Hades geht es mir genauso wie dir. Total überzeichnet und zum Teil muss ich echt nur Grinsen, wenn er wieder auf der Bildfläche erscheint. Aber natürlich ist er richtig gefährlich und nicht zu unterschätzen. Aber du hast Recht, Thursday ist wirklich nicht feige und auf jeden Fall eine ernstzunehmende Gegnerin für ihn. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sie ja da im Krimkrieg wahre Heldentaten verbracht und einige Kameraden noch gerettet? Respekt!



    Wie perfide, eine Romanfigur zu entführen und zu ermorden. Nicht mal als fiktive Figur ist man da seines Lebens mehr sicher :breitgrins: Und dass, wenn so ein Eingriff im Original geschieht, sich das durch alle Kopien zieht. Geht ja auch gar nicht, dass die Charaktere nur rumsitzen, weil sie auf die Hauptfigur warten, die dann nicht erscheint :breitgrins:


    Hihi, wieder eine herrliche Idee, dass Romanfiguren sterben können und dann die Bücher ohne diese Figur einfach bestehen bleiben. Bei Samuel Beckett ist es aber so, dass "Warten auf Godot" nur daraus besteht, dass die Figuren auf Godot warten, der jedoch nie erscheint... Hat Hades ihn etwa auf dem Gewissen?!? :entsetzt: :lachen: Ich kenne leider das Original nicht von Dickens zu Chuzzlewit, aber kommt da diese Nebenfigur vor oder wirklich nur der Hut, der da noch verloren hängt? :breitgrins:


    Also Ideen hat der Autor! Echt herrlich!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin mittlerweile bis einschließlich Kapitel 17:


    Ich bin auf die Idee wegen der notwendigen Injektion gekommen. Spike wirft Mr. Meakle vor, seine Medizin nicht zu nehmen, was der Grund ist, warum er sich immer in einen Wolf verwandelt. Nachdem ich die Stelle in der Schule noch einmal quergelesen habe, gebe ich euch recht: Vampirismus ist wahrscheinlicher.


    Ich muss ja gestehen, dass ich gar keinen Tipp hätte, was SPIKE jetzt eigentlich ist. Zumindest ist er ja ziemlich gewalttätig geworden, was doch eher wieder auf einen Werwolf tippen lässt, oder? :gruebel: Hm, vielleicht kommt ja in den späteren Kapitel noch mehr dazu.


    Hades hat Mycroft und Polly entführt und Polly ist anscheinend in dem Buch gefangen? :entsetzt: Puh ganz schön übel. Auch ziemlich verrückt, dass Hades jetzt so eine Figur aus dem Roman von Charles Dickens entführen und dann einfach töten kann. Krasse Idee! Kennt jemand von euch den Roman von Charles Dickens? Kommt diese Figur darin vor? Mir sagt ja nicht mal der Name des Romans was. :redface:


    Vielen lieben Dank an euch für die Hinweise und Auflösungen zu den ganzen Anspielungen. Einige bekomme ich ja mit (wie z. B. Mycroft, obwohl der ja irgendwie nicht so wirklich viel mit dem Bruder von Sherlock gemein hat...), aber viele entgehen mir auch einfach.


    Die Zeitreisen-Problematik versuche ich einfach immer so zu akzeptieren. So wie es hier dargestellt wird, verursacht ja eigentlich der Eingriff aus der Zukunft, dass etwas in der Vergangenheit dann so auch passiert. Das wäre ja eigentlich ein Zirkelbezug und kann ja nicht funktionieren. Also müsste es dann unterschiedliche Zeitebenen geben... Das wird einfach alles zu komplex! Von daher mache ich mir da lieber keinen zu großen Kopf. :redface:


    Das Aufeinandertreffen von Landon und Thursday war ja mal spannend. Ich hatte ja so das Gefühl, dass sie dann doch noch an ihm interessiert ist, aber er nicht an ihr? Wieso hat sie denn mit ihm Schluss gemacht? Hoffe, dass das noch erklärt wird.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    ich habe gleich gestern gestartet und schwupps, hatte ich schon Kapitel 9 inhaliert. Also der Schreibstil gefällt mir sehr gut (ich gestehe, ich lese jetzt doch auf deutsch, da mir englisch im Moment einfach zu anstrengend ist :redface:) und die Ideen mit denen Jasper Fforder hier aufwartet, finde ich ja klasse!


    Der Vater, der die Zeit anhalten kann und durch die Zeit quasi auf der Flucht ist, ist ja herrlich. Sehr lustig, dass eigentlich sein Hinweis auf "nicht mauve-farben streichen" erst dazu führt, dass die Mutter das Schlafzimmer genau so streicht... :breitgrins:



    andererseits verwirrt, denn die Vergangenheit, die ich kenne, scheint es so gar nicht zu geben. Also kann ich den herkömmlichen Gang der Geschichte gerade mal über Bord werfen. Das macht es vielleicht schwierig sich zu orientieren, aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig.
    Da ich mit den Zeitangaben überhaupt nicht klar gekommen bin und der Meinung war, dass die Handlung in einer fernen Zukunft angesiedelt sein müsste, habe ich recherchiert und bin verblüfft, dass sich die Ereignisse mitte der 1980er-Jahre abspielen - noch mehr Verwirrung.


    Hihi, ich habe auch zuerst gedacht, dass wir uns weit in der Zukunft befinden und dann auf einmal das Jahr 1985. Herrlich! Obwohl ich noch völlig geschockt bin, wie jung Thursday gewesen sein muss, als sie im Krimkrieg gedient hat... :entsetzt:


    Hades Acheron ist ja sehr mysteriös und ich bin schon sehr gespannt, was der noch alles auf Lager hat. Spannend finde ich ja auch, dass das Ende von Jane Eyre im Moment noch nicht dem entspricht, was wir kennen. Gleichzeitig spannend die Vorstellung, dass man ein Teil des Romans werden kann. Die Gedanken von dem Hund und woran er gebunden ist, fand ich ja auch herrlich!


    Alles in allem bin ich schon sehr gut eingestiegen und mir gefällt das Buch bis jetzt sehr gut. Echt lustige und faszinierende Ideen, die der Autor da verarbeitet hat.
    Die "Baconier" sind ja auch ganz großes Kino! totlach


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


    Trägst du noch meine dritte Liste vorne ein. Dann seh ich auf einen Blick was ich noch lesen muss :winken:


    Oh ja, danke für den Hinweis! Wurde erledigt! Vor lauter Schweißperlen sehe ich schon nicht mehr was vor meiner Nase ist. :schwitz:
    Dabei ist mir aufgefallen, dass die Auswahl für das Tammy-Buch ja richtig gut passt, mit dem Titel "Die Brillenmacherin" - ich trage eine Brille. :elch:


    Saltanah: Na ja, die Begründung schreit ja fast danach, dass die Agency bei dir vorbei kommt und mal Ordnung macht, aber ich will mal nicht so sein. Hier ein Ersatzvorschlag - jetzt gibt es aber keine Ausreden mehr :kommmalherfreundchen:


    John Boyne - The Boy in the Striped Pyjamas (Der Junge im gestreiften Pyjama) - sträflich, dass ein Boyne auf dem SUB versauern muss. :grmpf: :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Jaqui: Ja, sehr cool! Anlässlich des Jubiläums habe ich dann auch gleich mal 2 Listen. :klatschen: Danke dir! :bussi:


    Puh, für so eine korrupte Agentin ist das jetzt eine ganz schöne Herausforderung... Da krieg ich ja schon Schweißperlen auf der Stirn... Man, man so einen Stress ist man bei uns in der Organisation ja nicht gewöhnt... Hoffentlich gibt das jetzt kein Burn-Out! :entsetzt: :elch:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    nach der sehr unterhaltsamen Lektüre von diesem Buch, möchte ich euch hier auch meine Meinung schreiben:


    In ihrem Buch: "In Blut geschrieben - Die Anderen" skizziert Anne Bishop eine von Namid erschaffene Welt, in der "Die Anderen" herrschen und die Menschen maximal geduldet werden, solange sie sich an gewisse Regeln halten. Aber eigentlich werden die Menschen vor allem als Beute angesehen und nur deswegen nicht vernichtet, da sie es verstehen Waren herzustellen, die die "Anderen" sehr faszinierend finden. Bei den "Anderen" tummeln sich Wölfe, Vampire, Krähen, Bären, aber auch Wesen, von denen die Menscheit denkt, dass sie nur in Legenden vorkommen bzw. sie sich nicht darüber bewusst sind, dass auch ganz allgemeine Dinge von "Wesen" gelenkt werden.


    Der Lakeside Courtyard unter der Führung von Simon Wolfgard bietet auf dem Marktplatz die Möglichkeit, dass sich Menschen und die Anderen begegnen können und miteinander Geschäfte machen. Dieses Gleichgewicht ist jedoch sehr zerbrechlich und jede falsche Handlung von Seiten der Menschen kann übelst bestraft werden. Als Meg Corbyn Zuflucht im Lakeside Courtyard sucht, ahnen die anderen noch nicht, dass es sich bei ihr um eine Blutprophetin handelt, die von jemandem als Besitz angesehen wird und die derjenige unter allen Umständen zurück haben möchte. Jedoch scheint dem Verfolger nicht klar zu sein, mit wem er sich da versucht anzulegen...


    Die Welt, die Anne Bishop vor dem Auge des Lesers entstehen lässt, hat mich von der ersten Seite total fasziniert und mir gefällt es sehr gut, wie sie die Eigenschaften der bekannten Tiere, Fabelwesen etc. in die Geschichte mit einfließen lässt und gleichzeitig diese Wesen wirklich "anders" sein lässt. Es wird immer wieder klar, dass es sich bei ihnen nicht um vermenschlichte andere Wesen handelt, sondern um ganz eigenständige Kreationen, die auch nicht unbedingt menschlich handeln, sondern ganz im Gegenteil die Menschen oft damit vor den Kopf stoßen, dass sie zwar nach Mensch aussehen können, sich aber nicht so benehmen.


    Meg Corbyn ist dabei zwar ein Mensch, aber da sie eine Blutprophetin ist, agiert sie auch anders als Menschen das üblicherweise tun, womit sie gut in die Welt der "Anderen" hinein passt.
    Gut hat mir dabei auch gefallen, dass obwohl da unterschiedliche Wesen aufeinander treffen, sie miteinander wie auch immer kommunizieren und damit keine Missverständnisse entstehen, die so gerne in Büchern beschrieben werden, die nur darauf basieren, dass nicht miteinander gesprochen wird. So etwas kommt hier nicht vor, was mir sehr gut gefallen hat.


    Das Buch nimmt sich viel Zeit die Welt der "Anderen" einzuführen, ihre verschiedenen Wesen vorzustellen und hat seinen Fokus vor allem auf der Annäherung zwischen Meg und ihren neuen "Freunden". Dabei nimmt das Kennenlernen zum Teil wirklich lustige Formen an und zeitweise musste ich sogar laut auflachen, in welche aberwitzigen Situationen sich Meg wiederfindet und zu welchen amüsanten Verhaltensweisen die "Anderen" neigen.


    Gegen Ende des Buches kommt es dann zum lange vorher schon angekündigten Showdown, der sehr spannend beschrieben wurde und bei dem nochmal einige andere Wesen ihr wahres Gesicht zeigen können. Ich war total fasziniert und begeistert von den tollen Ideen mit denen die Autorin da aufwartet und der Kraft, die diese Geschöpfe entfalten können.


    Das Ende ist in sich geschlossen, gleichzeitig bleibt noch genug Raum für hoffentlich einige Folgebände, denn ich würde sehr gerne schon bald wieder in die Welt der "Anderen" eintauchen. Für mich ein absolutes Lese-Highlight und eine klare Empfehlung für alle, die mal eine ganz andere Art von Fantasy lesen möchten. Dafür gibt es volle 5ratten und ein klarer :tipp:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Liebe Saltanah,


    puh, dein SUB ist ja mal wirklich ein Schwergewicht. :ohnmacht:


    Aber ich bin fündig geworden... Folgende drei Bücher gibt es von mir ausgewählt:


    Sherman Alexie - Ten Little Indians (10 im Namen)
    Hanan al-Shaykh - Kvinnorna från myrrans land (Im Bann des High-Tech-Harems) (der Titel ist einfach zu cool! Das musste ich auswählen! :breitgrins:)
    Louis de Bernières - Corellis Mandoline (ein absolut tolles Buch, ich habe das sehr gerne gelesen und finde das darf nicht einfach so auf dem SUB vor sich hin vegetieren! :grmpf:)


    Hoffe die Auswahl ist ok?


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    Miramis: Ui, vielen lieben Dank für die tolle Wichtelliste! Das sind alles Bücher auf die ich mich richtig freue sie zu lesen! Eine ganz tolle Auswahl! Danke schön! :bussi:


    Jaqui: Größenwahnsinnig ist immer gut! :breitgrins: Die Liste ist super und hiermit genehmigt! :daumen: Und klasse, wie viele "Leichen" du schon gelesen hast! :klatschen:


    Saltanah: Ich gucke mir gleich deinen SUB und wähle die anderen drei Bücher... :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Und ich habe fast so lange gebraucht wie Nathalie, um zu erkennen, was für ein Mensch er ist. So viel zu meiner Menschenkenntnis :rollen:.


    Na ja, als Leser hatten wir hier auch nicht wirklich die Chance Jêrome wirklich kennenzulernen. Wir betrachten ihn ja quasi auch nur aus der Sicht von Nathalie und da hat er sich ja wirklich nach einem Traum angehört. Dass er nur auf sich fixiert ist, kam da nicht so ganz durch. Also gut ich habe mir schon gedacht, dass er sie nur noch in Paris haben möchte, damit sie endlich auch Geld nach Hause bringt, aber dass er so ein Egoist ist, hätte ich auch nicht gedacht.


    Ich bin nicht so begeistert. Für mich sind Charlotte Links gute Zeiten vorbei. Oder meine Ansprüche sind andere.


    Hm, keine Ahnung. An viele ihrer Bücher kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern und habe nur noch die letzten im Kopf, von denen ich so richtig enttäuscht war. Wahrscheinlich bin ich diesmal mit einer so geringen Erwartung an das Buch gegangen, dass es mich doch wirklich positiv überraschen konnte. :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    wow, ich muss sagen, dass mich hier noch einige Handlungsstränge echt überrascht haben. Ich saß mir total auf dem Schlauch und habe lange nicht begriffen, wieso die Polizei denn jetzt so lange braucht. Bis dann endlich durchsickerte, dass Casparos ja auf der anderen Seite steht... Damit hatte ich echt nicht gerechnet. Nathalie beweist dann mit ihm ordentlich Mut und Jêrome zeigt auch sein wahres Gesicht: Als es gefährlich wird, bringt er sich in Sicherheit und alle anderen sind ihm egal. Das fand ich echt heftig! Was für ein feiger Egoist. Woran man dann schon wieder erkennen kann, dass er Selina nicht aus Mitleid oder richtigen Beweggründen gerettet hat, sondern nur weil er sie toll fand... Unglaublich!



    Dass Nathalie so plötzlich bekehrt ist, halte ich für unwahrscheinlich. Da ist sie jahrelang auf Jérôme fixiert und löst sich dann innerhalb von drei Tagen von ihm? Findet sich mit dem Gedanken ab, und das auf so beherrschte Weise? Das passt nicht zu ihr.


    Doch das habe ich hier sogar gut verstanden. Ihr "Held" lässt sie gnadenlos im Stich. Bis zu dem Zeitpunkt konnte sie ihn immer in Schutz nehmen und sich immer einreden, dass er ja doch noch an sie gedacht hat. Aber hier erlebt sie es direkt, dass ihm ihr Leben total egal ist und er nur vor allem an sich denkt. Ich denke sogar bei der irrsten Liebe ist dann ab diesem Zeitpunkt einfach Schluss! Das war glaube ich das letzte Quäntchen, dass Nathalie gebraucht hat, um zu merken, dass sie Jêrome einfach absolut egal ist.
    Ich finde es ja schon unmöglich, dass er ihr gemeinsames Konto leer geräumt hat und sie mit nichts zurück gelassen hat. Was für ein A...loch!



    Ivana schlägt sich mit Selinas Familie zu einem allein gelegenen Anwesen durch. Erstaunlich, dass hier offensichtlich Handy- oder Festnetz noch funktionieren. Der Ausgang dieses Handlungsstrangs bleibt offen. Ninka taucht vorerst nicht auf. Auch wenn dieser Teil der Geschichte nur einen Nebenschauplatz darstellt, habe ich das Gefühl, dass dieses Thema Charlotte Link am Herzen liegt. Da er den Schluss einnimmt, bleibt er als letzter Eindruck gut im Gedächtnis haften.


    Ja, das ist auch mein Eindruck! Ich finde es auch wirklich gut und mutig von Charlotte Link, dass sie das Thema so erzählt und Ninka erstmal nicht mehr auftaucht und die Eltern weiter nicht wissen, was mit ihr ist. Ich denke nämlich, dass das ziemlich gut die Realität wiederspiegelt. Dadurch, dass diese Ringe so weit vernetzt sind, verschieben die, die Mädchen von A nach B wenn es brenzlig wird und die wenigsten tauchen wieder auf. Schrecklich ist das! Und ich finde es super, dass sich Frau Link diesem höchst aktuellem Thema angenommen hat und es in meinen Augen richtig gut umgesetzt hat. Einiges wird abgeschlossen, aber einiges bleibt auch offen und zeigt diese Perversität dieser Organisationen! Sehr gut gemacht!


    Gleichzeitig schön, dass Simon als Hauptcharakter endlich zur Besinnung kommt und sein eigenes Leben mal versucht zu leben. Der Tod von Kristina wird ihn noch lange beschäftigen, aber anscheinend war so ein harter Einschnitt notwendig, dass er endlich lebt und sich nicht mehr von allen möglichen Leuten gängeln lässt!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,



    Ivana muss mit der Familie von Selina verschwinden. Sie müssen den Laptop in Sicherheit bringen und vor allem die Daten auslesen lassen, damit dieser Händlerring auffliegt. Ich bin immer noch ziemlich verwundert, dass ihnen noch niemand auf der Spur ist.


    Na ja, aber sie haben ja ein ziemlich schlechtes Gefühl. Vielleicht ist die Bedrohung schon näher, als sie ahnen. Oh man, was für ein Alptraum! Aber jetzt kennen wir zumindest die Geschichte von Selina und inwiefern Jêrome mit drinnen hängt. Aber ein wirklich gutes Licht wirft das alles auch nicht auf ihn. Nur weil sie anscheinend so hübsch ist, dass er sich sofort in sie verliebt hat, hat er ihr geholfen. Vorher hat er bestimmt schon einige Frauen durch die Gegend gefahren und dabei wahrscheinlich keinen einzigen Gedanken an ihn verschwendet. Wieder sehr faszinierend, wie aus dem "tollen" Jêrome, der Nathalie quasi rettet schön langsam doch eher sich heraus kristallisiert, dass er einfach nur ein absoluter Egoist ist und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Er hat zwar Selina gerettet, aber nicht wegen einem schlechten Gewissen, sondern weil er mit ihr ein neues Leben anfangen wollte... :vogelzeigen:


    Puh, zuerst hatte ich jetzt echt Angst, dass Nathalie total durchdreht, aber sie hat mal was Gutes getan und den Polizisten befreit. Dann sollte die ganze Sache ja jetzt bald ausgestanden sein. Stellt sich nur noch die Frage, ob Selina und ihre Familie es durch den starken Schneesturm in Sicherheit schaffen und diesen Laptop endlich an die Polizei übergeben können.
    Das Schlimme ist, dass diese Geschichte wirklich die aktuelle Realität abdeckt und ich es erschreckend finde, wenn man sich vorstellt, dass auch gerade im Moment irgendwo junge Mädchen "angeworben" werden und dann in irgendwelchen Laufhäusern und FKK-Clubs zur Prostitution gezwungen werden... Auch wir hier in Deutschland sind ja dank unserer laschen Politik da ein wahres Schlaraffenland für diese Menschenhändler! Was für ein Alptraum! :entsetzt:



    Bei Simon ist jetzt endlich der Groschen gefallen. Ihm ist klar, dass er zu viel an andere denkt und dabei selbst auf der Strecke bleibt. In Ansätzen wird erkennbar, dass er den Wert seiner Beziehung zu Kristina erst jetzt richtig einschätzt.


    Ja, Simon hat anscheinend so eine Ausnahmesituation mal dringend gebraucht, damit er endlich zu sich kommt und sich gegen seine übergriffige Exfrau und überhaupt die Welt mal zur Wehr setzt. Gefällt mir sehr gut, wie er sich entwickelt, auch wenn die Umstände total schrecklich sind. Und es gefällt mir auch sehr gut, dass seine Ex-Frau nicht einfach so die Kinder wieder bei ihm abschieben kann, wie es ihr passt, sondern sich jetzt mal um ihren Dreck selber kümmern kann. Oh, wie ich solche Menschen verabscheue! Bei einem Kollegen von mir ist das auch so: Sie hat ihn verlassen, die Kinder sind bei ihr und sie missbraucht die Kinder um ihn immer schön unter Druck zu setzen. Er fährt dann auch durch halb Deutschland um sie zu holen, opfert spontan Wochenenden und Urlaube... Total krank! Und sie lacht sich wahrscheinlich einen Ast ab. Ich verstehe solche Personen nicht! :grmpf:



    Langsam kommen endlich die psychologischen Elemente zum Vorschein, die Charlotte Link in früheren Büchern ganz geschickt einsetzte. Nathalie, die als das echte Opfer aussieht, ist wie eine wandelnde Handgranate, aus der man nur noch den Abrisszünder entfernen muss. Jérôme entpuppt sich als echter Egoist und Simon fängt endlich an, an sich selbst zu denken. Das ist der Punkt, wo es für mich spannend wird: die Motive. Alles, was passiert, also Morde etc., ist ja eine Konsequenz der Motive, die wiederum meistens sehr hintergründig sind und somit interessanter als das Morden.


    Ja, das stimmt. Die ursprüngliche Einschätzung der einzelnen Figuren bekommt wieder Risse und es ist doch niemand so wie er auf den ersten Blick zu sein scheint. Gefällt mir auch sehr gut. Obwohl ich sagen muss, dass ich das Buch insgesamt sehr spannend finde, da auch gerade das Thema höchst brisant ist. Wenn Charlotte Link diesmal bei nur einem Strang bleibt und nicht noch irgendwas mit einbringt, dann muss ich sagen, ist dies hier mal wieder ein Buch von ihr, das mir richtig gut gefällt.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken: