Beiträge von Tammy1982

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo Ihr Lieben,


    hier startet die Leserunde zu "Die Entscheidung" von Charlotte Link.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu sagen oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag. Außerdem wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir zusammen bleiben und damit auf einem ähnlichen Stand spekulieren und diskutieren können. Als Faustregel gilt, nicht mehr als ein Abschnitt pro Tag.
    Bitte beachtet auch die Hinweise zur Aktivität und Qualität.


    Zum Abschluss: bitte denkt auch daran, dass ein wichtiger Teil der Leserunden Eure abschließenden Rezensionen sind und stellt diese am Ende der Runde zeitnah hier im Forum und auf literaturschock.de direkt ein.
    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen die Attraktivität von solchen Aktionen: Denkt daran, dass die Teilnahme an der Runde und die Rezensionen die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 89 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    herzlichen Glückwunsch kaluma! :klatschen: Und hier noch ein paar Motivationspuschel an dodo und Miramis für die letzten Rezis: :pompom: :pompom:



    Tammy scheint ja schon die Last der Verantwortung auf ihren Schultern zu spüren. Vielleicht sollten wir nicht zu sehr drängen, nicht dass wir euch dann noch eine Massage bezahlen müssen. :zwinker:


    Massage?!? Mindestens 3 Wochen Kur! Solche Belastungen und Stress sind wir gar nicht gewöhnt! Ha, zum Glück ist der Kaffee zumindest schon mal fertig. Jetzt erstmal Koffein... :kaffee:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


    ich habe hier noch keine Leserunde mitgemacht (bisher nur bei Leserunden.de), von daher meine Frage: Wird es zur Leserunde einen separaten Beitrag geben oder findet alles (Bekanntmachung der Abschnitte usw.) hier statt?


    Es werden für die Leserunde extra Threads eingerichtet. Dafür wird das Buch in Abschnitte unterteilt und dann pro Abschnitt ein Thread erstellt, in dem dann gepostet werden kann, ohne dass man sich gegenseitig was von der Handlung verrät bzw. spoilert. Außerdem ist die Bitte an alle Teilnehmer, dass am Ende eine Rezension zum Buch verfasst wird, die hier auch in einem eigenen Thread zum Buch geschrieben wird.


    Die Abschnitts-Threads für die Leserunde erstelle ich entweder heute Abend oder gleich morgen Früh. Ich packe hier dann einfach den Link hinein, dann findest du sie gleich. :smile:


    Bei weiteren Fragen, melde dich einfach! :winken:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    nach der sehr schönen Leserunde mit der Autorion kommt hier auch meine Meinung:


    Lia Musetti, eigentlich geborene Kranz, ist die Stieftochter eines großen Mafia-Bosses. Als ihre Mutter plötzlich stirbt, zögert ihr Stiefvater nicht lange, um sie in eine Ehe mit seinem Neffen zu zwingen und sie damit eng an die "Familie" zu binden. Denn Lia verfügt, so wie ihre Mutter, über eine besondere Gabe, die sie damit sehr wertvoll für die Mafia macht. Lia gelingt jedoch die Flucht und sie flieht nach Berlin, wo sie versucht unterzutauchen und gleichzeitig ihren Traum von einer eigenen Modeboutique zu verwirklichen.


    Das Buch fängt gleich rasant mit der Flucht an und ich flog fast atemlos durch die Seiten, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Aus der Ich-Perspektive von Lia, später abwechselnd zu Nevio, wird die Geschichte erzählt und lange Zeit war mir als Leser gar nicht klar, über welche Gabe Lia verfügt und was sie damit machen kann. Als ich dann schön langsam ein Bild von ihren Fähigkeiten bekam, war ich sehr begeistert von der Idee und wie diese umgesetzt wurde. Lia verändert sich zum Teil auch körperlich durch die Gabe und diese Veränderung ist zum einen sehr schön beschrieben und zum anderen stelle ich mir das wirklich ganz toll vor.


    Lia selbst ist eine sehr sympathische Figur und ich hatte sie relativ schnell ins Herz geschlossen. Auch Nevio, der andere Ich-Erzähler, ist richtig toll und den beiden quasi über die Schulter zu gucken, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch die anderen auftauchenden Figuren sind mit viel Liebe gezeichnet, auch wenn zum Teil schon übelst in die Klischeekiste gegriffen wurde - der Stardesigner ist natürlich schwul...


    Bei diesem Buch handelt es sich um eine Märchenadaption von dem Märchen "Allerleirauh", die für mich sehr gut in ein aktuelles Setting gesetzt wurde. Die Idee mit der Mafia gefällt mir dabei sehr gut und sehr spannend war für mich natürlich die Frage der Geschichte von Lia's Mutter und wie das alles so kommen konnte. Dies wurde größtenteils auch sehr gut aufgelöst, obwohl für mich noch einige Fragen offen geblieben sind bzw. einiges auch nicht so ganz nachvollziehbar war.


    Das Ende bietet nochmal einen ordentlichen Showdown mit einigen Überraschungsmomenten und gerade gegen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schluss ist dann ein schönes Happy End mit Möglichkeit für eine Fortsetzung, über die ich mich sehr freuen würde.


    Alles in allem ein spannender und rasanter Roman, der nur zum Teil einige Punkte offen lässt, alles in allem mir aber sehr gut gefallen hat. Dafür gibt es 4ratten


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    nach der sehr schönen Leserunde hier im Forum, kommt hier auch meine Meinung:


    1492 werden aus Spanien per kaiserlichem Erlass alle Juden vertrieben. Während die Inquisition wütet und viele konvertierte Juden auf dem Scheiterhaufen landen, verlassen Blanca und ihre zufällig auf der Flucht gefundene große Liebe Solomon auf dem letzten Schiff das Land. Solomon trägt dabei ein Geheimnis mit sich herum, von dem Blanca weiß, das ihn aber Zeit seines Lebens weiter verfolgen wird. Gemeinsam landen sie in Istanbul, wo sie von der jüdischen Gemeinde mit offenen Armen empfangen werden und sich schnell einleben. Jedoch verfolgen die Schatten der Vergangenheit Solomon auch bis nach Istanbul.


    Ich bin mit der Erwartung an das Buch gegangen einen gut recherchierten historischen Roman über die Judenvertreibung und ihr neues Leben in Istanbul zu lesen. Bekommen habe ich ein Sachbuch mit ganz klar sehr intensiv recherchierten und detaillierten historischen Fakten, in das irgendwie noch so eine Art Roman mit verarbeitet wurde. Der gesamte Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und schwer zu lesen, was zum größten Teil daran liegt, dass seitenweise historische Begebenheiten in Form von mündlicher Rede wiedergegeben werden. Da gibt es ganze Abhandlungen über das Judentum, die jüdische Geschichte, die Geschichte von Istanbul, die Geschichte der Türken (obwohl das Volk sich meiner Meinung nach zu der Zeit noch nicht so nannte), über die Inquisition, die Auslegung der Bibel etc. Aber vor lauter geschichtlichen Details blieb die Handlung und die Ausgestaltung der Figuren auf der Strecke.


    Bis zum Ende konnte ich mit keinem der Protagonisten wirklich mitfiebern. Das liegt zum einen daran, dass ihnen einfach keine "Seele" eingehaucht wurde. Es sind einfach Marionetten, die irgendwie auftauchen, deren Gefühle aber vielleicht geschrieben dastehen, die man als Leser aber nicht "mitfühlen" kann und die dabei irgendwie jede Menge Glück haben. Bei einem Buch über Vertreibung und den Aufbau eines neuen Lebens in einem komplett fremden Land erwartet man irgendwie, dass die Figuren leiden, dass es ihnen schlecht geht. Hier nicht. Egal was passiert die Figuren sind glücklich, alles wendet sich immer zum Besten und das Leid wird vielleicht in irgendeinen Dialog erwähnt, aber beim Leser kommt nichts davon an.


    Der Titel passt dabei auch gar nicht zum Buch, da wenn, dann die Geschichte von Solomon im Mittelpunkt steht. Luna kommt zwar auch vor, aber inwiefern sie zur Legende wird und was an ihrem Leben überhaupt zur Legende beitragen soll, ist mir bis jetzt ein Rätsel.


    Ich vermute, dass das Buch zum besseren Verständnis zwischen den Religionen beitragen möchte. Oft werden die Parallelen zwischen den Religionen - Christentum, Islam und Judentum - aufgezeigt und daraufhin gewiesen, wie ähnlich sie sich dann eigentlich doch sind. Aber leider kommt diese Botschaft nicht besonders klar beim Leser an und ist auch noch so schlecht verpackt, dass es mir einfach keine Freude gemacht hat das Buch zu lesen.


    Alles in allem muss ich leider sagen, dass dieses Buch für mich eine große Enttäuschung darstellt und ich bis zum Schluss mich eher durch die Seiten gequält habe. Am Ende war ich einfach dankbar, dass ich das Buch zuklappen konnte. Erschwerend kommt dann auch noch hinzu, dass es kein Nachwort gibt und ich mir nicht einmal sicher sein kann, was jetzt wirklich historische Fakten sind und was die Autorin dazu gedichtet hat.


    Schade, denn der Stoff hätte genug Material für einen richtig spannenden Roman geliefert und man merkt, dass die Autorin intensiv recherchiert haben muss. Daher vergebe ich insgesamt 2ratten, für die detaillierte Recherche und die Botschaft zum besseren Verständnis der Religionen untereinander.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    man, man, man da wird ja auf unsere verstaubte Organisation ein ordentlicher Druck ausgeübt. :ohnmacht: Mal gucken, was sich machen lässt... :breitgrins:


    Außerdem an alle, die noch mit den letzten Seiten und Rezensionen beschäftigt sind, noch ein paar Motivationspuschel :pompom: :pompom: :pompom:


    Und das Motto finde ich schön: "Dabei sein ist alles"!!! :klatschen:


    Auf in den Endspurt!!!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


    Aber die Handlung des Buches ist vom Aufbau und der Erzählung so trocken, das ich mich immer wieder überwinden musste. Mit sind es viel zu viele Zufälle, alles geht viel zu glatt.


    Ich kann keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Sie, ihre Geschichte und ihre Gefühle sind mir komplett egal. Es kommt nichts "rüber" an Emotionen. Da berühren andere Schicksale, andere Geschichten deutlich mehr.


    Ich weiß nicht, ob es an dem Schreibstil liegt, es muss aber fast so sein denn ich denke, mit anderen Stilmitteln hätte mal hier eine so emotionale und packende Geschichte schreiben können, die den Leser so fesseln, das man durch das Buch durchfliegt.


    Ja, so wie dir, geht es uns irgendwie allen. Ich habe schon geschrieben, dass das Buch einfach keine "Seele" hat. Es ist irgendwie gefühlt ein toter Stein, den man beschrieben hat, aber da kommt nichts beim Leser an. Keine Gefühle, keine Angst, nichts! Geht ja auch immer alles gut aus... :rollen:



    Ich hatte das Buch in den Flitterwochen mit und wollte abends immer weiter lesen.


    Puh, für die Flitterwochen ist das glaube ich eine echt schreckliche Lektüre. :zwinker: :breitgrins:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

    Hallo Ihr Lieben,


    kann mich euch leider nur anschließen: Ich bin auch erstmal sehr erleichtert, dass ich das Buch ENDLICH beendet habe. Obwohl es mir wie euch geht: Den letzten Teil fand ich jetzt noch mit am Besten und er konnte mich sogar so ein ganz kleines bisschen berühren. Ob das jetzt daran liegt, weil ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe oder die Autorin ihren Stil etwas abgeändert hat, kann ich gar nicht sagen...


    Alles in allem läuft aber auch hier wieder alles total glatt und wie ihr auch geschrieben habt, gibt es wieder ganz viele tolle Zufälle. :rollen:


    Lunas Vater schleicht sich in den Garten unter den Balkon des Paschas und belauscht ihn und seine eigene Tochter? Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Die ganze Geschichte ist völlig unglaubwürdig und hat mich an keiner Stelle überzeugt.


    Das war auch für mich absolut unglaubwürdig und ich musste einfach nur noch den Kopf schütteln. Was ist das denn?!? Zuerst hatte ich noch gedacht, da gibt es einen Spitzel und es wird zumindest einmal in diesem Buch spannend, aber nein, natürlich ist es Moni und natürlich ebnet er seiner Tochter alle Wege, so dass alles super läuft. In der neuen Heimat werden sie auch gleich aufgenommen und alle mögen sie und Marko wird natürlich auch nicht ausgeliefert...


    Dann der Tod von Moni und ausgerechnet, als er tod ist, finden ihn die anderen beiden und werden dafür beschuldigt... Alles klar! Amüsant finde ich nur, dass Moni aus einem ganz anderen Grund umgebracht wurde, wo er mal wirklich unschuldig war.
    Aber die heilige Blanka nimmt natürlich die Witwe von dem irren Juden auch noch bei sich auf und sie verstehen sich prächtig. Alles klar! :rollen:



    Ich vermute, es soll für ein Verständnis der Religionen untereinander geworben werden, aber das wird erst so richtig deutlich als Lunas Söhne vorgestellt werden.
    Die Idee ist gut und wichtig, aber der Weg dahin zu langatmig und langweilig.


    Ja, ich denke auch, dass die Autorin mit diesem Buch für ein Verständnis zwischen den Religionen werben möchte und auch immer wieder zeigt, dass die Religionen sich eigentlich gar nicht so stark voneinander unterscheiden. Schön ist auch jetzt im letzten Abschnitt, dass sie ja irgendeinen der Protagonisten sagen lässt, dass die Menschen immer Angst vor dem Unbekannten haben. Ja, das finde ich wirklich gut, leider finde ich die Umsetzung dieses Romans gar nicht gut und sehe das auch so, dass hier eine gute Idee komplett verpufft ist. Die Figuren haben kein Leben, seitenweise geschichtliche Abhandlungen, die sich kein Mensch merken kann und dann passieren zwar Unglücke, aber die Hauptfiguren bleiben komplett davon verschont. Dem Buch fehlt komplett die Spannung, die Dramatik, einfach die Seele irgendwie.


    Ja, die vielen positiven Rezensionen habe ich auch gelesen und bin immer noch ganz erstaunt darüber. Mir kommt es auch seltsam vor. Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber es liest sich wirklich so, als hätten die Rezensenten ein anderes Buch gelesen. :breitgrins:


    Ne, hatte ich noch nicht gesehen, da ich immer unvoreingenommen an ein Buch heran gehen möchte, aber muss ich jetzt gleich mal lesen gehen. :-)


    Was ich übrigens auch vermisse, ist ein Nachwort, in dem nochmal darauf eingegangen wird, was Tatsachen entspricht und was nicht. Habe so ein bisschen über die Autorin und das Buch recherchiert, konnte aber auch nicht mehr finden, außer, dass die Autorin inspiriert von ihrer Familiengeschichte das Buch geschrieben hat. Inwiefern da jetzt wahre Begebenheiten beschrieben werden oder nicht, kann Ahnung. Find ich echt schade!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken: