Beiträge von DrCassi

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    :laola:


    [size=16pt]Herzlichen Glückwunsch!!!![/size]


    Es ist doch schön wieder in der Ebene zu sein, oder? :zwinker: Nicht wundern, am Anfang ist es ein bißchen schwierig sich an das Leben hier unten zu gewöhnen. :breitgrins:





    Juggalette : Du schaffst das auch noch :trost: Alle haben bereits festgestellt, dass das kein Buch für "Zwischendurch" ist. :zwinker: Lass dich nicht entmutigen


    LG
    Cassi


    [Und danke, dass Ihr noch hier hineinschaut, auch wenn Ihr schon fertig seid mit dem Buch. :daumen:
    Stefan


    Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken. Ich schau gern immer wieder rein, um zu sehen, was ihr so interessantes schreibt und geb auch gern noch meinen Senf dazu :breitgrins:



    Dieses siebte Kapitel beginnt so ganz anders, als ich von den vorherigen gewohnt bin. Ich bin gespannt wie's weitergeht. Mein altes Zauberberg-Fieber ist jedenfalls wieder da... :klatschen:


    Das Kapitel 7 hat mich auch total überrascht. Es ist so interessant geworden, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Besonders die Kapitel über Peeperkorn.


    Viel Spaß noch beim Rest :winken:

    Hallo :winken:


    ich wußte jetzt nicht wohin ich meinen Beitrag setzen sollte. Also ist er jetzt hier gelandet.


    Ich habe eine Verfilmung vom Zauberberg gesehen. Und ich muss sagen, dass ich den Film verwirrender finde, als das Buch. Ich mußte tatsächlich das Buch mehrmals in die Hand nehmen und nachlesen. Zum Glück habe ich mir die DVD ausgeliehen. So konnte ich jederzeit eine Pause einlegen. :zwinker:


    Vieles wurde genauso wie im Buch umgesetzt, einiges habe ich vermißt und einiges war komplett anders.
    Da mir der Teil "Als Soldat und brav" sehr zu Herzen ging und sich mir ins Gedächtnis eingebrannt hat, konnte ich nur mit den Kopf schütteln, was daraus gemacht wurde.


    Wo ich total gegrübelt habe und seitenweise nachgelesen, das war im Film die Szene des Stell-dich-ein zwischen Hans und Clawdia. Trotz nachlesen bin ich mir nicht so ganz sicher. Also wortwörtlich wurde nichts von einem Tête-à-tête geschrieben. Hat Thomas Mann da was angedeutet :gruebel:
    Wie ihr sehen könnt, bin ich mir darüber immer noch nicht im klaren.


    Die Besetzung:


    Christoph Eichhorn als Hans Castorp ist nicht die optimale Besetzung, die ich mir gewünscht hätte. Sicher, er hat Hans genauso verwirrend, kopflos und peinlich gespielt, wie er im Buch scheint. Dennoch hat mir irgendwas gefehlt. Mehr Präsenz, mehr Wirkung.... :gruebel: ich weiß nicht, wie das verständlich ausdrücken soll.


    Marie-France Pisier als Clawdia Chauchat ist vermutlich die beste Besetzung, die ich mir vorstellen kann. Jedenfalls fällt mir keine andere Schauspielerin ein, die dieses Frauenzimmer :breitgrins: besser darstellen konnte.



    Abschließend würde ich sagen, dass der Film nicht zum Verständnis des Buches beiträgt. Wenn ich die Wahl hätte zwischen dem Buch und dem Film, meine Wahl würde immer auf das Buch fallen. :breitgrins:



    Schönes Wochenende
    Cassi


    Spüre ich da so etwas wie Selbstironie in Thomas Manns Worten...? :zwinker:


    Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre :breitgrins:



    Uff - so viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Ich hoffe, ich habe Euch nicht erschlagen... :redface: :rollen: :breitgrins:


    Das sind wir doch jetzt nach dieser Lektüre gewöhnt :zwinker:





    :ernst: Ich bin immer wieder erstaunt, wie ihr das wechseln könnt...!! Bin wohl doch zu blöd für diese Welt... :heul: :confused:


    :trost: Nun sei mal nicht zu streng mit dir selbst. Jeder hat doch andere Interessen und Vorlíeben. Und außerdem hast du gerade einen Weltklassiker gelesen und dir deine eigene Meinung gebildet. :klatschen:


    LG
    Cassi


    Gratulation und Willkommen im Zauberberg-Bezwinger-Club !!! :laola:


    :five::trinken:




    Jetzt bin ich hier nicht mehr so alleine :trinken: aber wir haben hier noch Plätze frei... :breitgrins:


    Jawoll ja, hier sind noch sehr viele Plätze frei :breitgrins:





    Herzlichen Glückwunsch, Cassi! :klatschen:


    Danke, war gar nicht nicht so schwer :zwinker:



    Ich stecke leider auch immer noch mitten im 6. Kapitel, aber ich hoffe, in der kommenden Woche wieder etwas mehr lesen zu können. :rollen:


    Ich kann das 7. Kapitel wärmstens empfehlen. Die Mynheer Peeperkorn-Kapitel lassen sich sehr gut lesen.



    P.S.: Ist doch irgendwie eigenartig, dass sich die LR-Teilnehmer hier gegenseitig beglückwünschen, wenn sie das Buch geschafft haben... :breitgrins:


    Nein, das ist nicht eigenartig. Wie Juggalette bereits sagte, es ist wie eine Aufgabe zu erfüllen. Nach der Lektüre ist man irgendwie befreit. Und ich finde das Buch gar nicht mal so schlecht. Ist halt kein Roman für Zwischendurch :breitgrins:

    Nur mal so nebenbei: langsam aber sicher frage ich mich was mit mir los ist. Bei diesem Buch habe ich nicht das Gefühl einen simplen Roman zu lesen, sondern eine "Aufgabe" zu erfüllen.....dieses Buch schafft mich total!


    Das ist auch kein simpler Roman. Es ist eine Lebensaufgabe. Ein Projekt, dass sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. :breitgrins:


    Thomas Mann sollte man auch nicht nur so mal zwischendurch lesen. :zwinker: Dafür haben wir ja andere Autoren.


    LG
    Cassie :leser:

    Ich kann es gar nicht glauben, aber ich habe den Zauberberg verlassen. Ich kann mich Simmilu anschließen und sagen: "Ich habe fertig!"
    :laola::laola: :laola: :laola: :laola:



    Der große Stumpfsinn
    Nachdem sich Hans so schön an alles gewöhnt hat und zu den Langzeitgästen gehört, teilt ihm der Hofrat mit, dass er nur Kokken hat.
    "Kokken hat jeder. Streptos hat jeder Esel" :breitgrins: Für mich eine weitere Aufforderung das Sanatorium endlich zu verlassen. Nur Hans ist noch nicht so weit.
    Die diversen Nebenbeschäftigungen der Sanatoriumsbewohner beweisen mal wieder, wie eintönig es da oben ist. Viele untätige Leute auf einen Haufen, dass kann nur in einem Eklat enden.
    Settembrini versucht weiterhin unseren Helden auf das Weltgeschehen aufmerksam zu machen. Ohne Erfolg.


    Fülle des Wohllauts
    Musik. Klassische Musik. Und Hans ist ganz überwältigt davon. Ich kann das ganz gut nachvollziehen, da ich einige Stücke, die näher beschrieben werden, auch kenne und liebe. Die Ausführlichkeit in diesem Kapitel habe ich sehr genossen.


    Fragwürdigstes
    Geisterbeschwörung, Seancen, Gläser rücken. Ich wußte nicht, dass Herr Mann ein Anhänger des Spiritismus war. Das Kapitel hat mich an meine Internatszeit erinnert. Wir haben auch Gläser gerückt. Ich war vermutlich die einzigste von meinen Mitbewohnerinnen, die an sowas nicht geglaubt hat :rollen:
    Jedenfalls ist Hans von dieser Sache erst angetan. Doch verliert er mit der Zeit sein Interesse, besonders als Settembrini ihm den Kopf gewaschen hat. Da drückt Settembrini das aus, was ich darüber denke. Er kann aber nicht lange sein Interesse daran unterdrücken und nimmt an einer Sitzung in Dr. Krokowskis Büro teil. Bei dieser Sitzung wollen die Teilnehmenden einen Geist beschwören. Als der Geist erscheint, kann Hans nur ein "Verzeih!" hervorpressen. Sehr verwirrend. Ist es der Anblick des Geistes? Oder der Blick des Geistes?


    Die große Gereiztheit
    Alle sind gereizt. Die sich öffentlich beschimpfen und schlagen, werden nicht getrennt, sondern von allen anderen begafft. Abwechslung ist interessant. Und das sich zwei alternde Männer wie kleine Schuljungen schlagen, ist mal was anderes.
    Auch vor Settembrini und Naphta scheint diese Gereiztheit nicht halt gemacht zu haben. Es wird alles persönlich genommen. Der einzigste Ausweg scheint ein Duell zu sein.


    Der Donnerschlag
    Die sieben Jahre sind um. Hans merkt, dass er fehl am Platz ist. Er packt seine Sachen und zieht in den Krieg. Ganz ohne Glanz und Glorie endet hier das Buch. Man verliert Hans auf dem Schlachtfeld aus den Augen.
    Wäre er auch in den Krieg gezogen, wenn er nur die 3 Wochen da oben geblieben wäre? Die Frage habe ich mir nach Beendigung gestellt. Sieben Jahre Stumpfsinn, Abgeschiedenheit, Leben in einer eigenen Welt. Jetzt zieht er in den Krieg. Und ich bin mir nicht sicher, ob er weiß, warum der Krieg eigentlich ausgebrochen ist. Oder hat er doch Settembrini zugehört?



    Resumè:
    Um dieses Buch zu lesen, braucht man sehr viel Zeit und Geduld. Ich kann jeden verstehen, der das Buch nicht zu Ende lesen kann. Das war für mich auch der zweite Versuch. Ich glaube auch, dass die Leserunde mein Ansporn war.
    Obwohl die wissenschaftlichen Diskussionen und langatmigen Beschreibung der Natur sowie diverse Forschungen seitens des Heldens sehr schwierig zu lesen sind und man viel Disziplin braucht, um das durchzustehen, würde ich das Buch nochmal lesen. Aber nicht sofort :zwinker:


    Danke an alle für meine erste erfolgreiche (ich habe das Buch bis zum Ende gelesen :breitgrins:) Leserunde. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe wir treffen uns bei einer anderen Leserunde mal wieder.


    Jetzt werde ich mich entspannt zurücklegen und die Zauberberg-Besucher aus einer gewissen Distanz beobachten :popcorn:



    LG
    Cassie :leser:


    Ich weiß gar nicht wie ich es sagen soll....aber ich bin f-e-r-t-i-g !!! :laola:


    :laola:
    Auch ich möchte gratulieren. :klatschen:


    Ich hoffe, ich kann mich auch bald vom Zauberberg losreißen :zwinker:


    Schönes Wochenende
    Cassie

    Ich hatte bereits am Sonntag den Rest von 7.1 gelesen und wollte das Gelesene nur kurz wirken lassen. Und nun ist eine ganze Woche rum :rollen:


    Jetzt wird (oder war, falls das so nicht weitergeht) es wieder interessant.


    Man hat das Gefühl, das Hans nach diesem Gespräch eine Vater-ähnliche Figur zum Freund bekommt. Was der arme Kerl auch dringend nötig hat, an Familienmitgliedern, die sich um ihn kümmern wimmelt es ja nicht gerade. Man freut sich mit ihm. :smile:


    Das sehe ich auch so. Der Herr Peeperkorn kommt als Vaterfigur, großer Bruder oder ähnliches rüber. Was mir persönlich auch gut gefällt. Die Aufklärung der Gifte ist interessant. Vor allem da es nicht als Monolog von Peeperkorn (mit seinen unvollständigen Sätzen) geschrieben ist.
    Dann kommt es endlich zu einem zweiten intimen Gespräch zwischen Hans und Clawdia :klatschen: Man kann das Buch jetzt nicht mehr weglegen.



    Außerdem werden die Fronten zwischen ihm und Clawdia geklärt....oder ???


    Diese Frage stelle ich mir auch. Dazu müsste ich wahrscheinlich den Rest lesen. Aber da ich weiß, wie das Buch ausgeht, steht nur noch die Frage im Raum, wie verabschieden/verbleiben die Beiden.



    Finde gerade mal wieder, das Der Zauberberg echt ein spitzen Buch ist.


    Das sehe ich auch so. Gerade nach diesen grandiosen Teilen. Ich habe noch nie so schnell die Kapitel aus dem Zauberberg gelesen, wie diese.



    Viel Spaß für alle anderen bei diesem Kapitel. :breitgrins:

    Nun habe ich mich wieder an den beschwerlichen Aufstieg zum Zauberberg gemacht. :schwitz:


    Es dauerte nicht lange und ich befand mich in einem verwirrenden Zustand :breitgrins:


    Strandspaziergang
    Es geht mal wieder um die Zeit. Aber warum der Teil Strandspaziergang heißt, weiß ich leider nicht. Habe ich vermutlich überlesen :breitgrins:
    Verirrung und Verwirrung :zwinker:


    Mynheer Peeperkorn
    Bei dem Namen muss ich irgendwie immer an Pippi Langstrumpf denken. Fragt mich aber nicht warum. Ich weiß es nicht.
    Auf diesen Teil war ich sehr gespannt. Dieser eigentümliche Geselle bringt Leben in den Zauberberg. "Nun gut denn! - Erledigt!" :breitgrins:
    Clawdia ist wieder da und hat im Schlepptau den "Pieter Peeperkorn".
    Armer Hans. Er hat sich das Wiedersehen so schön vorgestellt, auch wie er sich verhalten, was er sagen soll. Und dann beachtet diese Dame ihn nicht.


    Vingt et un
    Bei ihrem ersten Gespräch ist Hans sehr "menschlich", d.h. er duzt sie. Clawdia regt sich auf, aber beendet das Gespräch nicht. Ich glaube, dass sie sich geschmeichelt fühlt. Ob sie Gefühle für ihn hat, ist schwer zu erkennen.
    Das Gespräch wird dann von Peeperkorn beendet. Der seine Sätze nicht ... - erledigt. :breitgrins:
    Es liest sich jetzt wieder flüssiger, auch wenn unvollständige Sätze vorhanden sind. Bei den meisten weiß man, was der Pieter sagen will.
    Es folgt ein Fress- und Sauf-Gelage. Alles tanzt nach Peeperkorn`s Pfeife. Als ob sie seine Jünger wären.
    Was Geld alles bewirken kann :rollen:


    Den Rest von Kapitel 7.1 werde ich vermutlich noch dieses Wochenende schaffen, wenn nichts unvorhergesehenes dazwischen kommt und ich schnell ins Flachland zurück muss :breitgrins:


    Nein, nicht wirklich. Du hast recht. :rollen:
    Damals war man(n) noch galant und hat sich Mühe gegeben, statt nur auffordernd mit dem Kopf zu nicken und zu fragen: "Zu mir oder zu dir...?"


    Ich glaub schon, dass das damals auch schon so gelaufen ist. Nur hat man nicht darüber gesprochen. Heutzutage protzt man damit...


    Höret und staunet! Ich habe soeben das 5. Kapitel beendet! :breitgrins: :trinken:


    :jumpies: Herzlichen Glückwunsch!



    Oh ja - und wenn's nicht Anfang des letzten Jahrhunderts gewesen wäre, hätten die beiden bestimmt irgendwann knutschend unterm Tisch gelegen... :breitgrins:


    Auf solche Gedanken komme ich bei diesem Buch einfach nicht :breitgrins:


    Au ja! Wie wär's mit dem "Freundeskreis der aufgeschlossenen Teilnehmer anstrengender Leserunden", kurz: FATAL...? :breitgrins:


    :geil:totlach
    Ich bitte hiermit untertänigst um Aufnahme in die Selbsthilfegruppe Fatal.


    Ich glaube langsam, dass ich noch länger dafür brauche, als vorgesehen war. Vermutlich sehe ich dann so aus :belehrerin:

    :klatschen:
    Klasse, es lesen ja doch noch mehr Leutchen. Ich habe schon gedacht, dass wir nur noch zu dritt hier in den Tiefen oder Höhen des Zauberbergs rumstochern.


    Bin natürlich nicht am Wochenende dazugekommen. Andere Bücher waren interessanter und viel schneller zu lesen. :breitgrins:


    Doch ich sehe ein Licht am Ende des Tunnels. :freu: Nur noch Kapitel 7 und ich kann vom Zauberberg runtersteigen :schwitz:


    Geht das in den anderen Kapiteln so weiter? Wenn ja, ist die Beziehung zwischen dem Zauberberg und mir bald durch eine permanente Hassliebe geprägt.



    Es geht definitiv so weiter...



    Da stimme ich zu. "Hassliebe" trifft es ganz gut. Ich nehme das Buch auch nicht allzu oft in die Hand, zwar nicht in erster Linie, weil es mich Überwindung kosten würde, aber ich brauche Zeit und Ruhe dafür. Und wenn ich es dann tue, will ich es auch nicht mehr weglegen, und ich freue mich auf die Gelegenheiten, in denen ich weiterlesen kann.


    Da kann ich natürlich auch nur zustimmen. Es gibt Abschnitte da kann man das Buch nicht weglegen und bei anderen hofft man, dass das Kapitel bald zu Ende ist. So wie ich andere Bücher lese, so kann man dieses Buch nicht lesen. Man braucht viel Ruhe und viel Zeit. Da ich bereits einmal am Zauberberg gescheitert bin, habe ich mir fest vorgenommen, dieses jetzt bis zum Ende zu lesen.



    Klar - es gibt immer wieder Abschnitte, wo ich denke: Warum sooo lange Ausführungen über dieses und jenes...? Ich lese z.B. gerade im 6. Kapitel die Lebensgeschichte von Leo Naphta (Abschnitt "Operationes spirituales"), und obwohl diese sehr ausführlich geschildert wird und auf den ersten Blick erst mal gar nix mit der Handlung im Bergsanatorium zu tun hat, macht mir der Abschnitt großen Spaß, weil er mir den Menschen Naphta näherbringt und verdeutlicht, welchen Lebenshintergrund er hat und warum er so ist, wie er ist.


    Ja, dieser Abschnitt war ausführlich. Aber ich fand es ziemlich interessant und hatte ihn auch ziemlich schnell durch. Was mich danach runtergezogen hat, war mal wieder diese endlosen Diskussionen zwischen Settembrini und Naphta. Interessant sind sie alle Male, aber das kann man auch mit wenigen Worten ausdrücken.
    Ich glaube, dass wir das bis zum Ende hin immer wieder feststellen werden. Ist halt Thomas Mann.


    Ich bin jetzt aber sehr optimistisch, da ich nur noch Kapitel 7 lesen muss. :klatschen:



    LG
    Cassi


    Für meinen Geschmack ist es alles etwas unterkühlt. Man spricht sich nicht mit Vornamen an, man ist 11/2 Jahre zur Kur und bekommt keinen Besuch von den Angehörigen ? Wenn es so abläuft, lehnt sich wahrscheinlich auch keiner aus dem Fenster, wenn es heißt : Der Hans muß noch ein halbes Jahr hier bleiben und dann sehen wir mal...Ist doch schön einfach !!!


    Damit liegst du wahrscheinlich richtig. Ich vergesse immer wieder, dass das so ziemlich normal in dieser Zeit war, natürlich auch in dieser Gesellschaftsschicht. Womöglich wären seine Eltern ein bißchen mehr daran interessiert, dass er endllich wieder zurückkommt und ein normales und geregeltes Leben führt.


    Und das hat Onkel James auch ganz schnell rausgefunden, das es einfach keinen Zweck hat, ihn jetzt mitzunehmen. So wie Hans jetzt drauf ist, läßt man ihn am besten unter seinesgleichen...
    Jeder normale Mensch, wie Onkel James, fährt da hoch, lernt die Leute kennen, denkt :"Ach, du mist... " und macht das er wegkommt - wie Onkel James. :wegrenn:


    Und genau das meine ich. Gegen solches Denken muss man doch was tun und nicht einfach abhauen. Ist jedenfalls meine Meinung. Wenn ein Mitglied meiner Familie sich so aufführen würde, dann wäre der Rest der Familie auf Kriegspfad :breitgrins:



    Auf das Gespräch mit dem Hofrat wurde glaube ich deswegen nicht eingegangen, weil es an sich nicht wichtig ist. James wird gemerkt haben, das auch der Hofrat einer von "denen" ist und wird von dem ganzen Unsinn, den dieser Mann von sich gibt, ebenso verwirrt gewesen sein, wie wir und wird sich gedacht haben :" Hat keinen Zweck !"


    Vermutlich erwarte ich einfach noch was. Unvorhersehbar. Ich habe letztens nur Krimis gelesen und da is noch kurz vorm Schluss was passiert und meine ganze Theorie, wer hat was und warum getan, über den Haufen geworfen :zwinker:



    Zum Rest von Kapitel 6.2


    Operationes spirituales
    Das einzige für mich Interessante war, woher Leo Naphta stammte und sein Werdegang. Der Rest von diesem Abschnitt ist nicht erwähnenswert. Lange Gespräche über Gesundheit, Krankheit, Folter und Tod.


    Schnee
    Nun zeigt Hans doch ein bißchen Interesse für sportliche Betätigung und möchte sich nicht an irgendwelche Vorschriften binden lassen. Gut denke ich, weiter so. Aber dann wird er wieder zu diesem unvernünftigen und naiven jungen Mann. Das er in diesem Schneesturm nicht umgekommen ist (noch nicht einmal eine Erkältung), ist für mich ein Rätsel. Manchmal ist er so bodenständig und im nächsten Augenblick steht ein unvernünftiger Junge vor einem.


    Als Soldat und brav
    Jetzt ist es soweit. Joachim kommt zurück. Nach anfänglichen Wohlbefinden verschlechtert sich sein Zustand. Das bemerkt auch Hans. Und schon hat er wieder einen Pluspunkt. In dem einen Kapitel könnte ich ihm den Kopf waschen und im nächsten hat er ein Lob verdient.
    Dieser Abschnitt hat mich traurig gemacht. Ich fand es auch sehr schade, dass Hans nicht zur Beerdigung mitgefahren ist. Jetzt wäre der passendste Zeitpunkt für eine Abreise. Aber nein, wir erwarten ja noch Clawdia. Die zufälligerweise Joachim und dessen Mutter getroffen hat und so nebenbei erwähnt hat, dass sie im Winter wieder auf den Berg kommt.


    Wie bereits erwähnt, komme ich diese Woche nicht zum Lesen. Ich werde mich vermutlich nächstes Wochenende wieder draufstürzen.


    Eine schöne Woche und viele Grüße :winken:
    Cassi

    Habe jetzt den ersten Abschnitt von Kapitel 6.2 gelesen und bevor ich was vergesse, möchte ich gleich mal meine Eindrücke niederschreiben


    Abgewiesener Angriff


    Joachim ist weg, Settembrini weilt auch nicht mehr im Sanatorium und mich beschleicht das Gefühl, dass Hans jetzt dort sehr einsam ist. Jedoch liege ich damit falsch. Er wird an einen anderen Tisch gesetzt und schließt Bekanntschaft mit A.K. Ferge und Ferdinand Wehsal. Zweitgenannter ist der Herr, der Frau Chauchat beobachtet hatte.
    Das wichtigste jedoch an diesem Abschnitt ist der Besuch seines Onkels James. Am Ankunfttag des Onkels erleben wir ein Déjà-vu. Sind wir wieder am Anfang des Buches?
    Bei der Ankunft des Onkels hat man die Hoffnung, dass Hans zur Vernunft gebracht wird (auch wenn man schon weiß, dass das Buch so nicht endet) und sich mit auf den Weg ins Flachland macht. Doch dann ist der Abschnitt zu Ende, der Onkel abgereist (wobei er vorher noch ein Gespräch mit Hofrat Behrens hatte; Inhalt und Ergebnis des Gespräches ist nicht bekannt) und man denkt, ist das jetzt alles. Wie kann man das so weiterlaufen lassen? Der Onkel hat doch einen vernünftigen Eindruck hinterlassen. Warum lässt er Hans dort oben? Dieser Abschnitt hat mich sehr verwirrt.


    Werd jetzt mal weiterlesen, da ich nicht weiß, wann ich die nächste Woche die Zeit dazu finde.


    LG
    Cassi

    Hallo Leute pchallo


    habe mich jetzt auch einige Zeit vom Zauberberg ferngehalten und mich auf ein paar andere Bücher gestürzt. Trotzdem gebe ich nicht auf und lese das Buch zu Ende. Nicht nur weil dies meine erste Leserunde ist und ich diese nicht vorzeitig beenden möchte, sondern auch weil das Buch, trotz ausführlichen Beschreibungen von Fachgebieten, die sich meinem Interesse entziehen, ein Buch der Weltliteratur ist.


    Danke MacOss und simmilu, dass ich diesen Kampf nicht allein durchstehen muss. :five:


    LG
    Cassi

    :schwitz: Kapitel 6.1 beendet


    Der Disput zwischen Naphta und Settembrini ist anstrengend gewesen. Einiges war interessant. Aber es gibt auch Stellen, die man kürzen kann.
    Settembrini warnt die beiden Vettern von Naphta, da er eine sehr aggressive Einstellung hat. Wobei ich sagen muss, bei manchen Aussagen von Settembrini kommen mir auch Zweifel. Aber dabei muss man immer die Zeit (und wieder dieses mysteriöse Wort) im Auge behalten. Was in dieser Zeit geäussert wurde, wird heutzutage anders gesehen.


    Joachim hat sich entschieden. Er stellt sich Rhadamanth entgegen und fordert seine "Freilassung ins wirkliche Leben". Dorthin wo niemand weiß, wie man richtig lebt. So die Gedanken von Hans. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
    Da Hofrat Behrens an diesem Tag sehr gereizt ist, teilt er Hans mit, dass er auch gleich mitgehen kann. Das Bild mit den großen Augen und den offenen Mund konnte ich mir in diesem Moment genau vorstellen. Sprachlos, fassungslos, irritiert. Aber da er ja noch nicht für die Abreise bereit ist, fährt Joachim allein ins Flachland zurück.


    Der Abschied der beiden ist anders als die Begrüßung. Joachim hat es endlich geschafft sich von da oben zu lösen und Hans ist einer von da oben geworden. Auf einmal redet auch Joachim seinen Vetter mit Vornamen an. "Hans, komm bald nach!"


    Ich habe mir für die kommende Woche den 2. Teil vom 6. Kapitel vorgenommen.


    Schönes Wochenende :winken:


    Cassi