Beiträge von Zara

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Diese Entdeckung habe ich auch gemacht, was wirklich etwas nervig ist, weil das meiner Meinung nach der perfekte Zeitpunkt zum Bücher hören ist, allerdings ist es zu blöd, wenn man alle 5 Minuten zurückspielen muss, weil man befürchtet etwas wichtiges verpasst zu haben.


    Durch neue Kopfhörer ist es bei mir etwas besser geworden. So direkt am Bahnsteig ist es zwar immer noch schwierig, aber in der Bahn selbst klappt es super. Vielleicht investiere ich irgendwann mal bisserl mehr Geld und hole mir "Noise Cancelling"-Kopfhörer *träum*

    Ich habe tatsächlich noch nie beim TAMKA-Wettbewerb mitgemacht. Jetzt wird es höchste Zeit.


    Hier meine Liste:


    Tiere: Wale
    Sergio Bambaren: Die Stunde der Wale


    DIE Leiche: aus 2011
    Ulla Hahn: Das verborgene Wort


    Urlaubszeit: Im Urlaub ertauscht
    Lawrence Norfolk: Lempriere's Wörterbuch


    Wohlfühlbuch: Klappentext hört sich "wohlfühlig" an
    Marie-Sabine Roger: Das Labyrinth der Wörter


    Dem Alltag entfliehen: Ab nach Russland im Jahr 1915 und herausfinden, was die Zaren so treiben.
    John Boyne: Das Haus zur besonderen Verwendung

    Das Buch ist: actiongeladen, blutig, geheimnisvoll.


    Ich möchte das auch gleich herausstellen, dass es hier richtig zur Sache geht. Ich war anfangs doch ziemlich abgeschreckt, als sehr detailliert die Gedärme, Hirnmasse und Blut aus den Körpern quollen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber nachdem das ja Typsache ist, ob man darauf steht oder nicht, möchte ich das gar nicht als negativ bewerten. Es hat durchaus zur Geschichte gepasst.


    Im Papierbuch gibt es wohl eine schöne Karte, die leider bei der E-Book-Ausgabe fehlt. Eine Übersicht hätte mir auch gefallen. Wer also auf eine Karte nicht verzichten möchte, sollte zum Buch greifen.


    Der anspruchsvolle Schreibstil hat mir gut gefallen. Es ist vieles detailliert beschrieben, so dass mir ein fantastisches Kopfkino geboten wurde. Durch das schnelle Tempo des Buches, waren die Beschreibungen für mich gut ausgewogen. Zwischendrin gibt es Einschübe, in denen man kompakte Hintergrundinfos erhält. Diese sind anfangs nicht so leicht zu deuten und geben dem Ganzen etwas geheimnisvolles.


    Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, obwohl ich sie nicht unbedingt als sympathisch einstufen würde. Gerade Greskekard ist ein Fanatiker, der mit seinem Begleiter Sanftleben fragwürdige Entscheidungen trifft. Vielleicht mag ich ihn deswegen so gern, weil er unberechenbar ist.
    Besonders hervorhebe möchte ich auch Morven. Mit ihr habe ich mitgelitten und mitgefiebert. Sie ist eine ganz besondere Frau, die ich für ihren Mut und ihren Überlebenswillen bewundere.
    Aber auch die Nebencharaktere sind toll, vor allem eine Wirtsfrau hat es mir angetan.
    Und das sind nur meine Lieblingscharaktere... Ich könnte eine ellenlange Liste schreiben.


    Es werden nicht alle offenen Fragen geklärt, deswegen freue ich mich schon auf Band 2. Bernhard Trecksel hat aber glücklicherweise auf einen fiesen Cliffhanger verzichtet. :-)


    4ratten


    Ansonsten stelle ich immer wieder aufs Neue fest, dass mir Männerstimmen sehr viel besser gefallen und angenehmer in meinen Ohren klingen, als dies bei weiblichen Stimmen der Fall ist.


    So geht es mir meistens auch. Gestern habe ich meine weibliche Überraschung entdeckt: Daniela Hoffmann


    Mein männlicher Lieblingsvorleser ist Reinhard Kuhnert. Der wurde bestimmt schon genannt :zwinker:

    Es gibt eine Stelle, die nach heutigem Verständnis seltsam klingt und einen eigenartigen Nachgeschmack hinterlässt, da gebe ich dir recht.


    Zuerst dachte ich auch: Oha, da war er eigentlich eine Vaterfigur, der ihr Ratschläge gibt und dann verliebt er sich? Aber ich denke auch, man muss die Zeit berücksichtigen. Heutzutage wäre das undenkbar, damals aber sicher nicht unüblich.

    Ich bin jetzt fertig und bin froh, es gelesen zu haben.


    Emma war mir anfangs sehr unsympathisch, aber ich finde sie hat sich im Laufe der Handlung geändert. Schön finde ich, dass sie Fehler eingesehen hat und bereut. Mrs. Elton hat für mich in diesem Buch den Vogel abgeschossen. Eine absolute Unperson.
    Ich hatte schon Angst, dass das Rätsel um Jane nicht aufgedeckt wird. Ich war wirklich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Spiel von Frank Churchill, den ich oft sehr übertrieben fand, ist unglaublich frech. Wenigstens bereut er es :smile:


    Hach und den netten Mr. Knightley hätte ich auch genommen :flirt: