Beiträge von Stephi

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Aha! Edefia heißt die Parallelwelt also. Interessanter Name. Die Wesen und das ehemals so leichte Leben dort ist interessant. Allerdings finde ich die Bezeichnungen für allerhand Dinge rund um Edefia schwierig. Das "Da-Draußen", "Rette-sich-wer-kann" usw. finde ich jetzt nicht wirklich kreativ muss ich sagen.


    Dennoch bin ich ganz froh darüber, dass wir nun endlich mal erfahren haben, wo die Pollocks herkommen und was es mit den magischen Fähigkeiten auf sich hat. Bleibt abzuwarten, weshalb Oksa nicht alles erzählt, was sie damit bisher erlebt hat. Und auch ob die McGraw noch erwähnt, ist für mich eine spannende Frage. Für mich wird er immer mehr zu einem von Ocious' Gefolgsleuten.


    Oksa ist nun also diejenige, auf der alle Hoffnung lastet. War ja zu erwarten. Nun bin ich mal gespannt, welche Aufgaben ihr bevor stehen. Wird ihre Baba sie in der Beherrschung ihrer Fähigkeiten trainieren? In Anbetracht des Buchumfangs muss uns da ja noch so einiges erwarten. :breitgrins:


    Im übrigen geht es mir wie einigen anderen hier auch: Ich fühle mich arg an Harry Potter erinnert. Das mit dem Filmauge ist doch z. B. wie ein Denkarium. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich hoffe, dass es sich doch noch ein wenig davon distanziert.


    Es ist auch aus Autorensicht praktisch, man kann den Leser leicht an einer vergangenen Szene teilhaben lassen ohne sie direkt nacherzählen zu müssen.


    Dafür ist es natürlich super. Das sehe ich auch so. Dadurch werden die Rückblicke schön eingebettet und haben sowas wie eine Einleitung vorne dran. Das liest sich echt gut. Dennoch ist es mir im Moment noch ein wenig zu sehr Denkarium.


    Oksa hat sie ja etwas abgebügelt, um von den Fähigkeiten abzulenken. Sie wollte ja zunächst mal die Geschichte weiter hören. Vielleicht kommt die Vorführung dann im nächsten Teil.


    Ich nehme an, dass es sich dabei auch einfach um einen Versuch von Feingefühl handelt. :breitgrins: Zumal das ja in der Runde auch schon ziemlich was von Zoo oder Zirkus hätte. Die Anwesenden wissen ja, wie diese Fähigkeiten aussehen und bald wird ja sicherlich eh ihre "Ausbildung" beginnen. Spätestens dann kann sich ihr Lehrer ja ein Bild davon machen - und es wenn gewünscht auch weiter tratschen. :breitgrins:


    Der Junge ist auch 13. Das einzige was der im Moment gedacht haben wird war: :geil:
    Ich frage mich eher, inwiefern Gus´ Familie in die ganze Sache involviert ist. Hat dort auch jemand magische Fähigkeiten oder sind sie wirklich nur eine befreundete Familie, die mit übersiedelt ist.


    Über die wurde ja bisher noch gar nichts wirklich gesagt. Gut möglich, dass da noch was kommt. Ich glaube aber irgendwie nicht, dass da auch noch Magie schlummert.



    Interessante Theorie, wobei hätte sich das nicht einfacher bewältigen lassen? Wobei irgendwas stimmt nicht mit ihm, wieso hat er Oksas Namen schon gekannt? Gut das lasse ich mir ja noch erklären, weil er sich vielleicht die Klassenlisten schon angesehen hat. Aber woher hat der Junge, der Oksa angerempelt und im WC einsperren wollte, ihren Namen gekannt??


    Vielleicht kommt er auch aus dieser anderen Welt und hat deshalb eben auch magische Fähigkeiten. Offensichtlich ist Oksa ja die große Hoffnung für diese mysteriöse Parallelwelt (zumindest meine ich das so aus dem Prolog herausgelesen zu haben). McGraw könnte beispielsweise zu den momentanen "bösen Herrschern" gehören und die Gefahr, die von Oksa ausgeht, mal direkt im Keim ersticken wollen.


    bis Kapitel 5
    Dragomira und ihre magischen Geschöpfe wirken auf mich doch extrem kindlich, vielleicht leiden die "lieben Plemplems" aber auch unter der Übersetzung. :rollen:


    So wahnsinnig kreativ finde ich den Namen auch nicht, aber ich stelle mir die beiden in ihren Latzhosen total niedlich vor, das macht's besser für mich. :breitgrins: Und die sprechen so interessant...



    Ein ermordeter Mathelehrer? Kommt da etwa noch eine Krimihandlung dazu? Wobei mir Mr. McGraw ja schon mal gar nicht sympathisch ist, immerhin scheint er auch magische Fähigkeiten zu besitzen. Ein bißchen erinnert er mich ja an Snape aus HP.


    Guter Vergleich! :breitgrins:
    Die Sache mit der Krimihandlung habe ich bisher noch gar nicht so gesehen. McGraw wird doch den Lehrer nicht beseitigt haben, um seine Stelle einzunehmen und so an Oksa heranzukommen?



    Allerdings wirft sich bei mir gleich eine Frage auf: ob Oksas Mutter um die Begabungen ihres Mannes, ihrer gemeinsamen Tochter und der Schwiegermutter weiß? Offensichtlich werden diese weitergegeben und stammen aus einer anderen Welt. Oksas Oma scheint diese zu vermissen, Oksas Vater seine Kleine eher beschützen zu wollen...


    Das frage ich mich auch. Ich glaube, dass die Mutter es nicht weiß. Allerdings wundert es mich, dass der Vater und die Großmutter (vor allem sie) nicht hellhörig werden, als Oksa wiederholt Probleme hat. Sie müssen doch eigentlich wissen, dass die Magie irgendwann "durchbricht".

    Ich hatte mich zwar (noch) nicht zur Leserunde angemeldet, aber ich geselle mich jetzt trotzdem mal zu euch. Nachdem der Termin für die Leserunde klar war, habe ich heute einfach mal ins Buch geschaut - und den ersten Teil mal direkt verschlungen. Meine Güte hat das Buch eine Sogwirkung! :ohnmacht:


    Am spannendsten finde ich bisher Großmutter Dragomira. Sie ist wunderbar skurril, geheimnisvoll und sie hat interessante Haustiere. :breitgrins: Dazu dann noch der Fakt, dass sie offenbar der Schlüssel zum Rätsel zur Magie ist. Die Andeutung einer parallelen Welt, aus der die Pollocks stammen könnten, finde ich bisher ganz interessant. Allerdings weiß ich noch nicht wirklich, wie ich mir das vorstellen soll. Bisher vermute ich lediglich, dass die Schreie, die Oksa in der Badewanne gehört hat, etwas mit dieser Welt zu tun haben könnten.


    Oksa ist für mich momentan noch wesentlich kindlicher, als sie auf dem Umschlag dargestellt wird. Keine Ahnung warum, aber die 13-Jährige hat es noch nicht in meinen Kopf geschafft. Vielleicht liegt es an ihrem Verhalten, vielleicht an anderen Dingen oder vielleicht bin ich auch noch im Harry-Potter-Modus und stelle sie mir deshalb jünger vor. Ich weiß es noch nicht, hoffe aber, dass sie auch für mich bald zum Teenager wird.
    Ihren Umgang mit bzw. ihre Reaktion auf ihre speziellen Fähigkeiten haben mir ganz gut gefallen. Mich wundert es nur, dass sie sich damit nicht direkt an ihre Großmutter wendet (und auch, dass diese ihr nicht gleich reinen Wein einschenkt, als das Mal auftaucht). Offenbar haben die beiden ja eine spezielle Ebene, auf der sie interagieren.


    Gus' Reaktion war für meine Begriffe etwas zu positiv. Wäre zumindest im ersten Moment nicht Angst die logische Folge auf Oksas Demonstration gewesen?


    Ach und dann ist da ja auch noch der Lehrer, Mr McGraw. Der ist ja mal so richtig komisch. Ganz offensichtlich hat er, ähnlich wie Oksa, spezielle Fähigkeiten. Mein erster Verdacht war, dass er sich zu Oksas Gegenspieler entwickeln könnte. Die Strenge und die Unfreundlichkeit, mit der er den Schülern begegnet, ist ziemlich übertrieben, das muss zwangsläufig irgendeine spannende Begründung haben.


    Ansonsten kann ich allgemein noch sagen, dass ich den Stil des Buches sehr mag. Es ist flüssig geschrieben und plätschert geradezu dahin beim Lesen. Die zahlreichen Beschreibungen haben es mir besonders angetan. Ich finde es super, dass alle auftretenden Personen, Wesen und Orte immer gleich ein Gesicht zugeordnet bekommen. Das erleichtert das Eintauchen in die Handlung (obwohl das auch so super funktioniert).


    Ich bin ganz froh, dass das Buch so ein Schinken ist (bequem liest es sich ja nicht gerade). Ich werde deshalb darauf verzichten, es unterwegs mit mir rumzuschleppen und es mir für abends im Bett aufheben. Das macht für die Leserunde wohl auch mehr Sinn.


    Soweit mein erster Eindruck, nun werde ich mich mal euren Meinungen zuwenden. :smile:


    Liebe Grüße
    Stephi

    Royce Buckingham - Mürrische Monster


    Sonderaufgabe:
    Der zweite Band um Dämonenhüter Nate hat mir, genau wie Nummer 1, super gefallen. Ich würde gern unbedingt noch viel mehr davon haben, aber die Amazon-Inhaltsangabe und zwei Rezis zu "Garstige Gnome" lässt mich wenig optimistisch sein. Offenbar geht es im nächsten Band nicht mehr um Nate - und mit ihm stirbt offenbar auch der Charme der Bücher. Ich werde wohl erst einmal in der Buchhandlung schmökern gehen müssen, bevor ich mich für oder gegen die Gnome entscheide.
    Schade, dass Nate offenbar ausgedient hat. Das Ende von "Mürrische Monster" ließ bereits darauf schließen, dass er nicht mehr zurück kehrt, ich hatte aber gehofft, dass einer seiner Freunde vielleicht in Zukunft im Mittelpunkt stehen wird. Abwarten...

    Ich ordne das Buch mal in diese Rubrik ein, da ich das passender finde als "Kinder- und Jugendliteratur", wo Band 1 hinsortiert wurde. Wenn es falsch ist, bitte verschieben. :winken:


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    Buch24.de
    LChoice (lokal)

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    Dämonenhüter Nate, sein Lehrling Richie und seine Freundin Sandy steht erneut ein großes Abenteuer bevor: ein blutrünstiger Dämonenfresser ist nach Seattle gekommen und verbreitet unter Dämonen und Monstern Angst und Schrecken. Viele fallen ihm zum Opfer, das Gleichgewicht zwischen Normalität und Chaos gerät immer mehr ins Wanken. Nate muss seine gesamten Fähigkeiten ausschöpfen, um dem Ungeheuer den Garaus zu machen.


    „Mürrische Monster“ ist nach „Dämliche Dämonen“ das zweite Buch um Dämonenhüter Nate. Wieder besticht das Buch durch Witz und Komik. Vor allem die zahlreichen skurrilen Dämonen und Monster, von denen jeder für sich liebenswert ist, machen das Lesen zu einem großen Vergnügen – zumal ganz nebenbei auch noch Chaos-Dinge des täglichen Lebens erklärt werden. (Wer hätte gedacht, dass wir nicht einfach betrunken sind, sondern Bierwürmer sich in unseren Köpfen breit machen und für Schwindel und Kopfschmerzen am nächsten Morgen sorgen.)


    Dennoch ist nicht alles nur heiter und lustig. Auch die ernste, fast schon tragische Ebene kommt nicht zu kurz. So gibt es einen Rückblick in Nates Kindheit. Es wird von tragischen Unfall berichtet, bei dem seine Eltern starben. Und wider Erwarten erweist sich das alles als entscheidend für den Ausgang des Buches. Der zeitliche Bogen, der hier geschlagen wird ist groß, aber nicht zu gewaltig für die Handlung. Es ist im Gegenteil ein guter Gegensatz zu den sonst so flippigen Geschehnissen.


    Der Schreibstil ist einfach und flüssig, was wunderbar zu dem Buch passt. Die rund 250 Seiten lesen sich weg wie nichts, man möchte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.


    Meine Wertung: 5ratten

    Nummer 2 meiner Annabas-Liste:


    Eoin Colfer - Artemis Fowl: Die Akte


    Sonderaufgabe:
    Wider Erwarten ist "Die Akte" ein Band der Reihe um Artemis Fowl, der eine Ergänzung zu den bisher Erschienenen Abenteuern darstellt. Das Buch enthält zwei Geschichten, die in den ersten drei Bänden nicht in dieser Ausführlichkeit erzählt werden konnten. Gute Idee, wie ich finde. Und auch die Umsetzung war gut. Warum aber muss man das dann mit sinnlosen Rätselspielchen, die für Kenner der Reihe im Schlaf lösbar sind, kombinieren? Hier kann es nur die Schlussfolgerung geben, dass das Buch schlicht noch nicht dick genug war. Schade, dass man als Leser der Reihe hier so eine Mogelpackung untergeschoben bekommt.
    Was die folgenden Bände angeht, werde ich Artemis jedoch dennoch treu bleiben, denn "Die Akte" bleibt für mich dann doch eher ein Einschub, der vermutlich das lange Warten auf den nächsten Band verkürzen sollte. Artemis' durchtriebene Art unterhält mich immer wunderbar und auch Holly und einige ihrer Erdvolk-Kollegen sind mir mittlerweile einfach ans Herz gewachsen.

    Nach drei großen Abenteuern des jungen Artemis Fowl hält der vierte Band zwei bisher unerwähnte Geschichten bereit. Zum einen wird die ZUP-Officer-Prüfung der Elfe Holly Short erzählt, zum anderen geht es um einen Diebstahl, den Artemis gemeinsam mit dem Zwerg Mulch Diggums durchzieht. Zusätzlich hält „Die Akte“ eine kleine Sammlung von Informationen über das Erdvolk und einige Rätsel.


    Ich bin nach dem Lesen recht unschlüssig, was meine Meinung zu dem Buch angeht. Einerseits haben mir die beiden Geschichten (jede umfasst etwa 50 Seiten) gut gefallen. Hollys Weg zum ZUP-Officer war bisher nur am Rande erwähnt worden, so dass die genauere Schilderung ganz interessant war. Auch Artemis Coup mit Mulch Diggums war eine solide Geschichte, die das junge Genie mal von seiner weniger durchtriebenen Seite gezeigt hat.


    Andererseits sind zusätzlich enthaltenen Informationen, wie beispielsweise eine Auflistung der verschiedenen Wesen des Erdvolkes und ihrer Eigenschaften eigentlich überflüssig. Es entsteht schnell der Eindruck, dass es schlicht noch einige Seiten brauchte, um das Buch zu füllen. Die unspektakulären Rätsel und Wortsuchspiele sind wenig anspruchsvoll und ein schlechter Zeitvertreib. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch für jüngere Leser konzipiert sein dürfte, kann ich dem wenig Positives abgewinnen. Zumal die meisten Leser mit einem oder mehreren Vorgängerbänden vertraut sein dürften. Entsprechend kennen sie auch das Erdvolk und seine Eigenschaften.


    Meine Wertung für die zwei Geschichten würde positiv ausfallen, aber durch das unnütze Auffüllen des Buches, was es in meinen Augen zu einer ziemlichen Mogelpackung macht, gibt es unter dem Strich eine weniger gute Note.


    2ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Meine erste Rezi (wie schön, dass mich der SLW endlich mal wieder zum sofortigen Rezensieren zwingt :klatschen:):


    Jean G. Goodhind - Mord zur Geisterstunde


    Sonderaufgabe
    Ganz klar: Ich bleibe der Serie treu! Honey, Lindsey und Co. sind mir mittlerweile einfach ans Herz gewachsen. Das wunderbar skurrile Leben in und um Bath ist immer wieder unterhaltsam und witzig. Eigentlich ist englischer Humor ja nicht so mein Fall, aber hier mag ich ihn. Da stören mich auch kleinere Ungereimtheiten in der Handlung nicht. Die sind ruck zuck wieder vergessen und der Spaß geht weiter. Klar, es ist keine anspruchsvolle Literatur, aber das muss ja auch nicht sein. Zur Entspannung perfekt geeignet. Gut, dass Ende Januar der nächste Band erscheint. :klatschen:

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    Im englischen Bath Lady Templeton-Jones wird ermordet. Und das ausgerechnet während eines Geisterspaziergangs im strömenden Regen. Es wird sich doch wohl nicht etwa ein Geist an ihr vergriffen haben? – Unwahrscheinlich, denn sie soll nicht die einzige bleiben.


    Zum bereits dritten Mal ermittelt Honey Driver in einem Mordfall. Dieses Mal war sie sogar die letzte Person, die das Opfer lebend gesehen hat. Das gibt zusätzlich Motivation – sowohl für ihren Job als Verbindungsperson zwischen Hotenverband und Polizei als auch für die Ermittlung selbst. Gemeinsam mit Detective und Beinahe-Lover Steve Doherty macht sie sich an die Arbeit. Ständig dabei: die rüstige Mutter Gloria, die pfiffige Tochter Lindsey und die verrückte Mary-Jane. Letztere lebt in Honeys Hotel und ist bekennendes Medium, das ständig in Kontakt zu Geistern und Gespenstern steht (wobei es da eklatante Unterschiede gibt!).
    Der Fall ist verzwickt. Immer mehr Personen geraten in den Kreis der Verdächtigen und scheiden aus verschiedenen Gründen wieder aus. Das macht die Handlung interessant und lässt keine Langeweile aufkommen.


    Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Serie um Honey Driver ist keine große Literatur, hat wenig Realitätsbezug und ist insgesamt einfach ganz schön schräg. Wer damit nicht klar kommt, sollte die Finger von den Büchern lassen, weil er sich während des Lesens ständig aufregen wird. Wer jedoch einfach gerne mal die Seele baumeln und bei einer heißen Tasse Tee einen unterhaltsamen Lesenachmittag verbringen möchte, ist hier genau richtig. Das Buch ist voll von offensichtlich unrealistischen Szenarien. Aber es ist witzig, ziemlich spannend und plätschert munter dahin.


    Vor allem die skurrilen Personen machen das Buch lesenswert. Honeys Hotelalltag in Verbindung mit den Ermittlungen (gern auch im Alleingang) sind ausgeglichen und sorgen für die notwendige Abwechslung, genau wie das bereits erwähnte Damentrio, das Honey ständig in den Wahnsinn treibt. Freunde von englischem Humor kommen hier eindeutig auf ihre Kosten.


    Zugegebenermaßen weist die Handlung abgesehen von den üblichen Unstimmigkeiten der Reihe einige Szenen auf, die nicht recht hineinpassen wollen, deren Zusammenhang sich nicht wirklich erschließen lässt. Meist sind sie jedoch schnell vorbei, so dass der Lesespaß nur kurz ins Wanken kommt. Das Ende ist im Vergleich zu den Vorgängern angenehm unspektakulär, aber schlüssig (wenn auch nicht ganz unerwartet).


    Meine Wertung: 3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    liest "Mord zur Geisterstunde" von Jean G. Goodhind


    So, die ersten 100 Seiten sind geschafft. Es ist wie erwartet verrückt, aber das stört mich (mittlerweile) nicht mehr. Diese Bücher darf man einfach nicht ernst nehmen, dann hat man Spaß. :breitgrins:


    Dieses Mal hat es eine alte Lady während eines Geisterspaziergangs erwischt. Mit einem Telefonkabel wurde sie erwürgt. Detective Steve und Hilfssheriff Holly haben die Ermittlungen aufgenommen. Mary-Jane, Dauergast in Hollys Hotel und ihres Zeichens Geisterfreundin, würde gern helfen, kann mit Beweihräucherungen allerdings leider nicht so wahnsinnig viel ausrichten. Hier zählt dann halt das Dabeisein. Auch nicht schlecht.


    Hollys Mutter Gloria macht das Chaos perfekt, hält sich bisher aber immerhin mit Vorschlägen für potentielle Schwiegersöhne zurück. Offenbar haben sich alle Zahnärzte und Anwälte aus Bath in weiser Voraussicht in irgendwelchen Löchern verkrochen. Mal sehen wie lange noch. :breitgrins: