Beiträge von illy

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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    Brüssel 1946: Spirou ist dem Alkohol verfallen, um böse Erinnerungen vergessen zu können, Kriegsgewinnler beherrschen das Bild. Auf der Jagd nach einem aus dem Kongo stammenden Fetisch verschlägt es die Serienhelden gemeinsam mit der titelgebenden Leopardenfrau nach Paris, wo sie unter anderem auf Sartre und Simone de Beauvoir (mein Highlight) treffen.


    Die Ideen für diesen Band sind zum Teil „Tim im Kongo“ entlehnt, ich bin gespannt, wie der Folgeband „Der Meister der schwarzen Hostie“ die Parallelen weiterspinnen wird und wie die Autoren mit den im Original wohl reichlich vorhandenen rassistischen Motiven umgehen.


    Am meisten Spaß macht mir bei diesen Spezial-Bänden ja sowieso, all die Anspielungen und Referenzen zu entdecken, Hilfestellung für alles was man nicht erkannt hat, gibt es am Ende auf 2-3 Seiten mit Erläuterungen.


    Ansonsten fühle ich mich durch die Figuren in meine Kindheit zurückversetzt, Spirou, Fantasio und das Marsupilami gehörten damals zu meinen Lieblingen.


    4ratten

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    Die Erzählerin und ihre drei Crew-Mitglieder sind mit einem Raumschiff unterwegs. Die Reisezeit in Schlafkapseln verbringend sollen sie fremde Planeten erforschen, auf denen sie jeweils ein paar Monate / Jahre Proben nehmen, dortige Lebensformen klassifizieren etc., bis sie zum Abschluss ihrer Reise zur Erde zurückkehren.


    Der Anfang der Novelle deutet, dass wohl irgendetwas schiefgelaufen ist: “If you read nothing else we’ve sent home, please at least read this”, aber was genau erfährt man erst gegen Ende. Bis dahin fühlt man sich längst in den Mikrokosmos der Vier miteinbezogen. Man lernt ihren Alltag kennen, kennt ihre Vorlieben und fühlt mit ihnen, wenn ihre Forschung atemberaubende Ergebnisse oder auch Enttäuschungen hervorbringt.


    Das Buch lässt seine Leser:innen dann am Schluss in einer seltsamen Stimmung zurück: gleichzeitig düster, aber trotzdem vertrauensvoll in die Zukunft schauend, voller Glaube an die Wissbegier des Menschen.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    194x bricht in Oran die Pest aus und Camus schildert, anhand einiger Figuren, den Umgang damit. Die Epidemie und damit auch das Buch dauert fast ein Jahr.


    Für jemanden wie mich, die eher selten französische Originale liest und wenn dann meist Comics, war das Buch nicht einfach. Die grammatikalische Form, die verwendet wird, habe ich in der Schule nur noch am Rande/Ende meines Französischunterrichts mitbekommen, so dass ich mich ziemlich konzentrieren musste, um zu verstehen was passiert und meist nach 10-15 Seiten einfach pausieren musste.


    Ich habe hier eine Ausgabe, mit der mein Freund vor rund 30 Jahren Abitur gemacht hat, diesen Klassiker hatte ich mir letztes Jahr vorgenommen, endlich mal zu lesen. Wie aktuell das Buch werden würde, war da noch nicht zu erahnen. Ich habe tatsächlich ab und zu wissend genickt und gedacht, jaja, so macht man das heute in Wirklichkeit auch. Die Wahrnehmung der Geschichte war also vermutlich schon deutlich anders als sie es im letzten Jahr gewesen wäre.


    Im Nachhinein fällt mir auf, wie „männlich“ das Buch doch ist, weibliche Figuren tauchen kaum und wenn, nur in Beziehung zu einer der Hauptfiguren (Ehefrau, Mutter) auf. Das passt ein wenig zu der Interpretation, von der ich gelesen habe, dass die Pest eine Metapher für den Krieg darstellen soll. Eine Zeit, die Schwierigkeiten und Tod bringt, aber auch neue Freunde und die, die sie überleben, verändert zurück lässt.


    Mir hat es letztlich insgesamt gut gefallen, aber wahrscheinlich hätte ich es doch lieber auf Deutsch lesen sollen - sprachlich ist es wirklich nichts für Einsteiger.


    4ratten

    Meg verbringt mit Mann und Kindern ihren Sommer bei Großmutter Cordelia, und bietet in deren neuem Künstlerzentrum Schmiedekurse an. Leider gibt es Fälle von Vandalismus, möglicherweise von Konkurrenten initiiert und dann findet Meg bei einem ihrer Anti-Vandalen-Rundgänge eine Leiche. Zwar war der „Kollege“ nicht der beliebteste, aber natürlich geht trotzdem die Furcht um und alle sind dankbar für die ermittelnden Polizeibeamten auf dem Gelände. Nur Megs Großvater interessiert sich nur für das Foto einer als ausgestorben geltenden Möwensorte und sucht überall nach den Tieren.


    Ich habe mich auch bei diesem Band gewohnt gut unterhalten gefühlt. Der Fall war mit genügend Verdächtigen gewürzt, die übliche Showdown-Gefahr war gut ausgearbeitet und ich habe mich gefreut, dass Meg mal wieder am Schmiedefeuer stehen durfte. Nur Familiennähe hätte es gerne mehr geben dürfen, es waren zwar alle da, aber das kam mir zu oft unter „ferner liefen“ vor. Und ich habe immer öfter das Gefühl, dass ihre Söhne froh über ihren Vater sein können, von der Mutter haben sie ziemlich selten etwas.


    Zunächst einmal war ich gerade wirklich überrascht, als ich nachsah, der wievielte Band das ist. Schon Nummer 21! Außer den Katzenkrimis von Lilian Jackson Braun fällt mir gerade keine Reihe ein, die so lang ist und bei der ich auch so lange "mitgelesen" habe - von Kinderbüchern mal abgesehen. Und es geht ja noch weiter.

    Ich glaube, ich habe noch gar keine Serie über so viele Bände verfolgt. Aber beim Tempo von 1-2 Büchern im Jahr fühle ich mich auch nicht gelangweilt, sondern es gefällt mir immer wieder genug, um den nächsten Band einzukaufen.


    4ratten

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    Eigentlich lese ich keine Kinderbücher, aber ich habe da eine Stadt-Land-Fluss-Liste, die ich abarbeite und da fehlte mir noch ein Tier mit U.


    Anastasia McCrumpet (fast 11 Jahre alt, Vater Staubsaugervertreter, Mutter liegt nur im Bett) wird eines Tages von zwei älteren Damen aus der Schule abgeholt. Sie wären ihre Tanten und würden sich um Anastasia kümmern, weil ihre Eltern verunglückt wären. So landet Anastasia in einer eingezäunten ehemaligen „Anstalt“. Bewacht wird das Gelände von Pudeln mit Metallgebissen - ähnlich den Gebissen der Tanten. Zwischen diversen Reinigungsaufgaben erforscht Anastasia heimlich das Gebäude und ist sich irgendwann sicher, dass sie fliehen muss - gemeinsam mit den unerwarteten Freunden, die sie dort findet.


    Ich habe letztes Jahr die Serie „Lemony Snicket - Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ geguckt und ich fühlte mich das ganze Buch hindurch daran erinnert. Der Tonfall war ähnlich und die grundsätzlichen Gut-Böse-Motive entsprachen einander auch, hier wird nur ein wenig mehr Übersinnliches eingeflochten, allerdings auch erst in der zweiten Hälfte. Wer Snicket mag, dem kann ich dieses Buch hier empfehlen und für ein Kinderbuch habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt.


    4ratten

    In diesem Buch begleiten wir Vincent vom Grundschulalter bis ins junge Erwachsensein. Mit alleinerziehender drogensüchtiger Mutter und diversen Geschwistern, hat er eigentlich nur wenig Chancen im Leben, doch seine Mutter bewirbt ihn für eine Ausbildung zum anspruchsvollen Künstler - das bringt der Familie ein geregeltes Einkommen. Das Buch ist aus der Perspektive seines Betreuers Harlan geschrieben, der nicht nur seine Werke vermarkten soll, sondern vor allem dafür zu sorgen hat, dass Vincent nie lange glücklich ist. Unglück fördert das künstlerische Potential - so die Devise der hinter dieser Aktion steckenden Organisation.


    Harlan nimmt eine Mischung aus Folterer, Gefängniswärter und bestem Freund ein. Er macht abscheuliche Dinge und zugleich glaubt er wirklich daran, Vincents bester Freund zu sein und mag ihn. So zwiespältig betrachtet man ihn dann auch beim Lesen - irgendwie schafft er es als Freund glaubwürdig zu erscheinen, so das man ihm so einiges verzeiht bzw. als „doch gar nicht sooo schlimm“ abtut. Und wie wenig der Mensch innerhalb der Medienszene wert ist, wird dabei ungeschminkt aufgezeigt.


    Eine interessante Geschichte, die gegen Ende unnötigerweise ein wenig in Richtung Thriller abdriftet.


    4ratten