Beiträge von illy

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    25.BUCHSTABENPUZZLE
    c. Lies ein Buch, auf dessen Klappentext die Wörter ICH / MACHE / WAS / ICH / MOECHTE / zu finden sind. 5 Punkte -> Dolores Redondo - Alles was ich dir geben will


    Ich habe die Variante mit ö statt oe auch angemalt. ;)


    Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße?


    Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.

    Manuel ist Schriftsteller, seine Romane sind erfolgreich, auch wenn nichts an seinen Erstling heranreicht. Über seinen ersten Roman, in den er seine ganze Seele gelegt hatte, hat er damals den Mann kennengelernt, mit dem er nun schon mehrere Jahre verheiratet ist. Doch als dieser überraschend stirbt, muss er feststellen, dass sein Mann nicht ganz so alleine auf der Welt war, wie er vorgegeben hat, sondern durchaus Verpflichtungen seiner Herkunftsfamilie gegenüber hatte. Und auch wenn die gehaltene Distanz angesichts der Familie verständlich ist, findet Manuel Gefallen am rauhen Galicien und einigen seiner Bewohner.


    Am Tod von Manuels Mann wurde, „der Familie zuliebe“ einiges vertuscht, Manuel ist dann die meiste Zeit mit einem pensionierten Polizisten „in Ermittlungen“ unterwegs, trotzdem fühlt „Alles was ich geben will“ sich die meiste Zeit gar nicht so sehr wie ein Krimi an. Das liegt daran, dass das Hauptinteresse Manuels es nicht ist, einen Mörder zu finden oder Verbrechen der Vergangenheit aufzudecken oder ähnliches, sondern zunächst einfach nur die unbekannten Facetten seines Mannes kennen zu lernen.


    Dolores Redondo ist ein sehr rundes Buch gelungen, bei dem mir fast alle Figuren zwar nicht unbedingt sympathisch, aber glaubwürdig erscheinen. Dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit werden gut in die Geschichte integriert und obwohl es keine vordergründige Spannung gibt, war das Buch zu keiner Zeit langweilig.


    Nachdem mir schon ihre Baztan-Reihe gut gefallen hat (hierzu ist Ende 2019 ein Prequel erschienen, zu einer deutschen Ausgabe habe ich noch nichts finden können), behalte ich die Autorin mit Sicherheit im Auge.


    4ratten

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    Der Autor schreibt auch unter Jon Courtenay Grimwood (SF / Phantastik) oder Jack Grimwood (Agententhriller)


    1723-1790: “The Last Banquet” umfasst das Leben eines französischen Adeligen von seinen ersten Erinnerungen bis zu seinem Tod in der Folge der Französischen Revolution. Jean-Maries erste Erinnerung ist, wie er vor einem Misthaufen Käfer isst und dann gerettet wird und das erste Mal Roquefort-Käse zu essen bekommt. Geschmack wird das sein, um das sich für ihn in Zukunft alles dreht, er will alles probieren und Ekel gibt es für ihn nicht. Dabei ist er auch sonst an der „öffentlichen Meinung“ wenig interessiert, was ihm mehrmals eine ungewöhnliche Rolle in der französischen Politik einbringt.


    Jean-Marie wirkt vollkommen erfunden und dabei in gewisser Weise steril mit seinen Essensmanien und seinem Haustiger, wodurch ich mich frage, was denn die Absicht des Autors für dieses Buch war. Für ein Gesellschaftsbild ist Grimwoods Hauptfigur zu besonders, um beispielhaft für irgendetwas dienen zu können. Er erweckt zu wenig Gefühle in mir, um bei irgendetwas mitzufiebern. So wie Jean-Marie in erster Linie Beobachter und nicht Teilnehmender ist, beobachte ich ihn - aber nur von außen ohne tiefere Inneneinsichten.


    Das Buch wird verständlicherweise gerne mit Süskinds „Parfüm“ verglichen, beide spielen im Frankreich des 18. Jahrhunderts und handeln von Männern, die ihr Leben lang vom Geruch oder Geschmack besessen sind. Das war es für mich dann aber schon mit der Ähnlichkeit.


    „The Last Banquet“ ließ sich gut lesen und ein paar Details waren interessant, kulinarisch war es aber nicht anregend (wer braucht schon ein Rezept für Flamingozungen?) und mir fehlte eine Intention oder eine echte Entwicklung.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Da habe ich doch was für:


    Ewart Hutton - Die Guten und die Bösen


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    und die Kombination (ich hoffe das gilt)


    Jeanette Walls - Ein ungezähmtes Leben

    Christian De Metter - Dead Heart


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    und dann ist mir das hier noch eingefallen:


    James Robertson - Der Teufel und der Kirchenmann


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    The English Civil War


    1647, Lucy Wentnor kommt vom Land, um bei ihrem Onkel in London zu Leben. Nach einem Überfall durch marodierende Soldaten auf den elterlichen Bauernhof hat ihr Verlobter sein Eheversprechen ganz schnell gelöst, vor allem, da die Soldaten nicht nur Lucys Unschuld und „Ehre“ geraubt, sondern auch noch die für ihre Mitgift gedachten Kühe gestohlen haben. Nun hofft Lucy auf eine Zukunft in der Stadt. Ihre Tante heißt sie allerdings nicht sonderlich herzlich willkommen, ihr Onkel hat in den bisherigen Bürgerkriegsjahren ebenfalls sein Vermögen verloren und so will sie schnell ihren Beitrag zum Haushalt leisten. Einer der Freunde des Onkels engagiert sie, um beim Druck von politischen Pamphleten und Wochenblättern zu assistieren. Sie lernt schnell und ihr Einkommen steigt auf ein einträgliches Maß, sie interessiert sich für das politische Geschehen und zudem findet sie neue Freunde. Doch Ruhe kehrt so schnell nicht ein.


    Ich habe früher (also wirklich schon vor 20 Jahren oder so) viel von der Autorin gelesen und auch wenn die früheren Bücher häufig er im Altertum spielten, habe ich das Muster von „auf sich gestellter junger Mensch (meist, aber nicht immer weiblich), der/die ihr Leben in die Hand nimmt und sein/ihr Glück macht“ gleich wiedererkannt. Lucy ist ein sympathisches Exemplar dieser üblichen Figur, den Umgang mit ihrem Trauma finde ich zumindest für einen historischen Roman gut gelöst.


    Schwieriger fand ich den Roman sprachlich, nicht nur gibt es einige Auszüge aus damaliger politischer Propaganda und sprachlich-orthografisch nachempfundene Briefe, sondern auch generell hat sich die Autorin um eine möglichst zeitgenössische Ausdrucksweise bemüht. Lobenswert, aber dadurch war das Buch nichts, was sich so locker weglesen ließ.


    Ich habe wenig Ahnung von den politischen Wirren im England des 17. Jahrhunderts und kann deswegen nicht sagen, ob sich die Autorin immer an die Wahrheit gehalten hat, im Nachwort erwähnt sie aber einige Quellen und zumindest werden die verschiedenen Entwicklungen und politischen Strömungen dank Lucys Pressearbeit detailliert dargestellt. Wer sich für den Zeitraum interessiert und Vorkenntnisse hat dürfte vielleicht noch mehr Spaß an der Geschichte haben, auch wenn der Fokus auf Lucy liegt und den Roman dadurch von reiner Historie ein wenig in den Unterhaltungsbereich verschiebt.



    4ratten

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    Amy Flowers hat ein wenig Geld von ihrer Großmutter geerbt und möchte das nun in ihr eigenes Café investieren. Mit einer Ausbildung an einer Kochschule hat sie die passenden Vorkenntnisse und am praktischsten wäre es, wenn sie das Café übernehmen würde, in dem sie gerade als Aushilfskellnerin jobbt. Doch die Besitzerin lehnt ihr Angebot ab und ist kurz darauf tot. Während Amy die Verwirklichung ihres Café-Traums plant und zwischendurch ihre Freunde bekocht, wühlt sie in der Vergangenheit der Toten, vielleicht findet sich dort ein Motiv, was sie von jedem Verdacht entlasten würde.


    Mir war mal wieder nach einem netten Cozy-Krimi und Kochen geht bei mir immer als Thema. Ein paar der beschriebenen Rezepte sind am Ende des Buchs versammelt und wirken tatsächlich recht nachkochbar, „Bisquits“ als Beilage sind aber in den USA wohl so verbreitet, dass es dazu kein Rezept gibt, ich musste erst mal googlen, kann denen aber von der Beschreibung her nichts abgewinnen. (Pikante Brioche-Brötchen, die man zu gefühlt allem isst?)

    Vom Essen abgesehen bleibt einiges im Hintergrund der Hauptfigur etwas flach, die sogar prominent auf dem Cover befindlichen Haustiere (Hund UND Katze) der Protagonistin wirken auf mich vollkommen wie „gehört dazu“-Material, spielen aber sonst keine Rolle. (Geht sie eigentlich wenigstens einmal mit dem Hund spazieren?). Die sich unabdingbar anbahnende Liebesgeschichte (der Deputy, klar zu erkennen ab der ersten Begegnung) wird nur ganz leicht angedeutet, es bleibt sehr keusch, hier ist Potential für weitere Entwicklungen in den Folgebänden.


    „The Calamity Café“ ist zwar nicht besonders herausragend aus der Cozy-Crime-Szene, punktet aber mit ein paar netten Nebenfiguren und viel Essen/Kochen, es könnte durchaus sein, dass ich die Reihe noch etwas weiter lese.



    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:





    Down South Cafe Mystery Series

    1. The Calamity Café
    2. Silence of the Jams
    3. Honey-Baked Homicide
    4. Apples and Alibis