Beiträge von illy

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Es geht um eine israelische Großmutter, die in den 2000er Jahren mit ihrer Enkelin nach Warschau reist, auf der Suche nach ihrem Erbe. Sie selbst hatte bereits vor dem Krieg Polen in Richtung Palästina verlassen. Dabei hat die Großmutter aber durchaus ihre Geheimnisse, die sie ihrer Enkelin und auch dem „zufällig“ anwesenden Bekannten verschweigt. Der Holocaust ist nicht das einzige Thema, sondern es geht auch um Familiengeheimnisse und den privaten "(polnischen) Männern kann man nicht trauen"-Eindruck.


    Der Autorin gelingt es gut diese verschiedensten Aspekte der Reise nebeneinander darzustellen und letztlich zusammenzuführen,


    Die Zeichnungen sind mir ein wenig zu großflächig und wenig detailreich, um mir wirklich zu gefallen, stellen aber alles Notwendige gut dar. Die Mehrsprachigkeit wird in dieser (deutschen) Ausgabe durch verschiedene Schrifttypen für hebräische, englische und polnische Dialoge dargestellt, das finde ich gut gemacht.


    Interessant.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

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    Ismar Manneberg meldet sich freiwillig für den Einsatz an der Front. Zwar wird man „Weihnachten wieder zu Hause“ sein, aber er will zeigen, dass Juden gute und mutige Staatsbürger und Offiziere sind. Doch schon die ersten Erlebnisse traumatisieren ihn für immer, auch wenn das im Ersten Weltkrieg niemand hören will.


    Seinem Großneffen (? - die genauen Verwandtschaftsverhältnisse sind unklar) gehört der zweite Erzählstrang. Er findet die Fotoalben von damals und vertieft sich in Schlachtgeschichte, er vernachlässigt darüber sogar seine Arbeit, die Auswertung von Zeitungsmeldungen für eine (Geheimdienst-)Agentur. Ein unscharfes Foto, nur mit dem Wort „Spiegelkasten“ beschriftet gibt ihm Rätsel auf und nimmt ihn besonders gefangen.


    Das Buch gefiel mir nicht schlecht, aber ich weiß nicht, was es mir im Endeffekt sagen will. Das Ende war dann sehr verwirrend und seltsam: verschiedene Zeitebenen, die sich in der Wahrnehmung vermischen oder doch alles nur Illusion? Das hat mich so ratlos zurückgelassen, dass ich mich kaum für eine abschließende Bewertung entscheiden kann. Also bekommt es von mir mittelmäßige:


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich muss zugeben, dass mir die früheren schwarzhumorigen Parlabane -Bände etwas besser gefallen als sein neues „normales“ Thriller-Image. Natürliche lese ich die Serie trotzdem weiter, die Bücher sind ja immer noch gut, nur halt nicht mehr sooo gut.


    Mit „Want you gone“ hatte ich dann auch so meine Probleme, der Autor hat Parlabane und seine zweite Hauptfigur, die junge Hackerin Sam, mehrfach in Situationen geführt, aus denen ich keinen guten Ausweg mehr gesehen habe und ich habe mich oft nicht getraut weiterzulesen, weil ich nicht lesen wollte, wie sie in diesen Abgrund stürzen, die der Autor seinen Figuren bereitet hat. Irgendwann habe ich aber meine Hemmungen überwunden und mich der spannenden Geschichte geöffnet. Bei Hacker-Stories bin ich ja etwas kritischer als sonst, aber hier passte der Technik-Anteil für mich gut hinein und wirkte auch realistisch genug.


    Im Nachhinein bin ich dann doch wieder sehr zufrieden mit diesem Band und hoffe, dass Brookmyre da bald Nachschub liefert.


    4ratten

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    Es ist ein Zeitalter der Industrialisierung, nur dass diese besonders von der Ressource Äther befeuert wird. In Gilden lernen die Menschen den Umgang damit und wie man mit Äther und magischen Sprüchen der Natur seinen Willen aufzwingen und Unglaubliches erreichen kann.Das Ganze kennen wir schon vom unabhängigen Vorgänger Aether


    Hauptfigur sind Ralph, ein junger Mann, schwer an Tuberkulose erkrankt und seine Mutter Alice, die sich ehrgeizig einen Platz in der ersten Reihe der Telefon-Gilde erkämpft hat. Und natürlich Marion, das Küstenmädchen, in das Ralph sich verliebt.


    Die Handlung zieht sich mit Unterbrechungen über 20 Jahre und leider zog sie sich wirklich. Ich wurde weder mit den Figuren noch ihren Schicksalen warm und wollte eigentlich hauptsächlich endlich das Buch beenden. Die Hintergrundstimmung, der Weltaufbau gefiel mir zwar ganz gut, aber das reicht nicht, wenn mir die Personen egal sind. Wobei man „gut gefallen“ nur eingeschränkt sagen kann, denn gefallen kann es einem wohl kaum, wenn England mitten in einem Bürgerkrieg steckt und alle leiden. Aber der Weltaufbau war bei aller Düsternis stimmig. Irgendwann fiel mir dann auch die Ähnlichkeit von Äther und Uran/Plutonium auf, als Energiequelle ebenso wie als Gefahr für seine Nutzer und mir stellt sich die Frage, ob das Buch nun eine Atomkraftkritik sein soll oder der Autor die Eigenschaften nur gut nutzbar für seine Welt fand.


    Insgesamt noch


    3ratten

    John Perry, der Held der vorigen Bände hat sich mit Frau und Adoptivtochter zur Ruhe gesetzt und führt ein friedliches Leben als Verwaltungsbeamter auf irgendeinem Kolonialplaneten. Doch dann taucht sein ehemaliger Vorgesetzter auf und die drei (+ Entourage) sind kurz darauf unterwegs, um eine neue Kolonie zu leiten, deren Bewohner, das ist das besondere, von zehn verschiedenen Planeten stammen.


    In dem Moment, wo der Name der Kolonie das erste Mal erwähnt wird (Seite 32), war mir auch ohne Klappentext klar, dass etwas gewaltig schief gehen wird: Roanoke

    Die Protagonisten brauchen etwas länger, um zu merken, dass Roanoke vielleicht ein nicht zufällig gewählter Name für die zu besiedelnde Kolonie ist. Den Kolonisten wird bei Ankunft eröffnet, dass sie einen anderen als den erwarteten Planeten bekommen und außerdem jegliche Funk-Technik verboten ist, weil der Planet sonst von feindlichen Mächten ortbar wäre.


    Scalzi lese ich mittlerweile ziemlich gerne, hier gibt es sympathische Figuren und humorvolle Dialoge und obwohl seine Protagonisten (Ex-)Soldaten sind und trotz teilweise kriegerischer Handlung wirft er einen ziemlich kritischen Blick auf Kriege und vor allem die Machtspiele, die diese verursachen.


    Die ebenfalls im Buch enthaltene und nachgeschobene Erzählung Sagans Tagebuch (die eigentlich direkt nach dem Vorgänger spielt) empfand ich als langweilig und überflüssig. Auf mich wirkte sie am ehesten wie eine Fingerübung des Autors, um die Figur der Jane Sagan für sich selbst mit einem Hintergrund auszustatten und sie so in der eigentlichen Geschichte kohärenter handeln lassen zu können.


    Von diesem Teil abgesehen hatte ich viel Vergnügen an der Lektüre und freue mich auf die weiteren Bücher des Autors in meinem SUB.


    4ratten

    Eine leichte Steigerung. Die 50%-Marke scheint uns sicher. :daumen: Weiter so.


    Wie schon in den letzten Jahren gibt es monatlich zwei Dateien. Wer nur kurz wissen möchte, wie viele Listen mit wie vielen gelesenen Bücher es gibt, kann einen Blick auf die Schnellübersicht werfen, die Information ist dort wie gewohnt nach vollen und Minilisten getrennt. Alle Details können der Excel-Datei entnommen werden, wo auf einem Blatt auch die Ranglisten geführt werden. Link zur Gesamtdatei: Detail-Informationen


    Weitere Fragen, Anmerkungen und sonstiges rund um die Zahlen könnt Ihr in diesem Thread von euch geben.

    Uff, 7 Stunden illy ? Fleißig! Hoffentlich habt ihr keinen Muskelkater bekommen.

    Nun ja, ein Teil der Zeit ging auch für den "Welche dieser drei vor mir liegenden, verschiedenen Dichtungen muss ich an dieser Stelle einsetzen, wenn auf der Zeichnung alle Dichtungen gleich aussehen?"-Quiz drauf. :confused:

    Ich hätte aber nie gedacht, dass alte Spüle samt Armatur raus, Ausschnitt etwas größer sägen, neue Spüle und neue Armatur rein sooo lange dauert.


    Heute habe ich außer Brötchen holen, baden, bügeln auch schon ein wenig gelesen.


    Ich habe einen Comic aus dem SUB gezogen, dessen Cover für mich eindeutig Allerheiligen darstellte: Rutu Modan - Das Erbe


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    Es ist dann zwar Allerseelen, aber das gehört ja schließlich zusammen. Es geht um eine Großmutter, die in den 2000er Jahren mit ihrer Enkelin nach Warschau reist, auf der Suche nach ihrem Erbe. Sie selbst hatte bereits vor dem Krieg Polen in Richtung Israel/Palästina verlassen. Das Hauptthema ist allerdings etwas unpolitischer, "(polnischen) Männern kann man nicht trauen" :zwinker:

    Danke für das Kürbisrezept, klingt lecker. :daumen:


    Ich bin gestern nur im Bett noch ein wenig zum Lesen gekommen. Der Kerl hat beschlossen, dass er nicht darauf warten will, dass sein Neffe nächste Woche Zeit hat (der hat Sanitär gelernt), sondern wir selber unsere neue Spüle samt Armatur einbauen. Ich sag's mal so: gegen die Zusammenbauanleitungen sind die von IKEA höchst professionell und detailliert. :wand:


    Wir haben insgesamt rund 7 Stunden damit verbracht, aber alles ist fertig, es scheint auch dicht zu sein und sieht klasse aus. Die Energie reichte dann nur noch zum Pizza bestellen und couchen.

    Es war gestern dann doch noch trocken genug, dass wir eine Runde über den Friedhof drehen konnten. (mir fehlt hier gerade ein Kerzen/Laternen-Emoji)

    Danach gab es Nudeln mit Kürbis und Sucuk und eine Folge der 2. Staffel von Dark.


    Mein Buch (John Scalzi - Die letzte Kolonie) ist gruselwochenendpassender als gedacht, eine Spezies auf dem Planeten wird wegen großer Ähnlichkeit von den Protagonisten spontan als "Werwölfe" beschrieben.:hund:


    Der Kerl ist gerade losgefahren, sich eine Stichsäge kaufen (nein, keine Halloween-Anwandlungen :wegrenn:) und bringt Brötchen mit. Ich trinke mir noch einen zweiten Kaffee, dusche und decke dann den Frühstückstisch. :kaffee:


    MatildaDean - wie machst du deinen asiatischen Kürbis? Ich suche noch eine Inspiration für meinen Kürbis-Rest.

    Hier regnet es seit dem Mittag durchgängig. Ich wollte ja eigentlich gleich noch eine Runde über den Friedhof gehen, Allerheiligenkerzen angucken, aber bei dem Wetter bleibe ich wohl doch lieber auf der Couch und lese weiter.


    John Scalzi - Die letzte Kolonie:

    mittlerweile ist auch dem Protagonisten aufgefallen, dass Roanoke vielleicht ein nicht zufällig gewählter Name für die zu besiedelnde Kolonie ist. Den Kolonisten wurde gerade eröffnet, dass sie einen anderen als den erwarteten Planeten bekommen und außerdem jegliche Funk-Technik verboten ist, weil der Planet sonst von feindlichen Mächten ortbar wäre. Die einzigen, die das wenig stört, ist die Mennonitengruppe unter den Siedlern.

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    In einer Kleinstadt wird eine Grube mit mehreren Leichen gefunden. Lamar Hale, der ortsansässige Arzt wird zu einer ersten Begutachtung hinzugerufen. Während der Leichenfund im Hintergrund schwebt und Fremde in den Ort bringt, beschäftigt sich die Erzählung mit Lamars Alltag. Es geht um Patienten Lamars, Schüler seines Lebensgefährten Richard, Begegnungen im Diner, Lamars Kindheit als Sohn eines Science-Fiction-Autors, auch ein wenig um vielleicht übersinnliche Wahrnehmung und das alles vollkommen unaufgeregt.


    „Willnot“ ist kein Krimi, auch wenn das Buch so etikettiert ist, auch wenn es außer den Leichen noch einen weiteren Toten gibt und das FBI in der Stadt auftaucht. Stattdessen ist es eine liebevolle und detaillierte Schilderung des Kleinstadtleben eines Arztes. Ein wenig hat mich das an die Bücher Kent Harufs erinnert, auch wenn Sallis Figuren und seine Stadt ein wenig neben der Spur zu sein scheinen, etwas spröde und nicht so leicht in der Annäherung und damit nicht ganz dieses Gefühl von Wärme und Nähe erzeugen konnten, das mir bei Haruf so gefällt.


    Am Ende bleiben viele Fragen offen, aber so ist das halt, das Leben geht trotzdem weiter.


    Mir gefiel "Willnot" jedenfalls gut genug, um weitere Bücher des Autors direkt auf meine Wunschliste zu setzen.


    4ratten

    Guten Morgen.

    Eine Freundin hatte damals die ganzen "kleiner Vampir"-Bücher, die habe ich mir alle von ihr ausgeliehen. :buecherstapel:

    Ich habe gerade gebadet und gleich gibt es Frühstück. Dann ein kleiner Spaziergang, etwas Bewegung, solange es trocken ist. Ab Mittag soll es dann erst mal regnen, da gehe ich mit einem meiner Bücher auf die Couch. Allen, die in den richtigen Bundesländern wohnen, einen angenehmen Feiertag.