Beiträge von illy

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Es wird gesegelt:


    9. Lies ein Buch, in dem eine Boot oder Schifffahrt erwähnt wird -> Marsali Taylor - Death on a Shetland Isle


    Was das Knifflen angeht:


    Ich habe meine Pflichtkniffel für die erste Runde absolviert und mich dann erst mal nur auf die Runde konzentriert. Da ich ja immer mehrere Bücher parallel lese, habe ich dann wieder, während der letzten 1-2 Bücher der Runde gleichzeitig ein paar Kniffel-taugliche angefangen. Für Runde 2 werde ich es ähnlich halten.

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    Cass ist auf der Sørlandet unterwegs in ihren Shetlandischen Heimatgewässern, sie freut sich, dass Gavin ein Teilstück des aktuellen Trips mitsegeln wird. Doch als sie den neuen Offizier an Bord kennenlernt, ist sie mehr als überrascht. Ist das wirklich ihr alter Freund und Gefährte Alain, den sie glaubt, getötet zu haben? Doch warum erkennt er sie nicht? Erwartungsgemäß gibt es außer den privaten Verwicklungen noch einen Mord und Cass gerät wieder einmal ins Visier des Mörders.


    Für mich enthielt dieser Band dann doch etwas zu viel Lokalkolorit, wenn man die Gegend gar nicht kennt, sind Beschreibungen, wie man von X aus Y sieht und nach Z abbiegt in dieser Ausführlichkeit etwas, was ich dann nur noch überfliege. Für Kenner der Gegend (besonders der Insel Fetlar (61 Bewohner)) ist es aber sicher ein Pluspunkt, dass man immer weiß, wo die Handlung gerade stattfindet.

    Als besonderes Gimmick lernt man in dem Buch das Brettspiel Hnefatafl kennen.


    „Death on a Shetland Isle“ ist ein gelungener Band der Reihe der neue Richtungen für Cass‘ Zukunft andeutet und einen Abschluss mit ihrer Vergangenheit mit sich bringt.


    4ratten

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    Die Welt in der der Roman spielt wurde von außen besiedelt und in manchen Menschen fließt das Blut der alten Rasse stärker und ermöglicht ihnen Dinge, die an Magie grenzen. Hauptfigur Demane gehört dazu, der Captain der Wachmannschaft der Karawane mit der er reist (und mit dem er eine heimliche Beziehung hat) wohl ebenfalls, ihre Reflexe und auch ihr Heilvermögen sind jedenfalls übermenschlich. Das nächste Stück der Reise führt durch die „Wildeeps“ einen Dschungel, auf dem nur die Straße sicher ist, der Rest wird von seltsamen, meist tödlichen Kreaturen bevölkert und gehört nicht so ganz zu dieser Dimension. Doch ein Tier kann die Straße betreten und wird zur tödlichen Gefahr.


    Auf mich wirkt der Roman unvollständig, wie die Einleitung zu einem Epos, in der erst mal die Figuren vorgestellt werden. Leider ist das gelieferte weder originell genug (Die Entstehung der Welt erinnert an Klassiker von Marion Zimmer-Bradley oder Anne McCaffrey) noch ansprechend genug, was die Figuren angeht. Es ist eine ganz nett umgesetzte Idee, stilistisch mochte ich sein Spiel mit unterschiedlichen Sprachen, aber es reizt mich insgesamt jetzt nicht, mehr vom Autor lesen zu wollen.


    3ratten

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    Für mich ist Simenon so sehr mit Maigret und damit Frankreich (oder vielleicht noch seiner Heimat Belgien) verbunden, dass ich einige Zeit brauchte, bis ich mich mit dem amerikanischen Handlungsort dieses Romans abgefunden habe. Im Nachwort habe ich dann erfahren, dass Simenon einige Jahre in den USA gelebt hat, wodurch es etwas verständlicher wurde.


    Der Uhrmacher von Everton, Dave Galloway, ist ein zurückhaltender, kleinbürgerlicher Mann, der seinen Sohn vom Babyalter an alleine großgezogen hat. Er glaubt, dass sie beide ein unzertrennliches Team bilden, auch wenn ich schon zu Beginn das Verhältnis längst nicht so gut eingestuft hätte, wie er selbst. Einen Riss bekommt diese heile Welt als der 16jährige Sohn mit samt einer Freundin verschwindet und kurz darauf von Polizei und FBI gesucht wird.


    In Folge dessen wird Galloway von der Presse belagert und diese Kapitel fand ich zermürbend, denn er lässt sich von den Journalisten vollkommen steuern. Seine Passivität ist eigentlich die hervorstechendste Eigenschaft, man kann mit ihm machen, was man will und er redet sich ein, das es so am besten wäre und glaubt das auch noch.


    Simenon zeichnet das Bild eines schwachen Mannes, das ist gelungen, aber der Roman ist nicht der klassische Krimi, den ich eigentlich erwartet hatte und außerdem habe ich mich die meiste Zeit über das Verhalten der Figuren geärgert.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

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    Während die meisten Romane Careys in einer alternativen historischen Welt spielen, ist „Dark Currents“ ein typischer Vertreter eines Urban Fantasy Romans. Daisy, die Hauptfigur der Trilogie ist die Tochter einer kurzen Beziehung ihrer menschlichen Mutter zu einem Dämon, was dazu führt, dass sie einen Schwanz besitzt, Übersinnliches erkennt und von der Göttin Hel, die über die Unterwelt ihrer Heimatstadt herrscht, zur Vermittlerin zwischen Menschen und anderen Wesen ernannt wurde.


    Gemeinsam mit dem Werwolf-Polizisten Cody untersucht sie den Tod eines jungen College-Studenten aus der Nachbarstadt. Von denen und anderen Touristen, die gerne mal einen Blick auf die unheimlichen Bewohner der Stadt werfen, lebt der Ort und so ist eine ausgeglichen Stimmung im Ort wichtig.


    „Dark Currents“ ist kein Meisterwerk, aber ein gut gemachter paranormaler Krimi. Ja gut, einige Male bekommt Daisy sehr bequeme Hilfestellung durch mächtige Figuren, die zufällig alle ihrem Bekanntenkreis entstammen und warum ausgerechnet eine nordische Göttin die unangefochtene Chefin der übersinnlichen Hälfte der Stadt ist, wird auch nicht erklärt. Aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und das Personal war abwechslungsreich und bietet vielversprechende Perspektiven für die Folgebände. Es hat einfach Spaß gemacht, das Buch zu lesen.


    4ratten

    Das Birnenfeld von Nana Ekvtimishvili hatte ich bereits in der Onleihe gesehen und auf die Merkliste gepackt.

    Das niederländische Buch von Jaap Robben habe ich mir jetzt notiert

    Von Judith Schalansky kenne ich den "Hals der Giraffe", der mich nicht begeistert hat, ich habe kein weiteres Interesse an der Autorin

    Von Ngũgĩ wa Thiong'o hat mich "Herr der Krähen" damals sehr begeistert, "The perfect nine" ist notiert.


    Den Rest finde ich zumindest auf Anhieb nicht interessant genug.

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    Originaltitel : Ryojin Nikki (die deutsche Übersetzung ist aus der englischen Übersetzung entstanden)


    Ichiro Honda ist jemand, den man heute wohl als „Pick-Up-Artist“ bezeichnen würde, sein Interesse an einer (jungen) Frau erlischt, sobald er sie erobert hat. Nachdem eines seiner „Jagdopfer“ sich umgebracht hat, wird der Jäger zum Gejagten.


    Die Erzählstimme gehört das ganze Buch über einem „Jäger“, auch wenn diese Rolle von verschiedenen Personen eingenommen wird, eine Zeitlang ist es Honda selbst, dann ein Anwalt, der versucht herauszufinden, ob Honda zu Recht verdächtigt wird.


    Das Buch stammt bereits aus den 1960ern, ist dabei aber überhaupt nicht altmodisch, sondern ziemlich freizügig, höchstens der Technikstand verrät sein Alter. In einem Nachwort wird die Autorin mit Patricia Highsmith verglichen und auch wenn ich von der praktisch nur die Ripley-Romane kenne, kann ich das etwas nachvollziehen. Personen sind nicht klar als „böse“ abgegrenzt, sondern vielschichtig und selbst die unsympathischsten verdienen sich Anerkennung für gewisse geschickte Kniffe.


    „Schwestern der Nacht“ nimmt seine Leser:innen nicht gefühlsmäßig mit, sondern macht sie zu Beobachter:innen in einem raffinierten psychologischen Spiel mit tödlichem Ausgang. Ich habe mir weitere Bücher der Autorin auf meine Merkliste gesetzt.


    4ratten

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    Dr. Chris Rankin ist Ärztin in einer Notaufnahme und arbeitet auch als Rennbahnärztin. Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und außerdem eine Depression, Panikattacken und eine Essstörung. Zu Beginn des Buchs will sie aber nichts davon wissen und es gibt dann recht schnell einen Zeitsprung in die Zukunft, in der sie sich eingesteht, dass sie nicht gesund ist und sich in Behandlung befindet.


    Das Buch beginnt mit einer stressigen Nacht, in der ein Patient (aufgefunden auf einer Rennbahntoilette) verstirbt und sie ist die einzige, die überzeugt ist, dass er ermordet wurde. Indem sie sich im weiteren Verlauf auf das Ziel konzentriert den Mörder zu finden, gewinnt sie ihren eigenen Lebenswillen zurück.


    Ich habe das Gefühl, dass der Autor sich schon einige Mühe gegeben hat, die Erkrankung seiner Protagonistin realistisch darzustellen, bin mir aber nicht sicher, ob ein Rennbahnkrimi tatsächlich das richtige Genre dafür ist. Für einen Rennbahnkrimi fehlten mir allerdings etwas die Pferde, die waren nämlich eigentlich egal, es ging nur um die körperlichen Risiken des Sports und Sportwetten. So wirklich glücklich bin ich mit dem Buch also nicht geworden, für leichtgängige Unterhaltung zwischendurch reichen aber auch Felix Francis‘ Krimis immer noch allemal.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus: