Beiträge von Cookie

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Mein Kaffee grüßt euren! :kaffee: Und euch einen schönen Geburtstag, yanni!


    Ich habe gerade schon ein anstrengendes Telefonat hinter mich gebracht und gucke mal, was der Tag so bringt. Ich habe Cronos Cube gestern beendet (und direkt Teil 2 bei medimops bestellt :engel:).


    Jetzt habe ich nach einer Empfehlung mit The Ex Hex von Erin Sterling begonnen. Eigentlich mit Romantic Comedy überhaupt nicht mein Genre, aber bisher macht das Buch echt richtig viel Spaß. Im betrunkenen Liebeskummer-Zustand verhext Vivi (eher unwissentlich) ihren Ex und neun Jahre später treffen die beiden wieder aufeinander. Während die Story mehr so eine 1 von 10 auf der Punkteskala ist, gefallen mir die Charaktere total und es ist alles so schön gemütlich. Ich hoffe, dass ich heute zum Lesen komme.

    HoldenCaulfield ich finde es auch sehr schön, dass das Thema so vielleicht noch einmal angegangen wird, und eben nicht mit Fokus auf Jack the Ripper. Von mir aus auch bitte mehr davon.


    Ich dachte als Historikerin beim Lesen auch manches Mal, wo zur Hölle wohl diese und jene Info herkommt. Es ist schon echt Wahnsinn, wie sehr sie ins Detail gehen kann mit wenigen Quellen. Dass dann auch die Kritiken kommen, ist klar. Was dran ist, dass sie bewusst Infos z. B. aus Zeitungsartikeln weglässt – das war einer der Vorwürfe – weiß ich nicht. Aber trotzdem: Ich bin sehr beeindruckt von ihrer Recherche.


    Es gibt übrigens auch einen Podcast, ich habe allerdings noch nicht reingehört: Bad Women: The Ripper Retold.

    Wir sind nun auch durch mit unserer kleinen Leserunde zu dem Buch und ich kann mich nur anschließen: Wer nur einen Hauch Interesse an Jack the Ripper, Sozialgeschichte im 19. Jahrhundert oder auch Frauenrechten an, sollte dieses Buch lesen.


    Wir begleiten mit Rubenhold die einzelnen Frauen, die spätere Opfer des Whitechapel-Mörders werden sollen und es ist einfach so unfassbar traurig. Mitanzusehen, wie manchmal nur ein kleiner Schicksalsschlag ausreicht, um das Leben komplett aus der Bahn zu werfen, sodass sie dem Alkohol verfallen, auf der Straße leben müssen und einfach eingegrenzte Frauen werden. Und über einigen wurde der Pech-Eimer komplett ausgekippt. Es hat mir das Herz gebrochen.


    Der Fakt, der bei mir ganz besonders hängen geblieben ist: Nur eine von ihnen, Mary Kelly, arbeitete nachweislich zur Zeit des Mordes tatsächlich als Prostituierte, eine andere, Elizabeth Stride, war zumindest vorher Prostituierte gewesen. Und das finde ich deshalb so krass, weil JtR ja immer als der Prostituiertenmörder gilt. Nope, vermutlich haben die Frauen einfach nur auf den Straßen geschlafen, weil sie mittellos waren, als sie ermorden wurden.


    Das sagt halt so viel aus über das Ansehen der Frauen im 19. Jahrhundert, die aufgrund von Alkoholsucht, Scheidung, etc. nicht mehr ihrer Rolle als Frau gerecht werden konnten. Obdachlos? Prostituierte? Alkoholikerin? Alleinstehend? Es war quasi alles eins. Dass dieses Narrativ so lange überdauern kann, hat mich ziemlich schockiert.


    Ich habe nun schon Kritik gelesen, dass Rubenhold wohl sehr subjektiv an ihre Quellen ging und durchaus auch mal Dinge auslassen soll, die nicht in ihr Bild passen. Ich weiß nicht, inwiefern das stimmt. Aber wenn wir uns mal bewusst machen, dass es über diese Frauen kaum Aufzeichnungen gibt, ist natürlich klar, dass auch ein bisschen was an Spekulation dabei ist. Aber nichtsdestotrotz finde ich sehr bewundernswert, was die Autorin alles zusammengesammelt hat. So wie einen Lesebrief in einer großen Zeitung, in der eine Frau über den Alkoholkonsum ihrer Schwester berichtet – und diese Schwester wiederum ist später eine der JtR-Opfer. Oder Fotos der Kinder von Annie Chapman, auf denen zu erkennen ist, dass sie vermutlich am Fetalen Alkoholsyndrom litten, was wiederum vieles über Chapmans Leben bestätigt.


    Eine Lektüre, die noch lange nachhallen wird. Ich hoffe, dass dieses Buch noch viele Lesende findet!

    :tipp:

    yanni Oje, das ist sowas, was man eh schon nicht gebrauchen und und auf dem Weg in den Urlaub noch viel weniger. Zum Glück geht es euch allen gut!


    Ich komme endlich auch mal wieder zum Lesen und versinke gerade in "Cronos Cube" von Thekla Krausseneck. Ich befürchte, ich muss mich da langsam um Nachschub mit Teil 2 kümmern. Ich liebe diese Geschichten, die in virtuellen Welten spielen einfach sehr.

    Hier ist auch der Sommer zurück. 27 Grad sollen es wieder werden. :ohnmacht:


    Da ihr über Netflix quatscht: Wir haben gerade "Only Murders in the Building" auf Disney+ für uns entdeckt. Drei True-Crime-Fans machen einen Podcast über einen Mord bei ihnen im Apartment-Haus. Schön gemütlich und spannend!


    Ansonsten lese ich gerade "The Five. The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper" von Hallie Rubenhold (Grüße gehen raus an Anne pchallo) für eine kleine Leserunde mit einer guten Freundin. Bisher gefällt es mir wirklich sehr gut, weil man einen schönen Einblick ins viktorianische London bekommt.


    Morgen treffe ich mich mit dem Chef und wir besprechen, ab wann ich aus dem Job raus bin, daher nutze ich die Chance heute noch einmal, es mir gemütlich zu machen.

    Hallo zusammen, mir ist auch ganz herbstlich zumute und ich liebe diese Jahreszeit. Vorsorglich habe ich mich neulich schon mit Pumpkin-Spice- und Lebkuchen-Sirup für meinen Kaffee eingedeckt, mir ein paar schöne, herbstliche Kerzen bestellt und ich bin bereit, der Herbst kann kommen! :kaffee:


    Leider komme ich gerade trotz Gemütlichkeit nicht so richtig zum Lesen, weil ich immer wieder mit dem Spiel Stardew Valley und meiner Switch versacke ... Aber ich habe jetzt "Vampyrrhic" von Simon Clark begonnen und hoffe, dass mich das wieder packen kann.


    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

    Cookie: bei "Eleanor Oliphant" hatte ich auch was Lustigeres erwartet, aber gerade diese Mischung aus Tragik, Komik und Tiefgang hat mich sehr berührt, und ich fand es sehr schön gemacht, wie man mit Eleanor und nicht über sie lachen kann. Ich bin gespannt, wie es Dir am Ende gefallen wird.

    Hach, das war ja ein tolles Buch! ;(<3


    Heute hat es den ganzen Tag lang geregnet und ich hatte mich mit dem Buch in den Lesesessel verzogen. Die Geschichte muss ich jetzt erst einmal sacken lassen und würde am liebsten wieder von vorne beginnen.

    Valentine

    Die Geschichte von Deborah Feldman finde ich auch sehr spannend! Ich beobachte dich und deine Meinung dazu mal. :)


    Ich habe "Songs of a Dead Dreamer" von Thomas Ligotti erst einmal wieder zur Seite gelegt, das packt mich gerade gar nicht. Dafür hab ich gestern noch mit "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman begonnen. Gefällt mir bisher sehr, sehr gut. Erst erkannte ich viele Gemeinsamkeiten mit Eleanor, was mich echt amüsiert hat, nun wird es aber trauriger ... ich bin total gespannt, wo das noch hingeht.

    Radikale Selbstfürsorge. Jetzt! Eine feministische Perspektive von Svenja Gräfen. Mit Illustrationen von Slinga Illustration


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links



    Der Klappentext sagt:

    Der Ursprung radikaler Selbstfürsorge liegt dort, wo auch gesellschaftlicher Wandel beginnt – bei dir, bei mir, bei uns.


    Svenja Gräfen hielt Self-Care lange für egoistisch, unsolidarisch und ein falsches Versprechen der milliardenschweren Wellness-Industrie. Zeit für ein Update: Denn Selbstfürsorge ist weder Produkt noch Luxus, sondern zugänglich für jede*n und eine Basis, um auch für andere da sein zu können. In diesem Buch erzählt die Autorin von eigenen Strategien und Erfahrungen. Sie macht deutlich, warum Self-Care gerade jetzt so wichtig ist – und weshalb Selbstfürsorge und Feminismus einander nicht widersprechen, sondern zusammengehören.


    Meine Meinung:

    Da Valentine mich gebeten hatte, zu erzählen, wie es mir gefallen hat, versuche ich hier mal ein paar Gedanken zum Buch aufzuschreiben. Als sehr sensibler, introvertierter Mensch ist Selbstfürsorge kein Fremdwort für mich, um irgendwie durch den Alltag zu kommen. Aber ich bin kein Fan von Schwurbel, daher klang das Buch total super, von dem so ziemlich jede*r in meinem Umfeld gerade schwärmt. Leider, leider bin ich damit allerdings überhaupt nicht warm geworden, weshalb es mir auch schwer fällt, ein bisschen was dazu zu schreiben.


    Es liegt offensichtlich an mir, nicht an dir, Buch. Aber eins nach dem anderen:


    Svenja Gräfen versucht zu erklären, warum Selbstfürsorge zum einen gar nichts Egoistisches ist, sondern wichtig, damit gerade auch die, die sich engagieren und Dinge verändern wollen, nicht bei ihrem Aktivismus auf der Strecke bleiben. Zum anderen hat ihrer Meinung nach Selbstfürsorge wenig mit all dem Wellness zu tun, den wir so kaufen und buchen können. In den einzelnen Kapiteln geht es zum Beispiel um Sprache und Gedanken, also wie Sprache unsere Glaubenssätze formt; es geht um Grenzen und darum, dass wir sie setzen; es geht um Stress, Schlaf und Erholungspausen, um nur ein paar herauszupicken.


    Durchaus okaye und interessante Punkte, leider war mir das alles zu oberflächlich. Die Autorin erzählt hauptsächlich von ihren eigenen Erfahrungen und das war mir bei diesem Thema viel zu subjektiv. Das kam bei mir auch deshalb nicht so gut an, weil sich ihre Erfahrungen wenig mit meinen decken. Ziemlich schnell habe ich nämlich gemerkt, dass meine Notfall-Self-Care-Methoden hier ordentlich gedisst werden. Zum Beispiel: Mein geliebtes Lavendelöl, das mich persönlich seit Jahren zuverlässig durch schwierigste Zeiten begleitet, hat sogar eine eigene Illustration von Slinga bekommen und Gräfen schreibt: „Kaufte mir zur Beruhigung Lavendelöl und hasste mich selbst dafür noch ein bisschen mehr, so eine bist du jetzt, oh mein Gott, Lavendelöl.“ Na schönen Dank auch. So geht es dann weiter mit Räucherstäbchen (this Räucherhexe here is not amused) und Meditation und Yoga und ... Jedenfalls fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches zum Thema Selbstfürsorge immer wieder richtig schlecht.


    Wenn mich eine Sache durch die letzten Monate gebracht hat, ist es Yoga. Und ich wartete schon gespannt, wann das Kapitel kommt, in dem mir erklärt wird, dass auch das alles gar nicht so toll ist, wie immer alle denken. Und das kam dann auch. Ja, ich gehöre zu denen, die der Autorin ihr Bullshit-Bingo füllen, indem sie Dinge sagen wie: „Seitdem ich Yoga praktiziere, bin ich ein neuer Mensch!“ und daraufhin würde sie mir dann erzählen, dass das kulturelle und spirituelle Aneignung ist und ich das am besten noch einmal überdenken sollte. Auch wenn mir als Yoga-Praktizierende das nicht neu ist, fühlte ich mich in den Tagen nach der Lektüre echt schlecht dabei, dass ich als weiße Frau hier in meiner ruhigen Wohnung sitzen kann und anderen Kulturen diese Technik klaue. Na ja, immerhin mache es alleine zuhause und bezahle nicht noch andere weiße, privilegierte Frauen für ihre kulturelle Übergriffigkeit – ich hoffe, das macht es ein klein wenig weniger schlimm. (Das war nun etwas zynisch, aber ja, so ging es mir nach dem Lesen).


    Und auch beim Thema Meditation scheinen wir beide komplett andere Erfahrungen gemacht zu haben. Für sie ist es „keine Magie!“ (richtig!), es frustriert sie, weil sie sich mit einer „nicht erfolgreichen“ Meditation unter Druck setzt und es ihr danach mindestens genauso schlecht geht, wie vorher. Was mir fehlt: a) das muss man üben, üben, üben und b) es gibt in diesem Buch exakt null (wissenschaftlichen) Hintergrund dazu. Wie funktioniert das (also vermutlich – weil das Gehirn ist ja komplex und so)? Was macht das mit uns? Wie kann man das anfangen? Stattdessen weiß ich jetzt, dass das für sie nichts ist und sie lieber Dinge kaputt macht, damit es ihr besser geht. Völlig okay, aber dann weiß ich eben auch wieder: Dieses Buch ist anscheinend für andere Leute geschrieben, nicht für mich.


    Zwar kommt dann auch hier irgendwann der Hinweis, dass jede*r selbst herausfinden muss, was guttut und vielleicht sind das Meditationen, aber bis dahin hätte ich ehrlich gesagt wenig Lust darauf, etwas von dem vorher Besprochenen auszuprobieren.


    Was ich nun eigentlich sagen will:

    Für mich war das Buch leider absolut nix. Mir fehlten zu allen Punkten Hintergründe, so war es mehr ein Bericht darüber, was ihr hilft und was nicht, und ein paar lose Gedanken dazu. Auch das Thema Aktivismus kam mir viel zu kurz. Vielleicht ist das Buch daher ganz gut für Selbstfürsorge-Anfänger*innen geeignet? Wobei ich wiederum schade fände, dass sie nach diesem Buch viele coole Techniken, die anderen durchaus sehr gut helfen (pchallo) vermutlich gar nicht erst mit der Kneifzange anfassen würden.


    Was bleibt ist: setze Grenzen, Schlaf so viel du schlafen musst, fühle Gefühle und es ist nicht schlimm, auch mal Pause vom eigenen Aktivismus zu machen, um sich zu erholen.


    Aber die Illustrationen von Slinga sind super.

    Ich hatte ein paar freie Tage und habe mich das erste Mal seit gefühlt 100 Jahren wieder in einen Buchladen gewagt. Da hab ich dann die total schöne Ausgabe Classic Horror Tales (Canterbury Classics) aus dem Regal gefischt und dabei wohl so verzückt gequietscht, dass mir ein Buchhändler direkt zur Seite sprang und mir Songs of a Dead Dreamer and Grimscribe von Thomas Ligotti in die Hand drückte. Das solle ich unbedingt lesen, wenn ich Horror mag. Hach, da wusste ich wieder, warum ich Buchläden so vermisst habe. :flirt:

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links