Beiträge von Cookie

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Bei mir gab es in den letzten Wochen auch mal wieder Gebrauchtbuch-Nachschub:


    Kathrin Weßling – Super, und dir?

    Swetlana Alexijewitsch – Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft

    Marlen Haushofer – Die Wand

    Bastian Sick – Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Band 1-3

    Matt Haig – Ich und die Menschen

    Sebastian Fitzek – Das Paket

    Regine Schulz, Matthias Seidel – Ägypten: Die Welt der Pharaonen

    Charles Dickens – The Haunted House


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    Lykantrophin So kann man es natürlich auch machen ^^


    Ich erinnere mich noch, dass ich am Schluss fix und fertig war – obwohl ich mich stellenweise echt durchs Blütenblatt gequält hatte – und war total gerührt, von den Charakteren wieder zu "hören" in Sugars Gabe.


    So langsam bekomme ich echt Lust auf einen Re-Read ...

    Ich bin bisher auch ganz zufrieden mit meinem Lesejahr. Totale Flops hatte ich eigentlich keine dabei, was ich schon mal ziemlich super finde :)


    Highlight: Ich habe in diesem Jahr ein Mal volle Punktzahl vergeben und das war für "Der Horror der frühen Medizin. Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner" von Lindsey Fitzharris.

    Und positiv überrascht hatte mich die kleine Autobiografie von R.L. Stine: "It Came from Ohio", was im Stil der Gänsehaut-Bücher seinen Werdegang beschreibt und mich prächtig unterhalten hat.


    Flop: Waren zwei alte Bände der "Fear Street"-Reihe von R.L. Stine und zwar "Tödlicher Tratsch" und "The New Girl". Aber ich hatte auch nicht allzu viel erwartet, das sind so meine Popcorn-Bücher, wenn ich mich auf nichts anderes konzentrieren kann.

    Absolut. Ich kann mich leider bei dem Wetter kaum konzentrieren und habe dann auch weniger Lust aufs Lesen. Juni und Juli sind meistens die Monate, in denen ich am wenigsten lese.

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    Bei mir ist es "The Invention of Murder: How the Victorians Revelled in Death and Detection and Created Modern Crime" von Judith Flanders. Ich hatte auf Instagram ein Bild vom Cover gesehen und war gleich neugierig, weil das sehr nach meinem Beuteschema aussah. Ich liebe True-Crime-Geschichten und das Viktorianische Zeitalter. Von daher ist das direkt auf meine Wunschliste gewandert.

    Ich habe es immer mal wieder mit Comics und Graphic Novels versucht, aber bin damit nie so richtig warm geworden. Mir gibt es dann immer zu viel zu sehen und es überfordert mich irgendwie, mich auf Text und Bilder zu konzentrieren, ehrlich gesagt. ^^


    Ich habe ein, zwei Sherlock-Holmes Graphic Novels und einige Comics von den Ghostbusters, die ich sogar mal recht eifrig gesammelt habe, aber da stimmte auch einfach alles für mich daran, die Handlung und der Zeichenstil.

    Ja genau, der ist es. Er macht auch viele YouTube-Videos und einen Podcast zu Horror-Themen, oft mit Blick auf Religion. Er ist auch immer mal wieder in Gesprächsrunden und verteidigt aus religiöser Sicht Halloween und Co. Sehr interessant immer!


    Das Sachbuch war echt mein Highlight im letzten Jahr und ich mag seine Art zu schreiben total. Bin jetzt gespannt, wie mir dann wohl sein Roman gefallen wird ...

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    Inhalt:

    Peter Laws ist Baptistenpastor/Baptist Minister und hat ein besonderes Faible fürs Makabre. Warum Menschen – so wie er – von gruseligen und eher abstoßenden Dingen fasziniert sind, versucht er hier zu ergründen. Er macht sich auf den Weg nach Transsilvanien, trifft Händler für Serienmörder-Kuriositäten und redet mit Horrorfans und Menschen, die sich den Grusel zum Beruf gemacht haben.


    Meine Meinung:

    Geschrieben hat „The Frighteners“ Peter Laws: Horrorfan, YouTuber, Podcaster, Thriller-Autor – und Geistlicher. Und in The Frighteners fragt sich der „Sinister Minister“, warum die Gruselfreunde unter uns all das lieben, was uns eigentlich abschrecken sollte: Geistergeschichten, Vampire und Werwölfe; warum wir Filme und Bücher lieben, die uns nachts nicht schlafen lassen und woher die Faszination für den Tod, für Serienmörder und Zombies kommt.


    Und all das ergründet er nicht indem er Fachliteratur wälzt und trocken zitiert, sondern er erzählt von sich und spricht mit Leuten, die genau so ticken. Los geht es zum Beispiel mit einer Reise nach Transsilvanien, wo er mit kindlicher Begeisterung Draculas Schloss besichtigt. Er spricht mit Besitzern von Shops, die Serienmörder-Memorabilien verkaufen und macht sich auf die Jagd nach echten Werwölfen. Er erzählt auch, wie er mal von Zombies gejagt wurde und wie viel Spaß es ihm machte. Und Spaß macht das Lesen all dieser Geschichten und von mir aus hätte es noch 666 Kapitel mehr geben können. Hübsch aufgemacht ist dieses Buch ist es auch noch, da kann man nicht meckern.


    „The Frighteners“ ist kein langweiliges Sachbuch mit lediglich spannendem Thema, es ist eine sehr unterhaltsame Lektüre, bei der ich manches Mal Tränen gelacht habe (bestes Nachwort ever!). Und noch dazu habe ich wirklich viel Wissenswertes erfahren und viel gelernt. Ich bin Peter Laws sehr dankbar für dieses Buch und nachdem ich mit dem Lesen fertig bin, bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass es nur für mich geschrieben wurde. Ich kann es allen, die ebenfalls eine Vorliebe fürs Morbide, für Gruselgeschichten und Horrorfilme haben, nur sehr ans Herz legen.


    :tipp:

    Neu bei mir:

    Worldwide Gothic: A Chronicle of a Tribe von Natasha Scharf (gegen den Post-Wave-Gotik-Treffen-Blues)

    Meine Freundin, die Depression: Wie ich mich meiner Krankheit stellte und so zu mir selbst fand von Victoria van Violence

    Sühneopfer von Peter Laws


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    Ich habe früher sehr viel ausgeliehen, aber inzwischen ist mein eigener SUB zu hoch, als dass ich noch in die Bibliothek "müsste".

    Da kann ich mich nur anschließen. Gerade als Kind habe ich die Bibliothek geliebt und bin immer mit meiner Mutter hin. Aber inzwischen stresst es mich auch total, wenn ich Bücher "auf Zeit" lesen und rechtzeitig wieder zurückbringen muss. In meiner Heimatstadt kostete nur der Ausweis 1 Euro, hier in Hamburg ist die Mitgliedschaft bei den Bücherhallen so teuer, dass es sich für die paar Bücher, die ich im Jahr ausleihen würde, einfach nicht rechnet. Außerdem kollidieren die Öffnungszeiten der Bibliothek nebenan komplett mit meinen Arbeitszeiten.


    Ich liebe aber die Atmosphäre in Bibliotheken und es fehlt mir ein bisschen. Gerade in der Uni-Zeit habe ich die meiste Zeit dort verbracht und jede Minute zwischen all den Büchern sehr genossen :herz: