Beiträge von Samia

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    :winken:


    Der neue Fall für das bekannte A-Team des Erfolgsautors Arne Dahl ist als Buch angekündigt worden, welches den Leser direkt in das Herz der Finsternis, in das Reich der dunklen Netzwerke führen soll.
    Und tatsächlich wimmelt es in seinem neuen Buch nur so von Geheimnissen und pechschwarzen Schatten.
    Ein 14jähriges Mädchen, Emily verschwindet auf der Klassenfahrt spurlos. Da fällt es nicht schwer einen Zusammenhang zu 3 sich in der Gegend auf freiem Fuß befindlichen phädophilen Straftätern zu ziehen. Aber auch Emily selber, ist nicht einfach ein Teenager, ebenso wenig wie alle anderen handelnden Personen einfach irgendwie so sind wie sie sind. Hinter jedem Protagonist scheint ein fest vorgezeichneter Plan zu stehen, von dem Arne Dahl keinen Zentimeter abweicht.


    Ich selber habe noch kein Buch des Autors gelesen und bin deshalb vollkommen unvoreingenommen an die geschilderten Personenkonstellationen und Charaktere herangetreten.
    Sie wirken auf mich allesamt kühl, ohne Liebe gezeichnet und einfach streng existent. Die dezimierten, aber dennoch recht hochgestochenen Unterhaltungen der Ermittler bieten keinen Raum für persönliche Einstellungen, Überraschungen oder Individualität. Unterstrichen wird dies durch die Tatsache das im Verlaufe des Buches auch nie der Nachname weggelassen wird, stets ist die Rede von beispielsweise „Gunnar Nyberg“ oder schlicht „Nyberg“.
    Der Leser wird absichtlich auf Distanz gehalten was starke Einbußen im Lesevergnügen nach sich zieht.


    Dieses Gefühl von Abstand basiert hier jedoch nicht nur auf der eher unpersönlichen Darstellung der Personen sondern auch auf dem durchweg abgekühlten Erzählstil. Dieser ist zwar durchgehen hochgestochen und anspruchsvoll, teils auch durchsetzt mit einem einzigartigen Perspektivenwechsel, aber kaum künstlerisch bzw. literarisch ausgestaltet. So erscheint jede Schilderung sehr hektisch und schnell angerissen ohne in die Tiefe zu führen.


    Die erzählte Kriminalgeschichte an sich, ist ausgefeilt, bietet Platz für eigene Spekulationen und wird daher jeden Krimifan zufrieden stellen. Auch weißt das Buch durchaus ein philosophisches und gesellschaftskritisches Potential auf, wobei dies jedoch eher plakativ erscheint und weitgreifendere Gedanken lediglich an getippt werden.


    Fazit:
    Es handelt sich hierbei um eine vollkommen durchgearbeitete, in menschliche Abgründe führende Kriminalgeschichte. Wer jedoch sympathische Ermittler, eine warmes Klima und literarischen Reichtum bevorzugt, sollte dieses Buch lieber nicht zur Hand nehmen.

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    Samia: Die beiden Bücher sind halt völlig unterschiedlich. Welches besser ist, kann immer nur jeder für sich entscheiden. Für mich ist es eindeutig der Rothfuss - wirklich ein tolles Buch. Das Lied der Dunkelheit hat mich eher an einen Actionreißer erinnert.


    Das klingt gut :winken: sehr gut :breitgrins:
    "Das Lied der Dunkelheit" war mein... naja... erstes richtiges Fantasybuch, ansonsten habe ich nur "Die Stadt der träumenden Bücher" oder den ersten Teil von "eragon" gelesen (Harry Potter mal ausgenommen) und ich muss sagen..... es hat mich absolut von der Fantasy-Sparte überzeugt. Sollte Rothfuss literarisch nun wirklich hochwertiger und schöner zu lesen sein, habe ich wirklich was verpasst in der ganzen Zeit wo ich "klassisch" lesen wollte... :breitgrins: :rollen: