Beiträge von Avila

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich speicher die E-Books auf dem PC und habe nur ein paar immer auf dem Reader. Meistens sind das nur die ungelesenen E-Books und Bücher, bei denen ich denke, die könnten meinem Freund auch gefallen. :)


    Zur eigentlichen Frage: Ich nutze die Stadtbücherei vorrangig zum Ausleihen. Aber wenn ich mal Zeit vertrödeln muss, setze ich mich auch gerne dahin, lese in einem Buch oder dem Zeitschriftenangebot. Hin und wieder nutze ich auch Kopierer o.ä.

    Zu Studiumszeiten sah das in den Unibibliotheken anders aus. Die habe ich viel als Lernraum genutzt, vor allem da meine Seminarbibliotheken immer Präsenzbibliotheken waren und ich mich oftmals dort besser konzentrieren konnte.


    Onleihe nutze ich natürlich auch. Das ist ja immer sehr einfach und unkompliziert zu Hause. Auch wenn ich mir wünsche, dass meine Reader direkt ausleihen könnte und ich nicht den Umweg über den PC machen müsste...

    Mein Ziel, um den SUB abzubauen, ist gerade, dass jedes zweite Buch von meinem SUB sein muss. Rezensionsexemplare und Leihbücher zählen bei mir nicht zum SUB.

    Kann ich auch hier mitmachen, in dem ich versuche dieses Ziel im Challenge-Zeitraum einzuhalten oder muss ich eine bestimmte Anzahl nennen?

    Man kennt die Handlung vom Werther, weiß wie er zu Goethes Lebzeiten schon für Aufruhr gesorgt hat. Umso gespannter war ich auf ihn und habe ihn mit gewisser Skepsis angefangen, da ich mit manchen Werken von Goethe (Faust II bspw.) gar nichts anfangen kann. Aber man merkt gerade an diesen beiden Werken, dass Goethe sich doch im Laufe des Lebens sehr verändert hatte.

    So war ich überrascht von den schönen Beschreibungen, den tollen Worten, die er findet und der Klarheit der Handlung. :)

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    Klappentext:

    Kann Musik die Welt verbessern? Verhilft ein neuer Sound zu neuem Sinn? Das wohl nicht – höchstens den Musikern. Vor allem wenn es sich um fünf Außenseiter in einer gottverlassenen Kleinstadt handelt, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Aber wenn sie Musik machen, setzen sie ihre eigenen Macken unter Strom und verwandeln sie in den Sound ihrer Befreiung. Eine Tragikomödie mit mehr als einem Ende.1


    Meine Meinung:

    "Ich gegen Osborne" hat mich von Joey Goebel begeistert und als ich dann sah, dass es ein Buch von ihm mit dem Titel "Freaks" gibt, musste ich das unbedingt auch lesen! Für mich ist das Wort "Freak" eher eine Adelung als eine Beleidigung - dementsprechend begeistert war ich auch von Goebels Charakteren, auch wenn diese allesamt ein wenig überzeichnet sind. Aber gerade diese Überspitzung lässt den Leser das ein oder andere Mal sehr irritiert zurück und Vorurteile überdenken. Aber wie gesagt, die Charaktere sind teils schon wirklich ziemlich extrem. (Auch wesentlich extremer als ich das aus "Ich gegen Osborne" kenne.)

    Dementsprechend wenig Handlung findet sich in diesem Buch wieder. Dadurch dass es gerade mal knapp 200 Seiten gibt, fand ich das nicht schlimm. Dieses Buch lebt durch und von seinen Charakteren. Da ist alles andere Nebensache - für mich war es viel mehr ein Buch mit vielen skurrilen Porträts.

    Ich hab auch nochmal ein Paket bei medimops geordert. Anlass war auch ein Sachbuch-Klassiker. Die bekommt man da immer ganz gut und kann sich sogar die Auflage aussuchen. :) Und da medimops ab 10€ kostenlos versendet, musste dann natürlich noch entsprechend der Warenkorb gefüllt werden. Wahrscheinlich wird dieser Monat meinen bisherigen SUB-Abbau von diesem Jahr dann auch wieder zunichte machen. Aber was soll's?

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    Yorkshire, 1925. Agnes Sheridan kommt nach Leeds, um sich nach ihrer Krankenschwesterausbildung im Londoner Nightingale Hospital als Gemeindeschwester auszubilden. Als Gemeindeschwester betreuen die Schwestern einen festen Patentienstamm auf Hausbesuchen. Agnes' Gebiet liegt in Quarry Hill, einem der ärmlichsten Gegenden von Leeds und stößt durch ihre wohlhabende Herkunft schnell auf Ressentiments.


    In der neuen Reihe von Donna Douglas dreht sich alles um die Gemeindeschwestern aus Leeds. Doch nicht nur aus der Perspektive der Schwester wird die Geschichte erzählt, sondern auch den der Patienten. Dadurch ist die berufliche Sicht der Krankenschwester zwar genau wie wir es aus der Nightingale-Schwester-Reihe kennen, aber doch wieder auch anders. Das Setting ist durch die Hausbesuche erweitert und es dreht sich nicht nur um das Schicksal der Schwestern, sondern es wird eher ein gesellschaftliches Porträt der Menschen aus Quarry Hill gezeichnet. Insgesamt erinnert die Buchreihe also eher an die Hebammenserie "Call the Midwife".


    Die Personendarstellung ist genauso gelungen, wie bei den Nightingale-Schwestern. Die Autorin zeichnet diverse Charaktere aus den verschiedensten Schichten. Jede Person trägt ein mehr oder minder großes Geheimnis mit sich herum, welches sich im Laufe des Romans lüftet. Auch wenn bisher noch ein weiterer Band auf Englisch erschienen ist, so ist dieses Buch in sich abgeschlossen. Auch das war bei der Nightingale-Reihe nicht immer der Fall.


    Das Flair von Quarry Hill kommt gut 'rüber, aber es fehlen teilweise ein paar historische Einblicke in das Leben einer Gemeindeschwester. Hier könnte die Autorin noch ein wenig nachlegen. Aber ansonsten unterhält das Buch wieder wunderbar mit tollen Personenschicksalen!

    Zank

    Du könntest die Challenge auch alleine schaffen. ^^ Davon abgesehen sieht es gut aus mit unserem Ziel. Können bestimmt Bd schon erhöhen! Mich motiviert das auf jeden Fall meine Serien jetzt mal zu beenden.


    Bine1970

    Verstehe ich sehr. Darin liegt der Reiz von Serien!

    Mir hat der Roman gut gefallen. Er ist kein literarisches Meisterwerk, aber unterhält mit seinem flotten Erzählstil und dem schönen Setting und spannenden Familiengeheimnissen sehr gut. Den Geheimnissen kommt man immer ein wenig näher, so dass die Auflösung später nicht mehr überrascht, sondern durchaus schlüssig ist. Unter dem flotten Erzählstil leiden zwar ein wenig die Personen, da deren Ausgestaltung nicht so detalliert ist, hat der Unterhaltung an sich aber auch nicht geschadet. :)

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    Zarin Katharina die Große will ihr Russland modernisieren - vordergründig. Im aufgeklärten Europa bricht ein neues Zeitalter an und da will die Zarin mithalten, doch wirkliche Reformen folgen diesem Willen nicht, was zu immer mehr Unruhen im Land führt. Dennoch umgibt sie sich mit aufgeklärten Philosophen, um darüber zu debattieren.


    Ich habe mir von dem Buch wesentlich mehr erhofft. Die Missstände im Land werden zwar angesprochen und sind eigentlich auch zentrales Thema, aber es folgen leider gar keine wirklichen Beschreibungen davon. Es gibt keine Szene, in der beschrieben wird, wie die Gutsherrn mit ihren Leibeigenen umgehen etc. Das finde ich sehr schade. Viel mehr wird sich auf Katharina konzentriert, wie sie immer und immer wieder mal großzügig, mal debattierend, mal grausam mit den Personen aus ihrem engsten Kreis verfährt. Ganz nett, aber die Handlung bringt es nicht voran. Ähnliches gilt für den Philosophenzirkel. Auch hier entschließt man sich zwar zu aufrührerischen Handlungen, aber wirklich beschrieben werden diese auch nicht.


    Womit werden dann die ganzen Seiten gefüllt? Mit wiederkehrenden Szenen und zwei Liebesgeschichten, die aber auch eher so dahin plätschern. Die anfänglichen Widerstände der Personen hören gefühlt plötzlich auf. So ganz konnte ich die Emotionen nicht nachvollziehen, die die Charaktere geleitet haben.


    Die spannendste Person, das Ziehkind der Zarin Sonja, erleben wir auch selten aus ihrer Perspektive. Das Buch hätte einiges an Stärke gewonnen, wenn es komplett aus ihrer Sicht geschildert worden wäre. Stattdessen ist sie fast eher eine Randfigur, die immer mehr an Gewicht gewinnt. Wirklich schade, denn auch wenn Sonja keine historisch belegte Persönlichkeit ist, steckt in ihr doch viel Potenzial.


    Also, ein Buch, in dem historisch viel Potenzial steckt, das aber leider nicht genutzt wurde und so eine eher langweilige Liebesgeschichte heraus kommt mit einem kleinen historischen Kern rund um Katharina die Große. (Und die Liebesgeschichte dreht sich dabei nicht um die Zarin!)

    Ich versuche es zumindest. Aber diesen Monat war es auch leicht, weil ich einfach keine Zeit dafür hatte. ^^