Beiträge von Steffi

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich bin auch grad auf der Suche nach Büchern für meine 12-jährige Tochter (bald 13). Sie ist derzeit ganz heiß auf die Romane von Stephenie Meyer - Bis(s) zum Morgengrauen hat sie schon verschlungen. Dann stehen auch sämtliche Fear Street - Bände hoch im Kurs. Auch Sophies Welt von Jostein Gaarder hat sie interessiert.


    Gruß von Steffi

    Zitat

    Vielleicht muss man, um Bücher wie Ulysses ästimieren zu können, ein Großstadtmensch sein? Bereit, ohne Karte nachts in die City zu marschieren und in einer verrauchten Kneipe eingeklemmt zwischen zwei Zuhältern sein Bier zu kippen?


    Muss man nicht :breitgrins: Man kann einfach die Komplexität geniessen, die Kreativität und das Gefühl, dass man nicht immer alles vollständig verstehen muss, um etwas bewundern zu können, die Einmaligkeit, den Mut und die Frechheit anerkennen und das Buch als Kunstwerk betrachten, dem man auf die Spur kommen kann.


    Gruß von Steffi

    Dieses Buch ist eigentlich mein (bisheriges) Lieblingsbuch 2006 ! Gerade, dass es sich nicht um den üblichen "historische Roman"- Plot (emanzipierte Frau zieht in die weite Welt und findet die große Liebe eines verständnisvollen, schlauen Mann) handelt, gefiel mir besonders gut. Es geht hier ja hauptsächlich um Philosophie bzw. um deren Wirkung auf die Menschen und natürlich auch um die Wirkung der Aufklärung auf unsere heutige Gesellschaft. Das alles war für mich sehr gut nachvollziehbar. Zum ersten Mal habe ich wirklich begriffen, wie radikal Kants Gedanken und wie radikal und spannend auch das damalige Leben war.


    5ratten



    Gruß von Steffi

    Ich bin ja auch ein großer Virginia Woolf - Fan ! Ich liebe einfach alle Bücher von ihr, auch die Essays sind große Klasse ! Ein paar Romane habe ich noch auf dem SUB, aber am allerbesten gefällt mir "Zum Leuchtturm".


    Mrs. Dalloway wurde vor einigen Jahren sehr gut verfilmt, mit Vanessa Redgrave als Clarissa - durch diesen Film und dem Buch, das sich bei meinen Eltern im Bücherschrank befand, bin ich auf Virginia Woolf gekommen. Ich mag besonders die poetischen Beschreibungen und die klare Sichtweise. Auch die Naturbeschreibungen sind super !


    Gruß von Steffi

    Hallo Thomas,


    ich habe das Buch auch erst kürzlich gelesen und hatte mir mehr davon versprochen. Wie du schon schreibst, es zieht sich an manchen Stellen unheimlich in die Länge und nur der einigermaßen gute Stil und manche wirklich hervorragende Passagen konnten mich bei der Stange halten.


    Gruß von Steffi

    Da ich gerade diesen thread entdeckt habe, muss ich mich einfach melden: die Brautprinzessin ist eines meiner Lieblingsbücher !


    Nicht nur weil es immer wieder spannende Situationen gibt, in denen man denkt, "wie kommt er da wieder raus ?", man sich wünscht, dem Held mal richtig durchzuschütteln oder Humperdinck mal eins auf die Nuss zu geben, sondern mir gefällt vor allem, wie Goldmann mit seinen Lesern spielt. Die wunderschöne Heldin ist strohdumm, die bösen Buben entpuppen sich als Sympathen (okay, nicht Humperdinck) und der Held ?? Nun ja, etwas einfältig, würde ich sagen. Insgesamt werden alle Erwartungen der Leser vordergründig nicht erfüllt, wenn man sich aber auf das Ganze einlässt, wird deutlich, in welchem Maße Autoren mit ihren Lesern spielen können - nur, hier merkt man es auch. Das geschieht aber auf so eine ironische Weise, das es richtig Spass macht. Ich lese es immer wieder gerne !


    Gruß von Steffi

    Hallo Jona !


    Ich habe das Buch inzwischen gelesen - es ist wirklich sehr gut, fesselnd, spannend und der historische Anteil kommt nicht zu kurz. Ich wusste z.B. über Cromwell fast nichts. Ich habe es meiner Tochter schon wärmstens empfohlen, sie liest aber gerade (wieder) Harry Potter.


    Gruß von Steffi

    sandhofer schrieb:

    Zitat

    Also ist mehr als Ideologie drin (oder allenfalls eine auch heute noch gültige Ideologie).


    Tja, ich finde es sehr schwer, Virginia Woolf auf eine Ideologie festzulegen. Eigentlich beschreibt sie in ihren Romanen, zumindest in denen, die ich gelesen habe (Mrs. Dalloway, Die Fahrt hinaus, Zum Leuchtturm, Die Jahre, Wellen) imemr bestimmte Themen. Oft haben diese Themen mit der Zeit, mit der Einordnung des Individuums in derselben und mit dem Verhältnis Individuum-Gesellschaft zu tun. natürlich greift sie auch Aspekte ihrer Zeit und ihrer Persönlichkeit stark auf, z.B. Krieg, Wirklichkeitswahrnehmung, Frauenwahlrecht. Man darf nicht vergessen, dass z.B. damals Frauen in England zuerst gar nicht dann ab 40 Jahren wählen durften oder Frauen keine Berufe erlernten, kaum eine hinreichende Schulausbildung erhielten usw. Dass sich dies bei einer intelligenten Frau in deren Romanen niederschlägt finde ich ganz natürlich, eher das Gegenteil fände ich befremdlich.


    Was mich aber besonders für Virgina Woolf einnimmt, ist der wunderbare Stil, die punktgenau gesetzten Metaphern, das Aussprechen intimer Gedanken mit einer verblüffenden Präzision, das Zusammenfließen von Sehen und Fühlen in den immer wiederkehrenden Naturbildern. Schwieriger dann die experimentellen Phasen, verkürzte intellektuelle Spielchen, die sie mit ihren Lesern treibt, aufblitzende Gedankengänge, denen manchmal schwer zu folgen ist.


    Dieser Stil insgesamt trägt sicher dazu bei, dass es zu einem "Ganz - oder-Garnicht" kommt.


    Ich finde es sehr schade, Bettina, dass dir Orlando nicht gefallen hat. Bisher kenne ich es auch noch nicht, aber es liegt schon auf meinem SUB, daher kann ich auch nicht beurteilen, ob es Woolf-typisch ist.


    Gruß von Steffi

    Hallo !


    Ich würde sagen, seine Biografien sind fundiert und gut recherchiert. Aber ich finde sie trotzdem langweilig und trocken ! Sein Frauenbild in Maria Stuart - naja ... nicht gerade sehr schmeichelhaft, mir scheint er war ein ziemlicher Chauvinist.


    Von seinen Erzählungen habe ich bisher keine gelesen.


    Gruß von Steffi

    Ich kenne auch nur eines davon:
    T. H. WHITE Schloss Malplaquet oder Lilliput im Exil.


    Meiner Erinnerung nach ist das aber ein ironischer Seitenhieb auf Swifts Gullivers Reisen (nicht die Kinderfassung !) und nicht unbedingt ab 10 Jahren zu empfehlen. Ansonsten gefällt mir die Aufmachung auch sehr gut - besser als SZ und Geolino


    Gruß von Steffi

    Ja, es sind wirklich schöne Titel. Den tätowierten Hund habe ich gekauft (unser Exemplar war schon total zerfleddert) und auch Potilla. Einige werden noch an Ostern folgen ! Die Geolino-Reihe habe ich mir gestern im Buchladen angesehn. Da sind doch schon wieder kindgerechte Kürzungen dabei, oder ? Das Robinson Crusoe-TB in englisch hat zumindest gut 130 Seiten mehr. Wie ich diese Kürzungen hasse ! Als ob sich die Autoren nichts beim Schreiben gedacht haben. Moby Dick für Kinder - dass ich nicht lache ! Und leider lesen die dann nie die "richtigen" Versionen. Schade !


    Gruß von Steffi

    Hallo Jona,


    "gruselig" - das wird sie bestimmt begeistern ! Ich glaube, das könnte genau richtig sein ! Und ... klar, ich lese es auf jeden Fall auch :breitgrins:
    Jetzt freu ich mich schon richtig drauf, danke !



    Gruß von Steffi

    Danke, Jona !
    Das Buch wurde am Sonntag im KiKa vorgestellt, aber es gab keine Altersangabe dazu. Meine Tochter wird 11, liest gerade Herr der Diebe und hat bisher noch keinen historischen Roman gelesen. Meinst du, das Buch wäre als "Einstieg" geeignet ?


    Gruß von Steffi

    Hallo zusammen !


    Zitat

    Sie transportieren moderne Vorstellungen und Fragen in ein tatsächlich erfundenes "Mittelalter", das sich aus den Vorstellungen der Zigarrensammelbildchen des frühen 20. Jhs. speist.


    Genau das ist es, was mich an den historischen Romanen auch nervt. Mich interessiert eben, was die Leute damals dachten und wussten und nicht unsere heutigen Anschauungen, geprägt durch z.B. die Aufklärung und durch Walter Scotts romantisches Mittelalter. Wenn man eine Weile schwerpunktmäßig über eine bestimmte Zeit liest, dazu noch zeitgenössische Autoren dann fallen die Unstimmigkeiten richtig ins Auge.


    Leider ist es schwer, die "guten" von den "schlechten" Büchern zu unterscheiden. Ich habe aber das Gefühl, dass es in letzter Zeit eher wieder besser geworden ist in dieser Hinsicht, oder ich habe einfach nur bei der Buchauswahl Glück gehabt.



    Gruß von Steffi

    Meine beiden Töchter (10, 7) lieben es auch, etwas vorgelesen zu bekommen.


    Wir machen das dann, wenn sie abends im Bett liegen, einfach noch 10 min. Die Ältere liest am liebsten selbst vor, dann hören wir eben zu. Die Kleine ist schon ganz heiß aufs selberlesen, aber sie geht in die erste Klasse und zu mehr als kurzen Wörtern reicht es noch nicht. Aber immerhin ... besonders schön dabei, finde ich, ist, dass ich auch mal wieder in den Genuß von schönen Kinderbüchern komme. Wann das Vorlesen einmal aufhören wird, weiß ich nicht - wir machen eben solange weiter, bis keiner mehr mag :smile:


    Am Anfang war übringens meine Ältere auch nicht so begeistert vom Lesen, dabei hat ebenfalls die Regel: du eine Seite, ich eine Seite - geholfen. Als sie dann "reif" für Harry Potter war, hat sie den 3. Band gelesen - es dauerte über ein halbes Jahr, trotz abendlichem Vorlesen als Motivationshilfe musste sie den größten Teil allein lesen... Seitdem hat sie keine Angst mehr vor dicken Büchern und ist auch schon eine kleine Leseratte geworden.


    Gruß von Steffi

    Ich habe das Buch ebenfalls vor kurzem gelesen und kann mich nur anschließen: wirklich ein fabelhaftes Buch !


    Neben den sehr guten historischen Darstellungen fand ich es auch interessant, über die Recherchearbeit des Literaturwissenschaftlers zu lesen. Da ich mich auch schon mit Biografien von Katharina de Medici und Maria Stuart beschäftigt habe, war dieser Roman ein weiteres Highlight dieser Zeit.



    Gruß von Steffi

    Hallo !


    Ich bin gerade mittendrin und es ist wirklich superspannend ! Die Spannung rührt zum Teil auch daher, dass es sehr viele Handlungsstränge gibt, auf die man sich dann immer wieder neu einlassen muss. Der einzige Wehmutstropfen - außer, dass die nächsten Teile noch nicht erschienen sind :breitgrins: - ist, dass der Plot auch ein bißchen an George RR Martin erinnert.


    Gruß von Steffi