Beiträge von Saltanah

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich bin weiterhin mit dem Plan zur Abschaffung des Dunkels beschäftigt. Es sind zwar nur noch 25 Seiten zu lesen, aber da ich es auf dänisch lese, was ja doch etwas mühselig ist, und es gegen Ende auch immer philosophischer wird, wird es noch eine Weile dauern bis ich durch bin.
    Aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall, finde ich. Ein gutes Buch, wenn man nicht nur auf gradlinig erzählte Spannung oder Unterhaltung aus ist. Das Buch erfordert einiges an Mühe und Mitdenken von Seiten der LeserInnen. Und das ist etwas, was ein richtig gutes Buch ausmacht.


    Wendy:
    also BWL würde mich wahrscheinlich auch nicht wacher machen, eher umgekehrt. :zwinker: Schlaftabletten könnten auch nicht wirksamer sein.


    Grüße an alle Nachteulen und schöne Träume den Schlafenden
    Saltanah

    Sarah-HH:
    die letzten Streiterinnen hielten voriges Mal bis 5 Uhr durch. Aber jede/R geht ins Bett, wann es ihr/ihm passt. Das hier ist kein Wettbewerb, sondern ein Vergnügen.


    Nimue:
    dein Buch klingt klasse. Das kommt sofort auf meinen SUB, wo es aber kaum lange bleiben wird.


    @alle, die sich für die Canterbuty Tales interessieren:
    auch das lese ich in einer Leserunde im Klassikerforum. Die allgemeine Meinung (und auch meine) ist: lohnende Lektüre. Guckt doch mal rein. Schön ist auch, dass es ja mehr oder weniger kurze, abgeschlossenen Geschichten sind, so dass man immer Pausen nach Bedarf einlegen kann. Ich habe eben 2 kurze Geschichten gelesen, und werde jetzt wechseln zu


    Peter Høeg: De måske egnede (deutsch Der Plan von der Abschaffung des Dunkels)
    Kurzbeschreibung
    Als er an Biehls Privatschule kommt, hat Peter schon sieben Waisenhäuser und Kinderheime hinter sich. immer öfter trifft er sich nun heimlich mit Katharina, um zu beraten: Warum haben alle Lehrer ihre Kinder von der Schule genommen? Und was hat es mit den verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf sich?


    Teil eins und zwei habe ich schon gelesen, vor allem der erste Teil hat mich total gefesselt. Alles war sehr mysteriös, eine Erklärung der Rätsel wurde in Teil zwei eher angedeutet als wirklich geliefert, und nun bin ich auf den letzten Teil gespannt.

    Zitat von "Galadriel43"

    Mein Göga ist irgendwie krank. Der macht nicht nur die Lesenacht mit, nein, der mag auch auf einmal die CD, die gerade läuft. Dabei liebt er doch Techno und Co und das hier ist wundersamer Jazz. :breitgrins:


    Wie mein Opa immer sagte: "Es geschehen noch Zeichen und Wunder."

    Mit Thomas Mann ist für heute Schluss, da ich anfing, die nicht immer kurzen Sätze mehrfach lesen zu müssen.


    Weiter geht es nun mit Chaucer's "Canterbury Tales", einer mittelalterlichen Erzählung aus dem späten 14. Jahrhundert, in der eine Pilgergruppe sich während ihrer Reise nach Canterbury gegenseitig Geschichten erzählt. Als nächstes kommt nun die Geschichte der Priorin dran. Bisher gefällt mir das Buch sehr gut, und ich denke, dass das auch weiterhin der Fall sein wird.


    Amazon schreibt kurz dazu:
    In The Canterbury Tales Chaucer created one of the great touchstones of English literature, a masterly collection of chivalric romances, moral allegories and low farce. A story-telling competition between a group of pilgrims from all walks of life is the occasion for a series of tales that range from the Knight's account of courtly love and the ebullient Wife of Bath's Arthurian legend, to the ribald anecdotes of the Miller and the Cook.

    Zur Zeit begeistert mich mein Buch richtig. Mit den ersten Kapiteln habe ich mich schwer getan; angefangen mit dem Buch hatte ich schon vor einer guten Woche, und war kaum vorwärts gekommen. Aber nun ist schon seit einigen Kapiteln von (klassischer) Musik die Rede, und ich lese fasziniert weiter. Komisch eigentlich, dass Geschriebenes über Musik so toll sein kann; das habe ich allerdings schon mehrfach bemerkt, es liegt also nicht (nur) an Thomas Mann.
    Außerdem regt so was natürlich zum Musikhören an. Gestern abend las ich von Beethovens Klaviersonate c-moll, Opus 111, sprang zum CD-Regal und hörte mir die Sonate mehrmals hintereinander an. Großartige Musik! (Ihr versteht, ich mag Klassik.)


    Gerade zieht mein Pfefferminztee, und dann geht's weiter.

    So, die Pizza war wie immer sehr lecker; jetzt kann's, gestärkt und mit neuer Energie versehen, richtig losgehen.


    Sandra: Walters' Eishaus fand ich hervorragend. Ich hoffe, dir gefällt es ebenso gut wie mir. Gute Lesenachtswahl!


    @ Wendy: Die Lloyd-Alexander-Serie gefiel mir gut.


    @ Jaqui: Die geheimnisvolle Flamme habe ich letzten Monat gelesen. Bis Kapitel 9 fand ich es großartig, danach nur noch langweilig, stilistisch aber durchgängig gut. Durchwachsen also.


    Und denkt dran: Wer am längsten durchhält, gewinnt ein Lesezeichen! (mit Widmung von Nimue, oder? :zwinker: )


    Viel Spaß euch allen,
    Saltanah

    Moin, Moin!


    Ich werde jetzt erst mal in der Pizzeria vorbeigehen und mir meine Lieblingspizza holen, und dann geht es mit meinem Leserundenbuch im Klassikerforum weiter:
    Thomas Mann: Doktor Faustus


    Kurzbeschreibung von Amazon:
    Den Gedanken der fiktiven Romanbiographie eines Komponisten als moderne Variante der alten Faust-Sage fixierte Thomas Mann bereits 1904 in einem Notizbuch: »Figur des syphilitischen Künstlers: als Dr. Faust und dem Teufel Verschriebener. Das Gift wirkt als Rausch, Stimulans, Inspiration; er darf in entzückter Begeisterung geniale, wunderbare Werke schaffen, der Teufel führt ihm die Hand. Schließlich aber holt ihn der Teufel: Paralyse.«
    Nahezu vierzig Jahre später, im amerikanischen Exil, am 23. Mai 1943, begann er schließlich mit der Niederschrift - zu einem Zeitpunkt, als Europa im Krieg lag und sein literarisches Vorhaben dem Lebensgefühl allgemein entsprach: »schwer, düster, unheimlich, traurig«. Thomas Mann schrieb mit Doktor Faustus »eine sonderbare Art von übertragener Autobiographie« in einer »Montage-Technik, erregend und aus der Erregung kommend«, die die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs und der endgültige Zusammenbruch Deutschlands hervorriefen.


    Sehr lange werde ich daran wohl nicht lesen, da Manns Stil große Konzentration erfordert. Aber ich habe natürlich auch einen ganzen Stapel anderer Bücher, die danach schreien, gelesen zu werden. Ich lasse mich selbst überraschen, was später dran kommt.


    Freudiges Lesen,
    Saltanah

    Zitat von "Capesider"

    Denn meine Mutter hat mir früher immer erzählt, wie furchtbar traurig die Geschichte ist, und immer, wenn ich das Buch im Laden sehe und es mitnehmen will, denke ich: "Ne, sowas Trauriges willst Du im Moment nicht lesen"! Aber in meine Sammlung muss es auf jeden Fall noch!! :zwinker:


    Lies es auf jeden Fall! Du hast zwar recht damit, dass es teilweise furchtbar traurig ist (an einer Stelle kommen mir heute noch jedesmal die Tränen), aber gleichzeitig auch voller Hoffnung, Liebe, Angst, Hass, Freundschaft, Kampf, Glück, usw., und gerade diese Mischung von starken Gefühlen macht es so unglaublich gut. Ich halte es mit Abstand für Astrid Lindgrens bestes Buch, und für eines der besten Kinderbücher überhaupt.


    Lesen, lesen, lesen empfiehlt
    Saltanah

    Ich habe Christine Nöstlinger als Kind leider gerade so verpasst. Meine kleine Schwester bekam den "Gurkenkönig" zum Geburtstag und hat ihn mit Begeisterung verschlungen. Und ich übrigens auch. Als Erwachsene habe ich dann das eine oder andere Buch von ihr aus der Bibliothek ausgeliehen. Besonders gut und mit Vergnügen erinnere ich mich an Gretchen Sackmeier und dessen Fortsetzung.
    Übrigens bekam Christine Nöstlinger 2003 verdientermaßen den Astrid Lindgren Gedächtnispreis.


    Grüße,
    Saltanah

    In meiner Jugend habe ich Jenseits von Eden wie auch (fast) alles andere von Steinbeck verschlungen. Ob die Bücher mir jetzt immer noch so gut gefallen würden, weiß ich nicht; dennoch würde ich sie alle empfehlen. Die Straße der Ölsardinen fand ich übrigens besonders gut, ebenfalls Das Tal des Himmels, Früchte des Zorns, Der fremde Gott und Stürmische Ernte.


    Saltanah

    Leider kannt ihr wohl meine LieblingscomiczeichnerInnen nicht, da sie alle aus Schweden kommen, und, so weit ich weiß, nicht übersetzt sind.
    Einige Informationen und Beispiele ihres Werks könnt ihr in der Comiclopedia finden, einem Comiclexikon, das ich heute abend im Netz entdeckt habe.


    Guckt euch doch mal folgendes an:
    Cecilia Torudds "Einsame Mama"
    (Übersetzung: "Krümel" - "Ich werde wahnsinnig" - "Was machst du denn? - Müttergymnastik")


    Jan Romare
    ebenfalls von Jan Romare: Pyton


    und für die Elchjäger unter euch: Lars Mortimer,
    dessen Hälge :elch: eine englische Homepage hat.


    Die Werke aller drei sind ursprünglich als Tagesstrips in schwedischen Zeitungen erschienen und wurden sehr schnell wahnsinnig populär.


    Ansonsten mag ich Will Eisners "graphic novels" und manche seiner "Spirits", die aber sehr unterschiedlicher Qualität sind.


    Art Spiegelmans "Maus" wurde ja schon genannt.


    Und dann habe ich noch einiges aus der Bibliothek ausgeliehen, wovon ich leider die Namen vergessen habe. Sollte mir was einfallen, sage ich natürlich Bescheid. Es gibt auch bei Comics eine große Palette an Stilen, Qualität, Themen, usw. und es lohnt sich meiner Meinung wirklich, sich da öfter mal auf Entdeckungsreise zu begeben.


    Grüße,
    Saltanah

    Ich habe nur einige Wallanders gelesen, und kann von daher nicht mit abstimmen.
    Eigentlich schreibe ich hier nur, um :klatschen:Sven mal ganz gewaltig zu loben! :klatschen:


    Weil er nämlich die Originaltitel mit aufgeschrieben hat! Ich war nämlich beim Studieren der Abstimmungsliste schon am Rätseln, welches Buch denn "Mittsommermord" sein könnte. Während die anderen Titel ja wörtlich übersetzt sind, heißt der Mittsommermord eigentlich "Ein Schritt dahinter".


    Daher nochmals: Klasse, Sven! :blume:


    Ach ja, von den gelesen hat mir die Brandmauer am besten gefallen.


    Grüße,
    Saltanah

    Zitat von "groovedoc"

    @ Saltanah
    Ich für meinen Teil habe manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich meinen Stapel seh. "Du mußt viel mehr lesen!" sage ich mir dann. Ich hoffe für dich, dass das bei dir nicht so ist. Du müßtest ein riesig schlechtes Gewissen haben. :entsetzt:


    Nöö, schlechtes Gewissen habe ich deshalb wirklich nicht, zum Glück, denn ein 10 mal so schlechtes Gewissen wie du zu haben, wäre wohl eher unerquicklich. Andere hängen sich viel mehr Klamotten in die Kleiderschränke, als sie jemals anziehen können, ich stelle mir dafür überreichlich Bücher ins Regal.
    Wie mein Opa immer sagte: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen."


    Meine Antwort auf deinen SUB war auch mehr als Trost gemeint, so in der Richtung "es könnte ja noch viel schlimmer sein", aber wohl nicht so gut ausgedrückt. Sorry.


    Grüße,
    Saltanah
    Jedenfalls viel Erfolg beim SUB-Abbau, und berichte uns, wie es dir gelingt!

    Zitat von "Sandra"

    Da haben die Helden klangvolle Namen wie Roran, Garrow, Eragon und Sloan, da taucht plötzlich Horst auf! :entsetzt:


    1. Also so eine Namensgebung könnte mich glatt dazu bringen, das Buch zu lesen. Gerade eben, weil er so gar nicht "passt". Extrapunkt für Originalität!


    2. Heute war ich im SF/Fantasybuchladen, und wollte nachgucken, ob Horst im Original eventuell anders heißt. Leider war das Buch auf englisch nicht da, dafür aber eine schwedische Übersetzung. Und da heißt Horst Horst. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Charakter in 2 verschiedenen Übersetzungen umbenannt, aber den selben Namen kriegen würde, gehe ich davon aus, dass er "wirklich" Horst heißt.
    Beim Blättern stieß ich übrigens auch auf eine Gertrude. Der Name fällt ja auch etwas aus dem Rahmen, oder?


    Grüße,
    Saltanah

    Gerade diese Frage stellte ich mir eben und siehe - es gibt schon einen Thread dazu.
    Etwas überrascht bin ich ja schon über eure Antworten. Ich hätte nie gedacht, dass ihr die Grenze so spät ansetzen würdet, da ja, so weit ich das überblicken kann, ein Großteil der besprochenen Bücher im Mittelalter oder noch früher spielt, eventuell auch noch im 16. und 17. Jahrhundert. Jetzt habe ich nicht alle Threads studiert, aber so auf Anhieb fällt mir nichts ein, was nach 1800, geschweige denn 1900 spielt. (Doch, da gibt's ja einen Thread zu Romanen über die kuk-Monarchie.)
    Rein gefühlsmässig würde ich die Grenze bei 1900 setzen, alles andere gehört für mich zu Zeitgeschichte.


    Zitat von "Martin"

    Für mich ist ein Roman dann ein historischer Roman, wenn er sich mit einem historischem Thema befasst, ohne bestimmte Jahreszahl. Weil Zeitgeschichte gehört auch zur Geschichte und wenn ein Roman im Vietnamkrieg spielt und sich mit dem Thema befasst, dann ist es mMn auch ein historischer Roman.


    Trotzdem bleibt da die Frage nach der Grenze, denn gestern ist ja auch schon Geschichte, und damit wären alle Romane (mit Ausnahme von SF und Fantasy) historisch. Ist ein Roman über die Wiedervereinigung wirklich historisch? Oder einer über den 11. September?


    Zitat von "Iris"


    Oder man sortiert nicht und findet trotzdem -- wie ich! :breitgrins:


    Oder man sortiert, und findet trotzdem nicht :sauer:


    Zitat von "Bluebell"

    Übrigens habe ich noch immer keine neuen Regale und daher zum ersten Mal in meinem Leben einen "echten" SUB - nämlich wirklich einen Stapel und keinen Regalboden!


    Ein Rundblick in meinem Wohnzimmer zeigt mir, dass ich zur Zeit ganze 18 SUBs besitze, plus einen SGB. Ich brauche dringend einen neuen Ivar!


    Grüße,
    Saltanah