Beiträge von Bettina

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Früher war mir sogar die Geräuschkulisse "wurscht" - ob der Fernseher brüllte, das Radio lief oder sich im Zugabteil irgendwelche Leute lautstark unterhalten haben, war mir Jacke wie Hose, ich konnte mich immer in mein Buch vertiefen. Das geht jetzt nur noch teilweise - fernsehen oder zu penetrante Unterhaltungen lenken mich mittlerweile zu viel ab.

    Das geht mir ähnlich. Es ist sehr vom Buch abhängig, ob ich Umweltgeräusche ausblenden kann. Wenn ja, kann man mich länger ansprechen ohne dass ich es mitbekomme. Wenn nein, falle ich alle paar Zeilen aus der Konzentration.

    Ich bevorzuge immer drinnen. Im Sommer reicht es mir, wenn die Balkontüre sperrangelweit offen steht. Selbst dann bleibe ich zum Lesen lieber im Raum.

    Ansonsten am liebsten irgendwie auf oder vor dem Sofa.

    Hier die neue Wochenfrage, die von Anne gestellt wird:


    Welche Cover gefallen euch? Ist das Cover bei einem Kauf wichtig oder nebensächlich? Muss das Cover zum Inhalt passen?

    1. Kann ich gar nicht so einfach beantworten. Da sind bei mir die unterschiedlichsten Favoriten im Regal, von einem Aquarell über einen Text aus 26 Wörtern, vom Holzschnitt bis zum Foto.


    2. Ein ansprechendes Cover kann zumindest beim Stöbern dafür sorgen, dass ich danach greife um den Klappentext zu lesen. Oft kenne ich Bücher aus Vorschauen, Blogbeiträgen oder so, sodass das Cover schon Nebensache ist. Aber beim Stöbern ist es schon mal so wie "oh, wie klasse sieht das aus, was ist das für ein Buch?"


    3. ist garantiert von Vorteil (man stelle sich je ein Buch von Petros Markaris, Simone Buchholz oder Frank Schätzing in einem Blümchentapetencover oder in Altrosa mit gefüllten Rosensorten à la Jane Austen vor).

    Ich schätze ja sehr die Covergestaltung vom Diogenes Verlag. Einfach weil die Gestaltung da immer so schlicht und unaufgeregt daher kommt.

    Ist mir bisher noch nicht aufgefallen, ehrlich gesagt, dass die Cover von diesem Verlag, Gemeinsamkeiten aufweisen. Muss ich mal drauf acht geben. Ob die ein Konzept haben betreffend Cover?

    Da bin ich mir ziemlich sicher. Ich habe mal ein Beispiel rausgesucht:

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Du findest mit wenigen Ausnahmen immer diese Schriftarten für Autor und Titel, den Rahmen, das Bild im oberen Teil. Ausnahmen sind die schwarz-gelbe Reihe für Krimis, die sie offenbar wiederbeleben wollen und ein paar andere (wobei nicht klar ist, ob das gesamte Design aufgefrischt wird oder was dahinter steckt - ich weiß es jedenfalls nicht). Die schwarz-gelbe Reihe ist vor allem bei den Ebooks da, wo sie die ganzen alten Cover mit den Illustrationen von Tomi Ungerer wiederbeleben. Kaum ein Verlag kriegt übergreifend so einen Wiedererkennungswert hin. Mir fällt spontan nur dtv ein, die für ihre TB früher die ganzen Titelbilder von Piatti hatten.


    Die Diogenes-Bücher finde ich persönlich abschreckend. Dieses Weiß mit dem Rahmen spricht mich absolut nicht an. Außer einer Schullektüre habe ich deshalb auch noch kein Buch des Verlags gekauft. Eine Bekannte hingegen sammelt die Bücher sogar.

    Genau das! ;)

    Wenn du das Design nicht magst, trifft das dann tatsächlich auf so ziemlich alle Titel zu.

    Das geht mir ähnlich wie dir: Mittelprächtig.


    3ratten


    Einerseits eine grundsätzlich gut geschriebene Story, ein eigentlich interessanter Fall. Andererseits ein Typ als Hauptperson, dessen Arzt erst nach einem halben Jahr merkt, dass sein Patient keine Medikamente nimmt (ich kann ich mir auch nur schwer vorstellen, dass Ehefrauen nach so einem Drama nichts davon merken). Ich mochte Salinger auch nicht sonderlich, aber ich unterstelle ein bisschen, d'Andrea hat das gemacht, damit Salinger besessen genug geschildert werden kann, um sich um das Bletterbach-Massaker kümmern zu können.


    In Sachen Hergang dreht der Autor die Schraube für meine Begriffe ein bisschen zu weit ins Grelle und Wahnsinnige (Salinger & Täter gleichermaßen), was aber verträglich ist, solange man das Buch als ein paar Stunden Hollywood-Unterhaltung haben will. Als das funktioniert es nämlich gut.

    Das spielt für mich keine Rolle. Manchmal erwischt man ja auch Bücher, die über einen längeren Zeitraum hinweg spielen und dann lege ich ein Buch umgekehrt nicht weg. Manchmal weiß ich vorab schlichtweg nicht, wann ein Buch spielt, sofern es nicht explizit im Klappentext steht.


    Manchmal ist es natürlich verlagsseitig so, dass zum Beispiel Krimis, die zu Weihnachten spielen, ausgerechnet im Herbstprogramm auftauchen. Will ich so ein Buch lesen, passt's freilich wie die Butter zum Brot ;-)

    Seit ich diesen Thread zum ersten Mal gesehen habe, überlege ich, wonach meine Bücherschränke denn eigentlich genau sortiert sind.. :/

    Man kann das Bauprinzip ja auch wechseln ;-)

    Bemerkenswert finde ich, dass ich von fast jedem Buch den Stellplatz kenne, obwohl ich wenig Struktur in den Regalen haben. Solange das für mich funktioniert, fange ich mit "alphabetisch" oder so gar nicht erst an.

    Sehr interessante Frage. Vielleicht stecken in der angekündigten Meldung mit mehr Zahlen auch mehr Hinweise darauf. Jetzt ist viel Platz für Spekulation.


    In Sachen IT/PC-Welt fällt mir dazu aus dem Bauch heraus nur ein, dass das ein ziemlich teures Pflaster zu sein scheint. Game-Entwicklung ist nicht billig. Wenn das nicht zündet, geht viel Geld verloren, weil zu wenig eingespielt wird im Verhältnis zu den Kosten.

    Verschätzt man sich da einmal zu oft bei den zu erwartenden Umsätzen, wird es teuer.


    Warum der Konzern das nicht auffangen konnte? Mmmm ...

    Und gerade sind viele Bücher auf Netgalley die gerade auch auf vorablesen verlost werden. Das gibt hinterher ja eine wahre Flut an Rezensionen. Da schlägt der Punktesammler ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Echt? Das gibt ja Fluten ;-)

    Gestern erst habe ich einen Beitrag entdeckt, in dem sich eine Bloggerin genau wegen des Massenauftretens einzelner Titel gegen Rezensionsexemplare gewehrt hat.

    Mir ist noch eingefallen: Ich steh total auf Kriminalgeschichten die im Zeitraum der Weimarer Republik und des dritten Reiches spielen. Sicher auch deshalb, weil ich hier auch ein eher wissenschaftliches Interesse an der Zeit habe und es mir hier irgendwie immer gefällt, mich auch literarisch in dieser Zeit zu befinden. Gepart mit einem guten Kriminalfall und ich bin glücklich :err:

    Volker Kutscher und Susanne Goga sei dank ;-) Es mehren sich Krimis, zu denen das passt.

    Schöne Frage!


    Bei mir sind es nautische Bücher. Damit meine ich nicht unbedingt Belletristik (die würde ich dann eher als "maritim" bezeichnen) sondern vor allem Sachbücher oder Reisebeschreibungen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es gibt da spannende Nebengenres, wie z. B. Ozeanrudern, Einhandsegeln, Schiffbrüche, Frachtschifffahrt, technische Ausrüstung, Eismeerexpeditionen, Fischfang, Kreuzfahrt etc.

    Das nenne ich wirklich ein gut gepflegtes Thema!

    Davon bekomme ich nur stückweise was mit. Mal sehe ich einen Atlas vergessener Inseln, oder ich denke, ich sollte "Das Rätsel der Sandbank" lesen etc. Aber das liegt vermutlich daran, dass ich eher ein Bergmensch denn ein Meermensch bin und zum Meer nie mehr Zuneigung hatte als das Interesse an guten Artikeln in Zeitschriften oder Zeitungen.


    Sagota   Bettina Krimis mag ich auch, wenn die Ermittlungem durchdacht sind und der Fall kniffelig. Leider findet man in den neueren Krimis eher weichgespülte Fälle und Ermittlungsergebnisse die auf Zufällen basieren. Das mag ich nicht so...oder anders gesagt, nach so einem Krimi muss wieder ein Thriller mit Psychofeeling her.;)

    Für einen Krimi gehe ich mittlerweile nur noch selten in die Buchhandlung. Ich stöbere selten bzw. gehe dann, wenn ich einen bestimmten Regalabschnitt im Auge habe bzw. wenn ich vorher etwas bestellt habe und nun abholen muss. Auf den Tischen und auf vielen Regalmetern finde ich da auch nichts mehr - speziell bei den Ketten. In meiner Vorzugsbuchhandlung sieht das oft etwas anders aus. Ich habe mittlerweile Verlage gefunden, bei denen ich wenig Angst habe, Wischiwaschi zu bekommen (es sei denn natürlich, ich will genau das haben).


    Aber Moden gab es eigentlich schon immer. Am Anfang sind die auch alle was Feines; schade ist es immer erst dann, wenn zu viele versuchen, auf den Zug aufzuspringen.

    Martin Walker mochte ich Anfangs gerne, aber bei ihm hat alles etwas mit der Résistance zu tun, was mich einfach so gar nicht interessiert. Für ein bis zwei, vielleicht drei Teile okay, aber bei jedem... und dann noch die Frauengeschichten... Nein, Bruno hat in mir keinen Leser mehr seit Grand Prix.

    Das Foto mit dem Anhänger kenne ich doch!!

    Hallo Frau Nachbarin pchallo


    Aber mal zum Walker: Die Frauengeschichten werden auch nie ein Ende nehmen :D

    Krimi. Ganz platt: Krimi.

    Eigentlich zu umfassend als Antwort, dieses Genre ...

    Doch das ging mit Kinderdetektiven los, mit Agatha Christie weiter, und dann blieb das "mein" Genre, das ich bis heute lese und nie langweilig finde.


    Detaillierter? Was bei mir immer wieder hochkommt, sind Sherlockiana und Krimiklassiker. Allerdings keinesfalls regelmäßig, vor allem Sherlockiana nicht. Trotzdem bleibe ich da immer wieder an Büchern hängen, die Holmes in Variationen einbauen, wiederauferstehen lassen etc.


    Mein Lesegeschmack hat sich über die Jahre immer wieder verändert, aber da ist das Krimigenre immer mitgekommen. Nicht zuletzt, weil es in sich alle Facetten birgt, die denkbar sind. Phantastische Elemente, Nonsens-Krimis, Satiren, historische Fälle, unterschiedliche Schreibstile, reale Einschübe, Verfolgungsjagden, Familiendramen, Liebesgeschichten, weltweite Settings ...

    Kirsten ich glaube total an die Theorie der Crombie-Überdosis!

    Wir hatten damals richtig flott weggelesen und das war am Ende zu viel. Allerdings habe ich seither nie wieder einen Crombie in die Hand genommen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Jetzt gibt es für mich einfach zu viele Alternativen, als dass ich es nochmals probieren würde. Deshalb lese ich die Walker-Krimis auch immer schön im Abstand von einem Jahr, damit mir das mit Walker nicht auch passiert. Diese Pèrigord-Dinger hätten nämlich das Zeug dazu :D

    Bei Monk von Anne Perry und auch bei der Thomas Pitt Reihe bin ich irgendwann ausgestiegen. Wobei mir Monk immer etwas besser gefallen hatte, weil die Figur etwas düsterer angelegt war. Aber nach einer bestimmten privaten Entwicklung, hat sich das einfach nicht mehr sonderlich von der Pitt Reihe abgehoben und nach und nach wurden irgendwie die Mordfälle uninteressanter für mich. Ich kann da also gar nicht genau sagen ob sie nur für mich schlechter wurden oder ob die Reihe(n) allgemein nachgelassen haben.

    Im Prinzip würde ich aber eher zu Monk noch einmal greifen als zu Pitt.

    Perry hatte ich auch eine zeitlang sehr gerne in der Hand. Ich kann heute aber wirklich nicht mehr sagen, ob ich da auf 10 Titel gekommen war. Mir waren historische Krimis irgendwann über und deshalb fiel Perry damals für mich aus. Hat sich inzwischen zwar wieder beruhigt, aber nun hat Perry den Nachteil, dass es natürlich andere Krimis gibt.