Beiträge von Jaqui

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Wenn ich nicht mehr bin von Emily Bleeker 

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    ist nur auf den ersten Blick ein Liebesroman a la PS. Ich liebe dich.


    Inhalt: Luke Richardson kehrt nach der Beerdigung seiner Frau Natalie nach Hause zurück und muss ihre drei gemeinsamen Kinder nun allein großziehen. Aber auf eines ist er nicht vorbereitet: einen blauen Umschlag mit der Handschrift seiner Frau, der auf dem Boden ihres Hauses auf ihn wartet.

    Der darin enthaltene Brief, den Natalie am ersten Tag ihrer Krebsbehandlung vor einem Jahr geschrieben hat, ist nur der erste von vielen. Luke ist überzeugt davon, dass die Briefe tatsächlich von seiner Frau stammen, aber wer bringt sie ihm? Und was hat es mit dem mysteriösen Mann auf sich, den Natalie kurz vor ihrem Tod kontaktiert hat? Entschlossen begibt sich Luke auf die Suche nach Antworten und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis.


    Meine Meinung: Ich habe lange gebraucht um das Buch zu lesen, denn es ist einfach gemütlich dahin geplätschert, aber ich wollte dennoch wissen wie es ausgeht. Und je weiter die Handlung voran schreitet, desto verwirrter und mysteriöser wird die Geschichte. Die Briefe geraten dabei zunehmend in den Hintergrund und spielen nur mehr eine Nebenrolle.

    Vieles war am Ende dann doch vorhersehbar. Vor allem wer die Briefe schickt ist schnell klar, das Warum allerdings nicht.


    Gegen Ende wurde es mir dann aber zu viel des Guten. Teilweise massiv verworren werden zwar alle Fäden aufgelöst, aber ich habe manche Lösungen eher mit einem Augenrollen quittiert, als mit echter Überraschung.

    Gelungen fand ich die Beschreibungen von Natalies Krankheit. Bei vielen Sätzen musste ich nur zustimmend nicken, kenne das ja alles von meiner Krebs-Erkrankung und wie man sich bei der Chemo wirklich fühlt. Meine Freundinnen fanden es sehr makaber, dass ausgerechnet ich so ein Buch lese. Ich verstehe zwar was sie meinen, aber ich hatte damit echt keine Probleme.


    Alles in allem ein halbwegs gutes Buch, aber es gibt bei dieser Thematik wesentlich Bessere.


    3ratten

    Ich bin gerade am überlegen ob ich die Bücher meines Vaters, die ich nach seinem Tod behalten habe, in meinem SUB aufnehmen soll. Einige klingen sehr interessant, einige wollte ich nur nicht wegschmeißen aus sentimentalen Gründen. Was meint ihr: Ja oder nein.

    Die Longlist ist erschienen:


    Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

    • Henning Ahrens: Mitgift (Klett-Cotta, August 2021)
    • Shida Bazyar: Drei Kameradinnen (Kiepenheuer & Witsch, April 2021)
    • Dietmar Dath: Gentzen oder: Betrunken aufräumen (Matthes & Seitz Berlin, August 2021)
    • Franzobel: Die Eroberung Amerikas (Paul Zsolnay, Januar 2021)
    • Georges-Arthur Goldschmidt: Der versperrte Weg (Wallstein, Juni 2021)
    • Dana Grigorcea: Die nicht sterben (Penguin, März 2021)
    • Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)
    • Dilek Güngör: Vater und ich (Verbrecher, Juli 2021)
    • Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)
    • Felicitas Hoppe: Die Nibelungen (S. Fischer, September 2021)
    • Peter Karoshi: Zu den Elefanten (Leykam, Mai 2021)
    • Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)
    • Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)
    • Gert Loschütz: Besichtigung eines Unglücks (Schöffling & Co., Juli 2021)
    • Yulia Marfutova: Der Himmel vor hundert Jahren (Rowohlt, März 2021)
    • Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein (Suhrkamp, September 2021)
    • Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)
    • Ferdinand Schmalz: Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer, Juli 2021)
    • Antje Rávik Strubel: Blaue Frau (S. Fischer, August 2021)
    • Heinz Strunk: Es ist immer so schön mit dir (Rowohlt, Juli 2021)


    Wie jedes Jahr kenne ich einige Autoren. Vorbestellt hab ich mir mal Franzobel. Da klingt das Thema sehr spannend, den Rest muss ich mir erst ansehen.

    Gestern abend habe ich das Buch beendet und die weiteren Bände landen sicher demnächst auf meinem Reader. Das Buch ist leicht und locker zu lesen und die Autorin schafft es, dass man die Menschen rund um die Jahrhundertwende förmlich vor Augen hat.

    Lisette ist meine absolute Lieblingsfigur. Wie sie sich gegen die Welt, in die sie hinein geboren wurde, auflehnt. Und obwohl sie Angst hat, dass ihre Familie sie findet und zwingt nach Hause zu gehen, geht sie entschlossen ihren Weg. Ich wünschte ich wäre auch so furchtlos.


    Mit einigen Sachen gegen Ende des Buches war ich dagegen weniger einverstanden und konnte sie nicht nachvollziehen. Gerade als Mutter hab ich mir da bei einigen Ereignissen schwer getan. Aber vielleicht war es um die Jahrhundertwende wirklich so.


    Lisettes Urenkelin Maya kommt auch immer wieder im Buch vor, wenn wir uns im Jahr 2006 befinden. Ich hoffe, dass man in den nächsten Bänden mehr über sie erfährt. Anfangs fand ich Maya ziemlich farblos und ihren Strang nicht sehr spannend. Aber je mehr ich sie begleiten durfte, desto interessanter wurde es.


    Ich freue mich schon auf Band 2 der Winterfrauen.


    4ratten

    Ich habe das Buch zur Hälfte gelesen und ich bin auch sehr angetan von der Geschichte. Es passiert wirklich nichts ultra spannendes, aber die Geschichte ist so schön, dass man einfach weiter lesen will.

    Normal lese ich keine Bücher die in dieser Zeit spielen, da mich die Jahrhundertwende im Grunde gar nicht interessiert, aber die Autorin schafft es die Figuren so lebendig zu gestalten, dass es eine Freude ist ihnen zu folgen.

    Und auch der gelegentliche Schwenk in die Gegenwart finde ich sehr faszinierend.


    Ich freue mich schon darauf die weiteren Bände zu lesen.

    Losing Earth von Nathaniel Rich

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    Inhalt: Die Klimakatastrophe, die wir jetzt erleben, hätte verhindert werden können. Vor dreißig Jahren gab es die Chance, den Planeten, oder besser gesagt die Menschheit, zu retten – doch sie wurde verspielt. Nathaniel Rich schildert in dieser Reportage, wie es zu diesem globalen Versagen kam. Der Leser folgt einer Gruppe von Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikberatern rund um den Umweltlobbyisten Rafe Pomerance und den Nasa-Forscher James Hansen, die Ende der siebziger Jahre erstmals erkennen, dass sich die Erderwärmung desaströs beschleunigt, aber auch, was dagegen zu tun ist. Beinahe alles, was wir heute darüber wissen, stammt aus dieser Zeit. Rich schildert ein Jahrzehnt erbitterter Kämpfe um Öffentlichkeit, Anerkennung, politische Maßnahmen – und wie diese 1989, kurz vor dem Durchbruch, tragisch scheitern.


    Meine Meinung: Rich erzählt im Grunde die Geschichte eines beispiellosen Menschheitsversagens. Wir stehen am Beginn einer Klimakrise, die wir als Menschheit vielleicht nicht überleben werden.

    Ende der 1970-erJahre waren sich viele Wissenschaftler schon bewusst, dass was getan werden muss. Und einige versuchten verzweifelt die Menschheit wachzurütteln. Aber sie scheiterten an der Politik, zahlreichen Lobbys und machhungrigen Menschen.

    Das Buch behandelt nicht die jetzige Situation, sondern wirklich nur die Zeit um 1975 bis 1990 herum. Als man die Krise wirklich noch abwenden hätte können. Als noch nicht die Rede von 2 Grad Celcius waren, dem Verschwinden von Inseln, Tornados, Waldbränden und Fluchtbewegungen. Als das Ganze noch am Anfang stand.

    In einem langen Epilog schildert Rich dann die Ereignisse im Schnelldurchlauf bis heute.


    Das Buch ist keine Abhandlung über den Klimawandel, sondern es werden die politischen Entscheidungen und die Entscheidungsträger in den Mittelpunkt gerückt. Hauptsächlich natürlich aus amerikanischer Sicht. Wer ein Buch lesen will, um etwas über den Klimawandel an sich zu erfahren ist hier falsch. Das Buch ist aber eine sehr spannende Ergänzung für jeden der sich mit der Thematik befasst. Es liest sich fast wie ein Krimi, nur dass es leider bittere Realität ist. In 30 Jahren werden uns unsere Kinder fragen: Habt ihr es gewusst? Habt ihr gewusst, was ihr da angerichtet habt. Und wir werden Ja sagen müssen. Denn wir haben es gewusst.


    5ratten:tipp:

    Dottie Ich habe eine Liste für mich erstellt und komme auf ca. 350 Bücher. Eine genaue Zählung ist aber schwierig, weil manche Sachen unter verschiedenen Titeln wieder aufgelegt wurden. Seine ganzen Heftromane fehlen da auch noch.

    Ich glaub es gibt wirklich keine Liste wo alle stehen.

    Wikipedia stimmt auch nicht? Da hätte ich gedacht dass alle aufgelistet sein können.

    Ich setze die nächsten Monate mal aus. Bin derzeit mit Umzug beschäftigt und komme daher kaum zum lesen.


    Ich wünsche euch aber ganz viel Spaß.

    Ich habe dieses Buch gestern beendet und ich bin echt begeistert.


    Der Autor ist selbst Arzt und hat unzählige Patienten behandelt, mit Kollegen geredet und die Onkologie, also die Krebsforschung, von Beginn an genau dokumentiert. Das Buch behandelt dabei alle Krebsarten, konzentriert sich in weiten Teilen aber auf Leukämie, Brustkrebs und Lungenkrebs.

    Immer wieder kommen Kapitel vor, wo dargestellt wird wie die Behandlungen in den 50er und 60er Jahren aussah. Als die Onkologen tatsächlich noch Giftmischer im Keller waren. Als Patienten vor Übelkeit kaum gehen konnten und die Wissenschaft schlicht und ergreifend nicht wusste warum der Krebs einmal wegbleibt und beim anderen wieder kommt. Immer wieder dachte ich: Gott sei dank lebe ich erst jetzt.

    Spannend war auch die Diskussion Tabakindustrie und Forschung. Die Tabakindustrie leugnete, dass Rauchen Krebs verursachen kann. Und das über Jahre hinweg trotz Studien die alles belegen konnten.


    Die Kapitel mit dem Brustkrebs waren für mich natürlich besonders interessant. Vor allem dann, als die Forschung drauf kam, dass der Krebs hormongesteuert sein kann. Diese Entdeckung war zum Beispiel rein zufällig.

    Aber dass die Forschung nach wie vor weiter geht erkennt man in den letzten Kapiteln. Als der Autor erklärt hat wie Wissenschaftler dem her2neu auf die Spur kamen. Das ist ebenfalls ein Bestandteil von Brustkrebs, der positiv oder negativ sein kann. Dass es das gibt entdeckte man erst in den letzten 30 Jahren. Und erst im Jahre 2000 wurde ein Medikament dagegen gefunden. Herceptin, ein Antikörper. Jeder der vorher her2neu hatte, hatte keine Chance auf ein Überleben.


    Das Mittel Kadzyla, eine Weiterentwicklung der Antikörper, wurde erst 2013 zugelassen und ist im Buch natürlich gar nicht erwähnt, da dieses schon 2011 erschien. Besagtes Kadzyla bekomme ich zum Beispiel und rettet mir wahrscheinlich das Leben.


    Auch das Kapitel über die Gene fand ich sehr interessant. Da steckt die Forschung noch komplett in den Kinderschuhen.


    Jeder der sich für das Thema Krebs interessiert, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


    5ratten:tipp:

    Ich komm schon wieder nicht zum Lesen, immer kommt was dazwischen. Dann beginne ich ein Buch, dann fesselt es mich nicht. Dann beginne ich ein anderes. Dann lese ich wieder ewig nichts.

    Wenn ich im April 1 bis 2 Bücher beende bin ich schon happy. Mit den 4 wird das nix mehr.