Beiträge von Isadora

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich finde die wissenschaftliche Beschäftigung mit Literatur sollte auch erwähnt werden!


    Wird ja manchmal so ein bisschen unter den Tisch gekehrt, v.a. weil viele Germanistik (oder auch andere einzelne Philologien) oder Komparatistik studieren um entweder in die pädagogische Richtung zu gehen oder eben das als "Berufsausbildung" für die Arbeit in Verlagen etc. genommen wird.
    Aber ganz klar, man kann natürlich auch Wissenschaftler werden (die Möglichkeiten sind halt eher rar gesät und es ist wohl für viele ein Hungerberuf, wenn man nicht gleich eine Fixanstellung an einer Uni bekommt) und ganz viele gescheite Dinge über Bücher in eigenen Bücher publizieren ;) Sowas lernt man ja auch eigentlich auf der Uni und eben nicht, wie es wirklich in einem Verlag zugeht, was ja dann in der Praxis oft keine so gute Voraussetzung ist, deswegen werden die Studenten ja auch immer fleißig erinnert möglichst viele Volontariate zu machen... Womöglich hat es dann sogar jemand, der mit der Verlagsbranche sehr vertraut ist, leichter hier Arbeit zu finden, als ein 1A-Germanistik-Student frisch von der Uni, der keine Ahnung hat, wie es im "richtigen Leben" aussieht.*


    Oder Fernseh-Büchertante werden wie Elke Heidenreich oder Thea Dorn :breitgrins:



    *Der wär dann ich *hüstel* Ich kann leider im Moment aus unitechnischen, gesundheitlichen und privaten Gründen kein Volontariat o.ä. machen und je weiter ich im Studium bin ohne Berufserfahrung, desto mehr sinken ja auch meine Chancen einen der heiß begehrten Praktikumsplätze zu ergattern... Tja, shit happens.

    ULYSSES unterscheidet sich doch im Rahmen deines Arguments nur darin von FINNEGANS WAKE, dass man in ULYSSES wenigstens noch irgendwas verstehen kann. Wenn du über ULYSSES schreibst: "Das ist so, wie wenn mir jetzt jemand jede Bewegung erzählen würde, die er heute gemacht hat. Pfff.", dann kannst du über FINNEGANS WAKE schreiben, dir würde jede Hirnzuckung der Hauptfigur vermittelt, nur dass sie eben auch als Zuckung ankommt und nicht als bekannte Wörter.


    :lachen: Wie wahr..


    Wer kann überhaupt schon von sich behaupten Finnegans Wake gelesen zu haben??? :breitgrins:


    Gleich vorweg: Ich liebe dieses Buch! Deswegen ist ein Zitat daraus ja auch in meiner Signatur. Über das Buch hinaus verbindet mich noch eine persönliche Geschichte mit diesem Werk, aber das gehört nicht so hierher, ist aber vermutlich für meine Finnegans Wake Begeisterung stark mit ausschlaggebend.


    Ich bin übrigens nicht der Meinung dass man Finnegans Wake im herkömmlichen Sinne lesen kann oder einfach mal so einen zusammenhängenden Sinn feststellen kann, wenn man sich nicht wirklich eingehend damit befasst und einen Handapparat benützt, der vermutlich so groß ist wie mein gesamter Bücherbestand. Ich hab mich natürlich noch nicht so intensiv damit auseinandergesetzt, aber ich glaube das Buch Wort für Wort aufzuarbeiten ist nur eine der Möglichkeiten es zu benützen - und damit meine ich nicht Türstopper oder so *g* Also auch Benützungsmöglichkeiten mit denen Joyce einverstanden gewesen wäre..


    Mohan hat ja ganz richtig gesagt: Das Buch besteht im Grunde aus Hirnzuckungen. Es ist ein riesiges Mischmasch aus traumartigen Sequenzen, vielen verschiedenen Sprachen, Neologismen, Assoziationen, versteckten Bedeutungen etc. Es ist meiner Meinung nach das ultimative literarische Labyrinth (und das auch noch in der Endlosschleife) - die ganze Welt in einem Buch verpackt. Nicht umsonst hat Jorge Luis Borges James Joyce geschätzt..


    Meine Erfahrungen zu Ulysses sind begrenzt, der steht zwar in meinem Regal, aber ich hab bisher nur Ausschnitte gelesen bzw. den Monolog der Molly Bloom. Der war sehr eigen, aber ich würde sagen halbwegs lesbar. FW nicht *g*


    Aber wie gesagt, für mich hat das Buch trotzdem einen ganz eigenen Wert, es ist einfach wie wenn du dem Traum einer anderen Person folgst, es hat eine unglaubliche Sprachmelodie, man kann es sozusagen wie Musik anhören, es enthält wunderschöne Wörter, es hat eine gewisse Magie, wenn man so will. Man kann darüber meditieren.. :breitgrins:


    Aber lesbar im herkömmlichen Sinn, finde ich es nicht... Und übersetzbar natürlich schon gar nicht.


    Oder was sind eure (Lese-)Erfahrungen mit FW?

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    Heute mit dem Paket angekommen! :klatschen: Nennt mich verrückt, aber ich freu mich irgendwie drüber :redface: Keine Ahnung wieso, mittelhochdeutsche Literatur entfacht bei mir normalerweise nicht so die Begeisterungsstürme, aber ein neues Buch ist ein neues Buch. :breitgrins:

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    Ich muss das zur Zeit für die Uni lesen, aber ich glaube ich gebe jetzt auf (bei S. 55) und widme mich nur mehr dem Nachwort... Es ist leider gar nicht meins und ich glaube ich widme lieber meine Zeit den Büchern, die ich WIRKLICH lesen will oder von denen ich mehr profitiere... :rollen: