Beiträge von marimirl

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Inhalt:
    Julia zieht nach einem schweren Schicksalsschlag von Frankreich zurück nach England, wo sich zurückgezogen in einem Cottage trauert. Langsam findet sie den Weg ins Leben zurück und findet dabei einiges über ihre Familie und ihre Vorahnen heraus. Diese Entdeckungsreise führt sie nicht nur zurück in den Krieg sondern auch nach Thailand.


    Meine Meinung:
    Wie immer wenn ich ein Buch von Lucina Riley lese, hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Ein weiteres Mal schreibt die Autorin davon, wie eine junge Frau einem Familiengeheimnis auf die Spur geht.


    Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von historischen Büchern, aber Lucinda Riley schafft es immer wieder, mich ein bisschen mehr davon zu überzeugen. Die Geschichte an sich spielt in der Gegenwart, es wird aber immer wieder in die Vergangenheit, in den Krieg, zurückgeblickt. Ich fand diese Rückblicke sehr interessant und sehr lebendig geschildert. Generell ist das eine der Stärke der Autorin - es wird alles sehr eindrucksvoll geschildert und ich fühlte mich sofort an den Ort des Geschehens versetzt und konnte mir alles ganz genau vorstellen.


    Mir fällt absolut nichts negatives zu dem Buch ein. Die Charaktere waren durchwegs detailliert gezeichnet, die Stimmung wurde gut wiedergegeben und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, das Buch würde sich in die Länge ziehen. Im Gegenteil - für meinen Geschmack war es viel zu schnell zu Ende.

    Ich bin mittlerweile zu einem richtigen Fan der Autorin geworden, denn bis jetzt hat mir jedes Buch ausgesprochen gut gefallen. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, obwohl es sich um ein bereits älteres Buch von Lucinda Riley handelt, das neu aufgelegt wurde.


    Wie immer haben mir die Charaktere sehr gut gefallen, ich konnte mich in jeden hineinversetzen und nachvollziehen um welche Art von Mensch es sich hier handelt. Und es gibt zum Glück nicht nur sympathische Charaktere.


    Ich habe die Geschichte überhaupt nicht als kitschig empfunden. Natürlich spielt die Liebe eine große Rolle, vor allem in der zweiten Hälfte, aber es dreht sich doch auch viel um Rosannas Gesangskarriere. Was mir sehr gut gefallen hat, war dass nicht immer alles für jeden glatt läuft (für viele natürlich im Endeffekt schon) und alles doch relativ realistisch bleibt.


    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gegen Ende wurde es so spannend, dass ich es nicht mehr weg legen konnte.


    Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin durch die Bücher der Autorin lesen.


    5ratten

    Inhalt:


    Inary, ursprünglich Schottin, lebt seit einer schwierigen Trennung in London. Der Tod ihrer Schwester und ein Streit mit ihrem besten Freund, für den sie etwas zu viel empfindet führen sie jedoch zurück in ihre Heimat. Dort versucht sie mit ihrer besonderen Gabe, die sie einst von zu Hause vertrieben hat, Frieden zu schließen.


    Meine Meinung:


    Nach einigen literarischen Enttäuschungen war ich unglaublich froh darüber, endlich wieder ein Buch zu lesen, das mich wirklich berührt.
    Von Anfang an lernt man Inary sehr gut kennen, und kann all ihre Handlungen auf eine gewisse Art verstehen und nachvollziehen. Als Leser weiß man immer, was in ihr vorgeht und was sie zu ihren Taten bewegt. Genauso lernt man ihren besten Freund Alex kennen, und mit der Zeit auch ihren Bruder. Selbst die Charaktere, die keine große Rolle spielen, sind alles so gut gezeichnet, dass ich von jedem einzelnen ein genaues Bild hatte. Mir persönlich ist das unheimlich wichtig.


    In der Inhaltsbeschreibung habe ich bereits erwähnt, dass Inary über eine besondere Gabe verfügt. Aber keine Angst, es wird nicht in Übernatürliches abgeschweift. Ihre Gabe gliedert sich sehr gut in den Rest der Handlung ein. Primär handelt Inarys Geschichte von Verlust, Freundschaft, Liebe - kurz gesagt der Suche nach dem Glück. Die Geschichte ist unglaublich berührend, was vor allem auch daher kommt, dass alles sehr realistisch ist. Ich habe mir nicht einmal gedacht, das ist jetzt aber weit hergeholt oder dass es nach einem typischen Liebesroman klingen würde.


    Am Ende des Buches war ich richtig traurig darüber, dass es nun vorbei ist. Ich habe es sehr gerne gelesen und mich dabei wohl gefühlt. Es hätte nicht mal viel passieren müssen, aber die Grundstimmung hat mir einfach sehr gut gefallen.


    5ratten

    Inhalt:


    Als kleines Kind ritzt Jules ein Inserat in einen Baum. Er sucht nach einer Haushälterin für seinen Vater. Jahre später entdeckt Lilou den Hilfeschrei und bewirbt sich. Sie wusste nicht, dass Jules Vater nicht mehr lebt und keine Haushälterin benötigt wird. Dennoch bekommt sie den Job, wodurch sich ihr Leben schlagartig ändert


    Meine Meinung:


    Prinzipiell hat mir das Buch gut gefallen, denn es hat einen gewissen Wohlfühlcharakter. Dadurch dass die Handlung in einem französischen Dorf spielt, habe ich mich gleich ein bisschen wie auf Urlaub gefühlt.


    Die Handlung an sich ist nicht besonders außergewöhnlich. Ich habe schon oft ähnliches gelesen und somit musste ich zwangsläufig Vergleiche mit anderen Büchern ziehen. Durch die schwere Krankheit von Jules bekommt alles einen bitteren Beigeschmack, doch das Gefühl blieb ein bisschen aus. Natürlich hat es mich nicht kalt gelassen, aber es hätte mich mehr berühren können. Während ich bei anderen Büchern an gewissen Stellen den Tränen nahe war, habe ich hier eher nur gedacht “och ist ja traurig”.


    Lilou ist ein etwas schwieriger Charakter. Sie ist sehr überdreht und kann doch anstrengend werden. Aber so ist sie nunmal und das wurde im Buch auch sehr gut beschrieben. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass es nicht ganz realistisch ist. Liebesroman hin oder her, eine gewisse Ernsthaftigkeit erwarte ich mir dann schon, vor allem wenn ein Teil der Geschichte doch sehr traurig ist.


    Das Grundgerüst ist gut, jedoch hätte man ein bisschen mehr Gefühl reinbringen können. Daher war es für mich ein gutes eher durchschnittliches Buch, aber leider nichts außergewöhnliches.

    Inhalt:


    In einem Ort häufen sich die Selbstmorde. Vor allem in den betroffenen Familien herrscht dadurch schlechte Stimmung und die Probleme werden immer mehr. Die Angst vor einem weiteren Tod begleitet alle ständig.


    Meine Meinung:


    Der Prolog war unglaublich spannend und hat sich sehr leicht und schnell gelesen. Ich war überzeugt davon, dass das genau mein Buch wäre und ich es sicher nicht mehr aus der Hand legen werde können. Nach dem Prolog war diese Spannung jedoch plötzlich weg. Jetzt begann der Teil, in dem man langsam an die Geschichte herangeführt wurde.


    Genau hier hat aber mein Problem mit dem Buch begonnen. Ich habe nicht hineingefunden, da waren so viele Personen und so viele Namen. Ich muss zugeben, dass ich generell sehr schlecht bin, was viele Charaktere angeht. Normalerweise legt sich das aber mit der Zeit. Diesmal leider nicht - bis zum Schluss konnte ich die Namen nicht den richtigen Personen zuordnen. Das hat es für mich zum Einen verwirrend, aber zum Anderen auch etwas langwierig gemacht. Erschwert hat das ganze, dass man keinen einzigen Charakter wirklich kennen lernt, dadurch konnte ich mich in niemanden richtig hineinversetzen. Alles wird nur angedeutet, aber es wird nie tiefer gegangen.


    Die Geschichte hat sich sehr gezogen, von Anfang an wusste man als Leser eigentlich, was Sache ist. Ich habe die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass endlich alles rauskommt….aber das hat gedauert.


    Ich habe viel mehr von dem Buch erwartet und bin doch etwas enttäuscht. Aufgrund der für mich nicht besonders gut gezeichneten Charaktere und der fehlenden Spannung kann ich leider nur 2,5 Punkte vergeben.


    2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Ihr seid ja alle so begeistert, mir hat das Ende jetzt eigentlich gar nicht gefallen. Mir war das alles zu viel hin und her, zu viele unrealistische Situationen, zu wenige Details.


    Vielleicht habe ich es überlesen, aber musste Lilou jemals die Wahrheit über den Tod des Bürgermeisters sagen?


    Dass Bruno heimlich in der Wohnung putzt, halte ich ja auch für sehr eigenartig und unrealistisch. In anderen Büchern wäre das ganz lustig, aber hier passt das meiner Meinung nach einfach nicht rein.


    Der Tod von Jules hat mich dann leider auch nicht so wirklich berührt, weil ich schon etwas genervt war. Natürlich ist es traurig, aber es war nicht überraschend. Natürlich ist es schade, dass die beiden so viel gemeinsame Zeit durch sinnloses Streiten verloren haben, aber mir hat so ein bisschen das letzte Stückchen Gefühl dabei gefehlt.

    Inhalt:
    Rachel und Patty sind Schwestern, die keine leichte Kindheit haben. Sie versuchen aber das Beste daraus zu machen. Eines Sommers treibt ein Serienmörder sein Unwesen auf dem Berg, auf dem die Mädchen immer spielen. Ihr Vater versucht als Kriminalkommissar den Täter zu finden, wodurch sich für die Schwestern einiges ändert.


    Meine Meinung:
    Während des Lesens gab es zwei Phasen für mich: die ersten 100 Seiten und den Rest. Es war sehr schwer für mich in das Buch hinein zu finden. Der Schreibstil hat mir zwar von Anfang an sehr gut gefallen, jedoch passierte einfach nichts. Zu Beginn lernt man die Schwestern kennen und erfährt einiges über ihre Kindheit. Alles wird sehr detailliert erzählt. Einerseits hat mir das gut gefallen, andererseits baute sich keinerlei Spannung auf und ich konnte immer nur ein paar Seiten auf einmal lesen, weil es dann langweilig wurde. Das Lesen an sich fand ich irgendwie angenehm, wenn man das so sagen kann. Ich wollte aber immer nur häppchenweise weiterlesen um die Atmosphäre und den Sprachstil zu genießen,nicht aber um zu erfahren, was weiter passiert. Hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, hätte ich vermutlich irgendwann aufgegeben und nie weitergelesen. So aber musste ich ja. Und gut war es.


    Nach etwa 100 Seiten wurde es endlich ein bisschen spannender und ich gewann tatsächlich richtig Gefallen an dem Buch. Vor allem wollte ich es plötzlich nicht mehr aus der Hand legen. Der angenehme, ruhige und detaillierte Schreibstil wurde beibehalten und für mich wurde endlich die richtige Balance zwischen inhaltlicher Spannung und entspannendem Schreibstil gefunden. Ich habe sogar die Danksagung teilweise gelesen, was ich sonst nie mache, weil mich interessierte, inwiefern die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Dies wurde auch tatsächlich noch erklärt.


    Die Bewertung des Buches fällt mir ein bisschen schwer. Im Nachhinein betrachtet hat es mir ausgesprochen gut gefallen, aber ich kann natürlich auch nicht außer Acht lassen, dass ich möglicherweise nie weiter gelesen hätte, wenn ich diese Rezension nicht schreiben müsste. Nachdem mir das Buch “Labor Day” sehr gut gefallen hat, und auch dieses Buch stilistisch sehr gut war, halte ich eigentlich sehr viel von der Autorin. Wären die ersten 100 Seiten nicht gewesen, würde ich wahrscheinlich volle 5 Punkte vergeben. So kann ich allerdings nur mit 4 Punkten bewerten (und nur weil mir das Buch bestimmt lange in Erinnerung bleiben wird).


    4ratten

    Genau weiß man es natürlich nie. Hoffnung gibt es sicherlich immer, aber es sieht halt nicht gut aus würde ich sagen... Aber ich glaube ich würde es etwas unrealistisch finden, wenn er plötzlich gesund wird. Denn dazu ist die Krankheit glaube ich schon zu weit fortgeschritten... :sauer:


    Unrealistisch würde ich es auch finden. Aber ich kann mich nicht erinnern, ob erwähnt wurde, wie seine Chancen stehen. Er selbst hat einmal gemeint, er hat noch 8 (?) Monate.

    Ich frage doch einen Mann nicht, ob er ein Kind möchte, wenn ich ihn erst kurz kenne und er bald sterben wird. Das ist doch...mir fällt kein passendes Wort ein. Zuerst dachte ich ja, sie möchte bei ihm einziehen. Oder aber heiraten. Aber ein Kind???


    Und jetzt ist sie auch noch wirklich schwanger. Ich bin mir sicher sein raufen sich zusammen, aber optimal ist es halt nicht. Vor allem jedes Kind weiß dass Antibiotika die Wirkung der Pille beeinträchtigen.


    Wissen wir eigentlich, wie wahrscheinlich es ist, dass Jules stirbt?