Beiträge von marimirl

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    Inhalt: Als Emily ihre Kollegin Lindsay und deren Mann tot auffindet, wird sie an ihre Vergangenheit erinnert. Lindsays Mann wurde erhängt - wie auch damals Emily's Vater...


    Meine Meinung: Es lohnt sich dran zu bleiben: Den Anfang des Buches empfand ich als etwas schleppend, nicht schlecht, aber auch nicht besonders spannend oder turbulent. Dann nach über der Hälfte des Buches nahm die Geschichte plötzlich Fahrt an. Es wurde stellenweise sehr spannend und ich musste das Buch in einem Rutsch auslesen.


    Die beiden Ermittler waren grundsätzlich sympathisch, aber für meinen Gecshmack wurden sie etwas zu oberflächlich behandelt. Ich habe nicht das Gefühl als hätte ich diese Charaktere wirklich kennen gelernt. Vielleicht ist das aber auch Absicht und man erfährt erst in den nächsten Bänden mehr. In Emily und auch in ihre Schwester konnte ich mich hingegen besser hineinfühlen.


    Den Titel des Buches finde ich etwas irreführend. Zum einen ist es nicht das Hauptthema, zum anderen erwartet man auch einfach etwas anderes dahinter.


    Für mich ein solider Krimi, der noch ausbaufähig ist. Den weiteren Bände würde ich aber jedenfalls eine Chance geben.

    3rattenund :marypipeshalbeprivatmaus:

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    Inhalt:

    Gerda trifft in jungen Jahren auf den studierten Pharmazeuten Oscar, der später das Unternehmen Beiersdorf übernehmen soll. Als Unternehmergattin trifft sie viele interessante Persönlichkeiten, darunter eine kontroverse Künstlerin, aber auch eine fleißige junge Witwe, die nahe an der Armut lebt.


    Meine Meinung:

    Es handelt sich um den Auftakt zu einer Serie. Dem Titel zufolge geht es um Frauen, in diesem Teil um Gerdas Entscheidung. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, welche Entscheidung damit gemeint ist. Ja, Gerda steht schon im Vordergrund, mit ihr die Geschichte rund im Beiersdorf, aber ich habe wirklich keine Ahnung, welche bedeutsame Entscheidung sie getroffen hat.


    Die Geschichte rund um Beiersdorf hat mir gut gefallen. Ich mag es, etwas geschichtliches zu bekannten Unternehmen zu lesen. Die Geschichte ist natürlich fiktiv, die Autorin erläutert aber im Nachwort welche Teile der Realität entsprechen. Grundsätzlich ist viel wahr - vor allem die Eckdaten, nur die Geschichte rund herum ist erfunden. Interessant fand ich auch, dass die wissenschaftliche Entwicklung der Produkte thematisiert wurde.


    Auch der Rest des Buches hat mir gut gefallen. Die drei Frauen, die sich kennen lernen (ich nehme an, jede dieser Frauen wird ein Buch bekommen) könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch verstehen sie sich gut - meistens zumindest. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, ich konnte mir alle bildlich vorstellen und auch ihre Taten passen alle perfekt zu dem Eindruck, der von ihnen vermittelt wird.

    Und dann ist da noch Oscar, der eine große Rolle spielt. Ein sehr sympathischer Mann, der trotz vieler widriger Umstände immer stark bleibt.


    Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Der historische Hintergrund wird nicht extra thematisiert, spielt aber natürlich mit. Judenhass wird immer wieder angesprochen, ebenso die Rolle der Frau, aber auch die Situation von Arbeitnehmern. Vor allem letzteres fand ich ausgesprochen spannend.


    Von Beginn an hat mich die Sprache des Buches überzeugt. Sie hat etwas besonderes leichtes ohne seicht zu sein. Sie wirkt irgendwie sehr jugendlich und frisch. Ich hatte auch das Gefühl, dass sich das im Laufe des Buches leicht verändert hat - entsprechend der Entwicklung von Gerda. Man wird älter und reifer und die Jugendlichkeit schwindet ein bisschen.


    Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, denn auch über die anderen beiden Damen würde ich gerne noch mehr erfahren.


    5ratten

    Ich bin im Moment irgendwie ständig total k.o. nach der Arbeit und habe mich gestern früh ins Bett verzogen. Eigentlich wollte ich nur noch ein paar Seiten lesen, aber dann hab ich die letzte Hälfte von "Cheer Up Love. Adventures in Depression with the Crab of Hate" von Susan Calman komplett inhaliert. Vorher musste ich immer mal wieder pausieren, weil die Geschichten mir schmerzhaft nah waren. Jetzt ist da dieses Loch, wenn man ein richtig tolles Buch zu Ende gelesen hat ... :traurig:

    Das kenne ich, also beides. Ich bin auch ständig müde und ko. Und ich falle auch oft in dieses Loch, wenn ich ein sehr gutes Buch beendet habe. Ich kann danach dann nie einschlafen. Deshalb starte ich meistens ganz schnell noch ein neues Buch, auch wenn es nur ein paar Seiten sind.

    29c. Lies ein Buch, in dem eine wissenschaftliche oder technologische Entdeckung eine Rolle spielt.

    Lena Johannson - Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung.


    Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte des Unternehmens Beiersdorf. Eine große Rolle spielt die Entwicklung des Pflasters - es gilt die passende pharmazeutische Zusammensetzung zu finden, was jedenfalls wissenschaftlich ist.


    Rezi folgt, jetzt ist es schon zu spät 😴 aber ich freu mich immer so, wenn ich eine Aufgabe hier erledigen kann, so dass ich mit dem Eintragen nicht bis morgen warten kann 😅

    HoldenCaulfield Ich vergesse ständig die Namen der Figuren in meinen Büchern. Ich weiß nicht warum, aber ich kann mir die einfach nicht merken. Auch nicht wenn es ganz einfache Namen sind und wenige vorkommen.

    Leider geht es mir auch mit Buchtitel ganz oft so. Ich glaube das liegt aber eher daran, dass ich fast nur ebooks lese - da sieht man den Titel nicht so oft.


    In meinem jetzigen Buch geht es um das Unternehmen Beiersdorf. Ich hab da grad so einen Lauf, das dritte Buch jetzt schon, das von bekannten Unternehmen/Marken handelt. Also eigentlich geht es ja mehr um die Menschen drum herum. Ich finde das interessant, auch wenn es teilweise fiktive Geschichten sind. Aber ich mag es, wenn da etwas, wie eben Beiersdorf vorkommt, das man einfach kennt.

    So und jetzt such ich noch den Buchtitel raus 😅 Die Frauen vom Jungfernstieg.


    Leider komme ich momentan nur langsam voran weil ich nur abends Zeit zum Lesen habe und immer schnell einschlafe. Liegt aber definitiv nicht an den Büchern sondern am anstrengenden Leben.

    Llyren Vielen Dank für die Auswertung!


    Ich habe 2020 ja erst wieder zum Lesen begonnen, dafür bin ich mit der eher geringen Anzahl an gelesenen Büchern sehr zufrieden. In den Listen der Top Serien, Bücher, Autoren komme ich nirgends vor :DIch bin schon gespannt ob sich das 2021 durch das Forum ändert.

    Zitat von odenwaldcollies

    Wie James mit dem Verlust seiner Verlobten umgeht, hat mich dann aber auch überrascht, damit hätte ich nun auch nicht gerechnet, dass er Helen sogar weiterhin in Schutz nimmt

    Das hat mich zuerst auch sehr überrascht. Wie ich dann mehr darüber nachgedacht hatte, wurde es aber immer logischer für mich. Du könntest nicht so Unrecht haben damit, dass er blind vor Liebe war. Ich glaube aber auch, dass er sie einfach als selbstverständlich sah und trotz echter Gefühle seinerseits, sie nicht richtig Ernst nahm. Vielleicht aber dachte er auch nur, dass er sie liebt, und hat ihre Bedürfnisse somit unterbewusst gar nicht so wahr genommen.

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    Inhalt:

    "Die verstummte Liebe" ist Band 3 aus der Serie "Leise Helden". Es handelt sich dabei um ein Prequel: Es wird das Leben von Helen geschildert, welches durch zwei Weltkriege geprägt wird. Helen trifft Ende des 19. Jahrhunderts auf ihre große Liebe, obwohl sie bereits einem anderen Mann versprochen ist.


    Meine Meinung:

    Ich habe die anderen beiden Bände der Serie noch nicht gelesen, sondern mit diesem dritten Band gestartet. Das Buch kann losgelöst von den anderen Bänden gelesen werden, weil es sich um ein in sich abgeschlossenes Buch handelt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Informationen gefehlt hätten. Ich habe somit die Vorgeschichte tatsächlich vor der restlichen Handlung gelesen, was mir sogar besser gefällt als anders rum.


    In dem Prequel geht es um die Geschichte von Helen. Sie selbst dürfte in den anderen Büchern direkt nur eine kleine Rolle spielen, indirekt eventuell eine größere, aber das kann ich natürlich nicht beurteilen.


    Helen hat als Charakter eine große Wandlung in dem Buch vorgenommen, von einer in meinen Augen sehr sympathischen Frau zu einer Frau, die mich offen gestanden sehr genervt hat. Damit ein Buch gut ist, muss einem die Hauptfigur aber nicht unbedingt sympathisch sein. Wie meistens in Büchern, die rund um die Jahrhundertwende zwischen 19. und 20. Jahrhundert spielen, wird auch die Rolle der Frau thematisiert. Das steht nicht unbedingt im Vordergrund, hat aber doch eine große Bedeutung für den Ablauf der Geschichte.

    Nachdem der Roman zu Zeiten der zwei Weltkriege spielt, wird auch darüber einiges geschildert. Die politischen Hintergründe werden durchaus behandelt aber auch dieses Thema wird nicht in den Vordergrund gestellt. Im Wesentlichen geht es um das Leben von Helen, in dem sehr viel passiert, das Helens Gefühlzustand immer wieder durcheinander bringt. Es ist kein einfaches Leben, auch wenn man das von der privilegierten Oberschicht gerne automatisch annimmt.


    Das Buch umfasst einen eher langen Zeitraum, erzählt Helen doch ihre gesamte Lebensgeschichte. Sie erlebte zwei Kriege, viele Turbulenzen in der Liebe und Familie - das alleine hätte wohl eine Serie füllen können. An manchen Stellen hätte man für meinen Geschmack etwas mehr in die Tiefe gehen können. Da es sich jedoch um ein Prequel handelt, würde das wohl am Ziel vorbeigehen. Für den dritten Teil der Serie und als Prequel hat das schon sehr gut gepasst.


    Einen für mich wesentlichen Kritikpunkt, der gar nicht so viel mit dem Inhalt zu tun hat, habe ich allerdings: in meinen Augen verrät der Klappentext viel zu viel (eigentlich fast das halbe Buch). Das nimmt sehr viel Spannung und das Buch wird dadurch leider auch ein bisschen weniger interessant. Dasselbe gilt für das Nachwort, in welchem meiner Meinung nach schon zu viel darüber verraten wird, was nach dem Prequel passiert. Es ist natürlich schwierig, weil ich den dritten Teil als ersten Teil gelesen habe - aber man hätte diese Informationen im Nachwort einfach weglassen oder schwammiger formulieren können. Ich bin, was Spoiler angeht, sicherlich etwas sensibel. Mir ist Spannung beim Lesen sehr wichtig.


    Ich denke, dass ich die beiden Vorgänger zu diesem Buch auch lesen werde. Das Buch hat mir gut gefallen, aber verglichen mit anderen Büchern, die ich gelesen habe, die auch zu dieser Zeit spielen, hat mir manchmal doch das gewisse Extra gefehlt. Ich denke aber, dass das dem Umstand geschuldet ist, dass es sich eben um ein Prequel handelt.


    Von mir gibt es: 4ratten


    Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es für die beiden ersten Bände dann volle Punkte gibt!

    Vielen Dank schon mal für deine tolle und sehr aufmerksame Begleitung bei dieser Leserunde.

    Ich werde aber natürlich noch dabei bleiben, ich bin schon gespannt, welche Punkte die anderen noch aufbringen!


    Du hast Recht, Prequels sind so eine Sache. Für mich hat es sich aber nicht nach einem Prequel angefühlt, sondern einfach nach dem Auftakt zur Serie. Ich freue mich schon darauf, mehr über Fritz zu erfahren. Ludwig hat mir als Charakter sehr gut gefallen, ich hoffe sein Sohn steht dem nichts nach.


    Helen war, wie du sagst, eine gebrochene Frau. Das kam schon im Prolog zur Geltung. Zwischendurch habe ich das wieder verdrängt, weil sie vor dem Krieg als sehr starke Frau aufgetreten ist. Ich hatte erwartet, dass James ihr etwas schlimmes antun wird und sie deshalb zu der Helen aus dem Prolog wurde. So direkt hat er das aber nicht getan, was mich doch überrascht hat. Es ergibt alles Sinn, wie Helen von der starken Frau zu einer Frau ohne Lebensfreude wurde. Ich finde es sogar gut, dass einmal nicht alles nach dem altbekannten Schema F abläuft. Und vor allem: ich muss die Entscheidungen eines Charakters nicht für richtig halten und die Figur auch nicht sympathisch finden, damit ein Buch gut ist!