Beiträge von Steffie

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    Im dritten Teil finden sich Merle, Junipa, der Löwe Vermithrax und die Fließende Königin nach ihrer Flucht aus der Hölle in der Wüste Ägyptens wieder, die allerdings von Eis und Schnee bedeckt ist. Wie auch schon in Das Steinerne Licht beschäftigt sich ein zweiter Handlungsstrang mit den Erlebnissen von Serafin, Unke + Co. In Ägypten werden sie sich treffen um gemeinsam gegen das Imperium zu kämpfen.


    Ich bin wirklich erleichtert, dass sich meine Hoffnung in den Abschluss der Trilogie gelohnt hat. Schon von Beginn an ist die Geschichte spannend und man brennt förmlich darauf alle Fragen geklärt zu wissen. Kai Meyer gibt hier noch einmal richtig Gas. Man wird förmlich in die Geschichte reingeworfen und ein Geschehnis jagt das Nächste. War mir der Vorgänger an manchen Stellen etwas zu langweilig, so musste ich hier unbedingt weiterlesen. Die Handlungen die sich langsam ineinander verweben sind sehr stimmig und die noch offenen Fragen löst der Autor wirklich sehr gut und vor allem überraschend. Mit diesen Wendungen hätte ich nicht gerechnet.


    Wenn ich die Trilogie einmal als Ganzes betrachte fällt mir auf, dass die Geschichte die meiste Zeit einen sehr traurigen Unterton hatte. Auch das Ende war nicht „Friede Freude Eierkuchen“ und genau das ist es, was diesen Zyklus so lebendig macht. Er zeigt, dass nicht alles im Leben immer rosig ist und man immer mit Verlusten rechnen muss und lernt mit dem Schmerz zu leben. Dies zeichnet die Geschichte aus und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie noch nicht zu Ende erzählt ist.

    Dieser zweite Teil des Merle-Zyklus schließt direkt an den Vorgänger Die Fließende Königin an, so dass man unmittelbar in die Geschichte eintaucht. Gemeinsam mit Vermithrax, Merle und der Fließenden Königin macht der Leser sich auf den Weg zu Lord Licht, um seine Hilfe beim Kampf gegen das Imperium zu erbitten. Dazu müssen sie in die Hölle hinab steigen, ohne zu wissen, was sie dort erwartet. Währenddessen erfährt man auch, wie es in Venedig weitergeht, nachdem die Fließende Königin die Stadt verlassen hat, die den Ägyptern nun schutzlos ausgeliefert ist.


    In Das Steinerne Licht entführt uns Kai Meyer wieder einmal in eine Welt die teilweise real erscheint, aber viele fantastische und mystische Elemente in sich birgt. Leider bin ich mit der Handlung und den Figuren noch weniger warm geworden, als im ersten Teil. Dies zu begründen fällt mir allerdings sehr schwer, da es sich um ein reines Bauchgefühl handelt. Ich konnte mich schlicht und ergreifend nicht in die Personen hineinversetzen, was das Lesevergnügen stark gemindert hat.


    Nach knapp zwei Dritteln des Buches kommt die Handlung schließlich noch in Fahrt, gewinnt an Spannung und gipfelt wieder in einem Cliffhanger, so dass ich den dritten Teil gleich hinterher lesen werde.


    Alles in allem konnte mich Das Steinerne Licht leider nicht vollkommen überzeugen. Nur aufgrund des spannenden Endes fällt die Bewertung noch mittelmäßig aus. Ich bin trotzdem gespannt wie es in Band 3 weitergeht.


    3ratten

    David ist von zu hause abgehauen und lebt nun in London bei einer schrulligen alten Dame die die Buchhandlung „The Owl and the Pussycat“ führt. Bei einem seiner Botengänge für seine Chefin nutzt er den Weg über die Dächer von London und begegnet Heaven. Sie ist ein schönes Mädchen und sie hat ein Geheimnis: Ihr wurde in dieser Nacht das Herz gestohlen und sie weiß nicht was das zu bedeuten hat. Gemeinsam machen die beiden sich auf den Weg die bösen Männer zu finden, die Heaven dies angetan haben und erfahren dabei Dinge, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätten.


    Das neue Jugendbuch von Christoph Marzi ist mit einem Wort zu beschreiben: fantastisch. In Heaven schafft er es das London unserer Zeit so zu beschreiben, dass es einem fast unwirklich erscheint. Ich liebe diese Stadt und ich hatte vor meinem geistigen Auge immer so viele Bilder von Straßen, Plätzen und Gebäuden Londons im Kopf, so dass die Geschichte für mich eine besondere Art der Lebendigkeit hatte. Durch seine poetische Sprache mit der er den Rahmen der Geschichte malt, hat er mich schon von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.


    Die Handlung selbst ist immer von einer gewissen Tragik untermalt. Dem Mädchen Heaven wurde das Herz gestohlen, aber es lebt. Trotz allem spürt sie, dass es so nicht unendlich weiter gehen kann und sie begreift mithilfe von David langsam, was sich hinter diesen Ereignissen verbirgt. Sie erlebt viele Enttäuschungen und all das was sie bisher geglaubt hat wird vollkommen auf den Kopf gestellt. David bietet ihr den einzigen Halt in diesem Strudel von Ereignissen und die zarten Bande der Liebe, die die beiden knüpfen sind romantisch und besonders wichtig für die Atmosphäre des Romans, aber keineswegs zu aufgesetzt oder vordergründig.


    Getragen wird der Roman außerdem von viel Musik. Zitieren möchte ich daher hier aus Herrn Marzis Nachwort, was für mich den perfekten Ton zur Geschichte von Heaven und David findet.


    Christoph Marzi – Heaven. Die Stadt der Feen. S. 357


    Mein persönliches Fazit ist, dass Christoph Marzi mit seiner grandiosen Sprache und seiner tollen Idee einen wunderschönen Jugendroman geschaffen hat, der sicher jedem Fan von Young Adult und/oder Urban Fantasy gefallen wird.


    5ratten

    Ich habe das Buch nun auch ausgelesen und auch eine Rezi auf meinem Blog geschrieben, die ich hier aber nicht posten möchte, da ich niemanden spoilern will. Trotz allem hier meine Meinung.


    Mit City of Glass ist Frau Clare ein würdiger Abschluss der Mortal Instruments Trilogie gelungen. Ich habe das Buch im Original gelesen und bin begeistert von ihrer bildhaften Sprache und dem Witz und Sarkasmus der Dialoge, was dem ganzen so viel Leben einhaucht. Das Buch lebt vollkommen von ihrer Sprache und den toll gezeichneten Figuren. Jace und Clarys Schicksal und ihre Geschichte berühren einen unheimlich und man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen, auch wenn man kein Teenager mehr ist. Man lacht und weint mit ihnen und ich bin jetzt schon ein wenig traurig, dass die Trilogie nun beendet ist.


    Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass dieser Band auch wieder nahtlos an den Vorgänger anknüpft und somit keine Lücken in der Geschichte entstehen. Ich hatte bei der Trilogie auch immer das Gefühl, als wäre alles aus einem Guss geschrieben und eigentlich gar nicht als Mehrteiler, sondern als ein ganzes zu betrachten. Demnach bin ich auch froh die Reihe hintereinander weg gelesen zu haben, denn so sind mir bei der Lösung der offenen Fragen und diverser Handlungsstränge im Nachhinein noch viele Dinge wieder eingefallen, die auf diesen und jenen Punkt hingedeutet haben. Die Auflösung ist für mich somit wirklich logisch und ich hatte an City of Glass nichts auszusetzen.



    Wie meine Vorrednerin freue ich mich nun auch auf die neue Trilogie und bin gespannt was Cassandra Clare uns da zu bieten hat.


    5ratten

    Ich lese gerade die Mortal Instruments direkt hintereinander weg und bin leider auch schon bei City of Glass. Ich habe gerade erst begonnen und bin aber bisher schon wieder richtig gefesselt. Wenn der Abschlussband genauso gut sein sollte wie seine Vorgänger, dann gehört Cassandra Clare für mich auf jeden Fall zu meinen persönlichen Highlights dieses Jahr.