Beiträge von Dostoevskij

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Moin, Moin!


    Zwar wollte ich keine Metadiskussion heraufbeschwören, aber wenn schon ein eigener Thread (was ich als Ältest-Thread-Hervorholer ja bekanntlich hasse - Ich wollte schon <a href="https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/310.0.html">diesen hier</a> reaktivieren), frage ich zugespitzt, warum nicht nur 1 Ordner "Leselisten & Statistik".

    Moin, Moin!


    Ich verfolgte immer nur diesen Unterordner neben dem Hauptordner "Unsere Welt der Bücher" und wunderte mich, wie wenig doch hier gepostet wird im Gegensatz zu dem, was ihr alle lest, bis ich kürzlich zufällig auf den SUB-Unterordner stieß, den ich immer außen vor ließ, weil ich annahm, daß dort nur die ungelesenen Bücher aufgelistet würden. Daß er aber quasi als Schaltzentrale des jeweiligen Leselebens fungiert, wußte ich nicht. Ich hätte das in diesem Ordner hier erwartet. Wozu dann aber hier die vereinzelten LGB-Threads, wenn dort das Leben=Lesen stattfindet?

    Moin, Moin!


    Frau Madderson lachte: "Na, ich finde Frauenromane ein bißchen unbehaglich." "Warum, gnädige Frau?" fragte Willy. "Ach Gott, Herr Willy", entgegnete Frau Madderson, "man ist doch seiner kleinen diskreten Heimlichkeiten nie mehr sicher." (Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)

    Moin, Moin!


    Constantin Film wird Auerhaus <a href="http://www.filmstarts.de/nachrichten/18503858.html">verfilmen</a>, <a href="https://twitter.com/bov/status/723468540674760704">verkündete</a> stolz der Autor.

    Moin, Moin!


    1. Ich las seit Beginn meiner Liste gelesener Bücher (8/89) nahezu 3200 Bücher.


    2. Das Initiationserleben in Sachen Belletristik war für mich "Der Tag zieht den Jahrhundertweg" von Tschingis Aitmatow.


    3. Ich kaufe auschließlich gebrauchte Bücher.


    4. Seit mehreren Jahre lese ich E-Books mittels Kindle oder Samsung Tablet.


    5. Ich kann Bücher ohne Reue oder schlechtes Gewissen wegwerfen.


    6. Ich habe eine Lesekrise überwunden, die von Oktober 2013 bis Dezember 2015 andauerte.


    7. Hermann Hesse lernte ich erst als Erwachsener kennen und lieben.


    8. Ich sammle Bibliomanika.


    9. Ich las noch kein Buch mehr als viermal, sehr wenige dreimal.


    10. Nichtleser bedauere ich aus ganzem Herzen.


    11. Vor Wälzern habe ich gehörigen Respekt, wenn nicht gar Muffensausen.


    12. Literarisch bevorzuge ich Romane des 19. Jahrhunderts bis heute.


    13. Lyrik kann ich nichts abgewinnen; für Sachbücher ist mir inzwischen meine Zeit zu schade.


    14. Von bestimmten Autoren möchte ich alles lesen, auch Nebenwerke und schwer Erreichbares.


    15. In Büchern markiere ich bedingungslos mit Bleistift oder Kugelschreiber.


    16. Ich kann in Buchläden/Antiquariaten kaum stöbern. Nach wenigen Minuten überwiegen Unruhe, Streß und Unbehagen.


    17. Ob E-Book, Hardcover oder Taschenbuch entscheidet, bei ausgeprägtem Jagdinstink, einzig der Preis.


    18. Allzu gerne würde ich selbst ein Buch schreiben und veröffentlicht sehen.


    19. Entliehene Bücher, die ich nochmals lesen würde, kaufe ich nach.


    20. Das längste bisher gelesene Buch war Victor Klemperers "Ich will Zeugnis ablegen bis zum Letzten. Tagebücher 1933-1945".


    21. Noch nicht umgesetzte Lesevorhaben ärgern mich fast täglich, sobald ich nur an diese Lücken denke.


    22. sandhofer traf ich ebenfalls schon und bewundere ihn als Leser mit wachsendem Neid.


    23. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen würde ich den Beruf sofort aufgeben, um zu lesen.


    24. In meinen Finanzplänen gibt es einen nirgends erfaßten Posten für zu kaufende Bibliomanika von 7.500 Euro.


    25. Mit fast 50 Jahren werden ich Büchern gegenüber zunehmend unduldsamer und breche bei Nichtgefallen gnadenlos ab.

    Moin, Moin!


    Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag 0
    Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe ++
    Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau +
    Andreas Maier: Die Straße ++
    Andreas Maier: Der Ort +
    Jochen Schmidt: Müller haut uns raus +
    Willa Cather: Mein ärgster Feind +
    Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft ++
    Maarten 't Hart: Unter dem Deich ++
    Heimito von Doderer: Das letzte Abenteuer 0
    Georges Simenon: Maigret und der Treidler der "Providence" +

    Moin, Moin!


    DLF und DLR - leicht zu lesen, qualitativ hochwertig, sehr abwechselungsreiche Titelauswahl:
    http://www.deutschlandfunk.de/buechermarkt.699.de.html
    http://www.deutschlandradiokultur.de/buchkritik.949.de.html


    Diese beiden Quellen genügen mir schon. Ich habe, obwohl mir kürzlich das ganze Audioarchiv verloren ging, bereits wieder unaufholbar mehrere Dutzend Audiobeiträge dieser Buchbesprechungen gehortet und bin immer dankbar, daß es DLF/DLR gibt.

    Moin, Moin!


    da bei mir ein Freund nachgefragt hat, habe ich mal begonnen, interessante Rezensionsseiten aus dem Internet zusammenzustellen: [...]


    So fing meine Sammelsucht, was Links und später mehr betraf, an, aus der vor 20 Jahre mein Webseite "Bibliomaniac List" wurde, die ich vor zig Jahren in "Leipziger Bücherlei" umbenannte, heute freilich weitgehend ohne Linksammlungen, für die man sein Ohr ziemlich nah am Puls des Internets haben muß.

    Moin, Moin!


    Eine Kollegin erzählte mir, daß sie vor vielen Jahren in einem Buch aus dem Verlag "Volk & Wissen" gelesen habe. Dort wurden u.a.v. Benimmregeln dargestellt. So auch, daß man, wenn man eine Krankenschwester in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen sehe, ihr selbstverständlich einen Sitzplatz anzubieten habe; denn eine Krankenschwester habe einen sehr verantwortungvollen und anstrengenden Beruf. Leider ließ sich der Titel des Buches nicht rekonstruieren bzw. ist möglicherweise die Erinnerung an den Verlag falsch. Unter dem Titel "Meine Gesundheit" oder "Unsere Gesundheit" gibt es im Verlag "Volk & Wissen" kein gleichnamiges Buch. Eventuell in einem anderen DDR-Verlag?

    Moin, Moin!


    @Dostojevskij
    Das hört sich aber nicht soooo gut an.... Ich weiß, dass ich mit einem solchen Tagesablauf nicht klar käme.


    Vielleicht sollte ich die Anzeichen als Signal erkennen, mich wieder in den 3-Schicht-Dienst versetzen zu lassen. Bei Frühdiensten hatte ich früher die besten Lesezeiten, indem ich nach dem Nachhausekommen am Nachmittag bis 18 Uhr schlief und dann mindestens 3 Stunden las, und das recht ausgeruht. Und freie Tage waren freie Tage, während jetzt der Montag immer schon verhunzt ist, wenn ich morgens aus der letzte Nachtschicht komme.

    Moin, Moin!


    Nach der Leseflaute zwischen Oktober 2013 und Dezember 2015 ging es im Januar wieder <a href="http://www.buecherlei.de/misc/leli/lgb3.htm">zur Sache</a>. Meine tägliche Lesezeit hat sich zum ersten Posting in diesem Thread von 2004 reduziert. Seit 4 Jahren arbeite ich als Dauernachtdienst von Mittwoch bis Sonntag. Die Arbeitsbedingungen verschärften sich immens und kosten, auch bei zunehmendem Alter, stets mehr Kraft, so daß ich mehr Schlaf benötige.


    Ich komme nach der Arbeit morgens um 7.30 Uhr nach Hause, schlafe dann unterschiedlich lange: mal bis 16.30 Uhr, mal aber auch bis 19 Uhr. Lesezeit wäre immer die Phase bis 20 Uhr, wenn ich aus dem Haus gehe; denn unterwegs kommen maximal 30 zerstückelte potenzielle (Lese)Minuten zusammen. Also sind es, wenn ich 16.30 Uhr aufstehe, Tee kochen, Essen, kurze Pausen für Mails & Smartphone und andere Verrichtungen abgerechnet, 3 Stunden Lektüre; viel häufiger aber, gerade in letzter Zeit, wenn ich länger schlafe, weniger, manchmal nur 30 Minuten oder gar nichts.


    An freien Tagen (montags/dienstags) ist das wieder anders; denn freie Tage sind normalerweise Jetlag-Tage, an denen ich übermüdet bin und lesen KÖNNTE, weil ich Zeit hätte, aber sehr häufig nicht lesen KANN, weil mir die Augen zufallen, ich aber dennoch nicht schlafen kann, bzw. die Konzentration fehlt, den Sinn einer Seite zu begreifen. In dieser Woche gelang es mir, den Nachtrhythmus der Arbeitstage beizubehalten, d.h. ich schlief am Montag und Dienstag ebenfalls tagsüber und las dann nachts mehrere Stunden lang. Fazit:


    an Arbeitstagen: 45 Minuten bis 3,5 Stunden.
    an freien Tagen: entweder 0, oder aber 6 bis 10 Stunden.

    Moin, Moin!


    Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück [2] ++
    Thomas Meyer: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse ++
    Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand 0
    Patrick Hinz: Ich bin Paul 0
    Peter Richter: 89/90 +
    Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand ++
    Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben +++
    Georges Simenon: Die bösen Schwestern von Concarneau ++
    Michel Houellebecq: Unterwerfung +
    John Updike: Der Sonntagsmonat +
    Eduard von Keyserling: Die dritte Stiege ++
    Hanns Heinz Ewers: Das Hya-Hya-Mädchen und andere seltsam-erotische Geschichten +
    Wilkie Collins: Ein unverdienter Tod; Die Traumfrau +
    Bov Bjerg: Auerhaus +
    Evelyn Waugh: Lust und Laster ++
    Alina Bronsky: Scherbenpark +++

    Moin, Moin!


    Morgens kann man im Zug nicht lesen, da sich die Herren und Damen auch im Ruheabteil lautstark über X und Y unterhalten müssen, rückzu kann man auch kaum lesen, und am Abend ist man meist zu müde.


    Gegen die Lärmbelästigung habe ich zweifaches Geschütz. Zum einen Ohrstöpsel. (Leider ging mir einer von den Musiker-Ohrstöpsel, die ich in einem Musikerladen gekauft hatte, verloren, so daß ich nun Industrie-Ohrstöüsel aus einem Hörgerätezentrum besitze). Zum anderen Peltor-Kapsel-Ohrschützer. Damit ist so ziemlich Ruhe.


    Etwas nervig ist allerdings, das Equipment erst einmal anzulegen: Mütze ab, Brille runter, Ohrstöpsel hervorkramen, platzieren, Hörer aufsetzen. Mütze verstauen, Brille ins Etui usw. Da sind schon mal locker 5 Minuten vorüber und nach dem Umsteigen geht das Ganze wieder los. :breitgrins:

    Moin, Moin!


    Außerdem ist Masse nun wirklich nicht das Kriterium.


    Klar. Man muß sich nur eben an die Fallhöhe gewöhnen. Von 150 Büchern im Jahr auf 20, da kam eben ein klitzekleines Gefühl der Unzufriedenheit auf. An Arbeitstagen wie jetzt habe ich irgendwann zwischen 16 und 20 Uhr Zeit zu lesen, ansonsten aber gar nicht, weil ich 12 Stunden außer Haus bin. Wenn ich konsequent bin und den PC ausgeschaltet lasse, mag es gehen.

    Moin, Moin!


    Auch ich muß eine seit Oktober 2013 andauernde Leseblockade beklagen. Die Statistik zeigt es eindrücklich: Gelesene Bücher:


    2012: 137
    2013: 129
    2014: 73
    2015: 20

    ABER


    2016: 6,


    was in Anbetracht der Tatsache, daß erst der 8. Januar ist, darauf hindeutet, daß es entweder wieder besser werden könnte oder sich aber eine Supernova aufbläht, die mein Leseleben vollends zum Erliegen brächte.