Beiträge von Dostoevskij

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
    Zitat

    hab grad dieses forum entdeckt und bin gleich auf das thema gestoßen, das mich derzeit sehr beschäftigt: lesegeschwindigkeit.


    Und ich habe die von dir genannten Ressourcen gleich zum Anlaß gemommen, eine <a href="http://www.wikiservice.at/buecher/wiki.cgi?RationellesLesen">Materialsammlung</a> anzulegen, die jeder vervollständigen kann.

    Moin, Moin!


    Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Lesen wirklich merkbar bildet, so möchte ich doch nicht auf die angenehmen Effekte verzichten, die eine regelmäßige Lektüre mit sich bringt: Ich liebe die Sprache und erfreue mich an gelungenen Passagen, Sätzen, Wendungen oder auch nur an einzelnen Wörtern, wobei mir Adverbien besonders nachgehen: spornstreichs, unversehens, unverhofft - Ich ertappe mich dabei, manche dieser Wörter und Wendungen mit mir herumzuschleppen und möglichst oft anzubringen, meist zum Leidweisen der mich Umgebenden. :redface:


    WAS ich feststelle: rund um das Lesen wächst der Wunsch, Zusatzwissen zu erweben, das einem Buch und Autor verständlicher macht. Das heißt, die eine Hand hält das Buch, die andere liegt googlebereit auf der Tastatur.

    Moin, Moin!


    Ich bin ein Pegelkäufer. Wenn der SUB bedrohlich zusammengeschrumpft ist, werde ich unruhig und schiele zu meinen Leselisten. Es kommt zu tagelangen Ausnahmezuständen: Buchbestellungen wollen gehandhabt werden: Online-Suche, Online-Bestellung, Bücher abholen (werden auf meine Arbeitsstelle geliefert, auspacken, begutachten, Rechnungen begleichen, selbstverständlich online. Und bei all dem: die Übersicht behalten; denn innerhalb weniger Tage häufe ich so 20 bis 30 Bücher an. Danach herrscht eine Weile Ruhe, bis eine neue Runde beginnt.


    Da ich nur antiquarisch kaufe, nimmt die Suche nach akzeptablen Angeboten entsprechend viel Zeit in Anspruch, macht aber auch Spaß, weil man das Gefühl, Jäger und Sammler zu sein, ordentlich auskostet. Der Ehrgeiz geht dahin, mit möglichst wenig Geld möglicht gut erhaltene Bücher zu erobern. Neue Bücher kaufe ich selten, wenn, dann meist nur auf meinen Sammelstrecken (Hessiana, Bibliomanika)

    Zitat von "sandhofer"

    Aber ich nehme an, auch Du hast zu Hause einen Harem - äh, eine Bibliothek, Und jeder Harun al Raschid wird Dir bestätigen, dass - wenn Du nicht regelmässig Deine Runden drehst und dies bei entsprechender Grösse des Harem vielleich sogar 2 oder 3 mal pro Nacht


    Anfassen und streicheln bricht hoffentlich nicht das Gesetz der Monogamie. Wenn nicht, auch egal. Ich muß regelmäßig an den Regalen vorbeidefilieren und Bücher rausziehen und durchblättern, ihnen zunicken und grüßen und verabschieden.

    Moin, Moin!


    Ich schleppe immer ein Buch mir mir herum. Oder fast immer. Denn immer dann, wenn ich's, selten genug, vergessen habe einzupacken, kommt etwas dazwischen und ich hätte es dringendst benötigt. Dann sitze oder stehe ich zornesrot an dem unvorgsehenem Ort und sehne mich nach dem Buch, das vergessen zuhause liegt. Die Wut hat den Vorteil, daß die Zeit schneller vergeht. Man schwört sich, nie mehr wieder, nie nie nie mehr zu vergessen, ein Buch einzustecken, auch wenn man noch so kurz aus dem Haus muß.


    Ansonsten lese ich überall: in der Straßenbahn, beim Arzt, in der Schlange im Supermarkt, überall, wo gewartet werden muß. Beim Arzt hat das den Vorteil, daß man, sobald man aufgerufen wird, das Buch in der Eile gar nicht wegstecken kann und mit ihm, die Taschen unter dem Arm, in das Wartezimmer stolpert und sich erstmal ein kleiner Small-Talk über das Buch oder den Autor oder die Literatur ergibt. Ein Trick, den ich oft anwende, um Menschen quasi zu überlisten, mit mir über Bücher zu sprechen. Ich weiß nicht, wieviel Krankschreibungen ich so schon eingeheimst habe, wenn der Arzt sich sagte, jetzt soll der Arme doch mal in aller Ruhe sein Buch zuende lesen. Kann ja niemand mit ansehen.... :zwinker:

    Moin, Moin!


    Mit den Satanischen Versen hatte ich keine Probleme, auch wenn ich zugeben muß, daß sie im Vergleich mit "Scham und Schande" und den "Mitternachtskindern" etwas weniger gut bei mir ankamen.


    Das Buch, für das ich sicherlich zu doof bin, ist James Joyce "Ulysses". Zwar las ich es, aber ich muß gestehen, vielleicht nur 1 Drittel gemocht zu haben. Der Rest war mir ohne weiteren Kenntnisse zu ungenießbar.


    Glücklicherweise ist die Weltliteratur so reichhaltig und bunt, daß man sich Bücher "erlauben" kann, deren Wert man, wie Sandhofer schon sagte, anerkennt, die an einem aber dennoch vorbeigehen.

    Zitat von "nimue"

    9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?


    Doch, auch Lachen muß sein! Und zwar konnte ich gestern herzlich über eine Sentenz aus Herman Bangs Erzählung "Die Rabe" lachen. Man bedenke dazu, daß der Autor von 1857 bis 1912 lebte:


    "Oder was meinen Sie", wandte Herr Schoe sich plötzlich an Herrn Ask, "was ist Ihre Meinung über die verfluchte Sozialdemokratie, die uns die halbe Konjunktur ruiniert.?"

    1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?


    Thomas Manns Joseph-Tetralogie. Robert Musils MoE


    2. Von welchem Autor (natürlich auch Autorin) kannst Du behaupten: Von dem (oder der) habe ich wirklich _jedes_ Buch gelesen.


    Fedor M. Dostoevskij. Markus Werner. Die ganze Prosa von Thomas Mann.


    3. Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?


    Den gibt es nicht. Ich liebe zu viele Klassiker, als daß ich mich auf einen beschränken könnte.


    4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?


    Ich kenne keinen Leser, der Buchgeschenke würdigen würde, ohne anstandshalber lügen bzw., milde gesprochen, gute Miene zum bösen Spiel machen zu müssen.


    5. Von welchem Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?


    Sage niemals nie. Weggelegt habe ich, ohne je wieder einen Versuch gewagt zu haben, die Cosmiccomics von Italo Calvino. Auch ein späterer Versuch, den Baron auf den Bäumen zu lesen, scheiterte.


    6. Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?


    Also mindestens 3mal? Dostoevskijs Onkelchens Traum. Und eine Menge einzelner Erzählungen wie z.B. Zweigs Schachnovelle, Satiren von Kishon.


    7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?


    Momentan fällt mir kein solches Buch ein; ich kämpfe mich prinzipiell durch ein Buch, auch wenn es anfangs widerständig ist.


    8. Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?


    1. Prousts Recherche
    2. Thomas Manns Tagebücher
    3. Gutzkow: Ritter vom Geist


    9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?


    Gerührt bin ich als emphatisch begabter Mensch recht schnell. Ich könnte eine Menge Bücher aufzählten, die mich aufwühlten. Zuletzt gelesen: Primo Levi: Ist das ein Mensch?


    10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?


    Die großen Ratgeberbücher wie z.B. Endlich Nichtraucher!

    Moin, Moin!


    Zitat von "mona"

    hier mal eine kleine Sammlung meiner liebsten Zitate über Bücher:


    Meine Zitatesammlung, die in bibliomanische und allgemeine Zitate unterteilt ist und die mehrere hundert Einträge umfaßt, gibt es <a href="http://www.buecherlei.de/zitate/">hier</a>

    Moin, Moin!


    So idyllisch ist der Beruf des Lektors aber nicht mehr und vielleicht nie gewesen. Manuskripte lesen und die Arbeit mit dem Autoren am Text ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben, die ein Lektor auf dem Buckel hat.