Beiträge von Ariadne

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Kurzbeschreibung:
    Ob auf Zugfahrten, beim Bäcker, vor Schulhöfen oder auf der Arbeit ― es ist erstaunlich, mit welch überraschenden Pointen ein noch so banales Gespräch enden kann. Ungewollte Wortspiele, absurde Missverständnisse, verräterische Versprecher begleiten unsere täglichen Dialoge öfter, als uns lieb ist. Umso schlimmer, wenn jemand auch noch mithört und das Ganze aufschreibt ― so wie Petra Brumshagen und Nina Petersmann in dieser sehr kurzweiligen Sammlung.



    Meine Meinung:


    Bei dem Cover musste ich erst zweimal hinsehen, aber dann war sehr schnell klar, das Buch weckt mein Interesse, denn was kann interessanter und unterhaltsamer sein als die Stilblüten unserer Mitmenschen?


    Petra Brumshagen und Nina Petersmann haben sich beide die Mühe gemacht, bei Gesprächen genauer hinzuhören oder einfach nur mitzuschreiben, denn das Zuhören wurde ihnen doch so manches Mal durch die Lautstärke der jeweiligen Probanden deutlich erleichtert.


    Aber damit nicht genug, hier findet man nicht nur eine Auflistung aller Dialoge oder auch mutmaßlichen Monologen, die beiden Autorinnen haben diese auch noch in einzelne Kategorien einsortiert. So findet man folgende acht Kapitel:
    1. Too much information
    2. Die lieben Kleinen
    3. Verhört, verwechselt und versprochen
    4. Wenn Welten aufeinanderprallen
    5. Überraschende Argumente
    6. Prioritäten, Regeln und Wahrnehmungen
    7. Mit erhobenem Zeigefinger
    8. Lustig, peinlich, ungewöhnlich
    Zu jedem Kapitel gibt es eine kleine Einführung, die den Leser auf die danach folgende Sammlung einstimmt.


    Wie auch im wahren Leben sind manche der Anekdoten lustig bis sehr unterhaltsam. So war ich nicht überrascht, dass mir die eine besser gefiel, die andere dafür nicht. In Summe jedoch war es eine unterhaltsame Sammlung, die mich so sehr unterhielt, dass ich das Buch binnen eines Tages durchgelesen hatte.


    Fazit:
    Für Zwischendurch als Stimmungsaufheller, als Geschenkidee oder einfach nur, um immer mal eine kleine Anekdote lesen zu können, ist das Buch eine Empfehlung. Da die meisten Anekdoten im Rhein-Neckar-Kreis spielen, hatte ich sogar noch einen lokalen Bezug zu den Geschichten.



    4ratten


    Betreffzeile angepasst. LG, Valentine

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    Informationen zum Hörbuch:


    • Audio CD: 6 Seiten
    • Verlag: Audiobuch Ohg; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3899644689
    • ISBN-13: 978-3899644685
    • Originaltitel: Trust Your Eyes
    • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 14,3 x 2,5 cm
    • Preis: 14,95 EUR



    Über den Autor:


    Linwood Barclay, geboren 1955, stammt aus den USA, lebt aber seit seiner Kindheit in Kanada. Er studierte Englische Literatur an der Trent University in Peterborough, Ontario, und arbeitete bis 2008 als Journalist. Im "Toronto Star", Kanadas größter Tageszeitung, hatte er eine beliebte Kolumne. Sein erster Thriller, "Ohne ein Wort"(2007), war auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Toronto.



    Über den Sprecher:


    Frank Arnold, Schauspieler und Rundfunksprecher, wurde in Berlin geboren. Er spricht seit vielen Jahren für die Kultursendungen ASPEKTE, ARTOUR und TTT und ist in hunderten Dokumentarfilmen als Offstimme zu hören. In seiner Tätigkeit als Sprecher beim internationalen Kulturfestival Berlin hatte er zahlreiche Lesungen mit Nobelpreisträgern und internationalen Spitzenautoren. Zu seinen bekanntesten und besten Hörbuchproduktionen zählen u. a. Ilija Trojanows Der Weltensammler, Der Doktor und das liebe Vieh von james Herriot, Ein Ehepar erzählt einen Witz von Kurt Tucholsky und Pater James' Stirb ewig.



    Kurzbeschreibung des Buches:


    Bei einem seiner virtuellen Spaziergänge durch Manhattan zuckt Thomas vor seinem PC zusammen: Im Fenster eines Hauses ist eine menschliche Gestalt zu erkennen, die offenbar gerade mit einer Plastiktüte erstickt wird. Thomas ist fest davon überzeugt, einen Mord beobachtet zu haben. Doch am nächsten Tag ist die Aufnahme verschwunden, und niemand schenkt ihm Glauben – denn Thomas leidet an Schizophrenie. Dabei sind ihm die Verfolger längst auf den Fersen.



    Meinung zu dem Buch:


    Nachdem mir „Nachts kommt der Tod“ schon so gut gefallen hat, habe ich mich gleich das nächste Buch von Linwood Barclay gewagt.


    Dieses Mal verschlägt es den Leser nach Promise Falls. Der Mittdreißiger Ray hat von dem Tod seines Vaters erfahren und sich auf den Weg zu seinem Elternhaus gemacht, um dort nicht nur die Beerdigung zu organisieren, sondern sich auch noch um seinen jüngeren Bruder zu kümmern. Thomas ist im Grunde ein erwachsener Mann, jedoch leidet er unter Schizophrenie und sieht sich daher den ganzen Tag lang Landkarten auf seinem Computer an. Mit Hilfe von whirl360.com kann er virtuell Straßen entlanggehen und sich alles ansehen.


    Bei einem dieser Spaziergänge durch New York entdeckt Thomas etwas Merkwürdiges. Er sieht einen Kopf in einem Fenster, über den eine Plastiktüte gestülpt wurde. Es sieht aus, als würde da gerade ein Mord verübt werden. Thomas ist ganz aus dem Häuschen und bittet Ray, sich nach New York zu begeben und sich die Sache genauer anzusehen.


    Was als eine zufällige Entdeckung im Internet begann, bedroht schon bald das Leben von Thomas und Ray, aber nicht nur sie sind in Gefahr…


    Auch hier hatte mich der Autor mit seiner Geschichte schnell wieder gefangen genommen. Nach und nach lernt der Leser die ganzen Schauplätze, Protagonisten und Handlungen kennen. Wie ein Puzzlespiel bekommt der Leser immer ein neues Puzzleteil dazu und so langsam setzt sich alles zu einem Bild zusammen. Dabei sind Zeitsprünge in die Vergangenheit oder Wechsel zwischen den Protagonisten oder Schauplätzen unvermeidbar. Doch bekommt man diese Wechsel gut mit.

    Die 589 Seiten sind durchweg auf einem hohen Niveau und der Leser möchte seine Lektüre eigentlich nicht unterbrechen. Auch kann der Autor durch ein gewisses Potenzial an Fachwissen glänzen, das er dem Leser einfach und verständlich näher bringt. Die Handlungen der einzelnen Protagonisten sind gut durchdacht und logisch. Man versteht, warum jemand wie gehandelt hat und würde vielleicht selbst den gleichen Weg einschlagen.


    Den Spannungsbogen hält der Autor über die ganze Geschichte konstant hoch und erst gegen Ende lässt er diesen langsam absinken. Die Protagonisten sind authentisch, jeder hat seinen eigenen Charakter, der ihn von anderen unterscheidet.


    An den Sprecher hatte ich mich durch das vorangegangene Hörbuch schon gewöhnt gehabt und freut mich auf ein Wiederhören. Dieses Mal hat mich Frank Arnold aber dennoch überrasche können. So schaffte er es, jedem der Hauptprotagonisten eine eigene Stimmlage und Sprechweise zu zu sortieren. Ohne zu wissen, wer jetzt was sagt, konnte ich es alleine anhand der Sprechweise erkennen. Seine Interpretationen von z.B. Thomas fand ich sehr treffend, aber auch Lewis Blocker konnte mich überzeugen. Anhand der Sprechweise formte sich in meinem Kopfkino ein sehr farbiges Bild von den Personen, das noch durch die Beschreibungen unterstrichen wurde. Durch feine Nuancen erweckt der Sprecher die Protagonisten zum Leben und haucht ihnen einen eigenen Charakter ein.


    Das Hörbuch ist zwar die gekürzte Fassung des Buches, jedoch merkt man ihm dies nicht zwangsläufig an. Schlüssig und spannend wie das Buch, kann es den Hörer über 6 CDs mit 437 Hörminuten fesseln.



    Fazit:


    Nicht umsonst erinnert der Titel an ein Werk von Alfred Hitchcock, genauso spannend, verzwickt und fesselnd, dabei auf einem hohen Niveau taucht der Leser ein in einen ganz besonderen Fall.


    5ratten

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    Informationen zum Buch:


    • Broschiert: 560 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (2. Juni 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 342651480X
    • ISBN-13: 978-3426514801
    • Originaltitel: A Tap On the Window
    • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3,2 cm
    • Preis: 14,99 EUR



    Informationen zum Hörbuch:


    • Audio CD: 6 Seiten
    • Verlag: Audiobuch Verlag; Auflage: 6 CDs in der Multibox (3. Juni 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3899647882
    • ISBN-13: 978-3899647884
    • Originaltitel: A Tap On The Window
    • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 2,4 cm
    • Preis: 19,95 EUR



    Über den Autor:


    Linwood Barclay, geboren 1955, stammt aus den USA, lebt aber seit seiner Kindheit in Kanada. Er studierte Englische Literatur an der Trent University in Peterborough, Ontario, und arbeitete bis 2008 als Journalist. Im "Toronto Star", Kanadas größter Tageszeitung, hatte er eine beliebte Kolumne. Sein erster Thriller, "Ohne ein Wort"(2007), war auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Toronto.


    Über den Sprecher:


    Frank Arnold, Schauspieler und Rundfunksprecher, wurde in Berlin geboren. Er spricht seit vielen Jahren für die Kultursendungen ASPEKTE, ARTOUR und TTT und ist in hunderten Dokumentarfilmen als Offstimme zu hören. In seiner Tätigkeit als Sprecher beim internationalen Kulturfestival Berlin hatte er zahlreiche Lesungen mit Nobelpreisträgern und internationalen Spitzenautoren. Zu seinen bekanntesten und besten Hörbuchproduktionen zählen u. a. Ilija Trojanows Der Weltensammler, Der Doktor und das liebe Vieh von james Herriot, Ein Ehepar erzählt einen Witz von Kurt Tucholsky und Pater James' Stirb ewig.



    Kurzbeschreibung des Buches:


    Cal Weaver, ein Privatdetektiv, fährt in einer regnenrischen Nacht nach Hause. Auf einem Parkplatz klopft eine junge, nervös wirkende Frau an die Windschutzscheibe und bittet ihn, sie mitzunehmen. Cal hat Bedenken, fährt den Teenager aber zu einer Bar. Ein großer Fehler – denn am nächsten Morgen ist die Anhalterin verschwunden, ihre Freundin wird tot auf-gefunden. Und der Verdacht fällt auf Cal …



    Meinung zu dem Buch:


    Cal ist Privatdetektiv, doch in letzter Zeit läuft es nicht mehr so gut. Seit sein Sohn Scott Drogen genommen und von einem Haus gesprungen ist, zweifeln sowohl er als auch seine Frau Donna an sich selbst.


    Auch ihre Ehe und die Beziehung zueinander leiden spürbar darunter. Beide leben eher nebeneinander her als miteinander und versuchen irgendwie weiter zu machen. Auch ohne den anderen.


    Nun aber, durch das Verschwinden des Mädchens, kommen sie sich wieder näher. Cal taut in seinem Beruf wieder auf, sein Spürsinn wird wieder geweckt und nicht zuletzt der Zeitdruck, lässt ihn in höchster Anspannung arbeiten. Immer mehr deckt er dabei auf und bringt sich damit selbst in Gefahr.


    Bislang kannte ich weder Autor noch Sprecher. Doch schnell hatte mich der Autor mit seiner Geschichte gefangen genommen. Sehr düster fängt die Geschichte mitten in der Nacht bei strömendem Regen an, um rasant an Fahrt zuzunehmen.


    Mit der Zeit lernt man viele Einwohner des Ortes Griffin kennen. Auch die beiden Fronten zwischen der Polizei und dem Bürgermeister werden für den Leser spür- und greifbar. Man weiß selbst nicht, auf welche der beiden Seiten man sich schlagen möchte und bleibt daher am liebsten wie Cal neutral.


    Die 550 Seiten sind durchweg auf einem hohen Niveau und der Leser möchte seine Lektüre eigentlich nicht unterbrechen. Auch kann der Autor durch ein gewisses Potenzial an Fachwissen glänzen, das er dem Leser einfach und verständlich näher bringt. Die Handlungen der einzelnen Protagonisten sind gut durchdacht und logisch. Man versteht, warum jemand wie gehandelt hat und würde vielleicht selbst den gleichen Weg einschlagen.


    Den Spannungsbogen hält der Autor über die ganze Geschichte konstant hoch und erst gegen Ende lässt er diesen langsam absinken. Die Protagonisten sind authentisch, jeder hat seinen eigenen Charakter, der ihn von anderen unterscheidet.


    Mit dem Sprecher hatte ich zu Beginn meine Probleme. Da ich meistens im Auto Hörbücher höre, war auch dieses eines von denen, die mich auf dem Weg zu und von der Arbeit begleiteten. Dabei stellte ich das Hörbuch von der Lautstärke wie die anderen ein, musste aber bald gegensteuern, da es mir zu laut wurde. Zunächst war ich verwirrt, ob der lauten und teils recht aggressiven Sprechweise. Doch nach und nach verstand ich, dass dies die Interpretation von Frank Arnold zu dem Buch war.


    Je weiter wir uns aber durch die Geschichte bewegten, desto mehr gelangte ich zu der Überzeugung, dass der Sprecher genau den richtigen Ansatz gewählt hat. Zwar war es für mein Gefühl immer noch sehr laut und aggressiv, doch lagen darin auch sehr viele Emotionen, die genau zu den betreffenden Szenen passten. Nach und nach tauchte ich in die Geschichte ein, verschmolz mit ihr und sah mich nach Griffin versetzt und mit Cal nach dem Mädchen und den Hintergründen suchen. Kaum war die erste CD vorbei, musste ich gleich weiterhören. Zu spannend und mitreißend war die Geschichte, als dass man sie einfach so unterbrechen konnte.


    Aber auch hier wurde ich manches Mal auf die Probe gestellt. Zwischen den einzelnen Tracks gab es immer wieder mal eine kleine Pause, bei der ich zunächst dachte, ich müsse die CD wechseln, nur um dann wieder zusammenzuzucken, da der Sprecher von neuem aus den Lautsprechern donnerte.
    Das Hörbuch ist zwar die gekürzte Fassung des Buches, jedoch merkt man dies ihm nicht an. Schlüssig und spannend wie das Buch, kann es den Hörer über 6 CDs mit 450 Hörminuten fesseln.



    Fazit:

    Eine spannende Geschichte auf hohem Niveau, bei der der Hauptprotagonist dem Leser/Hörer einen Platz an seiner Seite anbietet und ihn mit nach Griffin auf Suche nach einem jungen Mädchen nimmt.


    5ratten

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    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch: 624 Seiten
    • Verlag: rororo; Auflage: 11 (2. Januar 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3499256703
    • ISBN-13: 978-3499256707
    • Originaltitel: Det Fördolda
    • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 4,6 cm
    • Preis: 9,99 EUR


    Informationen zum Hörbuch:


    • Audio CD: 6 Seiten
    • Verlag: Audiobuch; Auflage: 1. (1. Februar 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 389964428X
    • ISBN-13: 978-3899644289
    • Originaltitel: Det Fördolda
    • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 14,3 x 2,5 cm
    • Preis: 14,95 EUR (uvp), derzeit bei Amazon im Angebot für 7,99 EUR (Stand 06/2014)


    Über die Autoren:


    Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell.
    Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, ist in Schweden ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator und ein gefragter Drehbuchautor, zuletzt schrieb er die Vorlage für die ZDF-Koproduktion The Bridge.


    Über den Sprecher:


    Douglas Welbat, geboren 1957 in Berlin, ist Schauspieler und vielbeschäftigter Hörbuch- und Hörspielsprecher. er ist die deutsche Stimme von Rolf Lassgård, dem Hauptdarsteller der ZDF-Krimi-Reihe Sebastian Bergman - Spuren des Todes. Welbat synchronisiert Lassgård außerdem in seiner Rolle als Kommissar Wallander. Welbat hat alle bisher erschienenen Bergman-Romane des Autorenduos Hjorth & Rosenfeldt für AUDIOBUCH eingelesen.


    Reihe:


    1. Der Mann, der kein Mörder war
    2. Die Frauen, die er kannte
    3. Die Toten, die niemand vermisst
    4. Das Mädchen, das verstummte


    Kurzbeschreibung des Buches:


    In der Nähe eines Waldstücks bei Västerås in Schweden finden Kinder eine Leiche. Bei der Identifizierung stellt sich heraus, daß der aufgefundene Junge Schüler eines Elitegymnasiums war und seit Tagen als vermißt galt. Da die örtliche Polizei mit dem Fall überfordert ist, reist der Stockholmer Kommissar Höglund an und nimmt gemeinsam mit seinem Team die Ermittlungen auf. Die Lösung des Falles bringt mehr als nur ein dunkles Geheimnis ans Licht ... Der Mann, der kein Mörder war wird gelesen von Douglas Welbat und ist ein spannendes Hörbuch, das den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.


    Meinung zum Buch:


    Bei Västerås wird in einem Waldstück ein toter Junge gefunden. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und wurde seit einiger Zeit vermisst. Die örtliche Polizei erhält Unterstützung durch den Stockholmer Kommissar Höglund und seinem Team. Während die Ermittlungen beginnen, stellt sich heraus, dass der tote Junge in der Nähe von Sebastian Bergmanns Eltern gewohnt hat. Sebastian ist zwar schon einige Zeit nicht mehr im Dienst, aber zufällig im Ort, da seine Eltern gestorben sind und er den Nachlass regeln muss.


    Höglund und Bergmann begegnen sich natürlich und kommen auch auf den aktuellen Fall zu sprechen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass die Ermittlungen wohl in die falsche Richtung laufen. Sebastian Bergmann bietet seine Hilfe als Psychologe an, jedoch nicht ohne Hintergedanken. Denn im Haus seiner Eltern hat Sebastian eine brisante Entdeckung gemacht, die sein Leben verändern könnte. Aber um weitere Informationen zu erhalten, braucht er einen Zugang zum Polizeicomputer.


    Als ein weiterer Mord geschieht, steckt Sebastian bereits tief in den Ermittlungen drin.



    Dass zwei Autoren erfolgreich zusammen ein Buch schreiben, dafür gibt es schon einige Beispiele auf dem Buchmarkt. Auch diese beiden hier haben einen Roman geschrieben, den man getrost als ein kriminalistisches Meisterwerk bezeichnen kann.


    Die Geschichte wird aus zwei Sichten beschrieben. Zum einen begleitet der Leser Höglund und sein Team bei den Ermittlungen zum Fall Roger, zum anderen erfährt der Leser nach und nach, was es mit Sebastian Bergmann auf sich hat, warum er aus dem Dienst ausgeschieden ist, wo seine Stärken und Schwächen liegen und wieso er letztlich so ist, wie er ist – unsensibel, sexgesteuert, zynisch und konfrontativ. Er weiß, wie man Menschen manipuliert und setzt diese Fähigkeit bewusst ein, um an sein persönliches Ziel zu gelangen.


    Sebastian ist eigentlich nur vor Ort, um nach dem Tod seiner Mutter das Elternhaus so schnell wie möglich – auch gerne mit Verlust – zu verkaufen. Mit seinen Eltern verband ihn kein liebevolles oder innigliches Band, so dass er gar nicht schnell genug alles geregelt und den Ort wieder verlassen kann.


    Aber dann findet er in Nachlass einen Hinweis, der sein Leben ändern könnte. Um aber weiter zu kommen, benötigt er vertrauliche Informationen von der Polizei. Daher kommt es ihm gerade recht, dass der ermittelnde Kommissar an dem Fall ein ehemaliger Kollege von ihm ist. Sebastian setzt ihn unter Druck, um ins Team aufgenommen zu werden.


    Zwar ist er von Anfang an eine Art Störfaktor im Team, aber er bietet auch einige interessante Ansätze und Denkanstöße, was den Ermittlungen zu Gute kommt. Hier zeigen sich dann auch sein wahres Talent und sein Können.


    Der Fall selbst ist sehr verworren, es gibt viele Hinweise auf Mobbing, aber auch auf andere Dinge, aber immer will mindestens ein Puzzleteil am Ende nicht passen, so dass man einen neuen Ansatz versuchen muss.


    Die ganze Geschichte ist sehr verworren, führt den Leser bewusst auf die falsche Fährte, ohne dabei unlogisch zu sein oder zu komplex. Man kann den Ermittlungen gut folgen, stellt seine eigenen Theorien auf und wird immer mehr Teil des Ermittlerteams. Aber auch Sebastians Geschichte verschwindet nicht im Hintergrund, sondern berührt den Leser. Hier wird ein Ermittler geschildert, der nicht perfekt ist, sondern auch seine Stärken und Schwächen hat und auch mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen hat.


    Das Hörbuch wird von Douglas Welbat gelesen und umfasst 6 CDs mit rund 424 Minuten Hörgenuss. Douglas Welbat gelingt es, mich gleich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Mit seiner Stimme, die tief, rau und voll ist, schafft der Sprecher gleich die richtige Atmosphäre. Er passt sein Lesetempo automatisch der Situation an, so wechselt er von langsam zu sehr schnell. Der Hörer sitzt quasi atemlos davor, spürt wie die Ermittlungen in Fahrt kommen, wo es auf einmal wieder stagniert und auch bei Streitereien fliegen die Worte nur so hin und her, wobei man dabei gut die einzelnen Protagonisten voneinander unterscheiden kann. Douglas Welbat verleiht jedem Protagonisten seinen eigenen Charakter durch eine bestimmte Stimmlage.


    Das Hörbuch ist zwar die gekürzte Fassung, jedoch ist mir das nicht wirklich aufgefallen. Alles ist trotzdem logisch, schlüssig und nachvollziehbar. Ich bin recht schnell in die Geschichte abgetaucht und höre noch heute Douglas Welbat „Torkel“ sagen, wenn er mal wieder von dem ermittelnden Kommissar sprach.


    Fazit:


    Sowohl das Buch, wie auch das Hörbuch sind überzeugend. Eine tolle, spannende und mitreißende Geschichte, bei der man von Anfang an gefordert wird, mitdenkt, verwirft und rätselt. Verbunden mit dem Hörbuch und dem Sprecher Douglas Welbat taucht man in die einzigartige Atmosphäre des Romans ein und sehnt sich bald schon nach einer Fortsetzung. Meine Empfehlung für alle Krimi- und Hörbuchfreunde.


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    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. April 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442382173
    • ISBN-13: 978-3442382170
    • Originaltitel: The Irresistible Blueberry Bakeshop and Café
    • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,4 cm
    • Preis: 9,99 EUR

    Über die Autorin:


    Mary Simses studierte Journalismus und Jura. Sie arbeitete zunächst als Anwältin und gab sich nur nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das Schreiben hin. Bevor sie mit "Der Sommer der Blaubeeren" ihren ersten Roman schrieb, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird, veröffentlichte sie bereits einige Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Mann, mit dem sie auch eine Anwaltskanzlei betreibt, lebt Mary Simses im Süden Floridas.


    Website der Autorin:


    http://www.marysimses.com/


    Kurzbeschreibung des Buches:


    Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …


    Inhalt des Buches:


    Eigentlich könnte Ellen Branford glücklich sein. Sie ist eine erfolgreiche Anwältin in der Weltmetropole New York, hat einen tollen Verlobten und wird in Kürze heiraten. Doch dann stirbt ihre über alles geliebte Großmutter ganz plötzlich. Kurz vor ihrem Tod bittet sie Ellen, einen Brief an einen Chet Cummings in Beacon (Maine) zu überbringen. Natürlich will Ellen ihr diesen Wunsch auch nach ihrem Tod erfüllen und setzt sich umgehend ins Auto.
    Kaum trifft Ellen aber in Beacon ein, wird sie ortsbekannt. Völlig versunken von der Landschaft und dem Meer, merkte Ellen nämlich nicht, dass sie mit ihrer Kamera auf einen morschen Pier gerät. Dieser bricht natürlich unter dem Gewicht von Ellen ein und Ellen landet im Meer. Eine Strömung zieht sie vom Ufer fort. Ihren Retter Roy ist sie so dankbar, dass sie nach geglückter Rettung überschwänglich küsst. Von da an ist sie im Ort als „Schwimmerin“ bekannt. Doch Ellen hat weitaus andere Sorgen als ihr Retter, den sie nicht mehr vergessen kann. Ihre Suche nach dem Empfänger des Briefes wirft immer neue Fragen zur Vergangenheit ihrer Großmutter auf. Und so begibt sie sich nicht nur auf die Suche nach Chet Cummings, sondern auch auf die Suche nach der geheimnisvollen Vergangenheit ihrer geliebten Großmutter Ruth.



    Meinung zu dem Buch:


    Das Buch beginnt praktisch mitten in der Geschichte. Ellen bricht am Pier ein und stürzt ins Wasser. Ebenso wird auch der Leser ins Wasser geworfen, da er weder Ort, Geschehen noch Protagonisten kennt. Doch so, wie es Ellen nach ihrem unfreiwilligen Ausflug ins Wasser langsam wieder wärmer wird, wird auch der Leser nach und nach warm mit der Geschichte.


    Ellen kann man zu Beginn nicht so recht einschätzen. Zunächst wirkt sie überheblich und besserwisserisch. Doch schnell wandelt sich das Bild und sie wird plastischer und sympathischer. Während des Verlaufs der Geschichte merkt man, dass, je tiefer Ellen in die Vergangenheit ihrer Großmutter eintaucht, sie sich selbst weiterentwickelt und verändert. Ellen lernt als Großstadtmädchen das Landleben nicht bloß kennen, sie schätzt es mit der Zeit auch.
    Der Roman zeigt nicht nur vom Cover her eine leichte, warmherzige Sommersituation, auch im Innern findet sich dieser erste Eindruck wieder. Die Geschichte ist warmherzig, sonnig, spannend und dabei selbstironisch geschrieben. Natürlich geht alles sehr schnell und man fragt sich, wie kann so eine rasche Wandlung vor sich gehen. Doch warum nicht? Es ist Sommer, die Blaubeeren reifen und ein Großstadtmädchen ist auf der Suche nach der Vergangenheit ihrer Großmutter und vielleicht auch nach der ganz großen Liebe.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ein Eintauchen und Abschalten vom Alltag ist hier garantiert. Mary Simses schaffte es, mich mitten nach Beacon mitzunehmen und am Dorfleben Teil haben zu lassen. Die Figuren entwickeln sich nach und nach so plastisch, dass man am Ende gute Freunde traurig zurück lässt und hofft, dass es vielleicht doch noch eine Fortsetzung geben wird.
    Als kleines Extra gibt es in der Klappenbroschur noch das Rezept für Blaubeer-Muffins.


    Fazit:


    Warmherzig und sonnig lässt diese Geschichte den Leser vom Alltag abschalten und träumen. Meine Sommerlektürenempfehlung für dieses Jahr.


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    Informationen zum Buch:


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (29. April 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453291239
    • ISBN-13: 978-3453291232
    • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,8 cm
    • Preis: 19,99 EUR


    Informationen zum Hörbuch:


    • Audio CD: 4 Seiten
    • Verlag: Audiobuch Verlag; Auflage: 1 (2. Mai 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3899647750
    • ISBN-13: 978-3899647754
    • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 12,6 x 2,8 cm
    • Preis: 16,99 EUR


    Über die Autorin:


    Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie gleich mit ihren ersten Romanen "Ein Mann für jede Tonart" und "Das Superweib" sensationellen Erfolg hatte. Mit "Die Champagner-Diät" stand sie erneut wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, es folgten "Schleuderprogramm", "Herzgesteuert" und der zuletzt erschienene Roman "Die Erfolgsmasche". Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.


    Über die Sprecherin:


    Doris Wolters arbeitet als Schauspielerin und Sprecherin in Hörspielen sowie Hörfunk- und Fernsehfeatures des SWR, DRS und ARTE. Sie erhielt 2012 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin für ihre Lesung von Zsuzsa Bánks "Die hellen Tage". Ihre Stimme ist auf zahlreichen weiteren Hörbüchern des Audiobuch Verlags zu hören. Darunter finden sich literarische Spitzen und lyrische Ausflüge, aber auch spannende Unterhaltungsliteratur und eindringliche Biographien. Ob heiter-ironisch oder ernsthaft, selbstbewußt oder sanft-zurückhaltend, Doris Wolters versteht es die richtige Stimmung eines Textes einzufangen.


    Kurzbeschreibung des Buches:


    Lisa schwor sich einst, nie in die hässliche Kleinstadt zurückzukehren, in der ihre spießige Zwillingsschwester freiwillig blieb. Doch als Lisas Mann sich eine Jüngere schnappt, kommt sie mit ihrer 17-jährigen Tochter am Steuer im zweiten Gang buchstäblich wieder angekrochen. Sie findet eine überarbeitete Schwester und eine verwirrte Mutter vor. Hannah braucht Urlaub, und Lisa behauptet, sie komme schon klar. Doch Ursula hat Alzheimer, und Lisa versteht nicht, was sie ihr mitteilen will. Erst ein altes Tagebuch offenbart ein gut gehütetes Geheimnis der Mutter, und so kommt Lisa auf die Idee, dem Schicksal auf die Sprünge zu helfen ...




    Meinung zu dem Buch:


    Zusammen mit ihrem Mann Frank hat Lisa sich das erfolgreiche Reisebüro Klüger Reisen in Salzburg aufgebaut. Die gemeinsame Tochter steht kurz vor dem Abitur. Eigentlich könnte Lisa zufrieden sein mit ihrem Leben, doch dann findet sie heraus, dass ihr Mann sie betrügt. Mit der jüngeren Mitarbeiterin Sandra. Doch damit nicht genug, Sandra ist schwanger von Frank und beide wollen heiraten. Für Lisa bricht eine Welt zusammen.


    Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bittet Lisas Zwillingsschwester Hannah sie, zurück in ihre Heimatstadt Schierchstadt zu kommen, um auf die gemeinsame Mutter acht zu geben.


    Lisa überwindet sich, da sie eh gerade Abstand von daheim braucht und bricht mit ihrer Tochter nach Schierchstadt auf. In ihrer alten Heimat erwarten sie eine verhärmte Schwester, die dringend einmal Urlaub bräuchte und eine Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist. Schweren Herzens lässt sich Lisa dazu überreden, die Sommerferien auf ihre Mutter acht zu geben, doch dann findet sie heraus, dass ihre Schwester nicht bloß einfach Urlaub macht. Sie hat sich auf Weltreise begeben und das kann dauern. Zeit genug, dass sich Mutter und Tochter neu kennenlernen…


    Mich hat gleich die Thematik des Buches interessiert und so war ich sehr gespannt auf die Geschichte und natürlich die Umsetzung als Hörbuch.


    Die Geschichte um Lisa und ihre Mutter wird zum einen aus mehreren Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen erzählt. Der Leser lernt nicht nur Lisas gegenwärtige Situation kennen, sondern auch die Lebensgeschichte von Uschi – Lisas Mutter.


    Uschi kam während der letzten Kriegstage des zweiten Weltkrieges zur Welt, wuchs an der deutsch-deutschen Grenze auf und muss den Mauerbau miterleben. In einem dritten Erzählstrang wird die Geschichte von Uschis bester Freundin Renate erzählt, die ebenfalls unter den Nachwirkungen des Krieges leidet und auf der anderen Seite der Mauer in Dunkelweiher bleiben muss.


    Hera Lind beschreibt mit viel Witz und Herzlichkeit die Marotten und Eigenarten der kranken Mutter. Aber auch die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die ihre Tochter anfangs empfindet, sind für den Leser oder Zuhörer deutlich spürbar. Mutter und Tochter nähern sich einander wieder an, trotz oder gerade wegen der Krankheit, ist diese Entwicklung langsam, aber beständig festzustellen.


    Auch wenn sich das Buch der Thematik Alzheimer widmet, so ist es keineswegs trist oder bedrückend, sondern eher ermunternd und fröhlich. Die Autorin webt sogar zwei Liebesgeschichten in die Handlung ein. Durch die verschiedenen Zeitebenen und Handlungsstränge wird Spannung aufgebaut. Man überlegt, wie die einzelnen Stränge zusammengehören, welche Geheimnisse noch ans Tageslicht kommen und hofft natürlich auf ein gutes Ende.


    Das Hörbuch wird von Doris Wolters gelesen und umfasst 4 CDs mit rund 300 Minuten Hörgenuss. Doris Wolters hat es geschafft, mich gleich von Anfang an in ihren Bann zu ziehen. Als Sprecherin schafft sie es, jedem Protagonisten einen eigenen Charakter einzuhauchen und unverwechselbar zu machen.


    Vor allem ihre Interpretation der kranken Mutter hat mir sehr gut gefallen. Kaum hat Doris Wolters die Rolle übernommen, entstand bei mir im Kopfkino das Bild einer kranken Mutter, die schon viel in ihrem Leben erlebt hat. Gleichzeitig wurden mir durch diese Lesung die Protagonisten sehr schnell sympathisch und ich fühlte mich bald sehr wohl bei dem Hörbuch, das ich fast nicht unterbrechen konnte. Auch wenn es nur eine Sprecherin ist, so hat man doch das Gefühl, man hat es mit einer kleinen Familie zu tun.



    Fazit:


    Obwohl das Buch eine sehr bedrückende Thematik beinhaltet, wurde es spannend, leicht und flüssig umgesetzt. Das Hörbuch ist die perfekte Ergänzung zum Buch und bietet Hörgenuss, bei dem man sich schnell in einer kleinen Familie in Schierchstadt wiederfindet.


    5ratten

    Das Feuermädchen Milla und der Wasserjunge Luca sind mittlerweile auf der Suche nach Millas Vater Leandro in Konstantinopel angekommen. Zunächst ist die Freude groß, als sie Leandro am Hofe des Sultans finden, doch die Ernüchterung folgt. Leandro kann sich an nichts mehr erinnern. Weder erkennt er seine Tochter Milla noch kennt er seine Vergangenheit.


    Milla kämpft, um ihrem Vater das Gedächtnis wieder zu geben. Doch währenddessen bebt die Erde in Konstantinopel immer wieder und öfter. Die Zeit arbeitet gegen Milla und Luca…


    Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Band (Feuer und Glas – Der Pakt) an. Schnell findet sich der Leser wieder zurecht, kehrt er doch nach rund zwei Jahren zu alten Bekannten und Freunden zurück.


    Dieses Mal jedoch hat die Autorin als Schauplatz nicht das wunderschöne Venedig gewählt, sondern Konstantinopel. Doch auch hier schafft es die Autorin, auf wenigen Seiten die Stadt vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen und den Leser regelrecht ins Stadtgeschehen hineinzuversetzen.


    Die Handlung spielt zwar im historischen Konstantinopel, ist aber auch zusätzlich noch fantastisch angehaucht. Die Protagonisten sind sehr schön herausgearbeitet und besitzen alle einen eigenen, individuellen Charakter. Besonders gut gefallen hat mir wieder Puntino, der kleine Kater, der Milla immer umgibt, begleitet und unterstützt, so gut das ein Kater eben kann.


    Die Ausstattung des Buches ist gelungen. Neben den wunderschönen, farbigen Gemälden von Konstantinopel zur Zeit der Geschichte im Einband, verfügt das Buch noch über einen umfangreichen Glossar, ein historisches Nachwort, eine Zeittafel sowie eine Danksagung.


    Die Autorin versteht es, in diesem Buch bzw. in dieser Reihe, historische Fakten mit fantastischen Elementen zu kombinieren und daraus einen spannenden und unterhaltsamen Jugendroman zu stricken, der auch erwachsene Leser für sich begeistern kann. Mir hat der zweite Teil der Reihe sogar noch besser gefallen als der erste und ich hoffe, dass wir Milla, Luca und Puntino irgendwann wieder sehen werden.


    Das Buch ist der zweite Teil der Reihe Feuer & Glas. Zwar ist die Geschichte in sich rund, doch würde ich zum besseren Verständnis die Kenntnis des ersten Bandes empfehlen.


    Fazit:
    Eine gelungene Fortsetzung eines fantastisch-historischen Romans, der Leser aller Altersstufen für sich einnehmen und begeistern wird.


    Reihe:
    1. Feuer und Glas - Der Pakt
    2. Feuer und Glas - Die Verschwörung


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    Kurzbeschreibung:


    England 1520: Henry VIII. ist noch immer ohne männlichen Thronfolger, was für ihn eine persönliche wie politische Katastrophe ist. Ohne einen Erben droht dem Königreich ein verheerender Bürgerkrieg. Henry VIII. will daher seine Ehe mit Katharina von Aragón annullieren lassen und seine Geliebte Anne Boleyn heiraten. Das sorgt für heftigen Widerstand in Rom und in Europa. In dieser heiklen Situation sind nun die Fähigkeiten Thomas Cromwells gefragt. Mit Bestechung, Einschüchterung und Charme steigt er zum wichtigen Vertrauten Henrys auf. Der Emporkömmling sieht sich bald von Feinden umgeben wie von einem Rudel Wölfe.



    Über die Autorin:


    Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London war sie als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für den Roman ›Wölfe‹ (DuMont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit ›Falken‹, dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker bereits zum zweiten Mal. Die deutsche Übersetzung erschien im Frühjahr 2013 im DuMont Buchverlag, wo auch ihr Roman ›Brüder‹ (2012) erschien. Christiane Trabant studierte Germanistik und Anglistik und lebt in Berlin. Sie hat u.a. Umberto Eco und P.G. Wodehouse ins Deutsche übertragen.



    Über den Sprecher:


    Frank Stöckle arbeitet als Musiker, Schauspieler und Sprecher. Er hat eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart absolviert, Stöckle ist in Serien wie Tatort zu sehen, aber auch in Filmproduktionen (z.B. Rommel). Für AUDIOBUCH hat er bereits Hilary Mantels Falken eingelesen.



    Meinung zum Hörbuch:


    Putney, 1500. Der junge Thomas flieht vor den Schlägen seines Vaters zu seiner Schwester. Die schickt ihn, unterstützt von ihrem Mann, von zu Hause weg. Thomas geht und schlägt sich durch.


    27 Jahre später ist Thomas Cromwell einer der erfolgreichsten Männer in England.


    Die Geschichten um Thomas Cromwell haben mich schon immer fasziniert und so war ich sehr gespannt auf das Buch von Hilary Mantel und auf die Umsetzung als Hörbuch. Das Buch selbst ist 757 Seiten stark und das schlägt sich auf die Anzahl der CDs – trotz gekürzter Fassung – nieder. Das Hörbuch umfasst 8 CDs mit einer Gesamtspieldauer von 577 Minuten.


    Zu Beginn hatte ich große Probleme mit der Geschichte. Ich kenne das Buch in gedruckter Form nicht und wusste daher nicht, was mich erwartet. Bald aber erkannte ich, dass die Geschichte und Schreibweise von Hilary Mantel einen ganz besonderen Stil hat, der keineswegs einfach ist. Bisweilen ist der Erzählstil auch sehr verwirrend und gewiss keine leichte Kost. Dazu kam Frank Stöckles rauhe Stimme, die mich zunächst etwas abschreckte.


    Bisher war ich weichere, gefälligere Stimmen gewohnt, die den Hörer für sich einnehmen und umschmeicheln. Diese jedoch war rauhbeißig, aufwühlend und erregend.


    Doch genau das braucht die Geschichte von Hilary Mantel. Der Erzählstil gepaart mit der Stimme von Frank Stöckle ergibt die optimale Kombination, die den Hörer – nach einer ersten Verwirrung – gefangen nimmt. Bald schon entstand ein wunderbares Kopfkino beim Hören, das mich ins vergangene England zu Zeiten Henry VIII. entführte.


    Obwohl das Buch keine leichte Kost ist und man schnell den Überblick verliert, konnte ich mich im Hörbuch einfach wieder zurecht finden. Frank Stöckle haucht jedem Charakter ein eigenes Leben ein.



    Fazit:


    Ich bin sehr froh, dass ich diese Geschichte als Hörbuch gehört und mich nicht lesend durch das Buch geschlagen habe. So konnte ich mit viel Spaß der Geschichte um Thomas Cromwell folgen und mich von Frank Stöckle entführen lassen.



    Informationen zum Hörbuch:


    • Audio CD: 8 Seiten
    • Verlag: Audiobuch Verlag OHG; Auflage: 1 (2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3899644905
    • ISBN-13: 978-3899644906
    • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 14,3 x 5 cm




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    Informationen zum ebook:


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 313 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 152 Seiten
    • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • ASIN: B00JQ2L8C2
    • Preis: 1,99 EUR


    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch: 172 Seiten
    • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (16. April 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 1497516722
    • ISBN-13: 978-1497516724
    • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 1,6 cm
    • Preis: 5,95 EUR´



    Über die Autorin:


    Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Sie ist 1978 geboren und lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel, studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und arbeitet seit 2003 als freie Autorin.


    Unter ihrem Realnamen Petra Schier erscheinen ihre historischen Romane im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening.


    Weitere Werke der Autorin:


    1. Spionin wider Willen
    2. Von Flöhen und Mäusen
    3. Freifahrtschein
    4. Operation Maulwurf
    5. Katzenfische
    6. Sport und Mord gesellt sich gern


    Website der Autorin:


    http://www.mila-roth.de



    Kurzbeschreibung des Buches:


    Drei international bekannte deutsche Sportler werden im Abstand von wenigen Monaten ermordet. Gleichzeitig tauchen immer wieder Computerchips für satellitengesteuerte Waffensysteme auf dem Schwarzmarkt auf. Das Institut stellt eine Verbindung her, als in einer TV-Aufzeichnung eines der Opfer in Gesellschaft eines Waffenhändlers entdeckt wird.


    Markus Neumann wird auf den Fall angesetzt. Auf einer Sportgala soll er Kontakt zu einem Informanten aufnehmen. Zur Tarnung bittet er Janna, ihn zu begleiten, und prompt wird sie erneut in die Ermittlungen verstrickt. Einer der Hauptverdächtigen, der Gastgeber der Gala, findet nämlich ausgerechnet an ihr Gefallen und bittet sie, mit ihm auszugehen.


    Das Institut versucht, über diesen Kontakt den Waffenhändlerring zu infiltrieren. Doch kann Markus die Hintergründe noch rechtzeitig aufklären, oder wird der Spruch »Sport ist Mord« für Janna bittere Wahrheit?



    Meinung zum Buch:


    Mehrere Sportler kommen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Bei einer Aufzeichnung entdeckt das Institut einen bekannten Waffenhändler im Gespräch mit einem der Opfer.


    Markus Neumann wird auf den Fall angesetzt. Alle Spuren führen zu einem großen Sportzentrum und dessen Inhaber Lars Brenkow. Wie es der Zufall will, findet eine Sportgala statt. Markus soll daran teilnehmen und sich in dem Sportzentrum umsehen. Da die Einladungskarte auf zwei Personen ausgestellt ist, nimmt er zur weiteren Tarnung Janna Berg mit.


    Alles verläuft reibungslos, bis Janna dem Gastgeber Lars Brenkow auffällt. Gerührt von seiner plötzlichen Aufmerksamkeit, lässt sich Janna zu einem gemeinsamen Abendessen einladen.


    Aber dann macht Markus die Entdeckung, dass die Mitinhaberin des Sportzentrums eine Auftragskillerin zur Assistentin hat.


    Das Cover reiht sich an das vorherige Cover an. Mittlerweile ist es der sechste Band der Vorabendserie von Mila Roth. Zwar baut die Geschichte auf den vorangegangenen Bänden auf, jedoch ist sie in sich derart geschlossen, dass es keiner Kenntnis der bereits erschienen Bücher bedarf.


    Die Geschichte beginnt mit dem Mord des dritten Sportlers. Zunächst deutet alles auf einen Unfall hin, doch damit geben sich die Spezialisten nicht zufrieden und schnell wird ein Gift gefunden.


    Markus bekommt den Auftrag, den Drahtzieher hinter den Morden an den Sportlern zu finden und dingfest zu machen. Um die Tarnung noch etwas zu verbessern, nimmt er Janna mit ins Boot und muss feststellen, dass ihn die Anmache des Gastgebers mehr stört, als er wahrhaben will.


    Die beiden Protagonisten sind dem Leser schon von den ersten Bänden vertraut und daher ist es wie ein Heimkommen. Die Neckereien zwischen Janna und Markus werden immer ausgefeilter und man spürt deutlich das leise Knistern zwischen ihnen. Auch Markus merkt, dass Janna ihm zwischenzeitlich mehr bedeutet als bisher. Will dies aber nicht wahrhaben und versucht, es sich selbst auszureden. Als Janna dann in Gefahr gerät, wird Markus regelrecht von seinen Gefühlen für sie überrannt.


    Janna dagegen genießt die Aufmerksamkeit, die ihr von Lars Brenkow zuteil wird. Auch wenn er eigentlich ein Verdächtiger im laufenden Fall ist, lässt sie sich von ihm einladen und genießt den gemeinsamen Abend. Markus dagegen stößt sie mit seiner schlechten Laune ab. Trotzdem versucht Janna, die Ursache zu ergründen und wird nicht müde, zu bohren und gute Ratschläge zu verteilen. Der Schlagabtausch, der hierbei entsteht, zaubert dem Leser ein Grinsen auf die Lippen, auch wenn die Geschichte eigentlich eher spannend und wenig komisch ist.


    Die Geschichte beinhaltet viele Wendungen und Spannungspunkte. Der Schreibstil ist flüssig, rund und die Geschichte in sich schlüssig und spannend. Sehr actionreich, wobei die Spannung gegen Ende noch einmal rasant ansteigt und man als Leser automatisch anfängt zu überlegen, wie man Janna retten kann.


    Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, so dass man sie auch einzeln lesen kann. Will man jedoch genaueres zu den Hintergründen wissen, empfiehlt es sich, noch die ersten Bände zu lesen. Auch das Ende dieses Buches ist rund und abgeschlossen.
    Dennoch möchte man als Leser wissen, wie es weitergehen wird mit Janna und Markus, dem Institut und der leise knisternden Beziehung.


    Fazit:


    Mit dieser Serie hat Mila Roth für unterhaltsame, spannende und teils auch emotionale Lesestunden gesorgt. Ich freue mich schon jetzt auf das Wiedersehen mit Janna und Markus und bin gespannt, was die beiden als nächstes erleben werden.


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    Informationen zum Buch:


    • Broschiert: 320 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag (24. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3764505133
    • ISBN-13: 978-3764505134
    • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 3 cm
    • Preis: 14,99 EUR



    Zum Autor:


    Sandra Girod, geboren 1963 und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, ist Journalistin und arbeitete unter anderem für die BZ, Petra, Für Sie und als Leitende Redakteurin bei Laura. Nenn mich nicht Hasi! ist ihr erster Roman. Sandra Girod lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hamburg.



    Kurzbeschreibung des Buches:


    Angela wohnt mit ihrem Mann Jan-Rudi und den beiden Kindern Knöpfchen und Luca in der Hamburger Vorstadt. Alles verläuft in geordneten Bahnen – bis die spießigen Nachbarn einen Luxus-Kaninchenstall in ihrem Garten errichten und Angela klar wird: Ihr Leben ist stinklangweilig! Eine Affäre scheint die Lösung zu sein, und wer würde sich dafür besser anbieten als Arwid, der flirtende Fleischer vom Wochenmarkt, der auch noch wie ein hanseatischer Brad Pitt aussieht? Doch einen romantikfreien Kurztrip mit der Norwegen-Fähre und eine verwirrende Nacht am Elbstrand später muss Angela erkennen: In der Liebe hat meistens das Chaos das letzte Wort …



    Leseprobe:


    http://www.randomhouse.de/cont…ition/excerpts/420770.pdf



    Inhalt des Buches:


    Angela, die großen Wert darauf legt, dass man ihren Namen wie Anjela ausspricht und nicht wie Angäla Merkel, lebt zusammen mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einer Doppelhaushälfte in der Hamburger Vorstadt.


    Während ihre zweijährige Tochter Knöpfchen sich mit einer Musikorgel beschäftigt, schaut Angela zu, wie im Garten ihrer Nachbarn ein Hasenstall errichtet wird. Veränderung steht wohl im Nachbarhaus an und auch Angela spürt, dass eine Veränderung in ihrem Leben dringend notwendig wäre. Der Alltag erdrückt Angela, der geliebte Gatte mäkelt an Angelas Kleidung herum und gibt sich auch sonst nur noch wenig romantisch.


    Was wäre also näher als eine kleine Affäre mit dem netten Fleischer vom Wochenmarkt? Oder soll es doch lieber eine alte Jugendliebe sein? Vielleicht doch eher ein One-Night-Stand auf der Norwegen-Fähre? Angela kann sich nicht entscheiden und ehe sie es sich versieht, droht sie im Chaos der Gefühle zu versinken…



    Meinung zu dem Buch:


    Mit ihrem Debütroman legt die Autorin Sanda Girod eine witzige, spritzige und dabei spannende Unterhaltungslektüre vor. Die Geschichte beginnt zunächst langsam, so dass man deutlich die Stagnation und den tristen Trott von Angela spüren und ihren Wunsch, aus allem einfach auszubrechen nachvollziehen kann. Die Situationskomik trägt hier zu einem schnellen Lesefluss bei.


    Ein wenig erstaunt hat mich das Verhalten von Angelas Freunden. Statt ihr Mut zu machen und sie am Festhalten ihrer Ehe zu überreden, sie vielleicht sogar von dem Gedanken an eine Affäre abzubringen, erfährt Angela sogar Ermunterung und Bestätigung. Sie wird sogar regelrecht in diesen Gedanken reingeschoben. Vielleicht mag es daran liegen, dass auch ihre beste Freundin Paula sich mit einer Affäre trägt und Isy sowieso Dauersingle ist.


    Angela wird dem Leser schnell sympathisch mit ihrer Tollpatschigkeit und ihrer Art. In manchen Situationen reagiert sie mir persönlich etwas zu unbedarft und überstürzt. Aber in gewisser Hinsicht konnte ich es dann doch wieder verstehen.


    Interessant fand ich noch den Einblick in die Welt, aus der Angela ausbrechen will. Sowohl die Kinder wie auch der Gatte haben sich im Laufe der Zeit einige Dinge angewöhnt, die Angela mehr und mehr auf die Nerven gehen. Als Angela einige Tage auf eine Norwegen-Fähre verschwindet und der Mann alleine ist – zusammen mit den Kindern – stellen alle fest, wo und an welchen Stellen die Mutter fehlt. Alleine die Fragen nach der Bedienung der Waschmaschine lockten bei mir schon mehr als ein Grinsen hervor.


    Der Schreibstil ist angenehm locker, flüssig und spritzig. Der Humor lag genau auf meiner Wellenlänge und hat mich von Beginn des Buches bis zum Ende unterhalten. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher von Sandra Girod und hoffe natürlich auf ein Wiedersehen mit Angela Winter, ihrer Familie und ihren Freundinnen.



    Fazit:


    Ein Sonnenscheinbuch für alle gestressten Hausfrauen und Mütter oder für jene, die einfach einmal abschalten und sich grinsend und lachend unterhalten wollen.



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    Informationen zum Buch:


    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag (17. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3809026360
    • ISBN-13: 978-3809026365
    • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4 cm
    • Preis: 14,99 EUR



    Zum Autor:


    Stefan Nink fliegt, fährt und läuft für Magazine, Radiostationen und Verlage über den Planeten. Seine Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet und übersetzt. Er hat über dreißig Reisebücher veröffentlicht; in seinem Blog http://www.47tukane.de schreibt er über das, was ihm unterwegs sonst so auffällt. Wenn er zu Hause ist, steht er samstags bei Heimspielen von Mainz05 im P-Block.



    Kurzbeschreibung des Buches:



    Und wieder ist Siebeneisen auf einer unfreiwilligen Reise um die Welt – dieses Mal auf der Suche nach den Einzelteilen einer magischen Ganesha-Statue, die James Cook vor 250 Jahren aus der Schatzkammer eines Maharadschas in Sicherheit gebracht hat. Jetzt versucht ein Meisterdieb, die Stücke in seinen Besitz zu bringen, und nur Siebeneisen kann ihn stoppen. Ein Wettrennen um den Globus beginnt: Die Suche nach dem Elefantengott führt von Tonga nach Neuseeland, Hawaii und Kanada. Und während sich Siebeneisen mit Straußen, Eisbären und einem kleptomanischen Buschbaby herumschlagen muss und seine Freunde ihn aus dem Teehaus »Zur Faulen Kobra« unterstützen, wird im Palast des Maharadschas ein ganz anderer Plan verfolgt.



    Inhalt des Buches:


    Siebeneisen ist bei seiner Suche aus dem ersten Buch in Indien gelandet. Dort konnte er Matthew O´Shadys ausfindig machen. Dieser arbeitet inzwischen als Yogalehrer im Palast des Maharadschas von Joompla.


    Den Maharadscha plagen Geldsorgen, so dass er seinen Palast zu einem Hotel umfunktioniert hat. Aber er hat noch eine weitere Idee. Vor Jahren gab es in seiner Familie einen Glücksbringer in Form einer Ganesha-Statue. Doch um sie vor Feinden zu schützen, wurde sie in sieben Teile zerlegt und von James Cook in der ganzen Welt versteckt.


    Vom Maharadscha erhält Siebeneisen den Auftrag, alle Teile der Statue zu finden und wieder zurück zu bringen. Doch die Zeit läuft gegen ihn, denn eine andere Person macht auch Jagd auf die Teile und scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein.



    Meinung zu dem Buch:


    Das Buch ist die Fortsetzung von „Donnerstags im fetten Hecht“. Obwohl ich den Vorgängerband nicht kannte, kam ich gleich mit der Geschichte zurecht. Siebeneisen, Wipperfürth und der Schatten werden dem Leser schnell vertraut. Durch kleinere Rückblicke, erhält man auch einen Einblick in die vorangegangene Geschichte sowie die Beziehungen der drei Protagonisten zueinander.


    Während sich Siebeneisen auf Weltreise begibt, um buchstäblich die Nadel im Heuhaufen zu suchen, bleibt Wipperfürth in Indien zurück und stellt im Archiv des Maharadschas Nachforschungen an, wo denn die sieben Teile Ganeshas zu finden sind. Siebeneisen begibt sich auf Spuren von James Cooks dritter Südseereise.


    Dadurch erhält die Geschichte einen realen Bezug, der für mich sehr interessant war.
    An den verschiedenen Stationen, lernt der Leser die Eigenschaften der Bewohner und der Landschaft kennen. Kann so eintauschen in eine fremde Welt, fremde Kulturen und eine aufregende Schatzsuche.


    Bei dieser Schatzsuche verläuft natürlich nicht immer alles nach Plan und nicht zuletzt die Reiseplanung von Wippenfürth ließen mich mehr als einmal auflachen oder schmunzeln. Siebeneisen selbst strahlt eine gewisse Sympathie aus, die von seiner Tolpatschigkeit noch überstrahlt wird, ohne ihn dabei lächerlich zu machen.


    Eine kleinere, jedoch nicht unbedeutende Rolle nimmt die faule Kobra ein, die in der gleichnamigen Teestube wohnt und auf Rockmusik steht.


    Die Geschichte ist kurios, spannend, lehrreich und bietet einen großen Unterhaltungswert. Ich habe mich gerne von Stefan Nink zusammen mit Siebeneisen auf die Reise rund um den Globus begeben. Gepackt vom Abenteuer- und Reisefieber hätte die Suche meiner Meinung nach noch viel länger andauern können. So allerdings kehrten wir irgendwann nach Indien zurück, in der Hoffnung, bald wieder auf Reise gehen zu können.


    Der Autor ist selbst Weltreisender, was man sehr gut an detaillierten Beschreibungen der Orte, Einwohner und Kulturen feststellen kann. Zeitgleich beherrscht es der Autor, sein Wissen so zu verpacken, dass es in eine spannende und witzige Geschichte gepackt ist, bei der man neben der Unterhaltung auch noch etwas lernt.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Stefan Nink. Bis dahin werde ich einen Schritt zurückgehen und mich in den fetten Hecht begeben.



    Fazit:


    Eine spannende, witzige und lehrreiche Weltreise zwischen zwei Buchdeckeln, die den Leser mitnimmt und mit Abenteuer- und Reisefieber ansteckt. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes sehr gut und verständlich lesbar.



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    Informationen zum Buch:


    • Broschiert: 192 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag; Auflage: 1 (15. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3956690125
    • ISBN-13: 978-3956690129
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
    • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 2 cm
    • Preis: 12,95 EUR



    Zum Autor:


    Kaja Bergmann, Jahrgang 1992, studiert derzeit Germanistik in Marburg. Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Gabriel«, erschienen 2013 bei Bookspot, präsentiert die junge Autorin mit »Der Mephisto-Deal« ein weiteren spannenden All-Age-Thriller mit unerwarteten Wendungen, der Leser ab 14 Jahren fesseln wird. Ihr nächster Roman ist in Arbeit und wird Anfang 2015 bei Bookspot erscheinen.



    Kurzbeschreibung des Buches:


    Ich sitze hier mit sieben anderen in einem öden Klassenzimmer und diskutiere mit unserer Deutschlehrerin über Goethes »Faust«. Stoff nachholen fürs Abitur, na prima. Ansonsten ist die Schule verwaist, nur Herrn Udoriwitschs Mathekurs im Nebengebäude schwitzt über Formeln, nachsitzen we-gen eines Streichs. An einem Samstag, damit’s auch richtig wehtut. Okay, und jetzt wird’s heftig: Mitten im Diskurs über Mephisto springt der Schullautsprecher an und eine knarrende Stimme befiehlt Frau Sommer, die Tafel hochzuschieben. Dahinter stehen die Worte »Ich will, dass Udoriwitschs Kurs stirbt!« Die Stimme erklärt uns freundlich, dass wir alle krepieren werden, wenn wir diesen Satz nicht unterschreiben. Oder wenn wir zu lange zögern. Wir haben vergiftete Waffeln gegessen, Udoriwitschs Leute auch; wer als Erstes unterschreibt, bekommt das Gegenmittel, der andere Kurs stirbt. In wahrscheinlich zwei Stunden sind wir alle tot. Ich bin Finn, 18 Jahre alt. Ich stehe auf Fotosynthese - und mag seit Kurzem keine Waffeln mehr.



    Inhalt des Buches:


    Finn ist nicht gerade ein begeisterter Schulgänger, aber was muss das muss. Gerade fürs Abitur. Und da durch die Krankheit der Deutschlehrerin Stoff nachgeholt werden muss, schlägt er sich mit einigen seiner Mitschüler einen Samstag um die Ohren, um über Goethes „Faust“ zu diskutieren.


    Aber sie sind nicht alleine. Auch der Mathematikkurs ist anwesend. Zwar in einem anderen Trakt des Gebäudes, doch sie teilen das Leid, an einem Samstag in die Schule zu gehen.


    Noch könnte alles so harmlos sein, wäre da nicht Faust, der mit Mephisto einen Deal aushandeln muss. Und plötzlich ist die Frage, ging Faust nun eine Wette oder einen Pakt mit Mephisto ein, näher als ihnen lieb ist.


    Per Lautsprecher bekommen die Schüler beider Klassen den Hinweis, dass sie vergiftet wurden und nur noch zwei Stunden Zeit haben, den Satz, der an der Wand hinter der Tafel steht, zu unterschreiben. Dann erhalten sie das Gegengift. Aber, die andere Klasse wird dann sterben, denn der Satz an der Wand ist deren Todesurteil…



    Meinung zu dem Buch:


    Das zweite Buch der Autorin nimmt sich Goethes Faust und die Frage, wie würde man selbst im Angesicht des Todes entscheiden? Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Finn. Der 18jährige Schüler berichtet aus seiner Sichtweise, was er an diesem besonderen Samstagmorgen in der Schule erlebt und wie er sich fühlt. Dabei bekommt der Leser Finn sehr nahe, seine Gedanken und Einschätzungen anderer Mitschüler sind ihm zugänglich. Finn untermalt seine Beschreibungen durch kleine Skizzen, die er anfertigt oder die Mitschüler an die Tafel malen und man als Leser dennoch „sehen“ kann.


    Passend zur Geschichte, ist das Buch wie ein Drama in 5 Akte aufgeteilt. Die einzelnen Kapitel werden mit Wochentag, Datum und Uhrzeit überschrieben. Irgendwann beginnt Finn, dem Samstag in der Kapitelüberschrift selbstironische Bemerkungen beizufügen.


    Unterbrochen wird die Geschichte durch kurze Gedankenauszüge von Finn, die er auf eine Seite separat erfasst und durchnummeriert.


    Die ganze Geschichte ist kreativ, hat einen guten Bezug zum Deutschunterricht und ist in sich schlüssig und spannend. Das Ende ist passend zum Drama. Die Erzählweise ist flüssig und rasant, so dass sich die Seiten trotz der schweren Thematik gut lesen lassen.


    Das Buch wird für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen. Jüngeren Lesern würde ich es alleine von der Thematik her nicht empfehlen, dafür lege ich es auch älteren und vor allem erwachsenen Lesern ans Herz. Denn in einer solchen Situation, wie würde man da selbst entscheiden?



    Fazit:


    Mir hat das Buch sogar noch besser gefallen als das Debüt von Kaja Bergmann. Ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen und freue mich schon auf das nächste Werk dieser jungen Autorin.


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    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch: 208 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Dezember 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442382351
    • ISBN-13: 978-3442382354
    • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
    • Preis: 8,99 EUR


    Zum Autor:


    Jan Anderson, geboren 1974 in Schleswig-Holstein, arbeitete zunächst im elterlichen Fischereibetrieb. Er studierte Kommunikationswissenschaften in Helsinki; heute lebt und arbeitet er als Autor in Dithmarschen.


    Kurzbeschreibung des Buches:


    Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet! Wie absurd die Frage auch sein mag, das WWW spuckt garantiert und kostenlos eine noch absurdere Antwort aus. Ob die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert, der Nachbar zu laut poppt oder der Diesel nach Salatöl stinkt ... Hilfe ist nur einen Klick entfernt!
    Tauchen Sie ein in die Abgründe deutscher Webforen, und erfahren Sie aus erster Hand, was Ihre Mitmenschen bewegt: Sie werden Antworten auf Fragen finden, die Sie sich noch nie gestellt haben – und aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommen! Alles echt, alles im O-Ton, alles zum Schreien komisch!



    Meinung zu dem Buch:


    Das Internet als Antwortenkatalog auf alle Fragen, selbst auf solche, die man eigentlich gar nicht stellen würde. Der Autor hat sich hier die Mühe gemacht und einige dieser Fragen und Antworten aus verschiedenen Foren, Plattformen oder Webseiten zusammen zu tragen.


    Der Autor sortiert in seinem Buch die Beiträge nach bestimmten Kategorien:


    - Mein Nachbar wohnt nebenan
    - Stars in der Manege
    - Nur die Liebe quält
    - Meine Gurke ist die größte
    - Hauptsache mobil
    - Familie kann man sich nicht aussuchen
    - Mein Style ist geil


    Nach einigen einleitenden Worten, folgen Posts auf verschiedenen Seiten – natürlich auch mit Rechtschreibfehlern o.ä., und einer Quellenangabe. Aber auch größere Posts werden zitiert, inkl. Der erfolgten Antworten auf das Posting. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es noch ein „Best of der kluge Forensprüche und Signaturen“.



    Fazit:


    Kein Roman, aber ganz sicher eine witzige, leichte und unterhaltsame Lektüre zum immer wieder darin Schmökern und auch als Geschenkidee nicht zu verachten.


    4ratten

    Cassandra erbt von ihrer geliebten Großmutter Nell ein verlassenes Cottage in Cornwall. Verwirrt von der Tatsache, dass ihre Großmutter irgendwann dieses Anwesen gekauft hat, macht Cassandra sich auf Spurensuche. Wieso hat ihre Großmutter dieses Haus gekauft und wer war Nell gewesen?


    Meine erste Geschichte von Kate Morton habe ich gleich als Hörbuch genossen. Die Geschichte spielt in mehreren Ebenen. So begleitet man Cassandra im Jahre 2005 bei ihrer Spurensuche durch die Vergangenheit ihrer Großmutter Nell.


    Als Nell von ihrem Vater erfährt, dass sie nicht sein leibliches Kind und ihre Heimat nicht Australien ist, sondern mutterseelenallein im Hafen gefunden wurde, bricht zunächst eine Welt für sie zusammen. Jahre später bekommt sie von ihrem Vater den Koffer samt Inhalt, den sie damals bei ihrer Ankunft dabei hatte. In den 70er-Jahren fängt Nell schließlich an, nach ihren Wurzeln zu suchen und ihre Suche führt sie dabei nach Cornwall.


    Der letzte Strang ist Eliza gewidmet. Als Teil eines Zwillingspärchens, ist sie eine begnadete Geschichtenerzählerin. Nach dem Tod ihrer Mutter und dem tragischen Unfall ihres Zwillingsbruders, wird sie Anfang des 20. Jahrhunderts von ihrem Onkel in dessen Haushalt aufgenommen. Der Adelssitz beeindruckt die junge Eliza, vor allem der Garten mit dem verwunschenen Labyrinth haben es ihr angetan. Mit ihrer Cousine Rose schließt sie bald Freundschaft, doch bald soll sich alles verändern.


    Bisweilen hat man das Gefühl, dass sich die Autorin von Frances Hodgson Burnetts geheimen Garten hat inspirieren lassen. Die Geschichte ist sehr verstrickt, die Stränge laufen zunächst losgelöst nebeneinander her und vermischen sich erst langsam im zweiten Teil des Buches. Cassandra, Nell und auch Eliza werden dem Leser schnell vertraut.


    Die Sprecherin Doris Wolters schafft es problemlos, jeder der Frauen einen eigenen Charakter einzuhauchen und diesen mit ihrer Stimme kenntlich zu machen. Daher war es für mich kein Problem, die drei Frauen beim Hören zu unterscheiden. Schon nach wenigen Minuten hatte mich die Sprecherin für sich eingenommen und gespannt lauschte ich der Geschichte, die immer verzwickter wurde, so dass ich mich schon sehr konzentrieren musste, um zu wissen, in welcher Zeit sich die Geschichte gerade befindet.


    Doris Wolters schafft es, Stimmungen, Emotionen und Situationen mit ihrer Stimme zum Leben zu erwecken. Sie zieht den Hörer in ihren Bann und lässt ihn die ganzen Emotionen des Buches miterleben. Aber auch der geheimnisumwitterte Garten entsteht vor den Augen des Zuhörers und obwohl es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Fassung handelt, fehlt nichts entscheidendes, so dass die Geschichte in sich weiterhin stimmig und nachvollziehbar ist.


    Das Hörbuch umfasst 6 Audio-CDS mit rund 465 Minuten Hörzeit.


    Fazit:
    Mich konnten sowohl die Autorin als auch die Sprecherin mit diesem Hörbuch von sich überzeugen. Ein Hörgenuss, der den Hörer fesselt und in eine geheimnisvolle Geschichte mitnimmt.


    5ratten

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    Informationen zum Buch:


    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Januar 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442381878
    • ISBN-13: 978-3442381876
    • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 4,4 cm
    • Preis: 9,99 EUR



    Zum Autor:


    Sarah Benedict ist das Pseudonym eines höchst erfolgreichen Autors historischer Romane. Mit seinen Südsee-Sagas erfüllt er sich einen schriftstellerischen Traum.



    Kurzbeschreibung des Buches:


    1932, Port Rabaul in der Südsee. An einem Traumstrand heiratet die samoanische Prinzessin Elsa Fa’alua den deutschen Handelsmann Henning Matthes. Ihm zuliebe will sie die Insel der Orchideen und blauen Schmetterlinge verlassen und in seine Heimat ziehen. Doch Hennings Spielsucht treibt ihn in die Flucht von der Insel. Auf sich allein gestellt findet Elsa Unterschlupf in der Villa eines mysteriösen Engländers, über den wilde Gerüchte kursieren ... Bei ihm lernt sie Paulette und Iolana kennen, mit denen sie eine unverbrüchliche Freundschaft teilen wird – und ein gefährliches Geheimnis.



    Meinung zu dem Buch:


    Für Prinzessin Elsa geht ein Traum in Erfüllung. Als Tochter einer samoanischen Mutter und eines deutschen Vaters hat sie nie wirklich zu einer der beiden Seiten gehört. Auch als Prinzessin war ihr Stand eher schwierig. Doch durch die Hochzeit mit einem angesehenen deutschen Handelsmann soll sich dies ändern. Elsa freut sich schon auf ihre neue Heimat, die zugleich die Heimat ihres Vaters gewesen ist.
    Doch dann kommt alles anders als gedacht. Ihr Mann Henning zeigt schon in der Hochzeitsnacht sein wahres Gesicht und seine Spielsucht. Mit dieser treibt er seine kleine Familie in den Ruin und verschwindet über Nacht von der Insel.
    Alleine auf sich gestellt, sucht Elsa Schutz und Hilfe in der Villa eines reichen mysteriösen Engländers. Zwar findet sie dort Unterschlupf, doch der Preis, den sie dafür zahlen muss, ist hoch.



    In ihrem/seinem neusten Roman entführt die/der Autor/in den Leser in die Südsee. Man lernt zunächst Elsa und ihre familiären Hintergründe kennen und feiert auch sogleich ihre erträumte Hochzeit mit ihr.


    Schnell aber wird klar, dass Elsa immer unglücklicher wird und sie um ein wenig Glück durch ihre Entscheidungen kämpft. Dabei ist Elsas Weg immer sehr steinig.
    Die Geschichte ist spannend und flüssig geschrieben. Schnell taucht man in die Südsee ein, wobei ich im Vergleich zum ersten Buch sagen muss, dass das Flair der Südsee etwas schwächer vermittelt wird. Trotzdem kann man sich gut in die historische Südsee weg träumen.


    In dem Buch werden jede Menge Figuren eingeführt, die alle ihre eigenen Geschichten haben. Diese Geschichten und Ereignisse laufen alle parallel zur Geschichte von Elsa und ergänzen diese.


    Elsa wird von allerlei Schicksalsschlägen gebeutelt, schafft es aber immer wieder alleine oder mit Hilfe von Freunden, sich aufzuraffen und weiterzumachen. Zwar kommen sehr viele Rückschläge zusammen, jedoch werden diese glaubhaft aneinander gereiht und logisch beschrieben. Elsa hat von Anfang an kein einfaches und leichtes Leben. Die ganzen Rückschläge verdeutlichen dies noch einmal zusätzlich.


    Das Tempo der Geschichte wechselt immer wieder, aber sie wird nie langweilig. Der rote Faden zieht sich durch das Buch und regt den Leser an, weiterzulesen. Elsa wird dem Leser schnell vertraut und nimmt immer mehr Gestalt an. Man kann sogar nachvollziehen, wieso Elsa sich wie entscheidet, auch wenn man selbst einen anderen Weg gegangen wäre.



    Fazit:


    Ein prall gefüllter historischer Roman, der den Leser in die Südsee entführt und Teil der Geschichte um Elsa Fa’alua werden lässt.


    4ratten

    (Untertitel: oder Warum das Universum keinen Plan hat)


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    Informationen zum Buch:


    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag (3. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3809026336
    • ISBN-13: 978-3809026334
    • Originaltitel: Alex Woods VS The Universe
    • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,7 x 4 cm
    Preis: 19,99 EUR



    Zum Autor:

    Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel.
    Sein erster Roman »Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat« schlug in Großbritannien ein wie ein Meteorit – Alex Woods eroberte die Herzen der Leser im Sturm und die Presse feierte den Roman als DIE Entdeckung des Jahres.


    Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield und schreibt an seinem zweiten Roman.



    Homepage des Autors:


    http://www.alexwoodsbook.co.uk/



    Kurzbeschreibung des Buches:

    Eine Geschichte, die erzählt, wie besonders Freundschaft sein kann
    Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.


    Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
    Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …



    Meinung zum Buch:


    Gerade mal 10 Jahre ist Alex Woods alt, als ein Meteorit das heimische Dach durchschlägt, ihn am Kopf trifft und ihn ins Koma versetzt. Als er wieder erwacht, wird schnell klar, dass Alex an einer Form der Epilepsie leidet. Zusammen mit seinem betreuenden Arzt lernt er nach und nach, die Anfälle zu kontrollieren.


    Aber wäre das nicht schon schlimm genug, gilt er in der Schule schon bald als Sonderling. Dass seine Mutter über hellseherische Fähigkeiten verfügt, verschlimmert die Situation zusätzlich. Als Alex eines Tages mal wieder auf der Flucht vor seinen Mitschülern ist, sucht er Schutz bei Mr Peterson. Der übellaunige und zurückgezogen lebende Mann will erst gar nichts mit Alex zu tun haben, doch schon bald kommen sie sich näher und werden Freunde.


    Als Alex 17 ist, muss er seine Freundschaft zu Mr Peterson beweisen und eine schwere Entscheidung treffen …



    Das Buch beginnt mit dem 17jährigen Alex, der an der Grenze zu Dover aufgegriffen wird. Während er von den Polizisten verhört wird, erfährt der Leser, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Angefangen von dem Tag an, da Alex eine unfreiwillige Bekanntschaft mit einem Meteoriten machte.


    Allein diese Geschichte ist sehr schräg, aber irgendwie doch faszinierend. Alex überlebt den Zusammenstoß mit dem Meteoriten und liegt danach im Koma. Als er wieder aufwacht, stellt er schnell fest, dass er unter einer Form von Epilepsie leidet. Zusammen mit seinem behandelnden Arzt, versucht er, die Epilepsie in den Griff zu bekommen.
    Dabei stellt Alex eine Menge Fragen. Nicht nur zu seiner Krankheit oder was mit ihm passiert ist, sondern auch Fragen zu dem Meteoriten. Ihm zur Seite stehen nicht nur sein behandelnder Arzt, sondern auch eine Astrophysikerin. Alex stellt viele Fragen und so lernt auch der Leser zwangsläufig einiges über Epilepsie, das Gehirn und Meteoriten.


    Durch den Schreibstil, ist das aber keineswegs langweilig, sondern sehr interessant und fügt sich gut in die Geschichte ein.
    Als Alex schließlich Mr Peterson kennenlernt, fängt Alex an, sich für die Bücher von Kurt Vonnegut zu interessieren. Der Autor lässt mit vielen Zitaten den Leser Einblick in die Bücher des Autors nehmen.


    Alex diskutiert und philosophiert viel mit Mr Peterson, seinem Arzt oder der Astrophysikerin, so dass ich mich manchmal gefragt habe, ob das für einen Jungen in seinem Alter wirklich normal ist. Aber Alex ist ja auch nicht mehr ganz normal.


    Trotz der ganzen Diskussionen und philosophischen Debatten entwickeln sich sowohl die Geschichte, wie auch die Beziehung zwischen Alex und Mr Peterson weiter. Man spürt als Leser, wie die zarte Pflanze zwischen ihnen stetig wächst, Rückschläge hinnehmen und doch gestärkt weiterwachsen kann. Als Alex schließlich eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss, kann man sich als Leser nicht vorstellen, wie man selbst in einer solchen Situation entscheiden würde. Jedoch kann man Alex sehr gut verstehen, seine Gründe und auch seine Reaktionen.



    Fazit:


    Die Geschichte ist skurril, schräg, spannend, aber auch traurig. Sie nimmt den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt und hält ihn noch Tage nach beenden des Buches gefangen.



    5ratten

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    Zum Autor:


    Roland Spranger, Jahrgang 1963, arbeitet als Betreuer in Wohneinrichtungen für geistig Behinderte. Daneben betätigt er sich auch in verschiedenen Live-Literatur-Projekten. 2002 erschien sein Roman »ThRAX« im Rake Verlag (Kiel). Außerdem wurden seine Theaterstücke (z.B. "Tiefseefische", "Das Comeback des Jahres") auf zahlreichen deutschen Bühnen gespielt. Sein Thriller "Kriegsgebie-te" ist im Bookspot Verlag erschienen. Der Roman wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2013 in der Sparte "Roman" ausgezeichnet. Im November 2013 erscheint ebenfalls bei Bookspot der Roman "Elementarschaden".



    Website des Autors:


    http://www.roland-spranger.de


    Kurzbeschreibung des Buches:


    Privatdetektiv Thorsten Kulik wird von einer Versicherung beauftragt, Blitzunfälle mit Personen-schaden zu untersuchen. Er trifft auf merkwürdige Blitzopfer: Einen Einsiedler mit Alien-Kontakt. Eine durchgeknallte Rock-Band. Eine komplette Fußballmannschaft.


    Währenddessen muss Thorstens Kompagnon Ralf das Tagesgeschäft aufrechterhalten: Ehebruch, Schwarzarbeit, Nachbarschaftskriege. Die Arbeit wird für die Detektive unangenehm, als ein Stalker anfängt, ein bösartiges Spiel mit ihnen zu treiben. Immer ist ihr Gegner einen Schritt voraus. Die beiden Ermittler leben zunehmend gefährlich. Als Thorsten Annika trifft, wird die Situation noch chaotischer. Nach einem Blitztreffer hat sie das Gedächtnis verloren: An guten Tagen kann Annika sich nicht an die Namen ihrer Kinder erinnern an schlechten Tagen weiß sie nicht, dass sie Kinder hat. Thorsten interessiert sich ein bisschen zu sehr für Annika. Im besten Fall unprofessionell Elementarschaden vorprogrammiert.



    Meinung zu dem Buch:


    Privatdetektiv Thorsten Kulik bekommt von einer Versicherung einen neuen Auftrag. In letzter Zeit häufen sich bei der Versicherung die Anzahl der Blitzunfälle mit Personenschaden. Kulik soll ermitteln, ob die Geschichten der Personen stimmen oder ob sie nur etwas vorspielen. Immerhin ist es sehr schwer, einen Blitzunfall mit Personenschaden zu überprüfen.


    Kulik nimmt den Auftrag an und trifft auf merkwürdige Opfer. Der erste Kandidat hat vier Blitzunfälle überlebt und glaubt seitdem an Aliens. Eine ganze Rockband wurde angeblich vom Blitz getroffen und spielt seither ohne Strom, da sie ihr eigenes Kraftwerk sind. Eine Frau hat ihr komplettes Gedächtnis verloren und eine Fußballmannschaft hat es auf dem Spielfeld umgehauen.


    Während sein Partner Fällen wie Untreue, Ehebruch oder Schwarzarbeit nachgeht, ermittelt Kulik ausschließlich in Sachen Blitzunfällen.


    Als auf einmal ein Stalker die beiden Ermittler verfolgt, wird ihnen beiden das Leben schwer gemacht. Nicht nur sabotiert der Stalker ihre Arbeit, er wird auch handgreiflich gegenüber den Ermittlern. Sowohl Thorsten als auch sein Kollege Ralf schweben plötzlich in Lebensgefahr. Aber warum?



    Dies war mein erstes Buch von Roland Spranger. Ein Krimi, der ganz ohne großes Blutvergießen, Leichen und Autopsien auskommt. Die Grundidee der Geschichte hatte gleich zu Beginn meine Neugierde geweckt. Wie stellt man fest, ob ein Blitzopfer lügt oder die Wahrheit spricht? Aber es dreht sich nicht nur um die Blitzopfer. Im zweiten Strang taucht ein Stalker auf, der das Leben der beiden Ermittler erschwert und bedroht. Was steckt hinter dem Stalker, was will er und wie kann man ihn stoppen?


    Die Geschichte ist eher ruhig geschrieben, aber nicht ohne eine gewisse Grundspannung. Der Autor hat einen sehr schönen einnehmenden Schreibstil, bei dem man zwar eher langsamer liest, aber sich dabei nicht langweilt. So kommen dem Leser die rund 260 Seiten viel mehr vor.


    Die Spannung wird zum einen durch die Ermittlungen hinsichtlich der Blitzopfer, zum anderen durch den Stalker erzeugt. Als sich dann Kulik noch in eine Geschädigte verliebt, keimt auch eine kleine Liebesromanze auf.


    Der Protagonist Thorsten Kulik wird dem Leser schnell vertraut. Auch wenn man nicht sehr viel von ihm erfährt, kann man ihn sich doch gut vorstellen und fängt sehr schnell an, zusammen mit ihm zu ermitteln. In der auktorialen Erzählweise begleitet der Leser ausschließlich Thorsten Kulik. Seinen Kollegen Ralf lernt man vor allem über dessen Berichte kennen. Diese spricht er immer auf ein Diktiergerät.


    Die Geschichte ist gut konstruiert. Man ist von Anfang an verwirrt, was den Stalker angeht. Auch bei den Blitzopfern kann man keine richtige Einschätzung abgeben. Erst gegen Ende lösen sich die Stränge, Verbindungen und Lügen auf. Das Ende ist logisch und schlüssig.


    Das Buch ist gebunden, hat ein wunderschönes zur Thematik passendes Cover und wurde zudem mit einem Lesebändchen versehen.



    Fazit:


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war eine ganz andere Art von Krimi, die deutlich macht, dass man nicht immer Blutlache und viele Leichen braucht, um einen unterhaltsamen Krimi zu schreiben.


    5ratten

    Die junge Charlotte Pauly verlässt 1890 Berlin, um in England nicht nur eine Stelle als Gouvernante anzutreten, sondern auch ein neues Leben anzufangen. Die achtjährige Emily Clayworth hat vor kurzem erst ihre Mutter verloren und soll nun durch eine Hauslehrerin wieder einen geregelten Alltag bekommen.


    Leider leidet Emily unter furchtbaren Alpträumen, in denen sie glaubt ihre Mutter zu sehen. Und auch sonst ereignen sich merkwürdige Dinge in dem alten Herrenhaus. Cahrlotte trifft auf eine Wand des Schweigens, denn weder Emilys Vater noch die Dienstboten wollen Charlotte sagen, wie Emilys Mutter gestorben ist und was sich hinter dem Todesfall verbirgt. Gemeinsam mit dem Journalisten Tom Ashdown, der die seltsamen Gegebenheiten im Auftrag der Society of Phychical Research untersuchen soll, trägt Charlotte nach und nach jedes Puzzlestück, das sie finden kann, zusammen.


    Die Geschichte fängt sehr düster mit einem Prolog an. Eine Frau irrt nachts durch einen Wald. Sie hat spürbar Angst, aber vor was oder wem?


    Nach diesem Prolog geht es mit Charlotte Pauly in Dover weiter. Charlotte kommt gerade auf der Insel an, um ihre neue Stellung anzutreten. Sie ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und möchte diese auf der Insel ein für alle mal vergessen. Mit ihrer neuen Stellung als Gouvernante in einem alten Herrenhaus gedenkt sie dies zu tun. Die achtjährige Emily ist ihr gegenüber auch sehr aufgeschlossen, doch man merkt deutlich, dass das Kind etwas bedrückt.


    Charlotte will sich schnell auf Chalk Hill einleben. Doch das ist nicht einfach. Irgendein Geheimnis belastet die Bewohner des Herrenhauses und Charlotte steht vor einem Rätseln. Niemand will mit ihr reden. Als sich dann auch noch seltsame Geschehnisse im Haus ereignen, wird der Journalisten Tom Ashdown dazu gerufen. Gemeinsam versuchen sie die Rätsel und Geschehnisse im Haus zu lösen und geraten dabei selbst in Gefahr.


    Die Handlung gliedert sich in zwei Stränge. Zum einem begleitet der Leser Charlotte bei ihren Bemühungen in Chalk Hill heimisch zu werden und Emily zu helfen. Zum anderen lernt man Tom kennen, der nach dem Tod seiner Frau sehr skeptisch hinsichtlich übersinnlichen Phänomen steht. Beide Stränge verlaufen eine ganze Weile nebeneinander her, ohne sich dabei zu berühren. Erst auf Charlottes nachdrücklichem Wunsch, dem Kind besser bei seinen Alpträumen helfen zu können, wendet sich der Vater an die Society of Phychical Research. Diese schickt Tom nach Chalk Hill und ab da kreuzen sich die Handlungsstränge.


    Der unheimliche Prolog lässt den Leser zunächst verwirrt zurück.Wer ist diese Frau, die dort Nachts im Wald herum irrt und was geschieht mit ihr? Aber schnell ist man von der danach folgenden Geschichte gefangen. Die Autorin versteht es, den Leser mit ihrem Schreibstil an die Geschichte zu binden. Die ganzen Geschehnisse und Geheimnistuerei treiben nicht nur Charlotte zur Weißglut. Man spürt als Leser deutlich Charlottes Verzweiflung, sie möchte Emily helfen, weiß aber nicht wie und diese Wand des Schweigens macht es nicht gerade einfacher. Auch Emilys Angst und ihr fester Glauben, dass ihre Mutter doch noch leben könnte, ist für den Leser greifbar.
    Die Figuren sind sehr facettenreich und glaubwürdig. Als stärkste Person steht natürlich Charlotte in Vordergrund, gefolgt von Tom, der auch seine Geschichte hat.
    Obwohl die Geschichte immer wieder zwischen Charlotte und Tom hin und her wechselt, wird der Lesefluss in keinster Weise unterbrochen. Wie ein Sog zieht die Geschichte den Leser mit sich und gibt ihn erst am Ende wieder frei.
    Die Geschichte ist so konstruiert, dass man als Leser unwillkürlich mit anfängt zu rätseln und helfen will, die Geschehnisse und Geheimnisse auf Chalk Hill zu lösen. Wie hängen die ganzen Puzzleteile zusammen, die Charlotte nach und nach ausfindig macht? Was ist wirklich mit Emilys Mutter geschehen?


    Man stellt als Leser seine eigenen Vermutungen an, eine Auflösung allerdings gibt es erst am Ende. Bis dahin bleibt die Spannung konstant hoch. Neben dieser mysteriösen Geschichte bietet die Autorin dem Leser zudem noch einen Einblick in die britische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts mit all ihren Konventionen und Zwängen.
    Sehr interessant fand ich die Hinweise auf noch heute bekannte Literatur, Personen oder Theaterstücke. Dies machte die Geschichte noch authentischer.


    Auch der Thematik der übersinnlichen Phänomenen widmet sich die Autorin. Allerdings als neutrale Beobachterin zeigt sie auf, wie diese in der damaligen Zeit aufkamen und zu etablieren versuchten.




    Fazit:


    Ein Ausflug auf die Insel des 19. Jahrhunderts mit einigen bekannten Persönlichkeiten und mysteriösen Geschichten. Spannende Unterhaltung für einige Lesestunden, bei denen der Leser zum Mitdenken und -raten animiert wird. Eine Geschichte, die noch lange im Leser nachhallt.


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    Kurzbeschreibung:


    Die junge Krankenschwester Laura kann ihr Glück kaum fassen. Hals über Kopf hat sie sich in einen wunderbaren Mann verliebt, und nach einer Blitzhochzeit folgt sie ihm nun auf seinen Landsitz. Wie ein verwunschener Ort liegt er inmitten einsamer Wälder an einem See. Doch schon bald fallen Schatten auf das Idyll. Nacht für Nacht wird Laura von Alpträumen geplagt, in denen ihr eine fremde Frau erscheint. Wer ist sie? Laura macht sich auf, das Geheimnis zu lüften und kommt dabei einer großen Liebe auf die Spur – und einem schrecklichen Verrat …



    Über die Autorin:


    Christiane Sadlo arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin, Dramaturgin und Journalistin. Seit 1991 schreibt sie äußerst erfolgreich für Film und Fernsehen. Aus ihrer Feder stammen unter anderem viele Drehbücher für Fernsehserien wie Familie Dr. Kleist (ARD) und die Inga-Lindström-Verfilmungen im ZDF.



    Meinung zum Buch:


    Gerade erst hat sich Laura von ihrem Freund getrennt, mit dem sie 3 Jahre zusammen war, als sie auch schon den nächsten Mann findet und ihn prompt nach gerade mal 3 Monaten heiratet.


    Zusammen mit ihrem Mann Jan verlässt sie München, um in seiner Heimat ein neues Leben anzufangen. Das Elternhaus von Jan ist ein altes Jägerhaus in der Uckermark. Idyllisch an einem See gelegen, verliebt sich Laura sofort in den alten Kasten und fühlt sich glücklicher denn je.


    Ganz in der Nähe wohnen auch Hanno, seine Tochter Elke und ihr Mann Marius. Hanno, den Jan schon seit Kindesbeinen kennt, hat sich während Jans Abwesenheit um das Haus und den Besitz gekümmert. Auch Hannos Tochter Elke kennt Jan bereits von klein auf und er freut sich, die beiden mal wieder zu sehen.


    Jedoch plagen ihn auch Bedenken, ob Laura das Haus gefällt, ob sie sich in der Gegend wohl fühlen wird und wie sie mit seinen Bekannten zurecht kommt.
    Doch Laura überrascht ihn, denn sie verliebt sich in das Haus und kommt sowohl mit der Gegend wie auch mit seinen Bekannte sofort klar.


    Nach und nach schleichen sich aber Bedenken bei Laura ein. Sie kennt weder Jans Vergangenheit, noch seine bereits verstorbene Familie, noch die Geschichte des Hauses. Und irgendwie hat sie immer das Gefühl, dass jemand im Haus ist, dort herumschleicht und ihr Angst macht.


    Was für eine tragische Geschichte trägt das Haus in sich und kann Laura die Schatten der Vergangenheit auflösen ohne selbst dabei zu Grunde zu gehen?




    Die Geschichte fängt sehr düster mit einem Prolog an. Eine Frau ist gefangen, sie weiß nicht wo sie ist, wieso sie gefangen ist und wie es weiter gehen wird. Sie hat nur schreckliche Angst. Wer ist diese Frau?


    Um das zu klären, fängt sie Geschichte 6 Monate früher an. Laura schwebt im siebten Himmel. Sie hat ihren Traummann gefunden, ihn geheiratet, die Brücken hinter sich abgebrochen und sich auf den Weg in ein neues Leben gemacht. Zunächst klingt das sehr naiv, aber wer schon einmal verliebt war, der kann dies vielleicht nachvollziehen. Zumal Laura zuvor eine herbe Enttäuschung mit ihrem Ex-Freund erlebt hat.


    Bis dahin ist die Geschichte locker, leicht und sonnig. Aber kaum kommen Laura und Jan bei Jans Elternhaus, wird die Stimmung zusehend düsterer. Zwar möchte man an die Idylle glauben, die das Elternhaus mit dem dazugehörenden See verbreitet, doch spürt man deutlich, dass es ein dunkles Geheimnis in Jans Vergangenheit gibt und das Haus dabei keine unbedeutende Rolle zu spielen scheint.


    Als Leser möchte man dem Geheimnis gerne auf die Spur kommen. Doch das ist gar nicht so einfach. Die Autorin schafft es, mit Worten sowohl eine glaubhafte düstere Stimmung zu erzeugen, wie auch Lauras Angst – vor allem in den Nächten – greifbar zu machen. Man leidet mit Laura mit und möchte wie sie aus dem ganzen Drama einfach nur noch aufbrechen. Aber Laura ist treu, sie steht zu ihrem Wort und ihrem Ehemann und befindet sich daher bald selbst in Gefahr. Aber woher rührt diese? Wer oder was steckt dahinter?


    Auf rund 400 Seiten fesselt die Autorin den Leser mit ihrem Schreibstil an das Buch. Der Aufbau des Buches ist dabei in einzelne Monate gegliedert. Bis zu der Szene im Prolog sind es 6 Monate, die vergehen müssen. Innerhalb der Zeitabschnitte wird die Geschichte dann noch einmal in einzelne Kapitel unterteilt.


    Die Protagonisten sind sehr facettenreich. Jeder hat irgendwie ein Geheimnis, das er mit sich herumträgt. Laura ist die stärkste Figur in dem Buch und auch die plastischste. Bei einigen Figuren merkte man deutlich, dass sie eine Rolle spielen. Durch kleine Einblendungen, in denen man als Leser die Gedanken der Personen mitnehmen konnte, merkte man, dass sie sich anders gaben, als sie tatsächlich waren.


    Diese Eigenart machte die Figuren glaubhafter. Immerhin versuchen sie mit aller Gewalt Laura ein idyllisches Leben vorzugaukeln.


    Etwas verwirrend fand ich mal wieder den Klappentext. Auf diesem wird von einer Marie gesprochen. Im Text heißt die Protagonisten jedoch Laura.



    Fazit:


    Eine spannende düstere Geschichte, die zum einen eine Liebesgeschichte, aber auch ein schreckliches Geheimnis in sich birgt und den Leser für einige Stunden in die Uckermark entführt.


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    Zum Autor:


    Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bevor sie sich dort niederließ und als Journalistin arbeitete, studierte sie an der Universität Manchester. Mhairi kennt den Ort, an dem Rachel und Ben sich kennenlernen, also wie ihre Westentasche. Und wie ihre Figuren liebt sie es, ein Glas Wein zu trinken und bei gutem Essen mit Freunden zusammenzusitzen. „Wir in drei Worten“ ist ihr erster Roman.



    Kurzbeschreibung des Buches:



    Zu Unizeiten waren sie unzertrennlich.
    Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber.



    Inhalt des Buches:

    Rachel und Rhys sind seit rund 13 Jahren ein Paar. Sie stehen kurz vor der Hochzeit als es gewaltig zwischen ihnen kracht. Eigentlich ging es nur um die Wahl der Musik bei ihrer Hochzeit, doch in Wahrheit brodelte es schon seit längerem. Rachel wagt schließlich den alles entscheidenden Schritt, löst die Verlobung und zieht aus.


    Von ihrer besten Freundin erfährt Rachel, dass Ben wieder in der Stadt ist. Ben, den sie zu Beginn ihrer Unizeit kennengelernt hat, als das Leben noch einfach und sorgenfrei war. Beide haben sich gleich von Anfang an gut verstanden. Sie lagen auf einer Welle und konnten doch einfach nur beste Freunde sein, denn Rachel war schon mit Rhys zusammen. Das ganze Studium hindurch bleiben sie befreundet, nichts scheint sie trennen zu können. Doch dann kommt der letzte Abend vor dem Abschlussball. Dieser Abend wird alles in ihren Leben verändern und sie werden sich sehr lange nicht mehr wiedersehen.


    Doch nun, zehn Jahre später, ist es endlich wieder so weit. Rachel und Ben treffen wieder aufeinander und sie spüren, dass die alte Vertrautheit immer noch da ist. Zwar ist Ben mittlerweile verheiratet, doch tut das ihrer Freundschaft keinen Abbruch. Wie in alten Zeiten reden, lachen und unternehmen die beiden viel miteinander.


    Aber Rachel merkt, dass sie mehr will als nur Freundschaft. Kann das gut gehen? Zeitgleich überschlagen sich auch die Ereignisse in ihrem beruflichen Umfeld und Rachel weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann.



    Meinung zu dem Buch:


    Das Erstlingswerk von Mhairi McFarlane hat mich gleich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Ruhig, bedächtig, aber trotzdem spannend mit einer sehr schönen eingehenden Sprache erzählt die Autorin die Geschichte von Rachel und Ben.


    Der Klappentext gibt leider nicht viel Aufschluss über den Inhalt des Buches und auch die Kurzbeschreibung verspricht eine eher vorhersehbare Geschichte. Tatsächlich ist es auch so, dass ich das Ende so erwartet habe. Nicht aber den Weg dorthin. Das Buch umfasst fast 500 Seiten, doch merkt man diese nicht.
    Erzählt wird die Geschichte von Rachel und Ben. Zu Beginn befindet sich der Leser in der Gegenwart als sich Rachel gerade von ihrem langjährigen Freund und Verlobten Rhys trennt. Als sie hört, dass ihr alter Unifreund Ben wieder in der Stadt ist, schweifen ihre Gedanken zurück zu jener Zeit, als sie beide noch jung und unbeschwert waren. Diese Rückblenden schaffen beim Leser ein sehr deutliches Bild für die starke Freundschaft, die zwischen Rachel und Ben bestanden hat.


    Man kann sich anhand der ganzen Andeutungen zwar denken, was letztlich zum Bruch zwischen den beiden geführt hat, jedoch ist es dennoch spannend zu erfahren, wie es dazu kam. Auch die Frage, wie Ben auf Rachel nach so langer Zeit reagieren wird, steht im Raum. Aber Ben und Rachel knüpfen an ihr altes Verhalten und ihre alte Vertrautheit von damals wieder an. Nur ist Ben zwischenzeitlich verheiratet.


    Es ist zwar eine einfache Geschichte, doch die wunderbare Sprache der Autorin macht sie so besonders. Die Geschichte ist an keiner Stelle langweilig oder zäh. Sie entwickelt sich und es gibt auch einige unvorhersehbare Ereignisse, die diese Entwicklungen noch zusätzlich vorantreiben. Rachel und Ben werden, nicht zuletzt durch die vielen Rückblenden, dem Leser sehr sympathisch und plastisch. Rhys dagegen wirkt sehr blass und bleibt eher im Hintergrund. Auch Rachels vier Freunde müssen ein wenig zurückstecken, obwohl sie einen Platz in ihrem Leben haben. Das Buch dreht sich vor allem um Rachel und Ben und ihre Beziehung zueinander, in der Vergangenheit und Gegenwart.


    Natürlich steht die Geschichte von Rachel und Ben im Vordergrund, jedoch kommt auch Rachels privates und berufliches Leben nicht zu kurz. Gerade im beruflichen Umfeld von Rachel knallt es gewaltig, was die Autorin sehr spannend und mitfühlend beschrieben hat. Nachvollziehbar taucht der Leser in die Situation von Rachel ein, leidet mit und möchte ihr irgendwie helfen.


    Der Humor von Rachel lässt den Leser an so mancher Stelle schmunzeln und kichern. So manche Reaktion von Rachel lockert die Geschichte auf, unterbricht aber in keinster Weise den Lesefluss, der nach Beginn des Buches konstant spannend bleibt.
    Zwar kann man anhand der Kapitelüberschriften nicht erkennen, ob ein Kapitel in der Gegenwart oder Vergangenheit spielt, doch wird dies dem Leser sehr schnell deutlich.

    Fazit:


    Das Buch ist ein wundervoller Roman, der nicht nur durch seine Geschichte, sondern vor allem auch durch den Schreibstiel den Leser fesseln und bezaubern kann. Ich freue mich schon auf weitere Werke von Mhairi McFarlan.


    5ratten