Beiträge von Marypipe

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Puh, ich habe soeben das Buch fertig gelesen. Ich konnte mich in den vergangenen 4 Tagen, in denen ich das Buch von Anfang bis Ende gelesen habe, kaum trennen und las eigentlich fast in jeder freien Minute. Ich muss das nun erst einmal setzen lassen, bevor ich meine abschließende Rezension darüber schreibe. Aber ich kann schon mal sagen, dass es mich sehr beschäftigt und bewegt hat. Ein großartiges Buch!

    Sodele, ich bin ungefähr an der Stelle, wo der junge Pfarrer Toti Agnes den zweiten Besuch abstattet.

    Obwohl das Buch bisher gar keine grausigen Stelle hatte, habe ich heute Nacht sehr lebhafte Albträume gehabt und ich glaube, irgendwie hing das mit diesem Buch zusammen. Verrückt. Vielleicht sollte ich nicht mehr bis nachts um 2 lesen. Ich bin wahrlich eine Nachteule.


    Grüße,

    Marypipe


    Marypipe

    Den Messner mochte ich schon immer, und seit er sich aktiv für den Schutz der Berge einsetzt, mag ich ihn noch mehr. Dann darf er auch gerne speziell sein. Ich würde ja liebend gerne mal fünf seiner sechs Museen besichtigen, aber die sind allesamt zu weit weg.

    Wir waren diesen Sommer im Schnalstal, davor am Eingang thront ja Juval, sein Schloss. War aber zu der Zeit geschlossen, weil er es ja selbst bewohnt zu der Zeit. Außerdem waren wir dann noch einige Tage in St. Peter, dem Geburtsort von Messner, im dem noch seine halbe Familie lebt und auf deren Friedhof sein Bruder liegt. Dort hört man automatisch von ihm. Wir hatten es letztes Jahr zu einem Vortrag seiner Reihe (Über)leben geschafft. Es war toll.

    Ich bin auch schon um das Buch rumgeschlichen.

    Ich kenne die beiden zwar auch schon lange, aber live gesehen habe ich sie noch nie und viele Dokus hab ich bisher auch noch nicht gesehen, daher schweben sie mir nur vom Hören/Sagen im Kopf.


    Vielleicht lese ich das Buch mal oder sehe sie mir live an.

    Ich habe ja auch schon Messner live gesehen und war überrascht, wie sympathisch der mir ist. Ich las vorher viel über ihn, da kam er immer als sehr speziell rüber. Aber ich muss sagen, ich mag speziell. 🙄

    So, also ich wäre dann jetzt mit dem Buch durch.


    Hier also meine Rezension:


    Inhaltsangabe

    Am 30. August 1975 verschwindet die fünfzehnjährige Nola Kellergan aus dem beschaulichen Städtchen Aurora im Bundesstaat New Hamphire. Die Stadt ist in heller Aufruhr. Erst recht, weil sie offenbar einem Verbrechen zum Opfer fiel. So hatte die betagte, am Waldrand wohnende Deborah Cooper Nola zuletzt gesehen, wie sie sich sichtlich verletzt in den Wald flüchtete. Ihr Verfolger dicht auf den Fersen. Wie das Schicksal spielt, wird schließlich auch die alte Mrs. Cooper Opfer dieser Geschichte, man findet sie nämlich erschossen in ihrem Haus, nachdem sie die Polizei verständigt hatte und ihr mitteilte, dass Nola sich zu ihr ins Haus gerettet hatte. Seither fehlt von Nola jede Spur.


    Harry Quebert ist ein berühmter Schriftsteller, wohnhaft in Aurora. Seit er vor 33 Jahren ein Buch schrieb, das in kürzester Zeit ein Besteller wurde, ist er ein landesweit geachteter Schriftsteller, der es zwar nie schaffte, einen nahezu vergleichbaren Erfolgroman zu schreiben, der jedoch als Professor an einer kleinen Universität immer noch ein hohes Ansehen genießt. Marcus Goldman, ebenfalls Bestseller-Autor, aus dessen Sicht der Roman geschrieben ist, ist bzw. war ein Hochstapler. Er suchte sich stets die leichtesten Gegner im Sport aus, es gelang ihm mit einer List, den Starautor der Unizeitschrift von Seite 1 zu verbannen und er mogelt sich durch das Leben. Bis er auf Harry Quebert trifft. Harry durchschaut den jungen Goldman und hilft ihm, sich selbst zu fordern und schließlich sich selbst zu finden. Aus dieser Beziehung entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Mit Queberts Hilfe gelingt es Goldman, einen Bestseller zu schreiben, der ihn durch die folgenden Jahre trägt. Doch die Bestsellerkrankheit befällt ihn. Er steckt mitten in einer Schreibblockade. Jetzt kann nur noch Harry Quebert helfen, denkt sich Marcus.


    Wir befinden uns in der Gegenwart. Harry Quebert möchte in seinem Garten Blumen pflanzen lassen. Ein Loch wird ausgehoben. Alle gucken verdutzt. Denn darin befindet sich eine Leiche. Nämlich die der jungen Nola. In ihrer Tasche: Das Manuskript zu dem Beststeller Querberts mit der handschriftlichen Widmung »Adieu, allerliebste Nola«. Die Ereignisse überschlagen sich. Es stellt sich tatsächlich heraus, dass Quebert und Nola eine Liebesbeziehung hatten. Der Skandal ist perfekt. Harry wird festgenommen und des Mordes angeklagt.


    Marcus Goldman eilt nach Aurora. Er ist von der Unschuld seines ehemaligen Mentors überzeugt. Trotz anonymer Drohungen beginnt er selbst zu ermitteln und der Stoff eignet sich zum Bestselller-Roman....


    Meinung

    Nun, also ich muss ehrlich sagen, dass ich mir von dem Roman mehr erhofft habe, als dann letztlich dabei herausgekommen ist.

    Wie ich bereits in meinem vorherigen Beitrag schrieb, fand ich den Roman recht oberflächlich. Ich hatte am Anfang auch schon Angst, dass sich am Ende herausstellt, dass nichts davon wahr ist und in Wahrheit einfach nur eine inszenierte Story ist. Das veranlasste mich sogar dazu, mal in die hinteren Seiten zu spickeln, denn sonst hätte ich vermutlich die Lust am Lesen verloren.


    Ich fand dann zwar schnell in die Geschichte hinein, aber mir fehlte der Spannungsbogen bzw. die Spannungsbögen. Die Geschichte wurde in einem Rutsch erzählt. Dicker verzichtet auf Cliffhanger, die sich über mehrere Kapitel ziehen. Er löst die Spannungsmomente meist innerhalb der nächsten Seiten sofort auf und das führte bei mir dazu, dass ich eigentlich überhaupt keine Spannung empfand. Ich musste nicht "unbedingt wissen, wie es weitergeht", sondern mir war klar, dass ich das Ergebnis in den nächsten Seiten erfahren werde.


    Die Frauen der Geschichte scheinen keinen Lebensinhalt zu haben. Es geht im Grunde immer nur um die Beziehung, die sie zu Mann x und zu Mann y haben. Das fand ich schade und gab mir auch ein seltsames Gefühl. Da hätte der Autor vielleicht wirklich gut daran getan, wenigstens eine Frau etwas investigativer darzustellen. Oder zumindest so darzustellen, dass man denken könnte, die Frau xyz sei intelligent.


    Ich fand das Ende ziemlich anstrengend.

    Am Ende muss ich sagen, dass ich das Buch einfach nicht sehr intelligent fand. Am Ende hätte ich gerne gewusst, was mit dem Mörder und den Personen im nahen Umfeld geschehen ist.


    Alles in allem vergebe ich



    3ratten


    und weil es meine ist (:breitgrins:)


    :marypipeshalbeprivatmaus:



    Viele Grüße,

    Marypipe

    Also ich bin quasi in den letzten Zügen des Buches und muss mich momentan zu 100 % deiner Meinung anschließen, tári


    Ich finde das Buch jetzt nicht schlecht, aber mich stören einige Dinge, wie z. B. diese Mutter. Das ist wirklich sehr überzogen und unglaubwürdig. Ich würde ja sagen, die ist nicht ganz dicht, aber ich glaube auch einfach nicht, dass es solche Mütter gibt.


    Was mir bisher aber ganz extrem auffällt, ist, dass die Frauen in diesem Buch tatsächlich nur eine Daseinsberechtigung zu haben: Deren Männer.

    Ganz wie tári sagte: Nähme man die Männer aus der Geschichte raus, gäbe es nichts mehr zu erzählen. Ich habe mich auch schon gefragt, ob das ein Problem des Autors oder seines Protagonisten ist. Ich tippe aber auch den Autor.


    Des Weiteren stört mich, das die Geschichte so "unintelligent" ist. Sorry, aber das ist das erste Wort, was mir in den Sinn kam. Irgendwie ist mir schon von Anfang an klar, wie die Sache enden wird. Irgendwie baut das gar nicht aufeinander auf!? So kommt es mir zumindest vor. Der Autor hat scheinbar gar keine Lust, Spannungsbögen einzubauen, sondern liefert einen Erzählstrang nach dem anderen. Das hat zwar den Vorteil, dass man immer schon gleich seine Fragezeichen beantwortet bekommt, aber so richtig verstrickt ist das nicht.


    Daher gehe ich nach dem Ausschlussverfahren vor und nehme jetzt mal an, ohne das Ende zu kennen, dass die Person bzw. Personen übrig bleiben werden als Mörder, von dem man bisher am wenigsten gehört hat. Das würde in das Gesamtbild passen.

    Schlagt mich nicht, aber ich habe in den vergangenen Jahren mehr "Handyscheiß" gelesen als Bücher (ein paar Kindlebücher mal ausgenommen, die ich aber in der Tat fast nie zu Ende las...).

    Und dann passierte es, ich war nach langer Zeit mal wieder in einer Buchhandlung (in Hamburg!) und da war es um mich geschehen. Ich war wieder total im Rausch und dachte schon, man müsse mir bald eine scheuern, damit ich wieder zu Verstand käme. Nach 2 Stunden in der Bücherhandlung ging ich dann mit einigen Büchern nach Hause. Und wie schön die sich anfühlen! So echt. Man fasst die Seiten an, es macht dieses "Übers-Papier-streich-Geräusch" und es riecht nach Buch. So schön. Jetzt bin ich also wieder angefixt und lese und freue mich sehr, wenn ich eine freie Minute habe, um zu lesen. Heute lief ich sogar mit dem Buch vor der Nase zum Bäcker, an der Ampel haben mich Leute mit großen Augen angeschaut. Ich wollte Ihnen schon zurufen: Das ist ein Buch! Schaut her, so sieht ein Buch aus! :-D Herrlich!


    Also ich werde zu gegebener Zeit wieder Bücher rezensieren. Aber zunächst muss ich sie lesen. :-)


    Liebe Grüße,

    Marypipe

    Ich bin Prime Mitglied und in letzter Zeit immer sehr verärgert, weil die Waren eben nicht wie versprochen am nächsten Tag da sind. Deshalb hatte ich schon unzählige Gespräche mit Amazon. Es kam auch schon mehrfach vor, dass wir spontan Mittwoch oder Donnerstag nen Trip am Wochenende geplant haben, ich dachte: Jetzt bestellst du noch schnell den Wanderführer/Straßenatlas/Reiseführer, und was war? Nix kam an vor Samstag. Das war dann schon sehr ärgerlich, schließlich zahlt man für diesen Service.


    Wir gehen sehr selten ins Kino, laden uns aber extrem viele Filme im Playstation Store runter. Unsere Playstation hat auch einen LoveFilm-Zugang. Wir hatten uns schon mal überlegt, zu LoveFilm zu wechseln, aber das DVD Programm ist längst nicht so aktuell und groß wie im Playstation Store. Viele Filme, die es dort längst gibt, kommen bei LoveFilm erst sehr viel später ins Programm.
    Ich denke nicht, dass ich die Prime-Mitgliedschaft verlängern werde. Günstig hin oder her. Letztlich geht es mir nämlich tatsächlich um die Aktualität und Schnelligkeit.


    Grüße,
    Marypipe