Beiträge von British_Soul

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    [...] ich mache das vor allem, um noch lesenswerte Bücher zu entdecken. [...]

    :thumbup: Meine Wunschliste nebenbei wird auch schon länger!



    Ich habe dieses Jahr drei Highlights gelesen; vor allem das erste Buch gehört zu denen, die mich in den letzten Jahren am meisten berührt haben.


    Abraham Verghese - Rückkehr nach Missing <3

    Ein Kunstwerk! Mir fehlen immer noch die Worte, um zu beschreiben was die Geschichte in mir ausgelöst hat. Und mittlerweile habe ich auch äthiopisches Essen probiert. ;)


    Jodi Picult - Kleine große Schritte

    Es ist immer gut, innezuhalten und sich selbst zu hinterfragen. Und genau das hat Jodi Picoult für mich als weiße Leserin mit dem Thema Rassismus, verpackt in diesen wunderschön geschriebenen Roman, vollbracht. In meinen Augen ihr bisher bester Roman.


    Luca Di Fulvio - Als das Leben unsere Träume fand

    Auch wenn hier viel in die "Hollywood-Trickkiste" bzgl. Dramatik, Liebe und Action gegriffen wurde - Luca Di Fulvio kann packend schreiben und schafft es einen Film vor Augen aufleben zu lassen, der einen alles um sich herum vergessen lässt. Ein starker Magen bei so viel Gewalt ist hier nötig, doch man wird belohnt.

    Da ich nicht allzu viele Bücher gelesen habe, halten sich Flops & Enttäuschungen in Grenzen.

    Es gibt ein Buch, durch das ich mich bis zum Ende fast schon gezwungen habe und zwei weitere Bücher, die ich abgebrochen habe - bei dem einen leider nicht früh genug: Die Leseflaute hat mich dann lange in ihrer Gewalt gehabt.


    Sara B. Elfgren & Mats Strandberg - Der Zirkel

    Möglicherweise lag es an den falschen Erwartungen, doch der Klappentext hilft auch nicht. Im Grunde hangelt man sich von einer Seite "Teenie-Problem" zu nächsten. Und überhaupt zieht sich die Geschichte wie Kaugummi. Da will ich erst recht nicht die Fortsetzungen lesen.


    Phil Rickman - Die Gebeine von Avalon

    Zu unpersönlicher Schreibstil, die Geschichte kommt nicht in Gang und das Mystische schreckt mich heute einfach ab. Daher auf Seite 240 endlich abgebrochen.


    Stephen King - Revival

    Der zweite Versuch mit einem King-Roman. Wir werden wohl keine Freunde - und dabei sind es nicht mal der Horror oder die Gruselelemente. Seine Art zu schreiben liegt mir absolut nicht - für mein Empfinden zu zäh und zu viele Nebenanmerkungen.


    Da sieht man wie unterschiedlich die Geschmäcker sind - beides Bücher, die in meinen Augen gar nicht genug Seiten hatten.:winken:

    Ich hoffe ihr habt alle den Heiligabend so verbringen können, wie ihr es erhofft habt und wünsche euch schöne Weihnachtsfeiertage und ein bezauberndes, gesundes, glückliches neues Jahr!

    Und auf ein weiteres schönes Jahr in diesem heimeligen Forum, dass ihr alle zu einem so schönen Ort macht - Dankeschön! :blume:


    Bei mir läuft es dieses Jahr ganz ruhig zu Weihnachten mit leckerem Essen und enger Familie und Silvester dann mit Freunden, da mein Freund derweil im Ausland bei seiner Familie weilt.

    Gefühlt ist „Beim Leben meiner Schwester“ das bekannteste Buch von Jodi Picoult. Und nach etwa zehn zuvor gelesenen Büchern von ihr ist dies das erste, bei dem ich von Beginn an alle Standpunkte nachvollziehen konnte. Ob Eltern, „Spender“, „Empfänger“ oder andere Personen: Egal in welcher Position man sich befindet, es gibt für alle nachvollziehbare Gründe – ethisch, moralisch, menschlich. Klar ist: Niemand kann gewinnen.


    Es ist ein Drahtseilakt: Wie wird man allen Kindern gerecht, wenn man von Notfall zu Notfall agiert? Ist es da nicht normal, dass das Normale untergeht? Dass man vergisst, dass Kinder eine Kindheit brauchen? Niemand hat gefragt, sich in solch einer Position wiederzufinden. Und wie soll man handeln, wenn die Spende nicht nur diese eine Ausnahme ist, die man sich zu Beginn erhofft hatte. Dieses Dilemma wird anschaulich von allen Seiten ausgepackt und betrachtet.

    Etwa 100 Seiten weniger im Mittelteil wären dabei unproblematisch gewesen. Gefühlt passiert nichts Neues, für den Leser wird im Prinzip lediglich jeder Standpunkt verdeutlicht.

    Was wiederum schwierig war: Manchmal waren es mir einfach zu viele Personen und wie Aeria kam auch ich immer wieder durcheinander wer denn jetzt spricht (und teils auch, ob sich dies in der Gegenwart oder Vergangenheit abspielt). Weniger wäre hier mehr gewesen.


    Anna, die jüngste Tochter, die als Spenderin für Kate dient, sah vor meinem geistigen Auge übrigens aus wie eine Achtjährige – obwohl sie sich gar älter als ihre 13 Jahre verhalten hat. Vielleicht, weil kaum jemand MIT ihr, sondern eher ÜBER sie geredet hat und sie so unmündig behandelte.


    Und doch: Für mich stellte sich zu keinem Zeitpunkt die Frage, was richtig wäre und ich würde mich wundern, wenn es in Deutschland so ohne weiteres möglich wäre worüber hier erst noch verhandelt werden soll. Stichworte Körperverletzung und Einverständnis. Möglicherweise bin ich aber auch zu blauäugig.


    Wie gewohnt ein heikles und schwer bekömmliches Thema, dem Jodi Picoult sich da gewidmet hat. Als Leser schätzt man sich glücklich mit seinen Problemen, die im Vergleich winzig erscheinen. Zwischendurch kommt die Handlung nicht so recht von der Stelle und die Liebesgeschichte am Rande sollte wohl der Auflockerung dienen - doch das Thema an sich, der Einblick in Fragen wie Selbstbestimmung und Gewissen machen dies wieder wett. Was das Ende betrifft, bin ich nach wie vor zwigespalten – teils wirkt es wirklich wie der Notausgang, als den Saltanah es beschrieben hat, teils sehe ich das Schicksalhafte, wie Kiba es beschrieben hat.


    3ratten+:marypipeshalbeprivatmaus:

    Puh - ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen auch regelrecht inhaliert. Man befindet sich unentwegt in gespanntem Zustand, wird mitgerissen in die Wut, Verzweiflung und absolute Fassungslosigkeit.


    Dennoch: Auch wenn es einige harte Momente gibt, sollte man vorher wissen, dass der Fokus wirklich auf Miranda liegt – was das Ganze mit ihr macht, wie es ihr damit geht und wie die Menschen auf sie reagieren.


    Brendan als „Gegenpart“ kam für mich überraschend wenig vor, da ich mit einer anderen Erwartung an das Buch gegangen bin und dachte die Interaktionen und die schrittweise Zuspitzung stünden mehr im Fokus – einfach, weil sich das vermutlich besser verkaufen ließe. Nun bin ich als Psychologin meist kritischer was das Thema in Romanen angeht, doch hier haben die Autoren den Charme und das Bild, welches die Person nach Außen hin zeigt, gut einfangen können. Ebenso das Subtile, nicht Fassbare. Und ganz besonders das Prinzip des Gaslighting und wie Miranda mehr und mehr isoliert wurde. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass mehr auf die Psyche Brendans eingegangen worden wäre, seine Gedankengänge, wie er bestimmte Dinge geschafft hat.


    Das Ende beinhaltet dann noch eine Wendung, die ich nicht habe kommen sehen, aber umso mehr über Opfer und Täter verrät.


    An manchen Stellen wirkten Szenen etwas abgehackt; da habe ich mich gefragt, ob es daran liegt, dass ein Ehepaar an dem Buch geschrieben hat. Manchmal wirkte der Wechsel für mich zu abrupt.


    Insgesamt jedoch packende Unterhaltung, die den Leser zum Nachdenken anregt – Wahrnehmung kommt eben nicht von wahr!


    4ratten

    Das Listenbasteln macht zu viel Spaß! Zwar hatte ich mir vorgenommen, für den nächsten SLW maximal zehn Bücher anzumelden...aber... Vorsätze können ja aufgeschoben werden. :verlegen:


    Do It Yourself - Wetterbericht

    Marian Keyes - Charming Man (Sterne auf Cover –> klarer Himmel)

    Fannie Flagg - Glück unter dem Regenbogen

    Charlotte Bingham - The Wind off the Sea

    Tess Gerritsen - Kalte Herzen

    Kristín Marja Baldursdóttir - Die Eismalerin


    Do It Yourself - In Gesundheit und Krankheit

    Gabriel García Márquez - Die Liebe in Zeiten der Cholera

    Michael Tsokos - Die Klaviatur des Todes

    Henry Marsh - Um Leben und Tod

    Mo Hayder - Die Behandlung

    Lavanya Sankaran - Die Farben der Hoffnung (Irgendwie gehört Hoffnung ja doch immer dazu, gerade wenn man krank ist, dachte ich.)


    Valentine / HoldenCaulfield: Eine weitere DIY-Liste ("Fernweh") wurde noch nicht offiziell abgesegnet - geht die Ordnung?

    Ich hätte eine Do-It-Yourself-Liste zum Absegnen.:)


    Fernweh: Bücher, bei denen mich die Reiselust packt und deren Titel bei mir die Sehnsucht nach einem Neuanfang hervorrufen.

    Frank Coates - Jenseits von Mombasa

    Tania Blixen - Jenseits von Afrika

    Charles Martin - Wohin der Fluss uns trägt

    Liv Winterberg - Vom anderen Ende der Welt

    Italo Svevo - Kurze sentimentale Reise



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    Ich probiere es 2019 nochmal mit dem SLW. Ich scheiterte ja jämmerlich beim letzten Mal.

    Ach, ich trau mich ja auch kaum in den Thread für den diesjährigen SLW zu schauen - aber: Neues Jahr, neues Glück!:five:



    Nun denn...meine Bücher geben auf den ersten Blick nicht viel für die vorgegebenen Listen her, aber eine 5er-Liste hätte ich vermutlich:


    Story of my Life

    Hochzeit: Mark Helprin - Wintermärchen (Klappentext: "entspinnt sich eine magische Liebesgeschichte")

    Familie: Richard Powers - Der Klang der Zeit (Klappentext: "Geschichte voll Anmut und Schönheit über eines Familie mit zwei Hautfarben und einer Leidenschaft")

    Beruf: Kathryn Harrison - Obsessiv (Hier geht es um einen Psychoanalytiker und scheinbar macht er in seiner Praxis eine Bekanntschaft...)

    Tod: Luca di Fulvio - Die Rache des Dionysos (im Klappentext ist von einem Blutbad die Rede)

    Grabinschrift: Hermann Hesse - Liebesgedichte


    Passt das? :heybaby:


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    Mir geht es wie euch. Das Buch ist zwar spannend und liest sich weg wie nichts, doch zum einen empfinde ich es bis zum Ende sehr verwirrend und zum anderen lässt mich die Auflösung auch etwas unzufrieden zurück.


    Da Maura mein Lieblingspart des Duos ist, sehe ich das Buch vielleicht auch etwas kritischer – doch dass hier zu Beginn auf das Gerichtsverfahren geblickt wurde und danach kaum mehr als eine Nebenbemerkung dazu fiel, hat mich enttäuscht. Ebenso mit ihrem Besuch. Etwas weniger Verknüpfungen und Verwirrspiel bei dem Fall und mehr Persönliches zu Maura, hätten dem Buch in meinen Augen gut getan. So schienen mir die beiden Punkte bei Maura mehr Mittel zum Zweck.


    Insgesamt ist das trotzdem Jammern auf hohem Niveau – das Buch fesselt, die Charaktere sind facettenreich und die Geschichte ist (zu) durchdacht. Aber wie Kirsten schon schrieb:


    Von Tess Gerritsen erwarte ich mehr.

    3ratten+:marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich liebte ja Luca di Fulvios „Der Junge, der Träume schenkte“ sehr – genau aus diesem Grund ging ich mit hohen Erwartungen an „Als das Leben unsere Träume fand“ heran. Ich wollte genauso emotional wie historisch berührt werden wie im Roman über New York,.


    Genauso ging es mir auch: "Der Junge, der Träume schenkte" hat mich damals so bewegt und ist eines meiner Lieblingsbücher! Luca Di Fulvio kann einfach wahnsinnige Geschichte zum Leben erwecken!


    Das Buch ist nichts für schwache Nerven! Wäre es ein Film gewesen, hätte ich ihn nach Kurzem ausgemacht. Denn es kommt so viel Gewalt und Elend darin vor, dass es kaum auszuhalten ist. Immer wieder musste ich das Buch beiseitelegen, weil mir die inflationäre pure Bösartigkeit, Grausamkeit und Erniedrigung zum eigenen Wohlergehen so nahe ging. Und TROTZDEM griff ich kurz darauf immer wieder zum Buch, so gut ist es geschrieben. Kein Wunder, hat doch der Autor Dramaturgie studiert, dachte ich mir.


    Die Geschichte braucht zunächst ein wenig, um in die Gänge zu kommen, doch sobald alle Protagonisten in Argentinien angekommen sind, wird es ununterbrochen spannend - und keine Seite dabei zu viel. Nicht nur die Protagonisten stehlen dem Leser das Herz – es gibt eine unzählige Menge an Charakteren, wovon die meisten allerdings entweder in die Kategorie schwarz oder weiß einzuordnen sind.


    Die einzelnen Fäden der Erlebnisse rund um einen der Protagonisten an sich sind das Buch schon wert, doch insgesamt wird es zu einem Kunstwerk, wie sie sich hier und dort verbinden, mal trennen, dann verweben und insgesamt ein schönes dichtes Wollknäuel ergeben.


    Auch wenn die Handlung hier und da etwas an den Haaren herbeigezogen ist (besonders, wenn man das Alter von Rosetta, Rocco, Raquel berücksichtigt) und einen großen Tick zu viel von Hollywood in sich trägt – hier bekommt man Unterhaltung, Aufregung, Herzschmerz, Tränendrüse, Rührung, und und und in einem. Es auszuhalten lohnt sich!


    Besonders folgender Satz gegen Ende hat mich nochmal so richtig innehalten lassen: „Wer niemals etwas vergessen muss, hat nur die Augen vor etwas verschlossen, was er nicht sehen will.“ (S. 760)


    Starke 4ratten

    Zunächst habe ich ziemlich lange gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen und das Buch nach etwa 100 Seiten beiseite gelegt. Teils, weil die Spannung nicht aufkommen wollte. Im zweiten Anlauf aber habe ich die restlichen 400 Seiten innerhalb von ein, zwei Wochen gelesen, weil sich schließlich doch ein starker Sog aufbaut.


    Das Gerichtsverfahren kommt hier relativ spät ins Spiel und es braucht auch allgemein seine Zeit, bis sich die Geschichte – nach dem ersten Adrenalinschub zu Beginn – entwickelt. Vielleicht passt das aber umso besser, denn das Leben und Denken der Amish geht genauso seinem Trott nach, ist nicht auf außergewöhnlicher Spannung oder Vergnügen des Einzelnen ausgerichtet. Umso dankbarer bin ich für den Einblick durch dieses Buch!


    Man rätselt lange mit und kann vom Ende durchaus umgehauen werden, wenngleich schon früher immer wieder Hinweise vor aller Augen versteckt sind.


    Mir geht es wie Doris -

    Für mich war es nicht das beste Buch von Jodi Picoult, aber eines derer, die besser im Gedächtnis hängen blieben.

    Auch von mir knapp 4ratten

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    Inhalt:

    Ruth ist eine erfahrene Hebamme. Lange schon arbeitet sie im Krankenhaus - als einzige schwarze Person auf ihrem Gebiet. Nie gab es Probleme - bis ein Ehepaar darauf besteht, dass ihr neugeborener Sohn von keinem afroamerikanischen Personal behandelt wird. Als dieser dann plötzlich um sein Leben kämpft, weiß Ruth zunächst nicht was sie tun soll…und was passiert, als dieser tatsächlich stirbt? Ist Ruth eine Mörderin? Und was hat Rassismus damit zu tun?


    Meine Meinung:

    Wie bei Jodi Picoult gewohnt erleben wir die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln: der schwarzen Hebamme Ruth, dem weißen Neonazi Turk und der weißen Verteidigerin Kennedy. Zunächst war ich überrascht durch den doch großen Anteil aus Kennedys Perspektive, da ich einen größeren Fokus auf Turk (neben Ruth) erwartet habe. Doch die Geschichte wird umso reicher (für mich als weiße Leserin) und wird insbesondere durch das Nachwort nochmals in seiner Bedeutung verstärkt.


    Es werden viele Themen angesprochen – wir alle können aktiven Rassismus mehr oder weniger leicht identifizieren. Doch was ist mit passivem Rassismus? Wo stehe ich da? Auf welche Weise profitiere ich vielleicht durch Rassismus anderen gegenüber? Wie schlägt sich dies in der Sprache nieder? Wer spricht darüber oder über Rassismus überhaupt – und warum (nicht)?


    Die Handlung zieht sich zu keinem Moment, mal wirft man das Buch so erbost und aufgeregt zur Seite, mal weint man aus Trauer, dann wieder sitzt man mit offenem Mund fassungslos davor. Das Ende beinhaltet noch einmal große Überraschungen in sich – vielleicht etwas zu sehr Zufall, auf der anderen Seite nochmal Anstoß für ein großes Thema…


    Wie sonst auch ein Buch von Jodi Picoult, dass verschiedene Blickwinkel beleuchtet, uns die verschiedenen Beweggründe und Entwicklungen aufzeigt, wie jemand zu dem Menschen geworden ist, der er oder sie ist. Und gleichzeitig kommt man dazu sich selbst zu hinterfragen, zu überlegen wie und warum man die Situation selbst einschätzen und beurteilen würde.

    Ein wirklich berührendes und wichtiges Buch, das sicherlich noch lange Nachwirkungen in mir zeigt. Bisher mein liebstes Buch von ihr!


    5ratten

    Das Buch lässt sich schnell weglesen und auf den Leser wartet ein gewohnt spannender Fall.

    Für die Ermittler gibt es durchweg viele wirre Einzelfäden, die dem Leser einige Konzentration abverlanget, trotzdem aber schlüssig in sich geklärt werden.

    Mir persönlich trat der Fall zu sehr in den Vordergrund - über Mauras und Janes Privatleben gab es nur wenig Neues, aber das ist ja zum Glück Geschmackssache.


    Es gibt Hinweise in alle möglichen Richtungen und es ist schwer, aus ihnen den richtigen heraus zu picken. Ich habe es auch nicht geschafft, obwohl ich zumindest teilweise auf der richtigen Spur war.


    Ich frage mich, ob wir dasselbe gedacht haben.



    Knapp 4ratten

    Jodi Picoult – die Autorin, bei der ich zu jedem Buch von ihr greife, ohne großartig etwas über die Handlung zu wissen. Dieses Mal könnte man sagen, dass es gar kein typisches Buch von ihr ist, trotz Perspektivenwechsel, ernsthafter Thematik und großer Wendung.


    Die Geschichte wirkt zunächst, als würde man an zig verschiedenen Stellen – Zeiten, Orten, Personen - anlaufen, ohne dass man sich vorstellen kann, wie die Fäden an einer Stelle zusammenfinden können. Das Ende empfinde ich wie buchregal123 als äußerst überraschend, sodass ich die leichte Zähigkeit kurz davor gerne verzeihe.


    Zusätzlich wird man mit vielen Informationen über das Leben und Verhalten von Elefanten gefüttert – absolut bezaubernd beschrieben und unterhaltsam eingebunden.


    Ein mir nahegehendes, teils bedrückendes, Buch, wenngleich vermutlich weniger nachhallend als andere Bücher von Jodi Picoult.


    4ratten

    sandhofer: Nachvollziehbarer Vorschlag! Allerdings ist das nicht die erste Phase und so habe ich immer wieder wunderschöne Bücher in meinem SuB gefunden, wenn es wieder ging.


    Vielleicht sollte ich eher den SuB aufstocken mit Büchern, die ich für "Frühling/Sommer-geeignet" halte, momentan dominiert nämlich die andere Jahreshäfte. :unschuldig:

    nirak: Das Leid eines Bücherwurms. :trost:


    Bei mir hat sich seit ein paar Monaten eine SuB-Leseblockade eingeschlichen: Auf kein Buch davon habe ich so richtig Lust, mehrere fange ich an, nur um sie kurz danach zur Seite zu legen. Also kaufe ich - schlechten Gewissens - ein Buch, das ich dann aber wirklich sofort und schnell lese. Und dann beginnt es erneut...ein Teufelskreis aus Unlust, schlechtem Gewissen und Geldausgeben. :heul:

    Witzig – Punkte, die von Kirsten und HoldenCaulfield als Kritik empfunden wurden, haben mir überwiegend gefallen. :verlegen:


    Dieser Band gefällt mir sogar mit am besten – wohl auch, weil mir Maura so zusagt. Je mehr man über ihren Charakter erfährt, desto spannender empfinde ich die Bücher. Dementsprechend habe ich mich gefreut, mehr über Mauras Herkunft zu erfahren – und damit verbunden die Frage was will man über sich wissen?


    Insgesamt würde ich die Handlung als „schön vollgepackt“ beschreiben. Der Fall ist erst spät klar, es gibt viele Fäden, die sich dennoch am Ende schlüssig zusammenfügen.


    Im Vergleich zu anderen Bänden (ich lese die Reihe wie sie mir in die Hände fällt) empfand ich die Geschichte als düsterer. Da waren einige schaurige Momente dabei...allen voran die Szene im Keller.


    Insgesamt gute Unterhaltung – ein spannender und düsterer Fall, mit dem Bonus neuer Familiendetails für Maura, die es in sich haben.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus: