Beiträge von odenwaldcollies

Achtung! Momentan ist die Registrierung deaktiviert, weil die Zukunft von Literaturschock dank politischer Entscheidungen ungewiss ist (Uploadfilter).
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Haben sie in Köln nicht nur den Kopf in einer Mülltonne gefunden? Oder habe ich das mit dem Restkörper und dem Baby überlesen?

    Du hast recht, da habe ich irrtümlich die Leichenteile interpretiert: "Ihre Leiche wurder allerdings erst am achten Juni gefunden, in einer Mülltonne in Köln ..." Dabei vermutet Braun nur, dass die Leiche zerstückelt und in mehrere Mülltonnen entsorgt wurde. Dann wurde folglich auch definitiv nicht die Baby-Leiche gefunden.


    Dass Lucy mit dem Mord zu tun hat, kann ich mir auch nicht vorstellen.

    Wobei ich an Julias Frage denken muss, ob Lucy bereit wäre, einen Mord zu begehen, um ihre Familie zu schützen. Spielte die falsche Julia auf den Mord an der echten Julia an?

    Ehrlich gesagt, habe ich noch keine Ahnung…

    Ich auch nicht :D


    Julia war schwanger mit einem Sohn, was, wenn Greta nicht wirklich ein Mädchen ist ???

    Auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen. Aber irgendwann in der Zukunft müssten sie ja im wahrsten Sinne des Wortes die Hosen runterlassen und dann käme raus, dass Greta gar kein Mädchen ist.


    An dem Abend, als Julia nicht zum Abendessen kam, wollte Finn Greta gerne sehen und Rebecca hat das irgendwie abgewimmelt.

    Das würde aber wirklich sehr gut zu deiner Theorie passen.


    Das würde andererseits aber auch beinhalten, dass Rebecca davon weiß, was Lucy angestellt hat um das Kind zu bekommen ..... Ach .... ich weiß nicht, mir ging das nur gestern so durch den Kopf, weil Rebecca sich so vehement weigert, nach Hamburg zurück zu gehen.

    Ich muss gerade grinsen, genauso geht es mir auch, dass ich mich in meinen Überlegungen verrenne, um dann festzustellen, dass das alles irgendwie nicht passt.


    Julia ist schwanger von Finn, will aber das Kind nicht.

    Diana Lauer erzählte doch, dass ihre Cousine das Kind unbedingt behalten wollte.


    Es ist bestimmt Diana Lauer, die Cousine von Julia, denn Julia erwartete anscheinend ein Mädchen und nicht, wie Diana behauptet hat einen Jungen.

    An welcher Stelle steht das, das habe ich auch nicht gelesen.

    Ich weiß ja nicht, wie euch es geht, aber ich bin immer noch ratlos :D Sehr gut gemacht, liebe Petra :thumbup:


    Worüber ich mir aber inzwischen ziemlich sicher bin, dass Greta nicht Rebeccas leibliche Tochter ist. Von wegen Brustwarzenentzündung und dass sie deswegen nicht hätte stillen können. Ja klar, wäre natürlich denkbar, aber Gretas Alter passt zu perfekt zu dem Alter von Julias Baby.

    Wenn das Baby von Julia nicht ein Junge gewesen wäre und scheinbar ja mit der Mutter zusammen ermordet wurde. Da der Kölner Kommissar hier so überzeugt ist, gehe ich davon aus, dass die Leiche des Babys zusammen mit den Überresten von Julia gefunden wurde.


    Mist, nun bin ich doch wieder nicht mehr sicher :D


    Der dicke Bauch, den Inka gesehen hat, ist jedenfalls kein Indiz, das schafft man auch anderweitig und schließlich scheint keiner der Verwandten sie während ihrer Schwangerschaft gesehen zu haben.


    Dass Rebecca nicht die Wahrheit sagt, ist aber auffällig, allerdings frage ich mich, ob sie auch wirklich die ganze Wahrheit kennt? Sicher bin ich mir auch, dass Greta irgendwie der Dreh- und Angelpunkt ist. Evtl. hat Julia Zwillinge erwartet und nur ihr Mörder hat nur eines der Kinder an sich genommen - um das andere dann zu ermorden? Uaah, das wäre schon auch ziemlich schräg.


    Ich bin mir auch überhaupt nicht mehr sicher, ob Lucys Tod nun Selbstmord oder Mord war, ob Rebecca vielleicht doch daran beteiligt war. Es tauchen immer neue Puzzleteile auf, die aber mehr Fragen aufwerfen, als Antworten geben.


    Inka Friedrichsen hat mal überhaupt keine gute Meinung von ihrer Schwägerin, aber wirklich sympathisch ist mir Inka auch nicht.


    Die Verbindung von Finn Hofmeister zu der toten Julia Beyer wirft auch weitere Fragen auf. Seine Überraschung über die Geldzahlungen von Lucys auf evtl. Julias Konto scheint zwar echt zu sein, aber mir geht andererseits auch nicht aus dem Kopf, dass Lucy mit Finn bei dem gemeinsamen Abendessen alleine zu Greta hochgegangen ist, als ob sie etwas mit ihm besprochen müsste. Und der "Notruf" von Lucy an Finn, dass er nach Rerik kommen soll, weil sie etwas Wichtiges mit ihm besprechen müsste, deuten eigentlich schon daraufhin, dass Lucy von Julia Beyer und Finns Rolle wusste. Sagt er die Wahrheit, dass er nur einmal mit Julia geschlafen hat und danach nie wieder? Denn laut Diana Lauer scheint die Beziehung zwischen Julia und dem Vater ihres Kindes ja länger angedauert zu haben.


    Nicht, dass Torge womöglich auch noch mit von der Partie ist, aber das wäre schon ein arg großer Zufallen, dass sowohl Torge als auch Finn sich regelmäßig in Köln rumtreiben.


    Momentan kann ich Lucy den Mord an Julia und ihrem Kind nicht so wirklich zutrauen, eigentlich kann ich das keinem der Beteiligten. Eine Hochschwangere und ihr Kind zu töten und dann noch zu zerstückeln, dazu braucht es schon Nerven. Andererseits kann man nach so einem Ereignis durchaus Albträume bekommen, was wieder zu Lucy passen könnte.


    Diana und ihre Cousine ähneln sich bei den Gesichtsformen, Edda kommen auch Kontaktlinsen in den Sinn. Sollte sich Diana als ihre Cousine ausgegeben haben, dann hätte sie sich danach in jedem Fall die Haare abgeschnitten. Aber dann würde Diana deutlich mehr wissen, als sie momentan aussagt und müsste ihrer Cousine auch nähergestanden sein, wie sie behauptet, denn warum sollte sie sonst so ein Theater abziehen?


    Ich hatte mich am Anfang des Abschnitts gefragt, warum es Edda so unangenehm ist, dass Sören etwas von ihrem Gespräch mit Sebastian mitbekommt - darauf, dass Sebastian seit einem halben Jahr tot ist, wäre ich im Leben nicht gekommen. Das ist natürlich sehr tragisch, dass sich Edda schuld gibt an seinem Tod, aber sie muss auch aufpassen, dass sie nicht mal genauso endet.

    Mir hat es gefallen, dass er sich vertrauensvoll an Tom und Charlotte wendet.

    Ja, das zeigt, dass er den beiden vertraut und sie irgendwie auch mag.


    Ned ist auch verschwunden und Charlotte sucht ihn. Das ist wirklich mutig, aber sind findet dann ja auch etwas heraus.

    Das dachte ich auch, dass das ganz schön mutig war, ich weiß nicht, ob ich in die dunkle Gasse und dann noch den Verschlag gegangen wäre. Aber die Begegnung mit dem Angestellten war dann sehr aufschlussreich.


    Dieses Eingesperrtsein gefällt ihm gar nicht, was ich gut nachvollziehen kann, wo er doch seine Freiheit so liebt.

    Ich hoffe nur, er hält sich daran, aber ich denke, er hat schon ziemlich gut verstanden, dass es ernst ist.


    Aber er will alle schützen. Ich stelle mir gerade das Bild vor – ein Junge mit einem Spazierstock.

    Ich bin gespannt, ob er ihn womöglich noch brauchen wird.


    Was wohl die Liste bedeutet, die Charlotte gefunden hat?

    Das frage ich mich auch: Münze, Kette, Spiegel. Bei Münze und Kette musste ich an Charlottes Münze und Julias Kette denken, aber warum das auf dem Zettel stehen sollte ...

    Es könnte bedeuten, dass die Münze eigentlich auch bei Julia lag, aber die Kette hat ja Alfie gefunden, nicht Ned. Oder ist das eine Art Auftragsliste mit den Dingen, die Ned an Julias Fundort hätte bergen sollen? Dann würde noch der Spiegel fehlen.

    Ach, ich weiß auch nicht, irgendwie passen meine Gedanken nicht richtig zusammen.


    Diese grässliche Miss Clovis wird mir immer unsympathischer. Hängt die am Ende auch noch mit drin in all den Geheimbundverstrickungen?

    Wundern würde es mich inzwischen nicht mehr.


    Anna war eine der Teegäste von Iris Jellicoe!

    Das hatte ich zwar im letzten Abschnitt registriert, aber ich habe Annas Nachnamen mit Hartley-James verwechselt und dachte, dass Anna im selben Lesezirkel ist wie Julia. Das war aber Quatsch. Wobei Hartley-James natürlich das Bindeglied zwischen Lesezirkel und dem Isis-Bund sein könnte, immerin ist sie auch eine von Iris' Teegästen.


    ich glaube nicht, dass Iris, was Annas Verschwinden betrifft, so unschuldig ist, wie sie tut.

    Auf keinen Fall. Was mir gerade einfällt, als ich deine Theorien über Annas Verschwinden und Auftauchen gelesen habe: Iris macht einen wirklich betroffenen Eindruck, als sie von Annas Verschwinden erfährt. In dem Moment war ich mit etwas unsicher, was ihre Rolle bei den Isis-Töchtern angehen könnte, bei ihrem Verhalten später jedoch im Theater bin ich umso überzeugter, dass sie die Hohepriesterin sein könnte. Könnte es sein, dass vielleicht die Tatsache, dass Charlotte von Annas Verschwinden wusste und zu ihr mit ihren Befürchtungen kam, dass Iris beschlossen hat, Anna nicht gleich zu töten, sondern erst später und das in diesem Ritual verpacken will? Da es sonst die Parallele zu Julias Fall zu auffällig gewesen wäre?


    Bei all den gruseligen und ernsten Themen mag ich übrigens auch den Humor, der sich immer wieder ins Buch einschleicht. Charlottes Gesprächsaufhänger mit dem Fischer zum Beispiel, der sie erst mal gepflegt ignoriert :breitgrins:

    Das stimmt, das gefällt mir auch sehr gut.


    Ich denke, die größte Bedrohung ist Iris. Mir kommt sie vor wie eine Spinne in ihrem Netz und unsere beiden Helden zupfen an den Enden und bringen das Netz zum Schwingen.

    Das hast du sehr treffend beschrieben, vor allem haben Tom und Charlotte diese Spinne überhaupt nicht auf der Rechnung.


    Ich frage mich immer noch, ob der Vater von Iris Bescheid weiß. Wenn ja, dann hat er Tom ja fast selbst auf die richtige Spur gebracht.

    Das frage ich mich auch immer wieder.

    Tom ist sehr traurig darüber, dass Alfie bei Nacht und Nebel das Haus verlassen und nur einen Brief zurückgelassen hat; und Charlotte fragt sich, ob es daran liegt, an dem was sie gesagt hat und Alfie gehört haben könnte. Tatsächlich liegt es aber an Toms Fürsorge: Alfie möchte nicht in die Schule, sondern später zur See fahren. Mal sehen, nun ist er ja wieder bei den Ashdowns, evtl. gestaltet sich der zweite Anlauf etwas besser und Tom nimmt auch mehr "Rücksicht" auf Alfies Wünsche. Das setze ich absichtlich in Hochkommas, den Tom will den Jungen ja nicht verbiegen und ihn dazu bringen, das zu tun, was Tom möchte, er handelte ja tatsächlich aus den besten Gründen heraus, muss aber auch akzeptieren, dass Alfie bisher ein ganz anderes Leben geführt hat.


    Aber Toms Bedenken, dass Alfie in Gefahr sein könnte, sind doch nicht unberechtigt, wie man an der Warnung erkennen kann. Gut, dass sich Alfie ein Herz gefasst hat und sich den Ashdowns anvertraut. Seine Warnung und die, die Ned bekommen hat (dass auch er eine Warnung bekommen hat, die ihm mächtig Angst eingejagt hat, ist für mich sicher), zeigen, dass es hier jemand sehr ernst meint. Und Iris Jellicoe verhält sich immer verdächtiger ... sie weiß immerhin, dass Ned Charlotte die Münze verkauft hat und damit auch, wem sie ihre Warnung schicken muss. Aber warum warnt sie ihn überhaupt, was weiß er, was er nicht erzählen soll?
    Ich kann mich gerade nicht mehr erinnern, hat Charlotte Iris auch von Alfie und seiner Rolle beim Fund von Julias Leiche erzählt? Irgendwie muss der Warnung-Schreiber ja von Alfie erfahren haben, nur weiß der- oder diejenige (von letzterem gehe ich aus) nicht, dass Alfie eigentlich nichts gesehen hat.


    Miss Clovis verhält sich aber auch zunehmend verdächtig und ich werde immer misstrauischer, ob ihre Neugier nicht deutlich über nachbarschaftliche Neugier hinausgeht. Es ist bestimmt kein Fehler, wenn Alfie darauf achtet, nicht von ihr gesehen zu werden.


    Was Anna Carhills Verschwinden angeht, hatte ich mit dem schlimmsten gerechnet, aber bestimmt nicht, dass sie Charlotte und Marguerite plötzlich die Tür öffnet und so tut, wie wenn eigentlich gar nichts geschehen ist. Und das so offensichtlich schlecht, dass den beiden Besucherinnen klar ist, dass sie lügt. Evtl. bekommt Charlotte doch noch etwas über Annas Tante heraus.

    Als nämlich erwähnt wird, dass Anna von der Hohepriesterin für das Ritual auserwählt sei, haben sich mir sämtliche Nackenhaare aufgestellt, weil ich befürchte, dass spätestens dann ihr Leben doch in Gefahr sein wird. Oder Annas Zweifel werden hoffentlich doch noch lauter, nachdem sie erfahren hat, dass Julia tot ist.

    Die Aussage, dass es Menschen gibt, die ihnen schaden wollen (wie wollen sie ihnen den genau schaden?) und die deswegen vernichtet werden müssen, ist schon ziemlich radikal.


    Miss Beacon, das ägyptische Amulett und ihr Bekanntschaft mit Iris sind schon wieder solche "Zufälle", die gar keine sind. Charlotte fällt zwar der kalte Unterton in Iris' Stimme auf, aber bisher hat sie sie noch in keinem Verdacht. Hoffentlich rächt sich das nicht, denn ich habe kein gutes Gefühl dabei, nachdem Miss Beacon Iris von Charlottes Interesse an ihrem Amulett erzählt hat. Daher sehe ich dem Fest bei den Jellicoes auch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

    Ich finde ja "ungesund" noch untertrieben. Meiner Meinung nach hat die ganze Familie ein Problem, das sich durch Generationen zieht.

    Begonnen beim Vater, der die Tochter zwar verwöhnt und alles machen lässt, aber für alles andere kein Auge und keinen Sinn mehr hat. Das setzt sich in seinen Kindern Isabelle und Charlie fort, die sich selbst und gegenseitig verletzen und endet vorerst bei Isabelles Zwillingen Adeline und Emmeline, die anscheinend nicht sprechen können und denen absolut keine Grenzen gezeigt werden.

    Ja, das zieht sich wirklich durch alle Generationen fort.

    In Vida Winters Part kommen jedenfalls so einige krasse leicht übersteigerte Beschreibungen vor - in Leas Part kann ich mich an keine erinnern.

    Stimmt, Margarets Welt erscheint dagegen ziemlich "normal".


    Ungesund ist die Beziehung natürlich auf jeden Fall - aber auf jeden Fall nicht gleichberechtigt, denn Isabelle erscheint sehr "manipulativ" - darum hätte ich sie bis hier auch keinesfalls in einer Opferrolle gesehen.

    Nein, so richtig als Opfer konnte ich Isabelle bisher auch nicht sehen. Schon gar nicht, nachdem wir mitbekommen haben, wie sie Sybilla ins offene Messer laufen lässt, indem sie sie ihr auf Charlie Appetit macht, um mit Roland allein sein zu können. Und nachher erfahren wir, dass Charlie nicht gerade zimperlich mit seinen Geliebten umgeht, blaue Flecken sind da ja an der Tagesordnung - und Isabelle ist das bekannt!


    Mit dem Wiederentdecken ist das so eine Sache. Ich entdecke ja seit geraumer Zeit, wie viele Schriftstellerinnen und natürlich auch andere Frauen vergessen worden sind. 2018 gab es auf Wikipedia insgesamt 806.990 Biografien, davon waren über Frauen nur 132.370 = 16,40 Prozent.

    Oha, das ist in der Tat eine ziemliche Schräglage :rolleyes:

    Allerdings benötige ich auch ein wenig Austausch mit anderen Leseratten. Und wie das so ist: Ist frau erst mal im Netz, dann schaut sie nicht nur mal kurz bei Literaturschock rein

    Wem sagst du das ^^


    Wobei ich früher, als es noch kein Internet gab, fast so ein Leben hatte: Zwar habe ich keine eigenen Biografien geschrieben, aber in der freien Zeit habe ich nur gelesen und Biografisches aus allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften gesammelt.

    Stimmt, so schön der direkte Austausch über Internet und Handy ist, aber manchmal frisst es schon ganz schön Zeit.


    Ich habe den Buchanfang total genossen. Besonders "Margarets Geschichte" (ab S. 20). Ihre Kindheit und das Antiquariat sind eine Einheit, nicht auseinanderzudenken.

    Ohja, das hat mir auch sehr gut gefallen <3


    Die Passage, wo sie über ihre Faible für das Biografische erzählt, ist meine Liebste im ganzen Buch (S. 25/26).

    Genau diese Passage hat mir auch sehr gut gefallen. Und dabei auch besonders dieser Abschnitt:

    "Menschen verschwinden, wenn sie sterben. Ihre Stimme, ihr Lachen, ihr warmer Atem. Ihr Fleisch. Irgendwann auch ihre Knochen. Doch einige entgehen dieser völligen Vernichtung, denn in den Büchern, die sie geschrieben haben, leben sie fort. Wir können sie wieder entdecken. Ihren Humor, ihren Tonfall, ihre Launen."

    So, ihr Lieben, ich bin gut in das Buch gestartet und es gefällt mir bisher sehr gut. Ich habe bis einschließlich dem Kapitel "Gärten" gelesen und werde dazu schon mal meine Eindrücke schreiben.


    Ich beneide Margaret Lea um ihren angenehmen und stressfreien Job. Gut davon leben zu können und nachmittags noch Zeit zu haben, zu lesen, das würde mir auch gefallen ^^

    Anfangs habe ich mich gefragt, ob die Mutter noch lebt, da immer nur Margaret und ihr Vater erwähnt wurden, aber sie lebt wohl noch, steht aber außerhalb der Welt von Tochter und Vater. Mit dem Buchladen scheint die Mutter auch nichts am Hut zu haben, sie war ja froh, als ihre Tochter das Staubwischen übernommen hat und sie nicht mehr in den Laden musste.


    Aber es war wohl nicht immer so, wenn man Hochzeitsfoto der Eltern sieht. Die Welt der Mutter scheint tatsächlich mit dem Tod von Margarets Zwillingsschwester zusammengebrochen zu sein.


    Hattet ihr eigentlich auch das Gefühl, dass es irgendeine Verbindung zwischen Vida Winter und Margarets Vater gibt? Entweder hat ihre Lektüre den gleichen Effekt wie auf Margaret, dass es sie alles um sich herum vergessen lässt oder es gibt tatsächlich eine greifbare Verbindung zwischen den beiden. Wobei, dann hätte er doch seiner Tochter davon erzählen können, nachdem er von dem Auftrag erfahren hat.


    Bei dem Brief der berühmten Autorin hätte ich mich nach den ersten Zeilen wahrscheinlich gefragt, ob der Brief wirklich für mich bestimmt sein soll, auch wenn mein Name auf dem Umschlag steht; man wusste ja echt nicht, worauf der Brief eigentlich raus will. Aber spannend, dass der Wunsch des jungen Journalisten, die Wahrheit erfahren zu wollen, solch eine Auswirkung auf Vida Winter hat. Nach dem, was wir bisher von ihrer Familie erfahren haben, wundert es mich übrigens nicht mehr, dass sie so ein Geheimnis um ihre Vergangenheit gemacht hat.

    Und natürlich habe ich mich auch gefragt, warum Vida Winter ausgerechnet auf Margaret gekommen ist, aber es liegt an der Biografie über die Landiers, bei der Adeline das Gefühlt hat, dass die Biografin ihre eigene Geschichte verstehen könnte; der Dreh- und Angelpunkt scheint auch bei ihr das Verhältnis zu ihrer Zwillingsschwester zu sein.


    Nun aber zur Familie Angelfield: bei denen stimmt ja einiges nicht und man fragt sich wirklich, ob alles anders gekommen wäre, wäre der Arzt zu Isabelles Geburt früher gekommen, wenn kein so schlechtes Wetter gewesen wäre. Wobei Charlie eh schon ein schwieriges Kind war. Diese Brutalität und Gefühlskälte scheint in der Familie fest verankert zu sein. Für George war Isabelle der Mittelpunkt seiner Welt und als sie ihm eröffnet, dass sie gehen wird, schlägt er einfach zu. Und das mit nichts zu entschuldigen, selbst wenn man argumentieren würde, dass Isabelle für ihn wahrscheinlich eine Art Ersatz für Mathilde war und er verhindern wollte, sie ein zweites Mal zu verlieren.


    Wobei ich sagen muss, dass die Missus die kleine Isabelle ihrem Vater einfach in die Arme gelegt hatte, um ihn aus seiner Lethargie zu holen, war schon ziemlich raffiniert; umso schockierter war ich dann über den weiteren Verlauf.

    Kann man wirklich von einer zu tief eingeschnittenen Haarsträhne um den Finger eine Blutvergiftung bekommen? Das ist ja schon tragisch und ziemlich "schräg".


    Zwischen Bruder und Schwester hat sich ja eine ganz ungesunde Beziehung entwickelt und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob nicht Charlie der Vater der Zwillinge ist.

    In jedem Fall sind auch die Zwillinge nicht unbedingt die angenehmsten Zeitgenossen, die Gefühlskälte findet sich auch bei ihnen und Adeline hat dieselbe schlägerische Veranlagung wie ihr Onkel/Vater. Kein Wunder, dass die Missus früher oder später mit ihnen überfordert ist, auch wenn sie sich als Einzige Mühe gibt, den Kindern so etwas wie eine Regelmäßigkeit geben zu wollen.


    Als die beiden Mädchen den Garten zerstören, habe ich mich gefragt, ob sie das getan haben, um John zu verletzen oder ob sie sich überhaupt nichts dabei gedacht haben. Emmelines Reaktion auf die Frage von Miss Dunne lässt beinahe auf das letztere schließen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und wie es schlussendlich zu dem Brand kommen wird.


    Achja, Margarets Reaktion, zu gehen, als Vida Winter ihr so herrisch kommt, war sehr gut, das zeigte der berühmten Autorin, dass sie es tatsächlich mit der Wahrheit versuchen muss, möchte sie ihre Biografin nicht verlieren. Und es zeigt auch, dass es Adeline tatsächlich sehr wichtig ist, endlich die Wahrheit zu erzählen. Danach legt sie ihre Maske etwas ab und zeigt einen verletzlicheren Menschen darunter.

    Edda hat Rebecca ja ganz schön fertig gemacht. Und Sören zusammengestaucht, weil er die Befragung abbrechen und am nächsten Tag weiterführen wollte.

    Sie hätte sie also wirklich über ihre Rechte aufklären müssen.

    Das fand ich auch nicht ganz o.k. von Edda; klar, sie steht unter Druck, aber wenn nachher herauskommt, dass sie die Verdächtige weder über ihre Rechte aufgeklärt noch ihr ermöglicht hat, einen Anwalt hinzuzuziehen, ist die Frage, wie rechtsgültig das ganze dann wieder ist.


    Ich glaube nicht, dass Becca sie gestoßen hat, das kann ich mir nicht vorstellen. Dass sie es gesehen hat, könnte ich mir durchaus vorstellen, nämlich dass sie die Person ist, von der Lucy sagte, dass sie sie nicht rechtzeitig erreichen könnte. Dass Becca dann abgehauen ist, kann ich sogar irgendwie verstehen. Vermutlich fühlt sie sich schuldig, auch wenn sie meiner Meinung in diesem Fall nicht schuldig ist.

    Das ist eine gute Überlegung. Und falls Lasse sich bei dem "Das kannst du nicht machen" nicht verhört hat, dann könnte das durchaus Rebecca gewesen sein, die Lucy von dem, was sie vorhat, abhalten wollte, nämlich zu springen, aus welchen Gründen auch immer.


    Die Überlegung von Karin, aus Abschnitt 2, dass Rebecca weggefahren ist, weil Lucy ihr dazu geraten hatte (um sie zu schützen), passt hier nicht mehr so ganz, glaube ich, weil Rebecca in dem Fall wahrscheinlich nicht so schnell wieder zurückgekommen wäre.

    Stimmt, das passt jetzt nicht mehr wirklich gut.


    Mir gefällt Britt Keller sehr gut. Eine taffe Ermittlerin, die sich auch noch nach den zu Befragenden anzieht.

    Britt gefällt mir auch am besten von den Kollegen.


    Was ist mit dem € 35.000,00 geschehen, die Lucy abgehoben hat? Hat sie die für Greta "ausgegeben"?

    Genau, das ist auch immer noch nicht geklärt, denke aber ebenfalls weiterhin, dass es mit Greta zu tun hat.


    Hat Claus Welke recht, wenn er meint, Lucy habe in den letzten Wochen etwas bedrückt?

    Womöglich ist er derjenige, der tatsächlich mitbekommen hat, wie es Lucy geht und dem das alle am wenigsten zutrauen.


    Oh, das ist eine tolle Idee, weil doch beide bei der Filmfirma sind. Warum bin ich da nicht draufgekommen? Und wenn Kurt das dann rausfindet ...

    ... geschieht vielleicht der nächste Mord? :D


    Edda würde am liebsten sowieso alles alleine machen, weil sie süchtig danach ist, knifflige Aufgaben zu lösen.

    Umso erstaunlicher finde ich es, dass sie sich ausgerechnet immer wieder mit ihrem Vorgänger Sebastian austauscht, da ist sie ja völlig offen; will aber gleichzeitig nicht, dass irgendwer von diesen Gesprächen mitbekommt.

    Hier stimmt eindeutig einiges noch nicht: Rebecca taucht wieder auf und ich frage mich, ob sie tatsächlich erst an dem Morgen von Lucys Tod erfahren hat? Dann belügt sie Edda mehrmals und davon abgesehen erzählt sie ihr nichts näheres zu dem Streit, geschweige denn von Lucys Geständnis, das irgendwas mit Julia zu tun hatte.


    Das mit Rebeccas One-Night-Stand mit einem Typen, dessen Namen sie angeblich nicht kennt, kommt mir auch reichlich seltsam vor. So hätte ich Rebecca schon zuvor nicht eingeschätzt, aber nachdem, was wir von Freunden und Kollegen erfahren, noch weniger. Wobei ich auch direkt an Finn denken musste, ob er der angeblich Unbekannte ist. Ihm kann natürlich nicht daran gelegen sein, dass Priska davon erfährt.


    Lasse Enders macht nun doch endlich eine Aussage, die allerdings recht schwammig ist ... wir wissen zwar jetzt von einem Streit, aber nicht mal, ob es Mann und Frau oder Frau und Frau waren, die sich da gestritten haben.

    Bei dieser Mara dachte ich ja schon, dass sie sich gehörig bescheuert benimmt, aber nachdem nun klar ist, dass es sich Kurts Schwägerin handelt, nachvollziehbar.


    Sehr interessant ist das mit der vermissten Julia Beyer aus Köln - wobei sich diese Spur scheinbar schnell zerschlägt, weil diese Julia tot ist. Aber Sebastian rät Edda, diese Spur nicht zu vernachlässigen, aber wie könnte das alles zusammenhängen? Im Buch steht zwar eine Erklärung für die zweifarbigen Augen, aber könnten die theoretisch auch vererbbar sein? Oder hatte die Julia vom Strand gar keine zweifarbigen Augen, sondern farbige Kontaktlinsen und wollte nur den Eindruck erwecken, weil sie damit irgendwie an die tote Julia aus Köln erinnern wollte? Aber bei Rebecca hätte das doch nichts gebracht, da hätte sie schon bei Lucy auftauchen müssen, damit diese den Hinweis versteht. Und vor allem birgen zweifarbige Augen den Nachteil, dass man sich nachher sehr gut an sie erinnern kann.


    Ich habe immer noch keine Plan, wie das alles zusammenhängt ^^

    Mrs. Clovis ist wirklich eine penetrante Person, der nichts entgeht. Mir hat gefallen, wie Tom ihr ein Ohr abgeredet hat.

    Ja, das war klasse, wie Tom sie mit seinem Gerede "plattmacht" ^^


    Aber plötzlich "Mutter" eines Teenagers sein, der noch dazu gewohnt ist, selbst über sich zu bestimmen, das ist echt schwer. Da ist Tom etwas blauäugig.

    Das sehe ich genauso, er wünscht sich scheinbar so sehr ein Kind, dass er einfach gehofft hat, Charlotte würde seinem Plan direkt zustimmen.


    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    An einer Textstelle meine ich, dass genau das gut durchgeschimmert ist.


    Stutzig wurde ich übrigens als Charlotte beim Lesezirkel einer Frau begegnet, die zuvor auch bei der Kaffeerunde bei Iris dabei war. Die hat doch bestimmt Julia nicht nur vom Lesezirkel gekannt.

    Ich habe auch überlegt, ob Julia vielleicht über Anna zu den Töchter der Isis gekommen oder andersrum.


    Ich habe so das Gefühl, als wenn ihr Interesse an den Ashdowns über normale nachbarschaftliche Neugier hinausgeht. Bin gespannt, ob da noch was kommt.

    Ich muss gestehen, an der Stelle war auch etwas misstrauisch ihr gegenüber.


    Wie Charlotte Alfie überzeugt hat, den Danbys die Kette zurückzugeben, fand ich aber klasse. Sie hat ihn behandelt wie einen verständigen Menschen, nicht wie ein dummes Kind. Und die Kette liefert natürlich auch einen prima Vorwand, Mrs. Danby aufzusuchen.

    Ja, das war clever gemacht.


    Später hab ich ziemlich gegrinst, als Tom und Charlotte sich vorgestellt haben, hüllenlos in den Garten zu gehen wie das Ehepaar Blake :lachen: Da wären Miss Clovis bestimmt die Augen rausgefallen!

    Bei der Vorstellung musste ich auch lachen :D


    Ob bei mir im Wohnort etwas auch Mysteriöses passiert? 8o

    Ohoh, wer weiß, wer weiß =O^^

    Die gemeinsame Spurensuche mit Tom und Charlotte durch das mystische London macht weiterhin sehr viel Spaß. Das ist ja wirklich auffällig, dass die vergangenen Magier, Astrologen usw. alle in der Nähe der Themse wohnten.


    Dass Julia den Lesezirkel als Vorwand gegenüber ihren Eltern benutzt hat, war nicht allzu verwunderlich, nachdem Marguerite sich darüber gewundert hat, dass ihre Tochter in dem im Lesezirkel zu besprechende Buch noch nicht wirklich vorangekommen ist. Aber diese Anna Hartley-James, die sowohl im Lesezirkel als auch zu Iris' Freundinnen zählt, könnte sehr gut die Anna sein, die immer wieder in den Szenen mit der Hohepriesterin auftaucht. O.k., Anna ist jetzt kein so seltener Name, aber Iris benimmt sich bei dem gemeinsamen Treffen mehr als seltsam, als Charlotte ihre Münze zeigt. Ich hoffe, dass Charlotte Toms Rat beherzigt und Iris nicht weiter von Julia erzählt.


    Dass sich die Hohepriesterin (Iris ist eine ganz heiße Kandidatin für diesen Posten) nun um Anna kümmern will, lässt Böses erahnen: womöglich will sie sich um sie genauso wie um Julia kümmern. Der Zeuge will ja auch 2 Frauen damals am Fundort von Julias Leiche gesehen haben.

    Dass die anderen Frauen der "Töchter der Isis" noch gar nicht wissen, dass Julia tot ist, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.


    Die Töchter der Isis scheinen in jedem Fall geheimer zu sein als Golden Dawn, man kennt höchstens den Namen, aber weder mögliche Mitglieder noch ihre Intention.


    Was für ein Zufall, dass Charlotte im Britischen Museum nicht nur Oscar Wilde, sondern auch Marguerite begegnet. Ich denke, es war in jedem Fall der richtige Schritt, dass Charlotte Kontakt zu Julias Mutter aufgenommen und ihr auch direkt die Wahrheit gesagt hat, dass sie und Tom die Umstände von Julias Tod untersuche wollen. Glücklicherweise reagiert Marguerite regelrecht erleichtert, dass sie nun Verbündete bei der Suche nach der Wahrheit hat.


    So, nun ist Alfie schon mal im Haus bei den Ashdowns und Tom würden ihn auch direkt bei sich behalten wollen, aber Charlotte ist mehr als skeptisch. Das fand ich einerseits zwar schade, aber andererseits war es von Tom auch kein feiner Zug, dass er das einfach bestimmt hat, ohne sich vorher mit Charlotte abzustimmen, das ist ja eigentlich so gar nicht seine Art. Aber nach Alfies Abschiedsbrief am Ende dieses Abschnitts hat sich das Thema evtl. von alleine erledigt.

    Vielen Dank.

    Ich werde auch nicht so schnell unterwegs sein.


    Stimmt, das würde etwas knapp werden mit diesem Monat 🤣

    Hier ist der Link? Ist das nicht in Ordnung?


    Diane Setterfield - Die dreizehnte Geschichte

    Ah, den hatte ich gar nicht gesehen :saint: Aber jetzt sind wir verschoben und unsere Leserunden hat sein eigenes Board. Passt alles :thumbup:


    Wir haben gestern Abend bei der Arbeit unsere Weihnachtsfeier, die ja wegen Corona ausgesfallen ist, als digitale Weinverkostung nachgeholt, daher bin ich gestern noch nicht zum Lesen gekommen.

    Finn ist von Lucy angerufen worden, weil es etwas zu besprechen gibt. Ich hatte ja schon vorher das Gefühl, dass die beiden ein Geheimnis haben. Nach einem langen Tag kommt er in Rerik an und Lucy ist nicht da. Am nächsten Tag taucht er wieder da auf, weil sie einen Termin verpasst hat. Was läuft da, dass er sich so reinhängt?

    Stimmt, Lucy hat Finn explizit angerufen, weil sie mit ihm etwas wichtiges besprechen wollte, das hatte ich völlig verdrängt. Nun bin ich mir noch mehr sicher, dass er irgendwas weiß, mit der nicht rausrückt.


    Bei dem homosexuellen Vater war ich der Meinung, das war der Vater von Paul - oder?

    War das nicht der Vater von Greta? Bin mir aber auch nicht mehr sicher.


    Übrigens schwirrt mir schon so der Kopf von Euren vielen Vermutungen, dass ich mir selbst langsam nicht mehr sicher bin, wer eigentlich von der Klippe gefallen ist oder warum oder durch wen vielleicht geschubst ... Vielleicht hat Edda einen Mord inszeniert, weil ihr Urlaub so öde war???

    Ist klar :D Das wäre immerhin eine Auflösung, mit der wohl mal niemand rechnen würde :D