Beiträge von odenwaldcollies

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Salvatore Treccarichi - Adriners Söhne I: Die Lichter der Alb


    Lichter der Alb – Das Hexenvolk kehrt zurück


    Das Leben der Menschen auf der Randener Alb wird von harter Arbeit bestimmt, die Alpenregion ist kein einfaches Terrain, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Menschen sind erfüllt von tiefem Glauben zu ihren vier Göttern, aber auch von Aberglauben. In letzter Zeit gab es kleinere Unglücksfälle, die der alten Kräuterfrau und Heilerin Rena angehängt werden. Rena, durch das hohe Alter gezeichnet und unansehnlich geworden, hat in ihrem Leben vielen Menschen der Randener Alb geholfen und etliche Kinder zur Welt gebracht, aber sie blieb immer eine Außenseiterin und Fremde mit ihren ungewohnten blauen Augen, deren Mutter von jenseits der Markberge stammt.


    Als der junge Rued bei einem tödlichen Sturz ums Leben kommt, ist für die Randener klar, dass Rena das Unheil heraufbeschworen hat und fordern ihren Tod. Dabei ahnen die Randener noch nichts von einer viel größeren Gefahr, die aus dem Westen über die Berge zu kommen droht: das vermeintliche Hexenvolk, welches die Randener vor Generation von der Alb vertrieben haben, wollen ihr ehemaliges Land mit einer großen Armee zurückerobern. Und niemand, am wenigsten Rena ahnt, welche Rolle sie für die bevorstehende Schlacht spielt.


    Nach einem klassischen mittelalterlichen Setting in Gerwod und dem tropisch-exotischen Ambiente in Honua entführt der Autor den Leser diesmal in eine fiktive Bergwelt. Man fühlt sich in die europäische Alpenregion versetzt, was auch durch die Ausdrucksweise unterstrichen wird. Das Leben auf der Randener Alb hat jedoch wenig mit idyllischer Bergkulisse zu tun, das Leben ist hart, die Arbeit der Menschen schwer. Zudem treibt sich etwas Seltsames und Tödliches in den Bergen herum, was nicht nur dem Leser eine Gänsehaut beschert.


    Hat dieses unheimliche Wesen etwas mit dem vermeintlichen Hexenvolk zu tun, welches vor Generationen durch die Randener vertrieben wurde und die nun ihr Land zurückerobern wollen? Die Randener haben sie seinerzeit bekämpft, weil ihnen deren unheiligen Rituale und Menschenopfer äußerst suspekt und zuwider waren.


    Aber wie immer in den Büchern von Salvatore Treccarichi ist die Welt nicht so einfach gestrickt und hinter dem Hexenvolk verbergen sich vielmehr die Völker von Licht und Schatten. Das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten ist bedroht und sollte es kippen, würde das auch für die Menschheit weitgreifende Konsequenzen haben, aber davon ahnen die Randener noch nichts.


    Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, vor allem die Jugendlichen und Kinder, die unter anderem als Adriners Söhne Namensgeber dieser Reihe sind und bestimmt noch eine wichtige Rolle spielen werden. Aber auch der etwas skurrile Doppelsöldner Barind ist eine meiner Lieblingsfiguren. Er ist etwas in die Jahre gekommen, die Knochen fangen an zu schmerzen, aber immer noch kann er mit seiner Kampfkraft überzeugen. Er meidet eher die Gesellschaft von Menschen, lieber führt er regelmäßige Gespräche mit seiner Maultierstute, seiner treue Gefährtin, mit der er schon in einige Schlachten gezogen ist.


    Als es zum Kampf zwischen den Randenern, ihren Verbündeten und den Westleuten kommt, muss man wieder gute Nerven haben, es wird blutig und brutal. Der Autor beschreibt den Krieg genauso hässlich, wie er ist, für Ehre und Ruhm ist hier nicht viel Platz.


    Nach den ersten Teil bin ich nun gespannt, was es mit der Gruppe, die sich am Ende findet, weitergehen und wie ihr weiteres Schicksal aussehen wird.


    5ratten

    Toller Abschluss der fünfteiligen Reihe


    Den ehemaligen Sklaven ist unter hohen Verlusten die Flucht vor ihren Häschern gelungen, aber immer noch befinden sich diejenigen unter ihnen, die aus Honua stammen, weit entfernt von ihrer Heimat. Die Rückkehr per Schiff ist für sie nicht möglich, daher bleibt nur als einzige Möglichkeit, den unterirdischen Weg durch das mysteriöse Unterland zu nehmen, unter dem Kontinent und dem Meer, von dem die Laotauen erzählt haben. Aber nicht alle sind bereit, sich für Wochen und Monate in die unbekannte Dunkelheit zu begeben, sondern wollen bei neu gewonnenen Freunden ihr Glück versuchen, daher heißt es für einen Teil der Gruppe Abschied zu nehmen.


    Die Reise führt in eine faszinierende und geheimnisvolle Unterwelt, aber auch mit unbekannten Gefahren. Eine der größten Gefahren ist der Hunger und Durst, denn noch ist nicht klar, wie die Versorgungslage in den nächsten Monaten für die Gruppe aussehen wird.

    Dazu kommt die Belastung durch die Dunkelheit, deren klaustrophobische Wirkung auf die Suchenden durch den Autor sehr plastisch beschrieben wird.


    Das Unterland ist aber kein lebloses totes Land, vielmehr begegnen unsere Protagonisten bekannten und unbekannten Lebensformen, teilweise Flüchtlinge der Oberfläche, teilweise an die Unterwelt angepasste Lebewesen. Dadurch kommt es zu interessanten Begegnungen, die den Honuanern hoffentlich helfen, den richtigen Weg in ihre Heimat zu finden. Aber nicht jeder meint es ehrlich mit ihnen. Und nachdem wir in den letzten Bänden erfahren durften, welch furchtbaren Gefahren an der Oberfläche lauern und leben, war ich natürlich sehr misstrauisch, was das Unterland angeht.


    Immer wieder habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, ob es überhaupt möglich ist, den richtigen Weg nach Honua zu finden, vor allem wenn man überlegt, wie lange die Honuaner nach ihrer Gefangennahme durch die Grondurer auf dem Schiff unterwegs waren, bevor sie in Dynerfand anlandeten. Zu Fuß benötigen sie für diese Strecke viele Wochen, ohne die Sicherheit zu haben, überhaupt in die richtige Richtung zu gehen, auch wenn die Laotauen nach eigener Aussage diesen Weg bereits einmal gegangen sind.


    Das Ende, obwohl auch traurig, hat mir sehr gut gefallen, da hier der Kreis zu den Ereignissen des ersten Bandes stimmig geschlossen wird. Die Fantasy-Reihe im exotischen Ambiente konnte mich wieder überzeugen, vor allem aber hat es mir Bikol angetan, der zwar über ein hässliches Aussehen verfügt, aber zeigt, dass sich das, was wirklich wichtig ist, nicht über das Aussehen, sondern über den Charakter definiert. Ohne ihn hätten die Gefährten niemals die Kraft der Freundschaft kennengelernt und es bestimmt nicht geschafft, Vorurteile und Misstrauen abzubauen.


    5ratten

    Abschlussband der Hafenschwester-Trilogie


    Hamburg in den 1920er Jahren: Der erste Weltkrieg liegt hinter der Familie Studt, aber während der ersten Wirtschaftskrise in diesem Jahrzehnt haben sie all ihre Ersparnisse verloren. Die Familie muss zusammenhalten, daher stellt Ella, die Tochter von Martha und Paul, ihren großen Traum vom Medizinstudium vorerst zurück, um die Familie zu unterstützen.


    Ihr Bruder Rudi, der mit seiner offenen und manchmal auch vorlauten Art im Vorgängerband mich oftmals belustigt hat und dadurch im Gedächtnis geblieben ist, macht im vorliegenden Buch eine nicht so schöne Wandlung durch. Er fühlt sich von seiner Familie nicht verstanden und während seine Eltern und seine Schwester den Gürtel enger schnallen, damit sie die Wohnung halten können, führt er als Student in ausschweifendes Partyleben. Als er in ernstzunehmende Schwierigkeiten gerät, kann er zwar auf seine Familie zählen, jedoch entzweit ihn sein anschließendes Verhältnis immer mehr von ihr.


    Ella möchte unbedingt Ärztin werden, um dieses Ziel zu erreichen, muss sie härter arbeiten als die männlichen Anwärter für das Medizinstudium. Glücklicherweise gibt es Ärzte, die sie unterstützen, wo sie nur können, aber gegen die Dummheit ihres Bruders Rudi können diese auch nichts ausrichten, der Ella mit seinem Verhalten alle Chancen zu nehmen droht. Dass sie zunehmen eine große Wut auf ihren Bruder verspürt, ist für mich jedenfalls absolut nachvollziehbar.


    Alfred oder Fredi, der ruhigere Spross der Studt-Familie, macht dagegen eine erstaunliche Entwicklung durch. Er meistert erfolgreich seine Ausbildung bei der Mordkommission, wie er es sich immer gewünscht hat, aber als er fertig ist, kommen die Nazis an die Macht und es beginnt ein anderer Wind innerhalb der Polizei zu wehen. Fredi liebt seinen Beruf und will ihn nicht aufgeben, auch wenn er mit der Ideologie der Nazis nichts anfangen hat. Da schließt er mit der Gestapo einen gefährlichen Pakt, der ihn den Kopf kosten kann. Fredis Mut und gespielte Kaltblütigkeit hat mich immer wieder erstaunt, aber gleichzeitig habe ich gefürchtet, ob er dieses doppelte Spiel über all die Jahre bis 1945 durchhalten kann, da es auch eine enorme psychische Belastung darstellte. Ich denke, ohne Henny an seiner Seite wäre es deutlich schwerer geworden.

    Henny, Fredis erste Liebe, deren größter Wunsch es ist, mit Fredi eine Familie zu gründen und im Haushalt glücklich zu werden – ich gebe zu, ich habe ein wenig bei diesen altbackenen Vorstellungen die Augen gerollt und dabei die junge Frau völlig unterschätzt, die über einen messerscharfen Verstand verfügt und in allen Situationen die Nerven behält.


    Der Fokus im dritten Band liegt diesmal mehr auf dem Leben der drei Kinder von Martha und Paul, aber natürlich kommen auch die Eltern nicht zu kurz. Aber auch all die anderen liebgewonnenen Charaktere wie Moritz, Marthas Bruder und seine Familie oder Milli haben ihren Auftritt. Der Zeitraum dieses Buches umfasst mehr als 20 Jahre, leider bleibt es dabei nicht aus, dass einige Charaktere das Ende des Buches nicht mehr erleben, manche friedlich, manche tragisch.


    Das versöhnliche Ende dieser tollen Reihe hat mir nochmal richtig gut gefallen, vor allem weil es dem Titel dieses dritten Bandes voll gerecht wird.


    5ratten

    Das habe ich mir alles selbst ausgedacht. Ich habe einige Tage gebraucht, bis alles ein Sinn ergab.

    Das Element des Menschenopfers sollte einen guten Sinn erhalten. Die Vorstellung der abergläubischen Randener, dass die vermeintlichen Hexenleute Geschöpfe des Bösens bei unheiligen Ritual erschaffen, sollte auch eine Bedeutung haben. Nur dass es die Randener nicht verstanden haben, um was es wirklich geht.

    Wow! :thumbup:


    Das ist mir immer wichtig. Der langsame Aufbau der Charaktere. So baut man zu ihnen eine Beziehung auf. Und dies trotz der kurzen Kapitel.

    Das ist dir auch hier wieder sehr gut gelungen.

    Mit dem Liebesritt oder dem Liebesakt wird ein Kind gezeugt. Das kann mit oder Ritual erfolgen. Bei den Lichtwesen trägt ohne das Ritual das Kind den Makel des Todes.

    Der ganze Prozess bzw. das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten hatte ich schon verstanden, allerdings war mir nicht ganz klar, dass es einen Liebesritt mit und ohne Ritual gibt, ich dachte, der Liebesritt selbst wäre das Ritual :) Aber dann habe ich die vermeintliche inhaltliche Diskrepanz zwischen den beiden Abschnitten verstanden - vielen Dank für die Aufklärung :thumbup:


    Wie bist du auf dieses doch recht komplexe "System" der Licht- und Schattengesellschaft gekommen? Hast du dich durch bestimmte Mythologien oder Glaubensvorstellungen inspirieren lassen? Da steckt ja doch einiges an Hirnschmalz und Überlegungen dahinter, das entwickelt man nicht so schnell mal nebenher.

    Vor allem finde es ziemlich ausgeklügelt und sehr gut durchdacht :thumbup:

    odenwaldcollies : Norven erinnert mich an nichts in Bezug auf Salvatore. Kann es aber sein, dass es uns an die Nornen von Tad Williams erinnert? Ich weiss es nicht mehr richtig, aber waren es nicht unheimliche Gestalten, die rücksichtslos ihre Interessen verfolgten?

    Ahja, die Nornen aus der Schwerter-Saga, das könnte natürlich sein, dass wir deswegen misstrauisch sind. Ich bin sicher, es hängt mit dem Namen zusammen, denn ansonsten hat er ja wirklich keinen Grund geliefert, ihm zu misstrauen.


    Unheimlich finde ich auf jeden Fall, wie die Kal‘Ynarii ihre Umwelt umformen. Ich kann verstehen, dass sie eine etwas andere Atmosphäre benötigen. Aber wie wollen sie dann mit den Menschen und anderen Lebewesen zusammen leben? Werden sie sich auf den jetzigen Ort beschränken? Oder werden sie versuchen, sich weiter auszubreiten, um genug Platz für die Schläfer zu haben? Die Kal‘Ynarii selber scheinen ja keine andere Atmosphäre zu benötigen. Unterscheiden sie sich so sehr von den Schläfern, dass Terraforming nötig ist? Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe ein ungutes Gefühl.

    Das ist eine sehr gute Frage! Das würde früher oder später unweigerlich zu Konflikten kommen. Ich bin mal gespannt, welche Pläne sie diesbezüglich haben.

    Noch vergessen: ich befürchte, dass Barind in seinem letzten Satz in diesem Buch etwas Wahres gesagt hat: "Nein, Frau, ich sage es dir, sie wissen es, die Guthieß, dass niemals Frieden herrschen wird in unserer Welt."


    Und eines ist mir noch aufgefallen, was ich nicht ganz verstanden habe, aber evtl. liegt hier auch ein Fehler vor. Und zwar im Kapitel "Jarigs Geschichte", als Rena die ganze Wahrheit erfährt, übermittelt der Uelgner Rena, dass Beana und Rist als die letzten ihrer Art nicht das Risiko des Liebesrittes eingehen konnten, weil dann die Lebenskraft von ihnen gelöst werden würde - und wenn sie dann kein Kind miteinander zeugen die daraus resultierende Opferung nichts mehr bringt, weil die beiden die Letzten ihrer Art sind.


    Aber eine halbe Seite weiter unten steht dann: "Deswegen haben Beana und Rixt beim Liebesritt in diesem Sommer ein Kind gezeugt." Wurde nicht ziemlich am Anfang erwähnt, dass die beiden das Kind außerhalb des Rituals gezeugt hatten und es deswegen den Makel des Todes in sich trägt?

    Jarigs Erklärung, wer und was es genau mit den Licht- und Schattengeburten auf sich hat, fand ich sehr erhellend. Ich habe den Abschnitt aber zweimal sehr konzentriert gelesen, denn so einfach ist das nicht zu verstehen, mit den Unterschieden von Lichtgeburt, - mutter und -geber usw. Aber es erklärt zumindest, warum das Lichtvolk diesen grausamen Krieg dennoch unterstützt und die vielen toten Menschen in Kauf nimmt, wenn es ihnen auf der anderen Seite eigentlich neben dem eigenen Erhalt und dem Gleichgewicht zwischen Leben und Tod auch um den Erhalt der Menschheit geht. Weil das ist natürlich schon ein Paradox: sie beginnen den Krieg, um schlussendlich die Menschheit zu bewahren und rotten auf der anderen Seite das ganze Tal aus.


    Als die Lichtwesen Wera vor der Schändung und dem Tod bewahren, wird aber klar, dass die Lichtwesen mitnichten die völlige Vernichtung der Albbewohner im Sinn hat, das ist nur der Plan von Adalger und den Tagschatten, die dummerweise die Heerführer sind, weil nur sie in der Lage sind, den Tod zu bringen. Und sie haben wiederum ihre Verbündete unnötig und übertrieben gegen die Albbewohner aufgehetzt.


    Mir kommen die Licht- und Schattenwesen wie Götter vor, die zwar die "vernünftigen" Menschen erschaffen kann, aber auf der anderen Seite sind auch sie festen Gesetzen unterworfen - und ich frage mich, ob es hier noch eine Macht gibt, die über diesen beiden Völkern steht. Wenn ja, scheint diese Macht aber recht wenig unternehmen zu wollen, um dafür zu sorgen, dass das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten nicht vollends kippt.


    Jarig als ehemaliger Lichtgeber hat also die Wahrheit gesagt, dass er Rued nichts antun wollte, dass sein Tod ein Unfall durch Erschrecken war, denn er kann gar nicht töten.


    Nun wird auch Renas Rolle als Eztas Opfer klar, aber ich muss schon sagen, der weibliche Teil hat bei der freiwilligen Opferung eindeutig den schlechteren Part, als der Lichtgeber, der sich ebenfalls lebendig eingraben lassen muss. Ganz ehrlich, dass Rena nun nicht gerade in Enthusiasmus über diese Opferung ausbricht und das Hexenvolk begeistert unterstützen will, ist mehr als verständlich.


    Nachdem wir von Jarig die ganze Geschichte kennen, hatte ich erwartet, dass Rena noch eine wichtige Rolle spielen und daher nicht so schnell sterben würde, umso geschockter war ich, als Fädri sie mit der Forke direkt ins Herz stach. Wobei ich ihm anrechne, dass er ihr einen schnellen Tod ermöglichen wollte, aber die Hoffnung, dass sie das überlebt haben könnte, war natürlich gleich Null.

    In dem Moment habe ich mich gefragt, welchen Sinn dann dieses ganze brutale Gemetzel überhaupt noch hat, wenn eh keiner mehr da ist, der sich noch opfern und die Geburt der Schattenmutter verhindern kann.


    Aber Salvatore hat noch eine Überraschung für uns: die Lichtmutter Beana spürt nach wie vor das Licht von Eztas Lichttochter, wenn auch etwas schwächer, aber weiterhin konserviert. Könnte es sich dabei um Wera handeln? Aber wie kann das möglich sein? Liegt das daran, dass Rena Wera bei der Geburt mit dem toten Kind von Erligers Frau getauscht hat? Wurde in dem Moment eine besondere Beziehung zwischen den beiden hergestellt, denn Kinder hat Rena ja schließlich viele auf die Welt gebracht. Ansonsten müsste es irgendein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den beiden geben, aber die das funktionieren sollte, weiß ich nicht.


    Der Kampf wogt hin und her, mit der Ankunft der Burgner und weiteren Verbündeten sieht es kurz so aus, als ob die Verteidiger doch noch die Stellung halten könnten, aber dann werden sie doch noch überrannt und umgebracht.


    Gutlich hat mir bisher eh immer recht gut gefallen, aber in ihren letzten Minuten zeigt sich noch mal Geistesgegenwart und erkennt die einzige mögilche Chance, dass wenigstens die Enkel überleben. Nur gut, dass Walts Schreien und Heulen durch den Tumult in den Räumen darunter übertönt wurde.


    Ein paar Kinder haben tatsächlich überlebt, sogar zwei Frauen, auch wenn eine nicht ganz so glimpflich davon gekommen ist; und sogar Seppner hat überlebt! Und als dann noch Barind auftaucht, keimte sogar so etwas wie Hoffnung auf - Hoffnung, dass diese Kinder die Zukunft darstellen könnten.


    Wobei ich gestehen muss: sollte Wera tatsächlich eine Lichttochter sein, dann macht mir die Vorstellung, dass sie sich lebendig eingraben lassen, mit der Schattengeburt vereinigen und dann sterben muss, doch schon arge Bauchschmerzen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Walt dabei einfach so mitmachen würde.

    Etwas schmunzeln musste ich, als ich gelesen habe, dass Mouse sogar bei einem Ausflug in den Regenwald seine Computer Sticks eingepackt hatte. ^^

    So sind sie, die Vollblut-Informatiker :D


    Ja, arbeite gerade an zwei Büchern. Einen Adventskrimi für einen Verlag und ein kürzeres Fantasy-Buch, das voraussichtlich Anfang April erscheint.

    Hui, ich finde das ja gar nicht unnötig, dass du fleißig am Schreiben bist ^^ Das Cover sieht toll aus :thumbup:

    Von Norven erfahren wir, dass es sich bei den Schlangeneiern, die er Phil entwendet hat, um Schlafende handelt - so was ähnliches hatten wir ja schon vermutet.

    Mir geht es weiterhin so, dass ich gegenüber Norven ein wenig misstrauisch bin, obwohl er eigentlich gar keinen Grund dafür liefert. RitaM kann es sein, dass uns der Name an einen Bösewicht bei Salvatore erinnert, weil wir beide bezüglich Norven misstrauisch sind?


    Gut, dass sich Mouse und Phil endlich mal aussprechen und jetzt wieder alles beim Alten zwischen den beiden ist <3 Sehr gut hat mir auch gefallen, dass Mouse seinem Freund den Kopf zurechtrückt, was Sara angeht.


    Phil erlebt diesmal im Traum den Asteroideneinschlag von vor 66 Mio. Jahren hautnah mit, er kennt nun immerhin das Schicksal der Kal'Ynarii, auch wenn er sie noch nicht persönlich kennengelernt hat.


    Als Mouse zu Phil und Sara sagt, dass es ihm gerade noch so gelungen sei, höchstwahrscheinlich zu verhindern, dass das System der Station eine Verbindung mit Windar Biomed herstellt, habe ich schon befürchtet, dass doch irgendwas nach draußen gelangt ist. Wenigstens schickt Morgan Vain nicht direkt mit dem Auftrag los, die 4 Jugendlichen direkt umzubringen, das verschafft ihnen vielleicht etwas Zeit. Allerdings befürchte ich, dass wenn Vain an der Station ankommt, auch Kingsley dort sein wird.
    Wie kommt Vain eigentlich zu der Station? Wenn er den gleichen beschwerlichen Weg durch die Wet Tropics nehmen muss, wäre er ja auch ein paar Tage unterwegs.


    Nun bin ich sehr gespannt, was Phil, Sara und Mouse in dem letzten Labor erwarten wird.


    Spannend ist übrigens auch die von Haradis' erzeugte Barriere, um ungebetene Besucher fernzuhalten. Sie muss wirklich mächtig sein, so unwohl wie sich Louis stellenweise fühlt.

    Und mit Duncan: auch wenn die Kal‘Ynarii Duncan verletzt hatten, heißt das noch nicht, dass sie das absichtlich gemacht hatten. Ich bin mir nicht sicher, dass sie ihn töten wollten.

    Wenn, dann tippe ich auch eher auf Notwehr; ich glaube, es wurde nicht erwähnt, inwiefern Duncan die Kal'Ynarii angegriffen hat, aber da er einer von Vains Leuten ist, wird das nicht nur ein Schubsen gewesen sein.

    Nur wie konnte Phil zum Retter werden? Und vor was oder wem soll Phil das Volk der Kal'Ynarii retten?

    Und das Wie würde mich auch interessieren.


    Was man kaum erwartet hätte:

    Zwischen Louis und Phil bahnt sich eine echte und respektvolle Freundschaft an.

    Ohja, darüber bin ich echt auch froh, dass zwischen den beiden nicht mehr Abneigung und Misstrauen herrschen.


    Das ist noch die große Frage. Und warum die Eier geklaut wurden, auch. Ob Phil auch eine Art Seelenwächter ist? Ein Erbe in sich trägt?

    Ich vermute fast, dass Phils Aufgabe über die eines Seelenwächters noch hinausgeht, da er als der Eine bezeichnet wird. Was er genau ist oder in sich trägt, darauf bin ich auch gespannt, aber ich vermute, dass es mit dem zu tun hat, dass damals dem Shelnyr injiziert wurde. Da der Shelnyr ein Primate ist und die Menschen aus den Primaten hervorgegangen sind, könnte es etwas damit zu tun haben. Aber: woher wussten die Kal'Ynarii damals, dass sich so was wie eine Spezies Mensch gerade aus den Primaten entwickeln wird, die wiederum ihre Rettung nachher darstellen könnte? Sie waren sich ihrer Sache ja eigentlich recht sicher.

    Eine ganz gewagte Theorie: evtl. wurde mit der Injektion genau das angestoßen, nämlich die sehr langfristige Menschwerdung aus dem Primaten heraus, um sicher zu stellen, dass man nachher einen Retter hat. Aber das sind ja unzählige Generationen, bis man dann bei Phil als dem Retter angekommen ist; das wäre schon eine Wahnsinnsleistung.


    Spannend fand ich die Szene, als sie die ausgestorbenen Bäume entdecken. Die Kal´Ynarii betreiben schon "terraforming" , also machen sich die Gegend zu eigen.

    Teilweise hatte ich das Gefühl, als ob wir hier Übergänge von unserer Welt in die Welt der Kal'Ynarii sehen.


    Interessant, dass Vain beginnt, Fragen zu stellen. Ob er grundsätzlich den Auftrag in Frage stellen könnte und damit vielleicht sogar eher eine Hilfe werden könnte :/

    Das wäre nicht schlecht, aber bei dem eiskalten Killer habe ich meine Zweifel, dass er eine Hilfe werden könnte.


    Aber warum hat man die Leiche dort in der Halle deponiert wo doch die Krokodile ganz in der Nähe sind?

    Da hast du recht, das wäre doch eine saubere und geruchsfreie Entsorgungsmöglichkeit gewesen.


    Stand da tatsächlich, dass ein Kal‘Ynarii Duncan getötet hat? Oder vielmehr, dass Duncan im Beisein von Dr. Kingsley und den Kal‘Ynarii seinen Verletzungen erlegen ist? So wäre der Mörder noch unklar.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, da stand, dass die Kal'Ynarii Duncan verletzt hatten, weil dieser sie wiederum angegriffen hat.


    Auch kann ich mir nicht helfen, aber ich habe bei Norvan ein komisches Bauchgefühl, dass ich nicht erklären kann.

    Ha, mir geht es seltsamerweise genauso und kann es genauso wenig erklären.

    Ich hatte mich gestern Abend gewundert, dass dieser Abschnitt so viel länger als die vorigen ist, bis ich eben gemerkt habe, dass ich zwei Abschnitte gelesen habe - ich hatte vergessen, ein Lesezeichen zwischendurch zu setzen. Jetzt hoffe ich mal, dass ich nicht zum falschen Abschnitt schreibe; aber wahrscheinlich bin ich eh Schlusslicht, so dass ich niemanden was verraten kann ^^


    Mit Norvan betritt eine weiterer Charakter die Bühne, er war es also, der Phils Schlangeneier entwendet hat. Und wir erfahren etwas mehr über die Kal'Ynarii, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen; dass alles Fremde ihre Neugier weckt und sie es daher erforschen und verstehen wollen. Eigentlich ähnlich den Menschen, was das erforschen und verstehen angeht, beim Fremden gibt es dagegen bei uns oftmal Vorbehalte und Misstrauen statt offener Neugier.


    Nachdem Mouse im letzten Abschnitt ins Fettnäpfchen getreten ist, ist diesmal Phil dran, als er nicht checkt, dass Mouse Louis ein Kompliment wegen des Kaffees machen wollte, obwohl er gruslig schmeckt ^^


    Ich muss gestehen, ich musste schon ziemlich über Mouses Reaktion grinsen, als er in das Spinnennetz gelaufen ist - jaja, ich habe auch leicht reden, da mir Spinnen überhaupt nichts ausmachen ^^


    Die Szene am Wasserloch mit dem Krokodil war dagegen deutlich gefährlicher - ich musste direkt an die Szene am Wasserloch in Crocodile Dundee denken, der ja kurz darauf auch noch Erwähnung findet. Also ohne Louis wären die Drei so was von aufgeschmissen in den Wet Tropics. Wenn ihm irgendwas zustößt, wäre das fatal.


    Phil fühlt sich in dem Wald immer noch absolut wohl und "angekommen", während er sich im sonstigen Alltag ruhelos und verloren vorkommt; das wird wohl mit seinem Schicksal als der Eine zu tun haben. Irgendwie hat er ja eine Verbindung zur damaligen Zeit, vielleicht kommt er deswegen nicht so gut in der heutigen Zeit zurecht.

    Und er ahnt, worauf das alles womöglich hinausläuft. und steht daher Louis bei, als Sara von ihrem Führer unbedingt wissen will, was Sache ist. Aber Phil hat auch recht, finde ich, es ist wirklich nicht Louis' Aufgabe, was Saras Dad nun getan oder "verbrochen" hat.


    Dr. Stevens Ende ist schnell und unspektakulär. Und man kann nicht mal sagen, dass sie sich für die falsche Seite entschieden hat, denn dann wäre sie wie Kingsleys Kollegen ebenfalls schon tot. Dieser Vain wird noch für mächtigen Ärger sorgen, befürchte ich.


    Endlich kommen die Vier in der Forschungsstation an - und finden direkt die Leiche von Duncan, die bei dem Gestank auch nicht zu übersehen ist <X


    Ich hoffe, Dr. Kingsley taucht bald auf, der hat nämlich richtig viel zu erklären.

    Grundsätzlich haben Dr. Kingsley und sein Team ja über ein Jahr in der Forschungsstation gelebt, während sie angeblich in Sydney waren. Im Grunde gab es nur eine Anreise und Abreise.

    Stimmt, das war ja ein ganzes Jahr, das wächst vieles wieder zu. Aber Vorräte müssen ja auch zwischendurch mal besorgt bzw. gebracht werden. Ihr seht schon, ich denke gleich mal an die praktischen Dinge :D


    Meiner Meinung nach tendiert er noch eher zu Phil, er hätte wohl lieber in seinem Zelt geschlafen.

    Evtl. traut er sich aber auch noch nicht, sich wirklich zu seinen Gefühlen zu bekennen, was der Fall sein könnte, wenn er mit Louis allein die Nacht in einem Zelt verbringt.