Beiträge von odenwaldcollies

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Guten Abend ihr Lieben,

    ich bin gestern Abend ebenfalls in die dunkle Tiefe hinabgestiegen.


    Ich ertappe mich immer wieder, dass ich bei der jüngst befreiten Gruppe ärgerlich werde, weil sie gegen einen Großteil der Gruppe um Bomil und Bikol derart misstrauisch sind, dass sie Unruhe in die Gruppe bringen. Teilweise denke ich sogar, es wäre vielleicht besser gewesen, die Gruppe wäre für sich geblieben und ihnen wäre ihre eigene Flucht gelungen. Auf der anderen Seite bin ich aber froh, dass die ehemaligen Tarako-Sklaven inzwischen so eine eingeschworene Gruppe bilden, dass sie sich von den Anfeindungen der anderen nicht gegeneinander aufbringen lassen. Da sieht man mal wieder, was für ein Segen es ist, wenn man sich über eine gemeinsame Sprache austauschen und damit den anderen viel besser kennenlernen kann.


    Daher war ich zuerst auch traurig, dass sich die Gruppe aufteilt, weil ein Teil nach dem Unterland suchen will und der andere Teil sich in der Nähe ihrer jüngsten Freunde aus der Waldstadt ansiedeln möchte, um dort - hoffentlich - in Ruhe leben zu können. Aber eigentlich war es klar, dass der Punkt irgendwann kommen wird, denn die jeweilige Motivation kann ich sehr gut nachvollziehen.


    Ich bin ja total neugierig darauf, was die Protagonisten und uns Leser im Unterland erwarten wird und ich muss gestehen, dass ich mir gar keine näheren Gedanken gemacht habe. Hey, wir sind schon durch Moria gereist, da schaffen wir auch das Unterland. Bis Salvatore mich auf den Boden der Realität gebracht und nur allzu deutlich gemacht hat, dass sich unsere Helden durch eine absolute Finsternis bewegen müssen, ohne einen Führer mit Licht, der zudem auch noch den Weg einigermaßen kennt. Spätestens dann wurde mir doch recht mulmig und ich weiß nicht, ob ich mich hätte dazu überwinden zu können, da runter zu steigen. Da ja zudem auch keiner weiß, ob es wirklich einen freien Durchgang noch Honua gibt und wie lange diese Reise in der Finsternis dauern wird.

    Daher war ich ebenso erleichtert über Beschobaschichs Angebot, die Gruppe in das Unterland zu führen plus der Aussicht, dass es da unten nicht mehr stockfinster sein soll.


    Nicht einen Augenblick habe ich an ihm gezweifelt, mir ging es ebenso wie Bigamata, dass ich ihm vertraut habe. Was für eine bittere Enttäuschung, auch wenn ich über allen Frust Beschobaschichs Gründe sogar nachvollziehen kann. Und Allani hat mit ihrer Keiferei, dass das Monster sie alle nur fressen will, leider recht gehabt, was mir gar nicht gefällt, weil sie mir ganz schön auf die Nerven geht.


    Jetzt haben es die ehemaligen Sklaven so weit geschafft und nun das! Ich habe im Moment keine Ahnung, wie eine mögliche Rettung aussehen sollte, aber wenn es sie gibt, dann sollte sie bald kommen, bevor die Gruppe nochmals stark dezimiert wird. Ein bisschen hoffe ich noch auf Hyweiubawasa, dass er ihnen zu Hilfe kommt, aber andererseits glaube ich nicht, dass er sich gegen Besobaschich stellen wird, zumal er sich ja wohl in seiner Höhle versteckt hält.

    Gelesen:

    Salvatore Treccarichi - Honua IV: Der Tropenwald

    Nina Blazon - Das Wörterbuch des Windes (5 Ratten)

    Thomas Finn - Die Chroniken der Nebelkriege 1: Der silberne Traum (4 Ratten)

    Wolfgang Schorlau - Das dunkle Schweigen (4 Ratten)


    Gehört:

    Robert Louis Stevenson - Die Schatzinsel (5 Ratten)

    Jules Vernes - 20000 Meilen unter dem Meer (4 Ratten)


    Neuzugänge:

    Martha Grimes - Blinder Eifer

    Matthew Costello, Neil Richards - Tiefer Grund

    Melanie Metzenthin - Hafenschwester 3: Als wir an die Zukunft glaubten

    Salvatore Treccarichi - Honua V: Das Unterland

    Super! Ich hoffe, die anderen Bücher kommen auch bald. Ich habe auch noch kein Buch (nur einen EBook-Beleg), deshalb habe ich mir gestern schnell selbst eines gekauft, damit ich auf jeden Fall eines habe, wenn am 06.09. SAT 1 dreht. Wäre ja peinlich, wenn ich dann noch nicht mal ein Buch zum in die Kamera halten hätte.

    Für den Dreh wünsche ich viel Spaß!

    Morgen gehen die Bücher laut Verlag in die Post.

    @ Odenwaldcollies - hast du schon das Ebook? Ich habe gestern mein Belegexemplar vom Ebook bekommen. Das geht sonst bestimmt auch morgen raus, falls nicht, bitte bei mir melden.

    Ich habe gestern eine Mail erhalten, dass mein eBook aus technischen Gründen am Erscheinungstag - 30. August 2021 - verschickt werden kann. Also alles noch gut, das passt ja von der Zeit.

    Ob es eine Anschlussserie gibt, weiß ich noch nicht. Ideen dazu habe ich schon. Nachdem ich aber für die erste Serie acht bis neun Jahre benötigt habe, schreckt es mich ein wenig ab, mich zeitlich so lange zu binden. Immerhin bin ich auch nicht mehr der Jüngste 😉.

    Zur Zeit bin ich daher eher mit kleineren Projekten unterwegs, für die ich nur zwei oder drei Jahre brauche.

    Ich würde mich zwar auch auf ein Wiedersehen freuen, aber ich kann dich auch voll und ganz verstehen, was die Dauer für so eine lange Reihe angeht.

    Spannender und würdiger Abschluss

    Helmko hat sich mit seinen Freunden und Verbündeten in der Quelljochfestung verschanzt, ihr größter Feind, der wiederauferstandene und verdorbene Magier Teramon setzt alles daran, mit seiner grausigen Armee die Festung zu stürmen und ihre Bewohner zu töten. Noch ruhen die Hoffnungen darauf, dass Boralt und Herman mit dem Eberkopf, dem verdorbenen Artefakt, das alles entscheiden soll, durch die Belagerungsreihen zur Festung vordringen können. Aber die Ritter sind gescheitert und das Artefakt längst in die Hände des Feindes gefallen. Auch die drei Sucher sind gescheitert, sie haben Gerwod, das reine Herze, nicht gefunden.

    Harmen von Dernau steht dagegen mit seinen Verbündeten vor den Toren Kernburgs und will die Stadt aus dem Griff der Feinde befreien, ohne zu ahnen, dass die eigentliche Entscheidung in der Quelljochfestung fallen wird.


    An erster Stelle war ich natürlich sehr gespannt darauf, wie diese Geschichte nach 10 Bänden enden wird, aber ich war auch sehr neugierig, wie und ob es dem Autor gelingt, ein würdiges Ende zu finden, denn nichts hätte ich mehr bedauert, wie wenn die Handlung womöglich zu abrupt geendet hätte. Ich kann sagen, dass Salvatore Treccarichi der Romanabschluss hervorragend gelungen ist, was den Abschied von dieser tollen Reihe leichter macht.


    Mit meinen möglichen Überlegungen, wie die Geschichte enden könnte, lag ich völlig daneben, da der Autor wieder einige unvorhersehbare Wendungen eingebaut hat sowie ein noch überraschenderes Ende. Was mich besonders fasziniert hat: dass die Zwischenwelt einen bedeutenden Platz im Abschlussband einnimmt. Am Ende fügen sich alle Teile zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.


    Es hatte sich in den vorigen Bänden schon angedeutet, dass die Einteilung in Gut und Böse nicht so pauschal getroffen werden kann, dass vieles eine Frage der Perspektive ist, was sich im vorliegenden Buch dann auch vollends aufklärt. Teilweise hatte ich die Befürchtung, den Überblick zu verlieren, was nun wahr ist und was nicht, aber am Ende löst sich alles auf und meine offenen Fragen wurden vollständig beantwortet. Der Autor schaffte es, dass ich mehrmals stark zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankte.


    Ein besonderer Höhepunkt war für mich der Epilog, in dem nicht nur ein Blick auf die Zukunft und die vielen zu bewältigenden Aufgaben geworfen wird, sondern ich als Leser in Ruhe Abschied von dem Buch nehmen konnte.


    Eine großartige Serie: vielschichtig, grausam, hoffnungsvoll. Ich freue mich auf die weiteren Bücher des Autors.


    5ratten

    Da hat Husubata recht, dass es ein Glück war, dass alle gleichzeitig am Abtera-Justau eingetroffen sind. Sie mussten niemanden befreien und haben sich trotzdem alle wiedergefunden. Ich bin auch gespannt, ob die neu dazugekommenen Sklaven sich an die neue Sprache und auch an Husubatas, Bikols und Bomils Führung gewöhnen können.

    Da hast du recht: je schneller sie die Sprache lernen und miteinander kommunizieren können, umso schneller werden sich die Vorbehalte dann hoffentlich abbauen. Wenn die Gruppe eines nicht braucht, dann sind es neue Konflikte zwischen ihnen.


    Der letzte Teil der Serie lautet nicht umsonst 'Das Unterland'. Dort erwartet uns die Reise durch ein unterirdisches Reich.

    Ich bin davon überzeugt, dass auch der Band wieder super werden wird.

    Seit Donnerstag bin ich fertig mit dem Lesen und komme jetzt endlich zum Schreiben.


    Der Angriff von Bigamatas neuen Verbündeten erfolgt genau im richtigen Zeitpunkt, was das Auftauchen der Gruppe um Bomik und Bikol angeht. Was die Anzahl der Gegner angeht, war es eigentlich noch zu früh, die Gegner von Abdera-Justau sind immer noch zu viele und können die Monster besiegen bzw. stark schwächen. Allerdings ist deren Kampfwillen dadurch nicht gebrochen, sie nehmen sich ja vor, in Zukunft noch einmal angreifen zu wollen.


    Zu unterscheiden, wer Freund oder Feind in dem Sklavenlager ist, hat dann leider auch erwartungsgemäß nicht funktioniert. Und obwohl es so viele Tote unter den gefangenen Sklaven gibt, tut es mir auch sehr leid, dass die großen urtümlichen Geschöpfe solche Verluste erlitten haben. Ich hoffe aber, dass wir Hiyweiubawasa nochmal treffen werden, um hinter das Geheimnis der Namensähnlichkeit zu kommen.


    Als Asatal sich mutig meldet, die Lage auszukundschaften, hatte ich wirklich Angst um ihn, dass er es diesmal nicht überleben könnte, aber glücklicherweise geht alles gut.

    So, nun sind die Gefangenen aus Honua wieder vereint, jedenfalls die Reste, die von ihnen übriggeblieben sind. Ich hoffe nur, dass die "Neuen" die inzwischen geschlossenen Freundschaften schnell akzeptieren und sich integrieren, damit es hier nicht wieder von neuem böses Blut zwischen den Verbündeten gibt.


    Nun geht es darum, den unterirdischen Weg nach Honua zu finden und zu hoffen, dass er wider Erwarten passierbar ist. Das wird nochmal spannend und daher freue ich mich sehr auf den nächsten Band.