Beiträge von Lilli33

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    4 Audio CDs, Live-Mitschnitt

    Verlag: Hörbuch Hamburg (13. Juli 2012)

    ISBN-13: 978-3869091082

    Laufzeit: 291 Minuten (ungekürzt)

    Sprecher: Marc-Uwe Kling

    auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich


    Herrlich amüsanter Wortwitz


    Inhalt:

    Marc-Uwe Kling staunt nicht schlecht, als sein neuer Nachbar klingelt, um sich etwas zu auszuleihen. Es ist ein Känguru. Fortan macht es sich im Leben des Kleinkünstlers breit …


    Meine Meinung:

    Marc-Uwe Kling erzählt hier in einer Ansammlung von Kolumnen über das Zusammenleben mit einem vorlauten Känguru, wobei er kaum einen Aspekt des Lebens auslässt. Einen großen Raum nimmt die Politik ein - das Känguru ist Kommunist und dementsprechend der kapitalistischen Gesellschaft gegenüber sehr kritisch eingestellt. Die beiden liefern sich rasante Wortgefechte, die man nur mit Dauergrinsen im Gesicht übersteht.


    Schon als Buch ist das sehr amüsant, als Hörbuch noch viel mehr, haucht doch der Autor selbst seinen Figuren Leben ein. Ich liebe diesen Wortwitz und habe mich ganz köstlich amüsiert. Besonders sympathisch fand ich, dass Kling beim Lesen manchmal selbst lachen muss und das nicht bierernst durchzieht.


    Zu Recht wurde Marc-Uwe Kling 2013 mit dem Deutschen Hörbuchpreis für dieses Werk ausgezeichnet.


    Die Reihe:

    1. Die Känguru-Chroniken

    2. Das Känguru-Manifest

    3. Die Känguru-Offenbarung

    4. Die Känguru-Apokryphen


    ★★★★★

    Jennifer L. Armentrout - Dark Elements 04. Glühende Gefühle


    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

    Verlag: HarperCollins (9. Juli 2019)

    ISBN-13: 978-3959673112

    empfohlenes Alter: ab 14 Jahren

    Originaltitel: Storm and Fury

    Übersetzung: Henriette Zeltner und Sylvia Bieker

    Preis: 17,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Anfangs langatmig, dann rasant


    Inhalt:

    Trinity lebt in einer Wächtergemeinschaft, obwohl sie kein Wächter ist. Doch sie benötigt deren Schutz vor den Dämonen, die hinter ihr her sind. Zusammen mit ihrem Beschützer Misha wartet sie auf ihre Berufung. Wie die genau aussieht, ist unklar, aber natürlich geht es darum, die Welt zu retten.


    Als eines Tages Zayne in die Wächtersiedlung kommt, verspüren Trinity und er sofort ein gewisses Band zwischen sich, als würden sie sich schon ewig kennen …


    Meine Meinung:

    Nachdem die „Dark Elements-Trilogie“ abgeschlossen war, hat wohl kaum jemand damit gerechnet, dass es noch einen 4. Band geben würde. Und eigentlich ist es zwar schon irgendwie eine Fortsetzung der Trilogie, aber noch mehr der Auftakt einer Spin off-Reihe mit zum Teil anderen Protagonisten. Es ist zwar schöner, wenn man die Vorgängerbände kennt, aber im Notfall wird man der Geschichte vielleicht auch ohne Vorkenntnisse folgen können.


    Die Handlung beginnt ein bisschen langatmig, durch das erste Drittel musste ich mich etwas durchbeißen. Hier lernen wir Trinity und den Wächter-Clan kennen, bei dem sie lebt; es passiert aber nicht allzu viel Aufregendes. Erst als Zayne auftaucht, wird es richtig interessant. Wie sich die Beziehung zwischen Trinity und Zayne entwickelt, hat mir gut gefallen. Es geht schön langsam und nachvollziehbar voran, ist auch ein wenig kompliziert aufgrund der Hintergrundgeschichte, sodass es spannend bleibt, wie es am Schluss um die beiden stehen wird.


    Trinity ist eine starke Persönlichkeit. Ähnlich wie Layla in den anderen Bänden der Reihe ist sie etwas Besonderes und Einmaliges, was ihr eine herausragende Stellung verschafft. Sie besitzt besondere Gaben, die sie unglaublich stark machen, allerdings auch ein Handicap, das ihr das Leben schwer macht. Übrigens leidet auch Jennifer L. Armentrout selbst daran, sie weiß also, wovon sie spricht. So wirkt es sehr authentisch und man kann sich gut in Trinity hineinversetzen.


    Das kurze Auftauchen von Layla und Roth geben der Geschichte noch zusätzliche Würze - Roth ist einfach so herrlich frech und besonders die Dialoge zwischen ihm und Zayne versprühen eine Menge Humor.


    Es fehlt auch nicht an aufregenden und spannenden Action-Szenen, denn es gibt etliche Kämpfe mit Dämonen, die den Adrenalinspiegel hochtreiben. Die Mischung aus Spannung und Gefühl hat mich schließlich wieder überzeugen können.


    Gegen Ende des Buches erwartet die Lesenden eine überraschende Wendung, die Geschichte erreicht einen Ruhepunkt, ist aber noch nicht am Ende. Die Bedrohung ist noch nicht beseitigt - auch im nächsten Band darf wieder die Welt gerettet werden :-)


    Sprachlich konnte Jennifer L. Armentrout mich allerdings leider nicht begeistern. Die jugendliche Umgangssprache wirkt ziemlich schludrig, zum Teil ist auch die Übersetzung ein wenig holprig. Aber das ist natürlich Geschmacksache.


    ★★★★☆

    Broschiert: 443 Seiten

    Verlag: FISCHER Taschenbuch (22. Mai 2019)

    ISBN-13: 978-3596703494

    Originaltitel: Hell Bay

    Übersetzung: Birgit Schmitz

    Preis: 14,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Spannend, aber auch mit kleinen Längen


    Inhalt:

    Detective Inspector Ben Kitto kehrt für eine Auszeit auf seine Heimatinsel Bryher zurück. Eigentlich lebt er in London als Undercover-Ermittler. Doch nach dem Tod seiner Kollegin will er das nicht mehr. Aber die Ruhe und Beschaulichkeit der kleinen Scilly-Insel trügt. Die sechszehnjährige Laura wird ermordet. Als Täter kommt nur jemand in Frage, der auf der Insel lebt, darunter auch einige Menschen, denen Ben seit seiner Kindheit eng verbunden ist …


    Meine Meinung:

    Hinter dem Pseudonym Kate Penrose verbirgt sich die erfolgreiche britische Autorin Kate Rhodes. Auf Englisch erschien dieses Buch allerdings unter ihrem richtigen Namen.


    „Nachts schweigt das Meer“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die auf den Scilly-Inseln spielt, südwestlich von England im Atlantik gelegen. Nur fünf der etwa 140 Inseln sind bewohnt, die kleinste davon ist Bryher. Auf Englisch sind bereits drei Teile erschienen, in Deutschland wird der zweite Band für Januar 2020 erwartet.


    Kate Penrose vermittelt gut die Atmosphäre der kleinen Insel-Gemeinschaft, wo jeder jeden kennt und das Leben hart, aber herzlich ist und wo auch Außenseiter geduldet werden. Doch ganz so idyllisch ist es offensichtlich doch nicht. Unter der Oberfläche lauern Geheimnisse, die es aufzudecken gilt.


    Bens Ermittlungen ziehen sich etwas in die Länge, es geht nur schleppend voran, was aber ziemlich realistisch wirkt. Und es bleibt auch nicht bei dem einen Verbrechen. Verdächtige gibt es mehr als genug - herrlich viel Spielraum zum Spekulieren und Mitraten, nur um sich am Ende total überraschen zu lassen. Schlüssig ist die Auflösung aber trotzdem.


    Insofern fühlte ich mich von Anfang bis Ende gut unterhalten. Die kleinen Längen nehme ich gern in Kauf bei einem ansonsten gut konstruierten Kriminalroman, der anfangs unaufgeregt, später immer spannender daherkommt.


    ★★★★☆

    Taschenbuch: 316 Seiten

    Verlag: Insel Verlag (10. April 2017)

    ISBN-13: 978-3458362654

    Preis: 10,95 €


    Witzig, skurril und auch tiefsinnig


    Inhalt:

    Die K&K-Schwestern Konny und Kriemhild sind über sechzig und betreiben eine kleine Pension, womit sie sich mehr schlecht als recht über Wasser halten. Als eines Nachts ein Gast tot vor der Haustür liegt, lösen Konny und Kriemhild den Fall auf ihre Weise.


    Meine Meinung:

    Ich finde Tatjana Kruses Schreibstil einfach grandios. Sie schreibt locker, aber auch mit ausgewählten Worten. Sie schreibt witzig, dabei aber auch tiefsinnig. Das Zusammenspiel stimmt hier einfach.


    Wer einen hochspannenden Krimi erwartet, ist bei den K&K-Schwestern allerdings verkehrt. Der Fokus liegt weniger auf dem Kriminalfall als auf den Charakteren, die auf welche Art auch immer darin verwickelt sind. Allen voran die grundverschiedenen Zwillingsschwestern Konny und Kriemhild, die eine lebenslustig und immer gut drauf, die andere stets griesgrämig und verbissen. Konny schreibt auch Kummerkastenkolumnen für die örtliche Zeitung, die wir zwischendurch zu lesen bekommen und die die Story noch bereichern.


    Zu den Zwillingsschwestern bekommt man schnell einen Draht, aber auch die anderen Charaktere erscheinen recht plastisch und gut vorstellbar. Selbst die fiesen, missmutigen, nörgelnden Personen kann man leicht ins Herz schließen.


    Fazit:

    Sprühender Wortwitz, skurrile Charaktere - ein feiner "harmloser" Krimi, der keine schlaflosen Nächte bereitet, dafür umso mehr Vergnügen..


    Die Reihe:

    1. Der Gärtner war’s nicht!

    2. Meerjungfrauen morden besser

    3. Manche mögen’s tot


    ★★★★★

    Ich bekenne mich schuldig. Ich habe immer noch kein einziges meiner gemeldeten Bücher gelesen.


    Aber alle 4 sind jetzt auch noch für andere Runden gemeldet. Dann werde ich das diesen Monat hoffentlich endlich in Angriff nehmen, zumal ich alle 4 Bücher auch wirklich gerne lesen mag. :)