Beiträge von Lilli33

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Antje Wagner - Schattengesicht


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    Broschiert: 190 Seiten

    Verlag: Crimina/Ulrike Helmer Verlag (1. Februar 2018)

    ISBN-13: 978-3897414136

    Preis: 12,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Ein recht düsterer Roman


    Inhalt:

    Die junge Lehramtsreferendarin Mila und das Mädchen Polly sind seit ihrer Kindheit befreundet - und auf der Flucht. Wie es dazu kam, erzählt Antje Wagner in Rückwärtsschritten.


    Meine Meinung:

    Zuerst möchte ich sagen, dass ich die Klassifizierung als Thriller nicht gelungen finde. Zwar geht es um die kranke Psyche eines Menschen und auch um Verbrechen, aber das reicht meiner Meinung nach nicht für einen Thriller aus. Nichtsdestotrotz ist das Buch spannend erzählt, aber nicht so, dass es einem den Atem raubt.


    Da ich jedoch schon andere Bücher von Antje Wagner kenne, weiß ich, dass sie nicht unbedingt klassische Thriller schreibt und war daher offen für diesen Roman. Er konnte mich auch gut fesseln. Gerade durch die rückwärts gerichtete Erzählung entstand viel Spannung, da man sich die ganze Zeit fragt, wie es zum aktuellen Stand der Dinge kommen konnte und was vorher wohl alles passiert sein musste.


    Zwar war mir einiges schon recht früh klar, doch gab es noch genügend Überraschungen, um mich bei der Stange zu halten. Nicht alles wird detailliert ausgearbeitet; die Autorin lässt den Lesenden auch viel Freiraum für eigene Gedanken, was mir gut gefallen hat.


    ★★★★☆

    Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

    Verlag: FISCHER Scherz (29. September 2021)

    ISBN-13: 978-3651025677

    Originaltitel: The Searcher

    Übersetzung: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

    Preis: 22,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Roman mit Krimielementen


    Inhalt:

    Cal Hooper hat jahrzehntelang als Cop in Chicago gearbeitet. Nun steckt er in der Krise, weiß nicht mehr, war richtig und was falsch ist. Um zu sich selbst zu finden, hat er sich in den Westen Irlands verzogen, wo er inmitten der gewaltigen Natur ein altes Farmhaus gekauft hat. Im Dorf wird er freundlich aufgenommen, doch bald hat er das Gefühl, beobachtet zu werden …


    Meine Meinung:

    Tana French schreibt in der Regel sehr fesselnde Romane, in denen es unter anderem auch um Verbrechen geht. So auch in ihrem neuesten Werk. Nur leider dauert es in diesem Buch sehr lange, bis überhaupt der Hauch eines Verbrechens aufkommt. Da ist die Hälfte der Seiten schon durchgeblättert, bis es so weit ist. Dafür kann man sich ein gutes Bild von den Protagonisten machen, dem Ex-Cop Cal, seinem alten Nachbarn Mart und dem Teenager Trey.


    Das Zusammenspiel von Cal und Mart, ihre Dialoge, über die man oft schmunzeln muss, obwohl sie gar nicht so witzig gemeint sind, haben mir gut gefallen. Auch Trey ist eine sehr interessante und schillernde Figur. Vor meinem inneren Auge erwachten diese drei und auch alle anderen Charaktere förmlich zum Leben, so plastisch sind Tana Frenchs Beschreibungen. Auch die Landschaftsschilderungen sind eindringlich und wirklich passend. Wer Irland kennt, wird es in den Beschreibungen wiederfinden. Und wer es nicht kennt, wird den Wunsch bekommen, diese raue Schönheit in natura zu sehen.


    Im Großen und Ganzen fand ich den Roman sehr gut. Doch hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht. Zeitweise geht die Handlung einfach nicht richtig voran. Etwas mehr Tempo hätte dem Buch gutgetan.


    Insgesamt hat mir der neue Roman von Tana French aber ein paar schöne Lesestunden beschert. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, runde aber gerne wohlwollend auf.


    ★★★★☆

    Broschiert: 320 Seiten

    Verlag: DuMont Buchverlag (8. Juni 2017)

    ISBN-13: 978-3832198282

    Preis: 15,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein frustrierender Fall für Blanc


    Inhalt:

    Ein bekannter Wracktaucher wird in den Calanques bei seiner Jacht tot aufgefunden. In einem Auge steckt eine Harpune. Ein Tauchunfall? Capitaine Roger Blanc glaubt nicht daran, und noch weniger, als die Leiche einer Umweltaktivistin in einem Tunnel gefunden wird. Was verbindet die beiden Toten? Nach Meinung der Politiker soll dies für immer ein Rätsel bleiben, denn Blanc wird gezwungen, die Ermittlungen einzustellen.


    Meine Meinung:

    Dies ist der 4. Band der Reihe um Capitaine Roger Blanc. Man kann ihn aber unabhängig von den anderen lesen. Im Anhang findet man eine Liste der beteiligten Personen. So erfährt man alles Wissenswerte über diejenigen, die in den anderen Bänden auch eine Rolle spielen, aber auch über die, die nur im aktuellen Buch vorkommen.


    Mit den vorherigen drei Bänden und dem fünften, den ich schon gelesen habe, war ich oft nicht ganz zufrieden. Nun fiel mir aber der vierte zufällig in die Hände und ich las ihn im Urlaub, was sehr passend war. Leichte Lektüre mit vielen Landschaftsbeschreibungen, Wasser, Sonne und ein paar Leichen. Bis auf Letztere fügt sich das natürlich sehr gut in einen erholsamen Urlaub ein. ;-)


    Ich fand die Grundidee sehr ansprechend, auch die Umsetzung ist gut gelungen. Kein Highlight, aber doch solide, spannende und über weite Strecken überraschende Unterhaltung.


    Die Reihe:

    1. Mörderischer Mistral

    2. Tödliche Camargue

    3. Brennender Midi

    4. Gefährliche Côte Bleue

    5. Dunkles Arles

    6. Verhängnisvolles Calès

    7. Verlorenes Vernègues

    8. Schweigendes Les Baux


    ★★★★☆

    Arno Strobel - Sharing. Willst du wirklich alles teilen?


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    Verlag: Argon Verlag (29. September 2021)

    Sprecher: Sascha Rotermund

    Länge: gekürzt

    Laufzeit: 7 h

    ISBN-13: 978-3839819005

    auch als broschiertes Taschenbuch, als E-Book und als ungekürztes Hörbuch erhältlich


    Rasanter Psychothriller


    Inhalt:

    Als seine Frau Bettina nach dem Training im Fitnessstudio nicht nach Hause kommt, macht ihr Mann Markus sich natürlich Sorgen. Dass diese berechtigt sind, wird klar, als er eine WhatsApp-Nachricht bekommt, die ihn ins Darknet leitet. Hier sieht er Bettina nackt und gefesselt auf einem Stuhl sitzen. Markus bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Forderungen des Entführers einzulassen, wenn er Bettina retten will …


    Meine Meinung:

    Wie von Arno Strobel gewohnt, ist auch dieser Thriller kurzweilig und spannend. Die Handlung schreitet rasant voran, es gibt keine Längen. Die Atmosphäre ist dicht. Ich verfolgte Markus’ Odyssee mit angehaltenem Atem. Allerdings waren mir einige Szenen dann doch etwas zu reißerisch beschrieben.


    Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen und überrascht gegen Ende mit einer unvorhersehbaren Wende. Als Leser*in hat man hier leider keine Chance, auf die Identität des Täters zu kommen, da die notwendigen Fakten bis zur Auflösung vorenthalten werden. Das fand ich schade, denn es macht mir immer viel Spaß, mit zu ermitteln und womöglich der Polizei zuvorzukommen. Es wird aber alles schlüssig aufgelöst, sodass das Ende zufriedenstellend ist.


    Der Sprecher Sascha Rotermund macht seine Sache sehr gut. Seine Stimme ist recht angenehm, und man kann ihm gut stundenlang konzentriert zuhören. Er verleiht den verschiedenen Charakteren passende Stimmen, sodass man sie bei Dialogen gut auseinanderhalten kann. Auch Emotionen werden gut ausgedrückt und tragen zur Gesamtatmosphäre bei.


    Fazit:

    Vor mir gibt es eine Lese- bzw. Hörempfehlung für diesen spannenden Psychothriller.


    ★★★★☆

    Volker Klüpfel/Michael Kobr - Morgen, Klufti wird's was geben


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    Gebundene Ausgabe: 144 Seiten

    Verlag: Ullstein Hardcover (24. September 2021)

    ISBN-13: 978-3550050398

    Preis: 14,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Für Hardcore-Klufti-Fans


    Inhalt:

    Ausgerechnet zwei Tage vor Heiligabend muss Erika von der Leiter fallen. Wer soll denn nun den Baum schmücken, einkaufen, kochen und alles für den unerwarteten Gast aus Japan vorbereiten? Keine Frage, hier muss Klufti ran, auch wenn er so gar keine Ahnung hat, wie er dies alles bewerkstelligen soll.


    Meine Meinung:

    Ich mag die Kriminalromane mit dem Allgäuer Kommissar sehr gerne. Es gibt nur eine Sache, die mich an ihnen zuweilen stört, nämlich dass Kluftinger manchmal als extrem blöd und weltfremd dargestellt wird, was er bei seinem Job eigentlich gar nicht sein kann.


    In „Morgen, Klufti, wird’s was geben“ wird dies nun sogar noch auf die Spitze getrieben. Hier reiht sich eine Katastrophe an die andere und Kluftinger wirkt noch blöder und machomäßiger als sonst. Mit seinem Schwiegervater-Gegenpart Yoschi palavert er wieder in reinstem Allgäuer Denglisch - ein Wunder, dass sie gegenseitig auch nur ein Wort verstehen, und doch scheint es so zu sein. Allerdings nicht immer, und die resultierenden Missverständnisse führen dann zu wirklich witzigen Szenen. Im Großen und Ganzen fand ich die Geschehnisse hier aber ziemlich überzogen und manchmal sogar eher traurig als witzig.


    Wer wie ich hofft, in diesem schmalen Büchlein wenigstens einen Hauch von einem Krimi zu finden, wird enttäuscht sein. Hier geht es wirklich nur um Kluftinger privat.


    Das Buch ist in 24 Katastrophen eingeteilt, die aneinandergereiht eine fortlaufende Geschichte ergeben. Ich habe es nun am Stück gelesen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es mehr Spaß machen würde, jeden Tag nur eine Katastrophe zu lesen - vorzugsweise im Advent. Insofern ist es vielleicht ein nettes Adventsgeschenk für Hardcore-Klufti-Fans.


    ★★★☆☆

    Gebundene Ausgabe: 434 Seiten

    Verlag: Weltbild (1. Januar 2003)

    ISBN-13: 978-3828973459

    Originaltitel: Dans med en Ängel

    Übersetzung: Wolfdietrich Müller


    Spannend, aber nicht alles geklärt


    Inhalt:

    In London wird in einem Hotelzimmer die Leiche eines jungen Schweden aufgefunden, in Göteborg die Leiche eines jungen Engländers. Beide wurden bestialisch gefoltert. Die Blutspuren legen den Verdacht nahe, dass der Täter einen Tanz aufgeführt hat. Kommissar Erik Winter und sein britischer Kollege arbeiten zusammen, tappen aber lange Zeit im Dunkeln.


    Meine Meinung:

    Nachdem dieses Buch nun bestimmt 15 Jahre in meinem Regal schlummerte, habe ich es endlich aus seinem Schattendasein befreit, zumal der Rest der Reihe auch schon wartet. ;-)


    Insgesamt fand ich diesen 1. Band der Krimi-Reihe um den schwedischen Kommissar Erik Winter nicht schlecht, aber halt auch nicht ganz gut. Er ist durchaus spannend erzählt, brutal, wie man es von den skandinavischen Autoren kennt, und lebt von seiner düsteren Atmosphäre. Teilweise hatte ich beim Lesen das Gefühl, mich durch winterlichen Nebel arbeiten zu müssen.


    Als Mangel sehe ich den Schreibstil (Übersetzung?), wo manche aneinandergereihten Sätze einfach nicht zusammenpassen wollen bzw. Wörter falsch gewählt sind. Weiters bleibt vieles offen, was die Fälle angeht. Der Täter wird zwar gefasst, doch warum er gemordet hat, kommt nicht klar raus. Da gibt es nur so eine Psycho-Wischi-Waschi-Erklärung. Auch der Grund für die Auswahl der Opfer bleibt unklar sowie noch einiges andere mehr.


    Nichtsdestotrotz konnte der Krimi mich so fesseln, dass ich nun auch auf die weiteren Bände gespannt bin und die Reihe auf jeden Fall weiterlesen werde.


    Die Erik-Winter-Reihe:

    1. Tanz mit dem Engel

    2. Die Schattenfrau

    3. Das vertauschte Gesicht

    4. In alle Ewigkeit

    5. Der Himmel auf Erden

    6. Segel aus Stein

    7. Zimmer Nr. 10

    8. Rotes Meer

    9. Toter Mann

    10. Der letzte Winter

    11. Das dunkle Haus

    12.Marconipark

    Winterdunkel (Erzählungen)


    ★★★☆☆

    Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

    Verlag: cbj (15. November 2010)

    ISBN-13: 978-3570138342

    empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren


    Sehr fantasievoll, aber zu langatmig


    Inhalt:

    Ein vierzehnjähriges Mädchen, Waise und nun auch noch Erbin eines seltsamen Uhrwerks. Theo, ein 2000 Jahre alter Junge, der in der leblosen Welt Mekanis eingesperrt war. Dazu ein Bösewicht, der Herrscher über die Zeit und viele andere …


    Meine Meinung:

    Die Kurzbeschreibung hörte sich so richtig klasse an. Daher griff ich gerne zu diesem Buch. Doch leider konnte es mich nicht so wirklich packen. Die Passagen, die in der Gegenwart bzw. in unserer Welt spielen, fand ich toll. Sie waren sehr spannend erzählt und nur hier spielt Sophia eine Rolle. Diese Protagonistin mochte ich sehr, auch wenn sie für eine Vierzehnjährige doch sehr erwachsene Sachen macht, wie zum Beispiel allein in der Weltgeschichte herumreisen, Hotelzimmer buchen usw. Sie ist tough und clever und weiß sich durchzusetzen.


    Theo ist auch eine tolle Figur, doch erzählt er meistens, was in den letzten 2000 Jahren so passiert ist. Das ist oft recht langatmig und vermochte mich nicht zu fesseln. Hier musste ich mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen.


    Dass die Geschichte aber sehr fantasievoll und auch philosophisch ist, kann man auf jeden Fall sagen.


    ★★★☆☆

    Ina und Thomas Baumann - Entschleunigung von Mensch und Hund


    Verlag: USM Audio

    Laufzeit: 6 h 59 min, gekürzte Lesung

    Sprecher: Peter Veit

    auch als Hardcover erhältlich


    Zu viel Theorie, zu wenig Praxis


    Nach der Kurzbeschreibung erhoffte ich mir einen praxisnahen Ratgeber für „schwierige Hunde (-halter)“. Leider hat mich das Hörbuch etwas enttäuscht. Es wirkt über weite Strecken mehr wie eine wissenschaftliche Abhandlung und mehr theoretisch als praktisch. Als Ratgeber für den Umgang mit meinem Hund konnte ich nur bedingt Nutzen daraus ziehen, ein bisschen aber schon.


    Am besten sollte man dieses Buch lesen/hören, bevor man sich einen Hund anschafft, um die richtige Wahl zu treffen und vom ersten Tag an alles richtig zu machen. So werden zum Beispiel vier Grundtypen von Mensch und Hund unterschieden: Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker und Phlegmatiker. Die Autoren geben an, welche Typen im Mensch-Hund-Team gut harmonieren oder sich gegenseitig das Leben schwermachen können.


    Das Buch beinhaltet wie gesagt viel Theorie, auch einige Beispiele aus der Praxis, aber für meinen Geschmack zu wenig praktische Übungen. Von diesen wenigen Übungen sind zudem einige nur unter professioneller Anleitung geeignet, z.B. die Anwendung des Haltis, das von den Autoren für bestimmte Hunde wärmstens empfohlen wird, in der Hand des Laien aber mehr Schaden als Nutzen anrichten kann.


    Ehrlich gesagt, empfand ich den Ton der Aussagen zuweilen als etwas überheblich. Da heißt es, überspitzt gesagt, Hundeschule x sagt dies, Hundeschule y das, aber beides ist absoluter Blödsinn. Das einzig Richtige ist das, was wir sagen. - Dabei gibt es wahrscheinlich nichts, worüber man nicht streiten könnte. ;-)


    Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen, aber vielleicht hatte ich einfach die falschen Erwartungen.


    ★★★☆☆

    Verlag: PAN (4. Oktober 2011)

    Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

    ISBN-13: 978-3426283332

    empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren


    Hätte interessant werden können


    „Nacht“ ist der 1. Band der „Das Land der verlorenen Seelen“-Reihe. Leider wurden die weiteren Bände nie veröffentlicht, denn Band 1 endet irgendwo im Nirgendwo, aber nicht am Ende der Geschichte. Es werden unheimlich viele Fragen aufgeworfen, aber so gut wie keine beantwortet. Am Schluss ist mir immer noch nicht klar, worauf das Ganze mal hinauslaufen soll.


    Dabei beginnt die Story ganz interessant: Die siebzehnjährige Alma hat in ihren Albträumen Visionen. Sie sieht Morde, die erst noch geschehen werden. Männer in schwarzen Anzügen verfolgen sie, und ihre Freundinnen geraten in üble Geschichten. Rund um den roten Faden sind eine Menge kleinere Episoden drapiert, die die Handlung ein wenig wirr aussehen lassen. Hier wäre weniger wohl mehr gewesen. Aber wer weiß, vielleicht hätte sich der Zusammenhang in den weiteren Bänden noch ergeben?


    Den Schreibstil fand ich jedenfalls nicht schlecht. Es gab etliche spannende Szenen und ich konnte mich auch gut in die Ich-Erzählerin Alma hineinversetzen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen.


    Aber was soll man mit einer halben Story anfangen?


    ★★☆☆☆

    Johannes Wimmer - Wenn die Faust des Universums zuschlägt


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    Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

    Verlag: GRÄFE UND UNZER (1. September 2021)

    ISBN-13: 978-3833881046

    Preis: 19,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Gute Reise, kleine Maxi!


    Der Mediziner Dr. Johannes Wimmer, 38, ist vielen als Fernsehmoderator bekannt. Mit seiner Frau Clara hatte er eine kleine Tochter, Maxi, die im Alter von etwa einem Jahr an einem Hirntumor verstarb. Wimmer lässt uns in diesem Buch an seinem Leben in den letzten Monaten mit dem schwerkranken Kind teilhaben.


    Man kann sicher geteilter Meinung sein, ob man sein dermaßen persönliches Schicksal so in die Öffentlichkeit tragen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Erstens kann es für den Betroffenen heilsam sein, über den Schmerz zu schreiben und für die Lesenden kann dieses Buch ebenso eine Hilfe sein, denn es ist angefüllt mit Kraft und Zuversicht.


    Ich hatte zunächst Bedenken, ob eine solch schwere Kost etwas für mich ist. Aber der Autor hat dies wirklich gut gelöst. Er erzählt von wunderschönen Momenten mit seinem Kind und seiner Frau, dann wieder von den trüben Stunden. Und immer wenn ich dachte, jetzt kann ich nicht mehr, und mir die Tränen in den Augen standen, wurde eine Szene aus Wimmers früherem Leben, von seiner Arbeit in Afrika oder von Ereignissen in seiner Kindheit eingeschoben. Sie alle beleuchten das Thema Tod unter einem anderen Blickwinkel, sodass sich für die Lesenden immer wieder neue Aspekte für den Umgang damit ergeben.


    So traurig Maxis Schicksal auch ist, lassen sich ihre Eltern doch nicht vom Universum unterkriegen, sondern packen die Herausforderung mit viel Mut und Lebenskraft und vor allem Liebe an.


    ★★★★★

    Letzten Monat hast du mir den Kniffel fälschlicherweise zugeschlagen, diesmal hast du ihn unterschlagen ;)


    Trotzdem danke für die Auswertung!

    Staubfänger


    9. Ländereien

    c. Lies ein Buch, das hauptsächlich in Stockholm, Berlin, Zürich, Rom oder Paris handelt.


    Chroniken der Weltensucher 05. Das Gesetz des Chronos - Thomas Thiemeyer


    Das Buch handelt in Berlin.



    Frischlinge


    2. Sommer

    b. Lies ein Buch, aus dessen Autorennamen (Vor und Nachname) das Wort "Sommer" gepuzzelt werden kann ( jeder Buchstabe nur 1x verwenden)


    Wenn die Faust des Universums zuschlägt - Johannes Wimmer

    Kim Nina Ocker - Die Hüter der fünf Jahreszeiten 01. The Lie in Your Kiss


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    Broschiertes Taschenbuch: 512 Seiten

    Verlag: Ravensburger Verlag (30. September 2021)

    ISBN-13: 978-3473586028

    empfohlenes Lesealter: ab ca. 14 Jahren

    Preis: 14,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Lügen und Intrigen


    Inhalt:

    Seit ewigen Zeiten werden die Jahreszeiten von vier mächtigen Familien beherrscht. Die siebzehnjährige Bloom gehört zu den Kalinin, die für den Winter zuständig sind. Doch Bloom hat im Gegensatz zu den anderen Familienmitgliedern keine magischen Kräfte und ist somit eine Außenseiterin im Familienclan. Als der Hüter des Winters, Blooms Cousin Sander, ermordet wird, rückt Bloom in dessen machtvolle Stellung und wird zum Spielball verschiedener Gruppierungen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war, und Blooms Herz steht auch noch Kopf …


    Meine Meinung:

    Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich wirklich klasse. Sie ist einfach erfrischend und zumindest für mich neu. Kim Nina Ocker hat sie auch recht gut umgesetzt. Sie erzählt spannend und mit vielen überraschenden Wendungen. Außer der Ich-Erzählerin Bloom lässt sich keine Figur richtig einschätzen. Hier wird gelogen und intrigiert, was das Zeug hält. Bloom sieht sich mehr als ein Mal zutiefst enttäuscht und erkennt, dass sie niemandem vertrauen darf außer sich selbst.


    Die toughe Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist eine starke Figur, die das Herz am rechten Fleck hat, sich für das Gute entscheiden will und all ihre Kraft dafür einsetzt - auch wenn ihr das Herz dabei blutet. Sie wirkt sehr menschlich, manchmal etwas naiv, dann aber auch wieder ziemlich clever. Ich war sehr gerne an ihrer Seite in diesem Wirrwarr der politischen Ränke und der Gefühle. Zuweilen empfand ich die Dinge als vorhersehbar, oft konnte mich die Autorin aber überraschen.


    Die Spannung steigt zum Ende hin immer mehr an, ich ertappte mich sogar dabei, wie ich beim Lesen den Atem anhielt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich nachvollziehbar und nimmt nicht übermäßig Raum ein. Das hat mir gut gefallen.


    Wären nicht zu viele Wiederholungen und eine kleine unlogische Szene gewesen, hätte ich gerne 5 Sterne gegeben. „The Lie in Your Kiss“ ist der Auftaktband der Dilogie „Die Hüter der fünf Jahreszeiten“. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.


    Die Dilogie:

    1. The Lie in Your Kiss

    2. The Truth in Your Touch (ET voraussichtlich im März 2022)


    ★★★★☆