Beiträge von Keshia

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    @ Valentine,

    das "Seelenhaus" hat eine ganz eigentümlich, ruhige Atmosphäre, finde ich. Am Schluss heult man, aber erst auf den letzten Seiten. Bis dahin gibt es ein paar "Ausreißer", aber größtenteils ist der Reiz des Buches mMn, dass trotz einer eigentlich dunklen, hoffnungslosen Stimmung und trotz Armut, Schimmel, Kälte, schwerer Arbeit, Neid eine ruhige, zufriedene Stimmung herrscht. Jedenfalls kam das bei mir so rüber.

    ___________


    "The good people": Sehr interessantes Buch. Das erste Kapitel nahm mich so gefangen, dass ich noch mal nachlesen musste, worum es eigentlich ging, weil man nach dem ersten Kapitel vermutet, dass es eher um die Trauer um den Ehemann gehen würde.

    An dem Buch fand ich wirklich genial, dass so nebenbei dem Leser ein paar Dinge bewusst gemacht werden, etwa, wie man in dieser Zeit mit Alzheimer oder Demenzkrankheiten umging und was für Missverständnisse es dabei (und beim Umgang mit andereren Behinderungen) geben könnte.


    Beeindruckend fand ich aber vor allem, dass man erst am Schluss merkt, dass man das Buch doch nicht mit der Sichtweise der Protagonistin/en gelesen hat, sondern seine moderne Einstellung nicht ablegen konnte. Das letzte Kapitel war für mich wirklich, wirklich überraschend, so überraschend, dass ich zurückgeblättert habe und geschaut habe, ob ich etwas falsch verstanden hatte. Erst da fiel der Groschen, wie die Sichtweise/ das Weltbild der Protaginistin wirklich ist und wie viel man tatsächlich nicht über sie verstanden hatte.


    Ich muss allerdings sagen, als jemand mit einem geistig behinderten Bruder fiel es mir schwer, die "Behandlungen" des Kindes zu lesen, insbesondere eine Szene, in der beschrieben wird, wie Micheál einen Kommunikationsversuch unternimmt, vermutlich auf die einzig ihm mögliche Weise, der so dermaßen grausam falsch verstanden wird, dass das Kind danach vermutlich keinen Kontaktversuch mehr unternehmen wird.


    Das Buch macht auch für moderne Leser sehr deutlich, was passieren kann, wenn man etwas nicht versteht und sich selbst eine Erklärung bastelt, die auf einer Wertung basiert. Ist das Kind böse, besessen oder einfach behindert? Und wenn es behindert ist (oder jemand dement), ist es dann noch das Kind oder nur die Behinderung oder kann man, wie hier ja angenommen, beides trennen und das Kind zurückbekommen, indem man die Behinderung tötet?


    Ich denke, das ist heutzutage immer noch bei einigen Menschen ein Thema, wenn es um Demenz und ähnliche Erkrankungen geht. Da ist der Betroffene dann plötzlich in den Augen nahestehender Personen nicht mehr er selbst, sondern die Erkrankung, und es ist okay, wenn man ihn ignoriert, dirigiert, anschreit oder abpöbelt ("jetzt halt doch mal die Mule!/ Ja, das hast du schon hundertmal erzählt, sei jetzt still!"). In dem Buch wird sehr schön beschrieben, wie so ein Gedanke entlasten kann. Man muss sich nicht mehr damit auseinandersetzen, wie es dem Betroffenen geht und wie man einen Zugang zu seiner Welt findet, sondern spaltet einfach seine Krankheit/ Behinderung ab und legt sich so sein bequemes Weltbild zurecht. Ich denke, das haben wir heute noch nicht alle überwunden.


    LG von

    Keshia

    Humphrey Burton: Menuhin. A life.


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    Ich merke gerade, wie naiv ich war. Habe vor Jahren die Originalbiografie von Menuhin gelesen und alles schön brav und erstaunt geglaubt und lese jetzt, wie viel Legenbildung da von Seiten der Eltern stattfand.


    Bin jetzt gerade bei der Hälfte und sehr beruhigt, dass Burton sich genau wie ich fragt, ob folgender Satz ironisch gemeint war: Menuhin schreibt über die Zeit nach seiner Hochzeit Anfang 20, dass er Angst hatte, wie seine Eltern reagieren würden (die von der Hochzeit wussten, dabei waren, einverstanden waren) und überrascht war, dass sie es ganz normal fanden, dass ein erwachsener Sohn nach der Hochzeit das Elternhaus verlässt! :D

    Öhm, ja...



    LG von

    Keshia

    Oh ha, ich hätte nie gedacht, dass jemand Donna Hay so zerreißen könnte!^^


    Bisher habe ich in ihren Büchern für mich immer genug einfach zuzubereitende vegetarische Gerichte gefunden.


    Verbranntes ist mir dabei noch nie aufgefallen.

    Bei den Fotos denke ich, dass sie versucht, sich bewusst von dem klassischen Kochbuchbild abzusetzen, das vor allem informativ sein möchte. Sie möchte mMn noch einen künstlerischen Aspekt reinbringen.


    Grundsätzlich schreibt sie zwei Arten von Büchern: Bücher, die streng nur ein Thema haben, wie "Baking" oder "Schokolade" und die anderen Bücher, die immer für jeden etwas enthalten sollten, also Fleisch, Fisch, Vegetarisches, Nachtisch/ Süßes. Darin findet natürlich nicht jeder alles für sich passend.

    Blumenkohlpizza und ähnliche Kreationen sind bei den Foodies jetzt schon wieder out, darüber wird gemeckert! :P


    Den asiatischen Touch hätte man sicher gern auch im Titel unterbringen können.

    Allerdings scheint es oft so zu sein, dass das, was Köche als "alltäglich" oder "schnell" betrachten, für den Durchschnittsmenschen nicht die gleiche Bedeutung hat. Ich hatte mal ein Kochbuh von Lafer mit "schnell" im Titel, in dem einige Gerichte mehr als eine Stunde Zubereitungszeit erforderten. Er erklärte das zwar im Vorwort, aber das ist halt nichts, was man nach einem langen Tag müde noch kochen möchte.


    Es kommt auch allg. auf den Käufer an: Einige möchten konkrete Rezepte, andere möchten nur Anregungen. Donna Hay steht mMn genau dazwischen: Man kann konkrete, neue Rezepte finden, man kann auch nur querlesen und Bilder schauen und dann einfach nur neue Aspekte in seine bekannten Alltagsgerichte einbringen.


    Ein Problem bei Hay dürfte einfach sein, dass sie schon so viele Bücher veröffentlicht hat, dass vermutlich jedes neue irgendeinen besonderen Touch bekommen muss, damit der Leser nicht sagt, dass er alles schon von den vorhandenen Büchern kennt.


    LG von

    Keshia

    Ich rede nicht direkt mit denen, aber wenn ich irgendwo warten muss oder nichts zu tun habe, denke ich mir oft Geschichten aus und da können auch Personen aus Büchern vorkommen oder verfremdet werden. Ich würde jetzt aber beim Lesen nicht so etwas denken oder sagen wie "gehe da nicht hin, da wartet der Mörder!!!"


    Auf der anderen Seite habe ich schon einige Figuren meist in Geschichten eingebunden, die mit der Handlung des Buches, aus dem sie stammen, nichts zu tun hatten. Da wurden Zeiten und Orte vermischt, der "Gute" zum "Bösen" oder Figuren aus ganz fremden Büchern treffen sich. Meist mache ich das, um Stress abzubauen, also geht es da irgendjemandem immer an den Kragen!:P


    LG von

    Keshia

    Der Onkel umarmt die Nichte:


    Zitat

    Ihr Unterleib wurde gegen seinen überdimensionalen Bauch gepresst, während ihr Gesicht von seiner harten, muskulösen Brust platt gedrückt wurde


    Gut, dass du die Verwandtschaftsinfo dazu geschrieben hast. Hörte sich für mich nach diesen Nackenbeißerromanen an!

    In letzter Zeit lese ich sehr oft wieder in Muriel Barbarys "Elegance of the hedgehog" und Hannah Kants "Seelenhaus".

    Leider zeigt mir Amazon zu beiden Büchern bei "ähnliche Produkte" oder "Kunden kauften auch" wahlweise gar nichts an oder komplett andere Genres.


    Gibt es Bücher, die jeweils etwas ähnlich sind wie diese beiden Bücher?


    LG von

    Keshia

    Ein wenig enttäuschend


    Das Geschehen von "Kingsbrigde, der Morgen einer neuen Zeit" beginnt im Jahr 997.

    In der Vorgeschichte zu " Die Säulen der Erde" , geht es wie nicht anders im Mittelalter zu erwarten, um Intrigen, Macht, Hass und Liebe.

    Das Buch steht auch auf meiner "Irgendwann lesen"-Liste.


    Ich hatte damals mal den Nachfolger von Säulen der Erde, habe aber nach ein paar Kapiteln aufgegeben und dann das Buch irgendwann weggegeben.


    Als Erstes stach mir aber diese Formulierung ins Auge, die man vermutlich in ein paar hundert Jahren auch über unsere heutige Zeit sagen könnte! Hass ist ja in den letzten Jahren online und offline ein immer größer werdendes Thema, Intrigen in gewissem Umfang (Cyber Mobbing, Politik) auch, Macht ebenso (Erstarken rechtsradikaler Politiker allerorten) und Liebe sowieso immer.



    Vielleicht ist Kingsbridge auch einfach ausgelutscht so langsam und er war nicht mehr so richtig motiviert.

    Bei manchen Rezensionen, die das Buch hoch gelobt haben, hatte ich das Gefühl, dass die Rezensenten sich nicht getraut haben auch mal konstruktive Kritik zu üben. So wie......oh nein, den Herrn Follett nur nicht verärgern.....

    Oder man möchte als Fan sich den Gedanken nicht verderben, dass das Buch schlechter ist als erwartet und redet es sich und anderen schön.

    Ich habe keine anderen Bücher von Follet gelesen, denke aber, über einen so großen Zeitraum wie von "Säulen der Erde" bis jetzt, könnte sich rein aus der Biografie heraus der Schreibstil stark verändern. Manche Autoren denken auch, dass sie etwas ganz Tolles schreiben und dann liest es sich für bestimmte Leser für ein Groschenroman (Amy Chua hielt ihr Werk Battlehymn ersthaft angeblich für "literarisch anspruchsvoll" :S:S:S).



    LG von

    Keshia

    Ich schaue zur Zeit nur hin und wieder ins Forum bzw. habe vorher längere Zeit Pause gemacht und schaue auch nicht bei jedem Besuch in diesen Thread. Trotzdem finde ich es ganz interessant, sich mal zu solch allg. Themen auszutauschen und habe auch das Gefühl, dass der Thread recht gut besucht ist.


    Vielleicht könnte man, als Arbeitsersparnis, einen weiteren Thread "Mögliche Wochenfragen" eröffnen, aus dem Holden dann (oder ein Mod, der das gern übernehmen möchte) wöchentlich eine auswählt.


    Ich denke, aus dem Thema ergibt sich, dass nicht jeder jede Woche wird antworten können. Man hat ja nicht zu jedem Thema etwas zu sagen.


    LG von

    Keshia

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    Sara Kiyo Popowa: Bento Power


    Worum geht es?


    Lunchpakete für große (Bento-) Brotboxen auf traditionell japanische, Crossover oder "Fantasie-"Art.

    Alles, was man in die Brotbox geben kann - außer Brot! (Ein Brotrezept gibt es allerdings).


    Außerdem gibt es eine kleine Einleitung von der Autorin über ihre Herkunft (Schweden, Japan) und ihre ersten Erfahrungen mit diesen speziellen Brotboxen in einem Uniaustausch nach Japan.



    Struktur:


    Einleitung - persönliche Geschichte der Autorin.

    Einleitung in das Thema Bentobox: Wie füllt man sie, wie bindet man ein Tuch, um sie mitzunehmen. (Wenn man heute eine kauft, ist aber oft eine extra Tasche dabei.)

    Alternative Gefäße zur "klassischen" Bento- oder Lunchbox.

    Farbphilosophie.

    Welche Art Lebensmittel wandern in die Box? (Protein/Fett, Obst/ Gemüse, Grünzueg, KH/ Getreide, Toppings.)

    Auf traditionellen japanischen Rezepten basierende Füllungen auf der Baisse von meist Reis.

    Nuss-Schoko-Snack-Gläschen für unterwegs.

    Saucen/ Dips.


    Frühstück im (meist) Glas: Haferflocken, Bananenbrot, Pfannkuchen, Energiebällchen etc.

    15-min Bento: Reis, Nudeln, Salate mit viel buntem Gemüse.

    Everyday Bento: Verschiedene Rezepte auf der Basis von Reis, Nudeln, Bohnen, Quinoa mit viel buntem Gemüse und Obst.

    Fantasy Bento: Eher so wie auf dem Cover mit viel verschiedenen Obstsorten bzw. "alles durcheinander" (Obst, Gemüse, Carbs).


    Meine Meinung:


    Auf jeden Fall eine interessante Alternative zum Klassischen Sandwich zum Mitnehmen.

    Vor allem die Idee, Obst mit Reis/ Couscous etc. zu kombinieren, habe ich übernommen. So bekommt man schon mal mehr Vitalstoffe über den Tag verteilt.

    Die großen Bentoboxen bieten auch Platz für zwei geteilte Mahlzeiten oder eine richtig große Mittagspause, nicht nur für ein bis zwei Stullen. Man könnte also nach der Arbiet auch noch etwas daraus essen und muss so nicht auf den Feierabendsnack unterwegs ausweichen.

    Durch die Art der Zusammensetzung der Lunchpakete bekommt man sehr viel frisches Gemüse und Obst und es wird nicht langweilig.


    Nachteil:

    Wenn man das Konzept übernimmt muss man relativ viele verschiedene Sorten für eine Box kaufen, also etwa so viel wie für einen normalen oder ausgefalleneren Salat. Man müsste also sehr gut planen, damit nichts übrig bleibt oder immer abends noch einen Salat aus den Bentoresten zubereiten.


    Fazit:

    Auf jeden Fall eine gute Anregung.


    Wer vor dem Kauf erst mal schauen möchte, ob das etwas für ihn ist:

    Die Autorin hat eine Instagramseite auf der sie auch ähnliche Mittagsboxen vorstellt. Je weiter ihr runtergerollt, desto mehr Lunchboxen findet ihr.


    LG von

    Keshia

    Ich habe den Roman vor Jahren gelesen. An einigen Stellen finden Mobbingopfer oder Erwachsene, die als Kind eher Mitläufer denn gleichwertige Freundin waren, sich durchaus wieder. Mich hat aber gestört, dass das Ganze sehr distanziert erzählt wurde und man nie herausfindet, wie es nun zu der Konstellation kam, was die anderen wirklich über Elaine denken. Man bleibt also in der Sicht/ Rolle des Opfers. Durch die Distanz übernimmt man aber auch diese nicht ganz, daher war der Roman für mich etwas halbgar.
    Es wird nur klar, dass Elaine sich immer fremd fühlt, mehr erzählt sie aber quasi nicht.


    So richtig eintauchen konnte ich in den Roman nicht.


    Gut dargestellt wurde allerdings, wie Mobbing sich noch Jahre später auf Gedanken- und Verhaltensmuster auswirken kann.


    LG von

    Keshia

    Während des Lesens identifiziere ich mich eher nicht mit den Bösewichten, aber als Kind habe ich Geschichten oft wochenlang weitergesponnen und dann oft den Bösewicht als Mobbingopfer oder missverstandenen Charakter umgedeutet.


    Mein Bruder hatte Downsyndrom und von Anfang an immer begeistert zu den Bösewichten gehalten. Als Kind war sein größter Wunsch ein Käfig von Playmobil für die Schlümpfe. ^^ Diese Begeisterung zog sich bei ihm bis ins Erwachsenenalter. Nach den Free Willy Filmen wollte er Wale fangen...


    Meine Mutter meinte später, die Bösen zeigen Stärke, daher hat er sich mit denen identifiziert, die sich wehren konnten, keine Opfer waren, denen es also - fast bis zum Schluss der Handlung - immer am besten ging!


    LG von

    Keshia

    Habe das heute morgen mal gegooglet, ja genau so.


    @ Sandhofer: Meinetwegen muss so etwas auch nicht in jedem Buch beigelegt werden, aber für besondere Bücher stelle ich mir das schon schön vor. Ich habe "Jennys Lieblingskuchen" und darin finden sich alle möglichen unterschiedlich großen "handgeschriebenen" Rezeptzettel, auf alt getrimmt, in Schreibmaschinenschrift und unterschiedlichen Handschriften. Das fand ich sehr süß und habe es für die Foodfotografie verwendet.


    LG von

    Keshia

    eben ein bisschen Literaturgeschichte.

    Absolut. So hat meine Deutschlehrerin unsre Klasse dazu gebracht Faust zu lesen. Sie hatte in der elften so oft Faust eibgestreut Zb Ach das Thema taucht in Faust auch auf. Das wir einstimmig dafür abgestimmt haben, als wir gefragt wurden welche Zusatzlektüre wir lesen wollen, neben der Pflichtlektüre fürs Abi.

    Haha, witzig, diese Methode wurde in "Dangerous Minds" vorgestellt (Buch), so hat die Lehrerin die eher bildungsfernen Jugendlichen zum Shakespearelesen überredet.:D

    Jetzt hole ich mein Abi nach, und soll gleich 'Arnes Nachlass' lesen. Ist eben mit der Post eingetroffen, bin gespannt!

    Es ist bestimmt sinnvoller, diese Bücher als Erwachsene, jedenfalls nicht mehr als 16 oder 17jährige, zu lesen, weil man schon mehr Lebens- und Leseerfahrung und damit vermutlich auch mehr Interesse am Text hat. Als jüngerer Schüler fragt man sich ja oft, warum man den Kram überhaupt lesen soll. Ich habe mit Begeisterung Byatts "Posession" gelesen und war entsetzt als ich von Schülern hörte, die das in der Oberstufe lesen "durften" und nur qualvoll fanden (zu lang, zu antiquiert, zu langweilig ;().

    Teilweise merkt man schon, dass das Niveau angehoben wurde, wir hatten im Leistungskurs "Educating Rita", "Animal Farm", "An inspector calls". Also sehr, sehr kurze und sprachlich eher einfache Texte! Möglicherweie noch andere, an die ich mich nicht mehr erinnere, aber so viel mehr werden das nicht gewesen sein!

    Da ist ein 600 Seiten starker Roman schon eine ganz andere Hausnummer, auch fürs Durchhaltevermögen der Schüler!


    LG von

    Keshia

    Keshia sicherlich alles richtig. Ich sollte vielleicht noch ergänzen, dass wir ein Englisch-Leistungskurs waren. Man durfte uns also schon etwas mehr zutrauen als Standbilder. ;)

    Ich war auch im Leistungskurs. Nach meiner Erinnerung befassten wir uns mehrere Monate (können aber auch Wochen gewesen sein) mit Macbeath, wobei wir NIE das ganze Stück lasen, sondern ausschließlich dieses spezielle Begleitbuch (Shakespeare und seine Zeit oder so ähnlich, jedenfalls wurde dort Zeit, Politik, Theater und das Stück im Besonderen behandelt). Wir lasen dann in wenigen Stunden auszugsweise Szenen aus dem Stück und ja, es gab einen Rap über eine Szene.

    Vermittelt wurde damit leider natürlich: Shakespeare ist selbst für euch zu schwierig, ihr versteht das gar nicht, daher lesen wir nicht das ganze Stück.

    Mich hat das nachhaltig beeinflusst; ich hatte später eine Gesamtausgabe von Shakespears Stücken und ein Buch "Shakespeare's language" (war wohl mal ein Bestseller). Das Buch habe ich sofort gelesen, das war auch sehr interessant, an die Stücke habe ich mich laaaange Zeit nicht rangetraut!


    LG von

    Keshia

    Es geht um Meerschweinchen Pauline und ihre Babys (das Partnertier ist gerade verstorben). Besitzer Johnny fährt übers Wochenende mit seinen Eltern in den Urlaub und hat niemanden, der auf sie aufpasst.

    Je nach Alter von Johnny wären hier eher die Eltern fahrlässig. Als Kind kann man so etwas schwer überblicken und weiß vielleicht auch selbst erst am Freitag, dass es übers WE in den Urlaub geht.

    Hier wäre es also eher an den Eltern, gleich beim Erwerb der Tiere darauf hinzuweisen, dass die Tiere auch bei Urlaub oder Krankenhausaufenthalt Betreuung brauchen und wie man das regelt. Kinder schaffen das meist von sich aus nicht, sie sind zu aufgeregt vor dem Urlaub oder suchen die flaschen Betreuungspersonen aus.

    Im Prinzip sollten die Eltern immer über ALLE mit dem Tier des Kindes in Verbindung stehenden Aufgaben Bescheid wissen, sei es die richtige Fütterung, Tierarztkontrolltermine, mögliche Krankheitssymptome, richtige Beschäftigung, Gefahren, Unterbringung usw. Das Kind kann das langsam lernen, bis dahin muss der Elternteil aber überwachen können, was sachgemäß ist und sicherstellen, dass das Tier gut versorgt wird.

    Der Wellensittich eines Klassenkameraden von mir starb wenige Wochen nach Anschaffung. Er wurde ernsthaft mit Cola und Chips gefüttert, weil der junge Halter meinte, dem Vogel damit etwas Gutes zu tun; die Eltern hatten offenbar kein Auge darauf!


    LG von

    Keshia

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    Ich gebe zu, dass mich der Untertitel Auf 400 Seiten 250 Bücher zu besprechen, ist eine ehrgeizige Idee und kann eigentlich nicht gut gehen.

    Ich habe mal AS Byatts "On histories and stories" gelesen.


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    Da werden sehr viele Bücher angesprochen, vermutlich nicht unbedingt 250, aber schon viele (es gibt ein Literaturverzeichnis). Sie macht das allerdings schon so im Fließtext (also es gibt nicht extra ein Kapitel pro Buch bis auf wenige Ausnahmen), dass man animiert wird, die Bücher zu lesen. Man hat nach der Lektüre allerdings das Gefühl, jetzt eine riesige Leseliste vor sich zu haben!


    LG von

    Keshia

    In dr Oberstufe haben wir z.B. "Macbeth" im Englischunterricht durchgenommen.


    Über das Buch selbst, Inhalt, Hintergrund, Bedeutung, usw haben wir nie gesprochen. Sie konnte offensichtlich noch nicht zwischen Oberstufe und 5.Klasse unterscheiden :rolleyes:

    Ich glaube, viele sehen Shakespeare dann doch als "zu schwierig" an und unterrichten daher Zusammenfassungen, Auszüge, Verfilmungen, Szenen, Sprache anhand von Einzelszenen etc. Macbeath wird wohl genommen, weil es das kürzeste Shakespearestück ist und/ oder, weil es dazu sehr viel Schul-Sekundarliteratur und didaktisch aufbereitetes Material gibt und man arbeitet mit Standbildern, Raps usw. in der Hoffnung, dass so der "schwierige und verstaubte" Unterrichtsinhalt wenigstens ein bisschen von den Schülern aufgenommen wird. Das stört natürlich die Schüler, die von alleine gern mal so eine Lektüre lesen würden, sich vielleicht das aber nicht zutrauen und ganz sicher die Schüler, die solche Stücke schon selbstständig gelesen haben und gern darüber diskutieren würden!


    LG von

    Keshia