Beiträge von MacOss

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Was ich zu schätzen gelernt habe, sind Tasten zum Vor- und Zurückblättern. Ich habe einen alten Kindle mit Tasten und einen Kobo mit Touchscreen und habe beide Varianten kennengelernt. Auf den Tasten - in der Regel an den Seiten - kann ich den Finger liegen lassen und brauche nur kurz darauf zu drücken, wenn ich am Ende der Seite angekommen bin. Beim Touchscreen muss ich bei jedem Weiterblättern den Finger bewegen: rauf aufs Display, runter vom Display. Eine Kleinigkeit vielleicht, aber auf Dauer stört's mich.


    Oha, tolle Auswahl. Da hat sich das Christkind aber sicher geirrt - es wollte damit ganz bestimmt zu mir. :breitgrins:


    MacOss : Immer diese Ideen kurz vor Weihnachten ...


    Hehehe. Für Gutes mache ich gerne Werbung. :breitgrins:


    Aber um beim Thema Buch-Highlights zu bleiben und dieses darüber hinaus mit Weihnachten zu kombinieren: Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr, nämlich Die Berlinreise von Hanns-Josef Ortheil, ist auch dasjenige Buch, das ich dieses Jahr am häufigsten zu Weihnachten verschenke. :zwinker:


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    Ich habe mir jahrelang vorgenommen, Lenz zu lesen, habe es aber nie geschafft. Fundbüro war mein erstes Buch von ihm, Schweigeminute das zweite. Schweigeminute reicht für mich bei weitem nicht an Fundbüro heran und ich habe so ein bissel die Angst, dass seine anderen Romane für mich nicht an Fundbüro herankommen.


    Ich empfehle, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, die Landesbühne von Lenz. Das ist eine kleine, schnell zu lesende und nicht allzu anspruchsvolle Heile-Welt-Geschichte um ein paar Gefängnisausbrecher, fernab jeglicher Realitätsnähe, mit einem rührseligen Schluss, aber nicht ganz so traurig wie die Schweigeminute. Vielleicht wäre das ja etwas für Dich. :smile:

    Hilary Mantel ist doch auch eine Autorin, die gerne historische Personen in ihren Romanen verarbeitet:


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    Brüder
    (über die Revolutionäre Georges Danton, Maximilien Robespierre und Camille Desmoulins)


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    Wölfe und Falken
    (Thomas Cromwell)


    :breitgrins:
    Ich hoffe, dass es mir nicht auch so ergeht, sonst müsste ich Marion Zimmer Bradley und die Ayla Reihe nochmal lesen... :zwinker:


    O ja, Marion Zimmer Bradley, da klingelt was bei mir ... :breitgrins: Obwohl ich ja eher auf der SF-Schiene unterwegs war: John Brunner, Isaac Asimov, Frank Herbert usw.

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    Perry Rhodan 2830: In der Synchronie gestrandet von Hubert Haensel.


    ... als Versuch, infolge einer schweren Midlife-Crisis die verlorene Jugend wiederzubeleben. :breitgrins:


    Yoko Ogawa - Liebe am Papierrand


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    Witzig - das hatte ich gerade gestern im Buchladen in der Hand und stand schon kurz davor, es zu kaufen, ohne so recht zu wissen, worum's da geht und wer die Autorin ist. :smile: Ich sammle momentan nämlich so ziemlich alles ein, was irgendwie mit Japan zu tun hat, nachdem ich kürzlich dort Urlaub gemacht habe. Ich habe mich aber dann doch für die Neuübersetzung von "Südlich der Grenze, westlich der Sonne" (aka "Gefährliche Geliebte") von Haruki Murakami entschieden.


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    Hallo Doris. :winken: Ja, ich habe das Buch beendet, und ja, ich war bis zum Schluss begeistert davon. Nicht nur von der erstaunlichen Sprachgewandtheit des damals erst 12jährigen Hanns-Josef Ortheil, sondern auch von der Art und Weise, wie er seine Reiseerlebnisse schildert, in seiner naiven und gleichzeitig begeisterungsfähigen Sicht- und Herangehensweise, was die Entdeckung der großen Stadt betrifft, er aber andererseits auch eine erstaunlich "erwachsene" Haltung durchblicken lässt, als es in der zweiten Hälfte des Buches um einige sensible Familienthemen geht.


    Denn die Berlinreise mit seinem Vater dient nicht allein touristischen Zwecken, sie ist auch eine nostalgische und erinnerungsreiche Reise des Vaters in seine eigene Vergangenheit, er besucht dort alte Freunde und Lebensstationen, treibt sogar noch einen alten Koffer mit Utensilien und Notizbüchern seiner Frau auf, die seine Freunde all die Zeit aufbewahrt haben (und aus denen - ohne hier zu viel zu verraten - der kleine Hanns-Josef eine Menge Unbekanntes und Neues über seine Mutter erfährt…). Schließlich hat der Vater bis kurz vor Kriegsende gemeinsam mit seiner Frau in Berlin gelebt, aber mit seinem Sohn, der ja erst 1951 zur Welt kam, bislang offenbar nie so recht über diese Zeit gesprochen.


    Ohne jetzt zu tief in die ergreifende Familiengeschichte Hanns-Josef Ortheils einzutauchen, lässt sich sagen, dass seine Eltern damals durchaus kein leichtes Leben hatten, und dass in den damaligen Erlebnissen gegen Kriegsende auch die Gründe für das Verstummen seiner Mutter liegen. Die Mutter übrigens - deswegen fahren Vater und Sohn alleine nach Berlin - hat sich geweigert, mitzukommen; sie ist auch zwanzig Jahre später immer noch zu traumatisiert, um unbeschwert nach Berlin zu fahren.


    Alles in allem hat mich „Die Berlinreise“ nicht nur wegen des unbedarften Blicks des damals 12jährigen Ortheil auf Berlin begeistert, sondern auch, weil es durchaus ernste Untertöne enthält und einiges über ihn und seine Familiengeschichte offenbart, das ich noch nicht wusste. Und es zeigt, welche sprachliche Gewandtheit Ortheil schon damals, in jungen Jahren besaß.


    Ich gebe 5ratten


    Nur eine Frage, wenn das jmd. weiß, warum 1922, ich habe kürzlich das Buch "1913" gelesen und da waren die Manns auch schon Thema. Warum startet dieses Buch so spät?


    Offenbar wegen der Auswertung bzw. Gegenüberstellung der Tagebücher der Familienmitglieder und der Briefe, die sie einander geschrieben haben. Laut Jürgen Kaube im FAZ-Lesesaal (klick) setze das Buch 1922 ein, "weil für die Zeit davor nur von Thomas Mann aussagefähige Zeugnisse vorliegen."