Beiträge von tigi86

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Sehr schick, aber auch sehr teuer (man braucht ja dann beide Bände).

    Ja, genau. Den ersten Band habe ich zwar bereits, deshalb reizt es mich auch, mir das zweite Buch zuzulegen. Aber die Festa-Sammelausgabe war ja auch nicht gerade billig. Na mal schauen. Vielleicht bei der nächsten Gehaltsüberweisung. ^^

    tigi86 die kommentierte Ausgabe hört sich auch an. Ich bin gespannt, was da so für Kommentare drin stehen werden.

    Ich habe ein wenig bereits überflogen und einige der Kommentare beziehen sich allgemein ausgedrückt beispielsweise auf die Entstehung der einzelnen Texte oder setzen sich mit dem Inhalt direkt auseinander. Aber genaue Angaben kann ich erst machen, wenn ich das Buch komplett gelesen habe. :)


    Sehr cool. Bin ein bisschen (ganz doll) neidisch. ^^

    Ich werde aber vor einem Kauf trotzdem erstmal die ersten Geschichten aus der Bibliothek/Onleihe ausleihen und schauen, wie mir der Stil gefällt. Wäre aber toll, wenn du berichtest, wie dir die Aufmachung der Festa-Ausgabe gefällt

    Ich konnte das Paket heute entgegennehmen, eigentlich hatte ich erst am Montag damit gerechnet. Aber der erste Eindruck überzeugt schon mal. Mir gefällt auch die Lederaufmachung der Einbände gut. Auf jeden Fall ist es ein Hingucker im Bücherregal. :)

    Zank Ja, das ist nur eine Auswahl.


    Ein Thread pro Geschichte finde ich auch gut. Gut für die späteren Einsteiger oder für die langsameren Leser (also auch für mich).


    Ich habe mir übrigens gerade die Sammelausgabe vom Festa Verlag bestellt, damit ich mir dann die geballte Ladung H. P. Lovecraft geben kann und alle Texte beisammen habe.

    Ich bin wirklich gespannt auf die Leserunde.

    (Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr will ich mir die Sammelausgabe vom Festa-Verlag kaufen... :saint: Soweit ich sehe, ist das die einzige deutschsprachige Ausgabe mit allen Geschichten. Leider nur Taschenbücher.)


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    Also, grundsätzlich hätte ich auch Interesse. Bisher kenne ich von Lovecraft nur "Die Katzen von Ulthar" (als Hörbuch) und "Die Berge des Wahnsinns". Auf die Sammelausgabe vom Festa-Verlag hatte ich vor längerer Zeit schon mal ein Auge geworfen, vielleicht lege ich sie mir in diesem Rahmen hier ja endlich zu.


    Ich hatte mir vor Corona auf der Leipziger Buchmesse eine kommentierte Ausgabe besorgt. Bin aber noch nicht sonderlich weit gekommen.


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    Zum Inhalt:


    "Wie ein Schatten in der Nacht

    An dunklen Herbstabenden 1956 werden in Dresden wiederholt Frauen brutal vergewaltigt. Als auch noch eine tote Frau an der Elbe gefunden wird, werden in der verunsicherten Bevölkerung die Rufe nach Selbstjustiz laut. Kommissar Max Heller und sein Team ermitteln unter Hochdruck. Mithilfe eines weiblichen Lockvogels gelingt es ihnen, einen Verdächtigen festzunehmen. Der von Narben entstellte Mann gesteht zwar die Vergewaltigungen, leugnet aber den Mord. Sind vielleicht doch die von allen gefürchteten, desertierten russischen Soldaten die Täter? Die Lage eskaliert, als Hellers Familie in den Fall hineingezogen wird." (Quelle: dtv.de)


    Meine Meinung:


    Im sechsten und vorletzten Roman um Max Heller verschlägt es uns in das Jahr 1956. Somit spielt dieses Buch drei Jahre nach dem Vorgängerband "Juni 53".


    In "Verlorene Engel" liegt der Schwerpunt mehr auf dem Kriminalfall, was aber nicht heißt, dass die politische und gesellschaftliche Lage zu kurz kommt. Es hat dem Buch jedoch keinen Abbruch getan hat. Im Gegenteil, es kam im Vergleich zu dem einen oder anderen Band aus der Reihe sogar mehr Spannung auf.


    Mit jedem Band wuchs mir Max Heller und seine Familie, sowie sein Partner Oldenbusch mehr ans Herz. Denn der Ermittler wird auch in diesem Roman wieder mit all seinen Problemen und Sorgen im Alltag, wie auch auf Arbeit, dargestellt. Unter anderem die kleine Anni beginnt allmählich ihre Herkunft zu hinterfragen.


    Die Suche nach dem Vergewaltiger, der in der Dunkelheit Dresden unsicher macht, gestaltet sich auch sehr spannend, denn im Verlauf des Buches tauchen mehrere Verdächtige auf, und jeder ist verdächtiger als der andere. Im sechsten Fall zeigt sich, dass sich auch ein Ermittler irren kann.


    Der geschichtliche Hintergrund, in dem der Roman eingebettet ist, wurde wieder lebhaft dargestellt, so dass man sich die Handlung lebhaft vorstellen kann, als wäre man mittendrin im Dresden des Jahres 1956. Und man spürt förmlich den Druck, den Heller wieder ausgesetzt. Vor allem, da es um Sexualverbrechen geht, welche man am liebsten unter den Teppich kehrt, um die weiße Weste des Staates nicht zu beschmutzen.


    Die handelnden Personen wurden auch wieder gut und nachvollziehbar getroffen, und sind vielschichtig ausgearbeitet.


    Fazit:


    Alles in allem ist "Verlorene Engel" ein spannender, gelungener und lehrreicher Roman, der sich im Vergleich zu den Vorgängerteilen sogar noch verbessern konnte. Ich glaube, dass der Fokus auf die Ermittlungen seinen Teil dazu beigetragen hat. Ich freue mich schon darauf, die Reise mit Max Heller im nächsten Band fortzusetzen.


    5ratten

    Zum Inhalt:


    "Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod." (Quelle: penguinrandomhouse.de)


    Meine Meinung:


    In "Später" steht wieder ein Kind im Zentrum von Stephen King neuestem Werk. Wir begleiten Jamie Conklin auf seinen unheimlichen Begegnungen mit dem Tod, sowie ein Stück auf dem Weg seines Erwachsenwerdens.


    Seine Gabe, tote Menschen kurz nach ihrem Ableben zu sehen, ist Fluch und Segen zugleich. Denn es versuchen unter anderem Menschen, die ihm nahestehen, diese Gabe für sich zu nutzen.


    Aufgrund der Kürze des Buches, ist man auch schnell am Ende. Die umfangreicheren Bücher könnten oft etwas kürzer gehalten sein, hier ist meines Erachtens das Gegenteil der Fall, ich hätte gern noch den einen oder anderen Toten mit Jamie mehr gesehen, oder hätte ihn noch ein Stück auf seinem Weg begleitet.


    Die Figuren sind alle gut getroffen. Das Figurenensemble ist diesmal überschaubar, was eine spätere Zuordnung, wer wer ist, entbehrlich macht.


    Am Anfang fehlte mir ein wenig der Spannungsbogen, aber in der zweiten Hälfte wurde es besser.


    Grundsätzlich finde ich, es ist sicher nicht eines der spannendsten Bücher, aber Stephen King schafft es wieder, die Figuren nachvollziehbar und lebhaft zu gestalten.

    Auch die Beschreibung der Vorfälle, also was Jamies Gabe betrifft, hat Stephen King es auch geschafft, es so zu schreiben, dass man als Leser annehmen könnte, es könnte sich nach dem Tod tatsächlich so abspielen.


    Nur das Ende war mir dann im Vergleich zum restlichen Roman etwas zu übertrieben, aber gut, hier wollte Stephen King wohl noch einen großen Showdown setzen. Deshalb und für die eine oder andere offene Frage einen Punkt Abzug.


    Alles in allem ist "Später" ein kurzer, spannender und lesenswerter Roman, hinter dem sich der Meister nicht verstecken muss.


    4ratten

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    Zum Inhalt:

    "Eine verschwundene Siedlung. Der Fuch einer vermeintlichen Hexe namens Bluebell Calwyn. Und eine unheimliche Puppe, die für Chaos sorgt.

    Ellery hat vor einem Jahr ihre Schwester verloren und will von ihren Mitmenschen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Für die alte Legende über Bluebell Calwyn, die angeblich für eine verschwundene Siedlung verantwortlich ist, interessiert sie sich nicht. Doch dann stellt Ellery fest, dass sie allein mit der Kraft ihrer Gedanken Gegenstände bewegen kann. Ist sie etwa auch eine Hexe? Und was hat es mit der unheimlichen Puppe auf sich, die plötzlich in Rainfield auftaucht un die auch noch anderen Jugendlichen zu Fähigkeiten verhilft? Ist sie Freund oder doch Freind?

    Ein neues, düseres Kapitel von Rainfield ..." (Quelle: Klappentext)


    Meine Meinung:

    Mit "Bluebell Calwyn. Die Hexe von Rainfield" entführt uns Jeidra Rainey wieder nach Rainfield und führt uns diesmal unter anderem weit in die Vergangenheit zurück. Denn der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt.

    Einerseits spielt die Geschichte in der Gründerzeit, in der wir Bluebell Calwyn kennenlernen, die von den Dorfbewohnern übel mitgespielt wird, da sie von allen als Hexe verspottet und ausgegrenzt wird.


    Andererseits lernen wir in der Gegenwart Ellery kennen, die mithilfe ihrer Gedanken Dinge bewegen kann und einfach nur ihre Ruhe haben möchte.

    Zentrales Thema ist wieder Mobbing, was die Autorin meines Erachtens wieder sehr gut in die Handlung eingearbeitet hat. Auch die Unfähigkeit mancher Schulangestellter (Lehrer, Direktoren usw.) Mobbing wirklich etwas entgegenzusetzen, kommt in diesem Roman wieder sehr zum Vorschein und dass es oft nicht über hohle Phrasen hinausgeht.


    Die Figuren waren allesamt wieder gut dargestellt, vor allem Ellery und Dylan hatte ich während des Lesens ins Herz geschlossen. Auch die Entwicklungen der Protagonisten konnte ich gut nachvollziehen.

    Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist Jeidra Rainey gut gelungen, dadurch wird der Leser, zumindest erging es mir so, bei Laune gehalten. Langeweile kam bei mir nicht auf.

    Die Verachtung gegenüber Bluebell und ihrer Familie, die in den Vergangenheitskapiteln ständig vorherrscht, war förmlich greibar und ich glaubte, dass es jeden Moment zur Eskalation kommt.


    Fazit:

    Mit "Bluebell Callwyn. Die Hexe von Rainfield" hat Jeidra Rainey wieder einen spannenden Roman veröffentlicht, der nicht nur Spannung bis zum Ende verspricht, sondern diese auch bis zum Ende liefert. Und die Leser können auch einen Blick in die Vergangenheit Rainfields werfen.


    5ratten

    So, diesem Jahr habe ich mein erstes Serien-Buch beendet. "Der schwarze Tod", der 12. Teil aus der Reihe "Die Chronik der Unsterblichen" ist nun abgeschlossen und mir stehen noch insgesamt 4 Bücher bevor. :)

    Literaturschock auf Twitch ist bis heute komplett an mir vorübergezogen. Tja, da bestätigt es sich mal wieder, dass ich es immer als letzter mitbekomme, wenn es etwas Neues gibt. ^^

    Und auf Twitch war ich bisher auch noch nie, aber für Literaturschock werde mich mich natürlich damit beschäftigen. :D

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    Zum Inhalt:


    "Alissa ist ein schüchternes Mädchen, das in ihrer Klasse nie Anschluss gefunden hat. Die Abschlussfahrt wird für sie zur Qual und das Mobbing eskaliert. Alissa, die nicht länger das Opfer sein will, fasst einen mörderischen Plan, der ihren eigenen Untergang bedeuten könnte … Zehn Jahre später bekommen die ehemaligen Schüler der Abschlussklasse und der damalige Klassenlehrer eine Einladung zu einem sonderbaren Klassentreffen, unterschrieben mit Alissa. Kann das wirklich sein? Es scheint, als wollte jemand Alissas Plan fortsetzen und den Teilnehmern des Klassentreffens wird klar, dass sie dieses Mal nicht so leicht davonkommen … Die Schule endet eben nie!" (Quelle: Amazon)


    Meine Meinung:


    Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal in "Damals" und andererseits in "Heute". Beide Stränge wechseln sich kapitelweise ab, dadurch erfahren die Leser häppchenweise, was damals passiert ist und wie es zu den Ereignissen in den Heute-Kapitel kommen konnte. Durch den wechsel der beiden Zeitebenen wird es nicht langweilig und man erfährt nach ud nach, welches Leid die Protagonistin Alissa durchmachen musste. Und das Ereignis, oder der große Knall, den es damals gab, wird dadurch lange hinausgezögert oder besser gesagt, im Dunkeln gehalten, so dass die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wird.


    Die Spannung baut sich allmählich auf und nach und nach werden die Figuren eingeführt. Von den Peinigern, die Alissa seelisch und körperlich quälen bis hin zu Randfiguren, die an diesem Auseinandersetzungen als Zuschauer beteiligt sind und den Lehrern, die lieber wegschauen, als aktiv einzugreifen oder gar Alissa für alles verantwortlich machen.


    In den Damals-Kapiteln sind wir mit den vermeintlichen Scherzen konfrontiert, die sich Alissas Mitschüler*innen mit ihr erlauben, wobei jeder von ihnen nicht perfekt ist, jede*r hat seinen Makel und versucht durch die Übergriffe darüber hinwegzutäuschen und auch um nicht selber ins Visier der anderen zu geraten. Und sie geben Alissa selbst die Schuld, weisen ihr die Rolle der Täterin zu, versuchen dadurch ihre Hände in Unschuld zu waschen.


    In den Heute-Abschnitten erhalten die Peiniger von damals Einladungen zu einem Klassentreffen, welches 10 Jahre nach den tragischen Ereignissen auf der Klassenfahrt stattinden soll. Die Ereignisse der Heute-Kapitel, die sich in der Gegenwart abspielen, beginnen auch langsam, bis sich die ehemaligen Mitschüler am Treffpunkt zusammenfinden, die zum Großteil gescheiterte Existenzen sind. Kaum einer von ihnen hat es zu irgendetwas gebracht oder sind mit sich im Reinen. Da den handelnden Personen klar ist, dass nach den damaligen Ereignissen Alissa kaum die Einladungen geschrieben haben kann, begann auch ich zu spekulieren, wer sich zum Rächer aufgeschwungen hat.


    Was der Autorin gut gelungen ist, dass die Personen nicht alle in Gut und Böse unterteilt sind, gibt ihnen auch viel Raum dazwischen. Zwischen Schwarz und Weiß lässt sie auch Grautöne zu.


    Das Leitmotiv Mobbing bringt die Autorin wieder gut zum Ausdruck und zeigt auf, wie es dazu kommen kann und wie schnell man ins Visier seiner Mitmenschen geraten kann.


    Das Ende kam zwar überraschend, aber es hat einen kleinen Nachgeschmack hinterlassen, es hat mich nicht hundertprozentig überzeugt, es wirkte ein wenig zu gestellt und ich konnte es in dieser Form nicht so richtig nachvollziehen. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, der das Erlebnis aber im Ganzen nicht trübt.


    Mein Fazit:


    Mit "Die Schule endet nie" hat Jessica Swiecik einen spannenden, temporeichen und fesselnden Roman geschrieben, der ein leider sehr präsentes Thema als Ausgangslage nimmt und der über das Ende hinaus zum Nachdenken anregt.


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