Beiträge von Kanya

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Die Geschichte:
    Die Geschichte spielt in einer dystopischen Welt, in der es noch Elektrizität und vereinzelt Autos und ähnliches gibt, aber ansonsten alles eher, wie im Mittelalter ist. Die Städte, wie wir sie heute kennen, gibt es so nicht mehr, aber viele Kinder werden danach benannt.
    Im Königreich Ludania kann und darf jeder Mensch nur seine, zu der Klasse zugehörigen Sprache, sprechen, sowie eine Einheitssprache, die jeder versteht. Sollte man sich nicht daran halten oder gar den Blick heben, wenn jemand aus einer höheren Klasse spricht, dann droht der Tod am Galgen.
    So ist es nicht verwunderlich, dass Charlie, seitdem sie klein ist, ihre Gabe jegliche Sprache zu verstehen und sprechen zu können, versteckt und so gut es geht verheimlicht.
    Eines Tages trifft sie Max, einen Fremden, dessen Sprache sie noch nie gehört hat, aber dennoch versteht.
    Nachdem die Rebellen die Königin stürzen wollen, gerät Charlie immer mehr in die Geschehnisse hinein und die Geschichte nimmt seinen Lauf.


    An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber es fehlen eindeutig Hintergrundinformationen. Der Leser wird vollständig im Dunkeln gelassen, wieso die Welt sich so verändert hat und wann die Geschichte in etwas spielt. Es wird zwar von einer Zeit vor der Königin berichtet, aber das passt nicht in unsere Zeit und wirkt frei erfunden. Irgendwie passt das alles nicht zusammen. So etwas kommt in vielen Büchern aus dem Genre vor, wirkt aber hier unausgereift.
    Mir hätte es deutlich besser gefallen, wenn die Geschichte einfach in einer fremden Welt oder Fantasywelt oder was auch immer spielen würde.
    Das ist aber auch mein einziger großer Kritikpunkt.


    Die Idee mit der Sprache gefällt mir sehr gut, wird ausgereift dargestellt und hat mich direkt fasziniert.
    Zwar kommen auch viele, für Jugendbücher, typische Aspekte darin vor, aber ich lese so etwas gerne, so dass das mein Lesevergnügen in keinster Weise beeinträchtigt hat. Mit für Jugendbücher typische Aspekte, meine ich z.B. die Liebesgeschichte zwischen Max und Charlie. Max, der unbekannte Fremde fasziniert Charlie und sie beginnt Interesse zu entwickeln. An sich nichts Neues und mit etwas zu viel Dramatik beschrieben, aber ansonsten wunderschön zu lesen.
    Auch Rebellen kommen in vielen dystopisch angehauchten Bücher vor, aber aus irgendwas muss die Geschichte ja bestehen.
    Wie bei vielen Dystopien herrscht hier eher eine düstere Stimmung vor, die aber gut dazu passt.


    Die Protagonisten:
    Charlie hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, sie ist stark und hat schon früh gelernt vorsichtig zu sein. Ihre Dickköpfigkeit und ihr Humor haben mich das eine oder andere Mal zum schmunzeln gebracht und ihre verwirrenden Gefühle zu Max haben es mir angetan. Dazu kümmert sie sich rührend um ihre kleine Schwester, die ich vom ersten Augenblick ins Herz geschlossen habe.
    Max ist ebenfalls ein toller Protagonist, der erst noch seinen Platz in der Welt finden muss. Ich habe es geliebt zu erfahren, wie er sich entscheiden wird. Am Anfang wird man nicht so recht schlau aus ihm.
    Die Nebenfiguren werden etwas außer Acht gelassen und nur am Rande beschrieben, aber das hat mich in dem Fall nicht gestört.


    Der Schreibstil:
    Die Geschichte wir hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Charlie dargestellt, aber es kommen auch Passagen vor, in denen die Geschehnisse aus der Sicht verschiedenen Menschen (Er-Erzähler) geschildert werden, damit sich ein Gesamtbild ergibt. Die Umsetzung dazu hat mir sehr gut gefallen.
    Der Schreibstil wirkt frisch und jugendlich, da ja viel aus Charlies Sicht geschrieben ist.
    Er ist gut zu lesen und durch die Ich-Perspektiver werden Charlies Emotionen sehr schön dargestellt.
    Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich hatte das Buch sehr schnell durch gelesen.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover passt sehr gut zu der düsteren Grundstimmung und gefällt mir daher besser, als das Original.
    Es ist wunderschön gestaltet.
    Den Titel habe ich erst ganz zum Schluss richtig verstanden, so dass ich dazu nicht mehr sagen werde außer, dass ich ihn passend finde.


    Fazit:
    Ein wirklich lesenswertes Buch, mit kleinen Mängeln, die mein Lesevergnügen nur sehr wenig beeinflusst haben.
    Ich freue mich schon auf den zweiten Band.


    5ratten

    Die Geschichte:
    Die Kurzbeschreibung ist eigentlich schon recht aussagekräftig, deshalb werde ich auf den Inhalt nur am Rande eingehen.
    In dieses Buch bin ich am Anfang so gar nicht reingekommen. Es fing wieder so typisch an. Mädchen zieht um, kommt an eine neue Schule, interessiert sich für den finstersten Typen der ganzen Stadt und dann verbindet die Beiden irgendwas. Also wieder nichts Neues.
    Interessant wird es dann erst, wenn die Idee der Savants aufkommt und Zed und Sky sich über Telekinese unterhalten können. Zuvor haben mich nur Skys Tagträume hin und wieder belustigt, bei denen sie Personen aus ihrer Umgebung in Superhelden-/-schurkenrollen hineindichtet.
    Die Idee mit den Savants finde ich an sich gut, aber da fehlen mir die Details. Irgendwie wird das recht kurz abgearbeitet und da fehlt mir das gewisse Etwas.
    Ab Mitte des Buches ist dann endlich mal ein Spannungsbogen sichtbar und je mehr ich die Protagonisten kennengelernt habe, desto besser bin ich damit klar gekommen und zum Schluss, war der Plot sogar recht interessant. Befeindete Savants bekämpfen sich quasi und Sky gerät dazwischen. Zwar auch im Prinzip nichts Neues, aber der Teil ist einfach besser ausgearbeitet und hat mir beim Lesen mehr Spaß gemacht.
    Der Anfang ist einfach sehr langweilig geschrieben und es passiert nicht viel.


    Die Protagonisten:
    Sky ist ein sehr schüchternes Mädchen, was in ihrer Vergangenheit ein schweres Trauma erlebt hat und sich an ihre ersten Lebensjahre nicht mehr erinnern kann. Am Anfang ist sie sehr unnahbar, was es mir schwierig gemacht hat, mich in sie hineinzuversetzten und sie zu verstehen. Im Laufe der Geschichte bekomme ich dann aber doch Zugang zu ihr und ab da hat das Lesen auch mehr Spaß gemacht und ich konnte mit ihr mitfiebern.
    Zed ist erst der typische "Bad-Boy", den ich so gar nicht leiden konnte. Doch nachdem man ihn näher kennenlernt, wird schnell klar, wieso er so ist. Im Laufe des Buches wird er mir zunehmend sympathisch, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte.
    Diese beiden Hauptprotagonisten sind detailliert ausgearbeitet und zeigen einige interessante Entwicklungen.
    Alle anderen Protagonisten bleiben allerdings etwas schwammig beschrieben und da fehlt es mir an Tiefe um voll und ganz in die Geschichte einsteigen zu können.

    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist durchweg einfach gehalten und flüssig zu lesen. Sprachlich nicht besonders schwierig. Zu Anfang fehlt leider ein deutlicher Spannungsbogen, der ab Mitte des Buches dann doch zu sehen ist.
    Die Geschichte wird aus Skys Perspektive (Ich-Erzähler) beschrieben, was Sky nach und nach für mich zugängllicher gemacht hat.

    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover ist traumhaft. Ich liebe solche Cover und die Verschnörkelungen glänzen schön silbern. Es ist ein blickfänger und besticht durch sein Einfachheit.
    Der Buchtitel passt sehr gut und macht neugierig. Immerhin muss Sky ihre Erinnerungen wieder finden und somit zu sich selber zurückfinden.


    Fazit:
    Alles in allem ist dieses Buch eher gutes Mittelmaß. Die Grundidee ist gut, aber an der Umsetzung mangelt es etwas, da es gerade am Anfang sehr langweilig zu lesen ist und ich lange brauchte, um mich mit dem Plot anzufreunden.


    3ratten

    Die Geschichte:
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Mischung aus geschichtlichen Daten, der Hexenverbrennung, Zeitreise und der Gegenwart ist sehr gut gelungen und gut durchdacht.
    So kann Cat zum Beispiel kein Pfefferspray mit auf die Reise ins Jahr 1632 nehmen, da es dann ein undefinierbarer Klumpen wird. Hätte sie so etwas mitnehmen können, hätte zu schnell die Geschichte verändert werden können. Generell wirkt alles schlüssig und Heike Eva Schmidt hat sich Gedanken gemacht, was die Handlungen in der Vergangenheit in der Zukunft verändern können. Das ist leider nicht bei allen Zeitreiseromanen so gut gelungen.
    Dazu gefällt mir die Thematik der Hexenverfolgung sehr gut und die geschichtlichen Aspekte sind gut recherchiert und dargestellt.
    Natürlich darf in einem Jugendroman eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Oft rückt diese dann in den Vordergrund, doch das ist hier nicht der Fall. Die Liebesgeschichte zwischen Cat und Jakob, Dorotheas Bruder, ist sehr schön in den Haupterzählstrang eingeflochten, nimmt aber nicht zu viel Bedeutung ein. So etwas ist genau nach meinem Geschmack.


    Einzig der Wechsel zwischen Cats Geschichte und der von Dorothea ist mir am Anfang etwas schwer gefallen. Cats Teil ist aus der Ich-Perspektive geschildert und ihre Gedanken und Gefühle sind wunderbar beschrieben, dann wechselt es plötzlich zum Er-Erzähler und Dorotheas Geschichte wird geschildert. Am Anfang hat mich das etwas verwirrt und die Geschichte von Dorothea hätte etwas besser beschrieben sein können, da die Liebe zu Daniel relativ kurz abgehandelt ist.
    Nachdem Cat und Dorothea sich getroffen haben, fiel mir der Wechsel der Perpektiven deutlich leichter und ich konnte nicht aufhören zu lesen und habe es regelrecht verschlungen.


    Die Protagonisten:
    Cat ist eine wunderbare Protagonistin, sehr humorvoll, liebenswürdig, mutig und ganz und gar nicht auf den Mund gefallen. Ihr viel es schwer sich in der Vergangenheit einzufügen und sorgt mit ihrem Humor und losem Mundwerk des öfteren dazu, dass ich schmunzeln musste. Ihr Gedankengänge waren sehr interessant zu verfolgen und ich musste einfach mit ihr mitfiebern.
    Dorothea ist ebenfalls eine tolle Figur für einen Roman. Sie weiß, dass sie Daniel nicht lieben darf, aber kann nichts daran ändern. Sie ist nur eine einfache Frau und allein der Standesunterschied macht es nicht einfach. Dazu kommen diverse andere Probleme. Trotz allem lässt sie sich nicht unterkriegen.
    Jakob ist mein Lieblingsprotagonist. Er ist Mönch und darf eigentlich keinerlei Kontakt mit Frauen haben. Doch er ist nur ein Mann und verliebt sich. Dieser Zwiespalt zwischen Glaube und Liebe hat mir sehr gut gefallen.
    Alle Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben.
    Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist frisch und flüssig zu lesen. Dazu einfach gehalten und durch die Hauptfigur Cat oft in Jugendsprache gehalten. Im Jahre 1632 wird dann allerdings dem Jahrhundert entsprechend gesprochen und aus Dorotheas Sicht auch beschrieben. Diese Mischung ist sehr stimmig.
    Der Schreibstil ist keineswegs kitschig, sondern spannend und humorvoll.


    Das Cover/der Buchti 5rattentel:
    Das Cover ist so wunderschön und mal was ganz anderes, als bei den vielen anderen Jugendbüchern. Es fällt direkt ins Auge und ist sehr detailliert. Ich liebe solche Cover, ohne Mädchengesicht.
    Der Titel macht einfach nur neugierig und passt, wenn man das Buch gelesen hat sehr gut. Dazu möchte ich nicht mehr sagen, um nicht zu viel zu verraten.


    Fazit:
    Dieses Buch ist ein wirklich erfrischendes, wundervolles Buch unter den Zeitreiseromanen. Ich habe es verschlungen und würde es jedem empfehlen zu lesen. Es entspricht mit den tollen Protagonisten und der gut durchdachten Geschichte genau meinem Geschmack.


    5ratten

    Die Geschichte:
    Die Handlung von "Herbstnacht" schließt direkt an dem Ende von "Winternacht" an.
    Meghan und Ash sind in die Menschenwelt verbannt worden. Als Meghan zu ihrer Familie zurückkehren will, wird ihr klar, dass sie nicht eher zur Ruhe kommen kann, bis der falsche Eiserne König besiegt ist. Er sucht sie und sie wird immer wieder von Eiserne Feen angriffen.
    Um ihre Familie zu schützen, kehrt sie mit Ash als Exilant zu Leanansidhe zurück und verbringt da einige Zeit.
    Doch der Krieg in Nimmernie geht weiter und obwohl sich der Sommer- und Winterhof zusammengetan haben, schaffen sie es nicht, sich gegen die Eisernen Feen zu wehren. So kommt erneut Meghan ins Spiel, die den Eisernen König töten soll. Dafür wird das Exil aufgelöst und Meghan, Ash und Puck (der auch verbannt wurde, da er den Beiden gefolgt ist) kehren zurück nach Nimmernie um ihre unmögliche Aufgabe zu bewältigen.


    Mir hat an dem Buch sehr gut gefallen, dass Themen, die in den vorherigen Büchern aufkamen, hier nicht außer Acht gelassen wurden. Meghan versucht ihre Erinnerungen an ihren Vater wiederzubekommen und kümmert sich um ihn. Sie reift und wird stärker. Dazu wird die Liebe zwischen dem Winterprinzen und Meghan weiter vertieft, geht aber nicht ins Kitschige. Man kann sich sehr gut in die Beiden hineinversetzten und Ash, der endlich zu seiner Liebe steht, ist atemberaubend.
    Dennoch wird die Haupthandlung des Krieges nicht außer Acht gelassen und alles deutet auf das Finale hin.
    Der Spannungsbogen baut sich immer mehr auf und es wird nie langweilig.
    Auch schafft es Julie Kagawa, dass man noch mehr über die Feen erfährt und es immer wieder neue Erkenntnisse gibt.
    Dieses Buch strotzt vor Emotionen, die unter die Haut gehen. Dramatik und Spannung, sowie Humor kommen nicht zu kurz.
    Erneut wurde ich als Leser in die Welt von Nimmernie gezogen und habe das sehr genossen.
    Das Buch hat mir persönlich ein ganz klein wenig weniger gut gefallen, wie die Vorgänger, da das Ende sehr vorauschaubar war. Dennoch konnte ich es kaum aus der Hand legen.
    Es ist, wie auch die Vorgänger aus Meghans Perspektive geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat.


    Die Figuren:
    Meghan hat sich zu Band 1 grundlegend verändert. Sie kennt die Eigenarten der Feen und weiß sie sich zu nutzen zu machen. Dazu will sie kämpfen lernen, damit nicht immer andere für sie sterben. Sie ist innerlich massiv gereift und sehr erwachsen geworden. Dieser Entwicklungsprozess, der sehr gut zu den Geschehnissen passt, hat es mir angetan. Sie ist bereit alles zu geben und von ihrere anfänglichen Naivität ist nichts mehr zu spüren.
    Ash ist in dem Band wundervoll. Endlich zeigt er, was er fühlt, fällt zwar ab und zu in sein altes Muster zurück, aber jahrhundertalte Angewohnheiten, kann man ja nicht so einfach abstellen. Er wirkt wie ein richtiger Ritter.
    Puck hat mich am Anfang dieses Bandes irgendwie gestört. Durch seine Eifersucht und Wut auf den Winterprinzen und Meghan, fiel es mir schwer, ihn zu mögen. Mir hat es beim Vorband schon nicht gefallen, dass er auf einmal nicht mehr nur der beste Freund war. Aber nach einiger Zeit hat er sich wieder gefangen und wirkt mehr, wie der alte Puck. Da hab ich ihn dann wieder sehr gerne gehabt.
    Die Cat Side ist auch wieder mit von der Partie und unglaublich witzig.
    Die anderen Protagonisten sind auch wieder sehr schön ausgearbeitet und machen das Buch zu dem, was es ist.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist spannend und bildhaft. Es kommt keine Langeweile auf und die Atmosphäre des Buches ist wunderbar getroffen. Die Handlung ist allerdings etwas vorhersehbar. Es gibt dennoch immer wieder Überraschungen. Dazu ist der Schreibstil flüssig, ohne verschachtelte Sätze. Julie Kagawa schafft es, dass ich Nimmernie liebe und macht Emotionen lebendig.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover gefällt mir nicht ganz so gut, wie die Vorgänger. Es ist, wie der Titel in Herbstfarben gehalten, mir aber etwas zu gelbstichig. Den Titel "Herbstnacht", kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Zwar passt er zu dem Vorgängern, aber zu den Eisernen Feen, kann ich den Herbst nicht ganz zu ordnen. Da ist der Originaltitel "The iron queen" schon passender, verrät aber auch sehr viel, da es auf das Ende hindeutet.


    Fazit:
    Ein traumhaftes Buch, das große Emotionen, Spannung, Dramatik, Humor und Tiefgang aufweist. Nichts wird oberflächig behandelt. Es läd zum Träumen ein und hat mich sehr bewegt.


    5ratten

    Die Geschichte:
    Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo Band eins aufgehört hat, allerdings drei Monate später. Der Älteste ist besiegt, die Droge Phydus wird nicht mehr ins Trinkwasser gegeben und Junior hat den Posten des Ältesten übernommen. Doch durch das Fehlen der Drogen herrschen katastrophale Zustände auf der Godspeed. Die Menschen beginnen zu zweifeln und Aufstände anzuzetteln und für Amy wird es richtig gefährlich. Junior hat alle Hände voll zu tun das Raumschiff unter Kontrolle zu halten und weiß bald nicht mehr, auf wen er sich verlassen kann. Da bleibt kaum Zeit für Amy und Junior sich ihren Gefühlen zu stellen.


    Dieser Teil ist wirklich atemberaubend. Mir hat ja schon der Vorband sehr gut gefallen, aber "Godspeed- Die Suche" ist noch rasanter, noch fesselnder und noch gefühlvoller.
    Es ist wahnsinnig gut beschrieben, wie die Geselschaftsstruktur des Ältesten ohne die Droge zusammenfällt und die denkenden Menschen sich wehren.
    Dazu wird in dem Teil noch klarer, wie wenig Junior eigentlich über die Geheimnisse der Godspeed weiß und es ist wirklich spannend mitzuverfolgen, was dort wirklich los ist. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die mich nicht mehr losgelassen haben.
    Die Liebesgeschichte von Amy und Junior ist hier wunderbar beschrieben, nimmt aber nicht zu viel Platz in der Geschichte ein, sondern wird sehr passend in den Haupterzählstrang eingewebt.
    Auch hier werden viele ethische Aspekte beleuchtet und damit ganz anders umgegangen, als beim Vorgänger.


    Die Protagonisten:
    Junior ist mehr und mehr überfordert, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Dennoch gibt er nicht auf und versucht sich nicht unterkriegen zu lassen. Er möchte die Godspeed nach seinem Ermessen führen und nicht wieder zum alten Regime zurück, auch wenn es nicht einfach ist. Das finde ich sehr bewundernswert. Im Vergleich zum Vorband hat er sich sehr stark entwickelt.
    Amy lässt sich ebenfalls nicht unterkriegen, obwohl sie mit so vielen unheimlichen und bedrohlichen Situationen zurecht kommen muss. Sie zweifelt nie an Junior und unterstützt ihn, wo sie nur kann. Sie ist wirklich eine starke Protagonistin, die mich in ihren Bann gezogen hat.
    Im Vorband fande ich die Nebenprotagonisten und teilweise auch Amy und Junior noch etwas flach beschrieben und konnte vieles nicht nachvollziehen. Das ist bei "Godspeed- Die Suche" aber ganz anders. Hier sind alle Protagonisten wunderbar ausgearbeitet und Beth Revis hat ihnen so viel Leben eingehaucht, dass ich völlig in die Welt des Raumschiffs eintauchen konnte.

    Der Schreibstil:
    Wie auch beim Vörgänger ist der Schreibstil einfach gehalten und flüssig zu lesen, dabei aber emotional und detailliert. Mir wurde beim Lesen zu keiner Zeit langweilig und die Handlung ist insgesamt spannend geschildert. Außerdem ist vor meinem Auge die Welt der Godspeed lebendig geworden, was vor allem an der Liebe zum Detail von Beth Revis liegt. Die einzelnen Kapitel sind nicht zu kurz oder zu lang.


    Die Geschichte wird erneut abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amy und Junior beschrieben, so dass man als Leser näher am Geschehen dran ist. Das hat mir hier gut gefallen und mit zu meinem Lesevergnügen beigetragen.

    Das Cover/der Buchtitel:
    Ich liebe das Cover. Es ist um Längen schöner gestaltet, als das vom ersten Band. Die Farben und die ganze Gestaltung sind stimmig und es sticht direkt ins Auge. Es wirkt alles sehr harmonisch.
    Der Titel passt hier ebenfalls gut. Da hier wieder der Name der Godspeed vorkommt, hat es Wiedererkennungswert zum ersten Band. Der Untertitel "Die Suche" passt ebenfalls, da Junior es sich zur Aufgabe macht, die Zentauri-Erde zu finden.


    Fazit:
    Hierbei handelt es sich um eine mehr als überzeugende Fortsetzung einer Trilogie, mit einer atemberaubenden Handlung, tollen Protagonisten und einer etwas anderen Gesellschaftsstruktur als beim Vorgänger. Auch dieser Band regt zum Nachdenken an und hat einige interessante ethische Aspekte beleuchtet.


    5ratten

    Die Geschichte:
    Die 15-jährige Allie, die das Verschwinden ihres Bruders nicht verkraftet hat, wird von ihren Eltern, nachdem sie zum wiederholten mal von der Polizei verhaftet wurde, auf das dubiose Internat Cimmeria geschickt. Ihre Eltern halten sie über das Internat sehr im Dunkeln und sie hat auch noch nie etwas davon gehört. Schnell merkt sie, dass da alles anders ist, als auf ihren bisherigen Schulen. Hier regiert die "Schulelite" und alle fragen sich, woher Allie kommt und was sie da zu suchen hat. Zu Beginn fühlt sie sich noch sehr unwohl dort, doch nach und nach lebt sie sich ein, findet Freunde und verliebt sich. Doch dann geschieht ein Mord und immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Und hinter allem steht die Frage, was hat eigentlich Allie damit zu tun?


    Ich muss zugeben, dass ich insgesamt mit sehr niedrigen Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Die ganze Geschichte hörte sich für mich zuvor nach einem billigem Abklatsch vieler anderer Bücher an. Doch nach anfänglichen Zweifeln, wurden diese schnell zerstreut. C.J. Daugherty deutet immer wieder Geheimnisse an, so dass der Leser denkt, jetzt muss doch was Paranomales kommen. Doch dem ist nicht so. Hinter allem stehen menschliche Handlungen und echte Personen und keine Fantasywesen. Das hat mir zur Abwechslung mehr als gut gefallen. Dazu sind die Geheimnisse so geschickt in die alltägliche Handlung mit eingesponnen, dass es einfach nur Spaß macht davon zu lesen.
    Im weiteren Verlauf ist das Buch wahnsinnig spannend und hat mich durch eine innovative, ausgeklügelte und überraschende Handlung überzeugt.
    Zwar kommen auch immer wieder Jugendbuch-Klichees darin vor und die ganze Internat-Thematik ist nichts Neues, aber das hat mich wenig gestört.
    Dazu kommt die authentische Liebesgeschichte. Allie verliebt sich nicht gleich Hals über Kopf, wie in so vielen anderen Büchern, sondern testet aus und lernt die beiden Jungs, die sie unterschiedlich umwerben, nach und nach besser kennen. Man merkt richtig, wie sie sich dann schließlich verliebt, so dass ihre Gefühle echt und authentisch wirken.


    Die Protagonisten:
    Allie ist eine toughe Protagonistin, die ihre rebellische Phase durchmacht, dazu zeigt sie die eine oder andere Panikattacke. Nach und nach verändert sie sich, hat aber auch immer ihre Ecken und Kanten, was sie sehr sympatisch macht.
    Insgesamt sind Allie und auch alle anderen Protagonisten gut und detailliert ausgearbeitet und wirken sehr überzeugend. Zwar gibt es auch hier das eine oder andere Klischee, aber das fällt nicht übermäßig auf.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist wie für ein Jugendbuch typisch recht einfach gehalten und flüssig zu lesen. Der Spannungsbogen baut sich nach und nach auf und durch detaillierte Beschreibungen des Internates und der Personen, ist man als Leser schnell mitten im Geschehen.
    Die ganze Geschichte wird aus der Perpektive von Allie geschildert (personaler Erzähler).

    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover ist mal etwas völlig anderes und sticht angenehm individuell aus der Masse der anderen Jugendbücher hervor. Es wirkt sehr geheimnisvoll.
    Der Titel hat mich zuerst sehr in die Irre geführt, da ich dabei an einen Vampirroman gedacht habe. An sich passt bei diesem Teil der Obertitel "Night School" noch nicht so gut, da die Night School da noch nicht übermäßig viel vorkommt und man zuerst nur sehr wenig davon erfährt. Dennoch dürfte es zu den Folgebänden passen.


    Fazit:
    Bei "Night School" handelt es sich um eine etwas andere Jugendbuch-Reihe, die nichts mit Vampiren oder sonstigen paranomalen Elementen zu tun hat. Der Mix aus Internat, Verschwörung und erster Liebe ist wunderbar erfrischend und individuell gestaltet.


    4ratten

    Rezension
    Die Geschichte:
    Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, in der eigentlich nicht viel passiert.
    Die beiden Freundinnen Lu und Charlie, kennen sich schon, seitdem sie klein sind und sind eigentlich unzertrennlich. Charlie kommt mit ihrem Schwarm Linus zusammen und sie vergisst dadurch einen für Lu wichtigen Auftritt. Nach einem Streit, haben beide eine Vision, in der sie sterben werden und zwar nicht einfach so, jemand will sie umbringen.
    Ähnlich ist es Lus Bruder ergangen, der zwei Monate danach bei einem Unfall ums Leben kam, doch nur Charlie weiß davon.
    Deshalb glaubt sie von Anfang an, dass die beiden Sterben müssen und hält es nicht nur für einen Traum, so wie Lu.
    Als dann noch Sunshine, die in der Vision vorkam, in deren Leben tritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.


    Die Geschichte ist aus Charlies Sicht verfasst, so dass es viele Einblicke in ihre Gefühlswelt gibt.
    Von den ersten Seiten an, war ich gefesselt. Es ist spannend und mir gefällt sehr gut, dass es in einer Kleinstadt spielt, da ich selber in einer aufgewachsen bin.
    Die Geschichte ist vielschichtig und spricht viele Probleme an, die Jugendliche zu bewältigen haben.
    Von der ersten Liebe, bis hin zu dem Streit bester Freundinnen und Eifersucht. Darunter leidet aber keineswegs der Haupterzählstrang der Todesvision.
    Alles wirkt schlüssig und ist gut durchdacht.


    Einzig die Leichtfertigkeit über den Umgang mit Drogen und Alkohol finde ich für ein Jugendbuch bedenklich, da sich Jugendliche schnell ein Beispiel daran nehmen und nicht jeder das objektiv betrachten kann.


    Die Protagonisten:
    Die Protagonisten haben mir komplett gut gefallen. Jedes der drei Mädchen ist völlig unterschiedlich und sehr gut ausgearbeitet, so dass alles zusammenpasst.
    Ich konnte mich direkt in die drei und vor allem Charlie hineinversetzten. Ich mag ihre lockere Art und ihr manchmal loses Mundwerk. Dazu sind ihre Gefühle durchweg nachvollziehbar, was sie sehr sympatisch macht.

    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist locker, offen, direkt, flüssig zu lesen und spannend. Wie typisch für ein Jugendbuch ist es auch teilweise in Jugendsprache verfasst, was aber gut dazu passt und nicht weiter stört. Gefühle werden sehr schön dargestellt und intensiv geschildert und sind durchweg nachvollziehbar.

    Das Cover/der Buchtitel:

    Das Cover zeigt die drei Mädchen, Charlie, Lu und Sunshine und ist sehr ansprechend gestaltet.
    Ich mag die Farbgestaltung sehr gerne.
    Der Buchtitel passt perfekt zu der Thematik und dem Setting.


    Fazit:
    Ein wirklich spannendes, wundervolles Jugendbuch, dass mit einem gemeinen Cliffhanger endet, so dass ich es kaum bis zum nächsten Band aushalten kann.
    4ratten

    Rezension
    Die Geschichte:
    Starters spielt in einer Welt nach dem sogenannten Sporenkrieg, bei dem alle Erwachsenen gestorben sind, da die Impfung, die gegen die Sporen geholfen hat, nur an Kinder und alte Menschen vergeben wurde.
    So hat auch Callie keine Eltern mehr und auch sonst keine Angehörigen und muss sich mit ihrem Bruder Tyler alleine durchschlagen. Mit Michael, einem Freund, leben die Beiden in verlassenen Häusern und ernähren sich von Essenresten.
    Doch als sie auch ihre letzten Habseligkeiten verlieren und Tyler immer kranker wird, beschließt Callie ihren Körper an die Body Bank zu verkaufen. Bei ihrer dritten Buchung sollte sie einen Monat weg sein, wacht aber schon nach einer Woche auf und merkt schnell, dass das nicht ohne Grund passiert ist...


    Die Idee der Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert und die Idee seinen Körper zu vermieten und nicht zu wissen, was währenddessen mit ihm passiert, finde ich einfach nur gruselig. Der Konflikt zwischen Kindern/Jugendlichen und alten Menschen, finde ich sehr gut dargestellt und nachvollziehbar.
    Starters ist der erste Band einer neuen Dystopie, die, wie es dafür typisch ist, eher eine düstere Grundstimmung vorweist.
    Es weißt dazu einen guten Spannungsbogen auf und hat mich direkt mitgerrissen. Emotionen und Dramatik kommen ebenfalls nicht zu kurz. Ich konnte bei den Geschehnissen richtig mitfühlen und habe das Lesen sehr genossen.


    Zwar kommen viele bekannte Elemente darin vor, die aber gut umgesetzt sind. Die Geschichte ist gut nachvollziehbar, weist nur vereinzelte Logikfehler auf, die mich aber beim Lesen nicht wirklich gestört haben.
    Allerdings hat mir die Liebesgeschichte zwischen Blake, einem reichen Jugendlichen, und Callie nicht wirklich gefallen. Die ist sehr oberflächig behandelt und bei mir ist der Funke dabei nicht übergesprungen.

    Die Protagonisten:

    Die Protagonisten Callie, Tyler und Michael finde ich sehr sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten. Callie tut alles, um ihrem kleinen Bruder das Leben leichter zu machen und lässt sich nicht unterkriegen.
    Über Blake erfährt man eigentlich sehr wenig und obwohl er eigentlich sympathisch dagestellt ist, konnte ich mich nicht so mit ihm anfreunden.
    Viele Protagonisten sind zwar insgesamt nur wenig ausgearbeitet und es fehlt ihnen an Tiefe, aber den Lesefluss stört das wenig.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist einfach gehalten und es ist alles gut erklärt, nimmt aber nicht zu viel Raum in dem Buch ein, so dass es langweilig wirkt. Es herrscht eigentlich durchweg Spannung vor und Lissa Price schafft es Emotionen in dem Leser hervorzurufen.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Mir persönlich etwas zu schlicht, aber dadurch, dass man das Gesicht nicht erkennt, wirkt es geheimnisvoll und macht neugierig.
    Der Titel wurde vom englischen Original übernommen und passt sehr gut, da die Kinder und Jugendlichen in dem Buch "Starters" genannt werden.
    Der zweite Teil wird dann "Enders" heißen. "Enders" werden die älteren Menschen genannt.


    Fazit:
    Eine sehr unterhaltsame, wunderbare Dystopie, mit einigen Logikfehlern, die aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch machen. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich freue mich auf den 2. Teil.


    4ratten

    Rezension
    Die Geschichte:
    Waverly und Kieran sind die ersten auf der "Emphyrean" geborenen Kinder. Deren Eltern gehörten zu den Auserwählten, die die sterbende Erde verlassen durften, um sich auf der "New Earth" anzusiedeln. Neben der "Emphyrean" ist auch das Schwesterschiff "New Horizon" auf dem Weg zur "New Earth". Dieses greift aus heiterem Himmel die "Emphyrean" an und so werden die Mädchen und Jungen getrennt. Die Mädchen werden auf das Schiff "New Horizon" entführt, die Jungen bleiben auf der "Emphyrean". Erwachsene gibt es kaum noch. So beginnt der Überlebenskampf der Kinder, bei dem die Ältesten gerade mal 15 sind.


    Nach dem Klappentext hatte ich mir irgendwie etwas anderes von dem Buch erwartet. Mehr Romantik, weniger Brutalität. Ich finde es sehr erschreckend, dass in einem Jugendbuch so drastisch Gewalt, Manipulation, Vergewaltigung und Ausbeutung von Kindern geschildert wird. Dazu kommen die psychische Gewalt und die krassen Religionskonflikte, die mich erschreckt haben. Viele der Menschen sind scheinbar einfach durchgeknallt, sonst würde man Kinder nicht so behandeln. Was auf den Schiffen anscheinend gefehlt hat, sind Therapeuten. Ich würde keinem 12 jährigen Kind empfehlen so etwas zu lesen.


    Was mir dagegen sehr gut gefallen hat, ist die Umgebung. Es wird sehr gut beschrieben, wie die Menschen auf dem Raumschiff leben und wie das alles möglich ist. Über allem steht das höhere Ziel die "New Earth" zu erreichen und diese zu besiedeln, damit die Menschheit überlebt.
    Bei dem Buch gibt es nicht nur Gut und Böse. Zuerst denkt man, dass die Menschen von der "New Horizon" einfach nur schlecht und böse sind, aber nach und nach kommt raus, dass auch auf der "Emphyrean" nicht alles gut war. Das macht viel der Spannung aus und macht Handlungsweisen im Ansatz nachvollziehbar.



    Die Figuren:
    Waverly ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Sie ist behütet aufgewachsen, aber glaubt an ihre Ideale und lässt sich nichts aufzwingen. Dazu ist sie nicht leichtgläubig und schlau. Sie handelt zwar teilweise sehr unbedacht, aber lernt auch daraus.
    Kieran mochte ich von Anfang an nicht. Er hält sich schon früh für was Besseres, liebt aber Waverly wirklich und sein Handeln ist meist nachvollziehbar.

    Der Schreibstil:

    Der Schreibstil ist sehr spannend, was es mir trotz der massiven Gewalt nicht möglich gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Es wird alles sehr detailliert und emotionsgeladen beschrieben. Außerdem ist es einfach zu lesen und die Handlung geht schnell voran.
    Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben, der von Waverly und der von Kieran, was es dem Leser möglich macht, die Geschehnisse auf beiden Schiffen zu verfolgen.



    Das Cover/der Buchtitel:

    Das Cover ist wunderschön und hat mit dazu geführt, dass ich das Buch gelesen habe. Der Buchtitel passt zum Science-Fiction-Bereich und macht neugierig.



    Fazit:
    Ein spannendes Buch, was aber nicht für zartbeseidete Menschen und 12- Jährige geeignet ist, da es vor physischer und psychischer Gewalt nur so strotzt.
    Ich denke, ich werde die Folgebände dennoch lesen.

    Rezension:
    Die Geschichte:
    Man wird direkt in das Leben von Jade hineingezogen. Man merkt, dass es Geheimnisse in ihrer Vergangenheit gibt, erfährt aber erst ganz zum Schluss, was es wirklich mit ihr auf sich hat. Meine Vermutungen diesbezüglich bewahrheiteten sich nicht. Nina Blazon schafft es immer mich zu überraschen.
    Die Liebsgeschichte zwischen Faun und Jade ist zwar wichtig, aber rückt öfters in den Hintergrund. Dies hat mich allerdings nicht gestört. Ganz im Gegenteil, denn die Geschichte hat so viel mehr zu bieten und es gibt so viele interessante Geheimnisse und Wendungen, so dass ich es gar nicht abwarten konnte das Buch zu Ende zu lesen. Vor allem die Echos haben mich fasziniert und ich habe mich immer wieder gefragt, was es wohl mit denen auf sich hat.
    Das Buch wird von Seite zu Seite spannender und sehr mitreißend. Die Geschichte hat alles, was eine Geschichte braucht Liebe, Spannung, Witz und Tragik.



    Die Figuren:
    Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark.
    Jade ist mir persönlich zwar etwas zu aufbrausend, aber da kommt sie ganz nach ihrem Vater. Mir hat es sehr gefallen, wie sie sich im Laufe des Buches gewandelt und ihren Platz in der Welt gefunden hat. Zum Schluss riskiert sie alles, um ihre Ideale zu verfolgen.
    Faun ist sehr geheimnisvoll und ich habe mich immer gefragt, was hinter seiner Fassade steckt. Er versucht Jade zu beschützen und darf nur Nachts seine Liebe zeigen. Er ist ein toller Charakter der schon sehr viel durchmachen musste, aber trotzdem nicht aufgibt.
    Auch die anderen Charaktere sind eindrucksvoll. Jeder hat seine Geschichte. Es wirkt aber nicht überladen, wenn Nina Blazon auf die einzelnen Charaktere eingeht, sondern sehr passend.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist detailliert und mitreißend und die Geschichte nicht voraussehbar. Nina Blazon schafft es immer die Leser auf die Folter zu spannen und spannend zu schreiben.


    Das Cover:
    Mir gefällt das Cover sehr gut. Das Auge erinnert an das eines Faues und wirkt stimmig und anziehend.

    Der Buchtitel:

    Der Buchtitel passt meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte und dem Geheimnis, was sich hinter Faun verbirgt.


    Fazit:
    Ich konnte nicht die Finger davon lassen und habe es in einer Nacht durchgelesen. Es ist mitreißend und entführt einen in eine fremde, interessante Welt.
    Absolut Lesenswert.

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    Titel: Plötzlich Fee- Winternacht
    Originaltitel: The iron daughter
    Autor: Julie Kagawa
    Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter: 12-17 Jahre)
    Verlag: Heyne Verlag (Oktober 2011)
    ISBN: 978-3453267220
    Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
    Preis: 16,99€



    Kurzbeschreibung laut Amazon:
    Der zweite Band der Feen-Saga: Willkommen im eisigen Reich der Winterkönigin


    So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin steht sie immer zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs in all seinem eiskalten, trügerischen Glanz sieht sie das Unheil in seinem ganzen Ausmaß heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten scheinen mit jedem Tag zu schwinden, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht, längst darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen. Nur Meghan – und Ash, der Winterprinz, dem Meghan ihr Herz schenkte und der sie verlassen hat …

    Über die Autorin
    Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umherspukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky.


    Rezension
    Die Geschichte:
    Winternacht ist eine wunderschöne Fortsetzung von Sommernacht. Meghan muss ihr Versprechen einhalten und geht somit freiwillig an den Winterhof und lebt da als Gefangene.
    Ihr Magie schwindet immer mehr und keiner glaubt ihr, dass es die Eisernen Feen überhaupt gibt. Ash ignoriert sie und sie ist einsam. Dazu friert sie ständig, da es am Winterhof eisig kalt ist.
    Als das Zepter, das dafür steht, wer gerade die Macht in Nimmernie hat, verschwindet, droht ein Krieg zwischen dem Sommer- und Winterhof.
    Meghan und Ash machen sich auf, um das Zepter wiederzuholen und den Krieg zu verhindern.



    Der Einstieg in den zweiten Band, war quasi ab den ersten Seiten gegeben. Ich war beim Lesen direkt wieder in Nimmernie drin und hatte keine Probleme der Story zu folgen.
    Man erfährt in dem Buch sehr schön, wie sich der Winterhof vom Sommerhof unterscheidet und was es da für Wesen gibt. Alles ist dort ganz anders, als am Sommerhof. Dieser Vergleich hat mir außerordentlich gut gefallen.
    Die Geschichte ist gut durchdacht und man erfährt sogar, was mit dem Mann passiert ist, den Meghan jahrelang für ihren Vater gehalten hat.
    Alles passt zusammen und es gibt keine Logikfehler. Die Welt, die Julie Kagawa erschaffen hat, wird weiter ausgebaut und es tauchen immer neue Ideen auf. Ich liebe Nimmernie und die ganzen Feen, die auf unterschiedliche Weise darin auftauchen.
    Es passiert in dem Band wahnsinnig viel, sei es in Sachen Liebe oder in Sachen Gegner. Viele der Gegner aus Band eins kommen erneut vor und auch neue tauchen auf. Auch neue und alte Verbündete kommen nicht zu kurz.
    Der Band ist von der Grundstimmung ernster und hat mich emotionial sehr bewegt.
    Oft sind Folgebände einer Reihe ja immer schlechter, als der erste, aber das trifft hier nicht zu. Ich wurde von den Geschehnissen in den Bann gezogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Langeweile kommt keine auf und es ist ein deutlicher Spannungsbogen vorhanden.


    Die Figuren:
    Meghan ist sich zunehmend ihrer Stärken und Schwächen bewusst und arbeitet daran. Sie hat sich im Vergleich zu Band eins noch weiter entwickelt und reift zusehends. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen. Sie liebt ehrlich und zeigt viele Emotionen.
    Puck taucht auch wieder auf und ist lustig und aufgeweckt wie eh und je. Das Einzige, was mich an dem Buch gestört hat, war allerdings, dass er von Meghan mehr wollte, als der beste Freund sein. Mir hat die Konstellation von ihm als bester Freund einfach besser gefallen. Anonsten hat er aber nichts von seinem Charme verloren.
    Ash ist geheimnisvoll, wie auch zuvor. Man blickt als Leser zuerst nicht durch, wieso er sich so komisch verhält und was sich hinter seiner Fassade verbirgt. Zum Schluss habe ich ihn richtig lieb gewonnen.
    Alle Protagonisten haben Hand und Fuß und sind durchgehend sehr interessant dargestellt.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist spannend und bildhaft. Es kommt keine Langeweile auf und die Atmosphäre des Buches ist wunderbar getroffen. Die Handlung ist nicht vorhersehrbar und es gibt immer wieder Überraschungen. Dazu ist der Schreibstil flüssig, ohne verschachtelte Sätze. Julie Kagawa schafft es, dass ich Nimmernie liebe.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover ist ebenso schön, wie beim ersten Band. Die Farben sind eher kühl gehalten, was ja auch zum Titel sehr gut passt. Es läd zum Träumen ein und ist wunderschön.
    Der Titel passt ebenfalls gut dazu, da Meghan viel Zeit am Winterhof verbringt, wo der ewige Winter vorherrscht.


    Fazit:
    Ein traumaftes Buch und eine mehr als gelungene Fortsetzung, die zum Träumen einläd. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Plötzlich Fee-Herbstnacht".


    EDIT: Amazonlink eingefügt. LG, Saltanah

    Rezension
    Die Geschichte:
    Normalerweise lese ich nicht gerne Elfenbücher, aber dieses hier hat mich mehr als überzeugt.
    Die 16-jährige Meghan fühlt sich nirgendwo dazugehörig und hofft, dass ab ihrem Geburtstag alles besser wird. Doch da ändert sich auf einmal ihr ganzes, bisheriges Leben. Sie erfährt, dass ihr bester Freund Robbie in Wahrheit Puck, eine Fee, ist. Ihr Bruder Ethan wird durch ein Wechselbalg ausgetauscht und ihr wahrer Vater ist Oberon, der Elfenkönig. Dieser ist im ständigen Konflikt mit Mag, der Königen vom dunklen Hof. Meghan will nur ein ganz normales Mädchen sein, begibt sich aber trotzdem ins Feenreich, um ihren Bruder zu finden. So beginnt ihr Abenteuer.
    Die Geschichte ist aus Meghans Sicht geschrieben und zeigt die Abenteuer, wie sie diese erlebt. Obgleich viele Figuren aus Shakespeares "Sommmernachtraum" in dem Buch auftauchen, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich alles wiederholt und es abgkupfert ist. Julie Kagawa hat es wunderbar geschafft altbekannte Figuren mit ihren neuen Ideen zu verweben. Gerade die Idee der Eisenfeen und was dahinter steckt, hat es mir angetan. Die Handlung ist spannend und actionreich. Beim Lesen kommt keine Langeweile auf. Über allem steht das Ziel, dass Meghan ihren Bruder befreien möchte. Sie verliert das Ziel nie aus den Augen. Die Liebesgeschichte zwischen Meghan und Ash, die langsam ensteht, hat die Handlung nicht negativ beeinflusst, sondern positiv unterstrichen.
    Dazu ist das Feenreich wunderbar beschrieben. Ich konnte mir das sehr gut bildlich vorstellen und in diese phantastische Welt eintauchen.
    Das Einzige, was mich irritiert hat ist, dass die Feen da anders dagestellt sind, als ich mir diese vorstelle. Dennoch hat das mein Lesevergnügen nicht negativ beeinflusst.

    Die Figuren:
    Meghan ist zu Beginn noch etwas naiv und hat kein Selbstbewusstsein. Sie möchte dazu gehören und ist daher eher unglücklich. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich. Sie wird mutig und zielstrebig und lässt sich nicht unterkriegen. Sehr sympatisch macht sie, vor allem die Liebe zu ihrem Bruder. Sie riskiert alles für ihn und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten. Ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar und oftmals ziemlich clever.
    Robbie ist der typische beste Freundtyp. Er hält zu Meghan und tut alles für sie, ist lustig und aufgeweckt. Robbie ist ein sehr liebenswürdiger Protagonist.
    Ash, der Winterprinz, ist zuerst sehr verschlossen und kühl, macht aber auch im Buch eine Wandlung durch.
    Alle Protagonisten wurden sehr schön ausgearbeitet und man erfährt nach und nach mehr über diese.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist spannend und bildhaft. Es kommt keine Langeweile auf und die Atmosphäre des Buches ist wunderbar getroffen. Die Handlung ist nicht vorhersehrbar und es gibt immer wieder Überraschungen. Dazu ist der Schreibstil flüssig, ohne verschachtelte Sätze.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover ist wunderschön und läd zum Träumen ein. Es ist anziehend und hat dazu geführt, dass ich das Buch überhaupt in die Hand genommen habe.
    Der Titel passt zu der Geschichte und der Tatsache, dass der erste Teil hauptsächlich am Sommerhof des Elfenreiches spielt.


    Fazit:
    Das Buch verspricht sehr schöne Lesestunden mit Dramatik, Action und überraschenden Wendungen. Ein grandioser Auftakt zu einer grandiosen Serie, der mich wahrlich umgehauen hat.

    Rezension
    Die Geschichte:
    "Dark Canopy" entführt den Leser direkt in eine Welt nach dem 3. Weltkrieg (nach Großbritannien). Die Percents, die im Krieg als Waffe benutzt wurden, herrschen über die Menschen. Sie verdunkelten den Himmel und halten die Menschen in Städten gefangen. Es ist eine düstere, trostlose Welt, in der einige Rebellenclans außerhalb der Städte leben. Diese versuchen zu überleben und sich nicht unterjochen zu lassen. Zu einem solchen Clan gehört Joy. Für sie ist klar, dass die Percents Monster und alle gleich sind; es gibt keine Individualität.
    Schließlich wird sie gefasst und muss bei Neél leben, von da an gerät ihre ganze Welt und Weltanschauung ins wanken.


    Meine Meinung:
    Das Buch ist düster, die Welt trostlos und hart. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da man direkt in das Geschehen reingestoßen wird und ich einige Sachen nicht verstanden habe. Danach bin ich aber schnell reingekommen und konnte nicht genug kriegen.
    Ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, bei dem ich so eine Gänsehaut beim Lesen bekommen habe.
    Die Autorin beschreibt schonungslos, wie das Leben nach dem Krieg mit Unterdrückung und Brutalität einhergeht. Dabei wirkt nichts überzogen, sondern sehr authentisch.
    Mir hat auch sehr gut gefallen, dass beide Seiten, die der Menschen und der Percents, beleuchtet wurden und man so beide Seiten irgendwie nachvollziehen kann.
    Zum Schluss gibt es einen fiesen Cliffhanger, der dafür sorgt, dass ich es kaum noch abwarten kann den 2. Teil zu lesen.


    Die Figuren:
    Joy ist eigensinnig, wird schnell wütend, ist vorlaut und unverbesserlich. Für sie gibt es zuerst nur Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Das ändert sich zunehmend und sie entwickelt sich. Sie hat ein hohes Ehrgefühl, macht aber oft Fehler.
    Neél gibt sich zunächst als böser Percent, doch schnell wird klar, dass mehr hinter ihm steckt. Ich finde es sehr gelungen, wie der Leser nach und nach mehr über ihn erfahren kann und ich konnte zunehmend Sympathie für ihn entwickeln. Er ist ein vielschichtiger Protagonist.
    Die Entwicklung der beiden und deren Beziehung ist sehr schön zu lesen und wunderbar dargestellt.

    Der Schreibstil:

    Die Stärke des Buches liegt vor allem in der Sprache. Jennifer Benkau hat einen wunderbaren Schreibstil, der flüssig zu lesen ist und zwischenmenschliche Beziehungen vortrefflich beleuchtet. Außerdem schreibt sie sehr bildhalft, so dass man schnell in der Geschichte drin ist und einfach mitfiebern muss.


    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover passt zu der ganzen Grundstimmung des Buches, das eher düster ist. Man sieht den verdunkelten Himmel, der durch das "Dark Canopy" ausgelöst wird, was wiederrum sehr schön zum Buchtitel passt.


    Fazit:
    Ein grandioses Buch, das mit Spannung, Tiefgang und starken Emotionen einhergeht.
    Gänsehaut ist garantiert. Diese Buch muss man einfach lesen.

    Rezension
    Die Geschichte:
    Die Geschichte spielt in dem London der Zukunft. Nach einem großen Krieg, ist nichts mehr, wie es vorher war. Die sogenannten Vlads (Russen) treiben die Menschen dazu an, London nach und nach abzureißen, immer auf der Suche nach dem sagenumwobenen Artefakt. Die Menschen, die das machen müssen, nennen sich Räumer. Auch die Hauptfigur Cass ist, mit ihrem Vater und ihrem Bruder Wlibur, so ein Räumer.
    Doch die meisten Menschen glauben nicht, dass es das Artefakt wirklich gibt, außer Wilbur, der ist fest davon überzeugt und sucht Hinweise in Comicheften.
    Eines Tages treffen Cass und Wilbur Peyto und Erin, die keine Räumer zu sein scheinen und recht wenig von der Welt wissen. Die Beiden hoffen auf Hilfe von den Geschwistern. Damit verändert sich alles und das Abenteuer beginnt. Doch die Zeit rennt, denn es bleiben den Vieren nur 6 Tage das Artefakt zu finden, denn sonst wird die Welt untergehen.


    Meine Meinung:
    Es fällt mir sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Am Anfang dachte ich, es wäre nur wieder eine Dystopie, wie es viele auf dem Markt gibt, aber dem ist nicht so. Es tauchen Bereiche aus anderen Genre auf und die Dystopie an sich rückt irgendwann in den Hintergrund. Die Geschehnisse und überraschenden Wendungen haben mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Es passiert so viel, mit dem ich nicht gerechnet habe und das Ende ist grandios.
    Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass die Geschichte in London spielt. Ich liebe London und bin schon öfters da gewesen. Es war sehr interessant beim Lesen die Orte, die erwähnt wurden, wieder zu erkennen und sich diese so vorzustellen, wie sie in der Geschichte aussehen müssten.


    Die Figuren:
    Cass ist ein 15-jähriges Mädchen, das schon früh lernen musste, was ihre Aufgaben sind. Sie war mir von Anfang an sehr sympatisch, da sie teilweise wie ein typischer Teenager ist, aber sich auch um ihren Bruder und Vater sorgt. Sie hilft direkt Peyto und Erin, obwohl das für sie gefährlich ist. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzten.
    Wilbur, der kleine Bruder von Cass, ist ein kleiner Träumer und glaubt fest daran, dass es das Artefakt gibt. Keiner hört ihm zu und trotzdem gibt er nicht auf. Er ist ein toller Protagonist und mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen.
    Erin ist zeitweise sehr zickig, hat aber ihre Gründe und ich kann sie sehr gut verstehen.
    Peyto ist ein eher stiller Protagonist, aber passt gut in die Geschehnisse rein.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, was mich am Anfang irgendwie gestört hat. Aber da die Geschichte aus der Sicht von Cass geschrieben ist und die ja erst 15 ist, passt es ja auch irgendwie. Im Laufe der Geschichte, habe ich das dann auch nicht mehr so wahrgenommen.
    Ansonsten ist der Schreibstil spannend und flüssig zu lesen. Unbekannte Begriffe und Gegenden werden sehr schön anschaulich erklärt und man kommt gut mit.


    Das Cover:
    Das Cover mag vielen als zu langweilig erscheinen. Mir gefällt's aber, da es was anderes ist, als der Einheitsbrei, der zur Zeit erscheint. Man sieht darauf die Hochhäuser von Londern und es verbreitet eine Endzeitstimmung, was ich sehr passend finde.


    Der Buchtitel:
    Der Buchtitel passt einfach zu dem Kernpunkt der Geschichte. Cass und ihre Freunde haben nur 6 Tage Zeit um das Artefakt zu finden und somit, ist der Titel sehr passend.


    Fazit:
    Das Buch hat mich völlig umgehauen und es hat keine Nacht gedauert, bis ich das durchgelesen hatte. Es ist überraschend und mitreißend bis zum Schluss.

    Rezension
    Die Geschichte:
    Das Buch entführt uns in eine Welt, wie sie in der Zukunft sein könnte. Alles wird vom System überwacht und kontrolliert. Keiner lernt schreiben, weil alles am Computer abläuft. Das Essen wird geliefert und auf Vitamin- und Nährstoffgehalt abgestimmt. Eigene Wünsche gibt es da nicht und nur zu besonderen Anlässen gibt es etwas anderes zu essen. Jeder Mensch stirbt im Alter von 80 Jahren. Krankheiten sind fast ganz ausgerottet und Partnerschaften werden bestimmt. Auch die Freizeit darf nur selten selbst bestimmt werden. Die Menchen verlernen das eigenständige Denken und vergessen größere Zusammenhänge. Dies sind nur einige der Beispiele, was alles geregelt und kontrolliert wird.
    Cassia lebt in dieser Welt, kennt nichts anderes und akzeptiert diese völlig. Doch dann kommt die Wende. Als sie ihren Chip kriegt, auf dem gespeichert ist, wen sie heiraten wird, taucht kurz ein anderes Gesicht auf; das von Ky. Ab da hinterfragt Cassia das System und ist immer weniger davon überzeugt, dass das alles so richtig ist.

    Am besten hat mir der Hintergrund der Geschichte gefallen. So erschreckend ein völliger Überwachungsstaat auch ist, es ist vorstellbar. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass es sowas wirklich geben könnte. Zwar wirkt vieles noch sehr weit hergeholt, aber beim längeren Nachdenken, hatte ich schon das Gefühl, dass es möglich ist. Zwar ist die Idee nicht neu, aber gut umgesetzt.
    Die Geschichte fängt sehr langsam an. Es passiert nicht viel und man lernt erst mal das sorgenlose Leben von Cassia kennen.
    Begleitet wird das Buch von einem Gedicht von Dylan Thomas, was im Laufe der Geschichte mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Es zeigt deutlich das Hauptthema des Buches. Man soll sich nicht einfach mit seinem Schicksal abfinden. Da von dem System nur 100 Bücher und Gedichte ausgewählt wurden, die weiter bestehen durften (alle anderen wurden verbrannt), wird deutlich wie viel Macht das geschriebene Wort da haben kann.
    Der Wandel von Cassias Gefühlen und ihr langsames Hinterfragen des Systems hat mir sehr gut gefallen und mich in seinen Bann gezogen. Ich brauche nicht immer spannungsgeladene Bücher mit jeder menge Action, um diese gut zu finden.
    Die Figuren:
    Cassia ist ein Mädchen, daset ich direkt ins Herz geschlossen habe. Sie ist eigentlich keine Rebellin und wären ihre Gefühle nicht, würde sie wahrscheinlich so handeln, wie es die Gesellschaft will. Dennoch hinterfragt sie nach und nach alles und entwickelt sich. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten.
    Auch die anderen Figuren sind sympatisch und gut gewählt.
    Am interessantesten ist aber Ky, da man am Anfang fast nichts über ihn erfährt. Er ist geheimnisvoll und man merkt schnell, dass er etwas verbirgt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mehr über ihn zu erfahren.


    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Zuerst wird alles sehr objetiv erzählt und es kommen keine Gefühle rüber. Erst nach einiger Zeit wird der Schreibstil etwas emotionaler. Spannung kommt so gut wie gar nicht auf, da auf den Seiten einfach nicht viel passiert. Es wirkt eher wie ein sehr langer Prolog. Dennoch habe ich das Buch zügig gelesen und mochte es.



    Das Cover/der Buchtitel:
    Das Cover finde ich sehr passend. Es zeigt ein Mädchen in einer Glaskugel/Blase. Das verdeutlicht sehr, dass Cassia eigentlich in einer heilen Welt gelebt und das drumherum gar nicht wahrgenommen hat. Außerdem zeigt es deutlich, wie sie in dem System gefangen ist.
    Den Buchtitel finde ich nicht ganz glücklich gewählt, zielt aber denke ich auf die Auswahl des Partners ab. Der Originaltitel "Matched" ist passender.



    Fazit:
    Ein schönes Romantasy-Buch, wenn man mal etwas zwischendurch lesen möchte, was nicht durch Spannung und nervenaufreibende Action dominiert. Ein gutes Buch für Zwischendurch, ohne den Wow-Effekt.