Beiträge von Kanya

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Inhalt
    Callista und ihre Familie führen ein abgeschiedenes Leben in einem kleinen Dorf umgeben von einem Wald. Außer ihr Dorf und ein kleines Stück vom Wald hat sie nie etwas kennengelernt. Die Menschen leben mach den strengen Regeln des Phönix, der einst ihre Welt vor endgültigen Zerstörung bewahrte. Doch ist sich Callista nicht sicher, ob sie den Platz in der Gemeinschaft einnehmen kann, der ihr vorbestimmt ist. Als eines Tages ihr Bruder Jona im Wald verschwindet, der von einer gefährlichen Kreatur heimgesucht wird, versucht sie alles um ihn zusammen mit ihrem Freund Lukan zu retten und stößt dabei auf Unglaubliches.


    Meine Meinung
    Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Bisher kannte ich noch kein Buch des Autors, aber "Phönix" klang einfach unglaublich spannend. Nach dem Lesen muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat, es mir aber schwer fällt eine Rezension zu schreiben ohne zu viel zu verraten. Schon alleine die Genreeinteilung ist nicht leicht. Alles hat ein Fantasyfeeling, die Welt in der Callista lebt, wirkt aber eher wie ein postapokalyptische Welt, denn es gab einmal Maschinen, diese sind aber mittlerweile verboten, weil sie beinahe die Erde zerstört haben. Beschützt werden die Menschen von Phönix, der sie alle gerettet hat, was dem Ganzen auch einen religiösen Touch verleiht.


    So ist das Buch vielschichtig und hat viel mehr zu bieten als man zunächst denkt. Ich fand es wirklich spannend, auch wenn es zunächst recht ruhig anfängt. Man lernt die Welt des Buches kennen. Doch verbirgt sich hinter allem ein großes Geheimnis. Das Geheimnis der Welt konnte ich schon viel zu früh lüften, was mir einiges an Lesespaß genommen hat, dabei ist die Wendung eigenlich grandios und die ganze Idee bietet ein riesiges Potenzial, das in den Folgebänden noch mehr ausgebaut werden kann.
    Außerdem ist das Buch voller Gefahren und auch actionreiche Szenen finden ihren Platz.


    Die Figuren des Buches gefielen mir im Großen und Ganzen ebenfalls. Callista muss noch einen Platz in der Welt finden, liebt Lukan und ist eigentlich genervt von ihrem kleinen Bruder. Doch als er verschwindet unternimmt sie alles um ihn zu finden, ist tapfer und zielstrebig und dazu hat sie von Lukan das Bogenschießen gelernt. Allerdings ging es mir etwas auf die Nerven, wie oft Callista von Lukan schwärmt und sie sich nur noch mehr in ihn verliebt. Es hat fast den Anschein, dass sie ihn vorher gar nicht richtig kannte und ihn erst im Laufe des Buches richtig kennenlernt.
    Lukan dagegen blieb mir etwas zu blass dargestellt. Ich konnte keinen richtigen Bezug zu ihm finden und es wunderte mich, dass er Callista auch die abwegigsten Sachen glaubte.
    Jona dagegen fand ich sehr liebenswürdig, wenn auch etwas seltsam. Auch er muss einen Platz in der Welt noch finden.


    Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch, dabei leicht und locker zu lesen und voller Emotionen. In meinem Kopf entstand ein wahres Kopfkino und ich habe das Buch sehr genossen. Der Fokus des Buches liegt auf Callistas Perspektive, es werden aber auch andere Perspektiven geschildert, was sehr gut zusammenpasst.


    Das Ende ist hochemotional und bietet einen ziemlichen Cliffhanger, sodass ich mehr als gespannt darauf bin, wie es weitergeht. Für mich war dieses Buch ein sehr gelungener Auftakt, auch wenn mir nicht alles gefallen hat.


    Fazit
    "Phönix" bietet einen spannenden Weltenentwurf und einen Plot der durchaus zu unterhalten weiß. Mich konnte das Buch zwar nicht komplett überzeugen, aber dennoch bekommt es sehr gute vier Sterne von mir und ich bin gespannt, was mich im nächsten Band erwarten wird.


    4ratten

    Inhalt
    Marin lebt auf einer Insel, auf der sich alle 14 Jahre der Tag und die Nacht abwechseln. Sobald die 14 Jahre Nacht beginnen, müssen Marin und die anderen Inselbewohner die Insel verlassen. Zuvor muss alles auf einem ganz bestimmten Platz gestellt werden und die Häuser müssen ohne Makel zurückgelassen werden. Wieso das so ist, versteht Marin erst als sie zusammen mit ihrem Bruder Kana und ihrem Freund Line ihr Boot verpasst und auf der Insel zurückbleibt.


    Meine Meinung
    "Tochter der Flut" gehört zu den Büchern, von denen ich zuvor nur wenig gehört habe. Dennoch konnte es meine Neugierde wecken und die Idee der Insel finde ich spannend. Denn in Marins Welt gibt es nicht wie bei uns ganz normal Tag und Nacht. Sie kennt nur den Tag, bis nach 14 Jahren die Nacht hereinbricht, die dann wiederum 14 Jahre anhalten wird. Sie und die anderen Inselbewohner leben nur in den 14 Jahren des Tages auf der Insel, dann müssen sie diese verlassen.
    Als Marin und ihre Freund Line eine Hexenstatue am Meeresgrund finden und den allseits bekannten Satz des Dorfes "Die Häuser müssen ohne Markel sein" dort vorfinden, wird alles sehr mysteriös.


    Ich fand es spannend herauszufinden, was hinter allem steckt. Manches fand ich vorhersehbar, anderes wiederum konnte mich überraschen. Über allem schwebt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Der Plot ist zunächst sehr ruhig. Es passiert nicht viel und man begleitet die Inselbewohner bei ihren Vorbereitungen zum Verlassen der Insel, die zunächst sehr seltsam wirken. Erst nach und nach macht alles Sinn und nachdem Marin, Line und Kana zurückbleiben, wird der Plot zunehmend spannender und konnte mich fesseln.


    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, passt aber zu der Geschichte. Die Beschreibungen der Insel fand ich sehr ansprechend und bildlich. Das Buch wird aus Marins, Lines und Kanas personaler Erzählperspektive geschildert, allerdings muss ich sagen, dass mir die Figuren zu blass und oberflächig beschrieben sind und ich keinen richtigen Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Dabei fand ich Kana noch am faszinierensten, da er immer blind war bis die Nacht hereinbricht, ab da kann er sehen, was zu einigen Geheimnissen führt.


    Das Ende ging mir persönlich zu schnell und ich hätte mir noch mehr Antworten auf meine Fragen gewünscht, da das Ende auch einfach sehr offen ist. Dennoch konnte mich das Buch alles in allem gut unterhalten.


    Fazit
    "Tochter der Flut" ist ein geheimnisvolles Buch mit einer interessanten Idee. Es ist zwar nicht perfekt, konnte mich aber dennoch gut unterhalten, sodass ich knappe vier Sterne vergebe. Ich kann es vor allem jungen Lesern empfehlen.


    4ratten

    Ich habe gerade gemerkt, dass ich hier noch gar nichts geschrieben hatte. Aber natürlich habe ich das Buch an dem Abend noch beendet und ich fand es wirklich großartig.


    Es ist so toll, wie Mia den anderen hilft und fast im Alleingang alles zu schaffen scheint. Ihre Fähigkeiten als Dunkelinn sind krass. Dass Cassius stirbt hat mich irgendwie überrascht, so muss Mia schon wieder von alleine rausfinden, was eine Dunkelinn wirklich ist.
    Da finde ich das Buch, dass ihr der Archivar zuspielt, echt spannend.


    Toll finde ich auch, dass der Wolf nun in Mias Schatten lebt. Das kann noch schön viele Konflikte im 2. Band zwischen Herrn Freundlich und ihn führen. Ob MIa damit noch stärker ist?


    Außerdem fand ich es klasse, wie sie ihr Versprechen gegenüber Tic eingelöst hat und seinen Großvater ermordet hat. Als sie ihm sagt, dass sie Tic vermisst, tat sie mir echt leid. Nun muss sie durch alles alleine durch.


    Ich bin gespannt, wann man Mias Bruder trifft, weil er scheint ja noch zu leben und ob dieser überhaupt was von Mia und ihren Eltern weiß, oder nicht eher treu zu ihren Feinden steht. Immerhin war er noch ein Baby.


    Auf jeden Fall finde ich den Abschluss gelungen und wünschte, dass ich direkt weiterlesen könnte. Was ein tolles und außergewöhnliches Buch!

    Inhalt
    Mia Corvere hat alles verloren und ist gerade so mit ihrem Leben davon gekommen. Ihr Vater wurde erhängt, ihre Mutter und ihr Bruder eingesperrt. Als sie von Mercurio aufgenommen und ausgebildet wird, verfolgt sie nur noch ein Ziel. Sie will Rache üben. Mercurio bildet sie zur Assassine aus und bereitet sie auf ihre weitere Ausbildung in dem Assassinenorden die "Rote Kirche" vor. Doch Mia ist kein normales Mädchen, sie ist eine Dunkelinn und so hat sie als ständigen Begleiter eine Schattenkatze dabei, die in ihrem Schatten lebt und ihre Angst trinkt. Als Mia in die "Rote Kirche" gelangt, erwartet sie eine schreckliche Ausbildung, die nur die wenigsten überleben.


    Meine Meinung
    Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Mittlerweile habe ich sehr viele unterschiedliche Meinungen gehört und jetzt nachdem ich es beendet habe, kann ich verstehe wieso. "Nevernight- Die Prüfung" ist ein Buch, das man entweder liebt oder abbricht. Der Stil ist eigen und das ganze Buch ist heftig, brutal und der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund.


    Mias Geschichte wird von jemandem erzählt, der Mia kannte und meint ihre Geschichte erzählen zu müssen und diese deshalb aufschreibt. Dadurch fühlt man sich vor allem zu Beginn als Leser direkt angesprochen. Diese Art die Geschichte zu erzählen fand ich sehr passend, weil das Buch nicht direkt aus Mias Sicht geschrieben ist, sondern aus der Sicht eines Außenstehenden, der Mia gut kannte, aber sich dennoch alles direkt um Mia dreht. Außerdem gibt es unglaublich viele Fußzeilen, die teilweise eine dreiviertel Seite lang sind, die Ergänzungen zu der Welt oder sonstige Erklärungen bieten. Manche Fußzeilen sind auch einfach nur humorvolle "Zwischenrufe" des Erzählers. Diese Fußzeilen können teilweise den Lesefluss stören, allerdings finde ich es so gelungen geschrieben, dass sie wirklich unterhaltsam sind und eine tolle Ergänzung bieten. Wer sie allerdings als störend empfindet, kann sie auch einfach weglassen. Ich habe es versuchsweise getestet und man kann auch den Zusammenhang des Ganzen verstehen ohne die Fußzeilen zu lesen. Dass man hier die Wahl hat, finde ich sehr gut.


    Der restliche Schreibstil des Autors ist ebenfalls nicht für jeden etwas. Wie schon erwähnt nimmt er kein Blatt vor dem Mund. Er beschreibt blutige und brutale Szenen genauso detailliert, wie Sexszenen oder wie jemand stirbt, bleibt dabei realistisch, aber nutzt auch gerne mal Schimpfwörter. Dennoch wirkt es dadurch nicht zu viel des Guten. Er schafft die perfekte Balance, sodass man diesem bildlichem Schreibstil einfach nicht entkommen kann. Außerdem herrscht in dem ganzen Buch eine ganz besondere, düstere und gefährliche Atmosphäre vor, die aber wunderbar durch einen schwarzen Humor und Sarkasmus aufgelockert wird. Große Gefühle und Ängste spielen eine Rolle und ich konnte mich dem Sog des Buches zu keiner Zeit entziehen.


    Auch die Protagonisten sind speziell. Man muss sich nichts vormachen. Mia ist kein liebes Mädchen, dass dadurch Sympathien weckt. Sie ist knallhart, hat einiges durchgemacht und würde für ihre Ziele ohne zu bedenken töten. Nicht umsonst macht sie so eine Ausbildung. Sie hat eine unglaublich facettenreiche und tiefgründige Persönlichkeit und trotz ihrem Antihelden-Dasein, würde sie für die, die ihr etwas bedeuten alles tun und hat auch ihre Menschlichkeit noch nicht ganz verloren, was ich echt spannend fand. Außerdem finde ich ihre Fähigkeiten, die sie als Dunkelinn hat, total faszinierend. Denn sie hat nicht nur die Schattenkatze, die ihr hilft, sondern kann noch viel mehr mit den Schatten ausrichten.
    Neben Mia stehen noch anderen Figuren im Vordergrund, allen voran die Schattenkatze, die Mia Herr Freundlich nennt und die Mia mit Rat und Tat zu Seite steht, was zu einigen unterhaltsamen Dialogen führt. Auch die anderen Assassinen sind unglaublich spannend und viele konnten mich mit ihrem Verhalten immer wieder überraschen.
    Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Lesen sprachlos war und nur gedacht habe, ob das jetzt wirklich passiert ist?


    Die Welt Buches ist ebenfalls großartig, komplex und vielschichtig. Es gibt so viel zu entdecken und alles ist so wunderbar dargestellt, sodass ich gar nicht genug davon bekommen konnte.
    Zudem ist der Plot abwechslungsreich, spannend, actiongeladen, voller Emotionen und so voller Überraschungen. Immer wenn man denkt, es kann doch eigentlich nicht mehr schlimmer kommen, setzt der Autor noch eins drauf. Es gibt auch viele ecklige Stellen und so viel Blut. Dieses Buch ist wirklich nichts für zartbesaitete und auch meiner Meinung nach nur für Erwachsene etwas.


    Mir ist es schon lange nicht mehr so schwer gefallen zu beschreiben, wieso mich ein Buch so überzeugt hat. Es ist beeindruckend und einfach so anders. Ich konnte es gar nicht mehr weglegen und wünschte ich hätte schon die Fortsetzung.
    Das Ende konnte das Ganze noch einmal steigern. An sich ist dieser Auftaktband ziemlich abgeschlossen, aber das Ende macht unglaublich neugierig, weil schon angedeutet wird in welche Richtung Band zwei gehen wird. Für mich war dieses Buch definitiv eins meiner absoluten Jahreshighlights.


    Fazit
    "Nevernight- Die Prüfung" ist ein Buch, dass die Leser spalten wird. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr es mich begeistert hat, aber ich kann auch gut diejenigen verstehen, die mit dem Buch nichts anfangen können. Es ist sehr speziell, aber gerade das mochte ich so an dem Buch. Es ist brutal, düster, schrecklich, aber auch humorvoll und Mia ist mir, obwohl sie eher eine Antiheldin ist, ans Herz gewachsen. Jeder sollte sich selbst ein Bild von dem Buch machen, aber ich kann es definitiv empfehlen. Es war eins meiner absoluten Highlights.


    5ratten

    Oh mein Gott. Was für eine Wendung. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass Ash und hier Bruder hinter allem stecken. Da hat der Autor mich an der Nase herumgeführt und ich war geschockt und entsetzt als sie ausgerechnet Tric tötet. ich mochte ihn so gerne und ich hätte ihm so sehr ein Wiedersehen mit Mia gewünscht.


    Ich bin aber froh, dass Mia nachdem sie so kaltschnäuzig gewonnen hat und Tric auf ihre Art geholfen hat, die letzte Prüfung verweigert. Dann hätte sie das ausgelöscht, was sie trotz ihrer Taten liebenswert macht und das wäre einfach schade gewesen.


    Was mich nicht überrascht hat, aber was ich so unglaublich gut fand, war, dass Mia im Klingenkampf so gut ist und Tric austachelt, damit er gewinnt und sie schließlich das Gegengift findet.
    Hush hat mich da schon überrascht. Ich dachte erst, er wäre der Mörder, aber das war er dann doch nicht. Mit seinem Herumschleichen sieht er wohl einfach viel und es sagt viel über Mia aus, dass selbst er ihr helfen möchte.


    Dass Ash und ihr Bruder für die Luminati arbeiten, hätte ich auch nicht erwartet, obwohl es logisch ist, aber bisher habe ich die Morde nie mit ihnen in Verbindung gebracht. Nun sind Geheimnisse der Assassine-Gilde gelüftet und ich bin gespannt, ob Mia wenigsten den Rest noch retten kann.


    Ich lese jetzt definitiv noch den Rest. Vorher kann ich nicht schlafen.