Beiträge von nirak

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    Spannende Einblicke in die Kunst des Buchdrucks


    Magdalena Morhart ist die Frau des Buchdruckers zu Württemberg. Sie leben und arbeiten im Tübingen des Jahres 1554. Leider wird Magdalena früh Witwe. Nun steht sie allein da mit einer Druckerei und einem Stiefsohn, der nicht davon angetan ist, dass nun eine Frau die Druckerei leiten soll. Getrieben von der Angst um ihre Zukunft macht die junge Witwe Fehler und bringt nicht nur den Stiefsohn gegen sich auf, sondern auch die Bürger der Stadt. Sie hat keinen leichten Stand und kämpft um das Überleben ihrer Familie und ihr eigenes.


    Mit dem Roman „Die Herrin der Lettern“ über die Buchdruckerin Magdalena Morhart legt die Autorin Sophia Langner ihr Debüt vor. Sie hat es verstanden, von dieser Frau und ihrer Familie zu erzählen. Das Leben in einer Druckerei wird ausführlich geschildert, aber auch das Leben in Tübingen im 16. Jahrhundert hat sie wunderbar wiedergegeben. Die Zusammenhänge von Buchdruck und Handel wurden schlüssig erläutert.


    Mir hat die Art und Weise, wie Sophia Langner ihre Geschichte erzählt gut gefallen. Sie hat ihren Protagonisten Leben eingehaucht und sie so agieren lassen, wie es ihrer Zeit wohl entsprochen hat.

    Das Leben in der Mitte des 16. Jahrhunderts war nicht gerade einfach und sich zu behaupten auch so schon schwierig genug. Die Autorin hat es gut verstanden, die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit in ihre fiktive Handlung einzubinden. Nicht nur die Tatsache, dass eine Frau eine Druckerei führen will, ist schwierig, die Umstände der Zeit sorgen dafür, dass Magdalena noch so manch andere Hürde zu meistern hatte. Allem voran die Pest, die auch in dieser Zeit kurz aufflackerte und Tübingen überrollte.


    Zwischendurch hatte ich zwar schon das Gefühl, dass die Autorin ihren Faden verloren hatte, und die Geschichte drohte abzuflachen, aber nur ganz kurz. Schnell nahm die Handlung wieder fahrt auf und wurde schlüssig beendet.


    Überrascht war ich von dem Nachwort, in dem die Autorin Wahrheit und Fiktion voneinander trennte. Wirklich sehr interessant. Leser sollten aber beachten, dass Nachwort erst am Ende zu lesen, da es kleine Spoiler enthält und einiges verraten würde.


    Fazit:


    „Die Herrin der Letter“ ist ein spannender, farbenprächtiger historischer Roman über die Kunst des Buchdruckens. Es erzählt von dem Leben und arbeiten dieser Berufsgruppe, von persönlichen Schicksalsschlägen und auch ein wenig von der Liebe. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.


    4ratten

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    Neue großartige Familiensaga


    Jann Wilken hat nur einen Wunsch, er will Schiffe bauen. Schiffe die größer und schneller sind als alles, was sie je gebaut haben. Er verbringt seine Zeit auf der Baustelle in Warfstede. Sein Vater aber legt ihm Steine in den Weg, denn Jann ist nur der Bastard von Wilke Tammen Osinga. Dieser regiert sein Kirchspiel mit harter Hand und schreckt auch nicht davor zurück, die eigene Familie zu erniedrigen. Zudem treibt der Jähzorn den Mann in eine blutige Fehde gegen Enne Rycken, der schon seit jeher als Feind betrachtet wird. Als Jann gerade seine wahren Gefühle für Jorien, die Tochter des Schiffsbauers entdeckt, geschieht eine Katastrophe und nichts ist mehr, wie es einmal war.


    „Im Zeichen des Löwen“ ist der Start einer neuen Reihe des Autors Daniel Wolf. Erzählt wird die Geschichte der Friesen im 14. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die fiktive Familie Osinga aus Warfstede. Ihr Leben und wirken wird glaubhaft geschildert. Das Leben geht seinen Weg oft auf ungewöhnlichen Weise, gerade Jann bekommt dies deutlich zu spüren. Der junge Mann wird auf eine harte Probe gestellt.


    Eine Vielzahl von Protagonisten prägen das Bild und lassen ein längst vergangenes Friesland auferstehen. Ich habe sehr gern von Jann und seiner Familie gelesen. Nicht nur die grausame Fehde ist Bestandteil dieser Geschichte, auch die Entstehung der Hanse und ihre Zusammenhänge werden erläutert. Der Schiffsbau dieser Zeit nimmt einen großen Teil dieser Handlung ein und der Handel wird auch nicht außer Acht gelassen. Der Autor hat seine fiktiven Charaktere wunderbar mit den historischen Fakten verwoben und eine vergangene Epoche lebendig werden lassen. Friesland erscheint einem fast, wie ein fernes Land, dabei liegt es ja quasi vor der Haustür.


    Der Erzählstil von Daniel Wolf ist nicht nur leicht und flüssig zu lesen, sondern bildhaft und facettenreich. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, so sehr war ich gefesselt von der Geschichte rund um Jann und seiner Familie. Der Autor hat es verstanden, ein aussagekräftiges Bild dieser Epoche zu beschreiben. Dabei hat er nicht nur grausame Schlachten beschrieben, sondern auch davon erzählt, wie sich das Leben gestaltet hat. Über Liebe und Krieg und auch Umweltsünden ist alles vorhanden, was es braucht um gut zu unterhalten.


    Fazit:


    „Im Zeichen des Löwen“ ist ein aufregender historischer Roman, der mich nicht losgelassen hat. Dieser Roman umfasst ca. 900 Seiten, die sich aber weg gelesen haben, wie nichts. Viel zu schnell war das Buch zu Ende. Jetzt heißt es wieder warten, bis der nächste Teil erscheint.


    5ratten

    Ich schließe mich hier gern auf mit an. Das Wetter war heute richtig schön, mit viel Sonnenschein, das heitert einen doch wenigsten ein bisschen auf.


    Ich lese gerade den neuen Roman von Daniel Wolf - Im Zeichen des Löwen, habe aber nur noch so ca. 100 Seiten und danach mal schauen.


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    Heute habe ich zudem noch sehr liebe Buchpost bekommen. Das Buch ist signiert und sollte eigentlich auf der LBM vorgestellt werden.


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    Krimi mit Tiefgang


    Der Hauptkommissar Hinnerk Matthiesen steht vor einem Rätsel. Es gab gleich mehrere Leichenfunde rund um Eckernförde und Kiel. Dass diese Toten etwas verbinden muss, ist schnell klar, so viele Leichen in einem so kurzen Zeitraum kann kein Zufall sein, aber was steckt dahinter? Als wäre dies nicht schon genug, taucht ein pensionierter Polizeibeamter auf und erzählt von einem Mord der schon einige Jahre zurückliegt. Dieser Tote wiederum, war auf der Suche nach Goldbarren, die in den letzten Wochen des Krieges 1945 geraubt und versteckt wurden. Wie hängt das alles zusammen, wer steckt hinter all dem und sind noch mehr Menschen in Gefahr? Diese Fragen und noch so einige mehr, stellt sich Matthiesen.


    Jörg Rönnau erzählt einen spannenden Krimi, der im Herzen Schleswig-Holsteins spielt. Auf zwei Zeitebenen erfährt der Leser von dem Gold und wie die Morde zustande kamen, aber immer schön langsam dosiert.


    Die Spuren der Goldbarren unterbrechen immer wieder die Handlung und geben Einblicke in die Zeit nach dem Krieg. Durch diese kleinen Zeitenwechsel bleibt die Suche nach den Tätern spannend. Ich fand es interessant.


    Ebenso gewährt Jörg Rönnau private Einblicke in das Leben des Hauptkommissars. Man lernt den Kommissar und sein Leben so langsam kennen. Ich hoffe doch, es wird noch weitere Fälle mit Hinnerk Matthiesen geben. Er ist ein sympathischer Ermittler mit trockenem Humor und einer Familie, die nicht nur Hinnerk auf Trab halten.


    Der Erzählstil ist dabei locker gehalten und weist einen feinsinnigen Humor auf, den ich sehr mag. Einzelne plattdeutsche Worte und Redewendungen haben ebenfalls den Weg in diesen Krimi gefunden und machen die Handlung glaubwürdig. Die einzelnen Charaktere fügen sich gut in die Handlung ein und wirken authentisch. Es passt nicht nur alles zusammen, auch fügt sich langsam ein Teil zum anderen und lassen logische Schlussfolgerungen zu. Am Ende passt alles zusammen.


    Ein kurzes Nachwort klärt zum Schluss noch schnell Fiktion und Wahrheit. Es war i nformativ. Ich lese immer ganz gern am Schluss, warum und wieso etwas so geschrieben wurde und nicht anders.


    Fazit:


    „Kriegsgold“ ist ein schöner Holstein-Krimi, der mich wunderbar unterhalten hat. Er war spannend, informativ und kurzweilig zu lesen. Gerne mehr davon.


    5ratten

    Ihr Lieben, ich mache jetzt mal einen Vorschlag für einen Starttermin. Da ich über Ostern eine Woche weg bin, wäre mit der 18.4. am Liebsten. Falls Ihr andere Termine (später) lieber hättet, bitte kurz hier melden.

    Anmeldung für ein FE wäre dann bis 3.3. möglich.

    Hallo der Termin ist für mich auch in Ordnung.

    Allerdings müsste dann die Anmeldung nicht bis 03.04 laufen??? Der 3.3 war ja nun schon:/

    Das Buch steht ganz oben auf meiner Wunschliste und da ich es unbedingt lesen möchte, wäre ich gern mit dabei.

    Eine Leserunde habe ich auch schon länger nicht mehr mitgemacht, da hätte ich auch mal wieder Lust drauf :)


    Das Format des Freiexemplares ist mir eigentlich egal. Printform wäre schön, muss aber nicht sein :love:

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    So einfach ist das Leben einer Begine nicht


    Anna Ehinger hat sich dazu entschlossen, ihr Leben als Begine zu leben. Zurzeit ist sie für den Dienst im Spital der Stadt Ulm eingeteilt. Das Leben als Begine ist am Anfang des 15. Jahrhunderts aber nicht so leicht, wie erwartet. Die eigentlich freien Frauen sind der Kirche ein Dorn im Auge und so stehen sie unter besonderer Überwachung. Im Spital ist Anna dabei, als ein schwer verwundeter Mann eingeliefert wird. Er verstirbt und es stellt sich heraus, es war kein natürlicher Tod. Anna stellt sich die Frage, was ist hier passiert? Ihre Neugier treibt sie dazu, der Sache auf den Grund gehen zu wollen. Einzig der Sichenmeister Lazarus steht ihr zur Seite. Gemeinsam gehen sie auf Spurensuche und geraten dabei selbst in Gefahr für Leib und Leben.


    „Die Begine von Ulm“ ist der Auftakt einer neuen historischen Reihe von Silvia Stolzenburg. Die Handlung hat die Autorin in das Jahr 1412 gelegt. Anna ist eine Begine, die sich eigentlich sicher ist, diesen Weg gehen zu wollen, bis sie auf den Mönch Lazarus trifft. Dieser ist der Sichenmeister im Spital zu Ulm. Auch er ist davon überzeugt den richtigen Weg gewählt zu haben, bis er auf Anna trifft. Die gemeinsame Spurensuche und die darauf erfolgenden Ereignisse bringend die beiden einander näher.


    Die Handlung ist gut aufgebaut, die Spannung steigt langsam und hält sich bis auf die letzten Seiten. Gleichzeitig bekommt man einen schönen Einblick in das Leben dieser Epoche. Vor allem, da es gerade für die Beginen nicht immer einfach war. Mir hat gut gefallen, wie Anna in Szene gesetzt wurde. Ihre Gedanken und Handlungen waren durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht immer logisch. Zudem ist es der Autorin gelungen, nicht nur einen Einblick in das Gerichtswesen dieser Zeit zu gewähren, sondern auch von der Struktur der Stadt zu erzählen. Entstanden ist ein schönes Gesamtbild der Zeit.


    Der lockere und flüssige Erzählstil von Silvia Stolzenburg trägt zudem dazu bei, dass sich das Buch schnell lesen ließ. Die Charaktere hat sie dabei glaubhaft gezeichnet. Mir hat es Spaß gemacht, von Anna und Lazarus zu lesen.


    Fazit:


    Mit der Begine Anna Ehinger und dem Mönch Lazarus hat Silvia Stolzenburg ein Ermittlerteam erschaffen, welches Freude bereitet, man darf gespannt sein, was diese Zwei noch erleben werden und wie stark ihr Glaube sein wird. Ich freue mich auf weitere Ereignisse aus dem Leben dieser beiden.


    4ratten

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    Wenn Fantsay und Historie aufeinander treffen


    Hannah und ihr Mann, der Templer Gero von Breydenbach, ist die Flucht in das Jahr 2015 gelungen. Im abgelegenen Norwegen bereiten sie sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor. Aber Ruhe finden die zwei dennoch nicht. Der Agent Jack Tanner sucht sie immer noch und wird auch fündig. Eine rechtzeitige Warnung sorgt dafür, dass Hannah und Gero, sowie ihre Freunde ins Jahr 1315 fliehen können. Hier hoffen sie auf eine glücklichere Zukunft, aber da ist noch der ältere Bruder von Gero. Er ist nicht gut auf ihn zu sprechen und macht gemeinsame Sache mit der Inquisition. Gero und Hannah sehen sich alten und neuen Feinden gegenüber. Kann ihr Leben in der Vergangenheit noch eine Zukunft haben?


    Der vorliegende Roman „Das Erbe der Templer“ ist nun schon der fünfte Band um den Templer Gero von Breydenbach und seine Kameraden. Ich habe mich schon sehr auf diese Fortsetzung gefreut und ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich mag die Fantasygeschichte rund um den Templer aus dem 14. Jahrhundert sehr gern. Dadurch, dass er und seine Frau ständig durch die Zeit springen, ist es für mich eher Fantasy, als historischer Roman. Der Gedanke des Timeservers gefällt mir sogar sehr gut. Auch gefällt mir die Idee, dass es die Templer sind, die so ein brisantes Geheimnis gehütet haben. Allerdings war mir in diesem Teil dann doch zu wenig Historisches vorhanden. Es ging immer wieder um die Zeitsprünge und wenn es gerade mal schwierig wurde, kam die Rettung aus der Zukunft. Auch hatte ich das Gefühl, die Geschichte in sich wird immer brutaler. Wer nicht mehr ins Bild passte, wurde kurzerhand umgebracht. Martina André schildert diese Szene detailreich und anschaulich. Ihre Kampfszenen lassen nichts aus.


    Noch zu Beginn gab es zwei Handlungsstränge, die Parallel zueinander gelaufen sind. Zum einen natürlich der Erzählstrang von Gero und Hannah. Von ihrer erneuten Flucht in die Vergangenheit und ihrem Leben dort, oder davon, wie es hätte aussehen können. Der zweite Handlungsstrang erzählt von Paul Colbach, der in Luxemburg lebt und sich eigentlich mit seiner Frau zur Ruhe gesetzt hat. Jack Tanner stellt auch ihm nach, aber je weiter die Handlung voranschritt, umso weniger erfährt man noch von Paul. Nur zum Ende hat er noch mal einen kleinen Auftritt, genauso erging es auch noch einem anderen Protagonisten-paar. Ich fand es fast ein bisschen schade, dass diese Charaktere so aus den Augen verloren wurden oder einfach nicht mehr genug Platz für sie im Buch vorhanden war. Der Roman hat ja schon stolze 874 Seiten und ist damit der Teil mit der höchsten Seitenzahl. Aber für Liebhaber dieser Reihe kann es wohl nicht genug Seiten geben. Ich hätte gern gelesen, wie es den anderen ergangen ist und was sie am Ende bewegt hat.


    Fazit:


    „Das Erbe der Templer“ ist durchaus eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Dieser Teil schließt direkt an seinen Vorgänger an und ich kann nur empfehlen alle Bücher dieser Reihe zu lesen, da man sonst vielleicht nicht alle Vorgänge versteht. Allerdings habe ich ihn ein weniger schwächer empfunden, was vermutlich daran lag, dass mir zu wenig historische Handlungen geliefert wurden. Aber trotz allem warte ich nun wieder sehnsüchtig darauf, dass es irgendwann mit Gero und Hanna weitergeht.


    4ratten

    Steht dem Vorgänger in nichts nach


    Aleydis de Bruinker ist früh Witwe geworden. Ihr Mann Nicolai Golatti, der eine erfolgreiche Wechselstube führte, ist viel zu früh verstorben und hat die junge Frau, mit einem Berg voller Sorgen, allein gelassen. Im Köln des Jahres 1423 stellen sich die Feinde der Familie Golatti die Frage, kann eine Frau allein so ein Geschäft überhaupt führen? Aleydis stellt sich dieser Aufgabe und muss bald erkennen, ihr Mann hat nicht nur diese Wechselstube betrieben, sondern sich eine Schattenwelt aufgebaut. Intrigen und Erpressung waren sein Geschäft und die Witwe muss nun sehen, wie sie aus dieser Bedrohung heil herauskommt. Dann wird auch noch ein Brandanschlag auf die Mörderin von Nicolai verübt. Aleydis kann nicht anders, sie will unbedingt herausfinden, was dahinter steckt. Zu ihrem Leidwesen muss sie ausgerechnet den Gewaltrichter Vinzenz van Cleve um Hilfe bitten. Gemeinsam versuchen sie das Leben von Nicolai zu ergründen.


    „Der Ring des Lombarden“ ist der zweite Band der Lombarden-Reihe, dies ist nun der langersehnte Nachfolgeband zu „Das Gold des Lombarden“. Die Bücher sind aber durchaus unabhängig voneinander lesbar. Es gibt einige Rückblenden, die dafür sorgen, dass man keine wichtigen Informationen verpasst und die Handlung um ein weiteres Verbrechen wird aufgeklärt. Allerdings wäre es sicherlich nur der halbe Spaß, liest man den Vorgänger nicht.


    Im Mittelpunkt steht auch hier wieder Aleydis de Bruinker. Ihre Heimat ist Köln im Jahre 1423. Sie ist früh Witwe geworden und muss nun irgendwie mit ihrem Erbe fertig werden. Das allein ist schon schwierig genug, doch zu allem Übel kommt auch noch dazu, dass jeder sie wieder verheiraten will oder nur schlechtes von ihr denkt. Die Idee eine Handlung über die Art und Weise, wie im 15. Jahrhundert Verbrechen, die man heute wohl als Kapitalverbrechen bezeichnet, zu schreiben, hat mir gut gefallen. Aleydis wird unverhofft mit dieser sogenannten Schattenwelt konfrontiert und muss zu sehen, wie sie damit fertig wird. Der Autorin ist es gut gelungen, diese Geschäfte darzustellen und erzählt glaubwürdig, wie eine junge Witwe mit diesem Erbe umgehen muss. Die weitreichenden Auswirkungen der Handlungen des verstorbenen Ehemannes werden glaubhaft erläutert und auch, was dies alles für Aleydis de Bruinker bedeuten könnte.


    Ich fand es spannend, zu lesen, wie Aleydis sich ihrem Schicksal stellt und was sie daraus macht. Ihr Umfeld schildert die Autorin detailgetreu und die Dialoge der Protagonisten sind zwischendurch immer wieder amüsant zu lesen, vor allem in Bezug auf Vinzenz van Cleve. Hier spürt man schon, wie es knistert und eigentlich ist nicht die Frage, ob die zwei ein Paar werden, sondern eher wann die zwei ein Paar werden. Auch hat Petra Schier die Beweggründe, wie ihre Charaktere handeln, wunderbar ausgearbeitet. Vor allem bei Vinzenz wird gut vermittelt, was ihn antreibt. Sein Vorleben erschließt sich so nach und nach und macht neugierig auf mehr.


    Fazit:


    „Der Ring des Lombarden“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Das Gold des Lombarden“. Er setzt nicht nur dort an, wo Teil 1 endet, sondern führt die Handlung weiter. Einige Fragen werden geklärt aber auch neue tun sich auf und so darf man durchaus gespannt sein, was noch alles auf die junge Witwe zu kommen wird. Ich freue mich schon jetzt auf Band 3, der leider erst im nächsten Jahr erscheint.


    5ratten

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    Eine Familie zwischen Recht und Gesetz


    Binz, ein kleiner Ort auf Rügen. Ruhig, verschlafen und romantisch liegt es direkt an der Ostsee. Hier steht das Grandhotel. Es ist elegant und neu und birgt so manches Geheimnis. Hier ist Bernadette von Plesow zu Hause. Sie hat alles getan, damit dieses Hotel in vollem Glanz erstrahlen kann. Ihre Kinder hat sie hier aufgezogen und auf ihr Erbe vorbereitet. Ihr Sohn Constantin scheint ganz in ihre Fußstapfen zu treten, er hat bereits sein eigenes Hotel in Berlin. Alexander, der eher ruhig und mit bedacht agiert, steht Bernadette im Grandhotel zur Seite. Josephine, ihre Tochter ist die Künstlerin in der Familie. Sie will anderes sein, will Leben und ihren eigenen Weg gehen. Alles scheint so zu laufen, wie geplant, aber dann ist da noch das große Geheimnis, welches allen Wohlstand mit einem Schlag beenden könnte und auch Constantin in Berlin scheint Geheimnisse zu haben.


    „Die nach den Sternen greifen“ wird als Beginn einer Familiensaga angekündigt, ich gebe zu, ich dachte zunächst schon wieder eine? Und auch wieder in den 20 iger Jahren. Auf den ersten Seiten lies es sich dann auch, wie nette Unterhaltung. Ein Hotel, eine Patriarchin und Kinder, die sich auflehnen. Alles dies ist vorhanden, aber dann gab es eben doch Wendungen, die so nicht vorhersehbar waren.


    Der Erzählstil ist leicht und flüssig zu lesen und vor allem abwechslungsreich. Mal ging es im rasanten Tempo voran, das Berlin der 20 iger Jahre wird geschildert und nimmt mit dem Varieté, welches zum Astor-Hotel von Constantin gehört, Gestalt an. Dann geht es wieder ruhig und beschaulich in Binz weiter. Hier hat man Zeit, Luft zu holen.


    Die Protagonisten sind so verschieden, wie nur möglich. Constantin ist der moderne Mann, dem alles gelingt. Josephine die verträumte Künstlerin und Alexander der ruhige Mann, der alles richtig machen möchte. Sie alle gehören als Geschwister zusammen, aber gehen doch ihre eigenen Wege. Vor allem Josephine macht die größte Entwicklung durch. Auf den ersten Seiten ist sie noch die verwöhnte Tochter, der alles zufliegt. Erst im Laufe der Handlung wird sie zu einer selbstbewussten Frau, die ihren Weg gehen kann. Am Anfang bin ich mit ihr nicht recht warm geworden. Ihre Art war mir zu zickig und verwöhnt. Aber je mehr ich von ihr las und von ihren Sorgen erfuhr, umso sympathischer wurde sie mir. Bei Constantin war es genau umgekehrt. Er hat mir von der ersten Seite an gefallen. Erst später änderte sich dieses, warum? Kann ich leider nicht erzählen, sonst müsste ich spoilern und das mag ich nicht. Alexander war wohl der einzige Charakter, der so ein bisschen nebenher lief und den ich nicht wirklich einschätzen konnte. Und natürlich Bernadette selbst, sie hat alle Fäden in der Hand und will ihre Familie zusammen halten. Ihr Leben schien so einfach und glatt zu laufen, aber auch sie hat mich überrascht.


    Neben der Familie wird aber auch von dem Dienstpersonal erzählt. Vor allem die Geschichte von Marie, dem ersten Zimmermädchen des Grandhotels. Ihr Leben wird facettenreich geschildert und hat mir gut gefallen. Die Entwicklung, die sie durchmachen musste, ist schlüssig. Mit ihr wird eben auch klar, dass ein großes Hotel nicht von allein läuft und das Personal aus Menschen mit Fehlern besteht. Marie steht für diese Menschen.


    Mir hat gut gefallen, dass nicht nur die Handlung spannend und gleichzeitig unterhaltsam war, sondern vor allem das die Charaktere nicht gleich auf den ersten Blick zu durchschauen waren. Die Wendungen, die die Geschichte nimmt, waren so nicht zu erwarten. Die Geschichte ist rasant und nicht so vorhersehbar, ich fand sie überraschend anders.

    Fazit:


    Ich habe schon einige Bücher von Caren Benedikt gelesen, sie schreibt ja unter einigen anderen Namen ebenfalls historische Romane, aber für mich war „Das Grandhotel“ bis jetzt ihr bester Roman und ich bin gespannt, wie die Geschichte um das Grand, wie es immer wieder liebevoll genannt wird, weitergeht. Ich hoffe, dass wir auf Band 2 nicht zu lange warten müssen.


    5ratten

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    Der Krähe vierter Fall


    Und schon wieder gibt es einen Toten in Frankfurt. Ein Journalist wurde Tod aufgefunden. Er war an einer großen Story dran, aber leider hat er keine Hinweise hinterlassen, an was er gearbeitet hat. Mara Billinsky steht wieder einmal vor einem Rätsel. Aber nicht nur der tote Journalist macht ihr Sorgen, ein Einbruch ohne Grund und ohne Beute und eine Mordserie ohne Spuren, beschäftigen Mara und ihr Team. Und als wenn die Kommissarin damit nicht schon genug zu tun hätte, bekommt sie auch noch Besuch aus ihrer Vergangenheit. Dabei übersieht sie wichtige Details, bis es fast schon zu spät ist.


    Mara Billinsky ermittelt in ihrem vierten Fall. Vorab die Frage kann man die Thriller einzeln lesen? Ja, man kann, aber sollte man es auch? Nein, eher nicht. Mara ist eine ganz spezielle Kommissarin und man kann ihr Handeln besser nachvollziehen, kennt man sie von Anfang an. Sie ist dickköpfig, eigenwillig und knallhart. Die einzelnen Fälle werden natürlich aufgeklärt, genau wie in diesem vorliegenden Fall.


    Mara und ihr Team gehen wie gewohnt vor. Mara, ohne lange Fragen zu stellen, immer vorneweg und ihr Partner Rosen etwas zögerlicher hinterher. Auch wenn die junge Frau auf ihrer Dienststelle inzwischen angekommen ist, gibt es doch auch immer noch einige Spannung zwischen ihr und ihrem Chef. Diese Gespräche erlauben auch mal ein kleines Schmunzeln und geben einen Einblick in Maras Umfeld und ihren Umgang mit dem Vorgesetzten.


    Allerdings waren die Hintergründe in diesem vorliegenden Fall doch ziemlich offensichtlich. Ich hatte sehr schnell einen Verdacht, um was es ging und wer mit involviert war. Auch wenn ich am Ende recht Behalten habe, war auch dieser Band wieder Lesegenuss pur, obwohl ich nicht unbedingt Wurstbrötchen dabei hätte essen wollen. Warum? Das müsst ihr schon selbst herausfinden.


    Der Erzählstil war, wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Es gefällt mir gut, dass die Kommissarin nicht so als Überflieger dargestellt wird. Sie hat Ecken und Kanten und Probleme und darf diese den Lesern auch zeigen. Nicht nur der Kriminalfall wird gelöst, auch gibt es einige Einblicke in das Privatleben von Mara.


    Fazit:


    „Blutige Gnade“ ist ein Thriller, der einen nicht loslässt. Ich hatte diesen Roman wieder in nur wenigen Stunden gelesen. Allerdings gab es in diesem Fall auch etwas zum Nachdenken und überdenken des eigenen Verhaltens. Die Schicksale dieser Menschen waren erschütternd und beängstigend zugleich, bedenkt man, dass es so eine Geschichte genauso gegeben haben könnte oder sich gerade irgendwo auf der Welt abspielt. Wieder ein Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend war und blieb.


    5ratten

    3 Frauen, 3 Schicksale, eine Stadt


    Es ist Weihnachten 1918, der Krieg ist beendet, aber in Berlin tobt das Chaos. Alle hoffen darauf, endlich wieder ein normales Leben aufnehmen zu können, aber immer wieder sorgen Straßenschlachten dafür, dass keine Ruhe eingekehrt. Als Vera sich auf den Weg, zu einem Arzt macht, um Arzneien für die Mutter zu holen, bekommt sie deutlich zu spüren, wie gefährlich die Straßen noch immer sind. Sie begegnet dem charismatischen Matrosen Benno und kann seine Bitte um eine Unterkunft nicht abschlagen. Allerdings gibt es da noch Fritzi, Bennos Freundin aus Zeiten vor dem Krieg. Die junge Frau ist ebenfalls in der Stadt, um ihren Benno zu suchen. Auch Hanna kehrt in dieser Zeit nach Hause zurück. Sie hat als Krankenschwester an der Front gedient und soll nun in ihr altes Leben zurückkehren, aber geht das so einfach? Die Fabrikantentochter will mehr vom Leben. Sie will ihre Zukunft selbst bestimmen, genau wie Vera und Fritzi. Träume auf eine selbstbestimmte Zukunft verbindet die drei Frauen und die Stadt in der sie leben. Berlin!


    In drei unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt Elke Schneefuss aus der Stadt Berlin. Die Stadt hat einen großen Krieg hinter sich, die Menschen hoffen auf eine bessere Zukunft, aber die Politik gibt keine Ruhe. In den Straßen kämpfen die einzelnen Gruppierungen gegeneinander. Bis innerhalb der Familien zieht sich dieser Streit. Die Autorin hat die schwierige Lage in der Stadt gut gezeichnet. Ich hatte durchaus Bilder vor Augen. Sie stellt ihre Protagonisten so nach und nach vor und erzählt von deren Schicksalen. Schneefuss schildert ausführlich, wie sich alles entwickelt und wie es weitergehen soll. Von den Träumen und von der harten Realität.


    Mir hat gut gefallen, wie die Autorin aus dem Leben dieser Charaktere erzählt hat. Ihre Protagonisten entstammen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und haben doch gemeinsam, dass sie um ihr Überleben und vor allem um ihr weiterleben kämpfen müssen. Die Dramatik dieser Jahre hat die Autorin dabei gut eingefangen. Allerdings laufen diese drei Handlungsstränge fast nur nebeneinander her und verbinden sich nicht richtig. Als es dann endlich richtig losgehen könnte, ist der Roman auch schon zu Ende. Ich hätte sehr gern mehr davon gelesen, wie Vera ihre Träume verwirklicht, was für Hürden Hanna zu überwinden hatte und wie Fritzi ihr Leben in den Griff bekommen hat. Sicherlich klären sich diese Dinge auf den letzten Seiten ein wenig, aber selbst mit dabei zu sein, wäre schöner gewesen. Ich hoffe auf einen zweiten Band, der noch mehr auf diese dramatische Zeit eingeht und mehr aus dem Leben dieser Charaktere erzählt.


    Fazit:


    „Die Frauen vom Alexanderplatz“ ist ein schöner historischer Roman aus dem Nachkriegsberlin des Jahres 1918. Die drei Frauen sind starke Persönlichkeiten und geraten trotz allem an ihre Grenzen. Es macht Spaß sie dabei zu beobachten, wie sie ihre Probleme meistern. Sicherlich ist nicht alles perfekt, aber der angenehme Erzählstil der Autorin ermöglicht ein zügiges Lesen und vermittelt das Gefühl mitten dabei zu sein. Dies war mein erster Roman dieser Autorin, aber ich werde die Augen offen halten und hoffe auf einen zweiten Band. Zugern würde ich weiterlesen.


    4ratten

    Interessante Fortsetzung


    Im Jahre 1794 erhält Jean Michael Cardell Besuch von einer Frau. Ihr ist anzusehen, dass sie nicht vermögend ist. Sie erzählt ihm von ihrer Tochter, die in ihrer Hochzeitsnacht getötet wurde. Als Schuldiger wird der Bräutigam verhaftet. Dieser ist von Adel und wird statt in den Kerker in ein Irrenhaus eingewiesen. Die Mutter ist davon überzeugt, dass der Täter ihr Schwiegersohn nicht gewesen ist, aber man glaubt ihr nicht und so bittet sie Cardell um Hilfe. Dieser nimmt die Sache in die Hand und stößt auf gefährliche Wahrheiten. Immer in der Hoffnung, der Frau zu helfen macht er weiter und gerät selbst an seine Grenzen.


    „1794“ ist die direkte Fortsetzung von „1793“ und auch wenn die Handlung kurz nach Ende des ersten Teils beginnt, ist es nicht unbedingt erforderlich, den ersten Teil gelesen zu haben. Die Tat ist eine andere, auch wenn die Stadt die gleiche ist. Zudem gibt es immer mal wieder kleine eingestreute Rückblenden, die das Grauen erahnen lassen, welches die Protagonisten durchlebt haben. Allerdings hat mich dieser Teil nicht ganz so überzeugt, wie der Vorgänger. Der Einstieg war mir zu verworren, die beschriebene Handlung schien zunächst nichts mit der Geschichte zu tun zu haben und war zudem recht lang, obwohl dieser erste Handlungsstrang für sich allein wiederum spannend war und einiges über die Kolonialpolitik Schwedens zu erzählen hatte.


    Wie schon beim Vorgänger ist auch hier das Jahr in vier Handlungsabläufe unterteilt und erzählt die Ereignisse des Jahres. Der Erzählstil ist dabei erwartungsgemäß düster und zeitweise recht grausam und direkt.

    Die Schilderungen hingegen was Land und Leute betrifft, waren wieder gut, aber auch brutal. Der Autor scheut nicht dafür zurück, ins Detail zu gehen. Auch hier fliegen die Fäuste, was zu Zahnverlust und Knochenbrüchen führt. Schonungslos berichtet er, wie gerade die Menschen der Unterschicht leben mussten. Wer nichts hatte, hatte nichts zu lachen. Der tägliche Kampf ums Überleben, war immer mit dabei. Niklas Natt och Dag hat es verstanden, die politische Situation und das Leben der einfachen Leute, miteinander zu verbinden. Entstanden ist ein Roman über das Leben im ausgehenden 18. Jahrhundert in Stockholm.


    Das Ende allerdings kam dann ziemlich überraschend und abrupt und war für mich kein Ende. Ich vermute mal, im nächsten Jahr wird es einen weiteren Band geben, vermutlich mit dem Titel 1795? Ich würde ihn lesen, da ich unbedingt wissen möchte, wie die Handlung weitergeht, auch wenn ich 1794 nicht so eindrucksvoll fand wie den Vorgänger. Einige Handlungsabläufe waren mir zu langwierig, ohne direkt auf die eigentliche Handlung Bezug zu nehmen. Anderes schon fast zu brutal. Dafür war es aber spannend, zu sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben, oder auch nicht. Jean Michael Cardell bei seiner Arbeit zusehen, kann man vermutlich nicht als Vergnügen betrachten, aber gefesselt hat er mich dann letztendlich doch.


    Fazit:


    „1794“ schildert schonungslos das Leben in Stockholm im Jahre 1794. Im Ganzen gesehen hat mir die Fortsetzung gut gefallen, obwohl ich zu Beginn einige Probleme hatte. Der Einstieg war mir nicht so leicht gefallen. Die ersten 100 Seiten erzählen eine Geschichte, die ich nicht mit dem Handlungsort Stockholm verbinden konnte, nichtsdestotrotz ich das Geschehen auf diesen Seiten durchaus spannend fand. Erst als es dann später mit dem Jean Michael Cardell weiterging, war ich von der Geschichte angetan. Ich bin jetzt mal gespannt, ob die Vermutung mit einem weiteren Band eintreffen wird.


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    Unterhaltsamer 5. Teil


    Eine junge Frau ist gewaltsam zu Tode gekommen. Sie wird erschlagen in der Henkersgasse aufgefunden. Alles an dieser Frau ist seltsam, nicht nur, dass sie nicht in diese Straße passt, auch ist sie eigenartig geschminkt und ihre Kleidung weist darauf hin, dass sie keine arme Frau war. Serafina kann nicht widerstehen und beginnt ihre Fragen zu stellen. Es dauert auch nicht lange, bis sie Verdächtige hat. Eigentlich hat sie selbst aber auch genug zu tun, der Stadtapotheker Joans will mal wieder ihre Armenapotheke schließen lassen und dann bekommt sie auch noch Besuch von ihrem Bruder. Die Lage könnte nicht verzwickter sein.


    Dies ist bereits der fünfte Fall für Serafina und es wird nicht langweilig, im Gegenteil. Ich mag diese Reihe, sie ist nicht nur leicht und locker zu lesen, sondern auch unterhaltsam. Das Leben von Serafina hat immer wieder Überraschungen parat, so natürlich auch in diesem Fall. Nicht nur der Mord hält die junge Heilerin in Atem, auch der Besuch ihres Bruders hat einiges zu bieten. So erfährt man doch noch mal ein paar Details aus dem Leben von Serafina und ihrer Familie. Es schließen sich damit ein paar Wissenslücken.


    Auch wenn es sich um eine Reihe handelt, man könnte die Bücher durchaus einzeln lesen. Astrid Fritz streut immer wieder kleine Hinweise auf die vergangen Ereignisse ein, damit dies möglich ist, allerdings fehlt einem dann sicherlich der Lesespaß. Ich lese sehr gern, wie Serafina und ihr Ehemann Adalbert Achaz sich immer wieder Streitgefechte liefern und sich dabei liebevoll necken. Auch fehlt es Serafina nicht an Witz. Außerdem ist sie immer dazu bereit zu ihren Worten zu stehen und Taten folgen zu lassen.


    In diesem Fall ist die Aufklärung nicht unbedingt der kriminalistischen Kunst Serafinas zu verdanken. Die Tat klärt sich eigentlich mehr zufällig und nicht, weil jemand gezielte Fragen stellt und dann zum richtigen Ergebnis kommt, trotzdem hatte ich kurzweilige Lesestunden.


    Ich finde es immer wieder spannend, zu lesen, wie es in dieser Epoche (15. Jahrhundert) zugegangen ist. Der leichte und lockere Erzählstil von Fritz erlaubt zudem ein zügiges Lesen. Ein Nachwort klärt am Ende Fiktion und Wahrheit, ein Glossar hilft bei eventuellen fremden Begriffen und ein Personenregister zu Beginn sorgt für den nötigen Überblick der Protagonisten.


    Fazit:


    „Die Tote in der Henkersgasse“ ist ein unterhaltsamer Roman aus der Feder von Astrid Fritz. Der gewaltsame Tod der Kaufmannsgatte wird detailliert aufgeklärt, nicht ohne Serafina durchaus in die Irre zu führen. Sie löst ihn auf ihre eigene Art und hat mich dabei gut unterhalten.


    4ratten