Beiträge von nirak

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Da gehe ich fest von aus. Auch wenn der Altersunterschied für uns enorm sein mag, aber wie viele Jahre liegen zwischen Katya und unserem Wissenschaftler? 12 Jahre? Sooo viel ist das ja eigentlich nicht - und damals auch gar nicht so ungewöhnlich, oder? Es gab ja immer mal wieder Witwer, die noch ein zweites Mal geheiratet haben - oftmals dann jüngere Frauen, damit sie wieder Kinder bekommen können.

    Auf jeden Fall hat mich das Aufeinandertreffen der beiden gefreut, denn man merkt sofort, dass die Chemie zwischen den Beiden stimmt.

    In früheren Zeiten war ein großer Altersunterschied ja nicht ungwöhnlich. Die Männer meistens was älter und die Frauen sehr jung um ja noch genügend Kinder bekommen zu können. Mit Johann würde sie wenigstens einen Mann bekommen, der so denkt, wie sie oder zumindestens so ähnlich.

    Mich hat das auch nicht überrascht und ich mag es, wenn Menschen in Bücher nicht so einfach in Schubladen zu stecken sind. So ist es ja auch im wahren Leben!

    Und vor allem ist es so viel spannernder, als wenn edes Verhalten vorhersehbar wäre.

    Erinnert mich ein wenig an einen Roman, den ich vor kurzem gelesen, bzw. gehört habe: "Worte in meiner Hand" ... auch da entdeckt die Magd Helena, dass es mehr im Leben gibt als putzen, waschen, kochen. Auch sie tut sich mehr oder weniger freiwillig mit einem älteren Mann zusammen, dem Philosophen René Décartes. Der Roman basiert übrigens auf einer wahren Geschichte.

    Das klingt spannend, das Buch werde ich mal merken. Danke für den Tipp.

    Mit Katya lerne ich ja noch einiges über das Eis. Ich wusste zum Beispiel nicht dass Eisberge aus Süßwasser bestehen. Über so etwas habe ich mir aber auch noch nie Gedanken gemacht.

    Irgendwo hab ich mal gelesen/gehört, dass es ein Problem für die Salzwasserfische werden könnte, wenn alles Eis schmilzt und so der Salzgehalt in den Nordmeeren dramatisch sinkt.

    Doch, das habe ich gewusst. Ich habe irgendwann mal eine Dokumentation darüber gelesen, wie Eis transportiert wurde. Und auch in einem historischen Roman, war das schon mal Thema :) Der Roman hieß Eispiraten!

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links



    Ein Leben im goldenen Käfig


    Mary Theresa Olivia Cornwallis-West kurz Daisy genannt, wächst im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf. Ihre Eltern stehen kurz vor der Armut, als eine aranchierte Ehe, der einzige Ausweg zu sein scheint. Das junge, naive Mädchen heiratet den überaus reichen deutschen Fürsten von Pless, der seinen Stammsitz in Schlesien hat. Das große Schloss Fürstenstein wirkt furchteinflößend und kalt auf Daisy. Was wird die Zukunft ihr bringen? Das große Glück oder ein Leben in Einsamkeit? Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Jahren des Gehorsams nimmt Daisy die Herausforderung an. Sie wirft Regeln über den Haufen und nimmt den Kampf gegen die Armut und der Langeweile ihres Lebens auf.


    Die Lebensgeschichte der Daisy von Pless liest sich, wie ein Märchen. Schönes, verwöhntes Mädchen heiratet reichen und mächtigen Fürsten. Erst so nach und nach wird klar, ein Märchen ist dieses Leben nicht. Sabine Weigand erzählt die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die in Glanz und Gloria aufgewachsen ist. Sie kennt nur den Reichtum, den Adel und die damit verbundenen Pflichten. Jetzt könnte man denken, dies wäre ein erstrebenswertes Leben, aber es ist mitnichten so.


    Im Gegenteil, Daisy hat mein Mitgefühl erregt. Die junge Frau durfte selten das tun, was sie wollte. Immer musste sie auf die Etikette achten. Haben zunächst ihre Eltern über sie bestimmt, trat nun ein Ehemann an ihre Seite, der nur einen Wunsch hatte, nämlich einen Erben. Wie es Daisy ging, war im gleich. Daisy musste schnell lernen, dass sie in Schlesien nicht wirklich viel zu sagen hatte. Sie durfte vieles nicht, was sie von zu Hause kannte. Ich fand es erschreckend, zu lesen, wie wenig ein Menschenleben in diesen Kreisen wert war.


    Ein zweiter Handlungsstrang erzählt die Lebensgeschichte des fiktiven Protagonisten Josef Siebenbürger. Der Junge kreuzt zufällig den Weg des Fürsten und wird dann Stallknecht. Dadurch ändert sein Leben sich schlagartig. Mit seiner Hilfe wird das einfache Leben dieser Zeit geschildert. Mir gefiel dieser Teil sehr gut. Erzählt er doch davon, was sich außerhalb des Schlosses ereignet hat.


    Der Erzählstil von Sabine Weigand ist angenehm flüssig zu lesen. Allerdings wechseln hier immer mal wieder die Perspektiven. Während zum einen aus der dritten Perspektive erzählt wird, gibt es auch immer wieder Passagen in denen Daisy selbst erzählt. Es sind Tagebucheinträge. Auch kleine Zeitungsberichte haben den Weg in diese Biografie gefunden. Sie zeigen, wie öffentlich das Leben der Daisy von Pless gewesen ist. Die Mischung aus Biografie einer Adligen und fiktiver Lebensgeschichte eines einfachen Stallburschen hat mir gut gefallen. Frau Weigand hat ein authentisches Bild dieser Zeit gezeichnet.


    Fazit:


    „Die englische Fürstin. Zwischen Glanz und Gloria“ ist eine wunderbare Romanbiografie über Mary Theresa Olivia Cornwallis-West. Sie erzählt von dem Leben der jungen Frau, aber genauso auch von dieser Epoche. Von den Menschen, die um ihr Überleben kämpften. Und von dem Umbruch der Zeit, der auch in die adligen Kreise Einzug hielt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und einiges Neues erfahren.


    5ratten

    Wie Grischa sich entwickelt ist wirklich spannend. Wird ein Prachtkerl, das merken nicht nur die Mädels. Ich war erst etwas überrascht, dass er mit Männern seine ersten Erfahrungen macht. Ist wahrscheinlich gar nicht so abwegig auf diesen monatelangen Fahrten ohne Frauen. Kommt aber tatsächlich so gut wie nie vor in anderen Histo. Hast Du da etwas in der Recherche gefunden oder ist es eher etwas, was Du für Grischa erdacht hast, weil es so nahe liegt? Auf jeden Fall ist Grischa jeder neuen Erfahrung aufgeschlossen gegenüber. Irgendwie gefällt mir das sehr gut. So einen Sohn wünscht man sich. Der Alles lernen will und der ehrgeizig ist.

    Ich fand die Szenen auch glaubwürdig. Ich lese ja viel historische Romane, aber so, wie hier auf dem Schiff habe ich noch nicht über die Liebe zwischen Männern gelesen. Eigentlich ja doch nur natürlich, da ja nunmal keine Frauen da waren.

    ch glaube man macht sich gar kein Bilddavon, wie furchtbar diese Jagd eigentlich war. Die Beschreibungenauf See waren gelungen. Irgendwie hatte ich aber schon Bilder vorAugen von Moby Dick. Ging es nur mir so???

    Ich finde jeden Schlachthof furchtbar, ehrlich gesagt. Und was anderes ist das mit den Walen auch nicht. Nur dass die halt so riesig sind und alles auf dem Meer schwimmt. Und wie das gestunken haben muss. Ich war schon mal beim Schlachten eines Schweines dabei und wenn man das nicht kennt, dann wird einem schlecht davon. Von dem Schreien, dem Gestank, dieser Tötungsmaschinerie. Der Mensch ist ein fürchterliches Raubtier. Auch die Jagd im Winter ist nicht nett. Das Fleisch der Füchse wird ja einfach weggeworfen. Weil man ja nur das Fell will. Ja, sehr gut beschrieben. Ich musste auch an Moby Dick denken aber auch an den Film, in dem die Delphine abgeschlachtet werden und das Meer auch rosa ist vor Blut. :( Ob die Männer damals wirklich schon erkannt haben, dass irgendwann kein Wal mehr zum Fangen da sein wird? Ich fürchte ja, dass sich kaum einer da Gedanken gemacht hat. Noch heute glauben ja viele, dass die Fischgründe unerschöpflich wären. Nur die Fischer wissen es inzwischen besser.

    Schlachten ist grausam, keine Frage. Ich habe mal in einer Schlachterei gearbeitet, wo Montags noch Tiere getötet wurden. Ich selbst war nicht dabei, aber das Schreien der Schweine habe ich heute noch im Ohr. Ich war 18Jahre, als ich da gerarbeitet habe und es hat danach lange gedauert, bis ich überhaupt wieder Fleisch essen konnte.

    Gedanken um die Tiere hat sich damals bestimmt keiner gemacht. Tiere galten doch sehr lange als Seelenlose Wesen, mit denen man machen konnte was man wollte. Mir als Katzen und Hundeliebhaber ein totales Rätsel.

    Ja, das ist es, er weckt Sehnsüchte in ihr. :) Bei mir stand auch der Gedanke dahinter, dass Katya zwar ein intuitives Gespür für das Eis hat, faktisches Wissen aber nun einmal ein anderes Paar Schuhe ist. Und dafür brauchte ich dann jemanden wie Johann Silberberg - und das behutsam-liebevoll Zwischenmenschliche zwischen den beiden war dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Szenen, die ich unglaublich gern geschrieben habe.

    Und die wunderbar zu lesen sind :)

    ch muss (und mag :) ) da ein klitzekleines bisschen ausholen. Im Gegensatz zu meinen früheren Büchern bin ich an dieses Eisbaronin-Projekt wesentlich intuitiver herangegangen - das ist eine Tür, die sich für mich während der Arbeit an der "Hüterin der verlorenen Dinge" geöffnet hat, die ich ja davor geschrieben habe.

    Ich habe das Exposé zur Eisbaronin sehr schnell geschrieben, die erste Fassung in eineinhalb Wochen, und mich dabei fast ausschließlich auf die Charaktere und ihren Lebensweg konzentriert. Mein einziger Fixpunkt war der historische Eishandel.

    Und ich staune immer noch darüber, wie nahtlos sich diese fast komplett aus dem Gefühl heraus entstandene Geschichte bei der Feinrecherche während des Schreibens dann in die historischen Gegebenheiten einfügte. Ohne dass ich jemals etwas am ursprünglichen Handlungsverlauf schieben oder verändern musste.
    Da waren definitiv gute Mächte am Werk. :)

    Vermutlich lassen sich solche spontanen Projekte einfach besser schreiben, als langfristig geplante Sachen.

    Das ist jetzt wieder etwas, das mir beim Schreiben gar nicht bewusst war und ich jetzt erst wahrnehme, da Du das sagst. :* Auch diese flüchtige Liebesgeschichte zwischen Silja und Grischa habe ich so unglaublich gern geschrieben, in ihrer Bittersüße.
    Überhaupt habe ich Silja gern geschrieben, sie ist einer meiner Lieblingscharaktere in diesem Projekt.

    Silja ist aber auch eine nette und sie hat dabei schon soviel mitgemacht.

    Hach, ist das wieder heimelig mit Dir, liebe Nicole. Musste ich jetzt mal schnell loswerden. Wie Du über das Schreiben, Geschichte erschaffen und über deine Charakter sprichst, ist einfach so toll "zuzuhören". :*

    Ja genau :)

    Ich bin nun auch eingestiegen und auch wenn es heute wieder etwas kälter geworden ist, ist es schon lustig über Eis und Schnee zu lesen, wenn es gerade so richtig warm draußen ist. Das Buch wäre sicherlich auch ein gutes Winterbuch! Aber wer weiß,wo uns unsere Reise noch hinbringt...

    Ich finde so ein Kältebuch gerade im Sommer gut. Gibt doch Abkühlung :saint:

    ch weiß nicht genau, ob es am Thema des Buches liegt oder an Nicoles Schreibstil, aber ich fühle mich gerade in ein Märchen entführt. Die beiden Geschwister sind so niedlich, ein wenig tollpatschig schlittern sie von einer Geschichte in die nächste...Das könnte auch alles aus einem etwas auformulierteren Märchen sein. Und das meine ich gar nicht doof oder negativ. Ich liebe Märchen!

    So ähnlich sehe ich es auch und auch ich liebe Märchen. Die Schneekönigin zum Beispiel :)

    Ausgesetzt wurden unsere zwei Helden an für sie fremden Ufern und gefunden haben sie dann so etwas wie Heimat. Oder zu mindestens für ein paar Jahre einen Zufluchtsort. Grischa geht auf Walfang. Ich glaube man macht sich gar kein Bild davon, wie furchtbar diese Jagd eigentlich war. Die Beschreibungen auf See waren gelungen. Irgendwie hatte ich aber schon Bilder vor Augen von Moby Dick. Ging es nur mir so???

    Für Grischa hat diese Reise aber nicht nur bedeutet, dass er Geld verdienen konnte, er lernt auch eine ganz neue Seite an sich kennen. Erst die kleinen Abenteuer mit Jona an Bord und auf einer späteren Fahrt geht es dann mit Wolf richtig zur Sache. Er probiert sich aus, sucht seine Grenzen und wird sich hoffentlich am Ende finden. Da er später ja auch noch mit Silja das Lager teilt, scheint er sich wohl für die Frauenseite entschieden zu haben. Aber wer weiß was die Zeit bei der Wolfsjagd noch für ihn bringen wird.


    Für Katya beginnt auch eine Zeit des Erkennens. Sie lernt lesen und damit eröffnet sich ihr eine ganz andere Welt. Sie lernt, dass es mehr geben kann, als nur zu putzen und zu kochen. Mit Johann Silberberg findet sie zurück zum Eis. Er teilt diese Leidenschaft und gemeinsam erkunden sie die Umgebung. Ob die beiden sich näher kommen werden? Aber eigentlich ist er für Katya zu alt. Aber er weckt Sehnsüchte in ihr. Vor allem die Sehnsucht nach dem Eis.


    Auch Grischa hat erkannt, dass lesen und schreiben und rechnen können gut für ihre Zukunft ist. Ich bin gespannt, wann es für die beiden weiter gehen wird. Richtung Erfolg und Reichtum und in ein anderes Land.

    Besonders gut gefallen hat mir der kleine Text am Anfang über das Eis, er klingt wie eine Liebeserklärung. Über die verschiedenen Arten des Eises habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber wenn man den Text liest, weiß man gleich genau, was der Verfasser (Katya vielleicht?) mit seinen Worten meint, mit dem Eis und den Herzen der Menschen. Wunderschön geschrieben!

    Den Text finde ich auch schön. Fast ist es, als ob das Eis leben würde

    Wenn der Vater - aus welchen Gründen auch immer - nicht wieder heiratete, blieb alles an dem oder den Mädchen im Haus hängen. Dass ein Mann kochte oder Wäsche wusch, stand grundsätzlich außer Frage.
    Ich hatte zwar einiges an Vorwissen über das Leben der Leibeigenen in Russland - aber es ist immer nochmal etwas anderes, wenn ich es beim Schreiben durch meine Romancharaktere buchstäblich mit-erlebe. Das macht es dann für mich erst wirklich fühlbar, in seiner ganzen Grausamkeit und Ungerechtigkeit.

    Das Leben war damals grausam und sicher nicht gleich verteilt. Gerade die Leibeigenen hatten es nochmal doppelt schwer. Ich finde es immer wieder traurig sowas zu lesen, aber es gehört in dieser Epoche (und leider in vielen anderen auch) zum Leben dazu und dann natürlich auch in den Roman hier. Wobei Grischa ja nun sein Leben in die eigenen Hände nimmt :)

    Kleine Anekdote am Rande: Während ich Februar vor einem Jahr am Exposé zur Eisbaronin saß, war es hier am Bodensee ungewöhnlich kalt, mehrere Tage zweistellig unter Null. So kalt, dass wir Eis im Hafen hatten, was praktisch nie vorkommt. Ich habe mir zwar beinahe alles abgefroren, aber es mir trotzdem nicht nehmen lassen, mit der Kamera ans Wasser zu gehen - und war völlig bezaubert:

    Eis im Hafen ist zauberhaft aber im Vergleich zur zugefrorenen Ostsee nix 8) Es ist bestimmt schon 25 Jahre her, da lag mein Mann in Damp/Ostsee im Krankenhaus und zwar im Winter. In dem Jahr war die Ostsee zugefroren und als sie langsam wieder auftaute haben sich kleine Eisberger zusammen geschoben. Das war ein tolles Bild, leider hatte ich damals keine Kamera dabei und somit keine Fotos.

    Ist mir ja ein Rätsel, wie der Vater und die Brüder so garstig sein können und unsere zwei Geschwister so klug und liebenswert. Ob früher die Mutter da noch mildernd gewirkt hat? Dass die Brüder so auf ihrer kleinen Schwester rumhacken, ist widerlich. Und sie grapschen ihr sogar unter die Röcke. Das Katya da nicht alleine bleiben kann, liegt auf der Hand.

    Viel, viel schlimmer finde ich, dass das Mädchen in dem Glauben aufwächst es sei normal. Sie kennt nichts anderes, als für die Männer zu kochen und zu putzen. Selbst als die Jungen hier unter die Röcke gehen scheint es nomal zu sein. Ihr Entschluß, mit Grischa zu gehen, war wohl eher dem geschuldet, dass sie ihren Lieblingsbruder nicht verlieren wollte. Er ist doch der einzig der nett zu ihr war.

    Spannend finde ich außerdem dass vor allem Grischa sich nach mehr sehnt als Leibeigenschaft. Schon Katya fragt sich ja, wo er das her hat. Und woher die Sehnsucht nacht der Fremde und der Ferne kommt. Manche Menschen haben das einfach und andere wieder gar nicht.

    Vermutlich liegt es an dem Großvater, der doch von dem Urgroßvater erzählt hat, der Eischnitzer in St. Petersburg war. Da gerät man doch ins träumen und will so ein Abenteuer auch erleben. Die Sehnsucht nach einem anderen Leben ist doch, was von guten Geschichten übrig bleibt, oder?

    Dass Grischa und Katya so ein bisschen anders sind als ihre älteren Brüder mache ich vor allem aber auch am Einfluss des Großvaters fest. Nicht umsonst ist der Verlust seines lieben, lieben Deduschkas für Grischa der Auslöser, das Heimatdorf zu verlassen.

    Genau so habe ich es auch beim Lesen empfunden. :)

    Ich habe einige neue Bücher bekommen :)


    Der Hof der Wölfe - Robyn Young

    Brennende Narben - Leo Born

    Die Charité Band 2 - Ulrike Schweigert das Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen

    Die geteilten Jahre - Matthias Lisse


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Hallo Nicole :winken:

    Hallo ihr lieben Mitleser:winken:


    Schön das es endlich los geht. Ich mach dann hier mal den Anfang :)


    Das Buch ist schick geworden. Das Cover mit der Stadt im Vordergrund gefällt mir gut. Auch das die Schrift ertastbar ist mag ich sehr. Weniger gefällt mir die Frau auf dem Cover, was aber daran liegt, dass ich Frauen auf Cover eher nicht mag. Wiederum sehr schön, finde ich das Bild im Innendeckel. Die See mit dem Segelschiff lädt zum träumen ein, obwohl es eine gewisse Kälte ausstrahlt und scheint es zu rufen, auf zu fernen Ufern. Den kleinen Text zu Beginn, finde ich einfach nur schön.


    So nun aber zu der eigentlichen Geschichte. Grischa und Katya scheint etwas besonders zu verbinden, obwohl doch einige Jahre zwischen ihnen liegen. Ich fand es erschreckend zu lesen, dass das kleine Mädchen schon den ganzen Haushalt versorgen mußte. Die Männer haben sie nicht mehr als Kind gesehen, sondern sie sogar wie eine Sklavin behandelt. Nur der verstorbene Großvater hatte wohl so etwas wie Liebe für das Mädchen, und natürlich Grischa. Ansonsten ist sie nur eine Arbeitskraft. Es hat mich nicht gewundert, dass sie den Bruder nicht allein gehen lassen wollte. Oder wohl eher nicht allen zurückbleiben wollte.


    Mir gefallen vor allem die Beschreibungen von Eis und Kälte, von Schnee und Frost. Ich bin auch so ein Schneemensch und liebe frostige Winternächte. Leider haben die beiden nicht wirklich Glück. Sie gelangen zwar nach Petersburg, aber entscheiden sich dafür dieses Schiff zu besteigen und eigentlich war klar, dass Katya als Frau auffliegen würde. Sie hatten ja so gar noch Glück, dass sie nur an Land gebracht wurden und nicht noch mehr ausgepeitscht oder verprügelt wurden. Jetzt sind sie in dem nächsten fremden Land und wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.


    Der Erzählstil gefällt mir sehr gut. Ich habe deutlich die Bilder vor Augen, wie diese zwei durch den Wald und die Wildnis marschiert sind. Und dann die Begegnung mit dem Eisberg, toll. Die Frage, wie lange braucht es bis dieser Berg schmilzt, interessiert mich aber auch. :/

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Liebe und Mord im viktorianischen England


    London im Jahre 1888, Christine Gillard hat in dem Stadtteil Whitechapel ein Frauenhaus eingerichtet. Es ist ihr Leben, den armen gefallenen Frauen zu helfen, war sie doch selbst einst eine Hure in Schottland. Das Geld ihres verstorbenen Ehemannes ermöglicht es ihr, sich ihren Traum zu erfühlen. Doch dann geschehen grausame Morde. Die toten Frauen haben einen Bezug zu der Einrichtung in Whitechapel und die junge Frau will herausfinden, wer hinter diesen Taten steckt. Gemeinsam mit dem Inspektor John Pike begibt sie sich auf Spurensuche. Bald macht ein Name die Runde, denn der unbekannte Mörder nennt sich selbst Jack the Ripper und er hat nicht nur die Frauen aus dem Frauenhaus im Visier....


    Der Roman „Hurenmord. Die Rose von Whitechapel“ ist der zweite Teil einer Trilogie. Die Bücher sind im viktorianischen England angesiedelt. Allerdings kann man diesen Teil auch ohne Vorkenntnisse von „Hurentochter“ dem Vorgänger lesen. Es ist sogar so, dass die Zusammenfassungen aus dem ersten Teil fast schon Spoiler sind. Es wird umfangreiches Wissen weitergegeben.


    Dieser vorliegende Roman hat mir gut gefallen, auch wenn ich ihn nicht unbedingt als historisch bezeichnen möchte. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass eine so tief gefallene Frau, wie Christine so hoch hätte aufsteigen können. Und dann ist dies auch gleich noch einer zweiten Frau passiert und auch diese geht ihren Weg mit Erfolg. Das ganze klingt sehr modern und nicht unbedingt nach dem 19. Jahrhundert.


    Allerdings hat mir der Aspekt mit den Morden gut gefallen. Es laufen einem schon kleine Schauer über den Rücken, wenn von London im Nebel erzählt wird und der Mörder in den dunklen Ecken lauert. Der Ablauf der Taten könnte vielleicht so gewesen sein, wie Tabea König es schildert, aber als sie dann den Täter entlarvt ist es reine Spekulation und Fantasie der Autorin. Dies tut der Spannung im Buch zwar keinen Abbruch, lässt aber an der Glaubwürdigkeit zweifeln.


    Der Erzählstil hingegen ist leicht und locker zu lesen. Die Seiten blättern sich von allein und man ist schnell in der Geschichte angekommen. Die Charaktere sind so gestaltet, dass da noch Luft nach oben ist und sie noch wachsen können.


    4ratten


    Fazit:


    „Hurenmord“ ist ein spannender Roman über eine berüchtigte Mordserie Ende des 19. Jahrhunderts in London. Gleichzeitig ein netter Liebesroman vor historischer Kulisse. Nette und spannende Unterhaltung. Trotz kleiner Schwächen bin ich gespannt, was der nächste Teil bringen wird.

    Westwärts


    1865: Briana Magees Wurzeln liegen in Irland, aber sie lebt schon lange in Baltimore. Sie ist die Vertraute und Freundin von Phoebe Ann Harrington. Eine junge Frau, die wohlbehütet aufgewachsen ist. Aber Phoebe ist nicht glücklich, sie will unbedingt in den Westen und einen Cowboy heiraten. Erst das Ende des amerikanischen Bürgerkriegs ermöglicht es ihr, sich diesen Traum zu erfühlen. Eine Heiratsannonce lockt sie nach Westen. Briana begleitet sie, immer mit der Hoffnung, bald selber frei zu sein und das Glück zu finden. Der zukünftige Ehemann von Phoebe hält leider nicht, was er versprochen hat. Er ist ein gesuchter Bandit. Aber dieses Wissen hält die Frauen nicht davon ab, sich auf die Reise immer weiter nach Westen einzulassen.


    Eigentlich lese ich recht wenige Bücher die im 19. Jahrhundert in Amerika spielen. Es ist nicht so meine Epoche und auch nicht mein Land. Für „Das wilde Herz des Westens“ habe ich eine Ausnahme gemacht. Ich lese die Bücher von Alexandra Fischer gern. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Detailreich erzählt sie von dem Land, von den Menschen und ihren Erlebnissen. Sie weist mit historischem Wissen dieser Zeit auf und vermittelt das Gefühl, genau so könnte diese Geschichte irgendwann einmal geschehen sein.


    Eigentlich war es sogar so, dass ich, als ich einmal zu lesen begonnen hatte, nicht mehr aufhören konnte. Die Handlung hatte mich ziemlich schnell gepackt.


    Briana und Phoebe sind zwei sehr unterschiedliche Frauen, die aber ein gemeinsames Ziel haben. Ihre Reise nach Westen hat mich gut unterhalten. Die Geschichte beginnt langsam, mit dem Leben der beiden in Baltimore. Erzählt von den Beweggründen, warum sie die Stadt verlassen wollen. Die Zeit des Bürgerkriegs wird kurz angerissen.


    Dann wird detailreich die Reise geschildert, und zwar so anschaulich, dass man förmlich das Steppengras rauschen hören konnte. Die Planwagen und die Prärie tauchten vor mir auf. Um es kurz zu sagen, Kopfkino pur.


    Gleichzeitig gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der von dem Leben der Kennedy-Brüder erzählt. Einer der beiden ist der Heiratskandidat für Phoebe. Die beiden Handlungsstränge treffen sich dann später, um gemeinsam ihr Ziel zu erreichen. Zusammen lassen sie ein lebhaftes Bild dieser Reise und Epoche entstehen.


    Fazit:


    „Das wilde Herz des Westens“ hat mich in das 19. Jahrhundert nach Nordamerika entführt. Die Reise von Briana und Phoebe war spannend, dramatisch, abenteuerlich und gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor. Kurzum es hat mir gut gefallen.


    5ratten

    Gestern per Post und signiert für die Leserunde eingetroffen:


    Nicole C. Vosseler - Die Eisbaronin

    und heute auf dem Flohmarkt mitgenommen:


    Anja Marschall - Tod am Nord-Ostesee Kanal

    Daniel Wolf - Das Gold des Meeres

    Bernard Cornwell - Galgendieb

    Ellis Peters - Der Hochzeitsmord/Die Jungfrau im Eis


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

      

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

     

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

     

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links