Beiträge von nirak

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Krimi mit Suchtfaktor


    Matthew Shardlake verschlägt es nach Norwich. Hier soll er den Tod an Edith Boleyn aufklären. Dieser Zweig der Boleyn-Familie ist nur entfernt mit der noch jungen Elizabeth Tudor verwandt, aber sie möchte trotzdem den verdächtigen Ehemann John Boleyn vor dem Galgen bewahren. Matthew hat schon einige Dienste für die zukünftige Königin von England getätigt und so ist er auch hier zuversichtlich. Der Fall entwickelt sich schnell zu einer Katastrophe. Nichts scheint zusammenzupassen und alles scheint möglich zu sein. Doch nicht nur dieser Prozess verlangt dem Rechtsanwalt alles ab, er gerät auch noch mitten in den Aufstand der einfachen Leute im Jahre 1549.


    Dieser neue Fall für Rechtsanwalt Matthew Shardlake ist bereits Band 7 dieser Reihe. Ich selbst habe nur die ersten zwei Teile gelesen, kam aber hier mit der Handlung wunderbar zurecht. Der 10-seitige Prolog klärt die politische Lage im Land und sorgt somit für die nötige Übersicht.


    Danach ging es dann direkt mit der Geschichte weiter. Aus Sicht von Matthew wird dieser Fall dann geschildert. Auf diese Weise ist man immer bei allem, was dem Rechtsanwalt so geschieht mit dabei. Durch diesen Erzählstil der Ich-Perspektive entfällt aber auch die Sicht der anderen Protagonisten. Ich lese ganz gern Geschichten, die aus der Sicht des Charakters erzählt wird. Der Erzählstil von C. J. Sansom ist zudem leicht und locker zu lesen, auch wenn es vielleicht die eine oder andere zu häufige Wortwiederholung gibt.


    Der eigentliche Kriminalfall ist gut durchdacht und geschickt in der Handlung intrigiert. Allerdings gerät er auch ein wenig in den Hintergrund durch die Ereignisse dieses Sommers. Der Aufstand der Bauern im Jahre 1549 in England war mir so gar nicht geläufig. Ich fand es spannend zu lesen, wie Matthew darin verwickelt wurde und wie er mit dieser Situation umgegangen ist. Auch das Handeln der anderen Charaktere wie Barak oder der Rechtsanwaltsgehilfe Nicholas war nachvollziehbar. Diese Protagonisten haben zwar auch eine Vorgeschichte, die in den anderen Bänden erzählt werden, aber durch kleine Rückblenden bleiben auch die Leser auf dem Laufenden, die die Vorgeschichten nicht kennen. Mir hat in diesem Fall nichts gefehlt.


    Ich fand es spannend, wie sich jeder einzelne Protagonist so seine Gedanken zu der politischen Lage im Land gemacht hat und daraus seine Konsequenzen gezogen hat. Es gibt hier interessante Details aus dieser Zeit zu lesen, auch wenn der Krimi dadurch vielleicht in den Hintergrund gerutscht ist. Am Ende klärt sich natürlich alles auf und die ersten losen Fäden für den nächsten Teil sind auch schon gelegt.


    Fazit:


    „Gräber der Verdammten“ ist vielmehr als „nur“ ein Kriminalroman vor historischem Hintergrund. Er weist mit einigen Details aus dem Jahre 1549 auf. Erzählt von einem Aufstand, der hoffnungsvoll begann und in einem Desaster endete und lässt seine Protagonisten einiges Erleben und sich selbst hinterfragen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und die 1000 Seiten in Rekordgeschwindigkeit gelesen.


    5ratten

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    Krimi mit Musik


    Der Lebensweg von Sebastian Reiser ist eigentlich schon klar zu erkennen, als sein Vater plötzlich verstirbt und er seinen schon sicher geglaubten Posten als Schlossverwalter verliert. Sebastian macht sich auf den Weg nach Wien, in der Hoffnung, hier eine neue Zukunft zu finden. Die Stadt brodelt vor Leben. Ludwig van Beethoven bereitet seine Uraufführung zu seiner neunten Sinfonie vor, jeder will dabei sein. Auch Sebastian liebt die Musik und schafft es tatsächlich, dass er in diesem Orchester mitspielen darf. Doch es ist nicht einfach nur Musik, die hier gespielt wird, die Obrigkeit wittert Widerstand und Rebellion. Verbotene Bruderschaften treiben in Wien ihr Unwesen und Sebastian gerät mitten hinein in diese im Verborgenen liegende Politik. Lange kann er die Intrigen um ihn herum nicht erkennen. Wie soll er sich schützen, wie seine eigenen Ziele erreichen? Alles hängt miteinander zusammen und wird durch die Musik miteinander verknüpft.


    „Feuer im Elysium“ spielt im Jahre 1824 in Wien und erzählt zum einen die Geschichte, wie Ludwig van Beethoven seine neunte Sinfonie zur Aufführung brachte und zum anderen die Geschichte von Sebastian Reiser, einem jungen Mann, dem quasi seine Welt zusammengebrochen ist. Sebastian gelangt nach Wien, um wieder Arbeit zu finden und findet stattdessen die spektakuläre Musik eines berühmten Mannes.


    Eigentlich ist klassische Musik nicht die Musik, die ich normalerweise höre, aber beim Lesen dieses Romans kam ich nicht umhin, mir gerade die 9. Sinfonie anzuhören. Es war ein tolles Hörerlebnis und hat die Ereignisse im Buch förmlich zum Leben erweckt. Gleich auf der ersten Seite steht hier der Beginn von Friedrich Schillers Gedicht „Ode an die Freude“. Beethoven hat diesem Gedicht die Musik gegeben und so hat mich gerade dieses Lied die ganze Zeit begleitet.


    Aber es geht hier nicht nur um Musik. Sebastian gerät in die verbotenen Bruderschaften dieser Zeit und beginnt vor allem zu hinterfragen, ob es alles so seine Richtigkeit hat, mit den Fürsten oben an der Spitze und dem einfachen Volk, welches oft nicht genug zum Leben hatte. Dieses Gefühl hat Oliver Buslau wunderbar eingefangen. Der Autor hat es geschickt verstanden, die historischen Details dieser Epoche mit seiner fiktiven Handlung zu verbinden. Das Machtgefüge Wiens und dieser Zeit hat der Autor gekonnt in Szene gesetzt. Zudem hat er einige Protagonisten dieser Zeit mit eingebunden, nicht nur der berühmte Musiker hatte seine Szenen, auch einige andere bedeutende Charaktere dieser Epoche haben ihren Platz gefunden.


    Neben der Musik plagt Sebastian auch noch der Tod des Vaters und den seines Arbeitgebers. War es wirklich ein Unfall? Oder steckt mehr dahinter? Die Lösung dieser Geschichte ist der eigentliche Krimi in diesem Roman. So nach und nach klären sich die Fragen und Ereignisse, wobei der Leser hier den klaren Vorteil hat, er kann das Geschehen im Ganzen betrachten, während Sebastian nur langsam ans Ziel kommt. Gerade diese Irrungen und Wirrungen fand ich spannend zu lesen. Die Verstrickungen der einzelnen Gefüge und der Gedanke, die Musik könnte alles Verändern haben mir gut gefallen.


    Dieser Roman erschien im Emonsverlag im Jahre 2020 im Rahmen des Beethoven-Jahres zu dessen 250. Geburtstags, welches eigentlich geprägt sein sollte von diversen Veranstaltungen. Diese wurde aufgrund der Coronapandemie ausgesetzt und somit wird auch das Jahr 2021 im Zeichen Beethovens stehen und die Veranstaltungen vielleicht nachgeholt werden.


    Fazit:


    Der Kriminalroman „Feuer im Elysium“ von Oliver Buslau hat mir gut gefallen. Der Autor hat es geschickt verstanden, seinen Krimi in die Welt der Musik im 19. Jahrhundert zu verpacken. Sebastian Reiser ist nicht nur ein sympathischer Charakter, auch seine Liebe zur Musik ist glaubhaft eingefangen. Die Verbindung zu Ludwig van Beethoven ist in meinen Augen gelungen und hat mir gleichzeitig diese Musik näher gebracht. Am Ende lösen sich alle Handlungsstränge auf und hinterlassen das Gefühl, eine tolle und spannende Geschichte gelesen zu haben.


    5ratten:tipp:

    Grisel Die Autorin bleibt ihrer Schreibe treu und schildert die Ehe von Aoife wie von dir "befürchtet" :elch:


    Genau, vermutlich habe ich einfach schon zuviel aus dieser Zeit und von diesen Familien gelesen, um noch neues und interessantes zu erfahren. Aber vielleicht kommt ja nochmal ein Autor oder Autorin daher, die noch was interssantes gefunden hat.

    Sagota


    Also wenn du aus dieser Zeit von England und Irland noch nicht viel gelesen hast, sind die Bücher von Elizabeth Chadwick zu empfehlen. Sie sind leicht und locker zu lesen und bergen einiges an historischen Details. Ich würde da mit der Reihe über Willam Marshall beginnen:


    1. Der Ritter der Königin
    2. Der scharlachrote Löwe
    3. Das Banner der Königin
    4. Die englische Rebellin
    5. Die irische Prinzessin


    Oder du liest die Bücher von Sabrina Qunaj. Es gibt in ihrer Reihe 4 Teile:


    Ich stelle hier mal den Link zu meiner Rezi ein, dies ist Teil 4 und erzählt die Geschichte von Aoife, eben jener Prinzessin aus Irland

    Sabrina Qunaj - Die fremde Prinszessin


    Und wenn du die Eroberung Irlands aus Sicht der Iren lesen möchtes empfehle ich

    Die Herren der grünen Insel von Kiera Brennan

    und dazu den zweiten Teil

    Der Thron der Wölfe


    P.S. Auch "Die Prinzen von Irland" stehen noch auf meiner Leseliste - kennst Du das Buch und falls ja, empfehlenswert?

    Die habe ich vor vielen Jahren gelesen, als ich noch keine Rezensionen geschrieben habe. Das Buch erzählt die gesamte Geschichte Irlands in einigen kleinen Geschichten. Ich habe es aber in guter Erinnerung und zum Einstieg in diese Geschichte ist es bestimmt gut.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen :)

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    Kampf um Irland


    Richard de Clare sieht seiner Zukunft düster entgegen. König Henry II. von England hat ihm seinen Familienbesitz enteignet, Richard musste Pembroke Castle verlassen, lediglich der Titel ist ihm geblieben. Dies bedeutet aber nicht, dass er nun ein armer Mann ist, ganz im Gegenteil. Nur Richard will Land und Macht und diese wird er in England nicht mehr bekommen. Dann macht ihm Diarmait McMurchada ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann und will. Der Ire ist der König von Leinster, leider haben ihn seine Gegner davon gejagt. Jetzt braucht er Männer mit Waffen und Gold, die ihm helfen wollen. Als Lohn verspricht der König die Hand seiner bezaubernden Tochter. Aoife ist sein größter Schatz, den es zu schützen galt, und sie ist bereit, für ihren Vater und ihre Heimat alles zu geben. Richard ist bereit, dieses Wagnis einzugehen und bereitet sich darauf vor, Irland zu erobern.


    Die Autorin Elizabeth Chadwick gehört schon seit Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, ich habe mich gefreut, ihren neuen Roman „Die irische Prinzessin“ lesen zu dürfen. Leider war ich von diesem Buch dann doch etwas enttäuscht, es hat mich nicht so gefesselt und gepackt, wie ich es von ihr gewohnt bin.


    Die Geschichte von Aoife von Leinster und Richard de Clare ist durchaus interessant. Spannend das Thema der Eroberung Irlands im 12. Jahrhundert, die ja nicht so einfach gewesen sein dürfte. Aber irgendwie hat die Geschichte mich hier nicht gepackt, was vermutlich daran liegt, dass ich aus dieser Epoche und mit diesem Handlungsort schon bessere Bücher gelesen habe und somit es für mich auch keine neuen Erkenntnisse gab. Die Protagonisten sind durchweg alle historisch belegt und die Autorin hat lediglich die Lücken, die die Geschichtsschreibung hinterlassen hat, mit ihrer Fantasie gefüllt. Sie erzählt die Lebensgeschichte von Aoife, von ihrem Leben, ihren Träumen und ihrer Verbindung zu ihrem Land.


    Wobei ich schon sagen muss, dass mir das Schicksal der jungen Aoife ans Herz gegangen ist. Sie wird als eigenwilliges Mädchen beschrieben, welches sich ihren Platz im Leben erkämpfen muss. Schon ihre erste Flucht vor den Feinden des Vaters war dramatisch, dann die Suche nach Unterstützung in England und dem Handel um ihre Hand. Was die Prinzessin betrifft, ist der Autorin durchaus ein glaubhaftes Bild gelungen. Ich konnte mit Aoife mitfiebern, bangen und hoffen. Auch Richard de Clare hat sie wunderbar eingefangen. Sein ganz eigener Kampf um Macht und Anerkennung hat sie routiniert in Szene gesetzt. Jeder, der sich für die irische Geschichte interessiert, wird wissen, wie es mit den beiden ausgegangen ist. Ich werde hier auch nicht näher auf die Handlung eingehen. So war es dann eben so, dass es für mich nicht wirklich Neues zu entdecken gab. Im Großen und Ganzen hat mir einfach ein Charakter gefehlt, der mich überrascht hätte, so war das Ende offensichtlich und die Jahre bis zu eben diesen vorhersehbar.


    Der leichte und lockere Erzählstil von Elizabeth Chadwick erlaubt ein zügiges Lesen und so fliegen die Seiten auch nur so dahin. Leider sucht man hier auch Zusatzmaterial vergebens, weder Karten noch ein klärendes Nachwort sind vorhanden. Ich hätte mir zudem ein Personenregister gewünscht, da es ja doch einige Protagonisten in dieser Geschichte gibt.


    Fazit:


    „Die irische Prinzessin“ ist ein netter, unterhaltsamer historischer Roman über Aoife von Leinster und ihre Familie. Elisabeth Chadwick schildert ihre gemeinsamen Jahre mit Richard de Clare ausführlich und die Ereignisse dieser Zeit historisch genau, leider kannte ich von dieser Geschichte schon zu viel und konnte für mich nichts Neues entdecken. Aber trotz dieser Kritik (für, die die Autorin ja nichts kann), hat mich dieser Roman gut unterhalten, denn eigentlich hat er alles, was ich von einem historischen Roman erwarte.


    4ratten

    Meintest du nicht eher odenwaldcollies ?

    Ich hatte mich ja eigentlich für diese Leserunde wieder abgemeldet.

    Schönes Ende dieser Trilogie


    Es ist zum verrückt werden, aber in dem Haushalt von Aleydis de Bruinker kehrt kein Frieden ein. Im Gegenteil, immer noch muss sie um ihr eigenes Überleben kämpfen. Unerwünschte Verehrer setzten ihr zu, in ihrer Wechselstube versucht man sie zu betrügen und das kriminelle Erbe ihres Mannes sorgt für weitere Unruhen. Als wenn sie nicht schon genug Sorgen hätte, werden auch noch ihre Mündel Marlein und Ursel entführt. Da ist es gut zu wissen, dass der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve an ihrer Seite steht. Auch wenn sie den Mann eigentlich nicht mag, doch er hilft ihr immer wieder und steht zu ihr, und schlecht sieht er ja auch nicht aus.


    Die Geschichte von Aleydis de Bruinker geht mit dem Titel „Die Rache des Lombarden“ in die dritte Runde. Ich habe mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut, leider ist dieser Teil der letzte der Reihe, was ich sehr schade finde. Die Charaktere sind sympathisch und unterhaltsam. Ich habe mich von der ersten Seite an wieder wohl mit dieser Geschichte gefühlt, die dann allerdings auch viel zu schnell zu Ende war.


    Aleydis versucht verzweifelt mit dem Nachlass ihres Mannes zurechtzukommen, leider stellt sich dies als nicht so einfach heraus. Die Entführung ihrer Mündel sorgt dann für Aufregung und nicht nur die Entführung, die junge Witwe ist selbst in Gefahr und weiß es nicht einmal. Diese Verstrickungen hat Petra Schier gekonnt in Szene gesetzt.


    Die Beziehung zwischen Vinzenz und Aleydis wird weiter vertieft. Mir hat gut gefallen, wie die beiden miteinander umgehen oder besser gesagt versuchen sich aus dem Weg zu gehen und das Offensichtliche doch nicht erkennen. Die Dialoge laden dabei zum Schmunzeln ein. Ich mag diese verzwickte Liebesgeschichte, sie ist unterhaltsam und sorgt gleichzeitig für Spannung.


    Petra Schier erzählt aber nicht nur einfach eine Liebesgeschichte aus dem 15. Jahrhundert, sondern auch davon, wie sich das organisierte Verbrechen entwickelt haben könnte. Ich fand es spannend zu lesen, wie hier jemand die Fäden gezogen hat, ohne sich erkennen zu geben.


    Mir hat gut gefallen, wie die Autorin es geschafft hat, von dem ersten Teil „Das Gold des Lombarden“ über Teil 2 „Der Ring des Lombarden“ bis zu dem aktuellen Buch die Spannung aufzubauen und auch zu halten. Das Handeln der Charaktere ist durchaus nachvollziehbar und logisch. Zudem gibt es reichlich Einblicke in das Leben dieser Epoche in Köln. Auch empfehle ich, die Bücher unbedingt der Reihe nach zu lesen, einfach aus dem Grund, weil sie für kurzweilige Unterhaltung sorgen.


    Fazit:


    Auch wenn das Ende für meinen Geschmack zu offen war, hatte ich wieder sehr schöne Lesestunden mit Aleydis de Bruinker und ihren Vinzenz van Cleve. Ich finde es schade, dass dies hier das letzte Mal gewesen sein soll und hoffe doch irgendwann noch einmal von diesen sympathischen Protagonisten zu lesen. Ich würde auch eine Fortsetzung begrüßen, denn der eine oder andere lose Faden ist doch übrig geblieben und regt zum Nachdenken an. Insgesamt gesehen sind die drei Bücher wunderbare Unterhaltung.


    5ratten:tipp:

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    Krimi gemischt mit gesellschaftlichem Hintergrund


    Eine junge Frau liegt Tod am Ufer des Flusses Lee und ausgerechnet Mutter Aquinas, eine Nonne in älteren Jahren, findet sie. Natürlich benachrichtigt sie sofort die Polizei, in diesem Fall den Sergeant Patrick Cashman, der zufällig ein ehemaliger Klosterschüler von ihr ist. Für die Mutter Oberin ein Segen, denn ihre Neugierde ist geweckt. Wer ist die junge Frau in dem teuren Ballkleid, die zu ihren Füßen liegt? War es Mord oder Selbstmord oder nur ein dummer Unfall? Die Identität jedoch ist schnell geklärt. Noch am selben Morgen wird eine junge Frau vermisst gemeldet, und zwar ausgerechnet die Tochter eines wohlhabenden Teehändlers aus Cork. Angelina Fitzsimon heißt das Mädchen und offensichtlich hatte sie andere Pläne als ihre Familie, eine Fahrkarte nach Liverpool wurde nämlich auch bei ihr gefunden. Was ist in dieser Nacht geschehen?


    „Ein niederträchtiger Mord“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die ihren Handlungsort im irischen Cork hat. Die Nonne Aquinas, die in ihrem Kloster die Mutter Oberin ist, kann hier ihren Verstand einsetzten. Sie scheut nicht davor zurück, sich in allem einzumischen und versucht herauszufinden, was in diesem Fall dem jungen Mädchen widerfahren ist. An ihrer Seite steht ihr zum einen der junge Sergeant Patrick Cashman, der noch relativ jung ist und sich Hoffnung auf eine Karriere bei der Polizei macht, dieser Fall könnte sein Sprungbrett sein. Außerdem bekommt sie Hilfe von dem jüdischen Arzt Dr. Scher. Dieses Dreiergespann macht sich gemeinsam auf die Suche nach den Hintergründen dieser Tat und fördert erstaunliches zu Tage. In diesen Tagen des Jahres 1923 erweckt nicht nur die Tote aufsehen, auch der Kampf gegen die Obrigkeit ist in aller Munde.


    Eigentlich hat dieser Krimi alles, was man von einem Krimi erwarten könnte, leider plätschert die Handlung ein wenig vor sich hin und entwickelt nicht unbedingt Spannung. Während die Mutter Oberin ihre Nachforschung vorantreibt, schweift sie in Gedanken immer wieder in ihre Welt vor 50 Jahren zurück, als sie selbst noch ein junges Mädchen war. Der Leser erfährt somit einiges aus ihrer Vergangenheit und gleichzeitig jede Menge Details der wohlhabenden Bevölkerung Corks. Allerdings gerät die Suche nach dem Täter und den Hintergründen der Tat dabei ein wenig in den Hintergrund.


    Aber auch wenn ich fand, dass dieser Roman mehr ein Buch über die Zustände in Cork in dem Jahr 1923 war und viel weniger Krimi enthielt als erwartet, hat er mich gut unterhalten. Es war durchaus interessant zu lesen, wie die Menschen in dieser Zeit gelebt haben. Die Spanne zwischen Reich und Arm könnte nicht größer gewesenen sein. Die Autorin Cora Harrison hat diesen historischen Hintergrund wunderbar mit ihrer fiktiven Geschichte verwoben und dem Roman damit seinen ganz eigenen Flair gegeben.


    Fazit:


    „Ein niederträchtiger Mord“ ist ein netter Krimi mit einer etwas älteren, aber sehr sympathischen Ermittlerin. Die Spannung hätte etwas höher sein können, aber es ist ja erst der erste Band und somit noch jede Menge Luft nach oben. Ich bin gespannt, ob Mutter Aquinas weiter ermitteln darf und würde auch einen zweiten Teil lesen wollen. Auch wenn nicht alles perfekt war, hatte ich trotzdem angenehme Lesestunden.


    4ratten

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    Amerika im 19. Jahrhundert


    Die 15-jährige Anna und ihr Vater sind nach Amerika ausgewandert. Ihre Reise begann in Böhmen und führte sie bis nach Minnesota. Sie haben sich eine bessere Zukunft erhofft, doch das Leben hat es nicht gut mit ihnen gemeint. Ihr Vater wird des Pferdediebstahls beschuldigt und hingerichtet. Nur mit knapper Not kann sie den Mördern ihres Vaters entkommen. Sie flieht in die Wildnis und erhält von unerwarteter Seite Hilfe. Ein Stamm der Dakota-Indianer nimmt sich ihrer an. Für Anna ist es eine gänzlich andere Welt. Sie fühlt sich aufgenommen und ist bereit, ihren Teil für diese Menschen zu geben. Der Kampf um die Freiheit hat in diesen Jahren um 1860 begonnen. Anna steht mitten in diesem Krieg, der brutal geführt wird.


    Das 19. Jahrhundert in Amerika gehört eher nicht zu meinen bevorzugten Lesegewohnheiten. Ich war am Anfang etwas skeptisch, was diesen Roman betrifft. Der Autor Stefan Schwarz ist eigentlich Musiker. Mit seiner Rockband RoxBoxx kann man ihn in München und Umgebung in den Lokalen antreffen. Dieser erste Band von „Zwischenwelten“ ist sein Debütroman und ich war doch ziemlich angespannt, wie er mir wohl gefallen würde. Ich nehme es jetzt mal vorweg, das Buch hat mich begeistert und nachdem ich die ersten 50 Seiten gelesen hatte, habe ich es auch fast nicht mehr aus der Hand gelegt.


    Der Autor erzählt die Geschichte von einer jungen Frau, die aus Europa in die USA kam, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. Doch mit dem, was ihr widerfahren würde, hat sie so wohl nicht gerechnet und ich auch nicht. Anna wird von einem Stamm der Dakota-Indianer aufgenommen und bewährt sich dort als Kriegerin. Sie macht sich bald einen Namen und wird nur noch Weiße Krähe genannt. Mir hat gut gefallen, wie Stefan Schwarz sich die Zeit genommen hat, nicht nur Anna als Charakter vorzustellen, sondern auch, wie sie zu dem Stamm gelangt ist und aufgenommen wurde. Anna hat eine ganz besondere Beziehung zu diesen Menschen, sie verbindet etwas, was man nicht näher beschreiben kann. Auch dieses leicht Übersinnliche hat mir hier gut gefallen, es fügt sich nahtlos in diese Geschichte ein und gehört einfach dazu.


    Ein zweiter Handlungsstrang erzählt die Geschichte von William aus Boston. Er ist der Sohn eines Verlegers und soll eigentlich den Verlag übernehmen. Doch dann beschließt er, Boston zu verlassen und sich dem Militär anzuschließen, schnell wird er Offizier. Sein Weg führt in nach Minnesota, wo er Anna begegnet. Wer jetzt aber denkt, jetzt kommt eine klassische Liebesgeschichte, ist im Irrtum. Auch wenn die zwei Gefühle für einander entwickeln, haben sie doch unterschiedliche Ziele und Lebenserwartungen.


    Mir hat in diesem Roman vor allem gut gefallen, wie der Autor die historischen Details dieser Zeit beschrieben hat und sie mit seiner fiktiven Geschichte verwoben hat. Auch wenn so einige Szenen ziemlich heftig waren, gehören sie doch auch dazu. Der Kampf der Ureinwohner Amerikas gegen die Soldaten um ihre Freiheit und Eigenständigkeit war brutal. Die Gräueltaten, die auf beiden Seiten begangen wurden, durften nicht verschwiegen werden. Stefan Schwarz hat durchaus das rechte Maß gefunden, damit seine Erzählung glaubhaft bleibt. Hier ist deutlich zu spüren, wie viel er wohl im Vorfeld recherchiert haben muss, um eine glaubwürdige Handlung zu erzählen. Es gab durchaus Szenen, bei denen es mir wirklich schwergefallen ist weiterzulesen, weil diese Berichte ziemlich heftig waren und bei mir schon die eine oder andere Träne floss.


    Der Erzählstil ist zudem angenehm flüssig zu lesen. Kleine Zeitangaben zu Beginn jedes Kapitels sorgen dafür, dass man weiß, in welchem Jahr und an welchem Ort man sich befindet. Diese kleinen Hinweise sind auch nötig, da die Handlung zwischen den Orten und auch schon mal zwischen den Zeiten hin und her springt. In seinem Nachwort klärt Stefan Schwarz kurz Fiktion und Wahrheit und erzählt, wie er auf die Idee zu diesem Roman gekommen ist.


    Fazit:


    Das Debüt als Autor ist Stefan Schwarz gelungen. Mit dem ersten Band seiner „Zwischenwelten. Die weisse Krähe“ legt er einen großartigen Start hin. In diesem historischen Roman ist alles vorhanden, was angenehme Lesestunden verspricht. Der historische Hintergrund fügt sich nahtlos in die fiktive Geschichte ein, die Protagonisten sind wunderbar gestaltet worden und dürfen mit ihren Fehlern und Eigenheiten wachsen. Mir hat dieser Roman gut gefallen und ich hoffe, Stefan Schwarz schreibt noch weitere solche spannende Geschichten.


    5ratten:tipp:

    Lebendige 20er-Jahre


    Die 20er-Jahre haben auf Gut Greifenau Einzug gehalten. Sie bringen alles mit, was diese Zeit zu bieten hatte, von Glamour und Luxus bis tiefste Verzweiflung. Die Inflation hat die Jahre voll in ihrem Griff, das Geld verliert rasant schnell seinen Wert. Nur wer geschickt taktiert, kann Gewinne machen. Aber für Konstantin bedeutet diese Krise letztendlich die Rettung. Auch mit ihm und Rebecca meinen es die Jahre gut, ihre Familie wächst, aber auch die Angst um die Zukunft bleibt.

    In der Angestelltenetage ist das Leben ebenfalls geprägt von Krisen und Glück. Sogar Katharina scheint sich endlich ihren großen Traum verwirklichen zu können. Sie beginnt mit ihrem Studium der Medizin.


    Als im November 2018 der erste Band „Gut Greifenau Abendglanz“ erschien, hatte ich nicht damit gerechnet, dass mich so eine Gutshof-Serie so begeistern könnte, aber genau so ist es. Ich kann es immer nicht erwarten, bis der nächste Band erscheint. Mit „Silberstreif“ liegt nun bereits Band 5 vor.

    Bei dieser Serie sollte man aber schon die Reihenfolge beachten. Sicherlich macht es mehr Spaß, mit dem ersten Teil zu beginnen, als mit einem anderen Teil, obwohl kleine Rückblenden dafür sorgen, dass man zu mindestens ein wenig Weiß, um was es in den Vorgänger gegangen sein könnte.


    Die Geschichte erzählt das Leben auf einem Gutshof in Pommern. Es wird von den Herrschaften erzählt und von den Angestellten. Hanna Caspian versteht es dabei geschickt, ihr fiktiven Protagonisten mit dem historischen Hintergrund zu verknüpfen. In diesem Teil befinden wir uns in den 20er-Jahren mit allem, was dazu gehört. Da die Familie von Gut Greifenau relativ groß ist, hat sie auch einiges zu bieten. Es wird eben nicht nur das Leben auf dem Land anschaulich geschildert, sondern auch aus Berlin. Gerade Alexander trifft es dort hart und auch Katharina muss sich durchsetzten und immer wieder ihr Handeln neu überdenken.


    Auf dem Gut selber wird natürlich das tägliche Leben erzählt. Davon, wie Rebecca ihre Aufgaben erfüllen muss und davon, was das Personal erlebt. Ich mag diese lebendige Schreibweise der Autorin, die es ermöglicht, völlig in dieser Geschichte zu versinken. Dabei hat sie aber nicht vergessen, dass in dieser Zeit politisch so einiges zu bewältigen war. Die Autorin lässt geschickt die politischen Ereignisse mit einfließen und der Leser erfährt, was die Menschen in dieser Zeit bewegt haben könnte.


    Fazit:


    Auch Band 5 „Silberstreif“ hat mich wieder wunderbar unterhalten. Es hat Spaß gemacht, das Leben und die Menschen rund um Gut Greifenau mitzuerleben. Die Mischung aus historischem Hintergrund und fiktive Geschichte gefällt mir gut, der leichte Erzählstil sorgt für ein versinken in der Geschichte und die ausgefeilten Charaktere bringen Leben in die Handlung. Ich liebe diese Reihe und warte schon jetzt sehnsüchtig auf Band 6, auch wenn dieser vermutlich der letzte Teil sein wird.


    5ratten

    Wenn neue Thesen deinen Glauben verändern


    Jonata von Menden ist die Tochter eines angesehenen Brauers in Köln. Ihre Welt ist in Ordnung bis zu dem Tag, als ihr Bruder Lucas Tod nach Hause gebracht wird. In der Kirche wird gepredigt, man solle Ablassbriefe kaufen, um die Seelen aus dem Fegefeuer der Hölle zu befreien. Jonata glaubt fest darin. Dann aber lernt sie Martinus Luther und seine Schriften kennen. Hat der Mönch recht? Kann allein nur der Glaube dafür sorgen, dass die Seele in den Himmel kommt? Jonata geht völlig in dem neuen Glauben auf. Sie möchte die Schriften dieses Mannes in Köln verbreiten und ahnt nicht, dass sie sich damit Feinde schaffen könnte. Am Ende könnte ihr Leben in Gefahr sein und ebenso das Leben der Menschen, die ihr nahestehen.


    Die Welt in Köln ist noch in Ordnung, als Jonata beschließt, ihre Schriften von Martinus Luther zu verbreiten. Der katholische Glaube und die Kirche haben die Stadt im Griff, aber der Umbruch ist schon deutlich zu spüren. Die Frage, warum wird die Messe nur auf Latein gehalten, warum gibt es keine Schriften in deutscher Sprache und die wichtigste Frage überhaupt, helfen die Ablassbriefe überhaupt die Seelen vor der Hölle zu bewahren? Die Thesen von Luther machen in dieser Zeit die Runde. Die Menschen beginnen sie zwar zögerlich, aber doch zu lesen. Der Kirche gefällt das natürlich nicht. Der Handel mit den Briefen ist eine sichere und lukrative Einnahmequelle, die erhalten werden muss. So ist es also auch kein Wunder, dass die Inquisition ihren Auftritt bekommt. In dieser Geschichte ist es der Mönch Enderlin, der den Auftrag bekommt, nach Schriften von Luther zu suchen. Die Sache wird dadurch heikel, dass Enderlin der Bruder von Jonata ist. Enderlin will sich als Mönch beweisen und aufsteigen, dafür würde er so ziemlich alles tun. Seine Beweggründe und sein Handeln hat Bettina Lausen schön in Szene gesetzt. Auch wenn mir dieser Mönch manchmal ein bisschen zu ungeschickt agiert hat. Seine Beziehung zu seiner Familie und vor allem zu seiner Schwester wird glaubhaft in Szene gesetzt.


    Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Jonata und Simon, dem Drucker. Bei Jonata bin ich etwas ratlos, was ihre Figur hier betrifft. Auf der einen Seite soll sie dem Vater in der Brauerei helfen und lernen, er schickt sie sogar los neue Verhandlungen zu führen, was an diesem Punkt der Ereignisse wenig glaubwürdig ist, da sie vorher so noch nie die Brauerei vertreten hat. Im 16. Jahrhundert war es so auch nicht unbedingt üblich, eine unverheiratete Tochter mit diesen Dingen zu betrauen. Dadurch, dass sie sich auf den Weg machen darf, bekommt sie aber die Möglichkeit, Martinus Luther in Wittenberg kennenzulernen, was wiederum recht interessante Szenen waren. Zurück in Köln, findet sie in Simon, den Drucker der ihr helfen wird. Mit Simon habe ich einen wirklich ausführlichen Eindruck davon bekommen, wie das Handwerk der Drucker in dieser Epoche funktionierte. Das Zusammenspiel von Jonata und Simon hat mir wiederum gut gefallen. Sie kommen sich langsam näher und ihre Beziehung fügt sich gut in die Handlung ein.


    Der leichte Erzählstil von Bettina Lausen erlaubt zudem ein zügiges Lesen und trägt dazu bei, dass man sich in dieser Geschichte verlieren kann.


    Fazit:


    „Die Reformatorin von Köln“ ist ein schöner historischer Roman über den Glauben im 16. Jahrhundert. Er erzählt davon, wie eine junge Frau anfängt, den katholischen Glauben zu hinterfragen. Die Gegenwehr, auf die sie dabei stößt, wird glaubwürdig geschildert. Mir hat dieser Roman insgesamt gut gefallen, auch wenn es einige Szenen für mich gab, die nicht ganz so ausgefeilt waren, aber vermutlich nur so die Handlung voranbringen konnte. Bettina Lausen versteht es in jedem Fall eine gute Geschichte zu erzählen. „Die Reformatorin von Köln“ war ihr erster historischer Roman und sie hat damit einen guten Einstieg in dieses Genre hingelegt.


    4ratten

    Geschichte einer Stadt


    Vincent, Ruben und Betje Aardzoon wachsen sicher im Antwerpen des 16. Jahrhunderts auf, doch dann dringt der Krieg auch zu ihnen. Sie werden zur Flucht gezwungen. Ihr Vater sieht ihre Zukunft nun in Amsterdam, dort will er weiter als Architekt arbeiten und leben, auch Vincent will diesen Beruf um jeden Preis erlernen. Ruben ist abenteuerlustig und die Sehnsucht nach der Ferne groß. Betje, als Mädchen hat nicht viele Chancen im Leben zu erwarten und fügt sich ihrem Schicksal. Gemeinsam macht sich die Familie auf den Weg und nimmt die Herausforderungen ihres Lebens an. Die Jahre des ausgehenden 16. Jahrhunderts sind rund um Amsterdam geprägt vom Krieg um die Freiheit Hollands aus der Oberherrschaft Spaniens. Der Kampf um das eigene Überleben überlagert alles.


    Der vorliegende Roman „Krone der Welt“ erzählt die Geschichte einer Familie im 16. Jahrhundert in Amsterdam und Europa. Allerdings sind die Protagonisten eher nur der Rahmen, denn eigentlich wird die Geschichte Amsterdams erzählt, wie aus einer kleinen Stadt eine große Metropole wird.


    Die Auseinandersetzungen dieser Zeit zwischen dem damals noch spanischen Holland und Spanien wird anschaulich geschildert. Die Frage nach dem rechten Glauben überschattet alles. Ich habe noch nicht viel aus dieser Epoche gelesen, jedenfalls nicht mit dem Hintergrund Holland und habe so eine ganze Menge neuer Details aus dieser Zeit erfahren.

    Mir hat gut gefallen, wie Sabine Weiß die historischen Ereignisse in ihre fiktive Geschichte rund um die Familie Aardzoon gepackt hat. Die Autorin hat es geschickt verstanden, die Verbindungen der einzelnen Regierungen und vor allem die Einmischung Englands mit ihrer fiktiven Handlung in Einklang zu bringen. Sie hat damit ein imposantes Bild dieser Epoche erschaffen.


    Die Charaktere der einzelnen Handlungsstränge sind bunt gemischt. Sabine Weiß hat sich die Zeit genommen, diese Lebenswege ausführlich zu schildern. Die Geschwister haben so einiges zu erleben und durchzustehen. Dadurch, dass sie immer wieder die Handlungsstränge wechselt, steigt natürlich auch die Spannung. Mit Vincents Hilfe erzählt Sabine Weiß aber auch davon, wie Amsterdam gewachsen ist. Die Strukturen der einzelnen Handwerksgewerke erläutert sie und macht verständlich, wie schwer es war, in einer neuen Stadt überhaupt Fuß zu fassen. Intrigen, Mord und Verrat scheinen an der Tagesordnung gewesen zu sein.


    Natürlich gibt es auch hier die eine oder andere Liebelei, aber diese steht hier nicht im Vordergrund, sondern umrahmt nur die gesamte Geschichte. Mir hat gut gefallen, dass hier vor allem die historische Entwicklung der Stadt vordergründig ist. Die einzelnen Verbindungen zu den Herrscherhäusern und ihr Zusammenhang wird gut beschrieben. Auch der Einfluss der Armee hat seinen kleinen eigenen Handlungsstrang und erzählt davon, wie brutal teilweise agiert wurde. In diesem Handlungsstrang hat sozusagen das böse Gegengewicht seine Auftritte.


    Der Erzählstil von Sabine Weiß ist zudem flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Deutlich spürbar ist, wie intensiv die Autorin im Vorfeld recherchiert haben muss, um so ein genaues Bild dieser Epoche wiedergeben zu können. Zudem hat sie ihre Protagonisten facettenreich gestaltet und sie ihre Höhen und Tiefen erleben lassen. Die Guten genauso wie die Bösen. Nicht nur die fiktiven Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte, auch die historisch belegten, wirken lebendig und echt.


    Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den nötigen Überblick über die Protagonisten. Schon wenn man dieses Register am Anfang liest, stellt man fest, hier geht es um Historisches. Viele historisch belegte Charaktere haben ihren Weg in dieses Buch gefunden. Ein Glossar am Ende klärt auch noch die zahlreichen fremden Begriffe, was hier durchaus nötig ist, da einige Begriffe eben auch aus dem holländischen oder spanischen kommen. Ein kurzes Nachwort klärt zum Schluss noch Fiktion und Wahrheit.


    Fazit:


    „Krone der Welt“ ist ein umfangreicher historischer Roman, der eine einzigartige Geschichte aus dem 16. Jahrhundert erzählt. Viele historische Details und eine umfangreiche Familiengeschichte haben aus diesem Roman etwas Besonderes gemacht. Ich habe schon ein paar Bücher von Sabine Weiß gelesen, aber dieses neue Buch von ihr ist wohl das Beste, was sie je geschrieben hat. Die historistischen Details, gekonnt verpackt in einer fiktiven Geschichte haben mich nicht nur gut unterhalten, sondern mir auch einen schönen Einblick in das Leben Amsterdam und des spanischen Hollands dieser Epoche gewährt.


    5ratten:tipp:

    Der fünfte Krähenflug


    Es ist Winter in Frankfurt, als eine grausame Mordserie beginnt. Mara Billinsky und Jan Rosen nehmen die Ermittlungen auf, aber es scheint keinen Zusammenhang zwischen den Toten zu geben. Nur das sie alle jung und erfolgreich sind, verbindet sie aber reicht das aus? Doch dann tritt eine ehemalige russische Ballerina in ihren Fokus. Was weiß die Frau und warum will sie der Polizei nicht helfen, obwohl ihr eigener Sohn verschwunden ist? Doch Mara wäre nicht Mara, wenn sie sich von solchen Menschen aufhalten lassen würde. Eisern ermittelt sie weiter und gerät dabei in eine tödliche Auseinandersetzung.


    Mit dem Thriller „Vergessene Gräber“ liegt bereits Band 5 der Reihe um die etwas unkonventionelle Ermittlerin Mara Billinsky vor. Ich mag diese Reihe sehr, gerade weil Mara eben Mara ist, lese ich gern von ihr. Leider sind die Bücher immer zu kurz, obwohl dieser Teil mit seinen 494 Seiten der längste Fall ist.


    In diesem Fall müssen Mara und Jan einen Fall aufklären, der nicht so leicht zu entschlüsseln ist. Als Leser hat man es natürlich leichter, da man mehr von den Details sieht als die Ermittler. Somit war für mich relativ schnell klar, wer hinter den Morden steckte und nur das Warum hat Leo Born gut versteckt.


    Das Zusammenspiel von Mara und Rosen wird immer besser und enger. Sie verstehen sich. Langsam scheint auch etwas wie Freundschaft zu entstehen.


    Mir hat gut gefallen, dass Jan Rosen in diesem Teil einen eigenen Handlungsstrang bekommen hat. Er klärt sozusagen seinen eigenen Fall, der unter die Haut geht. Auch dieser Teil ist spannend und bedrückend zugleich, fügt sich aber wie von selbst in die eigentliche Handlung ein.


    Ich mag die Weiterentwicklung der Protagonisten. Jeder Fall bringt sie auch im privaten Bereich weiter voran. So ist auch immer wieder die Beziehung von Mara und ihrem Vater Thema, auch diese Beziehung verändert sich zusehends. Um diese Zusammenhänge zu verstehen, empfiehlt es sich natürlich, die Reihenfolge der Krähen-Bücher einzuhalten. Obwohl der eigentliche Krimi, in diesem Fall die mysteriösen Mordfälle in sich abgeschlossen sind. Mehr Lesespaß hat man sicherlich, lernt man Mara Billinsky von Anfang an kennen.


    Fazit:


    „Vergessene Gräber“ ist wieder ein Thriller von Leo Born, der unter die Haut geht und mich dabei gut unterhalten hat. Mara Billinsky und Jan Rosen dabei zu begleiten, wie sie ihre Fälle in Frankfurt aufklären, macht einfach nur Spaß. Spannung und Thrill ist hier vorprogrammiert.


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    Das Schicksal einer Königin


    Im Jahre 1501 wird Anne Boleyn geboren. Gemeinsam mit ihren Geschwistern verlebte sie eine schöne Kindheit, nichts ahnend, dass sie einst die Welt verändern sollte. Schon mit 12 Jahren muss sie die Heimat verlassen, um auf ein Leben als Ehefrau und Mutter vorbereitet zu werden. Für ihren Vater zählt nur die Frage, wie kann ich meine Töchter gewinnbringend an den Mann bringen? Anne stehen Jahre des Wartens bevor, doch dann fällt sie Henry VIII. auf. Der König verliebt sich in die junge Frau und setzt alles daran, sie auch zu bekommen. Seine Ehe mit Katharina stellt er dafür infrage. Ein zäher Kampf beginnt. Ein Kampf um Anne, ein Kampf gegen seine Frau und ein Kampf gegen die Traditionen Englands und der Kirche.


    Die tragische Geschichte von Anne Boleyn ist vermutlich allen bekannt. Ich spoilere also nicht, wenn ich hier das Ende verrate, denn diese Liebe des Königs hatte keine Zukunft.


    Alison Weir lässt Anne ihre Geschichte selbst erzählen. Man ist also direkt bei dieser jungen Frau. Erlebt sie als junges Mädchen im Ausland, lernt ihre erste Liebe kennen und auch ihre Gefühle für den König bleiben nicht unerwähnt. Sicher ist es schade, dass es nicht mehr Briefmaterial von Anne gibt und man so wohl nie ganz klären kann, inwieweit sie freiwillig die zweite Frau von Henry geworden ist.


    Die Darstellung dieser Autorin hat mir jedenfalls gut gefallen. Sie zeigt Anne als Frau, die dazu erzogen wurde, gehorsam zu sein und nichts, was ihr Vater angeordnet hat, infrage zu stellen. Erst am Königshof von Margarete von Österreich lernt sie, dass es auch eine andere Sicht der Dinge geben könnte. Leider wird sie später erfahren müssen, dass sie als Frau nicht wirklich etwas zu sagen hat.


    Dann folgen die Jahre, in denen Henry um sie wirbt und ihr seine Liebe versichert. Anschaulich schildert Alison Weir, wie die Chancen für Anne standen. Eigentlich hatte sie gar keine andere Wahl, als sich für den König zu entscheiden. Die Autorin schafft es spielend, dass man beim Lesen Mitleid mit Anne bekommt. Mir ging es so. Ich hätte mir ein ums andere Mal gewünscht, Anne hätte sich gewehrt und wäre so ihrem Schicksal entkommen. Aber auf der anderen Seite war die Aussicht auf die Krone für sie wohl auch zu verlockend, um sich nicht auf den König einzulassen. Das Spiel um Macht und Liebe hatte begonnen, wobei die Liebe in diesem Fall wohl doch eine weniger große Rolle gespielt hat.


    Erschreckend fand ich, wie lange es letztendlich dann gedauert hat, bis die beiden heiraten konnten. In diesem Roman wird dies erst richtig deutlich. Die Höhen und Tiefen, die Intrigen, den Hass und letztendlich die eigenen Gefühle der jungen Frau hat Alison Weir wirklich gut in Szene gesetzt.


    In einem umfangreichen Anhang ist alles vorhanden, was man bei einem guten historischen Roman wohl erwartet. Ein Nachwort, welches Fiktion und Wahrheit trennt, ein Personenregister, in dem man die einzelnen Charaktere nachlesen kann und sogar eine Zeittafel für die Übersicht der Abläufe ist vorhanden. Mir gefällt so was ja immer gut.


    Fazit:


    Dieser zweite Teil über die Ehefrauen Henry VIII. hat mir wieder gut gefallen. Diesmal war es Anne Boleyn, die ihre Geschichte erzählen durfte. Der Autorin ist es gelungen ein glaubhaftes Bild dieser Königin zu erzählen und hat mich damit gut unterhalten, auch wenn ich es etwas schwächer fand als Band 1. Katharina war mir einfach näher, aber auch mit Anne konnte ich mitfühlen und mitleiden. Vor allem die letzten Seiten hatten es mir angetan und dieses wundervolle Gedicht am Ende. Zitat: „Du Glocke sei nun still; wohl kündigt dein Geläut den Tod, wie Gott es will“.


    4ratten

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    Psychothriller der unter die Haut geht


    Die Psychotherapeutin Nele Hess könnte glücklicher nicht sein, sie steht kurz vor der Geburt ihrer Tochter. Doch dann geschieht das Unfassbare, ihr Kind wird Tod per Kaiserschnitt zur Welt geholt. Nele erlebt den Albtraum ihres Lebens, sie kann nicht glauben, dass ihr Mädchen wirklich Tod sein soll, außerdem hört sie seit den Tagen im Krankenhaus immer wieder diese eine Melodie und eine Ballerina verfolgt sie bis in ihre Träume. Was ist nur los mit ihr?

    Sie wird in die psychiatrische Klinik Feldbergblick eingewiesen. Dort trifft sie auf die 17-jährige Emily, doch die junge Frau verschwindet spurlos, zurückbleibt nur ein Blutfleck auf der Treppe. Was geschieht hier nur? Ist die gelernte Psychotherapeutin selbst kurz davor, den Verstand zu verlieren? Wo ist Emily und lebt ihre Tochter vielleicht doch noch?


    Der Psychothriller „Stummer Schmerz“ spielt mit der Gedankenwelt des Lesers und geht dabei unter die Haut. Wer kann schon genau sagen, was im Kopf eines Menschen vorgeht. Nele erleidet den wohl größten Schmerz, den eine Mutter erleiden kann, sie verliert ihr Baby. Lena Sander schildert nun die Gefühle dieser jungen Frau, ihren Schmerz und ihren Verlust. Die Einweisung in die Klinik ist der letzte Ausweg, der Rettungsanker ihrer Seele. Doch dort trifft sie auf Emily und irgendwie scheint nichts so zu sein, wie es sollte.


    Die Autorin hat es geschickt verstanden, ihre Handlung aufzubauen. Die dramatischen Ereignisse, die zur Einweisung in eben diese Klinik der Frauen führte, schildert sie spannend. Ich war von Anfang an in dieser Geschichte gefangen. Nele, ihr Kampf um die Wahrheit war faszinierend zu lesen.


    Der zweite Handlungsstrang, der von der 17-jährigen Emily erzählt, war bewegend. Der Teenager hatte ein hartes Schicksal zu bewältigen.


    Lena Sanders Erzählstil ist flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man quasi durch die Geschichte fliegt. Sie hat ihre Protagonisten anschaulich geschildert und es fiel mir leicht, mich auf sie einzulassen. Mir hat die Mischung aus Spiel mit der Psyche und Humor gut gefallen. Ja, es gibt auch Szenen zum Schmunzeln. Allerdings täuschen sie nicht über den dramatischen Hintergrund hinweg.


    Fazit:


    „Stummer Schmerz“ ist ein Psychothriller, der unter die Haut geht. Zumal hier ein Thema behandelt wird, welches nicht nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist, sondern dem ein realer Hintergrund zugrunde liegt. Mir hat diese Mischung aus Gänsehautmomenten, Humor und Spannung gut gefallen. Für mich war es ein gelungener Psychothriller, der bewegend erzählt, was im Kopf eines Menschen vorgehen könnte.


    5ratten

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    Intrigen und Verrat im 13. Jahrhundert


    Runhild und ihr Mann der Henker Meinulf, haben die Hoffnung nie aufgegeben, ihre Ehre wieder herzustellen. Nur einer Intrige ist es zu verdanken, dass Meinulf als Henker leben muss. Er war einst ein Schildknappe und stand kurz vor dem Ritterschlag, als er eines schweren Verbrechens beschuldigt wurde. Runhild war eine unfreie Magd, die nur durch die Gnade und die Ehe mit dem Henker ihr Leben retten konnte. Gemeinsam versuchen sie nun mithilfe eines Gnadengesuchs ihre Ehre wieder herzustellen und dem Leben als Henkerspaar zu entkommen. Aber es ist schwieriger als gedacht, diese Gnade zu bekommen. Weitere Intrigen werden um Meinulf gesponnen und Runhild hegt die Befürchtung, diesem Schicksal nicht mehr entfliehen zu können. Einzig die erwachte Liebe zwischen ihr und dem Henker hält sie beide zusammen.


    Diese Geschichte spielt im Jahre 1233 in Marburg und erzählt aus dem Leben eines Henkers und seiner Familie. Ute Zembsch schildert durchaus anschaulich, wie sich das Leben dieses Mannes gestaltet hat. Die Höhen und Tiefen, die er durchleiden musste, fließen glaubhaft in die Handlung ein. Allerdings ist Meinulf nicht in diesen Beruf hineingeboren worden, sondern wurde dazu verurteilt. Er fühlt sich zu Unrecht behandelt und setzt alles daran, seine Unschuld zu beweisen, um vielleicht dem Henkersschicksal zu entkommen. Einzig die glückliche Fügung, dass er eine Frau an seiner Seite hat, die ihn liebt und ihm immer wieder das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden, hält ihn am Leben. Ihre gemeinsamen Versuche, diesem Leben zu entkommen, ist der Kernpunkt dieser Geschichte.


    „Die Ehre des Henkersweibs“ ist die Fortsetzung zu „Henkersweib“. Ich habe den ersten Teil leider nicht gelesen und auch wenn einige Rückblenden dafür sorgen, dass man die Vorgeschichte der beiden kennenlernt, hatte ich schon das Gefühl, mir sind wichtige Details nicht bekannt. Der Einstieg fiel mir dadurch ein bisschen schwieriger. Ute Zembsch erzählt durchaus glaubhaft aus dem Leben von Meinulf, von seiner Arbeit, seinem Leben mit seiner Frau und vor allem von seinem Kampf um Gerechtigkeit. Ihr Erzählstil ist zu Beginn etwas schwierig zu lesen, da er schon ein wenig der Zeit angepasst ist und nicht zu modern daherkommt, aber nach den ersten Seiten war ich dann doch in der Geschichte gefangen.


    Manche Szenen fand ich zwar etwas übertrieben, zum Beispiel stehen er und seine Frau mir zu oft in der Öffentlichkeit und bezeugen sich gegenseitig ihrer Liebe, aber im Ganzen gesehen hat mich diese Geschichte gut unterhalten. Das Leben im 13. Jahrhundert als ehrlose Leute hat Ute Zembsch hingegen wunderbar dargestellt. Sie erzählt authentisch aus dem Leben dieser Zeit und wie schwer es für Menschen war, die von der Gesellschaft nicht wirklich anerkannt waren. Vor allem erzählt sie eine Geschichte von Lügen, Intrigen und Verrat. Einmal als unehrlich betrachtet war es schwer, wieder anerkannt zu werden.


    Fazit:


    „Die Ehre des Henkersweibs“ ist ein historischer Roman, der eine etwas ungewöhnliche Geschichte erzählt. Das Leben an der Seite eines Henkers war nicht leicht, diesem Schicksal zu entkommen, eine große Herausforderung. Insgesamt hat mir dieser Roman gut gefallen, auch wenn es kleine Schwachpunkte für mich gab. Mir war die Liebesgeschichte ein bisschen zu ausführlich. Dafür die Intrige rundum Meinulf aber wieder spannend. Das Leben im 13. Jahrhundert hat die Autorin auf jeden Fall gut eingefangen und lebendig werden lassen.


    4ratten