Beiträge von nirak

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Die Fotografin Band 2


    Laichingen im Jahre 1912. Mimi Reventlow kümmert sich mit Hingabe um ihren Onkel Josef. Er ist krank und braucht ihre Fürsorge. Gleichzeitig vertritt sie ihn in seinem Fotoatelier. Mimi ist gelernte Fotografin und hat bisher ihren Lebensunterhalt als Wanderfotografin bestritten. Jetzt an einem festen Ort zu leben, ist für sie eine neue Erfahrung. Schnell muss sie lernen, dass das Dorfleben nicht so einfach ist. Die Menschen leben von der Weberei, aber nur wenigen ist es vergönnt, damit richtig Geld zu verdienen. Die einfachen Leute sind von dem Wohlwollen der Webereibesitzer abhängig. Mimi versucht mit ihrer offenen Art und ihrer Lebensfreude, den Menschen zu helfen. Ihre Fotos sind immer etwas Besonderes. Mimi fühlt sich mehr und mehr im Dorf angekommen und aufgenommen. Dies mag zum Teil, an ihrer geheimen Beziehung, zu einem Weber aus dem Dorf liegen. Für Mimi wird das Leben schwerer, soll sie den Leuten im Ort helfen, auf ihre Liebe vertrauen oder doch weiterziehen?


    „Die Zeit der Entscheidung“ ist der zweite Band einer Buchreihe über die Fotografin Mimi Reventlow. Er schließt direkt an den Vorgängern an und es empfiehlt sich, diesen auch gelesen zu haben. Die Geschichte von Mimi spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts und erzählt davon, wie schwer es gerade für Frauen war, in einem sogenannten Männerberuf zu arbeiten und zu leben. Mimi hat gegen einige Vorurteile anzukämpfen, aber sie wird als starke Frau beschrieben. Sie schafft es, sich gegen alle Widrigkeiten durchzusetzen. Dabei verliert sie weder das Wohl anderer Menschen aus den Augen noch ihre eigenen Ziele. Immer nimmt sich die junge Frau die Zeit, sich die Sorgen und Nöte ihrer Nachbarn anzuhören und wenn sie kann, hilft sie ihnen. Durch die Augen von Mimi erlebt der Leser die Welt der Weber und ihrer Familien auf der Schwäbischen Alb. Für alle ist es kein leichtes Leben. Auch Mimi muss erfahren, dass sie gegen Jahrhunderte gewachsener Traditionen nicht so einfach gegen ankommen kann. Aber sie bewirkt trotzdem viel Gutes und bringt ein wenig Hoffnung nach Laichingen.


    Petra Durst-Benning erzählt in einem leichten, lockern Erzählstil die Geschichte der Fotografin. Sie hat mich gleich von den ersten Seiten an, erneut zu Mimi mit auf die Schwäbische Alb genommen. Es macht Spaß, Mimi beim Fotografieren zuzuschauen, dabei zu sein, wie sie ihr Leben meistert. Ihre Höhen und Tiefen mitzuerleben. Auch den Menschen, die ihren Weg kreuzten, hat die Autorin Leben eingehaucht. Es ist ein stimmiges Bild von Laichingen und seinen Bewohnern erstanden.


    Gleichzeitig erfährt man auch so einiges an Hintergrundwissen über die Fotografie dieser Zeit. Genauso wie über das Leben und die Traditionen Anfang des 20. Jahrhunderts. In einem kleinen Nachwort klärt die Autorin kurz Fiktion und Wahrheit. Ich finde es gut, am Schluss zu lesen, was der Wahrheit entspricht und was Fiktion ist. Ich hatte wundervolle Lesestunden und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.


    5ratten

    Berührende Lebensgeschichte


    Paulina lebt in Berlin. Sie ist eine junge moderne Frau im Jahre 2018. Doch dann bittet ihre mütterliche Freundin Antonia, für sie, nach Wien zu reisen. Dort soll Paulina ein Erbstück in Empfang nehmen. Keiner ahnt, was diese Reise für alle bedeuten wird.


    Das Jahr 1936 ist für die junge Sängerin Luzie Kühn ausschlaggebend. Sie muss ihre Heimat Berlin verlassen. Ihr Weg führt sie nach Wien. Hier hofft sie auf eine Karriere beim Theater. Doch es ist nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat. Als Tochter mit jüdischen Wurzeln ist sie auch in dieser Stadt nicht sicher. Aber dann kreuzt die Liebe ihren Weg und die Hoffnung, alles wird gut.


    In „Die Fliedertochter“ erzählt Teresa Simon die Lebensgeschichte von Luzie Kühn. Die junge Frau lebt in der Zeit des Naziregimes. Sie hat jüdische Wurzeln und so lässt es sich denken, dass ihr Leben nicht ganz einfach war. Die Autorin schafft es aber trotz des schwierigen Hintergrundes, eine leichte Liebesgeschichte zu erzählen.


    Luzie ist mir als Charakter mitten ins Herz gegangen. Ihre Lebensgeschichte wird rückblickend durch ein Tagebuch erzählt. Wobei man dann direkt im zweiten Handlungsstrang ist. Dieses Tagebuch wird von Paulina gelesen, und wie sie darin versinkt, versinkt auch der Leser. Mir ging es jedenfalls so. Auch wenn das Thema nicht immer einfach war, hat es Spaß gemacht, aus dem Leben dieser beiden Frauen zu lesen.


    Frau Simon erzählt aber nicht nur eine einfache Liebesgeschichte, sondern weißt mit gutem Hintergrundwissen auf. Einiges von dem, was ich las, war mir so in dieser Eindringlichkeit nicht bewusst. Vielen Dank für diese Einblicke in eine Zeit, die kaum schmerzlicher sein konnte. Die Autorin hat die Vergangenheit lebendig werden lassen und dabei gekonnt die zwei Handlungsstränge miteinander verwoben. Sie hat ihre Protagonisten wunderbar ausgearbeitet und ihnen auf ihre eigene Weise leben eingehaucht. Ich hatte das Gefühl beim Lesen, so könnte das Leben von Luzie gewesen sein und auch die Geschichte von Paulina wirkte auf mich lebendig und echt.


    „Die Fliedertochter“ ist eine Familiengeschichte, die mich nur schwer losgelassen hat. Ich mochte sie von der ersten bis zur letzten Seite. Die Bücher von Teresa Simon sind mit viel Herz und Liebe zum Detail geschrieben. Sie nehmen mich immer mit in eine berührende Vergangenheit und gleichzeitig erzählen sie eine leichte Liebesgeschichte in der Gegenwart. Ich mag es, wie hier Vergangenes mit der Gegenwart verwoben wird.


    5ratten

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    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite


    Hanna Jameson, kehrt von einem Kurzurlaub zu ihrer Familie zurück. Sie geht jeden Falls davon aus, dass es so ist. Allerdings steht sie plötzlich vor verschlossenen Türen. Von der Familie keine Spur. Sind sie kurzfristig wieder in die Staaten zurückgekehrt oder doch in ein anderes Haus in Pattonville /Baden-Württemberg gezogen? Hanna macht sich auf die Suche. Zunächst in Deutschland und später dann in Amerika.

    In den Staaten trifft sie Chris Thompson, scheinbar selbstlos bietet er seine Hilfe an, aber wem kann sie noch trauen und was ist wirklich geschehen? Je weiter Hanna kommt, umso mehr Schwierigkeiten sieht sie sich gegenüber, nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.


    Zunächst beginnt die Geschichte harmlos, mit einer jungen Frau, die aus dem Urlaub zurückgekehrt, doch schnell wird klar, hier stimmt so einiges nicht. Elisabeth Büchle versteht es, den Leser gleich von der ersten Seite an zu fesseln. Einmal begonnen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Frage, was geschah mit der Familie Jameson beschäftigt nicht nur die Protagonisten selbst, sondern auch den Leser. Ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören, zu spannend fand ich die Ereignisse. Der Erzählstil ist dabei nicht nur flüssig zu lesen, sondern vor allem so fesselnd, dass man die Zeit vergisst.


    Geschickt hat die Autorin mehrere Handlungsstränge miteinander verflochten. Einen kleinen Einblick in vergangene Ereignisse erzählt der Prolog. Was dann wirklich alles geschah, erschließt sich dem Leser so nach und nach. Kleine Passagen werden immer wieder in die Handlung eingestreut. Um was es genau geht, verrate ich an dieser Stelle nicht, lest selbst. Nur so viel sei gesagt, nicht immer ist es so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wer hier auf der Seite von Hannah ist und wer eher nicht, ist nicht offensichtlich und macht die Geschichte umso spannender.


    Die einzelnen Charaktere sind dabei wunderbar ausgearbeitet. Anschaulich schildert Frau Büchle, zu was der Mensch, in diesem Fall Hanna, fähig ist, wenn es darauf ankommt. Dabei ist die Handlung nicht zu überladen und bleibt glaubhaft. Die Autorin beschreibt dabei die Protagonisten und ihre Gefühle detailgetreu und vor allem lebhaft. Abgerundet wird die Story durch die Landschaftsbeschreibungen, die den Eindruck vermitteln, nicht nur zu lesen, sondern dabei zu sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Szenen in den USA in freier Wildbahn abspielen oder im Großstadtdschungel.


    „Im Schatten der Vergangenheit“ ist ein Roman über das Leben, die Liebe und das Vertrauen auf andere Menschen, genauso wie darauf sich selbst zu trauen. Außerdem ist er fesselnd geschrieben und lässt einen von der ersten Seite an nicht mehr los. Ich hatte spannende Lesestunden.


    5ratten

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    Ein Leben im Kloster, dies ist es, was die Novizin Thomasine sich sehnlichst wünscht. Sie steht kurz davor, in den Orden aufgenommen zu werden, als ihre Großtante anreist. Die adlige Dame will die Novizin mit sich nehmen und verheiraten. Zudem ist die hohe Frau nicht besonders beliebt, sie neigt zu Wutausbrüchen, allerdings ist sie dem Kloster sehr zugetan. Aber dann geschieht das Unfassbare, die Frau wird tot aufgefunden. Schnell macht es die Runde, sie könnte vergiftet worden sein, aber wer würde so eine abscheuliche Tat in einem Kloster begehen? Schwester Frevisse ist die Nonne, die die meisten Fragen stellt und der sich so schnell keiner entziehen kann. Sie beginnt zu ermitteln.


    „Die Novizin“ ist der Auftakt einer Reihe, die im 15. Jahrhundert spielt und in der Schwester Frevisse als ungewöhnliche Ermittlerin auftritt. Der Gedanke in einem Nonnenkloster Rätsel zu lösen hat mir gut gefallen und ich hoffte auf spannende Lektüre. So ganz erfühlt wurden meine Erwartungen dann allerdings nicht. Die ersten Seiten waren schon langatmig und es hat lang gedauert, bis überhaupt etwas passiert war. Da der ganze Roman nur ca. 300 Seiten hat, hätte er meiner Meinung nach ein bisschen schneller mit den Ereignissen daher kommen können.


    Erst als ich das Buch beendet hatte, hat es mir im Nachhinein ganz gut gefallen. Die Lösung war nämlich gut versteckt. Margret Frazer hat es durch aus verstanden, Spuren zu legen, aber eben auch einige falsche. So hat mir die zweite Hälfte der Geschichte wesentlich besser gefallen, als zu Beginn. Schwester Frevisse hat durchaus Potenzial zu einer angenehmen Ermittlerin.


    Die Geschichte spielt zwar im 15. Jahrhundert in England, aber auf die historischen Ereignisse der Zeit geht die Autorin nur kurz und oberflächlich am Rande ein. Da es aber der erste Band dieser Reihe ist, kann da durchaus noch mehr kommen. Es ist noch reichlich Luft nach oben.


    „Die Novizin Mord im Jahre des Herrn 1431“ ist ein netter Auftakt einer Krimireihe, der in einem Kloster im 15. Jahrhundert in England spielt. Er ist unterhaltsam, wenn auch nichts Besonderes oder Einprägsames. Einige nette Lesestunden sind es allemal.


    3ratten


    (die ISBN ist richtig, ich weiß nicht warum sie hier nicht angezeigt wird)

    Gut Greifenau, eine Reise in die Vergangenheit


    Der Erste Weltkrieg ist nicht mehr aufzuhalten. Auch Konstantin muss sich dem stellen und wird eingezogen. An der Front lernt er die Schrecken dieses Krieges am eigenen Leib kennen. Daheim, versucht sein Vater das Gut zu führen und scheitert an diesen Aufgaben. Schon bald ist Gut Greifenau hoch verschuldet. Es scheint nur den einen Ausweg zu geben, nämlich Katharina mit dem

    Neffen des Kaisers zu verheiraten. Nichts verabscheut diese mehr als Ludwig von Preußen. Immer noch hofft das junge Mädchen auf eine Verbindung mit Julius, doch diese Beziehung steht unter keinem guten Stern. Fast sieht es so aus, als wolle Julius sie nur heiraten, um in den Adel aufzusteigen. Nicht nur Katharina fragt sich, kann ihre Liebe bestehen? Aber auch für Konstantin ist nichts mehr so wie vor dem Krieg. Wie wird sein Leben verlaufen und werden die Menschen auf Gut Greifenau diesen furchtbaren Krieg zusammen überstehen?


    „Nachtfeuer“ schließt direkt an den Vorgänger „Abendglanz“ an und es empfiehlt sich, diesen auch gelesen zu haben. Kleine Rückblenden sorgen zwar dafür, dass man die Zusammenhänge nachvollziehen kann, aber es macht eindeutig mehr Spaß, wenn man alle Ereignisse vor 1914 gelesen hat.


    Hat mir Band 1 schon gut gefallen und mich mitgenommen nach Pommern, so legt die Autorin hier noch etwas nach. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder auf dem Gut und im Dorf Greifenau angekommen. Ich mochte das Buch kaum zur Seite legen. Hanna Caspian schildert die Ereignisse dieser Zeit authentisch. Sie macht auch nicht vor den Schrecken des Krieges halt. So müssen ihre Protagonisten schon einiges aushalten. Der Kampf ums Überleben und Leben betrifft alle.


    Die Autorin versteht es gekonnt, zwischen dem privilegiertem Adel und der Unterschicht hin und her zu wechseln. Alle haben ihre Bürde mit dem Krieg zu meistern. Jeder muss sein eigenes Schicksal tragen, nur das Leben auf dem Gut verbindet sie. Caspian lässt Gefühle lebendig werden und fast ist es, als lese man von alten Bekannten oder Verwandten aus der Vergangenheit. Mir hat gut gefallen, wie die Autorin die Handlungsstränge verbunden hat. Mal liest man von den Bediensteten, von ihren Ängsten und Sorgen und dann wieder von der Grafenfamilie, die mindestens genauso harte Schicksalsschläge trifft.


    In einem Nachwort klärt die Autorin Wahrheit und Fiktion, ein Personenregister und Karten sind ebenfalls wieder vorhanden. Ich mag diese kleinen Details in historischen Romanen.


    „Gut Greifenau Nachtfeuer“ erzählt aus dem Leben der Menschen um das fiktive Greifenau, aber so lebendig und echt, dass man beim Lesen vergisst, dass diese wunderbaren Charaktere gar nicht existieren. Auch wenn Katharina und ihr Bruder Konstantin und all die anderen der Fantasy der Autorin entsprungen sind, der historische Hintergrund ist bekannt. So wie er hier erzählt wird, hätte es gut sein können. Genau aus dem Grund habe ich mich in diese Reihe verliebt. Sie wirkt authentisch und echt. Es macht Spaß, die Geschichte dieses Gutes und ihrer Menschen zu lesen. Ich bin gespannt, wie ihr Leben sich weiterentwickeln wird.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich liebe Lesezeichen. Vor allem mag ich die, die passend zu den Büchern sind. Ich finde es schick, wenn so ein Lesezeichen gleich dabei ist.

    Ich habe aber auch selbstgebastelte Schmucklesezeichen. Die mag ich auch, allerdings muß ich da immer vorsichtig sein, weil sonst schnell knicke im Buchrückenentstehen.

    Wenn ich mal kein Lesezeichen zur Hand habe, nehme ich aber auch alles was da ist, über Bonbonpapier, Kassenzettel oder anderes :)

    Hallo,

    ich glaube mich hat es voll erwischt. Ich habe im Januar mal gerade so 2 Bücher gelesen. Noch schlimmer ist es wenn ich an den PC gehe. Ich brauche ihn nur anzusehen und habe schon keine Lust mehr. Also falls ihr erst mal nicht viel von mir hört, ich mag im Moment einfach nicht. Ein bisschen Instagram am Handy und vielleicht auch am Handy mal schauen, was ihr so macht, geht gerade noch. Ich hoffe, das legt sich in den nächsten Tagen wieder. Vor allem das ich so wenig lese, stört mich aber anders ist mir im Moment wichtiger :( Und um mich zu entspannen sitze ich dann auch noch vor dem TV und lasse mich berieseln 8|

    Ich habe noch nicht verstanden wie Instagramm funktioniert. Mich interessieren eigentlich keine Fotos vom Abendessen anderer Leute... Da ich aber auch nicht kapiere wie man mit Twitter umgeht, bin ich vielleicht nicht die richtige Zielgruppe.

    Ich kann nicht behaupten, dass ich Instagram verstanden habe und Fotos vom Essen anderer Leute schau ich mir nicht an, dafür Katzenfotos ohne Ende. Ausserdem fange ich an, dort auch meine Rezis einzustellen. Aber ob ich auf Dauer dabei bleibe weiß ich noch nicht. Ich finde es eher frustriend, nur weil man mal nicht 2 Stunden aufs Handy geschaut hat, gleich Abonnenten zu verlieren.

    Zank Es tut mir Leid um euer kleines Meerschweinchen, die Tiere wachsen einem ans Herz :knuddel:


    Ich habe für mich ganz neu Instagram entdeckt, dass hält mich doch sehr vom Lesen ab und seit Weihnachten habe ich auch Netflix, noch so etwas was mich nicht lesen lässt. Andere Hobbys habe ich nicht wirklich. Mein Mann braucht noch seine Zeit und dann natürlich unser Hund und die beiden Katzen :herz:

    Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah

    :thumbup: Oh ja, denn finde ich auch klasse.


    Ich kann mich sehr gut in meine männlichen Protagonisten verlieben, so sie denn ausführlich beschrieben werden. Zum Beispiel wie bei Rebecca Gablé, in ihren Robin of Warringham war ich regelrecht verliebt :love:

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    Die Nibelungensaga neu erzählt


    Die Sage der Nibelungen dürfte bekannt sein. Das Leben von Grimhild, Sigfrid, Hagen, Brünhild und Gunter, bestimmen das Bild des Nibelungenliedes. Der Autor Gunnar Kunz erzählt genau diese Legende auf seine eigene Art neu. Auch wenn die Nibelungensaga als Vorbild dient und der Erzählstil einen förmlich mitreißt, konnte es mich nicht von Anfang an überzeugen. Ich ging mit dem Gedanken an das Buch, einen historischen Roman zu lesen. Während die Geschichte sich entwickelte, kam ich mehr und mehr zu dem Schluss, es in die Sagen und Mythenwelt zu platzieren, so man denn einen Roman überhaupt einem bestimmten Genre zuschreiben muss.


    Kunz hat die Sage der Nibelungen wundervoll erzählt. Er lässt die nordischen Göttersagen mit einfließen. Bleibt dabei aber der ursprünglichen Sage trotzdem treu. Der Autor hat seine Geschichte ins 5. Jahrhundert gelegt und damit viel Raum für Mythen und Legenden geschaffen. Von dem christlichen Glauben wird genauso erzählt, wie von den alten Göttern. Der Glaube spielt eine große Rolle und fließt gekonnt in die Handlung ein. So wundert es mich nicht, dass Odin zur großen Jagd ruft, auch Lieder aus der Edda werden gesungen. Ich habe diese Szenen gern gelesen, ich mag Geschichten aus der nordischen Mythologie. Es passte hier überzeugend zur Handlung.


    Der Autor berichtet von den Heldentaten Sigfrids. Er erzählt von den großen Taten und auch von seinem Tod. Es hat Spaß gemacht, diese Szenen zu lesen. Es stellt sich das Gefühl ein, genauso könnte es gut gewesen sein, wenn man denn an die alten Götter und ihre Macht glaubt. Aber was wohl viel wichtiger ist, der Autor nimmt einen mit auf ein schönes Abenteuer. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und habe mit Sigfrid gegen den Drachen gekämpft, mit Brünhild um ihre verlorene Liebe getrauert und war gleichzeitig mit Grimhild auf Rache. Sogar der düstere Hagen hat mich berührt.


    Auch wenn ich am Anfang ein klein wenig Probleme hatte, ich ging mit anderen Erwartungen an die Geschichte heran, war ich spätestens nach dem zweiten Kapitel voll dabei.


    „Krähen über Niflungenland“ ist eine Geschichte über die große Sage der Nibelungen. Sie ist berührend und mitreißend. Einmal begonnen, lässt sie einen nicht mehr los. Gunnar Kunz, ein Autor, den ich mir merken werde, denn am Ende hat er mich von seiner Geschichte überzeugt und mir wunderbare Lesestunden beschert.


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    Thriller mit starken Charakteren


    Mara Billinsky kehrt zurück in ihre Heimatstadt Frankfurt. Sie ist die neue Kommissarin im Morddezernat. Aber ihr Äußeres sorgt dafür, dass sie mit Argwohn betrachtet wird. Tattoos und schwarze Kleidung tragen dazu bei, dass die Kollegen ihr mit Misstrauen begegnen. Auch ihr Chef steht ihr nicht wohlwollend gegenüber. Keiner traut ihr zu, einen Mord aufzuklären. Die junge Frau muss sich um Wohnungseinbrüche kümmern. Aber Mara wäre nicht Mara, würde dies sie davon abhalten zu ermitteln. Auf eigene Faust macht die Kommissarin sich auf den Weg.


    Mit Mara Billinsky ist eine neue Ermittlerin in Frankfurt eingetroffen. „Blinde Rache“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Frau Billinsky ist eine Protagonistin mit so einigen Ecken und Kanten. Sie hat in ihrem Leben schon viel durchmachen müssen. Was genau erfährt der Leser erst so nach und nach.


    Mara wird als Mensch geschildert, die in der Gesellschaft aneckt und als Kommissarin nicht ernst genommen wird. Ihre äußere Erscheinung trägt viel dazu bei und zeigt dabei auch auf, wie schnell Vorurteile entstehen und für Verurteilung sorgen. Aber auch ihr Verhalten verschafft ihr nicht nur Freunde. Sie ermittelt auf eigene Faust und will beweisen, dass sie ihren Job versteht. Mir hat gut gefallen, wie verbissen sich die junge Frau durchkämpft. Gerade weil sie nicht so perfekt ist und aus der üblichen Norm herausfällt, mag ich sie.


    Vielleicht ist das Auftreten ihrer Kollegen ihr gegenüber schon fast ein bisschen zu viel, um glaubwürdig zu wirken. Schließlich ist Mara neu auf dem Revier und warum sollten dann alle Kollegen gleich gegen sie sein? Nur an ihrem Äußeren kann man dieses Verhalten schwerlich festmachen. Die Vermutung liegt nahe, dass es eine Vorgeschichte in Frankfurt gibt. Vielleicht wird diese ja in den nächsten Fällen noch genauer beleuchtet und sorgt dann für Klärung. Für Mara heißt es die Zähne zusammenbeißen und durch. Der Leser wird dafür mit einem spannenden Thriller belohnt. Denn die Mordserie und die Jagd nach dem oder die Täter ist spannend erzählt. Mit Mara tritt keine perfekte Frau auf den Plan dafür aber eine starke Ermittlerin. Sie nimmt den Leser mit ins nächtliche Frankfurt und auf die Jagd nach dem Verbrechen.


    „Blinde Rache“ ist ein durch und durch spannender Thriller mit Protagonisten, die für Überraschungen sorgen. Mich hat die Kommissarin Mara Billinsky überzeugt und ich bin gespannt, was die junge Frau noch erleben wird.


    5ratten:tipp: