Beiträge von nirak

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Meine Meinung: „Die Gabe der Zeichnerin“ beginnt im Jahre 794 und erzählt die Entstehung des Doms zu Aachen. Sie erzählt von einer jungen Frau mit Namen Ezra, die ihre Reise aus Bagdad antritt und verkleidet als Junge an den Hof von Karl dem Großen kommt. Gemeinsam mit ihrem Vater Yussuf ibn Yakub und Odo von Metz sowie dessen Sohn Lucas lässt sie den Dom entstehen.


    Einen Roman aus der Zeit Karl des Großen zu lesen ist für mich immer wieder spannend. (Ich liebe diese Epoche) Aus dieser Epoche gibt es nicht viel Material und der Fantasy sind da keine Grenzen gesetzt und so hat die Autorin hier eine Geschichte erzählt wie aus 1001 Nacht. Sie hat historische Fakten gekonnt mit fiktiven Protagonisten gemischt und ein kleines Märchen geschaffen. Den märchenähnlichen Eindruck vermitteltet die Autorin vor allem durch die schönen Zitate aus der Erzählung von 1001 Nacht die an jedem neuen Kapitel zu finden sind. Mir haben diese Zitate gut gefallen, ich finde auch sie passen sehr gut zu der Geschichte die hier erzählt wird. Die Tatsache, dass sie hier ein Mädchen in einen Jungen verwandelt hat (etwas was ja leider häufig zu lesen ist) habe ich zunächst einfach ignoriert. Aber so nach und nach ist mir der Charakter von Ezra dann doch vertraut geworden. Wirklich fasziniert war ich aber von dem Dombau selbst und mal wieder von Karl. Darüber wer letztendlich den Dom erbaut hat, ist so gut wie nichts bekannt. So ist es also durchaus möglich, dass ein fremder Baumeister aus einem fernen Land diesen Dom gebaut haben könnte und es liegt im Bereich des Möglichen, dass es so gewesen ist wie Frau Kempff es hier schildert.


    Der Erzählstil von Martina Kempff ist angenehm und flüssig zu lesen und dabei bildhaft und facettenreich, egal ob man in einer Szene beim Kalifen in Bagdad ist oder eben am Hof Karl des Großen, Bilder werden schnell lebendig und es macht Spaß hier zu lesen.
    Eine Liebesgeschichte gibt es hier ebenfalls, aber sie ist nicht so vordergründig sondern kommt leise daher. Lucas trägt diesen Teil, wobei er mir aber ab und an doch etwas schwerfällig vorkam. Er sieht nicht immer das was gerade vor ihm steht. Überhaupt fand ich den Charakter von Lucas nicht wirklich greifbar. Ich kann aber auch nicht erklären woran es genau liegt.


    Interessant fand ich, dass die Autorin hier nicht nur vom Dom erzählt sondern mit dem Protagonisten Isaak (einem jüdischen Fernhandelskaufmann) auch ein bisschen etwas vom Fernhandel dieser Zeit verarbeitet. Allerdings ist dieser Handlungsstrang mit einigen Zeitsprüngen versehen die vielleicht ein bisschen irritierend sind. Gut gefallen hat mir dabei, dass vor jedem Kapitel dann Zeitzahlen standen sodass ich mich beim Lesen daran orientieren konnte. Mir haben diese Zeitsprünge und vor allem Isaak gut gefallen. Allerdings hatte ich zwischendurch schon mal den Eindruck, als wäre die Geschichte nicht richtig zu Ende erzählt oder die Autorin hätte noch mehr zu sagen gehabt. Ich hatte an manchen Stellen einfach den Eindruck da fehlt ein bisschen Tiefe und es hätte mehr vom Leben der Protagonisten erzählt werden können.


    Cover/Gestaltung: Ich mag das schlichte Cover mit dem Zirkel und dem Granatapfel. Ich finde es passt sehr gut zur Geschichte, geht es doch hier um den Dombau beziehungsweise um eine Zeichnerin. Am Ende gibt es ein Nachwort der Autorin, welches Fiktion und Wahrheit voneinander trennt und ein Glossar hilft zur Klärung fremder Begriffe. Eine Zeittafel ist am Schluss dann auch noch vorhanden und rundet das Gesamtbild ab. Ich lese solche Details immer wieder gern, so auch hier.


    Mein Fazit: „Die Gabe der Zeichnerin“ ist ein historischer Roman der mich mitgenommen hat in eine ferne Zeit. Mir hat es Spaß gemacht dabei zuzusehen wie der Dom zu Aachen entstanden ist, auch wenn vielleicht die Handlungsweisen der Protagonisten nicht immer nachvollziehbar waren hatte ich doch meinen Lesegenuss mit diesem Buch.


    4ratten

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    Meine Meinung: Nordpiraten erzählt die Geschichte Nordeuropas im 14 Jahrhundert. Der Leser macht eine Reise von Lübeck bis nach Gotland. Die politischen Gegebenheiten der Zeit werden am Rande wiedergegeben, der Haupterzählstrang aber bezieht sich auf die Piraten und auf die Brüder Giles. Während Corin bei den Piraten landete und dort Karriere machte, verschlug es seinen älteren Bruder zu Sophia, eine Herzogin die ebenfalls mit den Piraten gemeinsame Sache machte.


    Die geschichtliche Seite des Buches hat mir sehr gut gefallen, leider bin ich mit dem Erzählstil von Jan Braband nicht wirklich zu recht gekommen. Er hat versucht hier das späte Mittelalter mit einem Erzählstil der Neuzeit zu verbinden. Seine Art von Humor hat mich nicht erreicht, jeden Falls nicht über das ganze Buch. Ich fand es sogar eher störend als unterhaltend. Zitat: ……„Jonathan hasste Igel abgrundtief und die Wahrscheinlichkeit ihn beim Schmusen mit einem der stacheligen Säuger zu erwischen, war in etwa so groß, wie die Wahrscheinlichkeit eine Nonne beim Jonglieren von Wildschweinen zu beobachten.“….Zitat Ende. So oder so ähnlich geht es durch die ganze Geschichte. Am Anfang sicher lustig aber auf Dauer hat es mich einfach gestört und meinen Lesefluss unterbrochen. Allerdings fällt „Nordpiraten“ auch unter die Rubrik Jugendliteratur und für Jugendliche mag der Humor vielleicht funktionieren und sie haben Spaß damit. Ich empfinde es nicht als ein all Age Buch. Schade, da ich die Idee mit den Piraten sehr gut fand. Auch die Charaktere wie Corin und sein Bruder Jonathan haben mir gut gefallen. Über Königin Margarethe I von Schweden und ihren Liebhaber sowie über ihre Probleme mit den Piraten hätte ich gern mehr gelesen. Diese werden aber nur angerissen. Die Abenteuer der Brüder sind dann aber auch wieder spannend und richtig was zum mit fiebern.


    Enttäuscht war ich davon, dass es nicht mal ein Nachwort des Autors gibt indem er Fiktion und Wahrheit voneinander trennt. Eine kleine Karte hätte mir auch gut gefallen, oder ein Personenregister. Dafür gibt es Fußnoten in denen vermeintlich fremde Begriffe erklärt werden. Für Jugendliche bestimmt gut, aber vieles davon sollte bekannt sein oder erschließt sich einfach aus dem was gerade gelesen wird.


    Mein Fazit: „Nordpiraten“ ist für Jugendliche vermutlich ein spannendes Buch. Mir hat es leider nicht so gefallen. Ich kam mit dem Erzählstil nicht zu recht und der historische Teil war mir etwas zu kurz. 3 Sterne vergebe ich, weil ich den Grundgedanken und die Geschichte der Piraten interessant und gelungen fand. „Nordpiraten-Sophia oder Krieg auf See“ ist der erste Teil einer Reihe. Band zwei „Charlotte oder Krieg an Land“ ist auch schon erhältlich.


    3ratten

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    Meine Meinung: Zum Inhalt sage ich jetzt mal nicht so viel. In diesem Buch sind sechs sehr bekannte Märchen zu finden, allerdings nicht so wie man es gewohnt ist. Es handelt sich hier um erotische Kurzgeschichten, verpackt in Märchenform. Da wird die Stiefschwester in Aschenputtel zu einem mannstollen Weib, Schneewittchen landet bei den Piraten und es gibt eine sehr gute Erklärung warum Rapunzel ihr Haar so lang ist. Das Dornröschen hat gleich mit zwei Verehren Probleme und König Drosselbart seine eigene Art seine widerspenstige Prinzessin zu zähmen, auch der Froschkönig bekommt es mit einem aufmüpfigen Mädchen zu tun.
    Mir haben alle sechs Märchen gut gefallen. Die Mischung aus Erzählung und Erotik passt. Die Autorin hat die Märchen in ihrer Ursprungsform eigentlich so gelassen wie sie waren und ihren Prinzessinnen ein eigenwilliges Leben eingehaucht. Es hat Spaß gemacht die Damen mal aus dieser Perspektive zu sehen und zu beobachten. Mein Lieblingsmärchen an dieser Stelle ist König Drosselbart, dass liegt aber vermutlich daran, dass ich das Märchen schon immer sehr mochte.


    Mein Fazit: „Märchenlust“ ist ein erotischer Roman der leichten Art. Die Mischung aus erotischen Szenen und Märchen ist gut gewählt und passt. So liest man eigentlich nette Kurzgeschichten mit prickelndem Inhalt. Mir haben die Märchen gut gefallen. Sehr gerne würde ich mehr davon lesen.


    4ratten


    Titel angepasst. LG, Valentine

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    Meine Meinung: Im Jahre 1524 lebte auf einer Burg ein junges Fräulein mit Namen Agnes. Ihre Burg war der Trifels, einst war es die Kaiserburg schlechthin doch nun ist es fast nur noch eine Ruine. Sie will um jeden Preis ihre Burg erhalten und muss dafür ein Rätsel lösen, allerdings ist es die Zeit als die Bauern gegen den Adel rebellierten und so zieht der Krieg durchs Land und machen Agnes Aufgaben nicht leichter.


    Der Erzählstil von Oliver Pötzsch ist leicht und flüssig zu lesen und so folgen die Seiten nur so dahin. Er schaffte es mühelos mich mit auf den Trifels zu nehmen. Schnell wurden die Protagonisten lebendig und es hat Spaß gemacht Agnes auf ihrer Reise zu begleiten. Sie kennenzulernen und mitzuerleben was sie erlebte. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und wachsen von Seite zu Seite. Auch die politischen Gegebenheiten dieser Zeit hat der Autor gut vermittelt. Es ist die Zeit der Bauernaufstände, ein Prediger mit Namen Luther zieht durchs Land und die Bauern wollen mehr Freiheiten und Gerechtigkeit. Von diesen Aufständen erzählt der Roman genauso wie von einem Uralten Geheimnis welches es zu hüten galt. Doch König Franz von Frankreich trachtet genauso danach wie der deutsche König Karl V. So gibt es Verwicklungen und Verwirrungen wie in einem guten Krimi. Es ist eben von allem etwas dabei. Krimispaß gemischt mit einem historischen Roman, der noch einiges an Wissen aus dem 16 Jahrhundert bereit hält. Für zusätzliche Spannung sorgt der Autor, indem er immer wieder zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her schwenkt. Dem Leser entgeht so nicht wie es um die Gegner von Agnes bestellt ist. Wer ihr gewogen ist und wer nicht. Zusätzlich schildert Oliver Pötzsch die landschaftlichen Begebenheiten so bildhaft, dass man die Burgen, die Wälder und Städte deutlich vor Augen hatte. Mir hat es Spaß gemacht diesen Weg mit zugehen und Agnes und ihre Begleiter ein Stück ihres Weges zu begleiten.


    Cover/Aufmachung:Das Cover ist in einem schönen Rotton gehalten aber trotzdem schlicht, mir gefällt es gut. Gleich zu Beginn gibt es eine Karte und ein Personenregister und am Ende ein Ausführliches Nachwort des Autors. Hier werden Fiktion und Wahrheit voneinander getrennt, ich fand das alles sehr interessant und spannend.


    Mein Fazit: „Die Burg der Könige“ ist ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Er hat mich gut Unterhalten, ich hatte spannende und interessante Lesestunden. Es gab alte Rittersagen, etwas Liebe, leider auch ein wenig Krieg und von dem Handwerk des Schmieds in dieser Zeit wurde auch berichtet. Ich kann es jedem empfehlen, der wie ich gern historische Romane liest.


    5ratten

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    Meine Meinung: Es beginnt im Jahre 929, der Fürstensohn Tugomir wird bei einem Überfall von König Heinrich I. als Geisel mit an den Königshof nach Magdeburg genommen, ebenso seine Schwester Dargomira. Hier werden sie die nächsten Jahre leben und erleben wie Otto zum König wird. Rebecca Gablé schildert eindrucksvoll von dem Leben dieser Zeit. Sie erzählt wie es dem Königshaus erging aber noch mehr wie die Gefangenen lebten und was sie ertragen mussten. Zunächst fiel es mir allerdings etwas schwer mich mit der Geschichte anzufreunden. Bei den vielen fremdklingenden Namen wie Tugomir, Dragomira und ähnliche, brauchte ich einige Zeit um mich an sie zu gewöhnen, aber nach den ersten 200 Seiten war ich so gefangen von der Geschichte, dass ich nur schwer mal unterbrechen konnte.


    Gut gefallen hat mir, wie die Autorin hier historisch belegten Protagonisten Leben eingehaucht hat. Sie schildert sie facettenreich und bildhaft. Scheinbar mühelos verbindet sie ihre Fiktion mit den historischen Begebenheiten und schafft daraus eine Einheit. Niemand kann wohl genau sagen wie es damals im 10. Jahrhundert wirklich am Hof von Otto zuging, aber so wie hier geschildert könnte es durchaus gewesen sein. Ich fand es glaubwürdig und vor allem sehr interessant. Ihre einzelnen Charaktere sind facettenreich und lebhaft. Jeder einzelne ist nicht einfach nur gut oder böse sondern hat seine Ecken und Kanten die ihn sympathisch machten oder eben auch nicht. Die Autorin erzählt ihre Geschichte lebendig und abwechslungsreich, immer im richtigen Moment werden die Handlungsstränge gewechselt und der Spannungsbogen somit hoch gehalten. Mir hat das gut gefallen.


    Cover/Gestaltung:Auf dem Cover ist eine Lanzenspitze zu sehen, sie liegt vor einem hellen Hintergrund. Ich finde das schlichte Cover sehr schön, vor allem nachdem ich das Buch gelesen habe, fand ich, es passte wunderbar zur erzählten Geschichte. Gleich zu Beginn gibt es dann ein Personenregister und am Ende ein ausführliches Nachwort der Autorin. Für den Rest der Gestaltung solltet ihr einfach mal einen Blick in das Buch werfen. Mir hat die Aufmachung sehr gut gefallen.


    Mein Fazit: „Das Haupt der Welt“ ist ein historischer Roman vor einem realen Hintergrund. Mir hat er gut gefallen und ich konnte mich in der Welt von Tugomir und Otto verlieren, mit ihnen mitfiebern und hoffen, Kopfkino eben. Gern hätte ich am Ende noch weitergelesen aber nach nur 852 Seiten war Schluss. Ich hoffe sehr, dass es hier noch eine Fortsetzung geben wird. Ich finde einfach, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Für alle Fans historischer Romane die gern mehr über die deutsche Geschichte erfahren möchten ist „Das Haupt der Welt“ ein unbedingtes muss.


    5ratten

    Inhalt: Erzählt wird hier die Geschichte von Vlad Draculea im Jahre 1447, er ist der Fürstensohn aus der Walachei. Er und sein Bruder Radu verbringen ihre Jugendjahre als Geisel am Hof des Sultans der Osmanen. Sie verleben ihre Jahre in Edirne. Allerdings werden beide Jungen nicht gut behandelt. Sie werden gezüchtigt und bestraft. Vlad sinnt schon bald auf Flucht und Rache, sein Hass wächst von Tag zu Tag.


    Im weit entfernten Ulm lebt Zehra von Katzenstein, sie muss sich mit ihren 14 Jahren vor ein Gericht verantworten. Es wird ihr zur Last gelegt den Vater ermordet zu haben. Da es angebliche Zeugen für diese Tat gibt, wird sie aus Ulm verbannt. Allein muss sie nun sehen wo sie bleibt.


    Meine Meinung: „Der Teufelsfürst“ ist der Auftakt zu einer Trilogie um die historisch belegte Person Vlad Draculea. Die Autorin erzählt hier in einem leicht zu lesenden Erzählstil, eine Geschichte über das Leben dieses Fürsten wie es gewesen sein könnte. Sie versucht begreiflich zu machen wie aus einem Jungen aus einer Fürstenfamilie ein Teufelsfürst werden kann. Ihre Darstellungen sind lebhaft und facettenreich und waren mir teilweise sogar schon zu bildhaft, da Frau Stolzenburg auch nicht davor zurückschreckte diverse Foltermethoden ziemlich eingehend zu schildern. Für den Verlauf und dem Verständnis von Vlad sind diese Szenen aber wichtig und sie sorgen für die notwendige Glaubhaftigkeit.


    In einem zweiten Erzählstrang wird dann die Geschichte von Zehra von Katzenstein geschildert. Ihr Leben ist bestimmt nicht weniger spannend, er sorgt aber trotzdem immer wieder dafür, dass ein wenig Ruhe in die Geschichte kommt und der Leser entspannt weiter lesen kann, jeden falls ging es mir so. In beiden Erzählsträngen schildert die Autorin aber auch das Leben dieser Zeit, die Menschen dieser Zeit und auch ein bisschen die Sitten dieser Zeit, dies hat mir gut gefallen.


    Cover/Aufmachung: Das Cover zeigt einen düsteren Fürsten von einer schaurigen Burg. Es passt zum Titel und auch zum Inhalt. Mir gefällt es. Gleich zu Beginn ist eine schöne Karte Europas, an Hand derer der Leser nachvollziehen kann wie weit die zurückgelegten Entfernungen sind. Bevor es dann losgeht mit der Geschichte gibt es noch ein Personenregister und am Ende ein Nachwort der Autorin welches Fiktion und Wahrheit trennt. Mir hat die gesamte Aufmachung gut gefallen. .


    Mein Fazit: „Der Teufelsfürst“ ist ein interessanter, historischer Roman über einen Fürstensohn den man eigentlich nur anders kennt (als Blutsaugenden Vampir aus den Romanen von Bram Stoker), mir hat er hier eindeutig besser gefallen. Obwohl dieses Buch sicher nichts für schwache Nerven ist, hat er mich gut unterhalten und ich finde es nur sehr schade, dass Teil 2 erst im nächsten Frühjahr erscheint und ich erst dann erfahre wie es mit Vlad und Zehra weitergeht.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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    Meine Meinung: „Der Goldschmied“ erzählt das Leben von Gwyn Carlisle. Dieser wuchs als armer Junge in London auf, irgendwie schaffte es seine Mutter ihm eine Lehrstelle als Goldschmied bei einem der bekanntesten Goldschmiede zu beschaffen. Schon bald stellte sich heraus, dass der Junge sehr begabt war und wurde selbst ein von allen bewunderter Goldschmied. Nach seiner Lehrzeit begibt er sich dann auf Reisen zunächst nach Bath und später dann weiter nach Augsburg und Venedig. Von seinen Reisen und Abenteuer erzählt dieser Roman.
    Mit seinem Erzählstil versucht der Autor sich der Zeit anzupassen in der der Roman spielt und vermittelt so eben den Eindruck ein historisches Werk zu lesen. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte ließ es sich auch flott lesen. Die historischen Begebenheiten und Erlebnisse des Goldschmiedes waren Interessant und gaben ein wenig vom Wissen und Leben des 12 Jahrhunderts wieder. So wurde z.B. ein großes Ritterturnier abgehalten welches Gwyn besuchte und eben wunderbar beschrieben wurde. (Hat aber eben wenig mit einem Goldschmied zu tun). Allerdings war mir Gwyn Carlisle im Ganzen zu blass und nicht wirklich greifbar. Egal wo er sich gerade aufhielt er war immer der Held und alles ist ihm einfach so zugeflogen. Da fehlte mir einfach die Spannung und Glaubhaftigkeit.


    Mein Fazit: „Der Goldschmied“ ist ein netter, historischer Roman über einen Goldschmied und seine Kunst aus dem 12 Jahrhundert. Er ließ sich angenehm lesen ohne, dass ich weiter über das gelesene Nachdenken musste. Das Ende hat der Autor offen gehalten und inzwischen gibt es auch noch einen zweiten Band „das Schwert des Goldschmiedes“ der wohl die Geschichte von Gwyn weiter erzählt.


    3ratten

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    Meine Meinung: Es beginnt mit einem Versicherungsfall in der Gegenwart. Unter mysteriösen Umständen kommen zwei Menschen zu Tode, ein geheimnisvolles Bild ist offenbar viel zu hoch versichert und ein Versicherungsagent beschäftigt sich intensiver mit dem Fall als gut für ihn ist.
    Dann geht es im 14 Jahrhundert weiter. Eine Frau wird wegen Hexerei verbrannt. Eine geheimnisvolle Prophezeiung, nimmt sie mit in den Tod.


    Carmen Mayer erzählt ihre Geschichte etwas ungewöhnlich, sie beginnt in der Gegenwart um dann den Ursprung, der im 14 Jahrhundert angesiedelt ist ausführlich zu erzählen. Der Gegenwartspart ist nicht uninteressant aber auch nicht wirklich fesselnd. Er ist ein bisschen Krimi. Ich wollte aber schon wissen, was es mit dem geheimnisvollen Bild der Dame in rot auf sich hatte. Doch im 14 Jahrhundert erfährt der Leser erst mal eine Menge interessanter Dinge dieser Zeit. Es geht um den König und um die Templer bzw. um deren Vernichtung. Nach dieser Episode gibt es nochmal einen Zeitsprung und der Leser befindet sich im Jahre 1840 wo die junge Marie von Angelâme auf geheimnisvolle Protokolle eben aus diesem Hexenprozess der Urahnin stößt. Sie versucht ebenfalls das Rätsel zu lösen. Ich fand die Geschichte der Angelâms richtig fesselnd. Geschickt ist es der Autorin gelungen hier historische Fakten mit Fiktion zu verbinden und so eine interessante Geschichte zu erzählen. Am Ende allerdings bleibt der Leser mit einigen Fragen zurück da die Autorin sich dafür entschieden hat ihrem Buch ein offenes Ende zu geben. Ich fand es aber in diesem Fall gut, da ein Ende hier einfach nicht möglich ist.


    Gut gefallen hat mir, dass es gleich zu Beginn ein ausführliches Personenregister gibt. Da es eine ganze Reihe von Charakteren (Fiktive sowohl auch historische Belegte) gibt, behält man schön den Überblick.


    Mein Fazit: Die Rose von Angelâme erzählt eine Geschichte über die Templer, über das Leben im 14 Jahrhundert und über ein geheimnisvolles Bild mit einer noch geheimnisvolleren Botschaft, die nicht nur für die Menschen im 14 Jahrhundert interessant war sondern auch weit in die Zukunft reicht. Mir hat dieser Krimi/Roman gut gefallen. Der Erzählstil war angenehm zu lesen und die Geschichte Glaubhaft geschildert.


    4ratten


    Titel an Forumskonventionen angepasst, Grüsse illy

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    Inhalt: Es ist das Jahr 1914, Anki lebt in St.Petersburg und arbeitet als Kindermädchen bei einer russischen Adelsfamilie. Dort lernt sie den angehenden Arzt Robert Busch kennen und verliebt sich. Ihre Schwester Demy lebt im Hause ihrer Schwester Tilla, die mit Jakob Meindorff, einem reichen Berliner Industriellen verheiratet ist. Sie wird im Haus nur geduldet und das spürt sie auch jeden Tag aufs Neue. Der erste Weltkrieg sorgt dafür, dass sie nicht weiter beachtet wird. Die Männer müssen in den Krieg und die Frauen dafür sorgen, dass zu Hause alles läuft.


    Meine Meinung: „Sturmwolken am Horizont“ ist der zweite Band der Meindorff-Saga aus Berlin. Schon im ersten Teil „Himmel über fremdem Land“ lernt der Leser die Protagonisten kennen. Hier nun werden ihre Charaktere nochmals vertieft. Die Handlung beginnt hier 6 Jahre nach dem Ende von Band 1. Allerdings hat die Autorin geschickt Rückblenden eingebaut, so das auch jeder die Sturmwolken lesen kann der Band1 nicht gelesen hat, sie sind sogar eine schöne Gedankenstütze und schaffen so eine tolle Verbindung. Mir hat dies gut gefallen.


    Die Autorin erzählt ihre Geschichte in einem facettenreichen, bildhaften Erzählstil. Manchmal vielleicht schon zu lebhaft. Sie schildert auch Szenen aus dem Krieg und die düstere Atmosphäre die damit verbunden ist, scheint zum greifen nah zu sein. Sie erzählt aber auch von den Menschen die Daheim Leben und Arbeiten. Schildert ihre Hoffnungen und Träume und die Dialoge z.B. zwischen Demy und Philippe tragen dazu bei, dass es Hoffnung und vielleicht auch Liebe gibt.
    Immer wieder wechselt Frau Büchle zwischen den einzelnen Erzählsträngen hin und her und sorgt damit für zusätzliche Spannung. Ich musste mich schon sehr anstrengen um nicht zwischen durch auf meinen Nägeln zu kauen, weil ich doch eigentlich wissen wollte wie es z.B. gerade bei Anki in Russland weitergeht und dann kam doch erst wieder ein Abschnitt über Demy oder Philippe, die natürlich genauso spannend waren und zu Ende gelesen werden wollten. So hat es mich auch nicht verwundert, dass ich mit diesem Buch noch schneller fertig war als mit dem Vorgänger.


    Cover/Aufmachung: Das Cover ist ein absoluter Hingucker und gefällt mir sehr gut. Gleich zu Beginn gibt es ein Personenregister mit dem man den Überblick über die Protagonisten behält und am Ende gibt es sogar noch Bemerkungen zu den historisch belegten Personen sowie Erklärungen zu einzelnen Geschehnissen dieser Zeit. Ich lese solche Anmerkungen sehr gern und fand sie klasse.


    Mein Fazit: „Sturmwolken am Horizont“ ist ein tolles Buch über eine sehr düstere Zeit. Es ist spannend, interessant und liebevoll. Ich hatte Lesestunden mit einem großen Kopfkino. Leider war die Lesezeit viel zu schnell vorbei und Teil drei erscheint erst im nächsten Frühjahr. Jeder der gern was aus dieser Zeit lesen möchte kann ich nur empfehlen es mit dieser Reihe zu versuchen, es lohnt sich.


    5ratten

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    Inhalt: Jakob und Bärbel Selzer wachsen als arme Bergmannskinder im 17 Jahrhundert auf. Früh müssen sie lernen was es heißt arm zu sein. Sie müssen zum täglichen Lebensunterhalt beitragen und arbeiten. Dann trifft die Kinder ein unerwarteter Schicksalsschlag der sie dazu zwingt ihre Heimat zu verlassen und bei Verwandten im Schwarzwald unterzuschlüpfen. Doch auch hier scheint ihnen kein Glück vergönnt zu sein, während Jakob auf dem Hof des Onkels als Knecht arbeiten darf, muss Bärbel ins nahegelegene Straßburg und dort als Magd ihren Lebensunterhalt verdienen. Den Kindern scheint keine glückliche Zeit bevor zustehen, denn es ist die Zeit kurz vor dem 30jähirgen Krieg.


    Meine Meinung: Zunächst sei gesagt, „Die Kinder des Bergmanns“ ist der Auftakt zu eventuell einer Reihe an der Heidrun Hurst noch fleißig schreibt. Es wird zu mindestens noch einen weiteren Band mit Bärbel und Jakob geben denn hier wird nur der Anfang ihrer Geschichte erzählt.
    Der Erzählstil von Fr. Hurst ist leicht und flüssig zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Die Lebensgeschichte der beiden Kinder ist interessant erzählt und so ganz nebenbei erfährt der Leser auch einiges zu den Lebensumständen der damaligen Zeit. Am Anfang über den Bergbau und dazwischen ein bisschen was über die Landwirtschaft. Ich fand es interessant.
    Die Protagonisten sind vielleicht noch nicht ganz ausgereift aber das liegt vermutlich daran, dass sie am Anfang noch Kinder sind und erst im Laufe der Handlung wachsen. Als Leser hat man hier die Chance die Charaktere sozusagen von klein auf kennenzulernen. Ein Punkt der mir wiederum gut gefallen hat. Das Schicksal der Kinder lädt förmlich dazu ein mitzufiebern und mitzubangen und zu hoffen dass alles gut wird. So ging es jeden falls mir.


    Das Cover in seiner Schlichtheit gefällt mir sehr gut. Nur das Symbol der Bergmänner ziert es und die Farben sind angenehm und nicht aufdringlich. Es ist mal ein Cover das ein bisschen anders ist als gewöhnlich und gerade deshalb mag ich es.


    Mein Fazit: Die Kinder des Bergmanns ist ein historischer Roman so wie ich ihn mag. Er ist interessant, lebhaft geschrieben und zeichnet ein Bild dieser Zeit. Lediglich der Schluss hat mir nicht gefallen. Am Ende bleibt die Frage und nun? Wie geht es weiter? Was wird aus Jakob und seiner Schwester und den Menschen denen sie teuer sind? Ich warte gespannt auf Teil 2


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    Meine Meinung: In „Das Gelübde der Kaiserin“ erzählt Eleonore Dehnerdt im Rückblick die Lebensgeschichte der Kaiserin Kunigunde, sie lebte und regierte an der Seite von Heinrich II von 1002 – bis zu seinem Tod. Danach ging sie in ein Kloster um ihr Leben als Nonne zu beenden.
    Die Autorin hat sich dafür entschieden diese Geschichte Kunigunde selbst erzählen zu lassen und so liest sich das Buch dann auch eher wie ein Tagebuch als ein Roman. Das Leben der Kaiserin war aufregend und spannend. Sie nahm an Feldzügen genauso teil wie an Hoftagen. Während ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich allerdings den Eindruck, sie waren mehr auf dem Pferd und auf Reisen als das sie Zeit gehabt hätten zu regieren. Ich hätte mir als Leser einfach gewünscht die Autorin hätte ein paar mehr kleine Anekdoten aus dem Leben der Kaiserin erzählt und sich nicht nur aufs regieren und reisen beschränkt. So war mir Kunigunde einfach zu blass und ich konnte sie nicht richtig greifen oder sie richtig kennenlernen. Trotzdem war ich von dem Leben der Kaiserin fasziniert und auch wenn der Erzählstil nicht unbedingt einfach zu lesen war, war ich von Anfang an begeistert und gefangen


    Das Cover gefällt mir hier auch sehr gut. Es passt einfach zu dem Buch. Abgebildet ist Kunigunde wohl vor dem Hintergrund des Klosters von Kaufungen. Die Farben sind eher dunkel gehalten passen aber eben auch zum Buch. Es gibt zwar ein Nachwort aber dieses geht nicht unbedingt auf Fiktion und Wahrheit der Geschichte ein sondern widmet sich mehr der Frage wie war es damals und wie im Vergleich zu heute. Ahnentafeln von Kunigunde und Heinrich sind am Ende dann genauso vorhanden wie eine Karte der Zeit.


    Mein Fazit: „Das Gelübde der Kaiserin“ zeigt das Bild einer Kaiserin, die ein erfolgreiches Leben geführt hat. Es gibt Einblicke in die Politik der Zeit und eben in das Leben dieser Menschen. Fans historischer Romane die geschichtsinteressiert sind und nicht nur einen Unterhaltungsroman lesen möchten sind hier genau richtig.


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    Inhalt: „Der Sternengarten“ beginnt 1640 in Schleswig. Sophie und ihr Bruder Christian leben ein ganz normales Leben dieser Zeit, bis ein schwerer Schicksalsschlag die Zwillinge trennt. Während Christian in der Fremde lebt und mit seinem Leben hadert, bekommt Sophie die Chance im Garten von Schloß Gottorf zu arbeiten und zu leben. Dort lernt sie Farid kennen, er ist ein junger Perser der von einer Expedition mitgebracht wurde. Beide zusammen sind am Bau der Gartenanlage beteiligt und kommen sich langsam näher.


    Meine Meinung: Der Erzählstil von Katrin Burseg lässt sich zügig lesen, er ist einfach und doch gleichzeitig Bildhaft. Sie schafft es scheinbar mühelos die Gärten zum Leben zu erwecken. Ihre Beschreibungen der Landschaft und des Lebens im 17 Jahrhundert zu Schleswig war durchaus glaubwürdig und auch interessant. Ich fand es sogar richtig spannend, da hier Ortschaften und Landschaften beschrieben wurden die ich gut kenne, da es meine Heimat ist. Die Autorin hat aber nicht nur die Entstehung eines Gartens zum Schloß beschrieben sondern auch die politischen Verwicklungen erzählt und von den Schwierigkeiten, die der Fürst mit seinen Untertanen hatte. Auch dies alles gut dargestellt, aber trotzdem gab es einige schreckliche Szenen die mir einfach von der Beschreibung her nicht gefallen haben und die ich für dieses sonst so schöne Buch nicht gebraucht hätte. Es geht mir hier um das geschilderte Verhalten von Ritter Rantzau, er ist der Bösewicht in dieser Geschichte, leider wird sein Verhalten und seine Taten, vor allem gegenüber von Sophie, sehr ausführlich geschildert um dem Leser zu vermitteln wie sein Charakter ist, ich fand es zu ausführlich. Für mich hätte es diese Beschreibungen so nicht geben brauchen, ich habe auch so sehr schnell verstanden, dass der Ritter einen ziemlich üblen Charakter hatte.
    Die Hintergrundgeschichte hat die Autorin aber gut recherchiert, denn dies ist beim Lesen deutlich zu spüren. So fügen sich nahtlos historische Personen mit fiktiven Charakteren zu einem ganzen zusammen.
    Gut hat mir hier gefallen, dass es ein Personenregister und ein Nachwort der Autorin gibt. So ist schnell geklärt, was Fiktion und Wahrheit ist. Ich habe hier ein paar sehr nette und Interessante Details über meine Heimat erfahren, vielen Dank dafür.


    Mein Fazit: Der Sternengarten ist ein leicht zu lesender, romantischer, historischer Roman. Es hat Spaß gemacht Sophie, Farid und Christian ein Stück ihres Weges zu begleiten. Es hat zwar auch Stellen gegeben die mir nicht zugesagt haben, aber ich fand das positive hat hier klar überwogen. Nur der Schluß hat mich noch etwas zwiegespalten zurück gelassen. Er war einfach nicht so wie ich mir einen Schluß wünsche, aber vielleicht soll es ein Hinweis darauf sein, dass es noch einen zweiten Teil dazu gibt und die losen Fäden am Ende wieder zu einem Ganzen werden.


    4ratten

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    Meine Meinung: Ich kann gar nicht sagen warum, aber von der Autorin Petra Durst-Benning habe ich noch nie ein Buch gelesen (dabei stehen im meinem SUB doch tatsächlich der ein oder andere Roman von ihr.) Kaum waren die ersten Seiten dann gelesen fühlte ich mich auch direkt in ihren Bann gezogen. Die Autorin versteht es den Leser gleich von der ersten Seite an zu fesseln. Ich war sofort bei Isabelle und ihrem Mann Leon Feininger im Jahre 1898. Die Beiden haben gegen den Willen von Isabells Eltern geheiratet und auch die Familie von Leon ist darüber nicht glücklich. Bis zu dem Punkt wo Leon dann ein Weingut in der Champagne erbt. Die Beiden siedeln schnell in den kleinen Ort in Frankreich um. Sie haben allerdings von der Herstellung solcher Getränke und von der Führung eines Weingutes nicht wirklich viel Ahnung. Leon ist ein leidenschaftlicher Radfahrer und will auch jetzt nicht von dieser Leidenschaft lassen und so muss Isabell auch genauso schnell aus ihren Träumen einer wundervollen Zukunft erwachen und die Dinge selbst anpacken. Die Autorin schafft es mühelos ihre Protagonisten die Höhen und Tiefen des Lebens durchlaufen zu lassen. Sie erzählt in einem leichten und flüssigen Erzählstil von der Herstellung des Champagners und von den Problemen den die jungen Leute ausgesetzt waren. Mir hat es gut gefallen vor allem Isabell ein Stück ihres Lebens zu begleiten. Auch gefallen mir die vielen Nebencharaktere gut. Sie zeigen wie so ein Ort wächst und lebt.
    Leider habe ich erste während des Lesens erfahren, dass „die Champagnerkönigin“ der zweite Teil einer Trilogie ist. (Der erste Band lautet „Solange die Welt noch schläft“) Isabell steht hier also schon mitten im Leben. Fr. Durst-Benning hat aber geschickt ein paar Rückblenden eingebaut, so dass mir beim Lesen auch nichts fehlte und ich mit den Protagonisten aus dem ersten Band schnell vertraut wurde.


    Mein Fazit: „Die Champagnerkönigin“ ist ein prickelnder Liebesroman zur Zeit der Jahrhundertwende. Er hat mich gut unterhalten und wartete mit einigen interessanten Details der Champagnerherstellung auf. Er erzählt viel von den Menschen dieser ganz besonderen Gegend Frankreichs. Ich konnte mit Isabell mit fiebern und leiden und ich habe mich mit ihr über ihre erste Ernte gefreut. Ich werde bestimmt wieder zu einem Buch dieser Autorin greifen und sicherlich auch den dritten Teil, der leider erst 2015 erscheint lesen.


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    Inhalt: Die Schwestern der niederländischen Familie van Campen verlassen ihre Heimat. Tilla van Campen begibt sich in eine arrangierte Ehe mit Joseph Meindorff, er ist der älteste Sohn eines Industriellen aus Berlin. Die Schwester Demy nimmt Tilla als Begleitung mit, Anki, die dritte Schwester, lebt bereits bei einer reichen Familie als Kindermädchen in St. Petersburg. Sie lernen die Familie Meindorff kennen und Demy macht sich auf die große Stadt Berlin zu erobern.


    Meine Meinung: Zunächst fand ich es schon etwas schwierig hier überhaupt eine Inhaltsangabe zu machen ohne zu viel vorweg zu nehmen. Elisabeth Büchle beschreibt hier in mehreren parallel laufenden Handlungssträngen von dem Leben der Protagonisten. Von ihren Vorlieben, von ihren Freunden und überhaupt von ihrem Leben. Sie erzählt von Demy und ihren Sorgen in Berlin und von Anki ihren Problemen in Russland. Auch schildert sie das Leben von Philippe Meindorff. Er ist in Deutsch-Südwestafrika stationiert und kämpft dort gegen den Diamantenschmuggel. Die Autorin schildert aber nicht nur von dem Leben einer einzelnen Familie sondern von einer ganzen Epoche. Ihre Trilogie beginnt mit dem Jahr 1908, sie schildert von den politischen Problemen dieser Zeit. Von den Standesunterschieden und von den technischen Entwicklungen. Mir hat das gut gefallen. Fr. Büchle hat es mühelos geschafft ein Gefühl für diese Zeit zu entwickeln, ihr Erzählstil ist leicht zu lesen, dabei aber bildhaft und vor allem lebendig. Sie schafft es scheinbar mühelos Situationen zu schildern ohne dabei zu sehr ins Detail gehen zu müssen. Ich als Leser fühlte mich in diese Zeit versetzt und so schlenderte ich mit Demy durch Berlin oder war bei Philippe in Afrika. Auch die Liebe kommt hier natürlich nicht zu kurz, aber die Autorin gibt den Protagonisten genug Raum damit sie wachsen kann.


    Mein Fazit: „Himmel über fremdem Land“ ist ein gelungener Auftakt zu einer Trilogie rund um den ersten Weltkrieg. Er ist spannend erzählt, enthält interessante Details der Zeit, und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Selten habe ich ein Buch so schnell gelesen wie dieses hier und mich gleichzeitig darüber geärgert, dass ich nicht sofort mit Band zwei weiterlesen konnte. Ich bin sehr gespannt darauf wie es weitergeht und was geschieht.


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    Inhalt: Zwei Schwestern machen sich auf dem Weg ihrem Leben zu entfliehen. Es ist das Jahr 1860 in England als Mildred beschließt mit ihrer jüngeren Schwester nach Australien auszuwandern. Sie stammen aus dem Armenviertel Londons. Ihr Weg führt sie an die Küste nach Portsmouth doch statt das nächste Schiff zu nehmen, bleiben die Schwestern dort. Mildred lernt den Arzt Hyperion kennen und auch Daphne verliebt sich in ihn. Doch dann verschwindet Daphne spurlos und Mildred muss mit dem Verdacht leben der Schwester etwas angetan zu haben.


    Meine Meinung: An diesen Roman bin ich etwas skeptisch rangegangen da mir die Autorin Anna Helmin so gar kein Begriff war. Aber schon nach den ersten Seiten wurde mir klar, dieses Buch würde ich lieben. Der Facettenreiche Sprachstil der Autorin schaffte es mühelos mich ins 19 Jahrhundert nach England zu ziehen und dem Leben von Mildred und Daphne zu zuschauen. Sie schildert das Leben ihrer Protagonisten traurig schön und dabei sehr lebhaft. Deutlich konnte ich sehen wie Mildred sich zunächst im unbekannten Portsmouth ihr Leben aufbaute, wie sie mit den Menschen in Streit geriet die sie doch eigentlich lieben sollte. Auch gefiel mir sehr gut, dass hier das ganze Leben von Mildred erzählt wird, wie sie sich ihren Traum von einem eigenen Hotel verwirklichte und dafür kämpfte ihn festzuhalten.
    Mildred war mir aber auch oftmals zu sehr darauf bedacht ihr Glück für sich und vor allem für die die sie liebte zu finden und dabei hat sie das Wesentliche aus den Augen verloren. Ich hätte sie gern mal geschüttelt. Aber auch Viktor, (denn sie gleich bei ihrer Ankunft kennengelernt hatte) und vor allem Hyperion hätten ab und an einen kräftigen Tritt verdient um zu sehen, was um sie herum geschieht. Mir hat hier vor allem gut gefallen, wie Fr. Helmin das Leben dieser Zeit geschildert hat. Ihre Art zu erzählen hat bei mir sofort großes Kopfkino ausgelöst. Ich fand es interessant wie die Hotels aufgebaut wurden und damit auch einiges an Wohlstand nach Portsmouth kam. Auch die medizinische Versorgung des 19 Jahrhunderts wird mit dem Arzt Hyperion gut erklärt und näher gebracht.


    Dann gibt es einen Zeitsprung und nun erfährt der Leser auch von den Kindern und Enkelkindern Mildreds und Daphnes. Überhaupt finde ich die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten und Fehler ohne Ende, die sie liebenswert und menschlich machen. Mir hat das gut gefallen. Wobei ich den zweiten Teil des Buches etwas schwächer fand als zu Beginn. Irgendwie als wenn noch etwas fehlten würde. Auch brauchte ich ein bisschen bis ich mit den Kindern vertraut wurde.


    Mein Fazit: „Die Mondrose“ ist eine tolle, ergreifende Familiensaga aus dem ausgehenden 19 Jahrhundert Englands. Sie erzählt neben der Familiengeschichte auch die Geschichte der damaligen Zeit. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, am Ende war ich traurig all die liebgewonnenen Protagonisten gehen lassen zu müssen, ich hätte gern weitergelesen. Wer historische Familiengeschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.


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    Inhalt: Im Jahre 313 in Trier finden die Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von Kaiser Konstantin statt, an diesem Tag wird der Gladiator Niger tot aufgefunden. Der Anwalt Gaius Aurelius Varro übernimmt den Fall auf eigene Verantwortung und stößt dabei auf ein Nest von Intrigen. So wirklich scheint es keinen zu Interessieren warum der schwarze Gladiator sterben musste.


    Meine Meinung: Eigentlich hatte ich hier ein spannenden Krimi zur Zeit der Gladiatoren erwartet, leider war ich dann doch etwas enttäuscht, so richtige Spannung wollte einfach nicht aufkommen. Viel über die Gladiatoren gab es auch nicht zu lesen. Der Römer Gaius Aurelius Varro war zwar gut beschrieben, auch seine Ermittlungen waren gut ausgearbeitet aber leider war der Erzählstil hier nicht so flüssig zu lesen wie ich es mir gewünscht hätte. Nicht nur stolpert man immer wieder über lateinische Begriffe (die ein Glossar am Ende erklärt) und Namen sondern auch über seltsam anmutende Redewendungen wie z.b. „die Radischen von unten betrachten“, oder Plakate die langsam verblassen. Auf mich wirkte das einfach nicht authentisch. Wobei ich die Namen der einzelnen Protagonisten noch gut fand, aber da es für jeden einzelnen auch noch verschiedene Namen gab, war ich zeitweise doch verwirrt.
    Gut gefallen hat mir dann aber auch wieder die Kapitelaufteilung des Buches. Es gibt immer wieder Zeitangaben bei welcher Uhrzeit man sich gerade befindet. Die ganze Geschichte spielt sich zwischen 16 Uhr nachmittags und bis Mitternacht des folgenden Tages ab. Da der Anwalt durch ganz Trier streift um den Fall zu klären, gibt es zu mindestens einen kleinen Einblick in das Leben dieser Zeit, aber nur am Rande.


    Cover/Aufmachung: Das Cover finde ich passend zur Geschichte. Es wirkt geheimnisvoll und interessant auf mich. Gleich zu Beginn gibt es ein Personenregister, einen alten Stadtplan von Trier und sogar eine Tabelle der römischen Längenmaße ist vorhanden. Am Ende befindet sich ein Glossar der ganzen lateinischen Begriffe. Die Aufmachung hat mir wirklich gut gefallen, allerdings habe ich ein erklärendes Nachwort des Autors vermisst.


    Mein Fazit: „Die Stunde der Gladiatoren“ war für mich ein interessanter historischer Roman aus der Antike. Ich hätte mir allerdings sehr gewünscht der Autor wäre ein bisschen mehr auf die Umstände der Zeit eingegangen und hätte sich etwas besser den Sprachgewohnheiten angepasst. Trotz aller Kritik fühlte ich mich aber gut unterhalten, weshalb ich auch drei Sterne für dieses Buch gebe.


    3ratten

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    Inhalt: Durch Zufall gelangt der Patentanwalt Robert Weber an geheime Schriften, die davon erzählen, wie man ewige Energie erzeugen könnte. Gemeinsam mit der Buchrestauratorin Julia Wall versucht er das Rätsel zu lösen nur um dabei auf immer wieder neue Rätzel zu stoßen, denn die Schrift stammt aus dem 18 Jahrhundert. Geschrieben ist sie von einem Mann namens Orffyreus, er behauptet er habe eine Maschine entwickelt die sich ewig drehen kann und niemals still steht, ein Perpetuum mobile. Aber nicht nur Robert und Julia wollen das Geheimnis lösen auch andere Mächte sind hinter dem Wissen her. Hinter Robert und Julia aber auch 300 Jahre zuvor hinter Orffyreus her.


    Meine Meinung: Der Erzählstil von Tibor Rode ist einfach zu lesen. Er erzählt seine Geschichte in zwei Handlungssträngen. Zum einen von Robert Weber, wie er Julia kennenlernt, wie sein Leben bisher verlaufen ist und dann die spannende Jagd nach den Antworten dieser rätselhaften Schrift. Der zweite Erzählstrang spielt im 18 Jahrhundert und erzählt die Geschichte des Orffyreus oder besser bekannt unter dem Namen Johann Elias Bessler von Berufswegen Mühlenbauer. Während der Erzählstrang um Robert einem Krimi gleicht ist der zweite Erzählstrang ein toller historischer Bericht über einen Mann der versucht hat, das unmögliche Möglich zu machen. Er war überzeugt davon ein Rad erfunden zu haben das sich ewig dreht. Das Perpetuum mobile. Mir hat dieser historische Teil sehr gut gefallen, ich habe von einem Mann gelesen von dem ich so noch nie gehört hatte und sowas mag ich besonders. Die Verbindung der beiden Handlungsstränge sind dem Autor gut gelungen, er hat gekonnt nicht nur Gegenwart mit Vergangenheit gemischt sondern auch fiktives mit der Wahrheit.


    Mein Fazit: „Das Rad der Ewigkeit“ ist ein gelungener Roman über das Leben von Johann Elias Bessler. Der historische Teil ist gut recherchiert und hat Spaß gemacht zu lesen, der Gegenwartspart sorgt für spannende Krimiunterhaltung. Alles zusammen hat Tibor Rode ein tolles Debüt vorgelegt, mir hat es jeden Falls Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.


    4ratten

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    Inhalt: Johann Bonner will meiner seiner Familie zurück auf das Eichsfeld, von wo er vor 17 Jahren geflüchtet war. Seine Frau Franziska und Tochter Magdalena sind nicht begeistert aber trotzdem machen sie sich auf den Weg. Leider treten sie ihre Reise mitten im dreißigjährigen Krieg an und so werden auch sie mit den Schrecken des Krieges Bekanntschaft machen. Als sie in eine brenzlige Situation geraten hilft ihnen Arne, ein junger schwedischer Arzt. Er sorgt dafür, dass sie mit dem Tross der Schweden weiter reisen können. Magdalena fühlt sich schnell zu ihm hingezogen.


    Meine Meinung: Der moderne Erzählstil von Deana Zinßmeister erlaubt ein schnelles und zügiges Lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. „Der Hexenschwur“ ist bereits der dritte Band um Johann und Franziska Bonner, aber da es immer mal wieder Rückblenden gibt, muss man nicht zwangsläufig auch die Vorgänger gelesen haben (allerdings würde man dann einiges verpassen). Die Autorin hält den Leser gut auf dem laufenden und man sieht schnell die Zusammenhänge. Mir hat das gut gefallen. Gleich zu Beginn wird klar, dass es auch bei Franziska und Johann kleine Geheimnisse gibt die sich erst im Laufe der Handlung lösen. Für ausreichend Spannung ist also gesorgt. Schnell stellte ich fest, dass sich die Charaktere wie Johann und Franziska weiterentwickelt und auch ein bewegtes Leben geführt haben. Aber auch die neuen Protagonisten wie der junge schwedische Arzt Arne oder sein Freund Erik Gustavson fügen sich nahtlos in die Geschichte mit ein. Sie zeigen einmal den Blick aus der Richtung der Schweden, dieser Blickwechsel hat mir gut gefallen und gibt somit ein Gesamtbild der damaligen Situation wieder.


    Cover/Aufmachung: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist ein bisschen geheimnisvoll und hat einen schön versteckten Hinweis auf den Inhalt des Buches. Mir hat das gut gefallen. Auch gibt es hier eine Karte, die zeigt welchen Weg Franziska und ihr Mann genommen haben, genauso wie ein Personenregister und ein ausführliches Nachwort der Autorin. Mit gefallen solche Details sehr gut.


    Mein Fazit: „Der Hexenschwur“ ist eine tolle Fortsetzung zu „Der Hexenturm“ und „Das Hexenmal“. Die Bücher zeichnen ein Bild des dreißigjährigen Krieges und ihrer Menschen. Es erzählt vom Leben der einfachen Menschen wie es gewesen sein könnte. Mir gefallen solche Bücher einfach und ich bin gespannt, ob es nochmal eine Rückkehr aufs Eichsfeld geben wird. Auch wenn mit der Hexenschwur die Reihe eigentlich abgeschlossen ist, gibt es doch den ein oder anderen Protagonisten von dem ich gern mehr lesen würde. Z.B. von Magdalena der Tochter der Eheleute Bonner.


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    Inhalt: 1892 eine Frau wird im Hamburger Hafen ermordet aufgefunden. Der Polizist Lukas Boysen macht sich auf die Suche nach dem Täter und die Frage nach dem Warum. Gerüchte halten sich, dass es sich um einen Vampir handeln könnte und als wenn das noch nicht reicht bricht auch noch die Cholera aus. Ausgerechnet das junge Mädchen Anna Dierks, selbst einem Angriff ausgesetzt, meint mit ermitteln zu müssen.


    Meine Meinung: Der Erzählstil von Martin Barkawitz ist einfach zu lesen und so waren die Seiten auch schnell durch. Leider empfinde ich das ganze Buch als viel zu kurz. Die Geschichte und die Jagd nach dem Mörder ist schnell erzählt und beendet. Aber das was der Autor erzählt hat mir gut gefallen. Er gibt ein interessantes Bild von Hamburg aus dem ausgehenden 19 Jahrhundert wieder. Seine Schilderungen nach der Jagd des Mörders sind durchaus glaubhaft und gut aufgebaut und erklärt. Interessant fand ich auch die Arbeit der Polizei in dieser Zeit und welche Schwierigkeiten Boysen dabei hatte seinen Mörder zu finden.


    Mein Fazit: „Der Schauermann“ ist ein interessanter historischer Krimi aus Hamburg. Er enthält aber auch einige interessante Details dieser Zeit und hat mir gut gefallen. Er hätte nur gern ein wenig länger sein dürfen. Bitte mehr davon.


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    Inhalt: Durch die Adoption ihres reichen aber schwer kranken Onkels wird aus dem einfachen Mädchen Charlotte Brandon eine adlige Miss Millford. Ihre Tante sorgt von nun an dafür, dass Charlotte sich dementsprechend verhält. Leider fürchtet die Tante auch um ihr Eignens ansehen und auskommen und so werden die beiden Frauen keine Freunde. Außerdem wird nach einem passenden Ehemann für Charlotte gesucht. Denn nur so kann das Familienvermögen gesichert werden. Nur ein Schwiegersohn kann dafür sorgen, dass die Frauen versorgt sind. Dann lernt Charlotte jedoch Captain John Battingfield kennen. Er ist der ihr Nachbar und leider auch verheiratet.


    Meine Meinung: Mit bildhaften Worten schildert die Autorin aus dem Leben von Charlotte Brandon, von ihrer gesellschaftlichen Stellung und von ihrer Liebe. Mit Hilfe von Charlotte zeichnet sie aber auch ein glaubwürdiges Bild des 19 Jahrhunderts und vor allem von der Stellung die Frauen damals hatten. Mir hat das gut gefallen, auch fand ich ihren Sprachstil angenehm zu lesen, obwohl er dieser Zeit angepasst war und von daher vielleicht nicht immer einfach zu lesen ist. Die Liebesgeschichte um Charlotte und John fand ich ergreifend und mitfühlend aber nicht so überhandnehmend, dass es alles andere in den Schatten gestellt hätte. Gerade weil Charlotte ihr Charakter gut ausgearbeitet wurde und sie von Seite zu Seite intensiver wurde hat es mir gefallen. Auch die weiteren Figuren der Handlung haben ein Eigenleben und machen die Geschichte lebendig.


    Mein Fazit:“Pflicht und Verlangen“ ist ein toller historischer Roman aus dem 19 Jahrhundert Englands. Er zeigt das Leben der Zeit. Vordergründig das von Frauen der Oberschicht und hat mich mit seiner Liebesgeschichte einige Stunden lang sehr gut unterhalten.


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