Beiträge von dubh

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo dubh

    ab dem 27.9 soll es mit dem Lesen beginnen.

    Kannst Du bitte den Leserundenvorschlag zum 5. Teil in das Verzeichnis der Leserunden verschieben. Dann würde ich die Leseabschnitte einfügen.

    Danke im voraus

    Salvatore

    Hallo Salvatore,


    sorry, ich war diese Woche viel unterwegs, aber nun ist das Unterforum für Eure Runde angelegt: Salvatore Treccarichi - Gerwod V: Die Bergfestung

    Viel Spaß schon jetzt bei der Leserunde!

    Mein erster Berührungspunkt mit Tobias O. Meißners Büchern war relativ spontan vor 13 Jahren - bei einer Leserunde zu "Das Paradies der Schwerter" hier. Und auch wenn ich zugegebenermaßen eine extrem seltene Leserin dieses Genres bin, hat mich die Lektüre damals nachhaltig beeindruckt.

    Die Inhaltsangabe zum neuen Superschurkinnen-Roman verspricht jede Menge Spaß! Daher bin ich gerne mit von der Partie - allerdings bin einem kleinen Fragezeichen, weil ich erst kurz nach dem Start der Runde aus dem Urlaub komme.

    Diese Vorwürfe gibt es schon seit einigen Jahren (The Guardian im Jahr 2014)... Nicholas Sparks kommt aus dem sogenannten Bible Belt der Vereinigten Staaten und ich finde schon, dass sich bestimmte Themen wiederfinden, die man durchaus als so geprägt empfinden kann.

    Kommen in seinen Romanen zum Beispiel Afroamerikaner oder Homosexuelle vor? Ich habe nur ein paar Verfilmungen gesehen, aber da war es definitiv nicht so. Ebenso kann ich mich nicht an vorehelichen Sex, Affären oder so etwas erinnern. Im Grunde schreibt Sparks immer von einer heilen und zutiefst weißen Welt, die zwar irgendwie geartet einen Dämpfer bekommt, dann aber schnurstracks auf ein Happy End zuläuft.

    In "The Best of Me" meine ich durchaus eine gewisse christliche Botschaft herauslesen zu können. Nicht schlimm, aber die Tatsache, dass Sparks einfach Bevölkerungsteile ausklammert oder zumindest klein redet, finde ich schon sehr bedenklich. Das was ihm bezüglich seiner Schule vorgeworfen wurde und wird, zeigt aber deutlich, dass dieser Autor für mich gar nicht geht.

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    Erscheinungstermin: 04.11.2019

    Leserundenstart: noch zu klären


    Inhaltsangabe (von der Verlagsseite)

    Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein, der ständig in Angst um seine Familie lebt, bittet eine Widerstandskämpferin um Hilfe. Doch ihre Gegenforderung ist hart: Isaak soll die Gestapo infiltrieren und sich dazu als Sonderermittler Adolf Weissmann ausgeben - jenen Mann, der vom Führerhauptquartier beauftragt wurde, den Mord an einer berühmten Schauspielerin aufzuklären. Was niemand weiß: Der Kriminalist ist vor wenigen Tagen bei einem Überfall ums Leben gekommen. Mitten unter Wölfen zieht sich das Netz immer weiter zu und die Gefahr, enttarnt zu werden, ist allgegenwärtig...


    Wir hatten bereits zu den Wiener Krimis um August Emmerich (zuletzt "Der dunkle Bote") auf Leserunden.de und hier sehr schöne Leserunden, deshalb könnte ich mir ein erneutes gemeinsames Lesen sehr gut vorstellen. Was meint Ihr? Vielleicht findet ja auch Alex Zeit und Lust, uns erneut zu begleiten...


    Am besten wäre es, wenn Ihr bei Interesse gleich einen für Euch möglichen Zeitraum angebt. Zum Beispiel ab:

    FR, 08.11.2019

    FR, 15.11.2019

    FR, 22.11.2019


    TeilnehmerInnen:

    dubh (November ok)

    HoldenCaulfield (November ok)

    ysa (November ok)

    buchregal123 (November ok)

    Jaja, die "Hühnerarmee" ist eine spitzen Hilfe, aber so richtig auf dem Schirm haben sowohl Emmerich als auch Winter sie nicht.

    Obwohl die beiden schon wissen, was sie an der Grete und den anderen Frauen haben. Ich glaube, dass die das besser zu würdigen wissen, als die anderen Kollegen.

    Ganz ohne Frage! Emmerich und vor allem auch Winter sind auf einem guten Weg (vor allem für ihre Zeit!), aber eben auch noch nicht angekommen.;)

    Für mich ist es ein Trost, dass Emmerich sich künftig daran macht, die Bitten abzunehmen und sich die Fälle noch einmal genauer anzuschauen.

    Aber es sind so viele, alles Unrecht wird er nicht beseitigen können.

    Schon klar - aber Selbstjustiz ist zum einen nicht die richtige Wahl und zum anderen bin ich überzeugt, dass Fanni all die "Meldungen" auch nicht hätte "bearbeiten" können!:/8o


    Emmerich hat mich sehr erstaunt, als er endlich mal über sein Trauma geredet hat. Es drängte wohl schon länger aus ihm heraus und nun war es ausgerechnet Alma, die seine Geschichte erfährt.

    Vermutlich sehen wir ihre Seelenverwandtschaft mehr als Emmerich selbst. Ich schließe mich ysa an: es wäre schön, wenn die beiden sich anfreunden würden!

    Winter gefällt mir immer besser. Jetzt hat er glatt vergessen, das Auto zurückzugeben.


    Aber hallo! Winter hat sich wirklich toll entwickelt, ich mag ihn inzwischen richtig, richtig gerne! Und zum Thema Auto-Rückgabe: Winter profitiert wirklich davon, wenn er sich von Emmerich ein bisschen seiner Ausgebufftheit abschaut.8)

    Luises Tod war eine sehr traurige Szene - auch wenn ich mit diesem Ende nicht unzufrieden bin. Emmerich taugt nicht wirklich zum Glücklich-sein und Luise war nicht mein Lieblingscharakter in diesem Buch.:( Es tut mir allerdings leid, dass Xaver Koch nicht auch sterben musste - jetzt muss ich einen Gefängnisausbruch und Rache fürchten! Wenigstens sind die Kinder bei Emmerich gut aufgehoben und dass ihm seine Vermieterin so hilfreich zur Seite steht, ist ganz besonders nett. Wenigstens ein kleines Happy-end!

    Wobei ja noch nicht sicher ist, ob die Koch'schen Kinder wirklich bei Emmerich bleiben können... Aber ich hoffe es sehr! Wenn ich aber bedenke, dass keinerlei Verwandtschaft besteht und Luise und Emmerich auch nicht verheiratet waren...=O


    Luises Tod war in der Tat eine sehr traurige Szene, aber ich schließe mich Dir an: ich bin damit nicht unzufrieden. Irgendwie hatte ich schon am Ende des letzten Falles ein ungutes Gefühl - das es nun so tragisch endet, ist für mich einfach sehr realistisch.


    Zu Xaver Koch noch: naja, wenn der im entsprechenden Block im Knast landet, könnte das schlimmer als ein schnelles Ende werden, denn wenn der ein oder andere Platten-Junge mitbekommt, was er vorhatte, könnte das auch sehr unschön werden, denke ich mir.

    Auf Alma Lehner bin ich in diesem Zusammenhang nicht gekommen. Aber ich würde mir wünschen, dass sie eine größere Rolle in Emmerichs Leben bekommt. Seine "Beichte" deutet ja schon ein wenig darauf hin. Ich würde eher Kolja hinter dieser Botschaft vermuten - er hat die Beziehungen und die Informationsquellen. Aber das ist nur Spekulation!

    :D Für mich war dieses schöne Büttenpapier ein Indiz dafür, dass das von jemandem stammt, der Wert auf Wort und Schrift legt - deshalb kam mir Alma Lehner in den Sinn. Außerdem hat Emmerich sie meines Erachtens mit seiner "Beichte" wirklich berührt... Aber ja, Kolja ist auch eine gute Idee! Der hat zumindest die Mittel an solch hochwertiges Papier zu kommen. Aber würde er die für Emmerich zu wichtige Nachricht auf diesem Weg kommunizieren? Ich kann es nicht einschätzen.

    Wobei mir etwas im Magen liegt, dass Martha ihrer Tochter nicht erzählt, wo sie her kommt und wer ihr Vater ist. Das Mädel müsste das wissen. Aber Mütter schützen halt ihre Kinder.

    Eigentlich bin ich bei Dir - ich würde mir wünschen, dass Martha Juni von ihrer Herkunft erzählt. Aber dann wird mir bewusst, dass es auch kein unerhebliches Risiko gewesen wäre, hätte Martha schon in Frankreich etwas gesagt... Selbst als sie Benjamin Leroy kennengelernt hat, musste sie noch fürchten, dass er ein Nazi-Agent ist.

    Bei solchen Szenen muss ich im Übrigen immer an Erich Maria Remarques "Die Nacht von Lissabon" denken. Ein solch bedrückendes Buch, das unter anderem die Ängste der Menschen, die damals auf Schiffspassagen in die Vereinigten Staaten warteten und teilweise sogar noch um ihre Visa bangten.


    Später - in den USA - hat Martha natürlich die Chance, ihrer kleinen Tochter mehr zu erzählen, aber ich denke, dass die junge Mutter einfach traumatisiert ist und sich zudem noch immer um ihre Eltern bangt... Da wir mehr als sie wissen, vermute ich jetzt mal, dass der Tod ihres Vaters diese Situation nicht verbessern wird, sondern Martha sich diesbezüglich eher weiter verschließen wird.:(

    Martha ist eine starke Frau. Und sie hat großes Glück mit ihrem neuen Lebensgefährten. Ben ist wirklich ein Schatz. Überhaupt haben sie alle Glück im Unglück, scheint es. Ich hoffe, das bleibt so.

    Naja, alle, ist natürlich nicht richtig. Marthas Vater stirbt im Stollen.

    Marthas Vater wird ermordet und ich fürchte sehr um ihre Mutter. Zum Glück haben Martha und Juni Ben und dessen Verwandtschaft in New Orleans. Ich denke, dass sie dort weiterhin sehr viel Halt finden werden...

    Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich Martha fühlen muss, wenn sie begreift, dass sie ihr Weggehen in Köln nie wieder gutmachen kann.;(

    Und warum bitte kann Wernher von Braun so problemlos drüben Fuß fassen. Die Amerikaner scheren sich nicht um seine Vorgeschichte. Sie wollen nur Profit aus ihm schlagen.

    [...]

    Wurde von Braun tatsächlich nie nach seiner Beteiligung bei den Nazis gefragt? Was hat er erzählt? Hat er sich rausgeredet oder geschwiegen?

    Tja, Wernher von Braun, Reinhard Gehlen (Gründer des BNDs), etc.

    Ihnen allen kam der Ost-West-Konflikt im Grunde zu gute - der Westen rüstete im Grunde sofort nach der Befreiung Deutschlands gegen den Kommunismus auf. Da waren solche "Recken", die entweder zum Gewinn des militärischen Wettrennen beitragen oder aber die Spionage vorantreiben konnten, von enormem Wert und sämtliche moralischen Vorbehalte wurden über Bord geworfen. Traurig, aber wahr.

    Anderen half die katholische Kirche, die nicht gerade wenige überzeugte Nationalsozialisten über die sogenannten Rattenlinien in Sicherheit brachte - weil sie den "gottlosen" Bolschewismus aus dem Osten mehr fürchtete. Tja, jeder hatte fadenscheinige Ausreden, um Täter zu unterstützen.


    Selbst in der DDR wurden längst nicht alle NS-Täter verurteilt: NS-Täter in der DDR (Spiegel Online)


    Ich denke, dass von Braun das alles weit weggeschoben hat - ähnlich wie Albert Speer, der auch so tat, als hätte er von rein gar nichts gewusst. Unglaublich!