Beiträge von Alice

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Konstanze : okok, dann tu doch gern mein aktuelles Buch auch noch auf die Liste - das schließt sich thematisch (englisches Mittelalter..) an u bis zum Monatsende wird das schon hinhauen:

    Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

    (seit 9 Jahren stand das von mir unbemerkt in unserer Bib.. ;))

    Ich bin so ungefähr der unfamiliärste Mensch, den es gibt.

    Je nun - in fast jeder Familie gibt es doch diese Gestalt, die irgendwo in einer dunklen Ecke in einem leicht knarrenden Schaukelstuhl sitzt und nur ab und zu, wenn man sie zu vergessen droht, knurrige (aber zuweilen durchaus produktive!) Kommentare dazwischenschießt, sandhofer .. also typisch "family" eigentlich doch.. <3

    Habe gestern entdeckt, dass der Klappentext meines aktuellen Buches tatsächlich die Buchstaben x, y und z enthält - der springende (Nicht-)Punkt war bisher immer das verdammte X..!!

    Aber hier also alle: In Bythell, kauzig und exzentrisch.

    Jetzt muss ich es nur noch zu Ende lesen..


    Frage an Igela : Zählt bei "Familienbande-b/Geschwister" ein Brüder im (2Wort-)Titel - oder muss Familie zusätzlich auch noch das Hauptthema sein??

    Aber, wie wir ja alle wissen, besteht eine echte "Bibliothek" ja auch aus ungelesenen Büchern, Doris ! :thumbup:


    Nach viiielen Jahren Lesekarriere habe ich einige von den "Vollständigen" sogar (man muss einen "grausamen" Moment abwarten..:evil:) inzwischen entsorgt (das waren dann Autoren wie z.B. Mary Stewart, die ich in meiner Twen-Zeit gelesen habe, und die "Preston&Child"-Reißer auf Englisch, zwengs Übung damals..) - was bleibt, sind die Lems, Oliver Sacks und - mittelaktuell - Barbara Kingsolver (sowie die, die mir nicht auf Anhieb einfallen).

    Bei Gablé finde ich aber auch besonders, dass sie so nah an der Realität/Überlieferung bleibt. Weil ich da nicht so firm bin, lese ich immer mal parallel nach (meist einfach Wiki..).

    Aktuell gelesene Romanhandlung :


    Markgraf ermordet König, wirft schöne Königin in dunklen erdigen Kerker und versucht sie zu zwingen, seinen 15jährigen Sohn zu ehelichen, um die Krone zu kriegen. Königin bricht nach Monaten des Schmachtens bei Wasser und Brot aus und heiratet anderen, mächtigeren König. Böser Markgraf war vor diesem geflohen auf weitere düstere Burg, kommt aber bald angereist und bittet scheinzerknirscht um Verzeihung. Großer König gewährt Verzeihung nach Fußkuss der Königin durch bösen Markgrafen nebst Sohn und überlässt ihm quasi als Buße sofort eben mal das ehemalige Land der Königin zur Verwaltung.


    Spätestens an diesem Punkt dachte ich: Also - JETZT übertreibt sie's wirklich, so ne unrealistisch übertriebene Räuberpistole! Recherche bei Wiki ergibt:

    Das. Hat. Sich. Genauso. Abgespielt. :huh:

    Das Leben schreibt eben doch die besten Geschichten..


    Die Mary-Scott-Bücher hab ich als Teenager glaubi alle gelesen, sandhofer u. yanni - meine Mutter hatte die damals aus der Bücherei und ich hab (weiß gar nicht mehr, ob undercover wie beim "Paten" oder ganz offiziell.. ^^) "mitgelesen". Hab gute nostalgische Erinnerungen daran darum.. sollte ich die mal rereaden <3 - oder wär ich eher enttäuscht (ist mir bei Erma Brombeckso gegangen..) und sollte das lassen..?? :/

    Schade, ich hätte dieses Buch (das ich in der deutschen Fassung gelesen habe) so gern lieber gemocht - aber für mich war es gerade etwas zu viel.. schichtig? Durcheinander??

    Die Atmosphäre und der Stil haben mich an einigen Stellen gefangengenommen, aber die Querverbindungen zur späteren persönlichen Geschichte von Silver haben für mich iwie .. nicht richtig gepasst.

    Ein sehr beeindruckendes Buch. Der Schreibstil mit seinen kurzen Sätzen lässt zu, dass wir geradezu in die Protagonistin Caitlin hineinversetzt werden, was oft fast schmerzhaft ist.

    Ich sehe hier einen großen Unterschied zu den meisten zwar ziemlich professionell, aber eben auch sehr "glatt" und durchsichtig konstruiert geschriebenen aktuell verbreiteten "Buchreihen", derer ich trotz interessanter Themen am Ende oft überdrüssig werde, weil sie mich doch nicht wirklich berühren können..


    Caitlins Mutter Sheri hat es geschafft, trotz vieler eigener Verletzungen und schwieriger Lebensumstände ihre Tochter zu einem sensiblen und mitfühlenden Mädchen zu erziehen. Dass diese Eigenschaften aber jetzt derjenigen Person "zugute kommen" sollen, die der Auslöser für ihr eigenes Unglück war, ist dann doch zuviel für sie und löst einige sehr unschöne Reaktionen bei ihr aus.. Bei allem Entsetzen darüber kann man Sheri aber nicht als "die Böse" verurteilen.. so einfach ist es nicht..