Beiträge von Alice

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Noch ein Beispiel, wieder ein Kapitelanfang:


    " Der Abend senkte sich langsam über den Talkessel des Kurorts. Ein hauchdünnes Mondsichelchen zitterte sich scheu durch den kaum bewölkten Himmel. "

    Jemand, der in seinen Krimis Seltsame Metaphern mit großem Eifer ganz absichtlich schräg verwendet, ist ja Jörg Maurer. Berufskrankheit wahrscheinlich.. Hatten wir den hier schon?? :/

    Zuweilen leitet er neue Kapitel damit ein - aber eben auch nicht so regelmäßig, dass es nervt.. Aktuell finde ich:


    " Die Morgensonne stand am Himmel wie der abgerissene Kopf eines hitzköpfigen Engels."

    Jeder hat doch so sein geheimes kleines Ziel, oder?? :breitgrins: ;)

    Meins ist dieses Jahr, von den 4 "Fragenblöcken" drei zu "erlegen" - und da ich Zweifel habe, wirklich alle Aufgaben des Hauptteils mit anstehenden Büchern bedienen zu können, heißt das also: 2 Runden + Kniffel. (Daher lass ich den diesmal nicht so links liegen...^^)

    Bei der 3. Runde kann ich dann "entspannt" gucken, was sich noch ergibt und wie weit ich damit komme, ohne iwas "nur für die Challenge" zu lesen.

    Hab in einem Rundumschlag auch die

    beiden anderen Bände der Höhlenkinder gelesen -

    Dinge wie die Entwicklung des Webstuhls sind durchaus interessant eingebunden, auch Erzverhüttung mit einfachsten Mitteln ist beschrieben und die Herstellung diverser Werkzeuge - die Idee der absoluten Isolation zweier relativ unerfahrener Kinder des 17. Jahrhunderts, jetzt Jugendlicher, um diese Prozesse nachzuvollziehen, ist durchaus interessant.

    Zur "psychologischen" Seite habe ich einige Fragezeichen, und die beschriebene Situation störte den Lesefluss für mich doch erheblich: Ist es nicht wahrscheinlich, dass sich 2 (anfangs wirklich) Kinder, die schon vorher miteinander vertraut waren in solch einer Extremsituation und ohne komplizierenden Dritten (oder mehr) eher eng aneinander anschließen würden, statt miteinander zu konkurrieren und meist einzeln vorzugehen??

    Ist das wirklich nur pseudoharmonisches Wunschdenken? :/


    Wie auch immer - passend zu den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts muss erst eine "gottgesegnete Zeremonie" stattfinden, um zu einem gemeinsamen Schlafplatz zu führen, und wie durch ein Wunder tauchen dann auch nacheinander 2 kleine Kinder auf, deren Entstehung völlig im Dunkeln liegt - passenderweise findet Peter seine Eva jeweils mit einem Baby bei sich vor, wenn er von einem Jagdausflug kommt. Absolut "jugendfrei". :rolleyes:

    Im ersten Band der Höhlenkinder von A.Th.Sonnleitner "Im heimlichen Grund" leben die beiden Kinder in einer Höhle in einem Hochtal der Dolomiten - das Cover des Buches zeigt die beiden in der Höhle sitzend bei handwerklichen Tätigkeiten. Vor allem Eva bringt den größten Teil der bes hriebenen Zeit innerhalb der Höhle zu: passt also zu Kniffel 4.

    Der erste Band der Höhlenkinder, "Im heimlichen Grund", ist ausgelesen.

    Ich bin durchaus froh, die Motivation der Monatsrunde zum Lesen zu haben, da das historische Jugendbuch sich doch recht zäh liest.

    Noch nicht mal ungebrochene freundschaftliche Harmonie zwischen den beiden Kindern ist dem Leser zwischen all den Jagdbeschreibungen und handwerklichen Tätigkeiten vergönnt - der prahlerische Peter und die vor seiner aufkeimenden rohen Kraft zurückscheuende sanfte Eva verstehen sich nicht immer nur gut - auch wenn Eva ab und zu jubelt, wenn er mit Beute zurückkehrt, die man dann schmausen kann. (Das Ganze wirkt dann in seiner antiquierten Sprache leicht etwas.. betulich..)

    Jetzt bin ich etwas geschockt über die Seitenzahl. Die vorherigen Teile waren doch eher im Krimi-Normalbereich, so bei 300 bis 500 Seiten, meine ich mich zu erinnern. Sind die 1200 Seiten in diesem Fall denn "berechtigt"?

    Band 1-3 hatten 650 Seiten, Band 4 dann 780, also doch etwas mehr.

    Trotzdem ist die Steigerung heftig, hab mich auch erst mal erschreckt.

    Hm.. berechtigt..?!

    Es ist durchaus so, dass ich mich auf den 1189 Seiten nie gelangweilt habe - das hat aber vor allem auch an den vielen "Nebenhandlungen" gelegen (privat und professionell..), die sich aber organisch eingefügt haben. Ein Vierrätter für mich.

    Und traue JKR zu, dass die Seiten sich eventuell weglesen wie bei Frau Gablé.

    Das ist in der Tat so.

    Und ich kann noch nicht mal sagen, woran das liegt - die Geschichte (Cormoran Strike 5) lebt einfach, auch ohne dass bisher iwas wie unglaubliche Action oder Spannung aufgekommen wär.


    Und tut mir gerade ganz gut, einfach so vor mich hinzulesen statt schon immer das Ende des Buches im Visier zu haben, was mir in letzter Zeit leider öfters so gegangen ist, aber bei fast 1200 Seiten eine auffallend dumme Idee wäre.


    Allen einen schönen Feiertag! :blume: