Beiträge von Rhea

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Aber wer jetzt hier weiter Panik verbreitet, bekommt eine Zwangs-Forenpause verordnet!

    DAs ist die Frage, muss es immer um Macht gehen? Bei der Kindererziehung sind wir von diesem Schema auch abgekommen. Ist ein Volk nicht auch ein wenig wie ein Kind?


    Und es zeichnet sich ab, dass Erlyk wohl zusammen mit seiner Frau die nächste Revolution plant / in Gang setzt. Da wiederholt sich dann die Geschichte in abgewandelter Form.

    Das ist die Frage, ob sich alles einfach wiederholt. Elryk hat nie nach Macht gestrebt und ist eigentlich immer sich selbst treu geblieben. Er hat einen anderen Ausgangspunkt, denn er muss nicht die Macht des Adels brechen. Er könnte eventuell überlegen, wie man eine Gesellschaft demokratisch aufbaut.

    Ja, der Artikel zeigt doch deutlich, wie unterschiedliche Moral eben auch einen unterschiedlichen Blick auf die Singe hat.

    Pietätskannibalismus – den Verwandten, sei es ein Vorfahre oder ein eigenes Kind, aus Respekt, Liebe oder Trauer würdevoll ehren, aber auch sicher verwahren

    Das kannte ich auch noch nicht so, aber es ist das Konträrste zu unseren Auffassungen und ich frage mich, ob wir nicht die alten Mythen auch zu sehr unter unserer Lupe haben. Wie oft isst Zeus seine Kinder. Irgendwie interessant, dass dieses Thema doch oft auftaucht.

    Obowohl es dann in unsere Kultur gewachsen ist und die schlimmste Rache an jemandem war, ihm sein Kind vorzusetzen (mein als Kind schlimmstes Märchen hieß "Butterbauchsuppe")

    Welche sf romane liest du? Ich habe im letzten halben Jahr 30 gelesen von denen ich 3 oder 4 als positiv einstufen würde.


    Mit Verboten wird man es immer schwer haben, Menschen zu erziehen. Hat schon mal einer eine verbotene Tür nicht aufgemacht?

    Dabei hätte meist eine Erklärung genügt.

    Fans unter sich! Ja, mir gefallen auch alle seine Bücher.

    Das Ende war vorauszusehen. Quilun ist kein guter Führer, er war es nie und macht nun, was er denkt, gelernt zu haben. Er hat bei Semire erlebt, dass Macht durch Gewalt erzeugt wird. So hat es auch Kyrin erlebt. Sie haben beide nicht die Semire kennengelernt, die mit viel Geschick ihr Freudenhaus geleitet hat. So machen sie einfach das, was sie nun denken ist das beste. Sie regieren mit klaren Regeln und starken Strafen. Sicher ist es kein böser Wille, die Macht nicht zu teilen, sondern die Annahme, dass anders die neue Welt nicht entstehen könnte. Diese Ansicht haben auch fast alle SF Autoren. Es ist ein negatives Menschenbild. Bei der Kindererziehung haben wir schon gelernt, dass es andere Möglichkeiten gibt, Kindern etwas beizubringen, als harte Strafen, aber lange waren die Menschen der Meinung, ohne harte Strafen, würden Kinder nichts lernen. Ja, schade. Sicher wird nun Quiluns Sohn einen Umsturz planen interessant wäre, wie der aussehen sollte. Diese Steinigung der gesamten Familie ist einfach so ein schlimmer Befehl und so unmenschlich, da kann nichts Gutes rauskommen. Könnte man doch Quilun die gleiche Frage stellen wie er Semire. Würde ihm auffallen, was er macht? Hier würde Milde viel mehr wirken. Aber hat er jemals wirkliche Milde erlebt außer vom toten Grafen?

    Loons, ich meine nicht so was wie im Internet verabreden, um Menschenfleisch zu essen. dieses "Ritual" geschieht in unserer Moral und ist demzufolge nichts, was ich befürworten würde. Da geht es um den "kick". Ich meine, man muss es schaffen aus unserem Moralverständnis herauszugehen. Was unterscheidet Menschenfleisch von Rindfleisch? Unsere Moral. Das geht schon los bei Hundefleisch. Komischerweise regen sich die gleichen Leute darüber auf, die Kalbfleisch oder Lamm essen oder die Kaninchen, die sie selbst aufgezogen haben. Und was das Töten angeht, weil man Fleisch haben will, da dürfte man korrekterweise auch keinen Organspenderausweis ausfüllen. Weißt du wieviel Geschäfte mit Organen gemacht werden? Ich denke dafür wird auch gemordet. Also muss ich dir sagen, dass diese Stelle für mich kein Horror war. Die Menschen waren tot und hätten ansonsten den Aasfressern gehört. Da war das Pilze essen viel grusliger. Richtiger Horror war das Herauswachsen der Pilze aus Nase und Ohren.

    Was für ein tolles Ende. Eine tolle Idee, mit Stein malen zu lassen und damit Kyrin etwas zu ihrer Liebe dazu zu geben. Sie kann ihren Wissensdurst weiter befriedigen und sie kann ihrem Mann bei seiner Kunst so helfen, dass die beiden eine Einheit bilden.

    Was mir nicht gefällt ist die Art, wie Quilun seinen neuen Ideen zur Macht verhilft. Diese Demonstration der Macht auf der einen Seite, wo viele unschuldige Menschen sterben (was er Semire vorgeworfen hat!) und dann ein Tempel. Das klingt sehr danach: ich habe jetzt die letzte Wahrheit entdeckt und alles was ich tue ist wohlgetan! Das ist ein Anfang, der mir gar nicht gefällt. Außerdem ist ein Vater, der sein Kind für seine Ideale aufgibt für mich keine wirklich vertrauenswürdige Person.
    Das kann nicht gut gehen. Es sieht nach einer Zwangsgesellschaft aus und wenn die Menschen eines (außer einer eigentlich natürlichen Neugier) sicher haben, dann ist es die Aversion gegen äußerlichen Zwang. Das beginnt schon bei Kindern, die gerne helfen, wenn sie es als ihre eigene Idee sehen, aber sobald es Zwang wird, murrend an die Pflichten gehen.

    Ich glaube nicht, dass das gut geht.

    Wegen des Menschenfleisches hatten wir schon mal eine Diskussion. Was ist moralisch? Wir gehen immer von unserer Moral aus und meinen, die sei vorgegeben, gerne auch von Gott. Aber eigentlich ist Moral etwas in einer Gemeinschaft abgesprochenes. Sie entwickelt sich ja auch. Was wir in unserer Zeit deutlich sehen. Erst hat man das Fräulein Helen baden sehn und war verzückt, die Waden sehen zu können, heute kann man so ziemlich alles sehen. Die Stellung der Frau hat sich verändert und damit auch moralische Anschauungen usw. Wir sehen uns im Diskurs mit älteren Kulturen und deren moralischen Anschauungen. Aber wir sind uns einige, dass Kannibalismus etwas unmoralisches ist. Dabei schauen wir gruslige Filme und Serien und spornen (meiner Meinung nach) Leute zum Nachmachen an. Natürlicher Kannibalismus hat damit aber nichts zu tun. Es wird Fleisch, welches sonst verrotten würde als Nahrung genutzt. Der Mensch ist tot, genauso wie die Tiere, die wir essen. (und da könnte man dann fragen, ob Vegetarier moralischer sind, wenn der Urwald den Sojafeldern weichen muss) Kannibalen betrachten es ja teilweise sogar als Ehre, gefallene Feinde zu essen, weil damit etwas von deren Kraft auf die Gemeinschaft über geht. Diese Menschen leben in einer anderen ethischen Gemeinschaft und sorgen dafür, dass Ressourcen nicht ungenutzt bleiben. Wenn Du, Loons, dich damit beschäftigst, weißt du sicher mehr, vermutlich haben sie auch Götter, die ihnen Regeln aufgeben, nur eben andere als wird.
    Ein Sänger den ich sehr mochte ist Gundermann. Er hat mal im interview gesagt, dass er zwar Vegatarier ist, aber wenn in seiner Familie Wurst weggeschmissen werden sollte, dann hat er sie lieber gegessen, denn das Tier wäre sonst umsonst gestorben. Ich verachte auch die Menschen in der Drifft nicht, die statt die Leichen den Tieren zu überlassen, ihren Hunger stillen. Da finde ich nichts falsches dran. Was würden wir tun, wenn wir vor die Wahl gestellt würden, zu verhungern oder Menschenfleisch zu essen? Mit unserer Moralvorstellung immerhin....

    Auch mich hat überrascht, wie sich Quilun für Kyrin einsetzt und genauso überraschte ich, dass es wirklich Liebe ist, die Kyrin zu Quilun zieht. Das Abnehmendes Helmes, um an die Droge zu kommen ist ziemlich normal glaube ich, keiner konnte in dem Moment mit den Ratten rechnen. Allerdings frage ich mich, wenn Agohn die Bilder unversehrt haben möchte, wieso will er den Maler umbringen? Das passt doch nicht zusammen, oder?

    Bei den Lichtstrahlen fand ich es schon auch blöd, dass Kyrin hineinfasst. Sie ist eine Magierin und sie hat Angst vor einer Falle, die Agohn gebaut haben könnte, warum probiert sie dann mit der Hand aus, was die Strahlen auslösen? hätte ja auch sein können, dass ein Bolzen ihre Hand an den Fels nagelt oder so. Sie rechnet mit übernatürlicher Falle und dafür ist sie doch sehr unbedarft mit ihrer Hand.

    Am meisten hat mich aber Semire überrascht, dass sie Kyrin retten will und den eigenen Tod dabei in Kauf nimmt. Am Anfang der GEschichte hätte ich das angenommen, aber mittlerweile war sie bereit, alles zu opfern, wieso auf einmal Kyrin nicht?


    Am interessantesten aber fand ich wie Quilun die Lage einschätzt. Wie genau er inzwischen sieht, was ihre Ehe ist und die Frage, die er Semire stellt ist sehr berechtigt. Wird sie diese noch beantworten, wenigstens für sich selbst und uns? Der Garten mit seiner Schönheit war beeindruckend und hat den Angriff der Ratten umso grausamer gezeigt. Aber er hat auch die Verbindung zum Anfang wieder hergestellt und zu Quiluns Sohn, an den er scheinbar gar nicht mehr denkt.

    Die Aussage, dass diese Schönheit langweilig wird ist auch sehr treffend.


    Für Quilun nun die Antwort auf das Schicksal seiner Eltern. Hat außer mir noch jemand gehofft, dass sie noch am Leben sind? Nun, sie sind gemeinsam gestorben und gaben ein romantisches Bild für die Geister ab. Aber ihr Tod war "nur" ein Kollateralschaden, ohne Bedeutung für die Geister im Berg. Ja, traurig. Die Affen waren wohl aber auch schon früher aggressiv. Wobei ich mich frage, wie es Tiere überhaupt im Berg aushalten. Viel Platz ist ja nicht, zumindest nicht viel beleuchteter Platz.


    Trotz aller Schrägheit, ich fand es schon beeindruckend, wie sich das Bild anbahnte, bei der drohenden Gefahr für Kyrin. Ich finde es spannend zu erleben, wie Farben Gefühle ausdrücken. Ich habe das ja vor vielen Jahren als Studentin oft mit Malern besprochen, aber es ist schon wirkliches Können, wenn diese Gefühle auch nachvollziehbar erscheinen.


    Nun bin ich gespannt, was wirklich am Ziel ihres Weges auf sie wartet und ob Agohn noch viele Fallen bauen kann. (ich schaue ja andere Filme und entsprechend meines Alters habe ich sowieso andere gesehen, mich erinnert viel an den Film "Reise zum Mittelpunkt der Erde" Da waren die Fallen des bösen allerdings nicht magisch.

    Persinnen selbst war ein Radfahrer, er hat sich ja seinen Untergebenen gegenüber auch arrogant verhalten und sicher ist er verantwortlich für die "Unterbringung" der Gefangenen. Er hat kein Erbarmen.

    Firn wollte schließlich diese ganze Arroganz nicht. Er wollte kein Adliger sein, er wollte einfach nur er selbst sein und geliebt werden, auch wenn es ihm schwer fällt mit seinem Zynismus geliebt zu werden.

    OT

    Und Stalin hat die wichtigste orthodoxe Kathedrale sprengen und an ihrer Stelle ein Schwimmbad bauen lassen - ein Fanal für seinen militanten Atheismus

    Naja, weil wir gerade von Stärke reden. Die orthodoxe Kirche war ein starker Gegner des Staates (und sie hat heute wieder oder immernoch, wie in Georgien z.B., mehr zu sagen als der Staat. Hier ging es darum ein Symbol zu beseitigen. So wie den Palast der Republik (mit hervorragender Akustik und wirklich als Kulturstätte des Volkes gebaut) abzureißen und das Schloss wieder aufzubauen. In Leipzig merkt man es am deutlichsten, denn die katholische Kirche hätte die alte Unikirche wieder aufbauen können, aber das wollte sie nicht und auch die evangelische Kirche wollte das nicht, obwohl alle auf die DDR geschimpft haben, die die Reste der Kirche gesprengt hat um im Zentrum die Uni zu bauen (ich war damals sehr froh endlich ein Zentrum zu haben, wir haben vorher in verschiedensten Hörsälen in der Stadt gesessen). Jetzt haben wir eine riesige häßliche katholische Kirche - ein Neubau. Also nicht immer geht es nur um blinde Zerstörung, sondern auch manchmal um andere Bedürfnisse. Ich dachte mehr an seltene Reste alter Kulturen, nicht an Kirchen die es nun wirklich ziemlich häufig gibt. (ich war nicht in Moskau, sondern nur in Kiew, aber da gibt es schon genug)