Beiträge von Rhea

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Also Tess hat sich nun entschieden und kommt zum Oberhaupt der Maschienen.

    Wieder einmal hat sie nicht gewußt, was sie sieht und man hat keine Vorbereitungen getroffen von Seiten der Maschienen, ihren Planeten zu verteidigen.

    Also in diesem Abschnitt habe ich schon oft den Kopf geschüttelt. Maschienen, die 500 jahrelang nicht in der Lage sind von Menschen erdachte Konzepte zu entschlüsseln, (oder auch die von den namenlosen übernommene Technik) ganz schön dumme Maschienen und dann wollen die nicht vorhandene Menschen mit einer Überlebensgroßen Gandalfstatue beeindrucken. Weil das durchschaut wird ist es dann ein Kind und Tess muss es erst genau betrachte um zu wissen, dass es ein Avatar ist, obwohl sie doch gehört hat, dass sie der einzige Mensch ist auf dem Planeten. Dann sieht Tess Krieg voraus und die Unöglichkeit, den Terranern zu entkommen. Also dazu braucht sie keine besondere Gabe, das war logisch. Deshalb bin ich auch über die Arroganz der Maschienen enttäuscht, zu glauben, die Menschen würden sie nicht angreifen, obwohl sie doch den anderen Planeten schon angegriffen hatten. Diese Maschienen sind alle sehr menschenähnlich.

    So und nun begibt sich Tess als Geisel in die Hände ihrer Feinde. Toller Plan da bin ich mal gespannt, was das bringt. Wenn ich an Stelle der Feinde wär, würde ich si irgendwohin bringen, wo ihre Bombe nichts ausrichten kann oder über einem Planeten abwerfen oder so. Ich weiß nicht, wieso diese Bombe eine Absicherung sein soll.

    DAs hat mich auch geärgert, weil ich bis letztes Jahr noch berufstätig war und keinen Urlaub nehmen konnte. Warum das gemacht wird? Vielleicht um einen ansonsten etwas besucherärmeren Tag voller zu machen? Auch dieses Jahr trifft es mich, weil ich ausgerechnet in dem Monat meine Schwiegertochter vertreten will und dann nicht Urlaub machen kann. Dabei hatte ich mich o gefreut, als Rentner alle Tage dort seilzutanzen können.

    "Ja, ich finde es auch eine eher beängstigende Einstellung, sein Grab zu sehen, aber zu leben."

    Ja, gruslig. Manchmal führt es dazu, dass sich etwas ändert, wie in der Weihnachtsgeschichte, manchmal führt es dazu, dass man fast dran vorbei schlittert und dann doch die Zukunft eintritt, auf die man gewartet hat, wie bei "Krull" der Zentauer, der beinahe nicht gestorben wäre, weil er auf den Tod warten wollte und dann doch seinen Freunden helfen will und heldenhaft stirbt.

    Die Zukunft zu ändern scheint sehr schwierig zu sein. Manchmal muss ich an solche Orakel denken wie in Ödipus, indem man versucht, die Zukunft zu verändern garantiert man, dass sie eintrifft. Das gibt es in Sagen und Märchen. Haben die Leute schon in alten Zeiten darübe gegrübelt, ob es gut ist, die Zukunft zu kennen? Hier hätte man sie doch vermeiden können. Warum rennen die drei los, um Tess zu helfen, obwohl sie doch wisse, dass jede Maschiene ihnen bei der Rettung überlegen ist und sie ins Schussfeld geraten? Da benehmen sie sich genauso unüberlegt wie Tess. Ja, ich weiß, Freundin und Retterein in Not, aber sie sind auf einem Maschienenplaneten und sie sind auch wichtig für die Bewegung. Es ist ein kopfloses Losrennen, welches ich erfahrenen Kämpfern nicht zugetraut hätte. Tess bekommt es von vernünftigeren, also von Maschienen verboten. Sie darf ich nicht unnötig in GEfahr begeben. Tess schwingt wiedermal von einem Extrem ins andere.

    Die Gärten, wie schade, komischerweise tut es mir um diese Gärten mehr leid als um die toten Menschen. Diese Gärten haben so viel Geduld und Liebe gebraucht um zu wachsen und dann kommen solche Idioten und zerstören sie. die Parallelen zu den zerstörten Kunstwerken auf der Erde fallen mir immer wieder ein. Wieviel Wissen und Schönheit ist uns durch Fanatiker immer wieder gestohlen worden.


    Spannend der Versuch, mit dem Wesen inVerbindung zu treten und ich frage mich, warum und was blockiert ihre Erinnerungen. Ein Schock? Ich kann mir wirklich nichts vorstellen, weshalb sie sich nicht erinnern sollte. Dem Wesen geht es um das Finden der Gloriose. Warum sollte sie da abhauen? War sie mit ihrem Esprit zu empfänglich und wäre verrückt geworden und ist deshalb abgehauen? Das ist für mich das einzig Denkbare. Vor allem weil sie weiß, dass Wissenschaftler verrückt geworden sind, weil sie die Präsens nicht ertragen konnten. Ist sie überempfindlich? Was ist dieses Feuer für eine Metapher? Zeigt es diese Überempfindlichkeit an? Braucht sie einen Schutz, um besser mit dem Wesen kommunizieren zu können? Wir werden sehen. Sie ist ja auf dem Weg in einen entsprechenden Versuch.


    Allerdings frage ich mich, warum dieses Wesen zuläßt, dass sein Wissen ausgenutzt wird als Machtinstrument. Ich glaube nicht, dass dies in seiner Intension liegt. Möglicherweise ist ihm egal, was mit dem wise geschieht, solange er nur seine Mutter findet, aber wenn man ihm das versprochen hat, kann er nicht durchschauen, dass es nicht darum geht?

    Dieser Aschnitt war nun was für mich. Es war vorherzusehen, dass der Planet nicht mehr frei ist. Ich habe mich sogar gewundert, dass es überhaupt noch Widerstand gibt. Aber es macht Hoffnung, dass es Wiederstand gibt, solange die Menschen in Unfreiheit leben.

    Ich kann Tess zwar ein wenig verstehen, dass sie immer wieder von anderen bestimmt wird, aber das hat sie sich ja auch selbst zuzuschreiben. sie wollte ein friedliches Leben in einer Welt, in der kein solches möglich ist, zumindest ken freibestimmtes. Ich wei Jänicke wie sich das Leben innerhalb der nun von einer Macht beherrschten Welt gestaltet. Es gibt ja Denker, die der Meinung sind dass dann auch eine Form von Frieden herrscht, da keine Feinde und keine Konkurrenten mehr vorhanden sind. Mit der Frage hatten wir uns ja mal bei der Leserunde zu Bernhard Hennens Trilogie "Azuhr" beschäftigt. Ich muss dann immer an "Die eiserne Ferse" von Jack London denken und stelle mir das gruslig vor. Auf Rosengarten scheint es ja auch nicht so gut auszusehen und auch auf Wunca wird scheinbar nicht viel zum Wiederaufbau getan.

    Am schönsten fand ich die Szene mit den Giganten. Ja, es ist so schade um vieles was zerstört wird, nachdem es Jahrhunderte, teilweise Jahrtausende überstanden hat. Dazu kommt, dass es hier scheinbar auch eine Möglichkeit geben könnte so viel über das Leben zu erfahren, wenn man sorgfältig forschen würde. aber Profit kennt keine Wunder und keine Rücksicht.

    Interessant, dass dieses Leben trotzdem einen Weg kennt, sich über Planeten hinweg im Universum auszubreiten. diese Idee mit dem Samen finde ich toll. Allerdings muss dieser große Gigant auch einige Zeit zum Wachsen haben, oder?

    Wann wird Tess nun erwachsen?
    ich kann es ja nicht glauben, dass es ihr wichtiger wäre, Sinclair zu erlösen, als den Aufständischen zu helfen. sicher sie haben sie in die Enge getrieben, aber nun ist sie mal da und sie sieht was los ist und da fragt sie immernoch, ob sie nicht lieber abhauen sollte? Was hat sie denn für Illusionen, wie sie überlebe könnte?

    Warum sagt sie nicht, dass sie den Tod vorausgesehen hat? Ist da plötzliche Rücksichtnahme vorhanden? Finde ich ja völlig fehl am Platze.

    Mal sehen wie es jetzt weiter geht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass so ein übermächtiger Feind zu besiegen ist, aber das ist ja wohl in Märchen der Fall.

    Das bedeutet, was sie erlebt hat eine feste Vergangenheit aber viele Möglichkeiten der Zukunft? Das heißt, tot bleibt tot?


    Übrigens habe ich mir diesmal auch einen Satz gemerkt.

    »›Eigentlich‹ ist ein schönes Wort, es steckt voller Möglichkeiten."

    (Aufgrund von Leserunden achte ich mehr darauf, mir schöneFormulierungen zu merken, bzw. das Tablet sich merken zu lassen)

    "Wird Tess gerufen im Hyperon und kommt deshalb an diese seltsame Orte? Wenn ja, von wem? Von den den Namenlosen?"


    Ich hoffe mal, ja. diese Namenlosen (wenn sie es denn sind) finde ich spannend und ich habe das Gefühl, dass Tess, wenn sie wollte, kraft ihres Esprits mit ihnen kommunizieren könnte.


    "Und dieser Wayfare lebt noch immer. Und der erste Traum stellt sich als wahr heraus. Ihre gesamte Familie tot."


    Er lebt nicht mehr, denke ich. Es ist ein Hologramm, dass er hinterlassen hat, um sie zu fangen. Er wird die Falle eingerichtet haben. Außerdem ist es eben nur eine Zeitebene, die Tess als sehr linear erlebt. Ob diese Zeitebene aber bleibt ist die Frage. Wenn es Zeitebenen gibt, die sich berühren können, dann kann man auch in veränderte Vergangenheiten übergehen.


    (Entschuldigt das primitive zitieren, aber ich bin nicht zuhause und am tablet geht es leider nicht anders)

    Naja, solche Zeitsachen sind nicht meins, habe mich bei Andreas aber dran gewöhnt, dass sie immer wieder eine Rolle spielen. Solange ich mich nicht bemühe, sie zu verstehen, geht es auch. Das gleiche ist der ganze Technikkram, der mich überhaupt nicht interessiert, denn ob in einer so fernen Zukunft etwas noch nach heutigem Verständnis funktioniert halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Die Entwicklung ist so rasant, dass sich heute schon so viel ändert, bevor es überhaupt bekannt wird. Was mich interessiert sind mögliche Gesellschaftsformen, das Zusammenleben in der Zukunft und davon gibt es hier wenig Neues. Leider. die einzige Person, die mich wirklich interessiert hat ist tot und Tess interessiert mich, was ihren Gesang und das Verhältnis zu den Oktopoden betrifft. Die Szenen sind selten, aber hier war ja wieder eine. Dabei ist Tess für mich aber wieder typisch das kleine Mädchen, dass voller Staunen dich die Universen geht ohne an die Folgen zu denken. Warum mußte sie in das Haus gehen? Es war eine unnötige Gefahr, die hatte noch nicht mal mit dem "Traum" zu tun. Dabei bringt sie nicht nur sich in Gefahr. Wenn sie ihre Zukunftsicht nicht hätte (die sie ja eigentlich gern verändern würde), dann wüßte sie nicht, was sie machen sollte. Sich darauf zu verlassen erscheint ziemlich hilflos.

    Dann weiß sie keine Antwort auf die Frage, ob die Oktopoden intelligent sind. Na so was. Sie bittet in ihrer Sprache um Hilfe und die verstehen sie und machen genau was sie will- da fragt sie sich noch? Ein wenig eingebildet ist sie schon. Mich wundert, dass Zara alles so mitmacht.

    Interessant sind für mich auch neue Welten. Im Gegensatz zu der Meinung, es müsse viel Leben im Universum geben, trifft sie nur auf die Schatten, die auch spannend sind, aber anstatt zu versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, gerät sie jedesmal in Panik. Und die WElten, die sie besucht sind leer. Nun gut, es kann immer sein, dass man bei einem kurzen Besucht das Leben bloß nicht erkennt.

    Trotzdem würde ich mich freue wenn es mal mehr um fremdes Leben ginge, anstatt nur um das bekannte Kämpfen Aufständischer gegen einen übermächtigen Konzern.

    "Tess gerät immer mehr ins Hintertreffen. Wenn ihre Situation nicht völlig hoffnungslos werden soll, muss sie lernen, richtig zu reagieren und eigene Pläne zu schmieden. Doch dazu braucht sie Hilfe ..."


    Da bin ich aber froh, dass ich nicht allein bin mit meiner Meinung über Tess. Sie wirrktvauf mich wie ein behüteter Teenager.

    Ich finde immernoch dass die Schwester mit ihrer Flucht unfair war. Auch wenn sie weiß, dass sie da nicht wieder heraus kommt, so weiß sie auch, dass ihre Familie dann einstehen muss. So wird auch das schwesterliche Leben verdorben, und nach der Flucht von Tess geht die Firma ja wieder an die Eltern. Sind die Aufständischen denn in der Lage die Familie zu schützen? Ich befürchte nicht.


    Die Zukunft, die Tess sieht ist sicher nur immer eine mögliche. Wie ich Andreas kenne hat er immer viele zeitebenen parat.


    Horace in Zara wiedergeborene? Kann ich nicht glauben. Ich denke Tess als Mädchen anzureden hat mehr mit deren Verhalten zu tun. Aber...nichts ist unmöglich.


    Spannend fände ich es, die Frau kennenzulernen, um die er getrauert hat. Seine Beschreibung klang ja nicht gut, aber wenn man so geliebt wird, da muss was an der Frau sein.

    So, der Abschnitt ist fast beendet. Schade, ich hatte ja sogar die Hoffnung, dass eine Wiederbelebung durch den Stein möglich ist, denn ich verzichte ungern auf Horace.

    Tess geht mir manchmal ziemlich auf die Nerven. Sie ist wohl der Meinung, dass man nur wollen muss und dann richtet sich das Universum schon danach. Selbst Horace vertraut sie nicht. Ich habe noch das letzte Kapitel zu lesen und bin ja gespannt wie sie das drehen, dass Tess ihren bonus nicht bekommt. Ich denke es tut ihr aber auch gut, noch ein wenig Realität zu erleben.

    Die Vermischung von Raum und Zeit ist ziemlich verwirrend, aber sicher ist Tess der Katalysator.

    Also Tess und Sinclair initiieren hier ja jede Menge Diskussion. Ich bin mit beiden nicht warm. Sinclair hat ohne zu zögern, ohne Rücksicht auf seine Lage eine Entscheidung getroffen, die für ihn absolut nicht einzuschätzen war. Er hat dies nur für Tess getan. Wieso kommt man da auf die Idee er sei ein reiner Verstandesmensch?

    Wenn er eifersüchtig ist auf den älteren, dann ist es ja vielleicht nicht, weil er ihn als Nebenbuhler sieht, sondern weil Horace ihn wie einen kleinen Jungen ständig abkanzelt und das vor seiner Freundin und diese aber hofiert und damit Sinclair ausschließt aus dem Team. Ich würde da auch gereizt reagieren.

    Dann fand ich es richtig blöd, dass Tess die Anordnungen von Sinclair einfach widerruft. Einerseits meint sie, dass er jetzt erst zu einem wirklichen Partner wächst weil er so ruhig und besonnen agiert und dann meint sie aber sie weiß es doch besser? Der einzige, der bisher wirklich interessant für mich ist und den ich als authentisch sehe ist Horace. Dass ein Mann in seinem Alter versucht bei einer jungen netten Frau zu punkten finde ich normal und seine Trauer um die Frau verständlich, wenn er immer solange allein ist. Vielleicht hat er deshalb solange überlebt, weil er nicht so übermäßig am Leben hängt.


    Was Interkosmica betrifft, bin ich auch der Meinung, dass das Verschwinden der Schwester fingiert ist. Sicher ist sie nicht selbst verschwunden, eher verschwunden worden. Wie sehr müsste sie ihre Schwester hassen, um ausgerechnet an diesem Zeitpunkt ihr die Zukunft zu nehmen. (wobei bisher nicht gesagt wurde, warum die Schwester es überhaupt übernommen hat ihre Lebenszeit für die Familie zu geben. Vielleicht war das innerhalb der Familie auch nicht freiwillig.)

    Die falsche Landung, hängt es mit dem Zeitfenster zusammen und der Trödelei oder gibt es auch da Manipulationen?

    Sehr zufireden klappe ich das Buch zu. Gibt nix Besseres, wenn ein Sonntag mit einem guten Romanende beginnt.

    Ja, das kann man so sagen, auch wenn es ein anderer viel späterer Sonntag ist.


    Am Ende noch mal ein Hoch und Tief der Gefühle und der Wendungen. Ein paar Fragen bleiben noch offen. Welche Erinnerungen hat denn Stella als Brigida? Wer überlebte denn? Warum hatten so viele der Erwachten den Wunsch nach dem Tod? Waren es die solange im Eis Gefangenen, dass ihr Lebensalter eigentlich vorbei war und sie nun so schnell alterten wie der König? Haben nur die im Eis weitergelebt, die einen Eiszwilling hatten? Oder warum lebt die Mutter nicht mehr?


    Toma hat mir schon sehr leid getan am Ende. Ich konnte verstehen, dass sie wütend ist. Und ja, es war so großherzig von ihr, Mailin zu verzeihen. Schade, dass Toma einen anderen Weg zieht als Mailin.

    Ehrlich gesagt, verstehe ich diese Wut nicht so richtig. Sie wußten nicht, ob sie Eismund befreien würden und warum sollte Mailin Toma dann weh tun? Hat Toma denn erzählt, dass sie Eismund liebt? Die Freundinnen wußten es ja nur aus ihrem Verhalten, ihrer Trauer. Hätte Toma diese Trauer denn nicht genauso bei Mailin sehen können? Ich bin bei so was immer erstaunt. Eines weiß ich aber aus eigener Erfahrung, dass man mit einer unerfüllten Liebe schneller abschließen kann, wenn man mit dem Partner befreundet ist, der das Glück hat geliebt zu werden. (Noch schneller geht es natürlich, wenn man selbst eine neue Liebe findet, aber das wird bei Toma noch eine Weile warten müssen. Allerdings würde ich die Geschichte von Toma, wie sie ihren Clan befreit und von einem anderen Mann erobert wird gerne lesen :) )

    Die Heimkehr ist dann so ein Gewusel, dass man diesen überfüllten Raum förmlich spührt. All die Menschen, die jetzt Antworten erhalten wollen und in mitten der Wärme und der Menschenmenge auch eine Portion Fremdheit.

    Wobei Joun zur Verbitterung, meiner Meinung nach, keinen Grund hat. Dass Mailin drei Jahre weg war, war ja nicht ihr verschulden. Und dass sie sich in der Zeit und mit all den Abenteuern von ihm weg entwickelt hat, auch das ist in dem Alter doch mehr als normal

    Ich finde auch, dass er nicht verbittert über Mailin ist, sondern eher darüber, dass er sich jahrelang als Schuldiger an ihrem Tod gesehen hat. Da liegt ein Ballast auf ihm, den er erst einmal loswerden muss und sich daran gewöhnen, ohne diese Last zu leben und sich gestatten glücklich zu sein. Das geht nicht wie Schalter umlegen, deshalb fand ich diese Szene sehr gut.


    Auch wenn es nur nebenbei bemerkt wird ist es gut, dass die Gewissheit des Todes ihres Mannes, obwohl es sicher ein schwerer Schlag ist, Lovis die Möglichkeit gibt auch ein neues Leben anzugehen.

    Der Brief den der Kapitän für Lovis hinterlassen hat war so traurig. Es wurde zwar nicht erwähnt, aber ich hoffe Mailín hat daran gedacht den Brief einzustecken um ihn Lovis zu überbringen.

    Ja, ich habe auch immer auf den Satz gewartet, dass Mailin den Brief bei sich hatte, als die Welt verschmolzen ist.


    Danke für das schöne Buch und für einige erhellende Hinweise aus der Leserunde. Die Schneekönigin war ja naheliegend, aber komischerweise habe ich bei Saman immer an Saruman gedacht und nicht an Samen... (obwohl letzteres viel näher liegt:redface:)

    Dieser Abschnitt hat es wirklich in sich. Die drei Küsse sind wie im Märchen, drei Dinge, die es für eine Erlösung braucht. So sieht es ja auch Eismund. Schade nur, das sich zwei Frauen wirklich in ihn verliebt haben. So richtig weiß ich aber Eismunds Rolle noch nicht einzuschätzen. Irgendwie streiten sich ja er uns Silja darum, wer für den König wichtiger ist. Das mag eine Finte sein, um Zeit zu schinden, aber es ist immerhin auch darin enthalten, dass er zumindest ein wichtiger Diener des Königs war. so genau weiß ich immernoch nicht, wer welche Rolle spielt. Im Märchen der Schneekönigin wird das Herz zu Eis und damit jede Emotion gestoppt. Kann es nicht auch sein, dass so etwas mit Silja geschehen ist? Warum wollte Eismund fliehen, wenn er doch zu dieser Zeit noch unter dem Einfluss des Königs stand?

    Wenn Mailin jetzt in das Geschehen eingreift ist es doch auch ein Eingreifen in den Gang der Dinge, ist das dadurch gerechtfertigt, dass der normale Zustand wieder hergestellt wird. Zur Zeit weiß ich noch gar nicht, wer hier böse oder gut ist. Außer den drei Frauen, die sind eindeutig die Guten! Aber was ist, wenn Eismund einfach wieder in den Zustand des Vergessens versetzt wird? Kann seine Verwandlung durch die unterschiedliche Liebe der Frauen rückgängig gemacht werden? Es ist auf alle Fälle spannend und nachdem die Todesfee ja ach schon wieder zu viel eingegriffen hat ist es ein ziemliches Verwirrspiel. Was ist, wenn Eismund wirklich gerettet wird und zwei Frauen ihn lieben? Wie werden sich die Frauen entscheiden, ohne ihre Freundschaft aufs Spiel zu setzen?

    Ich bin auf die Auflösung dieser vielen Fragen muss ich jetzt eine Antwort haben und nachdem heute der erste Tag seit langem ist, an dem wir nichts weiter zu tun haben als die Koffer für die Kur zu packen, habe ich die Erlaubnis zu lesen, in Ruhe im Lesesessel und da gehe ich jetzt wieder hin.

    Ich sehe, ihr seid schon alle richtig drin. Ich bin ja kein Fan von diesem Technikgebrabel (Entschuldigung, aber so sehe ich das). Es spielt in einer so fernen Zukunft, dass die technischen Details keine Rolle spielen, denn wir können noch nicht mal logisch nachprüfen, ob es so möglich sein könnte. Habe gerade einen Vortrag gehört über die Pioniere der Raumfahrt, die wirklich über Sachen geschrieben haben, denen zumindest wissenschaftliche Theorien als Basis hatte. Also ich überlese so was und wenn ich es hören muss, dann warte ich bis die Geschichte weiter geht. Die Grundidee, dass man für die Schulden der Familie arbeiten muss ist nicht neu. Das bisherige Highlight ist für mich der Gesang der Protagonistin mit den Oktopoden und ich bin sicher, dass dieser Gesang ihr gerade bei der nun nötigen Arbeit helfen wird.

    Den Partner finde ich ziemlich naiv. Er holt sich keinen Rat bei der Familie, er weiß nicht, ob sie nicht betrogen werden. Insofern finde ich auch, dass die erste Frage sein sollte, was mit der Schwester überhaupt ist und eine Mitteilung an die eigene Familie damit die ihrerseits ein Auge darauf haben können, was da passiert und die Verpflichtung überprüfen können. Die Frage hätte einer von beiden stellen sollen, schließlich wissen die ja nicht, ob sie eine Antwort bekommen oder nicht. Man sollte als Leser ja nicht so rangehen, die eigenen Vermutungen den Protagonisten unterzuschieben.

    Wenn es um die Geschichte geht, denke ich, dass vermutlich beide gerade auf dem richtigen Posten sind. Sie fliegen ins Abenteuer, wollte der junge Mann das nicht sowieso? Und ich denke sie wird mit ihren Fähigkeiten helfen können neue Welten zu erobern.

    Als langjährige Leserin von Andreas Romanen kann ich nur sagen: Jedes Buch ist anders. Es sind nicht alle SF-Romane super (subjektive Meinung) und Andreas hat es aber auch geschafft mir Themen näher zu bringen, die mich eigentlich null interessieren. Wie Intelligente Maschinen in Das Erwachen

    Eigentlich so gar nicht meins und das Buch gehört definitiv zu den Highlights des letzten Jahres.

    Da stimme ich dir zu. Ich lese gerne Science Fiction, aber mir sagen noch lange nicht alle zu. Leider habe ich Andreas Brandhorst erst durch „Das Erwachen“ kennen gelernt. Gefallen daran hat mir besonders, wie gut er bis in die Einzelheiten recherchiert und trotzdem alles spannend erklärt hat. Deswegen freue ich mich schon auf die Fortsetzung 🤗

    Ich habe mit "Der letzte Regent" angefangen und finde immernoch, dass dies das beste Buch von Andreas ist, was ich bisher gelesen habe. Da hat für mich einfach alles gestimmt, die Spanneung und der interessante Protagonist, die neuen Ideen in der Gesellschaft und die Bilder des Weltraums. Aber die Geschmäcker sind verschieden. "Das Erwachen" hat mir nun gerade wenig gefallen.

    Lieber Andreas, Liebe Dani,


    bitte nicht gleich alles anzweifeln und so eine harte Linie verfolgen. Dies ist doch etwas, was wir aus Spaß machen. Sicher Andreas, es ist Deine Zeit, aber in der Weihnachtszeit ist so viel los und man kann gerade da doch ein wenig nachsichtig sein. Irgendwie scheinen die Moderatoren überlastet zu sein, das sieht man schon daran, dass die Werbung für Wasteland immernoch erscheint, obwohl die Leserunde längst zu ende ist. (Außerdem wieso wird gerade diese Leserunde so beworben? )

    Wir haben hier ein Forum, welches übersichtlich ist und immer wieder alles für unsere Bequemlichkeit gemacht wird. Also sollten wir hier einfach nett sein, von allen Seiten.

    Bitte, die Bücher sind jetzt da und es ist nichts passiert. Vielleicht haben die Moderatoren noch ein anderes Leben als das im Forum. Oder macht das jemand professionell?

    Also Zimteis essen und weiter lesen! :)