Beiträge von Rhea

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Loons Gerringer- Salkurning: Forlorner – eine Welt voller Geschichten


    Es beginnt ganz normal, wie die meisten Romane, die den Leser aus der realen Welt in die Fantasywelt führen wollen. Der Leser lernt die Protagonisten aus dieser Welt zunächst in einem Park kennen. Ein Schulprojekt führte die Klasse her und auf Bitten einer Freundin hatte James versprochen, den Bus zu fahren. Während er auf die Rückkehr der Klasse wartet, wird er kurzerhand von der Freundin noch zum Aufpasser auf Pix gemacht, eine korpulente Schülerin, deren Konstitution überfordert ist und die sich der Gothik-Szene zurechnet. Sie will cool wirken und ihre Kommunikation ist dementsprechend. Nach einiger Zeit kommt ein weiterer Schüler dazu. Er ist zu lebendig, kann nicht aufhören, den Park als Parcours zu nutzen. So sitzt der eigentlich nur als Fahrer mitgenommene plötzlich als Kindermädchen da und muss die Zeit rumbringen. Irgendwann beschließt er, der Verlockung nachzugeben, und sich das im Park vorhandene Labyrinth anzusehen. Natürlich kommen die beiden mit, denn allein wollen sie auch nicht sein. Aber, entgegen der Überzeugung ihres Führers, finden sie nicht mehr hinaus. Wohin sind sie gelangt? Sie suchen, aber nichts ist mehr so wie es war und sie finden nichts Bekanntes mehr, außer nach einer Weile noch eine Frau, die sie im Labyrinth gesehen haben.

    Nach diesem Beginn tritt der Leser ein in eine faszinierende Welt, die voller Wunder und Rätsel ist. Neben Elementen des Staempunk und des Mittelalters sind die ungewöhnlichsten Geschöpfe auf dieser Welt. Der Autorin ist es gelungen, einige sehr spannende Charaktere auch in dieser Welt anzusiedeln. Allen voran der Erfinder Inglewing. Seine größte Erfindung ist die Verkompostierung in den Toiletten durch kleine Käfer. Außerdem fährt er durch die Gegend mit einem selbstfahrenden Wagen, der einmalig ist. Leider wurde er nicht an der Universität zugelassen, an der er gern weiter an seinen Erfindungen gearbeitet hätte. Seine Gäste faszinieren ihn, denn er ist überzeugt, dass es eine Verbindung zwischen den Welten gibt. Trotzdem müssen die Gestrandeten untertauchen.

    Sie werden bei einer Theatergruppe angenommen, die sich mit Kunststücken ihren Lebensunterhalt verdient. Aber etwas ist anders dieses Jahr, nicht nur die Fremden verändern das Leben der Truppe, es gibt einige Anzeichen, dass in der Welt etwas vor sich geht, was scheinbar schon lange prophezeit wurde.

    In der Truppe kann sich eigentlich keiner leisten, nichts zum Unterhalt beizutragen. Aber was können Menschen aus unserer Welt, die gewöhnt sind an all die kleinen Annehmlichkeiten unseres Lebens, vor allem der behüteten Kindheit, einer Schausteller Truppe geben? Was macht ein Medizinstudent in einer Welt ohne Apotheke und Stethoskop?

    In der Truppe gibt es Geheimnisse, Rivalitäten, Spaß und Zusammenhalt. Es gibt eine Beschreibung eines Theaterstücks, die ist so gelungen, dass ich mich frage, ob unsere Theater in der Lage wären so zu spielen. Die Truppe heißt Montagu(e) – ist die Verbindung zu Shakespeare gewollt? Mir gefällt sie jedenfalls und die Truppe hat sie sicher verdient.

    Es ist eine Freude mit ihnen unterwegs zu sein. Naja, nicht immer, denn die Welt ist ziemlich gefährlich, lebensgefährlich. Gruslig teilweise, ich bin oft froh gewesen, nur in meinem Kopf dort zu sein.

    Es ist aber auch eine besondere Freude mit Inglewing zu reisen. Seine Mitreisende ist eine sehr selbstbewusste und abenteuerliche Frau. Verträgt er das, der so modern ist in seiner Gesellschaft.

    Die Geschichte entbehrt keinerlei Abenteuer, Rätsel und Phantasie, aber besonders interessant für mich waren die sehr berührenden Geschichten der Menschen in beiden Welten. Ich finde, dass dies die Hauptstärke der Autorin ist. Sie kann Menschen schildern mit ihren unterschiedlichsten Lebensentwürfen, die sich von verschiedenen Seiten zeigen. Keine schwarz/weiß Charaktere, sondern lebendige Menschen, deren Motive nicht immer klar sind, die man nicht immer versteht, aber die auch ihre liebenswerten Seiten haben. Nach dem ersten Band gibt es noch so viele offene Geheimnisse und sicher so viel zu entdecken.

    Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil.

    Hilft es verlorene Dinge zu sammeln, wenn man selbst verloren ist?


    Ivy sammelt verlorene Dinge, aber sie sammelt sie nicht einfach, sie erfindet Geschichten, warum diese Dinge verloren gingen und sie erzählt diese Geschichten dem Straßenkehrer, der als einer der letzten noch mit dem Besen die Straße kehrt. Ein Bild, welches mich sofort an Momo erinnert hat. Nur fehlt Ivy nicht Zeit, sondern die Mutter, die Mutter, die eines Tages fortging und deren Schicksal ungeklärt ist. Alle haben aufgegeben, sie zu finden. Aber Ivy begegnet Jack, einem sensiblen Mann, der Ivys Verlorenheit spürt, aber auch, welche Kraft und Schönheit sich durch diese Verlorenheit nicht Bahn brechen kann. Jack weicht die Mauern auf und plötzlich muss Ivy auch weg. Sie muss klären, was mit ihrer Mutter geschehen ist, um zu sich zu finden. Vielleicht auch, um das Schuldgefühl loszuwerden, denn sie hatte der Mutter vorgeworfen, nicht wie andere Mütter zu sein, nachdem diese wieder vergessen hatte, zu einem ihrer Ballettauftritte zu kommen. Ist die Mutter ihretwegen gegangen?

    Nun beginnt für Ivy eine Reise in das Leben ihrer Mutter. Aus dem wirbelnden New York geht sie zunächst zur Familie ihrer Mutter an die Küste. Eine Familie, die sie nie kennenlernte, aus der ihre Mutter geflohen war. Sie findet Menschen, die sie lieben, freundliche Aufnahme bei denen, die den Verlust auch verarbeiten mussten. Sie findet die Kindheit ihrer Mutter, arbeitet mit ihrem Großvater und lernt dessen Schmerz kennen, der sich nicht verzeiht, als Vater versagt zu haben. Die nächste Spur führt sie folgerichtig zur Schwester der Mutter, welche auch viele Wunden in sich trägt. Auch dort erfährt sie neue Puzzleteile des Lebens ihrer Mutter.

    Schließlich findet sie einen Liebhaber ihrer Mutter und lernt eine völlig neue Seite an ihr kennen, aber sie erfährt auch wie sehr sie selbst von dieser geliebt wurde. Einer Frau, die sich öfter neu erfunden hat, die versuchte ein, „normales“ Leben zu führen, aber so voll von Geschichten, so voll von Leben war, dass sie das reale Leben verpasste, tagträumte.

    Schließlich ist Ivy in dieser Reise gewachsen, sie fällt Entscheidungen.

    Die Geschichte ist berührend. Sie zeigt wie Fehler von Menschen ohne Kommunikation sich auswachsen und Beziehungen zerstören, sie macht neugierig auf das Leben und sie fällt keine Urteile. Sie zeigt aber auch, dass erwachsene Menschen irgendwann ihr eigenes Leben in die Hand nehmen müssen und sich entscheiden. Ivy ist eine sehr sympathische Frau und es gibt auf ihrer Reise viele Menschen, die sich auf den zweiten oder dritten Blick anders zeigen als man sie im Buch kennenlernt.

    Schließlich gibt es auch eine Entscheidung zur Ivys Sammlung – einige verlorene Dinge finden ihren Eigentümer wieder.


    Eine sehr lesenswerte Geschichte

    Vielleicht ist es einfach persönlich indiziert, weil ich aus eigener Erfahrung und der meiner Söhne weiß, wie schwer es ist, eben nicht der Tradition zu entsprechen. Mein Sohn hatte eben gerade dieses Wochenende davon erzählt und das sensibilisiert noch mal extra, abgesehen von einem Nachbarn, der Alkoholiker ist und einem, dessen Niedergang ich mit erleben mußte, einschließlich der Familie die kaputt gegangen ist. Dabei habe ich eigentlich nichts gegen Alkohol, wenn er als Droge verstanden und entsprechend behandelt wird, also vorsichtig und in Maßen. In der SF stört mich nur, dass die Autoren der Meinung sind, dass es in der fernen Zukunft genauso zugeht wie heute. Ich habe Probleme - ich geh mich besaufen, ich besuche einen Freund, einen Kollegen - wir trinken Alkohol. Es wäre schön, andere Wege zu finden. Vieles ändert sich ja schon, ich habe mir schon mehrere Sorten Wasser zugelegt :)

    Das hat gar nicht zwingend mit "Männergehabe" oder einer "gesellschaftlichen Unart, die es zu überwinden gilt" zu tun.

    Komisch, bei den Gendern machen wir ein Aufsehen und bei anderen Wörtern unserer Sprache, aber bei der gefährlichsten Droge da wird es als normal angesehen. Schmackhaft heißt übrigens nicht süß, denn es gibt sehr gute Früchte, die schmackhaft aber bitter sind. Sanddorn oder Grapefruit. Bier ist nicht unbedingt bitter, es gibt Porter und Schwarzbier, welches ziemlich süß ist. Männer trinken Bier auch nicht, weil es bitter ist, sondern weil es Tradition ist. Komischerweise kommt die Tradition von schlechtem Wasser. Es ist natürlich auch ein Klischee (die Frau nippt nur). Ich denke in der Zukunft wird man sicher auch Rauschgetränke zu sich nehmen, aber es wird nicht mehr die Norm sein. Schon heute gibt es immer ein sehr gutes Angebot an alkoholfreien Cocktails und für Diplomaten dürfte sowieso das Gleiche zutreffen wie auf uns Tänzer, Alkohol verhindert, dass ich klar denken bzw. gut tanzen kann.

    zunächst mal war es eine Überraschung, eine sehr positive, dass der Leiter der Raumrettung ein Barrakaraner ist. Das fand ich wirklich toll. Ein Alien in einer Führungsposition (außer im Rat, da haben sie ja auch welche).


    Aber ich frage mich, wieso muss ein Direktor der Raumrettung in dieser modernen Zeit erst in sein Büro zurückkehren, um mit seinem Schiff Kontakt aufzunehmen? Ich dachte man leitet sofort vom Rat aus eine Verbindung ein. Es geht doch um Zeit!


    Kann es also sein, dass er mit dem doch überhasteten Genozid eigentlich gar nicht den Schwarm, sondern vielmehr Kahain auslöschen wollte? Ich würde es Corn absolut zutrauen

    Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Er zollt ja Kahain auch seine Achtung und ist erfreut, dass es einen anderen Weg gibt. Er ist kein böser (auch die Politik dahinter macht nicht er und als es um die Waffe geht wird er in den Vordergrund geschoben, so dass man sich sein Gesicht merken wird, falls sie eingesetzt wird und es schief geht.)

    Er erkennt in dem Moment, als er den Tipp bekommt, dass er eine Möglichkeit hat, die Waffe einzusetzen, ohne ihm bekanntes intelligentes Leben zu gefährden (und es geht nicht nur um Menschenleben) Es ist ja nicht sicher, ob der Schwarm sich wirklich wieder dem Abgrund zu wendet und wann und wo er wieder auftaucht. Ich meine es sind ja große Zeiträume, aber er wird wieder irgendwann bedrohend werden. Von seiner Seite eine logische Entscheidung. Nicht, dass ich sie billige. Aber ich war wütend auf Brotha, der dann auch noch als Held gefeiert wird. Er bereut noch nicht mal. Ich habe mich gerade mal wieder mit Enders Game beschäftigt, da gab es das Problöem ja auch. Die Admiralität hat ihn als Helden gefeiert, er hat es sein Leben lang bereut und hat den Genozid dabei unbewußt vollzogen. Nein, für Brotha, der aus Rache handelt finde ich keinerlei Verständnis, auch für Rhino nicht. Rache an Tieren nehmen ist etwas so sinnloses. Die beiden handeln für mich moralisch viel schlechter als Corn.


    Das Ende war für mich deprimierend und ich sitze eigentlich noch immer mit Kahain am Strand.

    Allerdings, weil ich es gerade mit meinem Sohn gestern als Thema hatte. Warum trinken Männer auch in der Zukunft Bier, wenn sie was zu besprechen haben und auf den Festen fließt Alkohol? Mein Sohn hat nämlich wieder erlebt, dass er in eine Gruppe eingeladen wurde und als Einstieg wollte man zum Nikolaus als Weihnachtsmänner verkleidet rumziehen wie am Männertag. Da er keinen Alkohol trinkt, war da eigentlich gleich ein Bruch da. Ich dachte, er hätte es leichter als ich in meiner Jugend und auch noch sein Bruder, der mit dem Problem zu kämpfen hatte, dass er keinen Alkohol trank. aber es scheint immer noch so ein Ritual zu sein. Mein Nachbar ist Alkoholiker, aber er arbeitet auf dem Bau. Da muss man schon sehr charakterfest sein und sich nichts daraus machen gehänselt zu werden, wenn man aussteigt. Deshalb mag ich es nicht so, wenn auch in den Büchern immer so getan wird, als sei das so normal, dass es sich noch in tausend Jahren hält (Perry trinkt ja auch Bier).


    Also ich würde auch den Saft irgendeiner schmackhaften Frucht trinken, während wir am Strand zusammen trauern. Es geht nicht nur um den Genozid - das ist schon schlimm genug, aber niemand weiß, welche Aufgabe dieser Schwarm hatte und die Weisheit der Orkanoiden bleibt weiterhin für das Dominaion verloren.


    Übrigens hat mich der inoffizielle Leitspruch des Rettungskommandos mit dem unautorisierten Handeln Kahains versöhnt. Dieser Spruch ist richtig und deshalb finde ich auch die Rettung der Stationsarbeiter wichtiger als die Verfolgung der Priaten, denn die Not der Arbeiter war real, die Not, die die Piraten bringen logisch möglich aber nicht zwingend.

    Diesmal konnte ich schneller lesen, weil die Kampfszenen für mich ziemlich unwichtig sind, tut mir leid, ist aber so. Die Beschreibungen sind sich immer ähnlich.

    Dafür habe ich mich gefreut mehr über andere Lebewesen zu erfahren. die Szene mit dem Gespräch der beiden Diplomaten gefiel mir sehr gut. Nicht nur wegen des Trinkens der Floryll, sondern auch die anderen kleinen Details. so was ist es, was ich in SF Büchern lesen will.

    Es ist allerdings irgendwo beschämend, wie es Parteien gibt, die ihren ganz eigenen Nutzen aus der Sache ziehen wollen.

    Machen das Parteien nicht immer? Ich bin gegen Parteien, gerade deswegen. Im Zeitalter der weltweiten Vernetzung haben sie eigentlich ihren Sinn verloren, denn jetzt hat jeder Mensch, wenn er will, die Möglichkeit sich zu beteiligen und man könnte jede Sitzung von Gremien öffentlich machen. Aber das nur nebenbei. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass einige, wenn es die Möglichkeit gäbe, sich der Angehörigen des AfD zu entledigen, ohne dass man es ihnen nachweisen kann, das sicher in Betracht ziehen würden. Ich bin schon immer über die Parole gestolpert: "Nazis raus". Ja wohin denn? Besser "Nazis raus aus den Köpfen", aber dazu muss man mit den Menschen reden und das lehnen die meisten ab. Also so abwegig handeln die beiden Diplomaten nicht. ich weiß ja nicht, was weltweit so hinter den Türen der Diplomatie getrieben wird.

    Er ist ein Intelligenzwesen, das sich bewusst zur Zerstörung (oder Bewahrung) entscheidet. Was die Schuld im Falle der Zerstörung noch größer macht.

    So einfach ist das aber nicht. Wollen wir wieder in Hütten leben und jagen gehen? Sehr lange haben die Menschen einfach besser leben wollen und das ist glaube ich evolutionär auch Tieren gegeben. Ist es wirklich der Lebensstandard, der so viel anrichtet, oder der Druck immer wieder verkaufen zu müssen, um wirtschaftlich mithalten zu können? Was gehört zum Lebensstandard? Ich sitze gerade in einer warmen Wohnung und bin sehr froh darüber. Außerdem bin ich froh, dass ich noch lebe und meine Lebenserwartung mir noch einige Jahre schenkt. So schwarz weiß ist es nicht. Bei uns im Zoo gibt es eine Übersicht, wieviele Tiere jedes Jahr aussterben und wir merken es gar nicht, und wenn wir in die Geschichte der Erde schauen, dann sind immer wieder Wesen ausgestorben. Über die großen wissen wir Bescheid, sie sind irgendwann zu groß geworden und haben ihren eigenen Lebensraum zerstört, aber wieviele Insekten sind ausgestorben? Ich denke wir müssen darüber nachdenken, was wir über unseren Lebensstandard verbrauchen, unnütze Dinge, teilweise absichtlich kurzlebige Produkte. Es gibt so viele Stellen, wo wir verschwenden, ohne Sinn (oder nur mit dem Sinn, den Markt frei zu halten) Es gibt so viele wissenschaftliche Wege besser mit der Natur umzugehen, aber die sind nicht profitabel. Aber geht ja vom Inhalt weg.


    Corn hat wirklich blöde Sprüche drauf : "sie mussten einfach gewinnen. Alles andere käme einer Katastrophe gleich" Ich dachte alles ist eine Katastrophe auch wenn sie gewinnen und ansonsten "käme es der nicht gleich", sondern wäre eine. So was nervt mich echt. Aber ist halt Corn.


    Wunderbar die Szenen mit den Orkanoiden. Mir war klar, dass sie gegen eine Vernichtung von Lebewesen sind und die Lösung lag auf der Hand. (Habe das mit Ameisen schon gut ausprobiert, aber mit Mäusen gelingt es mir noch nicht so gut ) Wie ist es denn mit Obstfliegen?


    Ich habe mich aber gefragt, wenn die Orkanoiden so groß sind, kann man sie dann von dieser Plattform überhaupt richtig sehen? Vor allem, wen sie direkt vor der Scheibe stehen.

    Die Zwangsentvölkerung entsteht auch beim Autobahnbau, ja sie entsteht sogar bei Umgehungsstraßen, weil dadurch niemand mehr in dem Ort etwas kauft oder in die Gaststätten geht. Die meiste Entvölkerung entsteht durch Perspektivlosigkeit.

    Nach ein paar Jahren ist dann aber die Gegend umso schöner. Wir leben inzwischen in einem Land mit wunderschönen Seen und Landschaften. Wenn man nun noch verbieten würde, dass die Ufer bebaut werden (was an einigen Stellen geschieht) dann sind dort neue Biotope entstanden. Es geht also mit entprechendem Willen.

    Ich habe gerade vor kurzem eine Geschichte von Gabriele Behrend gehört, in der aus der Sicht eines Sandlebewesens (also nicht im Sand, sondern selbst Sand). Es war faszinerend. Das Humanx Universum hat zwar auch Menschen, aber viel wird aus der Sicht der Thranx, einer insektoiden Rasse geschrieben. Es gibt viele Beispiele, wo Autoren versuchen, sich in die Sicht von Alien zu versetzen und aus ihrer Sicht zu schreiben Foster ist einer meiner Lieblinge. Ganz neu habe ich gestaunt im "Alien Eroticon", welche Phantasie die Autoren teilweise beweisen können. Wenn du aber wirklich viel aus der Sicht von Fremdlebewesen wissen willst, dann empfehle ich einfach nochmal James White.

    "verwursten" könnte man sicher, aber gerade da braucht es Ideen um diese reale Krise nach vorn zu überwinden. Die Wissenschaft hat schon mehr Lösungen als wir kennen, aber schon die, die wir kennen wären zu machen, aber nicht in einer auf Profit orientierten Gesellschaft.


    Ich habe das mit den 12 absichtlich so rausgestellt, denn über die eigentlichen Verwaltungen erfahren wir eben nicht viel. Wie sind die Völker organisiert, wie stimmen sie ab, wie wählen sie ihre Vertreter. Bisher war im Roman nur der Rat wirklich präsent und er hat schnell reagiert. Die UNO hat in solchen Krisen bei weitem nicht so schnell reagiert und wird es auch demnächst nicht tun, geschweige denn die EU. Wir haben ja real mehrere lebensbedrohende Krisen, da brauchen wir gar keinen Gegner aus dem All.

    Wie du aus meinen posts unschwer erkennen kannst ist Kampfstern Galactica bei mir gleich nach dem schauen in der Versenkung verschwunden :).

    Ich finde eben Forschung spannender als Kampf und ich habe mich sehr geärgert, als man Picard in einem der letzten Filme dann so ein riesen Gun unter den Arm geklemmt hat. Ich würde lieber mit ihm Tee trinken und über Shakespeare reden:D

    Das stimmt. Ich mag auch seine Taktik, erstmal machen und dann um Verzeihung bitten, als erst um Erlaubnis fragen. Vor allem kann ich mir bei diesem Verwaltungsapparat auch vorstellen, dass es ewig dauert, bis sie mal eine Antwort hätten.

    Wir wissen über diesen Verwaltungsapparat sehr wenig (was ich schade finde) Wenn aber das was wir wissen , schon der Apparat ist, dann ist er einfacher und im Stande schnell zu reagieren. Bis jetzt geschieht alles im Rat der 12. 12 Lebewesen, die bisher sehr vernünftig handeln und schnell abstimmen. 12 ist für so eine riesige Welt sehr wenig (bitte vergleicht das mal mit unserer Welt - wieviele sitzen in der UNO?) Vielleicht ist mir was entgangen, aber ich habe bisher keine unnötige Bürokratie miterlebt. Also könnte man auch sagen, man informiert den Rat, auf die wenigen Minuten (die zumindest im Buch eine Abstimmung braucht) kommt es nicht an. Alle Argumente sind logisch und dieses Schiff mit lauter Freiwilligen trägt das kleinste Risiko. Sein Fehlen in einem eventuellen Kampf ist vernachlässigbar.

    Allerdings hat der Okanoide Angst - Todesangst. Er dürfte kein Kleinkind mehr sein, das einfach vor dem schwarzen 'Mann Angst hat. Er muss diese Bedrohung mindestens aus Erzählungen der Alten kennen. Da es diese Alten noch gibt, haben sie scheinbar einen Weg gefunden zu überleben. Also ihr Rat ist schon wichtig.

    Mit seiner Entscheidung riskiert der Kapitän auch, dass die Aktion verhindert wird, weil Missverständnisse auftauchen und ihm Barrieren entgegengestellt werden. Dann noch zu erklären, was er will ist wesentlich schwerer. Im Moment ist es eine Befehlsverweigerung und soweit ich Militär kenne (war selbst 3 Jahre Uffz) wird Befehlsverweigerung erst mal bestraft. (Ausnahme Befehle gegen die Menschlichkeit also hier dann Wesentlichkeit oder so). Das klingt immer so schön nach Abenteurer. Wenn es gut geht ist er ein Held und Geschichten erzählt man nur über Helden.


    Ansonsten ist die Entscheidung des Kahains richtig und mir gefällt sein Umgang mit der Crew. Besonders gefält mir aber, dass Rhino die Logik versteht, auch wenn sie sie emotional nicht nachvollziehen kann.


    Schade, dass es in dem Roman hauptsächlich um die Gefahr geht und wie man sie bekämpft. Ich fände es sehr interessant zu erfahren, wie die einzelnen Völker zusammenleben. Da haben wir eigentlich nur den Kleinen Ausschnitt von Brotha. Ja und außerdem wäre es doch auch mal nett, wenn der Kapitän kein Mensch wäre. Die Menschen spielen hier eine ziemlich große Rolle, oder kommt nur mir das so vor?