Beiträge von Rhea

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Die Szene mit dem Angriff der Gelichter war ganz schön spannend! Kann es sein, dass die Gestalt gemerkt hat, dass James nicht von dort war, und ihn deswegen in Ruhe gelassen hat?

    Da bin ich mir sicher. Sie ist auf Blut aus. Seines wird sich unterscheiden und was das Gelichter nicht kennt, das frisst es nicht oder so. Ich muss gerade an den Vamir denken, der Udo Lindenberg Mitternacht begegnet ist und ausgerechnet die Udos Blutgruppe nicht verträgt.

    Kann es auch sein, dass in beiden Welten die gleichen Personen leben? James wurde bei dem Essen für jemand aus dem Norden gehalten, und er hat auch gedacht, dass er das Mädchen von seiner Welt her kennt. Beide Welten scheinen sehr stark untereinander verknüpft zu sein.

    Hmm interessante These. Es gibt einen Roman, der von einer geteilten Welt handelt, da können die Personen nur die "Grenze" durchqueren, wenn ihr anderes Ich tot ist. So was könnte auch sein. Dann wäre eine Nulldichte immer dann, wenn jemand der Grenze zu nahe kommt, dessen Pendant auf der anderen Seite tot ist. Könnte gehen. Aber eigentlich denke ich wirklich eher an eine Parallelwelt, die weit in der Zukunft der Erde liegt und in der neu angefangen wurde. Mal sehen, was wir noch an Theorien finden. Leider theoretisieren unsere Protagonisten nicht so viel.

    Man ist also bei den Gauklern und gewöhnt sich langsam ein. Schaden kann es ja nicht. sie lernen das Land kennen und registrieren allmählich, dass es wirklich eine andere Welt ist. Ich weiß ja nicht, was Inglewing erwartet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man ihn aus dem Weg haben wollte. Ich kann nicht so richtig an die Empfehlung glauben. An seiner Stelle hätte ich sicher in den Umschlag gesehen. Er dürfte doch einen Trick kennen, sich den Inhalt anzusehen. Ich glaube es ist nicht so verkehrt, dass er eine Frau an seiner Seite hat, die etwas weniger naiv ist. Mal sehen.


    Die Tage bei den Zigeunern (so sehe ich sie) sind voller Strapazen und Pix hat es vermutlich noch am schwersten, denn sie muss sich in eine totale Macho Gesellschaft eingliedern. Dabei kann sie aber auch nicht Hilfe versagen wo es nötig ist. James zu holen für das Baby war eine gute Reaktion. Schade, dass James nicht viel zur Verfügung steht, um wirklich helfen zu können. Ich hoffe aber sehr, dass die beiden Heiler sich zusammenfinden und gemeinsam wirklich helfen können. Vor allem dem Mann mit den abgehackten Beinen. Ich finde es toll, dass seine Schwiegertochter sich so um ihn bemüht.


    Würden wir an das Gelichter glauben? Ich finde James sollte es langsam tun. Gerade er weiß doch jetzt, dass es Dinge gibt, die es eigentlich nicht gibt. Ich wundere mich über seine fortwährende Verweigerung. Der Chef ist doch nicht dumm und egal was es ist, es ist gefährlich. Also sollte man auf den Chef hören.

    Schön, dass er das Baby retten konnte. Hoffentlich dauerhaft!

    Nun hat er eine Verehrerin und eine, die er kennt und weiß nicht woher. Mal sehen, es wird einerseits einfacher für ihn, aber andererseits wird einiges zum Drahtseilakt.

    Arme Amy,


    es ist erstaunlich, dass sie den langen Weg nach hause findet und heil dort ankommt. Sie ist ja in einer Umgebung, in der sie sich noch nicht mal gegen schwächere Kinder wehren kann, wenn die Magie einsetzen. Und scheinbar hatte der Vater auch keine Freunde, denn sie weiß ja nicht an wen sie sich wenden soll. Schade, dass sie nicht zuerst zu Finn geht. Ich denke der Gärtner könnte ihr helfen.

    Vor allem hätte sie versuchen sollen, den aufzusuchen, der die Geschichte übersetzt. Auf diese Weiterführung bin ich gespannt. Ist dem alten König seine Macht zu Kopfe gestiegen und hat er den 13. Engel beleidigt, weil kein goldener Teller mehr da war oder so? Gab es also eine Prophezeiung, dass dieser Schutz zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhört oder sich sogar umkehrt?


    Amy auf das Internat zu bringen schein ein Versuch gewesen zu sein, sie aus dem Blick der Porzellangesichtfrau zu bringen. Sie unternimmt ja sogar einen lahmen Versuch, Amy zu verteidigen, aber gegen diese Frau hat sie wohl nichts in der Hand. Ich glaube nicht, dass da nur ein Zugehörigkeitsgefühl im Spiel ist, sondern auch eine starke Macht, eine Herrin, die keinen Ungehorsam duldet.

    Amy kommt sehr schnell darauf, dass es eine Verschwörung geben könnte, aber sie kommt nicht darauf, dass ihre Tante dazu gehört, obwohl sie doch ahnt, dass diese den Vater ins Gefängnis gebracht hat.


    Hester ist also einsam, von mir bekommt sie dafür kein Mitleid. Es ist ihrer Arroganz zuzuschreiben, dass sie so einsam ist. Aber diese Geschichten kennen wir ja, siehe der kleine Lord. Mals sehen, ob es hier auch so kommt.


    Ich habe es ja geahnt, Amys Gabe ist Immunität gegen Magie. Sicher wird diese Immunität gebraucht. Vielleicht haben die Verschwörer nichts mit dem Verschwinden der Engel zu tun und nutzen die Situation des ungeschützten Thrones nur aus?

    Ich habe schon lange keine Comics mehr gelesen. Als Kind ständig, aber das "erwachsenste" Comic war dann wohl Asterix. Ansonsten bin ich da dann ganz rausgekommen und bei Mangas kenne ich gar nichts. Vielleicht sollte ich mir mal wieder welche anschauen, einige haben wir ja bei uns in der Bücherei.

    Oh, ich bin damit doch nicht allein, kam mir schon so schrecklich alt vor...

    Amy ist ein tapferes Mädchen

    Ja, das muss man werden, wenn man ein absoluter Außenseiter ist. Es ist ja viel schlimmer als bei Harry, Magie kann man verbergen, aber Magielosigkeit eben nicht und dann unterrichtet sie niemand und sie hat keine Freunde, da muss sie stark sein.

    Sie kommt, finde ich, ohne Magie sehr gut zurecht. Mal schauen, ob sie noch zu ihrer Magie gelangt oder nicht =)

    Ich bin ja sehr gespannt, ob es nicht gerade ihre Stärke ist, ohne Magie zurecht zu kommen.

    Ich habe mir erlaubt, diesen Abschnitt im Lesesesel zu genießen. Ein wenig hatte ich das Gefühl einen umgedrehten Harry Potter zu lesen. Er als Magie begabter zunächst in einer magielosen Gesellschaft mit einer bösen Tante, sie in einer magiehaltigen Gesellschaft als einzige magielose und ebenfalls mit einer bösen Tante.

    Nun, da dieses Buch von Michael Hamannt ist, hoffe ich, dass diese Tante wirklich nicht nur böse ist, obwohl eigentlich klar ist, dass sie den Vater angezeigt hat. Vielleicht ist nicht alles so gelaufen wie sie wollte, aber sie hat jetzt die Möglichkeit an Amy ranzukommen. Scheinbar wird Amy von irgendjemandem gewünscht, die dieser Frau die Anweisung gegeben hat, Amy ihrem Vater wegzunehmen. Dieser kurze Moment mit dem Fotobuch macht mir Mut, dass hier nicht (wie bei Potter) mit schwaz/weiß gearbeitet wird. Der Lehrer ist auch sehr interessant. Er scheint sich für das zu interessieren, was ihr Vater gemacht hat und scheint auch nicht so von Magie begeistert zu sein. Gibt es da so eine Art Untergrundbewegung? Vermutlich ist er gar kein Lehrer, denn sein Unterricht ist doch sehr langweilig (naja, leider gibt es das bei uns auch oft) aber die Musik hat es ihm angetan und wer so spielt, kann eigentlich nicht böse sein. Also, ein interessante Charakter. Finn ist wohl der Humorträger und auf seinen Chaf, den Gärtner bin ich gespannt, wenn de r mal nicht aus bestimmtem Grund als Gärtner hier arbeitet....

    Über allem schwebt natürlich eine Art Weltuntergangsstimmung aus dem Prolog. Oder nicht? Einerseits sind es ja Engel, die losziehen, aber es ist schließlich ja auch immer Gott, der beschließt gründlich aufzuräumen. Sicher aber hat Amy etwas mit der Rettung der Welt zu tun :D

    Langsam lebe ich mich auch ein. Viele der Namen lese ich automatisch anders als sie hier (z.B. Katteganda -Cartagena; Kallisti- Kallisto)geschrieben sind und natürlich ist bei mir bei Montagu(e) sofort der Bezug zu Shakespeare da. Aber einige Begriffe sind auch so geblieben z.B. Tulsa. Ich bin gespannt, welche Hintergründe das alles hat.


    Es wird also brandgefährlich für die vier. Sie haben unverschämtes Glück, dass der Schneider ein netter Mensch ist und in seiner Gastfreundlichkeit so weit geht, sein Haus zu gefährden und seine Familie bei den Schaustellern auch. Nun ärgere ich mich viel weniger über Pix. Die ist ein absolut verunsicherter Teenager, aber diese Karla, die nervt. sie bekommt gesagt, wie auffallend sie ist und wie gefährlich die Situation und sie klaut dem Mädchen einfach die Kette und geht heimlich raus. Auch wenn sie de Meinung ist, dass sie Dorian unglaubwürdig machen muss, wie schnell hätte das schief gehen können, sie kennt diese Gesellschaft nicht, nicht die Regeln, nicht die Gefahren. Was wäre nun gewesen, wenn man sie gleich verhaftet hätte (im Süden wäre sie sicher sofort verhaftet worden, schließlich hat sie angeblich einen Betrug durchgeführt.) Sie macht mich mit ihrer Überheblichkeit einfach nur wütend. Es hätte ja sein können, dass die Schausteller einen Rückzieher machen, wenn sie hören, dass eine weg ist. Diese ist ja eine Gefahr und könnte alle verraten. Diese Reaktion hätte ich erwartet. Kann die mal jemand übers Knie legen?


    Das Mahl bei den hohen Herren war einerseits wie erwartet für mich (solche Professoren gibt es ja in unserer Realität auch) andererseits habe ich gestaunt, dass die anderen Präfekten scheinbar wirkliche Probleme haben und wir uns hier scheinbar im Reichsten und geschütztesten Bezirk dieser Welt befinden. Wenn ich lese, dass irgendwelche toten Wesen angespült werden und auf der anderen Seite aber lese, dass Dorian ziemlich gute Theorien hat, warum der Mond so aussieht, dann frage ich mich, sind wir hier in einer Fantasywelt oder gibt es technische Erklärungen? In Parallelwelten ist ja auch die Idee von Membranen, die verschiedene Universen verbindet. Ein wenig klingt es auch wie eine weite Zukunft nach einem Neuanfang der Welt.


    Aha, meine Idee mit der Seuche war wohl nicht so daneben. Dabei wundert mich natürlich, dass dieser Kontrolleur scheinbar auf dem Schiff war und hier herum läuft. Mich hat auch gewundert, dass bei der Kontrolle des Wagens James nicht sofort rausgeholt worden ist, denn die nassen Haare sind ja wirklich verdächtig, man könnte vom Schiff rüber geschwommen sein. Eine Ausrede wie Badehaus zu glauben finde ich da schon etwas einfach.


    (ich habe von B. Hennen Die Chroniken von Azur gelesen und seine Lösung bei dem Einbruch einer Seuche durch die Besatzung eines Schiffes ist sehr drastisch)

    Hm.... das könnte bedeuten, dass die Geister nun über eine unglaubliche Macht verfügen und diese sicherlich auch nutzen werden. Da sich allerdings auch die Geister untereinander nicht grün sind, wird es dort vermutlich auch zu einigen Konflikten kommen. Spannend, wer sich da auf welcher Seite schlägt.

    Die Geister? Die Frage ist doch, wer nun dort Herrscher über die Magie ist. Die "Unsterblichen" haben sie ja nur genutzt und nun müßten sie in ewiger Dunkelheit leben. Außerdem frage ich mich, wie sie Kontakt mit den Sterblichen aufnehmen wollen, wenn es keine Schwebezauber mehr für die Menschen gibt und die anderen Kontaktmöglichkeiten ja auch mit Magie belegt waren. Außerdem ist die Magie ja auf das Innere des Berges beschränkt, zumindest bis zur nächsten Flut, oder?

    In dieser Hinsicht bin ich ein bisschen optimistischer. Ich glaube eigentlich eher nicht, dass man die heutigen "Jungspunde" leicht dazu bekommen kann, sich Uniformen anzuziehen, im Gleichschritt zu marschieren und auf andere Menschen zu schießen.

    Ich weiß nicht, ich habe hier mit gestanden, um eine rechte Demo zu stoppen und da kamen so viele junge Menschen, die mit einer absoluten Geduld sich beschimpfen ließen und stundenlang gestanden haben in absoluter Disziplin. Das war auf unserer Seite schwieriger, die wollten "Bambule" machen und wir mußten immer aufpassen, dass keine Unfug treibt und z.B. das Polizeifahrzeug umschmeißt.

    In einem sehr viel harmloseren Zusammenhang - bei der Wahl eines Vereinsvorstands - meinte mal ein Freund von mir, dass diejenigen am besten geeignet seien, die den Job eigentlich gar nicht haben wollten. Wenn sie ihn dennoch annähmen, dann nicht, weil ihnen die Position gefällt, sondern, weil sie Inhalte umsetzen wollen.

    Naja, das stimmt nicht immer. Man muss nicht nur wollen, sondern auch können und gerade die, die den Posten zwar inhaltlich ausfüllen könnten, es aber nicht wollen, sind sich bewußt, was er bedeutet und dass sie dem nicht gerecht werden.

    Ich finde es nicht nur bemerkenswert, wie real diese Welt ausgearbeitet ist, sondern ich sehe auch viele Parallelen zu der realen Welt. Die Namen ähneln sich zum Teil sehr, es gibt Flüchtlinge, und das Verhalten einiger Bewohner passt eins zu eins in unsere Welt. Ich bin gespannt, was wir noch alles über Salkurning erfahren werden! 🤗

    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Bin auch gespannt, was mit dem Schiff ist. Ich dachte erst an eine Krankheit, wie Pest oder so.


    Da die Schausteller nun schon mehrfach erwähnt wurden, werden wir sicher noch mehr von ihnen erfahren.

    Er fährt die Strecke häufig, auch um eben diese Stellen mit seinen Apparaturen zu checken. Aber ja, letztlich bleibt es ein großer Zufall - oder, wie er selbst sagen würde: Racht -, dass er an diesem Tag zurück nach Rhondaport fuhr und die drei unterwegs aufgabelte. :)

    Naja, einerseits hilft die Häufigkeit einer Reisen dem Zufall sicherlich und dann ist es ja auch so, dass er in gewisser Weise jemanden erwartet hat und de Nulldichte gemessen hat. Wenn er nicht zurück gefahren wäre, hätte er sie vermutlich direkt nach ihrem Auftauchen gesehen.