Beiträge von Twilight

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Jokers hat ein Päckchen vorbeigebracht. In der Firma, das sorgt immer für besonders viel Freude. Drin war:


    Alexander McCall Smith: Ein Krokodil für Mma Ramotswe
    Graham Greene: Der dritte Mann
    Thomas Mann: Joseph und seine Brüder


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    :morgen:
    Leute, ich brauche 'ne Runde Mitleid! Das Wetter ist wunderbar, ich habe frei, es ist Lesewochenende und - ich bin ganz furchtbar erkältet. So, dass die Nase entweder ununterbrochen läuft oder aber vollkommen verstopft ist (was schlimmer ist, kann ich gerade nicht sagen) und mein Hals tut auch weh. Insgesamt bedeutet das, dass ich weder das Wetter genießen, noch richtig in ein Buch versinken kann - und schlafen geht auch nicht. Also bin ich schon seit einer Ewigkeit auf, aber trotzdem todmüde.So, genug geklagt, jetzt versinke ich erst mal in Selbstmitleid.


    Liebe Saltanah,


    Du hast mein vollstes Mitleid, schon allein deshalb, weil es mir ebenso geht. Gestern war ich ja noch "fit" genug, um mich von meinem Holden zum Kaffeetrinken an die Donau kutschieren zu lassen (für nen strammen Spaziergang war ich schon wieder zu kurzatmig), aber heute sind zu der total verstopften Nase auch noch Lungen- und Kopfschmerzen und eine allgemeine Mattigkeit hinzugekommen. Ich lieg in eine Wolldecke gewickelt auf der Terrasse in der Sonne und bin eigentlich sogar zu ko zum lesen.


    So bin ich mit meinem "Pfingstbuch" "Noreas Geschichte" auch noch nicht besonders weit, erst auf Seite 150 ca. Bisher gefällt mir die Geschichte aber sehr gut, sie erinnert mich sehr an meine erste Fredriksson-Lektüre. Das war damals "Abels Bruder", der zweite Band aus der "Kinder des Paradieses"-Trilogie, für die der Norea-Band den Abschluss bildet. Es ist ein sehr eigenwilliger, aber auch sehr poetischer Blick auf die Schöpfungsgeschichte.

    Hallo allerseits,


    da keins meiner aktuellen Bücher zum Thema passt, werde ich mir ein weiteres aus dem SUB klauben: "Noreas Geschichte" von Marianne Fredriksson.


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    Klappentext:
    Norea ist die Tochter von Adam und Eva, eine Gestalt aus den alten Menschheitsmythen - und ein Kind mit ganz besonderen Gaben. Denn Norea sieht das "Verborgene". Sie kann in die Zukunft schauen, in die Herzen der Menschen blicken und über die Grenzen hinaussehen, die wir höchstens im Traum überschreiten.
    Eva spürt von Anfang an, dass dieses spätgeborene Mäechen von all ihren Kindern das glücklichste ist. Von klein auf fühlt Norea sich eins mit der Natur, mit den Tieren und Pflanzen. Doch dieses sichere Gefühl für die Einheit der Schöpfung schützt sie nicht vor harten Schicksalsschlägen.


    Allerdings werde ich die nächsten Tage wohl vor allem draußen verbringen, bei dem Traumwetter was draußen herrscht.

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    Geschichten aus Palästina


    Das Leben unter einer andauernden Besetzung ist wahrscheinlich für kaum jemanden vorstellbar, der es nicht erlebt hat. Dauernde Repression, Entrechtung und Angst, durchsetzt mit regelloser Willkür von Seiten der Besatzer und unvorhersehbaren Ausbrüchen akuter Gewalt von beiden Seiten - dies ist die Atmosphäre, in der die Palästinenser in den besetzten Gebieten seit Jahrzehnten leben.


    Umso bemerkenswerter ist es, wenn eine Palästinenserin ihre Erfahrungen dermaßen unverkrampft und mit Sinn für die täglichen Absurditäten des Alltags schildert, wie Suad Amiry es in diesem Band tut. Viele der beschriebenen Situationen sind dermaßen grotesk, dass sie wie Slapstick anmuten. Wenn sie beschreibt, wie einem verunglückten Israeli fast das Herz stehen bleibt, als er bemerkt dass er von einer moslemischen Palästinenserin gerettet und in die Klinik gefahren wird; wenn sie blumig ihre Reaktion schildert, als sie nach siebenjährigem illegalem Aufenthalt in Ramallah und ebensolangem Warten auf ihren Pass immer noch nur wohlklingende Worte, aber kein Stück Papier in den Händen hält, sie dank der Identitätskarte ihres Hundes aber unangefochten nach Jerusalem fahren kann; oder wie während des ersten Golfkrieges alle Israelis Gasmasken bekommen, während die Palästinenser ungeschützt die Giftgasangriffe des Iraks befürchten müssen - dann bleibt einem mehr als einmal das Lachen im Halse stecken.


    Wie sehr eine solche Existenz nicht nur den Einzelnen, sondern ein ganzes Volk zermürben und radikalisieren kann wird besonders durch die Leichtigkeit, sogar Beiläufigkeit deutlich, mit der der tägliche Terror beschrieben wird. Plötzlich versteht man, wie die Palästinenser es zwar einerseits schaffen, sich mit der Besatzung zu arrangieren und so viel Alltagsnormalität wie möglich aufrechtzuerhalten, wie sie aber auch jede sich bietende Gelegenheit zu Widerstand und Ungehorsam nutzen. Wobei wichtig ist zu betonen, dass Amiry nicht zur Verteidigung palästinensischer Bombenleger und Attentäter schreibt; sie schreibt gegen die Gewalt der Israelis gegen ein ganzes Volk und um den psychischen Ausnahmezustand darzulegen, in dem diese Menschen leben. Das Spannungsfeld von Angst und Misstrauen auch untereinander einerseits und dem Zwang, zusammenzuhalten gegen den gemeinsamen äußeren Feind entlädt sich in Verhaltensweisen, die fast schon schizophren anmuten.


    Die unfreiwillige Komik in diesen Alltagsepisoden ergibt sich aus der Differenz dieses Alltags zu dem, was wir als “normal” empfinden. Unsentimental und unverblümt beschreibt Amiry, was sie erlebt hat und womit Millionen von Menschen sich bis heute arrangieren müssen. Diese Lektüre hat mir subjektiv mehr Wissenswertes über den israelisch-palästinensischen Dauerkonflikt vermittelt als manches soziologische Essay.

    Hm... erstellen kann man sie ja mal, diese Liste, mal sehen womit ich sie dann so befüllt kriege in nur einem Jahr :zwinker:


    A Anderson, Poul - Das zerbrochene Schwert
    B Brizuela, Leopoldo - Inglaterra
    C
    D Djebar, Assia - Fantasia
    E
    F Fredriksson, Marianne - Noreas Geschichte
    G Gaiman, Neil - Anansi Boys
    H Hamilton-Paterson, James - Seestücke
    I Isegawa, Moses - Abessinische Chronik
    J
    K
    L Lehtolainen, Leena - Der Wind über den Klippen
    M Michael, Ib - Die Nacht des Troubadours
    N Nguyen, Kien - Im Schatten des Mangobaums
    O Ondaatje, Michael - Anils Geist
    P Paasilinna, Arto - Der Sohn des Donnergottes
    Q
    R Rutschinski, Witali - Teufels Werke
    S Sthers, Amanda - Die Geisterstraße
    T Todde, Giorgio - Der Tod der Donna Milena
    U
    V Vargas, Fred - Die schwarzen Wasser der Seine
    W Wilson, Robert Charles - Axis
    X
    Y
    Z


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    Es war ein recht durchwachsener Lesemonat:


    Ivanauskaitë, Jurga: Die Regenhexe 0


    Wilson, Robert Charles: Die Chronolithen 0


    Fitzpatrick, Kylie: Der neunte Diamant +
    Eine Art Krimi um wertvolle Steine und einige Morde, der einerseits in England und Indien und andererseits auf zwei Zeitebenen spielt. Manchmal ein bisschen verworren und langatmig, aber im großen und ganzen ganz unterhaltsam.


    Walters, Minette: In Flammen --


    MacLeod, Alistair: Land der Bäume +


    Amiry, Suad: Wenn dies das Leben ist ++
    Wahre Geschichten über das Leben im besetzten Palästina. Bemerkenswert locker und und mit viel Selbstironie, auch wenn einem das Lachen mehr als einmal im Halse stecken bleibt.


    Brizuela, Leopoldo: Inglaterra -
    Sehr seltsamer Roman über eine Schauspieltruppe, die seit Jahrhunderten auf Shakespeares Spuren wandelt und nach der Eröffnung des Panama-Kanals auf ihre letzte große Reise nach Feuerland geht. Es schadet nichts, den "Sturm" zu kennen.


    Post, Laurens van der: Durchs große Durstland müsst ihr ziehen ++
    Großartige Fortsetzung von "Wenn Stern auf Stern aus der Milchstraße fällt". Vier junge Leute, zwei Buschleute und zwei Weiße, müssen zu Fuß die Wüste durchqueren. Man erfährt viel über afrikanische Rassenkonflikte und über die uralten Überlebensstrategien der San.


    Pérez-Reverte, Arturo: Der Club Dumas +
    Bibliophiler Thriller über einen Bücherjäger, ein okkultes Buch, das das Tor zur Hölle aufschließen können soll, und ein geheimnisvolles Dumas-Manuskript. Kam mir nach einigen Seiten so bekannt vor, dass ich es vor vielen Jahren schon einmal gelesen haben muss. Der Reread war aber dennoch sehr amüsant.


    gehört:
    Kipling, Rudyard: Die gespenstische Rikscha +

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    Kanada ist nicht nur das Land der englisch- und französischsprachigen Einwohner, auch gälisch - schottisches Gälisch - ist dort nach wie vor lebendig. Die 200jährige Geschichte eines schottischen Einwandererclans lässt Alistair MacLeod in dieser wunderbar poetisch-melancholischen Familiengeschichte wieder auferstehen.


    Cape Breton im Südosten Ontarios ist das Land, das Calum MacDonald um 1780 bei seiner Emigration aus dem von Hungersnöten gebeutelten Schottland in Besitz nimmt. Seitdem hat sich der Clan in ganz Nordamerika und darüber hinaus verbreitet, das Zusammengehörigkeitsgefühl als Familie ist allerdings nach wie vor das Bindeglied zwischen all diesen Menschen. Erst die jüngste Generation hat sich zumindest teilweise einen gewissen Wohlstand erarbeitet, allerdings ist die Vergangenheit als Fischer, Bauer, Leuchtturmwärter oder Minenarbeiter noch sehr lebendig.


    Dieser Gegensatz wird sensibel aufgezeigt durch das Brüderpaar Calum und Alexander MacDonald. Alexander hat studieren können und sich eine sichere, gutsituierte Existenz als Kieferchirurg aufgebaut, während Calum, der weitaus älter ist und seit dem frühen Verlust der Eltern schon als Teenager auf eigenen Beinen stehen musste, aus einem Leben als Minenarbeiter in den kanadischen Uranminen in eine Gefängnisstrafe und die Existenz als Alkoholiker abgerutscht ist. Eine Begegnung zwischen diesen beiden ungleichen Brüdern bildet die Rahmenhandlung der Erzählung, in der Alexander als Ich-Erzähler die Geschichte des Clans und seiner eigenen engeren Familie aufblättert.


    Wesentliches Element ist dabei einerseits die Verbundenheit zwischen den Menschen und dem eigenen Land, dem sie ihren Lebensunterhalt abringen und der Landschaft, durch die sie seit ihrer Kindheit geprägt wurden, und andererseits die Verbundenheit zwischen den Clanmitgliedern. Kleine Episoden, wie sich die MacDonalds überall auf der Welt plötzlich wieder- und anerkennen illustrieren diese Verbundenheit ebenso wie die gemeinsame, gälische Sprache und die vielen Geschichten, Legenden und Lieder, die teilweise aus der schottischen Heimat mit herüber gekommen sind und sich teilweise auch aus der Erinnerung an vergangene Generationen gebildet haben. Diese Grundhaltung des “Sich umeinander kümmerns” heißt dabei nicht Verlust der eigenen Identität, sondern der selbstbewusste Rückgriff auf Traditionen, die den Einzelnen erst in der Gemeinschaft als Ganzes erleben. Chancen für ein besseres Leben werden in der neuen Heimat dabei ebenso genutzt, wie in der Verteidigung dieser Gemeinschaft auch Einzelschicksale zerschlagen werden.


    Zyniker mögen dieses Konglomerat von unzerstörbarem Gemeinschaftssinn und den poetischsten Landschaftsbeschreibungen, die ich seit langem gelesen habe, als kitschig empfinden. Aber die Welt der MacDonalds ist kein Idyll, Schicksalsschläge, Un- und Todesfälle werden intensivst erlebt und beschrieben. Letztendlich klingt aber in jedem Unglück, in jeder Episode der letzte Satz des Buches durch: “Wir sind alle bessere Menschen, wenn uns jemand liebt.”


    Alistair MacLeod wird von Michael Ondaatje als der “größte zu entdeckende Schriftsteller unserer Zeit” gelobt. Diese Reise in die Welt der schottischen Emigranten und in die Großartigkeit kanadischer Landschaften ist auf jeden Fall ein lohnender Ausflug.