Beiträge von louzilla

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    gelesen bis S. 30 einschließlich


    Mmmmh, okay, ich bin noch nicht sehr weit gekommen, aber zwei Dinge sind mir aufgefallen:


    [li]Der Übersetzer hat Satzgliederstellungsprobleme.[/li]
    [li]Der Titel lässt befürchten, dass es im gesamten Band nur um diese Gesellschaft bei Tante Molly gehen wird.[/li]


    Bisher finde ich es ganz interessant und der missgünstige Versagerling Onkel Giles ist auch wieder mit von der Partie, was ich als amüsanten Lichtblick empfinde.
    Bin also gespannt, wie es weitergeht.

    Kapitel 36 einschließlich


    Na ja, diesen Monsterkampf hätt's nicht gebraucht. Aber Kaine in einen Menschen zu verwandeln - der war gut! Da verstehe ich nur zwei Dinge nicht: Warum ist Kaine nicht klar, dass das einen riesigen Nachteil für ihn darstellt, denn schließlich ist er jetzt sterblich? Und warum knallt Thursday ihn im Hangar nicht einfach ab? Ob während des Monsterkampfes mit Spezialmunition oder danach mit normaler Munition.


    Überhaupt sind mir das alles zu viele Monster und alle sind ähnlich: mit Pranken und Haaren und Schleim. Steven King hat da irgendwie mehr Phantasie bewiesen... :grmpf:


    Die wirklich interessanten Szenen sind die mit Stig, Bowden, de Floss und Hamlet. Cool finde ich, dass die Neandertaler spielen. Überhaupt finde ich deren Beschreibung interessant. Sie sind irgenwie den Menschen überlegen. Erstaunlich, dass sie ausgestorben sind - fiktiv natürlich.


    Auf den Zusammenhang zwischen Spiel und Goliath bin ich jetzt noch gespannt.


    Was mich in allen Bänden so ein bisschen stört, ist Thursdays (und Landens) lakonischer Umgang mit den ganzen Ereignissen. Irgendwie finde ich das unpassend. Zum Beispiel ist sie nach der Begegnung mit Medusa doch erheblich verletzt, aber die Folgen solcher Verletzungen scheint es für sie nicht zu geben.

    Kapitel 29 einschließlich


    Ach so, es war nur ein Scherz von Landen :rollen:!
    Schade, ich dachte schon, dass er endlich aus dem Rennen wäre und Bowden endlich zum Zug käme. Ich kann diesen Landen einfach nicht leiden.



    Ich habe beinahe in die Tischplatte gebissen, als Thursday ewig Zeit vertrödelt, weil sie sich und Friday noch zurechtmachen muss, bevor sie Landen aufsucht. Und dann noch die Autobombe - ich dachte wirklich, das wird nichts mehr mit dem Wiedersehen.


    So ging's mir auch; die hat wirklich Nerven wie Drahtseile.



    Die Zwischenwelt ist interessant und endlich findet die Raststättenszene aus Band 1 ihren Abschluss. Ein bisschen enttäuscht war ich darüber, dass ihr ihre gebunkerte Knarre gar nichts bringt.


    So, jetzt ist auch klar, wo Kaine her ist und weshalb er so einen Dänenhass inszeniert. Ich wette, dass letztendlich Thursdays Mutter ein Exemplar der nämlichen Schmonzette auf dem Dachboden hat...



    Hier hatte ich auch schon überlegt, ob Thursday nicht irgendwelche Top-Spieler aus einem Buch herauslesen könnte.


    Seh ich genauso: Die ausfallenden Crocketspieler würde ich an Thursdays Stelle mit Spielern aus der Buchwelt ersetzten.


    Genial finde ich den sprachhochbegabten Friday; Bin ja nicht so der Kinder-Fan, aber das ist schon ein schnuckeliges Kerlchen! Und wegschmeißen könnte ich mich jedes Mal, wenn Alan ins Spiel kommt.
    So gesehen hat der Band schon seine Highlights :breitgrins:!

    Kapitel 24 einschließlich


    HAHAHAHAHAHAHAHA! totlach


    Da hat sie ihren Landen zurück und der hat die Konkurrenz geheiratet! Typisch Männer, die lassen nix anbrennen! Und Goliath hat echt Sinn für Humor... :rotfl:


    So. Jetzt bin ich gespannt. Schlimmer kann's kaum kommen. Was wird sie tun?


    Ich kann mir schon vorstellen, dass die scheußlich schmecken mit ihrem vielen Fettgewebe. Ich stelle mir das Fleisch zäh und tranig vor, würg ...


    Ich glaub's auch nicht, sonst würden sie schon längst als Delikatesse gewinnbringend vermarktet werden.

    Kapitel 18 einschließlich


    Mist, hinke voll hinterher, weil mir ein anderes Hobby gerade ständig dazwischenfunkt... :breitgrins:



    [quote author=odenwaldcollies link=topic=45865.msg974984#msg974984]
    Irgendwie geht es bei Thursday aber nicht vorwärts: Landen ist immer noch genichtet, sie hat keine Lösung für den Schmuggel der verbotenen dänischen Bücher, sie weiß immer noch nicht, aus welchem Buch Kaine stammt, sie hat keinen Plan, wie sie es schaffen kann, dass die Swindoner Mannschaft gewinnt und das dann wirklich zum Sturz von Kaine führt und einen Babysitter für Friday hat sie ebenfalls noch nicht.


    Ich bewundere, dass Thursday in dieser praeapokalyptischen Situation so ruhig bleiben kann. Sie nimmt das alles hin und wurschtelt sich durch. Ich würde in Panik ausbrechen, wenn ich die Welt retten sollte, ohne eine fixe Kinderbetreuung zu haben. :entsetzt:
    [/quote]


    Ich finde, das ist ganz typisch für Thursday, dass sie cool bleibt. Das dachte ich nämlich bei jedem Band; Wenn sie in irgendeiner worst-case-Situation ist, geht sie erst mal schlafen oder essen oder Ähnliches.


    Goliath ist schon beeindruckend. Sind die höchsten Gebäude der Welt tatsächlich über der Wolkengrenze, gibt es das?
    Auch die hyptnotischen Fähigkeiten - ich bleib dabei, es handelt sich um eine Pheromonessenz, die das rationale Denken ausschaltet. Nur so ist es zu erklären, dass sich Thursday zum zweiten Mal hat ganz billig reinlegen lassen. Auch ihre plötzlich positive Sichtweise von Goliath und das Gleichstellen mit Gott - genau wie in "Das Parfüm". So gesehen nennt sich Goliath zu recht Religionsgemeinschaft.


    Was ich noch beeindruckend fand, ist der psychologische Mechanismus der Miesmachung am Beispiel von Volvo. Der kann dies und jenes nicht und man denkt sofort, dass es sich um ein schlechtes Auto ist völlig ungeachtet dessen, dass das andere Autos ja auch nicht können. Genau so funktionierts!


    Könnte Kaine aus der Bibel entlaufen sein? Ich weiß, das ist vielleicht zu einfach (Kain, Religion), aber das ist mir so in den Sinn gekommen.

    Kapitel 9 einschließlich


    Ha! Ich weiß, worauf es hinausläuft! Offensichtlich wurden Nichtungen tatsächlich rückgängig gemacht, wie das Auftauchen von Julie Aseizer mit Ralph beweist. Und da laut Thursdays Papa Goliath verunsichert werden muss, um Kaine zu stoppen, wird Folgendes ablaufen: Thursday beantragt die Rückgängigmachung von Landen und Goliath wird im Gegenzug von ihr verlangen, dafür zu sorgen, dass Kaine an die Macht kommt. Sie wird sich also zwischen Landon und der Weltrettung entscheiden müssen, wird logischerweise Letzteres wählen und schon ist die Rückkehr von Landen um einen weiteren Band verschoben :teufel:.


    In diesem Zusammenhang: Was zum Styx ist der SuperHoop und was hat dieser mit Goliath zu tun?

    Kapitel 7 einschließlich


    Jetzt hat Thursday also ihren alten Job wieder. Genial, wie ihr Ex-Chef für sie lügt, dass sich die Balken biegen. Und das allerbeste: Bowden ist wieder am Start :herz:! Er ist ja immer noch mein heimlicher Favorit für Thursday.


    Wenn sie die Nichtung Landens rückgängig machen kann, dann vermutlich eh erst im letzten Band - jedenfalls bestimmt nicht per Antrag.


    Mir ist nicht so ganz klar, worauf die Handlung hinauslaufen soll. Ist die Jagd auf Kaine die Hauptsache, Kaine ihr Gegenspieler, der Antagonist?



    Ich fand diese Diskussionsrunde genial, weil sie einige Rhetorikfinten aufgezeigt hat. Seit dem letzten, gefühlt ewig dauernden Wahlkampf in Österreich sind mir einige Techniken sehr bewusst aufgefallen, seither achte ich darauf vermehrt.


    So ging's mir auch. Hier werden politische Methoden glasklar analysiert und realistisch (übertrieben) dargestellt. Genauso wie der Aufbau eines neuen Feindbildes - da greifen ganz übliche Mechanismen.

    Kapitel 4 einschließlich


    Na gut, wenn es eine ganze Wochentags-Namens-Reihe ist, ist es schon logisch und einzusehen, wie Thursday ihren Sohn benannt hat. Ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, wie ihre Mutter heißt.


    Spannend finde ich, wie die Dänen als Feindbild aufgebaut werden.


    Die Anziehungskraft von Kaine erinnert mich an den Pheromoncocktail, den sich Grenuoille in "Das Parfüm" gemixt hat. Und jetzt hat Thursday diese Barbiekillerin auf dem Hals; bestimmt, weil Kaine sie erkannt hat und die Hand ausgetauscht hat. Durch ihre Frisur ist sie bestimmt aufgefallen. Aber ihr Papa rettet sie ja - diese Begegnungen finde ich immer schön.


    Cool finde ich Alan - wie der seine Umwelt in Schach hält - sensationell :breitgrins:! Mit wem sich Pickwick da gepaart hat...?

    Kapitel 2 einschließlich


    Puh, zum Glück war die Western-Geschichte nur von kurzer Dauer - ich hasse Western... :breitgrins:. Das einzig Gute fand ich den Buchstabenwirbel des Erschossenen.


    Bei dem Namen "Millon de Floss" schrillten bei mir auch gleich die Alarmglocken. Ein professioneller Stalker also - cool. Ich glaube wie Thursday, dass er ihr noch aus der Patsche helfen wird.


    Und nochmal schrillten bei mir die Alarmglocken: Thursdays Frisur. Im ersten Band begegnet sie sich doch selbst an der Tanke, wo sie die Waffe für die Zukunft versteckt, und ist entsetzt über ihre Frisur. Hab schon die ganze Zeit drauf gewartet, dass da die Auflösung kommt.


    Gut finde ich, dass sie Hamlet im Schlepptau hat, die ganzen Anspielungen sind super (obwohl ich vermutlich wieder nur die Hälfte erkenne)!


    Und blöd finde ich, dass sie ihren Sohn "Friday" genannt hat :rollen:.


    Was hat es denn mit dem Namen von Pickwicks Sohn, Alan, auf sich, weiß das jemand? Und warum ist der so böse?

    Alles beginnt mit Gold.
    Gold - Münzmaterial (seit dem 6. Jahrhundert!), Zahlungsmittel, Währung, Geldanlage. Ohne Gold kein Geld und in diesen Krisenzeiten regiert nur noch sprichwörtlich Geld die Welt. Eigentlich regiert Gold die Welt.
    Gold: Bestandteil des Namens des Schriftstellers, der den Roman verfasst hat, den ich gerne anmelden würde:


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    Irgenwo steht, dass Anne neben Kost und Logis noch ein paar Hundert Euro im Monat von Vera bekommt. Und der bindungsunfähige Schriftsteller muss Unterhalt für Leon zahlen. Somit hat Anne schon ein Auskommen.
    Was ich mich gefragt habe ist, woher Vera dieses Geld wie Heu hat. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ihre Zahnarztpraxis oder die Pacht für die Felder derart viel Geld einbringt.

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    Der zweite Fall für Thursday Next


    Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Falle Jane Eyre, wird schwer in die Mangel genommen: Ihre eigene Dienststelle lässt sie beschatten, bei der Mammut-Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, ihr Dodo legt in ihrer Küche ein Ei, der eben erst erworbene Ehemann wird von der ChronoGarde genichtet, und obendrein geht am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden, warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt. Zum Glück findet sie in Miss Havisham eine strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiction nicht nur aus einem Prozess à la Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit.


    Meine Meinung
    Auch dieser Band sprüht wieder vor tollen Ideen und zahlreichen Literaturanspielungen. Thursday muss an verschiedenen Fronten gegen das Böse (unter anderem ist trotz Vernichtung Hades mit im Spiel) vorgehen: Sie kämpft dafür, ihren Mann zurückzubekommen, rettet mal kurz nebenbei die Welt, steht unter Anklage, weil sie im ersten Band die Handlung von Jane Eyre verändert hat und lernt, in die fiktionale Welt abzutauchen. Die besten Ideen sind unter anderem ein skurriles Interview, die Entropiekonzentration und deren Messung und Folgen und die Art und Weise, wie die Welt untergehen soll.
    Auch dieser Band ist rasant und spannend erzählt. Einziger Kritikpunkt ist der Schluss:

    und damit gibt es eigentlich keinen richtigen Schluss und man ist am besten damit bedient, gleich im Anschluss den dritten Band zu lesen.
    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Ich glaube, du meinst dasselbe wie ich, als ich schrieb, dass mir das Zielführende bei der Renovierung fehlt. Es fehlt etwas, worauf das Ganze hinsteuert. Dass Vera wieder ins Bett geht, finde ich schon einen schönen Abschluss, aber letztenendes bleibt alles in der Schwebe, wobei ich das nicht ganz so schlimm finde.

    Ich finde diesen Roman beeindruckend und berührend!
    Es werden unglaublich vielfältige Problematiken mit einer Familiengeschichte über vier Generationen verknüpft: Heimatlosigkeit, Kriegstraumata, Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungen im Laufe der Jahrzehnte, Lebens- und Sichtweisen von Städter und Bauern und deren gegenseitige Ressentiments, Entwicklungen in der Obstwirtschaft, gestörte Mutter-Tochter-Beziehungen und Freundschaft.
    Dabei ist dieser Roman warmherzig, spannend und amüsant erzählt. Die Sprache ist lebendig und wird immer wieder mit plattdeutschen und klischeehaften Phrasen versetzt.


    Und da bin ich bei einem meiner zwei winzigen Kritikpunkte: Zum einen rutscht die Handlung punktuell ins Klischeehafte ab und zum anderen waren mir die Zahl der Handlungsstränge und Perspektivwechsel zu viel, die hätte es nicht unbedingt gebraucht.


    Trotzdem: Endlich seit Langem ein Roman, von dem ich mich kaum lösen konnte!
    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus: :tipp:


    Sehr schade finde ich, dass eventuell etwas aus Vera und Heinrich hätte werden können, wenn bei ihren Stolz mal hintangestellt hätten.


    Ja, wann wird man als Zugezogene/r dazu gehörig. Antwort: In der dritten Generation, wenn's gut geht. Und das ist nicht nur im Alten Land so. :breitgrins:


    Es ist wirklich tragisch, wie Menschen sich und ihrem Glück im Weg stehen! Ich hab auch gedacht, dass die beiden hätten zusammenfinden können. Sie unterstützen sich in all den Jahren in ihren schwersten Zeiten und hätten sich super ergänzt. Manchmal ist es unbegreiflich.



    gelesen bis zum Ende


    So, Theis schafft also Tatsachen :breitgrins:. Hat mich schon gewundert, dass das so lange gedauert hat. Was gäbe ich um so ein Exemplar ums Zehnfache älter und in groß :herz:!


    Marlenes Ausflug (und der anderen Alten) nach Masuren ist so was von sinnlos! Was hat sie erwartet? Diese Szene (wie auch der ganze Roman) zeigt, dass man die Vergangenheit hinter sich lassen muss, um fähig zu sein, ein halbwegs zufriedenes Leben zu führen; und zu dieser Vergangenheit gehören auch menschliche Beziehungen. Das ganze Unglück der Figuren ergibt sich aus einer Rückwärtsgewandtheit und aus einem nicht Loslassen können.


    Was mir nicht ganz klar ist, ist das Ziel der Renovierungsaktion. Klar bring es dem Leben von Vera, Anne, Heinrich und Carsten eine neue Richtung, aber irgendwie reicht mir das nicht ganz als Grund.


    Zum Schluss bleib ich dabei: Die Burkhard-Episode hätt's nicht unbedingt gebraucht.

    gelesen bis einschließlich Kapitel 21


    Zwei Dinge sind interessant:


    1) Alle, wirklich alle, sind unglücklich - jeder auf seine Art.


    2) Wenn man Einblicke in eine Figur erhält, die einem vorher total unsympathisch gewesen ist, kann man diese plötzlich ein Stück weit verstehen. So bei Marlene. Zuerst dachte ich, was die eigentlich für ein Problem hat. Ist in einer reichen Familie aufgewachsen mit beiden Elternteilen, musste sich nie um irgendwas sorgen, hat sich einen ordentlichen Ehemann an Land gezogen, Kinder bekommen, die ihr Bestes geben - heile Welt. Aber Hildegard als Mutter zu haben - Hölle. Diese Hildegard hat wirklich alle Leben um sich herum zerstört. Ich sehe sie als Wurzel allen Übels. Klar, die Erlebnisse auf der Flucht sind absolut furchtbar und traumatisierend gewesen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass nur Vera das in gewisser Weise zerstört hat. An Hildegard scheint das vorbei gegangen zu sein und deren einzige Sorge ist, ihren einstigen Lebensstandard wieder herzustellen.


    Nicht hingucken.
    Tja, eine durchaus übliche Taktik unter Menschen. Aber eigentlich wird ja hingeguckt und Heinrich und Vera helfen sich in ihrem Leid, so gut es ihnen möglich ist.


    Was ich auch beeindruckend finde, ist die gesellschaftliche Analyse. Wie sich Lebenseinstellungen im Laufe der Jahrzehnte verändert haben (Berufswahl, Beziehungen) und man kann darüber streiten, ob dies nun tatsächlich besser ist.