Beiträge von louzilla

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich kann dich gut verstehen finsbury! Vor allem auch wegen der vielen Personen ist eine längere Pause eher ungünstig. Wobei ich froh drum bin, weil ich noch mitlesen kann. Der zweite Band ist schon eine Hürde und ich war nicht die einzige, wie ich gelesen habe, die den dritten Band dann nicht angegangen ist.
    Vielleicht war der zweite Band quasi der Geburtskanal und wir lesen die folgenden Bände schneller hintereinander, weil diese nicht so anstrengend sein werden?

    gelesen bis einschliesslich Kapitel 15



    Und den altklugen Theis zum Felde finde ich zum totlachen!


    Theis ist sensationell! Ich schütte mich jedesmal fast aus vor Lachen, wenn er in Aktion tritt. Ein Macher, der nicht lange fackelt, selbstbewusst, pragmatisch, schlau, kein Mann der vielen Worte - und das mit fünf Jahren! Ich finde schön, dass er und Leon sich anfreunden, das scheint zu passen wie Arsch auf Eimer.


    Eigentlich dachte ich, Anne sei - im Vergleich zu den Müttern der Hamburger Upperclass - vernünftig. Aber dass sie sich von ihrem Sohn mit Vornamen ansprechen lässt, - keine Worte... :rollen:


    Anne und Vera haben also einen Deal. Das finde ich gar nicht schlecht. Vielleicht gibt es noch mächtig Ärger, wenn Marlene Anspruch auf das Erbe erhebt?


    Ganz interessant finde ich, die verschiedenen Überlebenskonzepte der Altländer Bauern. Allerdings - da muss ich inzwischen yanni rechtgeben - werden in diesem Zusammenhang schon ein paar Klischees bedient.

    gelesen bis einschließlich Kapitel 10


    Jetzt beginnt etwas, was ich überhaupt nicht leiden kann: Die Handlung zerfasert in zu viele Handlungsstränge mit zu vielen Perspektivwechseln. Warum können einige modernen Autoren sich einfach nicht auf das Wesentliche konzentrieren?
    Was soll das denn jetzt mit diesem Dirk von Felde und diesem Burkhard Weißwerth?
    Und wenn die für die Handlung vielleicht noch wichtig werden, warum kann man sich nicht erst einmal auf das "G'schirren" der beiden Frauen (Anne und Vera) miteinander fokussieren? Mann! :grmpf:

    Aah, Danke für die Erklärungen :blume:!
    Somit kann ich Ida noch besser verstehen und finde die arrogante Haltung von Hildegard völlig deplatziert. Von der einen Seite mehr Toleranz und Hilfsbereitschaft (Ida) und von der anderen Seite mehr Dankbarkeit und Freundlichkeit (Hildegard) hätten die katastrophalen Leben, die das Verhältnis der beiden Frauen nach sich zieht, verhindert.


    Ich sehe Anne auch nicht in der Opferrolle. Ihrem Leben haftet eher eine Tragik an, die sich daraus ergibt, dass sie sich selbst im Weg steht. Anstatt etwas zu finden, was ihren persönlichen Fähigkeiten entspricht und was ihr Freude bereitet und sich neu zu orientieren, bleibt sie bei ihren Defiziten hängen. Das bewirkt auch eine innere Unsicherheit und den Rückzug in ihr Schneckenhaus.
    Die Schreinerlehre kann ich nicht einordnen, weil der Leser (noch) nicht erfährt, ob ihr das Spaß gemacht hat und warum sie diesen Beruf nicht weiter ausübt.



    Wenn Anne eine Abneigung gegen die Mütter aus Ottensen entwickelt hat, dann hat sicher Urthe den Grundstein dafür gelegt. Kann es sein, dass die Autorin arg mit Klischees herumwirft... :wegrenn:


    Mmmh, arg klischeehaft finde ich bisher noch nichts... bzw. haftet jedem Klischee ja ein Körnchen Wahrheit an :zwinker:.


    Oh Gott, diese Eltern, solche kenne ich auch. :rollen: Allerdings ist Anne teils auch selber schuld. Warum hat sie der Mutter nicht erklärt, dass es sich um ein teures und empfindliches Instrument handelte. Die Szene im Sandkasten ist sogar vergleichbar mit der Situation von Ida und der Gräfin.


    Ich finde, manche Dinge sind so selbstverständlich, dass man sie nicht erklären muss. Zum Beispiel, dass ein Kleinkind (oder sonst irgendwer) in ein fremdes Instrument mit Mundstück pustet. Das ist ja das Unverschämte dabei; nämlich dass sich Leute dreist über solche Selbstverständlichkeiten hinwegsetzen. Mit der Sandkastenszene ist es das gleiche: Es ist vollkommen klar, dass ein öffentlicher Sandkasten für alle Kinder da ist und nicht nur für eines!


    Mir ist etwas in den Sinn gekommen, was Anne und Vera gemeinsam haben: Beide sind entwurzelt.

    gelesen bis einschließlich Kapitel 7


    Ich bin wirklich angetan: Seit langem ist dies ein Roman, bei dem ich mich eher bremsen muss, um ihn nicht in einem Rutsch wegzulesen.


    In den letzten Kapiteln ging es also um das verpfuschte Leben von Anne und ich finde ihren Lebenslauf wirklich mehr als tragisch. Sie findet einfach nichts für sich, etwas, was ihr Freude macht und was sie ohne Anstrengung ausüben kann.


    Erst nimmt ihr Bruder ihr die Musik. Dass sie ihr Musikstudium abbricht, zeigt, dass ihr ihr Ehrgeiz im Weg steht. Man muss nicht topp sein bei einer Sache, wenn sie einem Spaß macht. Vermutlich hat sie nur deshalb zu musizieren begonnen, weil sie mit viel Übung etwas erreichen konnte - in der Hauptsache wohl die Anerkennung ihrer Mutter.
    Die Schreinerlehre finde ich kaum nachvollziehbar, vor allem auch deshalb, weil diese Episode isoliert steht, sie hat nichts mit ihrem vorigen Leben und dem danach zu tun. Vielleicht soll sie einfach nur Annes Orientierungslosigkeit darstellen.
    Und dann dieser unselige Job bei Musimaus... :rollen:
    Auch die Mutterrolle scheint nicht so recht ihr Ding zu sein. Wobei ich schon großartig fand, dass sie Leon das Hasenfutter essen lässt!


    Insgesamt finde ich sie zu streng mit sich selbst.


    Und wie um Himmels Willen kommt sie nur auf die Idee, bei Vera aufzuschlagen? Mir kommt es so vor, als ob ich dabei zuschaue, wie zwei D-Züge aufeinander zurasen und es gleich zur Kollision kommt.

    gelesen bis einschließlich Kapitel 3


    Kaputte Leben wohin das Auge blickt!



    Betroffen machte mich der Satzteil, und hatte eine Schwiegertochter, die sie achten konnte und hassen musste. Warum nur müssen sich die Menschen das Leben selbst so oft so schwer machen.


    Genau das ist der Punkt und Ida und Hildegard schenken sich dabei nichts, wobei ich Hildegards Haltung unerträglich finde und Ida noch ein bisschen verstehen kann. Mir ist nicht klar, ob den Bauern die Kriegsflüchtlinge aufgezwungen wurden oder die sie freiwillig aufgenommen haben, um billige Erntehelfer zu bekommen; das wäre an dieser Stelle wichtig, zu wissen.
    Dennoch - Hildegard dringt in Idas Leben mit einer unfassbaren Arroganz und Impertinenz ein, zeckt sich dort fest und treibt Ida in den Tod. Hildegard hat nichts Positives, sie zerstört die Leben aller um sie herum: das ihrer Tochter Vera, die bei den Scharmützeln auf der Strecke bleibt, das von Karl, der für sie nur Mittel zum Zweck ist (warum hilft dem denn keiner?), das von Ida sowieso und ich vermute mal auch das ihrer Tochter Marlene und deren Tochter Anne. Marlene scheint den Charakter ihrer Mutter geerbt zu haben und Anne scheint mir ihr Opfer zu sein.



    Ich weiß noch nicht, ob ich Ida mag. Einerseits ist sie nicht allzu freundlich gegenüber ihren Mitmenschen, andererseits scheint dies eine Fassade zu sein. Wenn ein/e Autor/in diese ambivalenten Gefühle hervorrufen kann, bin ich meist schon ganz begeistert und gefangne von der Geschichte und möchte meist noch mehr Informationen haben. um mir eine Meinung bilden zu können.


    So geht's mir auch. Ida hat liebenswerte Züge, wenn es um Vera geht, ist aber unerbittlich bei Hildegard.
    Die Figuren nehmen einen gefangen, das ist für mich jetzt schon ein ganz großer Pluspunkt des Romans.


    An der Sandkasten-Szene sieht man deutlich, wie unsere derzeitige Gesellschaft lauter Prinzen und Prinzessinnen heranzieht. Diese Szene ist repräsentativ für einen weitverbreiteten Erziehungsstil, das muss ich leider täglich sehen.
    Wenn man aber dabei nur von außen zuschaut, ist es schon herrlich komisch. Bin gespannt, ob wir noch mehr Einblicke in die Hamburger Upperclass-Müttermafia bekommen...



    Habe schon ein kleines Stückchen weitergelesen und musste über Hinni Lührs Ehefrau lachen, die den Sand vorm Zaun ordentlich harkt. Das machen die Altländer nämlich wirklich.


    Da gibt es keine Blümchen oder - Gott bewahre - Rasen auf dem Streifen zwischen Straße/Fußweg und dem Zaun, sondern da ist Sand, und der hat ordentlich in Rillen geharkt zu sein.


    Das ist mir auch aufgefallen, wie wichtig dieser geharkte Sand ist - und Vera galoppiert bzw. trampelt rücksichtslos durch, wie es ihr gefällt - sensationell!
    Vera ist mir sympathisch, ich mag ihre Selbstständigkeit und wie sie ihr Ding durchzieht und sich von der kleinbäuerlichen Gesellschaft mal kreuzweise lässt!


    Bin gespannt, wie die beiden Handlungsstränge zusammen geführt werden und was dann passiert: Vera und Anne (zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten) treffen ja irgendwann aufeinander.

    Eigentlich wollte ich mich an dieser Stelle aus dieser Leserunde verabschieden, weil ich den zweiten Band quälend langweilig fand. Ich hatte gehofft, dass Jenkins stärker persönlich beteiligt ist, die Gesellschaft scharfzüngiger mit ironischerem Blick dargestellt wird, das hat sich aber nicht erfüllt. Jetzt habe ich mal eure Kommentare zum dritten Band gelesen und komme ins Wanken. Dieser soll ja eingängiger sein, aber eine Entwicklung hin zu meinen Hoffnungen konnte ich aus euren Beiträgen nicht herauslesen, oder hat sich dahingehend doch etwas getan?

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    Inzwischen habe ich "Im Brunnen der Manuskripte" gelesen und möchte noch kurz meinen Senf dazugeben :breitgrins:.


    Wie ich aus einigen Beiträgen im Hauptstrang zu dieser Reihe entnehmen konnte, fanden einigen diesen Band nicht so gut.


    Er ist tatsächlich etwas anders als die beiden ersten Bände.
    Das liegt, glaube ich, daran, dass es keinen echten Haupterzählstrang gibt, sondern im Grunde genommen nur lose verbundene Episoden. Das nimmt das Tempo und die Spannung heraus, was mir sehr gut gefallen hat. Auch hatte ich das Gefühl, dass es wesentlich mehr literarische Anspielungen gibt, die so in die Handlung integriert sind, dass man sie wirklich nur erkennt, wenn man die bestimmte Szene oder den genauen Begriff aus dem entsprechenden Roman parat hat (z.B. Farbgeruch, Somatablette, pneumatisch). Folglich denke ich, dass ich maximal 10% der Anspielungen überhaupt wahrgenommen habe. Außerdem sind linguistische und digitale Elemente neu dazu gekommen, was ich als Bereicherung empfunden habe. Was ich während der Lektüre endgültig aufgegeben habe, ist das Hinterfragen einiger Vorgänge. Vieles ist einfach unlogisch, aber in der Welt der Fiktion ist eben alles möglich :zwinker:!

    Hole mal diesen Thread hoch und hoffe, dass ich mit meinem Anliegen an der richtigen Stelle bin:


    Ich würde gern innerhalb der nächsten 2 Wochen eines der folgenden Bücher zu lesen anfangen:


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    Es wäre toll, wenn sich zu einem dieser Romane eine kleine Leserunde zusammenfinden würde!
    Also, wer hat Lust?


    Der Fluch des - von Suse durchaus so gewünschten - Streuens von Rezensionen.


    Ein Zwiespalt, der nicht aufzulösen sein wird - zwischen denen, die hier diskutieren wollen, und denen, die hier (vorschriftsgemäss) ihre Rezensionen parkieren. [...]


    Deshalb war ich sehr über Danis aufgeworfene Frage überrascht. Meine Erfahrung hier nämlich ist, dass Rezensionen fast zwingend erwünscht sind. Ich würde mir gern die eine oder andere Rezi ersparen, weil ja eh nicht drüber diskutiert wird.


    Hier im Forum angemeldet habe ich mich, um mit anderen über Bücher zu diskutieren, die wir lesen - ohne Rezensionsdruck. Aus diesem Grund mag ich auch die Leserunden am liebsten, die "privat" zustande kommen (Beispiel: Langzeitprojekt "Thursday Next"). Leider sind das viel zu wenige!! Es gibt einen Thread "Spontane Leseverabredungen", da wurde 2015 das letzte Mal geschrieben und eine kleine Leserunde kam (meiner Wahrnehmung nach) nur selten zustande, was ich sehr schade finde. An Leseaktionen hab ich teilweise nur deshalb teilgenommen, weil mehrere Leute ein interessantes Buch gleichzeitig lesen und darüber diskutieren "müssen".


    Insgesamt würde ich mir viel mehr nicht-kommerzielle Leserunden wünschen! Leider hab ich keinen Vorschlag dazu, wie man das organisieren könnte, beziehungsweise kann es durchaus sein, dass ich bei der Größe des Forums solche Gelegenheiten einfach noch nicht gefunden habe.