Beiträge von louzilla

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Endlich, endlich - dem Herrn sei's getrommelt und gepfiffen - komme ich wieder zum Lesen :freu:!
    Ich pflüge gerade durch den "[...] Brunnen der Manuskripte" und da es noch keinen Termin für den nächsten Band gibt, dachte ich, ich frage mal zart an:
    Wie sieht's aus :heybaby:?

    Wir begleiten Kraft zwei Wochen in Kalifornien bei seinem Arbeitsprozess der Abfassung seines Vortrags, der sich mit der Frage befasst, was gut ist in unserer Welt. Diese Frage schwebt über den Geschehnissen und lässt ihn schließlich scheitern. Dabei lässt Kraft uns immer wieder an seinen in Rückblenden erzählten Erinnerungen teilhaben, zum Beispiel wie er seinen Freund, bei dem er wohnt, und seine erste Liebe, die Mutter seines ersten Kindes, kennenlernt. Er gibt uns Einblicke in die Gedanken über seine scheiternde Ehe, sein Versagen bei seinen Töchtern und wir begleiten ihn bei Aktionen, die ihn immer mehr in die finanzielle Misere reißen und die zeigen, wie defizitär er eigentlich ist. Außerdem wird deutlich, wie skrupellos, gläsern, manipulierbar und nicht mehr beherrschbar unsere Welt tatsächlich ist.
    Sein Antrieb, diesen Vortrag zu schreiben ist einerseits das Preisgeld, dass ihm den Ausweg aus seiner finanziellen und ehelichen Katastrophe verspricht und die Besessenheit von seiner ersten Liebe, von der er nicht weiß, warum sie abgehauen ist, und er lediglich eine Ahnung seiner Schuld verspürt.
    Das Ganze wird uns in einer lebendigen, hinreißenden Sprache serviert, kurzweilig, humorvoll und voller Ironie – ein echter Genuss.
    Einziger Wermutstropfen sind die langatmigen und langweiligen politischen Exkurse in die 80er Jahre oder manch unglaubwürdiger Zufall, zum Beispiel Krafts Anwesenheit bei zahlreichen politischen Ereignissen und die dortigen Geschehnisse.
    Trotz der kleinen Kritikpunkte ist es ein Roman, der absolut lesenswert ist.
    4ratten :tipp:

    Oh Mann, das zweite Kapitel dreht sich auf 70 Seiten um ein und dieselbe Party... :rollen:
    Also wenn ich ehrlich bin, habe ich mich gelangweilt. Mich langweilen Partys, auf denen es nur um sehen und gesehen werden geht, sowieso tödlich und jetzt musste ich so etwas auch noch stundenlang lesen!
    Ganz ehrlich, dieses oberflächliche Geplänkel über irgendwelche Personen geht mir langsam ein bisschen auf die Nerven. Im ersten Band fand ich gerade die engere Beziehung zu Stringham gut. Ich brauch so was und wenn dieser Jenkins jetzt nicht bald einen Freund oder eine Frau findet (arg spezifisch betrachtet er das weibliche Geschlecht ja nicht), weiß ich nicht, ob ich das noch lange durchhalte. So ein bisschen persönliche Beziehung - nur ein wenig - muss schon sein.


    Einziges Highlight: "Sie Person!" totlach


    Interessant ist noch, dass Jenkins nun ein bisschen seine Felle davonschwimmen sieht.

    Die wichtigen Aspekte zum ersten Kapitel wurden ja schon geschrieben. Einige Kleinigkeiten, über die ich gestolpert bin, ergänze ich noch:



    [li]Ist euch aufgefallen, dass der Erzähler alle nur beim Nachnamen nennt, außer Mr Deacon? Das ist mir schon auf den ersten Seiten ins Auge gestochen, weil sich dies ganz anders liest und die Figur etwas ins Lächerliche zieht.[/li]
    [li]Es gibt ein paar Begriffe, die finde ich schlecht übersetzt. Beispielsweise war mir erst klar, welche Frisur Gypsy hat, nachdem Valentine hier den Bubikopf genannt hat. Oder auch die Wein-Schaumwein-Sache (Witwe)[/li]
    [li]Stringham empfinde ich inzwischen als extrem abgehalftert: geplatzte Verlobung, zweifelhafte Affären, zu viel Alkohol.[/li]
    [li]Mich wundert's ein bisschen, dass sich hier niemand über die Aktion mit dem Zucker aufregt. Klar, Widmerpool ist nicht gerade ein Sympath, aber das rechtfertigt ein solch respektloses Verhalten keineswegs. Damit passt Barbara hervorragend zu Tompsitt, der sich ebenfalls mehr als respektlos verhält (ich halte das irgendwie weniger für ein Aufbegehren der jüngeren Generation, eher für schlichtweg schlechtes Benehmen).[/li]
    [li]Jenkis bleibt weiterhin ein Phantom, was seine Interaktion in Gesellschaft betrifft. Zumindest aber erfahren wir endlich seine Lebensumstände.[/li]

    Puh, bin gerade mit dem 1. Kapitel fertig geworden.


    Spontan sind mir folgende Dinge aufgefallen:


    [li]Onkel Gile findet in regelmäßigen Abständen Erwähnung und ich frage mich schon, warum Jenkins so von ihm besessen ist.[/li]
    [li]Die Welt der englischen Oberschicht ist furchtbar klein; Da sind sie wieder beisammen:Jenkins, Widmerpool und Stringham.[/li]
    [li]Ich finde die ständigen (und spannenden!) Andeutungen hinsichtlich von Jenkins Fehleinschätzungen enervierend, weil sie nicht aufgelöst werden. Wie tickt denn nun Widmerpool tatsächlich?[/li]


    Da ich noch eure Beiträge lesen möchte und sehr gespannt auf eure Eindrücke bin, werde ich mich später nochmals ausführlicher zu dem ein oder anderen Punkt äußern.

    Die ersten 30 Seiten konnte ich inzwischen lesen...


    ...und fand es etwas seltsam, dass Jenkins sich so lange mit Mr. Deacon aufhält. Vielleicht gewinnt dies ja noch mehr Bedeutung im Laufe des Romans als nur ein Kettenglied der Erzählweise zu sein.


    Armer Jenkins - so richtig klappt es immer noch nicht mit den Frauen. Wobei ich mich schon gefragt habe, warum Barbara ihn erst so ermutigt und ihn dann auf Abstand hält.



    Die Annahme des Erzählers, dass die Frauen hochgestellter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oft nicht fähig oder willens waren angemessene Gastgeberinnen zu sein, hat mich erst recht erstaunt. Wobei er damit oft ins Schwarze getroffen haben mag. Diese Damen müssen nichts mehr beweisen, sie oder ihre Gatten müssen der Gesellschaft nichts mehr beweisen. Damen, die auf der Erfolgsleiter nach oben streben, müssen sich dabei viel mehr verausgaben, denn sie möchten, dass man von ihren Gesellschaften und Einladungen spricht, sie akzeptiert.


    Aber dennoch war es ja der Lebensinhalt (der einzige) solch hochgestellter Frauen, für ein gesellschaftliches Leben zu sorgen, da ja gerade bei solchen Einladungen alles gesellschaftlich Relevante passierte - vielleicht heute vergleichbar mit einem Facebook- oder Twitteraccount?

    gelesen: Kapitel 25


    Die Zeitreise mit ihrem Vater fand ich toll und eigentlich gar nicht so unlogisch. Das einzige, was da nicht so ganz schlüssig ist, ist die Sache mit dem Kreisverkehr, wenn man die Gegenwart überholt hat. Aber sei's drum. Die Jagd durch die Zeit war super!


    Schön finde ich auch immer wieder den Rückgriff auf ein ganz alltägliches Leben: Ärger mit dem Vermieter, Versorgung von Pickwick,... Ich bin schon sehr gespannt, wann und was da aus dem Ei schlüpft.


    Spaß mit Spike - so kann man eine Geisterjagd auch bezeichnen totlach. Ich fand es total durchsichtig, dass Thursday nur deshalb auf Spike schießen soll, dass der Geist denkt, dass seine "Wohnung" gleich zerstört wird. Währenddessen hab ich fieberhaft nachgedacht, wie sein Tod bei der Gelegenheit abzuwenden sei - auf eine Platzpatrone bin ich dabei irgendwie nicht gekommen g070.gif.
    Witzig fand ich auch die Hinterlassenschaften von Spikes Angebeteter... :breitgrins:



    Die Kunstausstellung fand ich zum Schreien komisch. So richtig aus dem Leben genommen. :breitgrins:
    [...] Und dann noch Bowden, der den Mülleiner für ein Kunstwerk hält. totlach


    Das fand ich auch sensationell, weil ich bei der Beschreibung selber dachte, dass der Mülleimer ebenfalls ein Kunstwerk ist :err:.



    :entsetzt: Das ist mir gar nicht aufgefallen. An einen Zufall glaube ich da nicht, das ist sicher Absicht.


    Das glaub ich auch; zumal am Anfang ja die Rede von den drei bösartigsten Personen der Welt die Rede gewesen ist und bist jetzt nicht aufgeklärt wird, wer das tatsächlich alles ist (Hades ist wohl eine davon).



    So, ich habe zwei Horrorwochen vor mir, in denen ich weder zum Lesen noch zum Posten komme. Vielleicht schaffe ich heute noch den Rest und schreibe etwas dazu. Wenn nicht, wünsche ich euch allen viel Spaß und Gelächter bei der restlichen Lektüre!

    Ich hab ganz schlechte Nachrichten: Ich falle für die nächsten zwei Wochen komplett aus und kann erst eine Woche später anfangen zu lesen :heul:. Es trifft mich selbst völlig unvorbereitet und es tut mir total leid!
    Liebe Valentine, könntest du bitte wieder das Thema zum Buch eröffnen?


    Ich wünsche euch viel Spaß beim Start mit dem zweiten Band!

    gelesen: Kapitel 19


    Thursday N.s Prozess ist spitzenklasse! Wie sie die Mechanismen überlistet und der Staatsanwalt schließlich in die Falle tappt und wie das alles in die tatsächliche Handlung eingebettet ist, ist ein echtes Highlight! Nur finde ich den Schlusssatz schlecht übersetzt, denn schließlich gibt es im Deutschen das Wort kafkaesk. Da nur zu schreiben, "[...]'das ist Kafka.'", finde ich stümperhaft.


    Offensichtlich ist in jedem Band eine krasse Fahrt mit dem Porsche obligatorisch... :rollen:


    Miss Havisham finde ich klasse! Eine resolute Dame, die, schicksalsgebeutelt, weiß, was sie will und es durchsetzt.

    :boah:
    Der Trend scheint sich zu beschleunigen, dass denjenigen die Meinung gehört, die es sich finanziell leisten können oder die die Macht dazu haben. Der Autor hat sich damit völlig disqualifiziert, der Rezensent hat mein vollstes Mitleid und von der Plattform, auf der das ganze veröffentlicht wurde, erwarte ich, dass sie den Rechtsstreit durchzieht. Denn so und jetzt ist ein Exempel statuiert.
    Alles was man dazu sagen kann ist :kotz:.


    Und habt Ihr gemerkt, dass es kein Kapitel 13 gibt? :elch:


    Nein d030.gif, das ist mir tatsächlich entgangen!



    Ja, so geht es mir auch mit ihm. Er ist so eine stabile Konstante in all dem Chaos und wirkt so geerdet zwischen all den Zeitreisenden und anderen Verwirrten.


    Jaaaa, das hab ich schon im ersten Band gemerkt, dass Bowden toll ist :flirt:! Ich bin auch immer noch der Meinung, dass er viel besser zu Thursday gepasst hätte als dieser farb- und profillose Landen. Schriftsteller...pah!
    Schade, dass Bowden kaum in Erscheinung tritt. Ich fände es viel besser, wenn er mit Thursday nach Osaka gereist wäre.


    Sagt mal, wenn Landon genichtet ist, müsste dann nicht eigentlich Thursdays Bruder noch leben?

    gelesen: Kapitel 15


    Ich wusste es! Es geht um mehr als nur darum, diesen Schitt zurückzubringen. Ich hab mich schon die ganze Zeit gewundert, was denn an diesem aufgeblasenen Zwerg so wichtig ist - nichts. Goliath will nur einen Weg finden, in Bücher zu kommen.


    Arme Thursday - ausgerechnet Kafkas Prozess!! Das heißt, es gibt keinen Prozess, der greifbar wäre, und irgendwann wird ein Urteil vollstreckt. Ihr Prozess hat schon so kafkaesk begonnen, eigentlich hätte ich es ahnen können.


    Ein bisschen an den Haaren herbeigezogen fand ich die ganze Geschichte mit Osaka. Die Dame, die Thursday sucht, ist eh vermutlich in Jane Eyre und falls nicht, wie will man jemanden finden, von dem man nur einen Allerweltsnamen hat. Dann die Sache mit der Entropieänderung... na ja.
    Erst als sie sich in die Bibliothek liest, ist das ganz großes Kino; wie sie Schitt-Hawse entkommt und die Bibliothek mit den lebendigen Büchern ist toll. Bin gespannt, wie es weitergeht.


    [...] Ich "muss" die Rezis immer gleich schreiben. Wenn ich erst einmal damit anfange, sie auf die lange Bank zu schieben, schiebe und schiebe ich immer weiter, bis ich gar keine Lust mehr zum Schreiben habe. Außerdem gehen mir zu viele Eindrücke verloren. Deshalb also immer so bald wie möglich.


    So geht's mir auch. Wenn ich sie nicht gleich schreibe, wird das nichts mehr. Schon nach zwei Wochen sind die meisten Eindrücke bei mir dahin, nur noch Inhaltliches ist rudimentär vorhanden und sehr tiefe Eindrücke.


    Jetzt scheint endgültig klar, dass es jemand auf Thursday abgesehen hat, dann dass dieses Auto vom Himmel fällt, war ganz bestimmt kein Zu- oder Unfall. (Das Entropie-Messglas finde ich übrigens klasse :breitgrins: ) Dass Goliath dahintersteckt, glaube ich weniger, denn die brauchen Thursday, wenn sie Hades wiederhaben wollen, oder?


    Wollen die nicht Schitt wieder haben? Hades ist doch tot...


    Ich glaub auch nicht, dass da Goliath dahintersteckt. Die ganze Sache mit Snell, den Zufällen und der Entropie-Störung hat noch einen anderen Hintergrund.

    gelesen: Kapitel 13


    Krass! Und faszinierend!
    Man kann Leute einfach nichten. Sensationell! Aber arme Thursday - hat ihren Landon verloren und muss jetzt auch noch bangen (wobei das für mich völlig logisch wäre), dass es nicht sein Baby ist, das sie unter dem Herzen trägt.


    Cool ist ja ihre Oma! Fit wie ein Turnschuh und ihre Lebensenergie scheint sie aus den langweiligsten Büchern der Welt zu ziehen.


    Beruhigend ist, dass Thursdays Mission inzwischen klar ist und sie es aus eigener Kraft schaffen wird, in den Raben zu gelangen. Ist das nicht eine großartige Fähigkeit? Was gäbe ich dafür, mich in die Welt von Romanen zu lesen...


    Leider beunruhigt mich die Bemerkung, dass Goliath seine Versprechen nicht hält. Also muss Thursday sie in einem vermutlich fulminanten Finale irgendwie dazu zwingen.


    Wer mir gerade richtig leid tut, ist Pickwick, weil Thursday sich nicht richtig um sie kümmert.


    Toll fand ich die physische Sprache der Neanderthaler und wie sie die Redlichkeit von Menschen erkennen. Ich vermute mal, dass auch das noch eine große Rolle spielen wird.

    gelesen: Kapitel 6



    Bowden Cables völlige Ironiefreiheit war doch schon im letzten Band ein Grund zum Grinsen, oder? :breitgrins:


    Aber humorfrei ist er ja gar nicht, das macht ihn so sympathisch!


    Kanonenfutter g070.gif! Dass Phodder Futter heißt, wusste ich, aber mit Kannon hab ich die ganze Zeit die Photofirma oder ein eingeschnittenes Flussbett in Verbindung gebracht.



    Zu den einzelnen Kapiteln gibt es Anmerkungen.

    Zitat

    Irma Cohen, Kaylieu;; I didn't get this at first, and I'm not surprised. See note below.


    JFf Note: Okay, puzzlesmiths, this gives you an idea of what to look for. Considering that every name refers to something in my books, it only takes 'Kaylieu' to be added to 'Irma Cohen' to give you 'Irma Cohen Kaylieu' or the vague holorime: 'I'm a gonna kill you' This is Aornis remember, and coincidences rule!


    Ich kann aber mit der Notiz gar nichts anfangen. Kann mir jemand weiterhelfen?



    Mich beschäftigen nun vor allem diese Fragen:


    [li]Wer zur Hölle ist der Typ auf dem Fahrrad?[/li]
    [li]Was ist der rosa Glibber?[/li]
    [li]Wer ist Thursdays Gegenspieler? Das stand im letzten Band schon ganz am Anfang fest, was ich irgendwie besser fand. Bis jetzt gibt es mehr Fragezeichen als Klarheiten darüber, wohin die Reise geht.[/li]