Beiträge von louzilla

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Schade, dass ich nicht in den Lostopf kann traurig.gif , aber ich würde trotzdem mitlesen, da ich das Thema sehr spannend finde.


    Ich esse alles, hatte aber auch schon vegetarische Phasen und gehöre somit zu denen, die eigentlich gern ab und zu ein Stück Fleisch essen, aber trotzdem dabei ein schlechtes Gewissen ob der Tierquälerei, die damit einhergeht, haben.

    Ich finde den Roman lesenswert.


    Er ist spannend erzählt und erst nach und nach enthüllen sich die katastrophalen Zustände in der Familie Lohmann und im Grunde genommen zeigen diese, was mitten unter uns falsch läuft: gelangweilte Kids reicher ignoranter Eltern, die die Verlierer unserer Gesellschaft wie Müll behandeln und an ihnen ihren Frust abreagieren, Eltern, die weder zu Mitleid oder Selbstreflektion fähig sind noch ein Verantwortungsbewusstsein zeigen geschweige denn ihren Kindern vermitteln können; jeder ist sich selbst der nächste und lässt seinen Affekten freien Lauf. Begriffe wie Sozialdarwinismus und Rassismus kommen einem unweigerlich in den Sinn. Der Roman zeigt, dass die angeblichen Pfeiler unserer Gesellschaft sich als zutiefst asozial zeigen (wobei dies keineswegs aus der Luft gegriffen erscheint, denkt man an die immer wieder geführte Diskussion um die Zunahme von sozialer Kälte). Dies wird durch das Ambiente (Essen in einem Luxusrestaurant, das an Dekadenz kaum zu überbieten ist) noch zusätzlich verstärkt.


    In einem Punkt muss ich bibse widersprechen: Zu keinem Zeitpunkt steht die Selbstanzeige der Söhne zur Diskussion. Der einzig vernünftige Lösungsansatz kommt von Serge,

    .


    Eine intelligent inszenierte, spannende Geschichte und bei aller Dramatik gibt es auf den ersten Seiten auch Momente, in denen man herzlich lachen kann.


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    Du hast Recht, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Man muss einen Protagonisten nicht leiden können; Josef K. aus Kafkas "Der Prozess" oder Heathcliff aus Brontes "Sturmhöhe" konnte ich auch nicht leiden. Trotzdem fand ich diese Romane fesselnd, interessant, kurzweilig und spannend und ich habe aus beiden Geschichten etwas mitgenommen. Die Charaktere sind vielschichtig bzw. in ihrem Versagen tragisch und doch menschlich.


    Und genau das fehlt mir in Genazinos Roman. Der Protagonist ist in meinen Augen einfach nur ein Dummschwätzer, der nichts begriffen hat, nur in unendlichem Selbstmitleid badet und seiner Umwelt auf die Nerven geht.
    Hier wird eben nicht reflektiert, auch der Leser bekommt keine Chance zu reflektieren, da er nur die einge- bzw. beschränkte Wahrnehmung Warlichs mitkriegt. Eine Chance wären Stellungnahmen des Therapeuten gewesen, der aber schweigt meistens, weil ja auch Warlich nichts zu sagen hat und es sehr schwer ist, auf nichts etwas zu erwidern. Und das ist der Punkt: Genazino hat in meinen Augen nichts zu sagen - zumindest nicht in diesem Roman.

    Ich halte den Protagonisten Gerhard Warlich für einen egozentrischen und hochneurotischen, arbeitsscheuen und unsozialen Mann, der (bzw. Genazino) einen solch einfallslosen Wortschatz hat, sodass das Wort "momentweise" nach dem zwanzigsten Lesen zum Dorn in meiner Fußsohle wurde. Auch die Begriffe "Scham" und "Pein" werden überstrapaziert, überhaupt - die sprachliche Gestaltung langweilte mich tödlich.


    Ganz ehrlich, dieser Roman hat mir nichts gegeben und ich habe nun, da ich mich durch die plattitüdenhaften Gedanken und zusammenhangslosen Erinnerungsfetzen Warlichs gequält habe, das Gefühl, wertvolle Lesezeit verschwendet zu haben.
    Eigentlich musste ich während der letzten Zeilen eine große Entnervung überwinden angesichts der Menschenverachtung und Luxusprobleme, die diesen Mann quälen.


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