Beiträge von louzilla

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was es mit der ominösen Fußnoten-Stimme auf sich hat, die Thursday hört. Ich glaube ja nicht, dass sie sich das einbildet...


    Ich hab das erst gar nicht geblickt und dachte nur - Was labert die da? - bist ich die Fußnoten nachgelesen habe.



    gelesen: 4. Kapitel


    OMG ist das traurig smilie_tra_064.gif!
    Das erste Schicksal der Neandertaler ist es ja sowieso, aber dass sie reaktiviert wurden als billige Arbeitskraft, die, nachdem sie ausgedient hat, wieder aussterben darf - entsetzlich!


    Aber ich denke, hinter der Entführung steckt mehr. Thursday wurde bestimmt mit einem Betäubungsgewehr niedergestreckt.


    So und jetzt versuche ich rauszufinden, was die ganzen Namen bedeuten...

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    Beschreibung


    1932 erschien eines der größten utopischen Bücher des 20. Jahrhunderts: ein heimtückisch verführerischer Aufriss unserer Zukunft, in der das Glück verabreicht wird wie eine Droge. Sex und Konsum fegen alle Bedenken hinweg und Reproduktionsfabriken haben das Fortpflanzungsproblem gelöst. Es ist die beste aller Welten – bis einer hinter die Kulissen schaut und einen Abgrund aus Arroganz und Bosheit entdeckt.


    Meine Meinung (Achtung! Spoiler!)


    Egal, wie und wohin wir uns entwickeln, die menschliche Natur ist nicht auszumerzen! :breitgrins:


    Huxley entwirft für mich eine gar nicht so utopische Zukunft. Man muss nur die menschlichen Bestrebungen genau beobachten und extrapolieren, dann landet man in Huxleys schöner neuen Welt: Sauberkeitswahn und die damit verbundene Keimfreiheit und Geruchslosigkeit, immer zur Verfügung stehender Sex ohne quälende Emotionen,Kontrolle über die Natur, Hierarchiedenken, Kollektivwahn, unbegrenzter und nebenwirkungsfreier Konsum von Drogen, sofortige Bedürfnisbefriedigung, Konsumsucht, Schönheits- und Jugendwahn, Körperkult, Bequemlichkeit, verantwortungslose Dauerbespaßung, Glückszwang, Reproduktion ohne lästige Schwangerschafts-, Geburts- und Erziehungsmühen. Was will man mehr?
    Und wenn man an George Orwells "1984" und Juli Zehs "Corpus Delicti" denkt, muss man feststellen, die Utopien ähneln sich und wir sind gar nicht soweit entfernt, uns freiwillig der Diktatur des Fortschritts zu unterwerfen, ja danach zu verlangen.
    Es gibt allerdings so Manches im Roman, das finde ich inkonsequent: Da hat man die totale Reproduktionskontrolle und die Welt ist völlig überbevölkert, was ich aus den Beschreibungen von Massenveranstaltungen und von Gebäuden gigantomanischen Ausmaßes schließe. Trotzdem scheint jeder jeden zu kennen.
    Das Reservat der Wilden und deren Gebaren wird für meinen Geschmack zu überzogen dargestellt.
    Insgesamt wird zu wenig erklärt. Was sind die ganzen Spiele, die die Menschen spielen (Treppen-Squash, Magneto-Golf)? Wie kann man ein Reservat besuchen, ohne dass die Wilden auf die Besucher reagieren? Wie konnte Linda schwanger werden? Wie und wann sterben eigentlich die Menschen und wer bestimmt das (das wird aber vielleicht noch erklärt)? Wie kann sich plötzlich ein perfekt konditionierter Mensch verändern und von seinen archaischen Emotionen übermannt werden (die sich verliebende Lenina)? Auch finde ich den Protagonisten Bernard zu dumm gezeichnet. Er (Alpha, mit Intelligenz gesegnet) ist doch einer, der nicht in dieses System passt und sich nach dem Echten sehnt und trotzdem dient er hündisch dem System für ein bisschen Anerkennung, sobald sich die Chance bietet. Aber vielleicht soll das ja nur die Schwäche der menschlichen Natur hervorheben...
    Auch die Ökonomie und Ökologie sind völlig unklar. Wie ist der totale Konsum möglich? Und die Folgen dessen werden völlig ausgeblendet.
    Eine Chance (für die Handlung) sind Linda und John. Die eine ist jahrelang der Natur ausgesetzt (was sich vor allem in ihrem körperlichen Verfall manifestiert), der andere ist in und mit der Natur aber als Außenseiter aufgewachsen. Beide werden in die schöne neue Welt gebracht. Ich bin gespannt, was daraus noch erwächst!


    [...]


    Am faszinierendsten fand ich die Aussagen von Mustafa Mond. Er erklärt im Grunde das ganze Ideenkonstrukt, dass sich der menschlichen Natur anpasst und sie sich gleichzeitig zunutze macht. Alles andere ist zwar unglaublich interessant aber an sich wird nur an der Oberfläche gekratzt, nichts wird gedanklich oder beschreibend zu Ende geführt.
    Das größte Problem ist meiner Meinung nach die angenommene Existenz von Gott, denn auch Ford ist Gottersatz und damit stellt sich Huxley sozusagen selbst ein Bein. Gott ist ein Konstrukt, um unter anderem dem Leben (vermeintlichen) Sinn zu geben, Unerklärliches zu erklären und um mit der Angst vor dem Tod umzugehen. Dies alles ist in Huxleys Welt nicht existent, also ist die Existenz eines höheren Wesens absurd. Auch die völlig übertriebenen religiösen Handlungen der Wilden, insbesondere von John (zum Beispiel dessen Selbstgeißelung) ergibt überhaupt keinen Sinn. Er will büßen - für was denn? Warum beschimpft er geifernd Lenina und tötet (?) sie? Weil sie promisk ist und ihn haben will? Na und? Er müsste doch erkennen, so wie er vieles andere erkennt, dass sie nicht anders kann. Lindas Tod ist ebenfalls inkonsequent. angeblich ist der Somatod doch angenehm - woher kommt dieses Grauen in ihrem Blick, als sie stirbt? Soll das dem Leser zeigen, dass der Tod doch zu fürchten ist und er einen Gott braucht?
    Was ich wirklich amüsant fand, ist das beschriebene Experiment mit einer Gesellschaft aus lauter Alphas (hochintelligenten Menschen), das zum Scheitern verurteilt ist. Der Schluss, der daraus gezogen wird (Eisbergstruktur der Intelligenzgrade) stellt im Grunde übertrieben das dar, was heute keiner mehr wahrhaben will, aber schon immer Realität ist, der man Rechnung tragen muss.
    Der Wert des Romans liegt für mich in dem Denkanstoß, sich zu fragen, ob es sich um eine Utopie oder Dystopie handelt.


    [...]


    Die drei Hauptcharaktere Bernard, Helmholtz und John sind äußerst interessant. Spontan viel mir folgender Vergleich ein: Hund, Katze, Maus. Alle mit Intelligenz gesegnet, alle weichen von der Norm ab, wissen, dass sie nicht in das System passen. Trotzdem agieren sie grundverschieden:
    Bernard, ein Opportunist in Reinkultur, für den es nur ihn selbst gibt, kennt weder Freund noch Stolz. Ein widerlicher Mitläufer.
    Helmholtz, ruhig besonnen, großmütig, erkennt und begreift die Chance, die sich ihm mit der Umsiedlung auf eine Insel zu Gleichgesinnten bietet.
    John wird aggressiv, auch gegen sich selbst, überreagiert mit Abwehr und Flucht.


    Dies zeigt, dass Charakter und ethische Wertmaßstäbe nicht von der Intelligenz und kaum von der Erziehung abhängen.


    [...]


    Was ich interessant fand, sind die Rezensionen, die ich im Nachhinein gelesen habe. In denen kommt die Neuübersetzung ziemlich schlecht weg. Da ich aber nur diese kenne (und das auch nicht ändern werde), kann ich dazu lediglich sagen, dass ich an zwei Stellen gedacht hab, dass da vermutlich die Übersetzerin betrunken war.

    gelesen: 3. Kapitel


    Witzig fand ich die Sache mit der ersten Fälschung: liniertes Papier, Kugelschreiber, Landrover - aber es ist das Original von Shakepeare... :lachen:


    Oje, Thursday hört Stimmen... aber nachdem sie von Phodder nach etwas Ungewöhnlichem gefragt worden ist, ist klar, dass es die Stimme tatsächlich gibt.


    Mysteriös ist auch die arangierte Zugfahrt.


    Als wahrer Fremdkörper erschien mir da die Frau mit der Käsesteuer, die kannten wir doch noch nicht, oder? :gruebel:


    Vielleicht ist das die Dame die auf dem Bahnsteig wartet?


    So richtig viel passiert ist noch nicht, vielmehr werden verschiedene Handlungsstränge angelegt. Wen ich immer noch total mag ist Cable Bowden :flirt:

    gelesen: 1. Kapitel


    Leider bin ich heute kaum zum Lesen gekommen, weshalb ich nur ein paar Seiten geschafft habe. Aber schon diese wenigen Seiten reichen aus, um mich wieder total zu begeistern! Die Reihe ist einfach richtig gut; eines der wenigen Bücher, bei deren Lektüre ich mich fast auf jeder Seite schlapp lache.
    Das "Interview" ist sensationell, von allen Seiten regnet es Maulkörbe totlach. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass so manches Interview tatsächlich so abläuft. Ich finde erstaunlich, dass Thursday so cool bleibt, an ihrer Stelle wäre ich ausgeflippt und hätte das Studio wutentbrannt verlassen.
    Und es gab schon wieder erste Andeutung(en?). Vlad Tepes habe ich sofort als Dracula erkannt :breitgrins:!


    Als kleinen Nachteil empfinde ich, dass ich das meiste aus dem ersten Band nicht mehr weiß und ich die ganzen Leute, die die Aufpas- äh Zuschauer mimen, nicht so richtig einordnen kann. Aber das kommt vielleicht noch mit fortschreitender Handlung.

    Jetzt guck ich grad voller Ungeduld hier rein, weil ich die ganze Zeit den 06.02. auf dem Schirm und mich schon gewundert hatte, dass noch gar nichts geht, und sehe, dass es ja erst am 15.02. weiter geht g070.gif !


    Ist ja noch ewig hin... o090.gif

    Ich bin mit der Erwartung an dieses Buch gegangen, dass mir quantenmechanische Grundlagen verständlich aufbereitet erklärt werden und dann die Thematik philosophisch erweitert wird.


    Was mir tatsächlich geboten wurde, ist bis zur Unkenntlichkeit trivialisiertes, durch krude Metaphern verstümmeltes, naturwissenschaftliches Gedankentum (von Erkenntnissen will ich gar nicht sprechen, weil die eben nicht dargestellt werden), das dann willkürlich mit irgendwelchen zusammenhanglosen pseudo-philosophischen Gedankenansätzen verquirllt wird. Heraus kommt oberflächliches Geschwafel, das man sich wirklich ersparen kann.


    Punktuell werden interessante Fragen aufgeworfen, die nicht beantwortet werden, und einige ethische Gedankengänge haben wirklich ihre Berechtigung. Leider werden diese in eine Matrix aus Quatsch gebettet - Rosinen in einem mit ranzigen Fett gebackenen Kuchen.
    (Stand bis S. 62)


    2ratten :flop: