Beiträge von Bücherkrähe

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Sorry sorry dass es so lange gedauert hat, ich gelobe Besserung, kann aber auch verstehen, wenn ihr mich für Leseexemplare sperrt...


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    Wie man sich Hals über Kopf in Alaska verliebt...


    -- Worum geht’s? --
    Ende des 19. Jahrhunderts, im Norden der Vereinigten Staaten. Colonel Allen Foster begibt sich auf eine Expedition in das damals noch unerforschte Alaska. Seine Frau Sophie, selbst passionierte Naturforscherin, soll ihn erst ein Stück begleiten. Die Umstände verlangen es von ihr, in der Garnison in Vancouver zurückzubleiben, fern jedes Abenteuers, dafür inmitten gelangweilter Offiziersgattinnen, die ihre größte Freude in Klatsch und Tratsch finden.
    Während Allen also in der rauen, unbekannten Wildnis Alaskas zu kämpfen hat, mal ums Überleben, mal mit mythischen Begebenheiten, dabei aber die Schönheit dieser Natur kennen- und lieben lernt, muss Sophie gegen die ihren scharfen Geist erdrückende Langeweile bekämpfen. Beide, Allen und Sophie, haben also ihre Proben und Abenteuer zu bestehen.

    -- Wie war’s? --

    Ich muss nach Alaska. Das Leuchten am Rand der Welt hat mich nur darin bestärkt. Vor allem in Tagebucheinträgen erfährt man, wie es Sophie und Allen ergeht. Gespickt mit Zeitungsartikeln, Fotos, Zeichnungen und Gedichtfetzen mutet das Buch mehr wie ein illustrierter Reisebericht an und ist wunderschön zu lesen. Man kann gar nicht anders, als sich in beide Welten, in Sophies und in Allens, hineinziehen zu lassen und sich vor allem in Alaska zu verlieben.


    Ihr mögt keine Reiseromane? Macht nichts, dieser Roman lohnt sich. Ihr steht auf Reiseromane? Ihr werdet es lieben!



    5ratten und :tipp:


    Bitte denk dann auch an die Rezension hier!


    HA! Dir wollte ich gerade eine PN schreiben aber dann einmal so.
    Ich habe die Rezension auf dem Schirm und kommt definitiv kommende Woche (also noch im September). Ich hatte privat (2.5 Jobs, Examen, finanzieller Scheiß) so viel um die Ohren, dass ich das Buch nicht so schnell lesen konnte wie ich wollte :rollen:
    Soll keine Ausrede sein, nur eine Erklärung (und Entschuldigung)


    Cheerio
    Mareike

    Worum geht’s?
    Mia Corvere verliert mit 10 Jahren alles: Ihren Vater an den Strang, ihre Mutter und Bruder an das Gefängnis, und sie selbst muss um ihr Leben rennen. 6 Jahre später wird sie von ihrem Meister, der sie zur Assassinin ausgebildet hat, zur Roten Kirche geschickt, der Kirche der Assassinen, um dort ihre Ausbildung zu beenden. Der Weg dorthin gestaltet sich schwierig, und auch das Leben unter all den Mörderinnen und Mördern gestaltet sich zwar spannend, aber auch erwartungsgemäß sehr gefährlich. Immer an Mias Seite ist Herr Freundlich, die Katze die keine Katze ist, und in den Schatten auf sie aufpasst. Doch auch er kann Mia nur bedingt vor den Gefahren und den Erfahrungen bewahren, die sie in der Roten Kirche macht.


    Wie war’s?
    Nevernight wurde diesseits und jenseits des Atlantiks in den höchsten Tönen gelobt. Die Welt, die Charaktere und vor allem die Sprache sollen unfassbar bezaubernd, außergewöhnlich und originell sein. Die Story packend bis man seine Nägel auf die Haut runtergekaut hat.
    Entsprechend groß waren meine Erwartungen – die nicht erfüllt wurden. Die Sprache fand ich eher sperrig und schleppend als außergewöhnlich, die Story zog sich ewig hin, und die ersten 550 Seiten sind maximal Mittelmaß. Die Charaktere sind bis auf Herrn Freundlich bei weitem nicht so faszinierend wie man erwarten möchte, und auch wenn Sympathien für den ein oder anderen wachsen, ist es bei den wenigsten so, dass man sie vermissen würde. Die Story fühlt sich ebenso wie die meisten Charaktere austauschbar an, teilweise fühlte mich an Hogwarts erinnert – nur mit etwas mehr Blut.


    Zudem gab es ein paar kleine, aber feine Details, die mich Korinthenscheißer zumindest anfangs gestört haben.
    Es gibt drei Sonnen. Drei. Ich bekomme immer noch nicht in meinen Kopf, wie das astrophysisch funktionieren soll. In der Leserunde meinte jemand, „das ist halt Fantasy“ – frei nach dem Motto „in der Fantasy gelten andere Regeln und Gesetze!!“ Finde ich trotzdem komisch, denn die Schwerkraft scheint ja einwandfrei zu funktionieren! Aber gut, ich habe mich recht schnell daran gewöhnt…
    Ein anderer Punkt, der mich etwas genervt hat, war der Name eines Charakters: Adonai. Adonai ist die Bezeichnung der Juden für Gott, da das Tetragram JHWH, das Nichtjuden gerne mit Jaweh übersetzen, eigentlich unaussprechbar ist. Adonai ist also, wenn man so will, eine heilige Bezeichnung. Ja, sie bedeutet übersetzt „Herr“ oder „Mein Herr“, also etwas „profaneres“ als Gott. Trotzdem. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, einen Charakter Allah zu nennen, auch wenn der Name Jesus in spanischsprachigen Ländern durchaus gängig ist. Ich bin weder religiös noch gläubig. Von mir aus darf jeder glauben was er mag, solange er seine Mitmenschen nicht beeinträchtigt. Dazu gehört für mich auch, die für manche Menschen heiligen Namen nicht zu profanisieren. Vielleicht rege ich mich mehr darüber auf als ich sollte, vielleicht sehen das jüdische Leser*innen ganz anders oder nicht so eng. Aber ich für mich finde es komisch.


    Der Showdown zieht das Tempo schließlich kräftig an und, man verzeihe mir dieses Klischee, die Ereignisse überschlagen sich. Wie man es trotzdem schaffen kann, selbst dort noch Längen einzubauen, ist mir ein Rätsel und zeugt in diesem Fall von einem besonderen Talent des Autors.


    Die letzten Seiten konnten das Buch für mich nicht retten, und ich werde den nächsten Teil nicht lesen. Der einzige Handlungsstrang, der mich reizen würde, ist höchstens Nebenhandlung, wenn er nicht sogar nur aus kurzen Einwürfen besteht. Das reicht nicht für das Fortsetzen einer Serie.


    Insgesamt verstehe ich den Hype nicht, aber gut ;D
    2ratten

    Meuchelmörder im Sinne von, ich nehme jeden Auftrag an und bringe auch Unschuldige um. Das ist sie definitv nicht. Mörderin ja, aber nur aus Notwehr oder im Kampf oder bei denen, die ihr etwas angetan haben. So meinte ich es. :zwinker:


    Hm...ich weiß nicht, ob sie da so moralisch ist. Ich denke, sie wird auch in Zukunft keine Kinder töten, ich kann mir aber sehr wohl vorstellen, dass sie auch Auftragsmorder erledigt, auch wenn sie sich die Opfer vielleicht aussucht...


    So hart urteile ich nicht. Sind schließlich alles junge Menschen, die auch mal den ein oder anderen Fehler begehen. Und so sollte niemand sterben müssen. :sauer: Ich hab da schon Mitleid.


    Jaahaaa, aber alles junge Menschen, die keine Probleme haben, andere auf eine schnelle oder weniger schnelle Weise ins Jenseits zu befördern :zwinker: natürlich hat es keiner verdient so zu sterben, aber so unschuldig sind die Kinners nicht.

    Ich muss gestehen, auch mich hat das Finale wegerissen, auch wenn es etwas...lang war. Aber okay.


    Dass Mia anfangs allein gegen die Soldaten kämpft finde ich ziemlich krass, aber sie lernt auch ihre Gabe besser zu nutzen. Dass sie den Bücherwürmern zu einem unverhofften, aber üppigen Mahl verhilft finde ich ja irgendwie sweet. Und clever. Zum Glück bekommt sie dann aber noch Hilfe von Naev, Jessamin und ein paar anderen. Und man sollte nicht vergessen: auch die Gehilfen sind größtenteils Mörder, sie wurden nur nicht zu Klingen ernannt. Wenn man so möchte, feiern sie gerade eine sehr blutige Messe...


    Die Episode in der Wüste fand ich eher semi, und dann taucht Drecksack noch auf? Und MAG Mia auf einmal? Ernsthaft, das war mir etwas zu viel...


    Dafür geht es in Letzte Hoffnung direkt weiter, und Mia schafft es tatsächlich, in die Garnison zu kommen und die Meister zu befreien. Cassius springt ihr auch gleich zur Seite und hilft im Kampf gegen die Soldaten. Als er sie "Schwester" nennt, ist Mia zwar verwirrt, ich glaube aber wie Gagamaus, dass das eher eine Gruppenzugehörigkeit bezeichnet. Mönche nennen sich ja auch gegenseitig Bruder.
    Ich fand es erst schade, dass er stirbt, einfach, weil er Mia vielleicht mehr über ihre Fähigkeiten sagen können, aber Eclipse meinte ja, dass es ihn nicht interessiert hat.
    Immerhin salbt er sie noch zur Klinge, was der Mutter und Solis wohl gar nicht gefällt. So ein Pech :breitgrins:


    Dass sich Eclipse schließlich Mia und Herrn Freundlich anschließt finde ich toll. So ist sie nicht allein, Herr Freundlich hat jemanden zum ärgern, und Mia noch einen anderen furchteinflößenden Schatten bei sich.


    Und wie schaut's jetzt bei mir aus? Lese ich teil 2?
    Vermutlich nicht. Das Ende war zwar ein einziger Leserausch, aber in den ersten sechs Abschnitten hatte ich einfach meine Schwierigkeiten. Sprache manchmal zu blumig, Story teilweise zäh... Ich teile den Hype einfach nicht. Das einzige, was mich neugierig auf den zweiten Teil macht ist die Beziehung zwischen Eclipse und Herrn Freundlich. Keine gute Ausgangsbasis wenn man bedenkt, dass es ein minimaler Nebenstrang sein dürfte...



    Ash der Feind und Jesaminn vielleicht wiederwillig der Freund?


    Ich denke nicht, dass Mia und Jessamin Freunde werden. Widerwillige Verbündete vielleicht, aber ich denke, für eine Freundschaft ist bisher zuviel vorgefallen...



    Dafür scheint Mias kleiner Bruder noch zu leben. Das hoffe und vermute ich ja schon die ganze Zeit. Vielleicht treffen wir ihn ja in Band zwei.


    Ich denke, wenn wir auf Mias Bruder treffen, ist er ein Handlanger Scaevas, oder eine Art Schoßhündchen. Er wird sich, wenn er überhaupt weiß, wer er ist, gegen Mia stellen.


    Tatsächlich ist sie diejenige mit der größten seelischen Stärke – und tatsächlich eine Gute und keine Meuchelmörderin.


    Äh. Meuchelmmörderin bleibt sie trotz allem, auch wenn sie das Kind verschont hat. Machen wir uns nichts vor, sie kann eiskalt und berechnend sein.


    Eiskalt hat sie den Tod von Jesaminn oder ihrem Bruder geplant. Das war schon ein grausames Spiel.


    Jessamin und der Wieauchimmererheißt waren keine Geschwister, "nur" Freunde. Irgendwo hat sich Mia doch auch gefragt, ob die beiden was miteinander haben. Das einzige Geschwisterpaar, dass es da gibt, sind Ash und Osrik.
    Und grausames Spiel...ich nenne es berechnend. Sie wusste, dass die beiden ihr so oft und so gut es geht schaden wollen. Sie hat sie einfach mit ihren Waffen geschlagen, und sorry: hätte er die Formel nicht gestohlen wäre es nicht so weit gekommen. Ich habe da ehrlich gesagt wenig Mitleid.


    Edit: Mein Tip für den Erzähler: Herr Freundlich.

    Ich hoffe, ich vertu mich jetzt nicht, ich habe Abschnitt 7 und 8 in einem Rutsch weggelesen...


    Die Prüfungen stehen an, und Jess Schatten, dessen Namen ich mir ums Verrecken nicht merken kann, hat echt Mias Unterlagen geklaut. Und sie hat eine Falle eingebaut. Auch ihr Plan, sich viel schwächer zu stellen, als sie ist, ging auf und hat einige überrascht. Sie hätte es sogar zur Besten in Lieder schaffen können, aber ließ Tric den Vortritt. Allerdings zu einem hohen Preis, der mir echt das Herz gebrochen hat. Ich kann Tric verstehen, ich mag es auch nicht, wenn man mit mir spielt. Hätte Mia ihn aber eingeweiht, wäre es nutzlos gewesen...
    Ich finde es sehr interessant, dass Mia jetzt wohl den Ruf hat, besonders kaltherzig und hinterlistig zu sein. Ich meine, Jess war bisher auch nicht gerade zimperlich wenn es darum ging, Mia zu quälen, und immerhin werden sie zu verdammten Assassinen ausgebildet. Grobe Gewalt hilft da oft genug nicht weiter, oder haben die in ihren Unterrichtsstunden nicht aufgepasst?
    Man man man...


    Bei ihrer letzten Abschlussprüfung begreift Mia dann, was ihr Innerstes ist, dass sie nicht aufgeben will und weigert sich, einen unschuldigen Jungen zu töten. Tric hat es wohl getan, deswegen kam er kalkweiß aus der Prüfung zurück, aber Mia erkennt, dass sie dann nicht besser ware als diejenigen, die sie töten will. Ich hätte gedacht, dass sie sofort bestraft wird, nicht, dass sie von Mercurio abgeholt wird. Ob er wirklich so enttäuscht ist? Ich hoffe, er wird bald verstehen, warum sie so gehandelt hat. Sie ist nach wie vor eine gefährliche, listige Mörderin, aber...ja...mit einer Art Kodex?


    Und schließlich kommt die Erleuchtung - und ich hatte Recht mit Ash. Sie hat Lotty getötet und wollte es Mia in die Schuhe schieben. Als Ash Tric umbringt, wurde mir zum zweiten Mal in diesem Abschnitt das Herz gebrochen. Ich mochte Tric so gerne, er hatte etwas Augrichtiges, und er und Mia haben in einer Welt, in der Zuneigung und Liebe eigentlich nicht möglich und sogar gefährlich sind, sich getraut sich zu lieben. Am liebsten hätte ich Ash direct hinterher geschubst. Diese blöde *!@# :grmpf: :grmpf: :grmpf:


    Kann den bitte eine zufällig vorbeifliegende Göttin aufgefangen haben oder so? Wähähä :heul:

    -.-


    Ich fange jetzt nicht an zu schreien, weil ich im falschen Fenster auf "senden" geklickt habe. Nicht schreien...wuuusa...Und natürlich weiß ich auch nicht mehr genau, was ich geschrieben habe, außer dem folgenden:


    Ich denke nicht, dass die Nachricht von Tric war sondern von jemandem, der Mia ihre Formel stehlen wollte. Warum sie so leichtsinning ist, und sie im Schreibstisch "Versteckt" ist mir ein Rätsel. Ob das gut geht?


    Carlotta wurde umgebracht, und Mia gerät in Verdacht. Ich verdächtige ja eher Ash. Sie ist die beste in Taschen und kann alles überall stehlen - und auch Sachen zurücklassen. Ich traue Ash irgendwie immer weniger. Das "Gericht" dagegen ist ja wohl fast lachhaft. In dubio pro reo kennen die Damen und Herren eindeutig nicht. Es ist fast herzzerreißend, wie sich Tric und Mia füreinander einsetzen, aber am Ende werden beide gegeißelt.


    Mia ist für das Wahrdunkel-Massaker verantwortlich und Himmel, was für Mächste schlummern in dem Mädchen. Ich frage mich, ob sie da Rache aus der Roten Kirche fürchten muss, denn die Folgen trafen ja die Assassinen.

    Herr Freundlich ist abgehauen, seine Angst/Panik/Schmerz war größer als die Zuneigung/Loyalität zu Mia. Zum Glück ist er wieder aufgetaucht, aber immerhin sind Tric und Mia sich endlich...nahe gekommen? Die Spannung war ja kaum noch auszuhalten. Mia scheint aber nicht ganz zu wissen, was sie will bzw was sie fühlt. Auf der einen Seite begehrt sie Tric und mag ihn, gleichzeitig kann sie sich aber nicht so gehen lassen, dass sie Gedanken ihres "Jobs" völlig verliert - sie begreift vielmehr, wieviel Macht sie mit Sex über Männer gewinnen kann. Ich mache mir da Gedanken um Tric, der mit weniger Hintergedanken an Mia herangehen zu scheint. Trotzdem freut es mich für die Beiden.


    Ich bin gespannt, wer noch vor den Abschlussprüfungen alles sein Leben lassen muss, bisher waren es keine, die man kannte, aber ich denke, das wird sich bald ändern. Und ich hoffe, dass Jess eine fiese Abreibung bekommt. Ich komme mit derartig sadistischen aber kleingeistigen Charakteren nur schwer zurecht :breitgrins: Ich frage mich auch, ob die Freundschaften zwischen Mia, Ash und Lotty halten. Oder ob Tric ihr vllt sogar in den Rücken fällt? Immerhin war Liebe schon immer das erste Motiv für Verrat und Mord...


    Ich möchte auch endlich gerne mehr über Dunkelinn erfahren und mehr über das Schicksal von Mias Mutter und ihres Bruders. WAS hat sie gesehen? WO sollte sie nicht hinsehen? So langsam könnte Herr Kristoff da mal zu Potte kommen :D




    Haut mich ruhig, aber ich kann eure Euphorie über das Buch immer noch nicht teilen. Es liest sich toll und spannend weg, keine Frage, aber ich finde es irgendwie nicht so...außergewöhnlich. Ich kann nicht mal sagen, woran es liegt...

    Ich kann mich einfach nicht dagegen wehren, ich fühle mich immer noch an Harry Potter erinnert - nur eben mit eiskalten Assassinen und Lehrern, die Leben oder Tod ihrer Schüler erstmal so semi interessiert.


    Insgesamt tritt da unter dem schönen Schein immer mehr das Wesen der Roten Kirche zu Tage. Sie sind, bis auf Solis, alle schön oder sympathisch oder verständisvoll. Auch, dass der Mord am Schüler angeblich untersucht wird scheint erstmal nach einer wohlwollenden Einstellung gegenüber den Jugendlichen zu sprechen. Naja, bis eben der Unterricht losgeht und Arme abgehackt, Gesichter verändert und der komplette Jahrgang fast vergiftet werden. Im Zweifel ist es nur ein weiteres Opfer für die Göttin.


    Sehr spannend fand ich den Unterricht beim Shahiid der Taschen. Wie Mia auf dieses Symbol reagiert hat, wie ein Vampir auf das Kreuz eines Gläubigen (ich habe mal einen Manga gelesen, in dem der Vampir mit Kreuzen super zurecht kam - nur mit dem eines wirklich Glaubenden nicht). Ich glaube auch, dass Mausers Sorge in dem Moment echt war - nur ob sie allein Mia galt weiß ich nicht. Er meinte, er würde das Symbol niemals in Gegenwart von Cassius zeigen, der nicht nur der mächtigste in der Kirche ist, sondern auch ein Dunkelinn. Vielleicht hat Mauser einfach Angst vor diesen Menschen? Ich würde aber gerne hoffen können, dass wenigstens EINER der Shahiide nicht völlig einen an der Waffel hat. Er ist auch der Einzige, der von seiner "Liebe" spricht, und ich bilde mir ein, dass bei der letzten Erwähnung mitschwang, dass es sie nicht mehr gibt.
    Die andere Reaktion in der Szene, die mich faszinierte, war die von Herrn Freundlich, der ja "panisch" wurde, als er es nicht schaffte, Mias Entsetzen schnell genug zu trinken. Sicher ist auch er von der Wirkung des Symbols betroffen, aber ich glaube, er machte sich wirklich auch Sorgen um Mia.


    Auch ansonsten hat Herr Freundlich wieder Boden bei mir Wett gemacht. Er hatte Angst vor Eclipse, er kann also nicht beliebig seine Größe verändern, was ich irgendwie noch vermutet hatte. Hätte ich aber cool gefunden, wenn dem Wolf auf einmal ein Drache gegenüber gestanden hätte :D


    Das ist ein interessanter Gedanke. Ich fände es ja auch spannend, wenn Herrr Freundlich seine Gestalt vielleicht irgendwann ändert. Bestimmt hat er/es nur die Gestalt angenommen, weil das für Mia vertraut und tröstlich war. Ich bin eh gespannt, ob man noch mehr über diese Schattenfähigkeit erfährt. ich finde sie echt spannend.


    Geht mir ganz genauso. Ich will vor allem auch wissen, wie es wirklich um die Verbindung von dem Schatten und Mia bestellt ist. Ich mag Herrn Freundlich...



    Schon traurig eigentlich, was man hier aus den jungen Leuten machen wird. Eiskalte Killermaschinen, die niemandem trauen und im Zweifel - fürchte ich -auch den Freund verraten um ihren Auftrag zu erfüllen. :sauer:


    Naja, es werden halt Auftragsmörder und keine Anstandsdamen :lachen: mit denen trifft man sich eher selten zum Kaffeeplausch, erkundigt sich nach Gattin und Gören, um sich dann vollgefressen mit Schwarzwälder Kirschtorte wieder zu verabschieden (wobei...die haben doch bestimmt auch ein Privatleben...). Ich glaube aber, dass manche noch ein bisschen abgefuckter sind und sich das Innerste, von dem Naev sprach, nicht bewahren werden oder nicht bewahren können. Tric und Mia werden es wohl schaffen, auch wenn Mia vllt Schwierigkeiten haben wird, weil sie allein von Rache angetrieben wird...


    So, ich muss wissen wie es weiter geht. Auf zu Abschnitt 4

    Also da ich annehme, Tric ist der Erzähler, hoffe ich mal, er überlebt die Schule und ist bis am Ende dieser Geschichte lebend dabei. :zwinker:


    Naja, er kann ja Gehilfe werden ;)



    Adonai heißt wohl "Mein Herr" - es ist kein Eigenname -, weil die Gläubigen den Namen Jahwes nicht aussprechen wollen/dürfen. Mir war das nicht so geläufig und ich störe mich auch nicht daran. Es kommen später noch weitere Namen vor, die ich zum Beispiel mit historischen Persönlichkeiten verbinde.


    Ja, es bedeutet Herr/mein Herr. Vllt habe ich mich mit "heiliger Name" missverständlich ausgedrückt. Es ist einfach eine heilige Respektsbezeichnung, und für mich ist das ein anderes Kaliber als historische Persönlichkeiten ;)
    Ich gebe allerdings zu, dass ich durch mein Studium durchaus betriebsblind sein kann und mich an so kleinen Dingen eher aufhänge als andere :)

    Ich bin immer noch nicht sicher, was ich von Nevernight halten soll. Ich fand den zweiten Abschnitt verdammt lang gezogen, und auch wenn der Weg zur Roten Kirche wichtig ist, irgendwie frage ich mich, was genau der Mehrwert war, die Wüstenwanderung derartig genau zu beschreiben. Die Story ist teilweise echt schleppend, aber zum Ende hin wird es zum Glück schon besser.


    Bin ich eigentlich die einzige, die sich bei der Einführung in die Rote Kirche an Harry Potter erinnert fühlt, nur eben deutlich blutiger? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich erwartet hatte, aber eine Zaubererschule gehörte irgendwie nicht dazu, und ich musste etwas schmunzeln. Neue Klamotten, Einführungsritual, ein verzauberter Speisesaal? Klingt irgendwie bekannt.
    Auf der anderen Seite mag ich Geschichten, in denen man erfährt, wie jemand seine Fähigkeiten gelernt hat. Ich bin also sehr gespannt wie das weitergeht, und wieso nicht alle überleben werden. Bringen sie sich gegenseitig um? Ist das Gewünscht? Oder werden sie einfache lebensgefährliche Prüfungen nicht überstehen? Einer, der Knilch, der Tric beleidigt hatte, hat am Ende ja schon ein blutiges Grinsen... Was das angeht, bin ich sehr gespannt.


    Oh, und mein Tip für die vier, die es am Ende schaffen: Mia, Jess, Ash, X. Tric wird irgendwann auf der Strecke bleiben, fürchte ich, und Jess ist als direkte Antagonistin zu wichtig.


    Schon als Jessamina eingeführt wurde (ohne Namen, nur Beschreibung) ahnte ich, dass sie nicht gerade Mias neue Freundin wird. Als sie dann kurz miteinander sprechen wird auch klar, warum Jess Mia nicht leiden kann. Hier finde ich es toll, dass die aktuelle Geschichte immer wieder auf Details der Rückblicke zurückgreift (z.B. die Schädel mit denen die Straße gepflastert wurde). Das verwebt die beiden Zeitschienen viel enger miteinander als ich es sonst kenne, wo solche Rückblicke eher allein im Raum stehen.


    Ich habe natürlich auch wieder ein Detail, das mich stört. Es gibt einen Charakter namens Adonai (wird auf S. 154 erwähnt). Adonai ist bei den Juden die Respektsbezeichnung für Gott, weil das Tetragramm (das Außenstehende gerne mit Jahwe aussprechen) unaussprechlich ist (vom sprachlichen Aspekt her, nicht weil der Name zu heilig ist). Adonai ist also, wenn man möchte, ein heiliger Name. Normalerweise habe ich es nicht so mit der Religion, aber ich fühle mich etwas komisch dabei, einen heiligen Namen einer (fremden) Religion zu "profanisieren". Adonai ist kein Name, über den man einfach mal so im Alltag stolpert. Anderes Beispiel: Kein Charakter heißt hier Allah (zumindest bisher nicht), aus welchen Gründen auch immer, und ich denke, das hat auch seine Gründe.
    Keine Ahnung, ich stolpere immer wieder über den Namen, auch später, und ich finde es einfach...strange...




    Ja, aber irgendwo steht auch, dass er nicht alle ihre Gefühle unterdrückt. Damit sie nicht leichtsinnig wird. Darauf habe ich meine These eher gestützt


    Ist halt die Frage, in wieweit Angst bzw. das Fehlen davon andere Gefühle beeinflusst. Ich habe letzten Monat an einer Leserunde teigenommen, in der die Protagonistin angeblich nicht imstande ist, Angst zu fühlen. Im Endeffekt wurde mir da aber klar, dass Angst auch ganz andere Formen annehmen kann: Sorge um andere Menschen/Wesen, ein subtiles Gefühl nach ein wenig Sicherheit in anderen Menschen zu suchen...ich kann mir also durchaus vorstellen, dass Herr Freundlich da sehr viel mehr kontrolliert als nur die Angst.
    Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt und ob er im Endeffekt Freund oder doch Feind ist...

    ...


    Ich hatte da zwar auch eine kleine Blockade, aber dann gedacht: Fantasy eben. Sich einfach auf die Welt einlassen und keine Gesetze der Welt hinterfragen. Halte ich schon länger so und funktioniert wunderbar. :breitgrins:
    Trotzdem würde ich mich auch über eine Erklärung freuen, vielleicht in Form einer ausschweifenden Fußnote?


    Meistens stört mich das auch nicht, aber alle anderen physikalischen Gesetze scheinen ja in Kraft zu bleiben :D Und eine ausschweifende Fußnote wäre Bombe - aber wie passt das in die Geschichte? :breitgrins: Ich werde es wie du halten, und das einfach ausblenden. Geht inzwischen ganz gut..




    Ich finde das mit den Fußnoten mega cool gemacht. Wer es nicht gerne mag, dass es so ins Detail geht, kann die Fußnoten einfach weglassen und wer es gerne mag, bekommt hier mega viele und teils coole Infos.


    Die Fußnoten sind verdammt cool - aber manchmal eben sehr ausschweifend und lenken dann von Mias Geschichte ab. Bei Terry Pratchett, der ja auch einen Hang zu ellenlangen Fußnoten hatten, habe ich es genauso gehalten: anlesen, und wenn ich lieber erstmal die Geschichte lesen wollte, habe ich sie übersprungen. Bei Pratchett waren die Fußnoten oft auch noch witziger als der eigentliche Plot :D Was ich an Kristoffs Fußnoten toll finde, ist die tiefe, die sie der Welt geben. Und die kurzen Anmerkungen des Erzählers finde ich großartig.