Beiträge von coco_90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Nachdem eine gefährliche Grippeepidemie Big Hig´s Familie und einen Großteil der gesamten Menschheit getötet hat, überlebte nur ein geringer Teil der Menschheit die folgende Blutkrankheit.


    Big Hig lebt, gemeinsam mit Bangley und Hund Jasper, auf einem kleinen Flughafen. Während er täglich den Flughafen nach Eindringlingen absucht, hält Bangley diese mit seinen Waffen auf Abstand.


    Big Hig liebt die Wälder und geht dort jagen und angeln. Währendessen lässt er seinen Gedanken freien Lauf. Hier erfährt man als Leser nun, wie es zu dem Zustand in dem Big Hig lebt, kam. Es wird viel über das Ende der Welt philosophiert und die teils sehr bildhaften Beschreibungen, regen den Leser zum Denken an. Die Gefühle von Big Hig sind zum Greifen nahe! Er trauert um sein Leben und das seiner Verstorbenen. Er zweifelt, ob sich der Kampf ums Überleben überhaupt lohnt.


    Mich hat dieses Buch berührt. Manchmal ist es sehr witzig, ein andermal wiederum sehr traurig!
    Der Schreibstil von Peter Heller hat mir sehr gefallen. Dieser ist komplett anders als alles was ich bisher kannte.
    Es werden oft mitten im Satz Punkte gesetzt, Kommata werden "vergessen" und Anführungszeichen gibt es in diesem Buch sowieso nicht...auch nicht bei Dialogen! Dies ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, ich kam jedoch sehr schnell damit zurecht und habe diesen besonderen Stil sehr genossen. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Big Hig erzählt.


    Die Charaktere von Big Hig und Bangley waren gut ausgearbeitet. Hier hatte man wirklich ein Bild vor sich.
    Cima jedoch hat mich nicht überzeugt, sie wirkte etwas blass.


    Leider hat mir häufig die Spannung gefehlt. Oft hat man als Leser das Gefühl einfach nicht vorwärts zu kommen. Die seitenlangen Erzählungen "normaler" Tage und Erlebnisse von Big Hig empfand ich zum Teil als sehr zäh. Das Ende konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.


    Fazit: Schade! Diese Geschichte hatte viel mehr Potenzial als heraus geholt wurde. Lange habe ich hin und her überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch nun geben soll. Drei? Oder doch Vier?
    Das Ende und die oftmals fehlende Spannung haben mich aber letztendlich dazu gebracht "nur" 3 Sterne zu vergeben.


    "Die Sterne wie Big Hig sie kannte" würde ich Lesern empfehlen, die in einem Buch hauptsächlich aufgrund des Schreibstils abtauchen können.