Beiträge von coco_90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich muss mich leider doch wieder austragen (lassen).
    Momentan kann ich einfach nicht sicher sagen, ob ich in dem Zeitraum zuverlässig an einer Leserunde teilnehmen kann.
    Ich hoffe das wird bald wieder besser! Euch wüsche ich aber viel Spaß mit dem Buch :)

    Mittlerweile ist es ca. eine Woche her, dass ich dieses Buch beendet habe. Normalerweise schreibe ich Rezensionen direkt nach der Beendung eines Buches, damit der Inhalt und meine Gefühle, die ich beim Lesen hatte, noch frisch sind. "All die verdammt perfekten Tage" musste ich jedoch erst einmal sacken lassen. Und selbst jetzt fällt es mir schwer Worte für dieses unbeschreibliche Buch Worte zu finden.


    Auch wenn mir Cover und Titel sehr gut gefallen, passen sie für mich nicht so gut zum Inhalt des Buches, wie es hätte sein können. Das englische Cover zeigt Notizen und Bilder auf Post-it's die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen.


    Der Klappentext hingegen ist in meinen Augen gut gewählt und gibt einen passenden Eindruck zu dieser bittersüßen Geschichte.


    Der Leser wird gleich zu Beginn des Buches mitten ins Geschehen geworfen. Theodore Finch steht auf dem Glockenturm auf dem Schulgelände und fragt sich zum wiederholten Mal, ob heute ein guter Tag zum Sterben sei. Doch dann sieht er Violet. Violet, die erst kürzlich einen geliebten Menschen verlor und nicht weiß, wie sie ohne diesen Menschen weiter leben soll. Mehr möchte ich über die Handlung gar nicht verraten. So viel sei gesagt: Das Buch besteht ausschließlich aus schönen, traurigen, witzigen, beeindruckenden, überraschenden und bewegenden Momenten. Es gab keine einzige Zeile, bei der ich nichts fühlte. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.


    Der Schreibstil von Jennifer Niven hat, wie ich finde einen hohen Wiedererkennungswert, den ich jedoch nicht benennen kann. Die Dialoge, die Gedanken der Charaktere...all das ist so wortgewaltig, bilhaft und authetisch beschrieben, dass diese Geschichte wohl kaum einen Leser kalt lassen wird. Ich sah den Glockenturm, Finchs Zimmer, die Charaktere und die Orte die Finch und Violet besuchten vor Augen und war mit meinen Gefühlen und meinen Gedanken mitten im Buch.


    Die Charaktere Violet und Finch eroberten mein Herz im Sturm und bekommen dort einen Ehrenplatz neben meinen liebsten Buchcharakteren, die ich je kennenlernen durfte. Das Buch wird abwechselnd aus Finchs und Violets Perspektive beschrieben, sodass der Leser genaue Einblicke in deren Gefühle und Gedanken bekommt. In beide Charaktere konnte ich mich so gut hinein versetzen, dass es mir beinahe Angst machte. Ich spürte Violets Trauer, zugleich aber auch Hoffnung und Angst vor der Zukunft. Ich spürte ihre Liebe zu ihren Eltern und auch die Liebe zu Finch, die sich zunächst langsamer, dann aber immer tiefer und schneller entwickelt. Doch noch besser konnte ich mich in Finch hinein versetzen. Ich spürte seine Liebe zu Violet und die Angst, vor diesem alles verschlingenden Loch, dass sich Depression nennt. Ich spürte seine Hoffnung und zugleich seine Hoffnungslosigkeit. Ich fühlte seinen Willen, den Kampf gegen diese Krankheit, die ein Großteil der Menschen leider immer noch nicht als Krankheit ansieht, zu gewinnen.


    Ein paar Sätze möchte ich auch noch zu der Thematik loswerden. Finch hat eine bipolare Störung, auch manische Depression genannt. Ich finde es unglaublich, dass das Wissen und die Toleranz Erkrankten gegenüber noch so unterentwickelt ist. Dieses Buch finde ich daher unglaublich wichtig, da es dem Leser sehr authentisch zeigt, was es bedeutet unter dieser tückischen Krankheit zu leiden. Dass daran weder das Umfeld, noch der Betroffene "Schuld" sind und dass man als nicht Betroffener leicht von einer "Wahl" reden kann, dies aber eben nicht immer zutrifft. Als Leser von "All die verdammt perfekten Tage" erhält man Eindruck in die Welt eines Menschen mit einer bipolaren Störung sowie den Eindruck einer Person, die hilflos versucht alles dafür zu tun, dass es dem Erkrankten besser geht. Wenn ihr dieses Buch lesen solltet: Lest auch das Nachwort der Autorin. Darin erklärt sie, was sie zu diesem Buch bewogen hat.


    Fazit: Ein Buch, dass mich so berührt hat, wie es selten ein Buch geschafft hat. Die Bücher, bei welchen Tränen geflossen sind, kann ich an einer Hand abzählen. Bei "All die verdammt perfekten Tage" sind nicht nur Tränen geflossen...ich habe Rotz und Wasser geheult. Und all dies hatte nichts mit dem Ende zu tun, sondern damit, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nachfühlen konnte was es bedeutet unter eine bipolaren Störung zu leiden oder einen Menschen zu lieben, der an ebendieser erkrankt ist. Ein unglaublich wichtiges Buch, dass zu keiner Zeit "überdramatisiert" und gerade deshalb so authentisch und bewegend ist.

    Hallöchen zusammen :)


    Ich hatte mich ursprünglich auch für die Leserunde angemeldet, hatte das Buch dann aber früher zugeschickt bekommen, sodass ich mit dem Lesen nicht bis Januar warten konnte. Eigentlich wollte ich schon früher Kommentieren, doch da ich das Ende bereits kannte, fiel mir das schwer ohne zu spoilern.


    "All die verdammt perfekten Tage" konnte mich mit jeder Seite berühren und gerade das Ende empfand ich als authentisch. Zum Schluss habe ich Rotz und Wasser geheult...Die Bücher, bei welchen ich geweint habe, kann ich übrigens an einer Hand abzählen ;)


    Tja, die Mitschüler...das dürfte uns doch irgendwie allen bekannt vorkommen, oder?
    Ein Mensch stirbt und auf einmal sind alle unglaublich betroffen. Egal, ob sie mit dem Menschen befreundet waren oder ihm das Leben zur Hölle machten.


    Irgendwo gab es das Zitat: "Wenn mich jemand hätte retten können, wärst Du es gewesen". Dieses Zitat finde ich sehr wichtig. Oft geben sich die Hinterbliebenen die Schuld (oder Außenstehende denken "Na so glücklich können die also auch nicht gewesen sein"), dabei hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun.



    Die Frage nach dem Warum stellt sich für mich so nicht. Ich habe ja schon mal in anderer Runde geschrieben, dass man als "gesunder" Mensch schwer nachvollziehen kann, warum ein psychisch Kranker Selbstmord begehen will/muss.


    Das unterschreibe ich so. Tatsächlich kann der psychisch gesunde Mensch dieses "schwarze Loch" das Menschen mit Depressionen fühlen nicht nachvollziehen. Alles positive wird einfach gleichgültig. Es muss nicht einmal so sein, dass die betroffene Person zutiefst traurig ist (wie man an Finch ja sehr gut sieht). Vielmehr ist es ein Zustand vollkommener Gleichgültigkeit. Und wie schafft man es weiter zu leben, wenn doch sowieso nichts einen Sinn ergibt?

    "Die Nacht gehört den Wölfen" war mein zweites Buch von Wulf Dorn. Bereits im Jahr 2012 konnte mich der Autor mit seinem Thriller "Trigger" vollends begeistern. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen an diesen Jugendthriller. Das Cover finde ich genial. Es hat einen direkten Bezug zur Handlung und harmonisiert perfekt mit dem Titel. Auch der Klappentext ist sehr passend und gibt die Grundstimmung des Buches sehr gut wieder, ohne zu viel zu verraten.


    Der Leser findet sich gleich zu Beginn des Buches mitten im Geschehen wieder und erlebt den Autounfall, bei welchem Simons Eltern sterben, hautnah. Dieser mitreißende Anfang ist lediglich der Beginn einer spannenden und oftmals unheimlichen Geschichte, die mich nicht eine Sekunde losließ. Simon war mir sofort sympathisch. Er hat eine leichte Form von Autismus, was ich sehr interessant fand. Auch die anderen Charaktere sind Wulf Dorn gut gelungen, insbesondere Caro und Mike.


    Nach dem Unfall lebt Simon bei seiner Tante und seinem Bruder Mike. Die völlig neue Umgebung stellt für ihn eine große Herausforderung dar. Dazu kommt, dass ihn schlimme Träume plagen. Teil dieser Träume ist immer wieder eine Tür, der man gemeinsam mit Simon während des Buches immer näher kommt. Erst als sich diese Tür in Simons Träumen öffnet, erfahren wir die große Auflösung. Die Träume sind Wulf Dorn perfekt gelungen. Ich bekam des Öfteren eine Gänsehaut und fürchtete mich davor weiter zu lesen. Der Schreibstil von Wulf Dorn gefällt mir sehr, sehr gut. Er spielt gekonnt mir Worten und Andeutungen und erzeugt dadurch verschiedenste Gefühle. Das Buch liest sich sehr schnell und angenehm.


    Die Spannung des Thrillers nimmt zu keiner Zeit ab. Um Simon herum passiert unglaublich viel, worauf ich nun nicht genauer eingehen werde, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Als Leser spekulierte ich während des Lesens wild darauf los. Wer steckt hinter dem Verschwinden des Mädchens? Wer oder was verursachte den Unfall? Weshalb hat Simon diese Träume und was verbirgt sich hinter der Tür?


    Zum Schluss läuft Wulf Dorn zu Höchstformen auf. Als ich zu Begreifen begann, blieb mir buchstäblich der Mund offen stehen. Als ich das Buch beendete wäre ich am liebsten auf einen Stuhl gestanden und hätte Wulf Dorn applaudiert ;) Ich habe nicht eine Sekunde damit gerechnet, dass das Buch auf diese Art und Weise endet. Es war eine riesen Überraschung und vor allem authentisch und nicht an den Haaren herbei gezogen.


    Fazit: Ein Buch, das in null Komma nichts gelesen ist und nicht zuletzt dadurch begeistert, dass der Leser durchgehend mitfiebert und spekuliert. Das Ende ist, so wie es sein sollte, das große Finale, dass mich nicht nur überzeugen, sondern auch überraschen konnte.

    Schon lange habe ich mich auf diesen Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie gefreut. Die Grundidee war mir neu und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.


    Das Cover finde ich richtig toll. Wenn man das Buch in den Händen hält, wirkt es noch viel eindrucksvoller als auf dem Bildschirm. Die "verbrannten" Stellen wirken total echt und machen das Buch zu einem Hingucker. Das Cover passt für mich, ebenso wie der Titel, perfekt zum Inhalt des Buches. Auch der Klappentext ist sehr passend gewählt. Er verrät so viel, dass der Leser abschätzen kann, ob ihm das Buch zusagt, nimmt dabei aber nicht zu viel vorweg.


    Die Idee von einer Welt in welcher nur noch Zwilligsgeburten, einer der Zwillinge ein Omgea der andere ein Alpha, auftauchen, gefiel mir auf Anhieb. Zudem wurde diese Idee sehr interessant ausgearbeitet und konnte mich überzeugen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen dahin und man merkt kaum, wie die Zeit vergeht.


    Die Charaktere sind für mich der Hauptgrund, weshalb ich dem Buch nicht die Bestwertung gebe. Cass und Kip waren mir zwar sympathisch, nahmen jedoch erst zum Schluss etwas Farbe an. Ich konnte ihnen kein Gesicht zuordnen und auch charakterlich blieben sie mich für den Großteil der Geschichte sehr blass. Hier hätten mehr Details nicht geschadet. Sehr gut beschrieben wurden hingegen die Nebencharaktere, wie bspw. Zach, die Beichtmutter oder Piper. Die Autorin kann es also. Weshalb sie den Protagonisten nicht mehr Tiefe verlieh, bleibt mir ein Rätsel. Zum Ende hin wurde es zwar etwas besser, doch ich hoffe sehr, dass die Protagonisten in Band 2 etwas "lebendiger" werden.


    Der Anfang des Buches war sehr, sehr ruhig. Dennoch hat er mir sehr gut gefallen. Wir erfahren mehr über diese dystopische Welt, über die Alphas, die Omegas und die Regierung. Nach ca. 100 Seiten nimmt das Buch, mit einer unerwarteten Enthüllung, an Tempo zu. Diese Enthüllung war spannend und schockierend zugleich. Leider konnte dieses Tempo während der nächsten 100 Seiten nicht gehalten werden. Diese empfand ich als etwas zäh, doch was dann kam konnte mich zu 100% überzeugen. Die Spannung der zweiten Hälfte des Buches war kaum zu überbieten. Ich fieberte mit Cass und den anderen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Hier überzeugte mich Francesca Haig vor allem mit neuen Ideen und einer dichten Atmosphäre, die diesen Auftakt einzigartig macht. Das Ende war für mich unvorhersehbar und überraschend. Ich hatte mit einigem gerechnet, doch niemals mit dem, was Francesca Haig mir geboten hat. Das Buch endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, sodass ich den zweiten Band der Trilogie sehnsüchtig erwarte.


    Fazit: Ein Auftakt, der mich trotz Schwächen durch seine Originalität, seine Atmosphäre und die interessante Idee überzeugen konnte. Ich liebe es, wenn ein erster Band nicht das gesamte Potenzial ausschöpft, sondern Platz für die Folgebände lässt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Folgebände noch spannender werden und kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen.

    Ich finde es total interessant, wie unterschiedlich wir auf das Ende reagieren :)
    Als ich das Buch zu schlug, hätte ich Wulf Dorn am liebsten für dieses grandiose Ende applaudiert xD
    Er hat mich völlig überrumpelt (im positiven Sinne).


    Auf Leonies Verschwinden bin ich vorhin nicht so genau eingegangen, weil es für mich einfach eine Nebensache war.
    Da euch aber vor allem diese Entwicklung enttäuscht zu haben scheint, schreibe ich nun doch noch ein paar Sätze dazu :)
    Leonie war für mich nur dazu gedacht, dass wir alle denken, dass ein Killer / Entführer um geht. Mit Leonies Wiederauftauchen, wollte Wulf Dorn nur nochmal zeigen, dass es keinen Killer gibt. Wäre sie verschwunden geblieben, hätte ich auch damit leben können. Allerdings hätte das ja bedeutet, dass es den Entführer wirklich geben könnte. Etwas anderes (bspw. der Fund ihrer Leiche) hätte für mich gar nicht gepasst.



    Hm, mich hat die "einfache" Auflösung zu Leonie's Verschwinden jetzt gar nicht gestört. Ihre Geschichte hat ja nur dazu beigetragen, dass man als Leser die ganze Zeit in eine komplett falsche Richtung spekuliert hat und Simon sich auch schon schön die Geschichte zu ihr zusammen dichten konnte. Er hat ja quasi um das Verschwinden von Leonie seine eigene Story gebastelt und ich als Leser habe ihm das alles komplett abgekauft. Von daher wurde da die Fährte schon richtig gemein in eine falsche Richtung gelegt. :breitgrins:


    Genau so sehe ich das auch.



    Das letzte Kapitel finde ich übrigens irgendwie schon versöhnlich. Es zeigt halt ganz klar, dass Simon in unserer Welt einfach nicht zurecht kommt und sich daher komplett ein eine Fantasie-Welt geflüchtet hat. In der alle leben, alle glücklich sind und das Leben genauso vorhersehbar verläuft, wie er das gerne hätte. Alles andere verkraftet er ja eh nicht und die Realität würde ja sowieso nur Gefängnis für ihn bereit halten. So bekommt er wenigstens nichts mehr mit. Auch wenn es sich hart anhört, denke ich, dass es noch das harmonischste Ende für Simon darstellt.


    Krass, für mich war das Ende der blanke Horror :D
    Irgendwo hast du ja recht. Stellt sich die Frage ob die Flucht in eine "Alles-wird-gut-Welt" wirklich die bessere Lösung sein kann, als das Auseinandersetzen mit der Realität ;)


    Ist das letzte Kapitel so zu verstehen, dass er während dem Besuch von Mike, das andere alles sieht!? Also dass er mit Caro und seinen Eltern Ravioli isst und Mike dazu kommt!?


    Genau. Er baut die reale Welt einfach in seine Fantasie-Welt ein. In dieser ist alles gut.



    Der Autor hat es schon geschickt eingefädelt: Man hat sofort Mitleid mit Simon (Tod der Eltern, Außenseiter durch Autismus, fühlt sich von Tante und Bruder abgeschoben...) und kommt gar nicht auf die Idee, in ihm den Täter zu vermuten, während Simon tatsächlich ein "Wolf im Schafspelz" ist, um mit Jessicas Worten zu sprechen.


    Und selbst jetzt kann man Simon nicht wirklich als Täter "verteufeln". Anscheinend ahnte keiner, wie krank er wirklich ist.
    Im Nachwort schreibt Wulf Dorn (ich gebe das nur sinngemäß wieder): Wir müssen lernen, die Vergangenheit loszulassen. Andernfalls bleiben wir irgendwann im dunklen Wald zurück, bei den Wölfen.


    Diese Aussage regt, finde ich, zum Denken an. Das Loslassen finde ich immer am schwersten. Wie oft quälen wir uns mit Fragen wie "Was wäre, wenn ich anders gehandelt hätte" oder driften in eine völlige und allumfassende Trauer ab. Für einen Moment ist das sicherlich in Ordnung, doch rausholen kann man nur sich selbst.



    Mich hat der letzte Abschnitt ziemlich schockiert. Nie hätte ich gedacht, dass Simon so in seiner eigenen Welt lebt? Und auch eine so große psychische Störung
    Nicht so gut gefallen, hat mir, das Ende von Leonies Geschichte. Die hätte für mich noch ein bisschen mehr Spannung haben dürfen oder nicht so einfach aufgelöst werden sollen.

    Für mich war Leonie nur ein "Mittel zum Zweck". Sie war notwendig dafür, dass wir einen Mädchenentführer vermuten.



    Ein überraschendes Ende, auch wenn coco es tatsächlich vorhergesagt hat. :anbet:


    *Ganz tief verbeuge* :breitgrins:
    Mich hat es aber auch wirklich sehr überrascht, da ich den Gedanken nie wirklich zu Ende gedacht habe ;)



    Simon muss also psychisch krank sein, wenn er sowohl für das Ableben seiner Eltern als auch für Melinas Überfall verantwortlich ist.
    Klar ist es schlimm, wenn sich die Eltern trennen wollen, aber sie direkt zu töten, weil man im Jenseits vielleicht wieder glücklich ist, das ist einfach krank.


    Simon ist ja auch krank :zwinker:
    Dass er mit Veränderungen überhaupt nicht umgehen kann, wurde mehrfach gezeigt.
    Sein Gedanke, dass sie im Jenseits glücklich sind, ist für ihn weder Mord noch Töten...es ergibt für ihn einfach Sinn.
    Er hat wohl eine schwerere Form des Autismus als angenommen und ist psychisch krank.

    Ich musste das Ende erst ein wenig sacken lassen.
    Irgendwo habe ich mal ewähnt, dass ich gegen drei Entwicklungen allergisch bin: "Die imaginere Freundin", "Der böse Zwilling" und "Der Protagonist war es selbst". Eigentlich dürfte ich das Buch also nicht mögen. Da ich mir aber recht früh gedacht habe, dass Caro nicht real ist, hat mich diese Entwicklung nicht im Geringsten gestört. Im Gegenteil: Das Ende, dass Caro Simons verstorbene Freundin war, hat mich überrascht und sehr berührt. Sie waren wirklich Freunde und Simon konnte ihren Tod nicht verkraften. Das erklärt für mich auch, warum sich die beiden jünger verhalten haben. Im (ich glaube) 2. Abschnitt hatte ich erwähnt, dass es für mich nicht realistisch ist, dass 16-Jährige "Promi spielen". Wenn man aber bedenkt, dass Caro in Simons Fantasie nie wirklich gealtert ist, passt das einfach perfekt! Und auch die Entwicklung, dass Simon hinter allem steckt war in diesem Fall perfekt ausgeklügelt und authentisch.


    Henning habe ich nie verdächtet. Ich wäre wirklich enttäuscht gewesen, wenn er der Täter gewesen wäre. Und was hätte er mit dem Unfall zu tun gehabt haben sollen? Als die Polizei auf einmal bei Mike steht, dachte ich kurz, Mike wäre es gewesen. Selbst in dem Hotel habe ich einige Momente gebraucht, bis ich verstanden habe, dass Simon der Täter ist. Selbst jetzt bekomm ich bei dem Gedanken noch Gänsehaut. Es wird alles aufgeklärt. Der Vater hatte eine Affäre, die Mutter wollte die Scheidung. Und Simon wollte an den so oft erwähnten "besseren" Ort. Das erklärt auch den Satz "Du hättest mit ihnen Sterben sollen". Das ist alles so schockierend und überraschend.


    Ich habe ja im vorherigen Abschnitt erwähnt, dass ich ein paar Mal daran gedacht habe, dass Simon Melina niedergeschlagen haben könnte. Das war aber nur ein kleiner Gedanke, der von mir nicht weiter gedacht wurde. Auf die Idee, dass er der Verursacher des Unfalls sein könnte, wäre ich aber nie gekommen. Auf jeden Fall finde ich es sehr toll von Mike, dass er Simon nun (trotz allem) öfter besucht. Wie wahrscheinlich es ist, dass jemand wie Simon einfach so ohne ambulante Behandlung aus der Psychiatrie entlassen wird, mag ich nicht zu beurteilen.


    Diese Leonie hat ja nicht mehr alle Tassen im Schrank! Da bleibt sie so lange verschwunden, während die Eltern Todesängste ausstehen? Und dann der Satz, dass sich die Eltern den Umzug überlegen...


    Das Ende vom Ende fand ich einfach grandios.
    Mike redet unter Tränen mit Simon. Für Mike geschieht "Ein kleines Wunder", denn Simon ringt sich ein kleines Lächeln ab.
    Als Leserin fragte ich mich direkt "Bekommt er die Gespräche mit? Gibt es für ihn noch Hoffnung? Ist er auf dem Weg der Besserung?"
    Ich hatte ein tolles Gefühl. Und dann kommt der Abschnitt, indem der Leser merkt, dass Simon komplett abgedriftet ist. Das Lächeln gilt nicht Mike, oder dem was er sagt, sondern seiner Fantasie-Caro. Gerade da merkt man, wie unglaublich schwierig es noch für Simon werden wird.


    Zusammengefasst könnte ich sagen: Für mich hätte es kein besseres Ende geben können!


    Und noch eine Sache: Ich liebe das Nachwort von Wulf Dorn.
    Ich fand es sehr interessant zu lesen, was ihn zu dem Buch inspirierte und bin nun noch stärker beeindruckt, als sowie so schon.
    Seine Worte über die Angst vor Tod, Vergänglichkeit und Veränderung sind einfach passend.


    :five:



    Was meinst du damit? :gruebel: Was tut er deiner Theorie nach im Schlaf? Leonie entführen und umbringen?
    Vielleicht hat er sich die komplette Geschichte auch nur ausgedacht und nichts von dem, was im Buch steht, ist wirklich passiert. Am Ende wacht er auf und alles ist wie vorher :zwinker:


    Bloß nicht! Sowas macht immer alles kaputt^^
    Ich meinte damit, dass er vielleicht Melina niedergeschlagen hat, weil er nicht wollte, dass sie mit seinem Bruder nach Heidelberg zieht.
    Nur eben nicht bei vollem Bewusstsein oder in böser Absicht.


    Ich denke, dass Jugendliche ab 14 Jahren dieses Buch gerne lesen werden, wenn sie dieses Genre mögen. Es ist ja wie mit allen Büchern - es kommt auf das Genre und die Lesevorerfahrungen an. Ich finde das Buch bisher spannend, aber nicht so gruselig, dass man nicht weiter lesen könnte (wobei es sicherlich Jugendliche gibt, die das anders empfinden werden: für meinen 14-jährigen wäre das Buch sicherlich nichts, da er nichts mag, was im entferntesten spannend ist).


    Der Meinung bin ich auch. Und wenn ich mir so überlege, was ich mit 14 Jahren gelesen habe... :entsetzt: Das ertrage ich heute auch nur noch in Maßen! Mit 14 fand man mich in der Thriller-Ecke, und heute bei den Kinder- und Jugendbüchern xD



    Denke ich ehrlich gesagt nicht. Wenn Henning Simon etwas tun wollte, hätte er das direkt erledigen können. Zack, im See versenkt und der Junge schnüffelt ihm nicht mehr hinterher. Wobei er andererseits nicht wissen konnte, ob Simon nicht jemandem erzählt hat, wohin er geht und mit wem er sich trifft. Das wäre vielleicht doch zu riskant gewesen.


    Das glaube ich auch nicht. Allerdings halte ich Henning auch nicht für gefährtlich. Für mich ist er einfach ein unsympathischer Lehrer. Die Fährte geht zu stark in seine Richtung, als dass ich ihn für "den Verrückten" halte.



    Wer sagt denn, dass das Fußkettchen wirklich aus Hennings Wagen stammt? Vielleicht hat Simon es zuhause irgendwo gefunden, eingesteckt und sich dann diese Geschichte unbewusst ausgedacht. Aber du hast schon Recht: Das rüttelt etwas an der Theorie der imaginären Freundin :breitgrins:


    Stimmt. Oder aber, das Kettchen existiert auch nicht :breitgrins:


    Und jetzt werfe ich noch eine völlig neue Theorie auf, von der ich selbst aber nur wenig überzeugt bin: Nehmen wir an, Caro existiert nicht. Das bedeutet schon mal, dass Simon sich eine Person "ausdenkt". Was, wenn er (unbewusst) noch viel mehr tut? Im Schlaf? Das lass ich jetzt mal so stehen :breitgrins: Mir ist der Gedanke nur schon ein paar Mal gekommen und spekulieren macht doch sooo großen Spaß ;)


    Er verabredet sich mit ihm zum gemeinsamen Rudern. :entsetzt: So ganz allein auf dem Wasser... Was will denn eine halbe Portion wie Simon gegen den durchtrainierten Henning ausrichten??


    Das fand ich auch ziemlich krass! Also feige ist er nun wirklich nicht, auch wenn er das natürlich selbst nicht sieht.



    Mich wundert es ziemlich, dass der gute Herr Lehrer nachdem die Gerüchteküche im Dorf ja was seine Beziehungen zu Schülerinnen angeht, brodelt, noch nicht gekündigt oder zwangsversetzt wurde? Sowas geht wirklich gar nicht.


    Da stimme ich dir zu 100% zu. Allerdings stelle ich mir da die Frage, ob diese Gerüchte bereits verbreitet wurden.
    Simon hat diese Spekulationen und Anschuldigungen lediglich von Caro. Und wenn Caro nicht existieren sollte, stellt sich auch die Frage, ob an den "Gerüchten" tatsächlich etwas dran ist.



    Leider ist es ja oft so, dass erst dann gehandelt wird, wenn jemand an die Öffentlichkeit gegangen ist. Vorher gibt es viele Gerüchte und vielleicht auch Hinweise, aber es passiert nichts.


    Da hast du leider recht. Allerdings frage ich mich immer, was eine Versetzung bringen soll. Dann macht der Lehrer eben woanders weiter. An einer Schule bei mir in der Nähe (das ist aber schon Jahre her), war ein Lehrer der nicht zum ersten Mal zwangsversetzt wurde...echt super.



    Wenn ich bei meiner Theorie bleibe, dass Caro nicht real ist, dann hieße das im Umkehrschluss, dass es diese Gerüchteküche vielleicht gar nicht in der Form gibt. Dann würde alles Simons Fantasie entspringen und er hätte sich das einfach zusammengereimt, aus den Bruchstücken, die ihm bekannt waren.
    Und auch ansonsten: Von Gerüchten allein kann man niemandem kündigen. Und Zwangsversetzungen finde ich immer ganz schrecklich - damit wird das Problem nur an einen anderen Ort verlangert und am Ende heißt es immer "das konnten wir ja nicht ahnen, dass es früher schon Vorfälle gab"... :rollen:


    Und wieder einmal teilen wir uns wohl die Gedanken und Theorien :D :D :D

    Wow, dieser Abschnitt hatte es wirklich in sich!


    Von Melina gibt es nichts neues. Doch ihre Verletzungen scheinen schlimmer zu sein, als ich zunächst annahm.
    Hoffentlich überlebt sie das ganze so unbeschadet wie nur irgendwie möglich! Der arme Mike...er bangt nicht nur um seine Freundin sondern wird auch noch verdächtigt. Wir erfahren mehr über ihn und seinen "Rausschmiss". Ich halte ihn nicht für den Täter, auch wenn er wohl schon auf der schiefen Bahn war und vorbestraft ist.


    Das Hotel hat also Hennings Eltern gehört.
    Eigentlich deutet alles darauf hin, dass er der Täter ist. Es gibt Gerüchte, dass er etwas mit seinen Schülerinnen hatte.
    Die verschwundene Leonie scheint sehr für ihn geschwärmt zu haben. Mit Melina war er wohl sogar zusammen.
    Ich weiß nicht, was ich von dem Ganzen halten soll. Ob da wirklich etwas wahres dran ist? Eigentlich ist er als Täter schon fast zu offensichtlich.
    Und welcher "Killer" würde sich so blöd verquatschen wie Henning im Einkaufscenter? Andererseits reagiert er schon ziemlich krass auf Simons Anschuldigungen. Aber wäre das nicht auch im Falle seiner Unschuld verständlich? Gerade als Lehrer muss man wirklich aufpassen, dass solche Gerüchte keine Kreise ziehen.


    Besonders gespannt bin ich darauf, was Simon im Arbeitszimmer mitgehört hat. Seine Mutter nutzte das Wort "zerstört". Wer oder was ist / hat zerstört? Ich warte immer noch darauf, dass es irgendeine "Offenbarung" bezüglich des Unfalls gibt. Oder geht es tatsächlich eher um "den Verrückten"?


    Und dann finden Simon und Caro noch den toten Biber...und der Geruch erinnert sie wohl an Zimmer 19! :entsetzt: Werden sie dort wirklich Leonies Leiche finden? Ich bin unglaublich gespannt auf den letzten Abschnitt!


    Hier erfahren wir aber auch den Grund, warum sich Mike zu Hause nie hat blicken lassen, er wurde von seinen Eltern rausgeschmissen. Leider bleibt der Grund hierfür offen.


    Diese Info wollte ich eigentlich auch in meinem Kopf unter "Bestimmt wichtiges, nebenbei erwähntes Detail" abspeichern :breitgrins:
    Wie gut, dass du mich nochmal daran erinnert hast :zwinker:
    Ich vermute mal, dass Mike sich einfach nicht viel hat sagen lassen und sehr aufmüpfig war. Simon hat da ja was erwähnt...



    Komisch in diesem Abschnitt finde ich, dass Simon in der Gartenabteilung erst erfährt, und dann auch noch von Richard Henning, dass Melina in der Nacht überfallen wurde... Warum hat die Tante keine Nachricht hinterlassen? Oder ihn auf dem Handy angerufen? Oder Mike?


    Das finde ich auch merkwürdig. Zumindest aus dem Krankenhaus hätte die Tante doch anrufen können...



    Melina selbst, mag ich immer weniger. Ich habe manchmal fast den Eindruck, dass sie Simon auch loswerden will, weil er Zeit von Mike beansprucht, vielleicht? Die Art und Weise, wie sie ihm mitteilt, dass Mike bald gemeinsam mit ihr umziehen wird, ist mehr als taktlos und der Zeitpunkt extrem ungünstig gewählt, finde ich.


    Witzigerweise fand ich sie in diesem Abschnitt ein wenig sympathischer. Zunächst hat sie sich echt lieb um Simon gekümmert. Sie hat ihm einen Tee gemacht, was zu Essen und eine Cola angeboten. Anscheinend ist ihr einfach der Kragen geplatzt, weil Mike immer noch nichts gesagt hat. Ich wäre sicherlich auch nicht so vorgegangen und es war wirklich kein guter Zeitpunkt...aber ich denke nicht, dass sie es in böser Absicht getan hat.



    Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht ganz, warum Mike sofort mit Melina nach Heidelberg gehen muss. Er hätte ja auch nach einer gewissen Zeit nachkommen können, wenn sich Simon im Internat eingelebt hat. So lässt Mike seinen Bruder ganz schön hängen. Und wenn Melina genauso viel an Mike liegen würde wie ihm an ihr, hätte sie Verständnis für die besondere Situation aufbringen müssen. Oder kann sie das nicht, weil sie selbst nie ein richtiges Familienleben kennengelernt hat?


    Ich dachte auch, dass er vielleicht noch ein paar Wochen oder Monate bei Simon bleiben und dann nachkommen könnte. Ich denke aber, dass das eher Mikes Entscheidung ist und nicht Melinas. Viel schlimmer finde ich es eigentlich, dass die Tante die Wohnung verscherbelt und Simon auf's Internat schickt, ohne mit ihm darüber zu reden.


    Mir auch nicht :sauer: Deswegen wäre ich auch nie von alleine auf die Idee gekommen. Leider fällt mir bis jetzt auch keine Szene ein, die dagegen sprechen würde, d.h. in der Caro eindeutig mit anderen Menschen in Kontakt ist.


    Und mir auch nicht. Das liegt aber vor allem auch daran, dass ich in diesem Jahr zu viele Bücher mit "imaginären Freunden" gelesen habe.
    Dagegen entwickle ich so langsam eine Abneigung, ebenso wie gegen "Die Zwillingsschwester wars" oder "Die andere Persönlichkeit wars" ;)



    Kauft Richard Henning einen Spaten, weil er den für die Gartenarbeit braucht oder will er wen unterbuddeln? Er hat jedenfalls komisch reagiert als er Simon im Laden trifft und ich denke nicht, dass das nur was mit Melinas "Unfall" zu tun hatte.


    :entsetzt:

    Mittlerweile bin ich mit zu 99% sicher, dass Caro nicht real ist.
    Der Wurstbudenbesitzer besteht darauf, dass die beiden etwas kaufen, obwohl Caro bereits etwas gekauft hat.
    Auf ihre Schimpftirade reagiert er überhaupt nicht.


    Simon tut mir wirklich leid. Diese Albträume sind der absolute Horror! Insbesondere auch die Halluzination, die er in dem Auto hatte.
    Aber auch der nächtliche Traum, in dem seine Mutter ihn besuchte war wirklich schlimm. Was wollte sie ihm nur zeigen?
    Ich finde es wirklich krass, dass keiner zu merken scheint, dass er nach wie vor Hilfe benötigt. Von der Tante liest man auch nicht mehr viel :/
    Mike möchte also mit Melina zusammen nach Heidelberg ziehen. Auch wenn das für Simon sehr schwer ist, kann ich Mike irgendwie verstehen.
    Er ist erst 21 Jahre und der Verantwortung für seinen kleinen Bruder zu sorgen, sicherlich nicht gewachsen. Das Gespräch zwischen den beiden Brüdern fand ich wirklich toll!


    Es gibt also auch irgendeine Verbindung mit Melina. Ich glaube nicht an einen Zufall wegen ihres Slips.
    Und nun hat sie auch noch der Verrückte erwischt :entsetzt:


    Ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Abschnitt und werde gleich noch weiter lesen :smile:
    War sie im Hotel? Ist sie wirklich de